Ausgabe 
31.1.1909 Erstes Blatt
 
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Drittes Blatt

Nr. 25

159. Jahrgang

Erschelnk lllgllch mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für OberheMn

Verein die Pflege guter Musik; hierzu dürfen jedoch höchstens I fl o ß mit unterirdischem Getöse, aber von kurzer Tauer. Die .. < r" < n <xvx . » <_ < r. - 91 »i f r Ü ii m ii n n 8 n r h p t t p n mprhpn hitrrfi hpfttnp« SP a n a n

die Kapitalzinsen und 6. Mark von jedem mindestens

alle

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drlnttt-nde Fade sicher anzatrellea:

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Grossh. Poiizelamt. Reinhart.

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itrierre Broschüre kostenfrei.

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1909

Sonnenschein

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Bed. Himmel

Gratis uud srarrlo bieten wir jedem Leser dieser Zeitung eine Prodcdoie Rcstle'e» Lrtndermelil rum Versuche an. Diese 'Jiabrunn hm sich für Sänalenge und schwächliche Üiuder und auch ganz besonders als Stärtuuasmittcl für Magenkranke, Gcucicnde und Greise hervorragend bewährt. Die Nestle-Gv icürchait Berlin S. 42, versende: auf Wunsch Probe uud illu-

28. Jan. bis 2». , ,

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Dr. tjieyer, Seltersweg ' 4. Ilr, Klein, Ost-Anlage 37. 8auitäts-at fi>r. a^ins^er, Goetuestrasae 10.

Ausräumungsarbeiten werden durch heftigen Regen sehr gestört.

Tas sersmographische Observatorium in Irkutsk vermutet, daß der Herd des letzten, von den jeismographischen Apparaten vieler Beobachiungsstanonen angezeigten, aber geo­graphisch noch nicht befhmmtcu Erdbebens m Zentralasien, 4500 Kilometer von Irkutsk *enl'ernt, gelegen habe.

Ter iranzösiiche Flugrechiuker Ztpiel hat gestern ans dein Tempelhoter Feld bei B e r 11 ii in Gegemvart des Prinzen Heinrich und des Großherzogs von Otderrburg zwei kurze Flug­versuche unternommen, die g u t gelungen sind.

fllctne Tageschrorlik.

In Rotterdam wurden dreißig Fischer aus zwei floltgewordenen Eisschollen von der Strömung nach der Lee iormeivieben. ....

Lu Messina erfolgte gestern nacht roieber em besttger Erd-

ontentia.

»ar, ftbcuM 8 u-r luint Uolbu: Maskenball MUgltrder tiaseiOta mnt«

8. Luu, Äüwisin.1 uei vuase öl

________TnvochA

Auszug o. ö. Standesamrsregiftern der Stadt Eichen.

Aufgebote.

Januar. 25. Philipp A.arlln Künkel, Hiltsweichensteller, mit Henriette Becker, beide m Gießen. 25. Gustav Schulze, Schuh­macher, nut Sophie Heinrich, beide m Gießen. 26. Ludivlg Wagner, Güterbodenarbeiler in Herborn, nut Marie Magnus in Groszen- Liuden. 29. Friedrich Wilhelm Dunker, Ober-Sladtaistslent in Frankfurt a. 2)L, mit Emma Friederike Slumps, geb. Hohmann, m Gießern

Eheschlictzungen.

Januar. 23. Max Riume, Schuhmacher, mit Karoline Cernoh- lavek, beide in Gießen. 23. Eristi Mahr, Fuhrmann, mit Elisabeth Stecker, beide in Gießen. 28. Hermann Kahn, Pfarrverwalter in Undenheim, mit Mathilde Helm m Gießern 28. Max Berte, Holz­bildhauer in Gießen, nut Maria Wirtz m Frankfurt a. Ai. 28. Vub- iv,g Adam Johann Hebstreü, Bieroerleger in Marburg, nut Lma Schleenbecker in Heuchelheim.

Geborene.

Januar. 20. Dem Zuschneider Adam Szczech ein Sohn, Joseph Hans Adalbert. 22. Dem Kanzleigehilien Georg Wolf eine Tochter, Erna Margarete Jenny Anna. 23. Dem Bahnarbeiter Christoph Sleth em Lohn, Wilhelm Rudol'. 24. Dem Bahnarbelter i'uöimg Binz em Sohn, Karl. 24. Dem Turmwart Georg Rieu eine Tochter. 26. Dem Poflschassner Heinrich Weider eine Tochter, Anna. 27. Dem Rentner Ernst Christel em Sohn, Wilhelm Karl Ludwig.

Gestorbene.

Januar. 22. Karoline Freifrau Gremp von Freudenstein, geb. Gebhardt, 83 Jahre all, Johannesstraße 7. 23. Anna Katharine Leder malm, geb. Schmidl, 76 Jahre alt, Seltersweg 16. 23. Wil­helm Löber, Privatier, 72 Jahre alt, Steiiislratze 42. 25. Friedrich Koch, Kommerzienrat, 72 Jahre all, Schtffenberger Weg 15.

13 ü i v c r i i 4»»a cb r id) i c ti.

Darmstadt, 28. Jan. Ter Hochschi»lenkonslikt dürste bald beigelegl werden, da von beibm Seilen Eiitg-genkonimen gezeigt ivird. Tagegen büiue eine P r l vatklage des Leilrrs der Sludeiilenoeriaininlung sind. aich. Schäscr gegen Öen Reklor der Hochschule Pro'essor Walde folgen

hc. Tas Studium der Medizin. 8879 Medizin- studiereitde finb in diesem Winlerjemesler an öen 21 Universiläten des Deutschen Reiches unnmnifuliert, gegen 7773 un Wrnleisemesler 1907 8 und 8250 im Soiumerjemesler 1908. Tie einzelnen meöi-- zinischen Fakultäten zählen: München 190, Berlin 1375 tdazu 377 Studierende der Kasier-Wilhelm-Akademie für das nulilärär,l- hebe Blldungsivesen), Freiburg 585, Leipzig 577, Würzburg 511, Heidelberg 433, Breslau 553, Bonn 3u5, Königsberg 281, Straß­burg 173, Marburg 271, Jena 268, Tübingen 262, Kiel 258, Erlangen 240, Halle 228, Göllingen 225, Giepeu 214, Münster 207, Greifswald 186 und Rostock 135.

Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L

Redaltion:«^A112, Tel.-Adr.: AnzeigerGteßen.

10. Mark betragenden Mltglieddbeitrag alljährlich ver­wendet werden. Ter Verein hat seinen Sitz in Gießen und wird beim Amtsgericht Gießen eingetragen (E. V). § 2. Mitglied des Vereins kann jeder werden, der an dieser Auf­gabe mitznwirlen bereit ist. Jedes Mitglied hat einen Jahresbeitrag von mindestens 5. Mark zu entrichten und zwar zu Beginn des Rechnungsjahres. Tas Rechnungsjahr läuft vom 1. Oktober bis zum 30. September.

** Da s Briefmarfensammeln, ursprünglich fast aus­schließlich eine Beschäftigung der Schuljugend, ist der Bedeutung eines Kinderspielzeugs längst entwachsen. Wird doch heutzutage diese Liebliaberei von unzähligen Erwachsenen ernst.ich ausgeübt. Trotz der großen Zahl vvn Sammlern in unserer Stadt dürfte es noch nicht allgemein bekannt fein, daß hier fdjon seit Jahren ein blühender Phi.atelisten-Berein besteht, der an mehrere große Verbände angeschlosfcn ist. Aufnahmesälsig ist jeder unbescholtene Sammler, der,Uas 25. Lebenswahr überschritten hat und sich in selbständiger Lebensstellung befindet. Mgeseh.'n von dem Vorteil, per in dem gemeinsamen Austausch der Erfahrungen besteht, bietet sich damit dem ernsten Sammler Gelegenheit, fein Wissen zu erweitern (Lesezirkel mit iw- und ausländischen Fachzeitschriften, Bibliothek), feine Sammlung zu vermehren (Auswahlscndungen), Doublettcn günstig zu verwerten, mustergültige Sammlungen zu besichtigen und damtt seinen Blick zu schulen u. a. m. (S. Inserat.)

x Büdingen, 28. Jan. Gestern abend beging der Krieger­und Milicärverein unter Mitwirkung anderer Vereine im Hotel Fürstenhof" die Feier von Kaisers Geburtstag. Der Vorsitzende, Oberlehrer Dr. Krämer, feierte den ft<ri|er als Vater seines Volkes und echten Schirmhercn des Friedens. Fürst Wolf­gang zu Isenburg brachte den Trinlspruch auf den Kaiser aus. RegierungSass.ssor Schäfer toastete auf den Großyerzog. Auch bezüglich dec Woh.fahrtSeinrichrungen stehe das Hessenland mit an der Spitze inner den deutschen Staaten. Den Toast auf Heer und Flotte brachte Oberlehrer Dr. Krämer aus. Zwischen den Reden wechselten Gesänge mit ernsten und lustigen Weisen der Kapelle Kcenkel ab. Der Abend wurde namentlich verschont durch. die Lieoervor träge des GesangvereinsLiederkcanz" und durch turnerische Vorführungen des Turnvereins. Um Mitter­nacht übernahm Krecsamtmann Dr. Lös lein die Leitung des zlämmerses, zum letzrenmale in Büdingen.

DieLietzener $amlll<n*'lattcrN werden dem Anzeiger" viermal roöcben lich beigelegt, das Krtisblatl für den Kreis Kietzen" zweimal wöchenilich. Die ..randwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Stimmungsbild aus dem preuh. Abgeordnetenhaus.

Berlin, 29. Jan.

Das hatte denn doch trotz des Kompromisses der bürger­lichen Parteien feine Menschenseele erwartet, daß die ganze i große Veamtenvorlage mit ihren 53 Besoldungsklassen schon cjn Abend des zweiten Beratungstages die H a u Pt l e s u n g s p«a s s i e r t h a b e n würde. Wußte man auch, daß das Kompromiß | tat Gang der Beratungen erheblich beschleunigen würde, so hatte man doch mit einer Reihe gemeinsamer Anträge der bürgerlichen i flLkirtcien und einigen Agitatwnsanträgen der Genossen gerechnet. Mer alle Anttäge blieben aus, und die Debatten, die sich bei 1 brtn drei noch zur Erörterung st. Hendon Gruppen von Besoldungs- ' f Haffen er Holum, hatten samt und sonders nur den Zweck, die Zu- fuimniung der einzelnen Parteien zu dem Kompromiß vor dem £&nbe und noch mehr wohl vor der Beamtenschaft zu rechtfertigen. So wenig die Beamten es fein werden, so wenig sind die Parteien mit dem Lkvmpvomiß zufrieden. Aber man wird ihnen bei ruhiger Würdigung der Sachlage doch zugeben müssen, daß sie dem Lande, d«n Beamten und schließlich auch der Volksvertretung selbst einen inrtvvlleu Dienst geleistet haben, als sie sich auf dies Kompromiß eüiigtcrt Unter den Reden des zweiten Tages tagten die des )2uivnalliberalen Dr. Friedberg und des Freisinnigen v. I L i s z t, die sich namentlich der Universitätspro fefforen nachdrücklich annahmen, nach Fvrm und Inhalt besonders hervor, and auch die mittleren Beamten, insbesondere die Ge- r ichtssekretäre und Richter, fanden in txm National- Ii fetalen Dr. Schröder- Kassel und den Freisinnigen Büchter- mann und Peltasohn beredte Anwälte ihrer Interessen, g-lnf Stunden dauerte die ganze Aktion, dann war die Beamten- bcholdungsvvrlage mit allen Resolutionen der Kommission in z, -eiter Lesung erledigt. Die dritte wird kaum mehr lange auf si.tz warten lassen, und ehe noch eine Woche ins Land geht, iuiirb die Vorlage reif fürs Herrenhaus sein. Und damit reis Mr die glatte Verabschiedung.

Samstag 30. Januar 1909

Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Uiiiöerfuätd - Buch» und Stemörudeteu R. Lang«, Gießen.

LZeovtrchtuugen

der Station Gießen.

29.

29.

Sonntus, 31. Jan., von nachm.

4 Uhr bib 9 Uhr abends nur geötfnet; fj^§6u300lU6r<6 Giessen, den 30. Jan. 1909. r

Höchste Temperatur am

Viiebrtnfte , ,

MerichtsjacrL.

Offenbach, 28. Jan. Heute vormittag verhandelte das hiesige Schöffengericht eine P r i va t b e l e i d ig u n g s- klage des Rechtsanwalts Dr. Katz gegen Dr. med. Becker- Sprendlingen. Die Anklage findet die Beleidigung in einer Aeußerung des Beklagten, die dieser dem Nebenkläger gegcnübr in der Sitzung vom 15. Oft. 1908 getan hat. In dieser Gerichts­verhandlung vertrat der Nebenkläger den Redakteur desOfsen- oadjer Abendblattes" in einer Prioatbeleidigungsl'lage. Zur An­klage stand damals ein Artikel, in dem gesagt wurde,man könne sich bei dem Landtagswahl kämpfe seitens Dr. Beckers auf niedrige Kampfesmittel gefaßt machen. Bei Stellung von Bewe.santrägen tat Dr. Katz als Verteidiger die Aeuj^erung: ,. . . . auch bei Gründung der Sprendlinger Kohlenkasse haoe sich Tr. Becker nicht einwandfrei benommen." Durch diese Behauptung wurde Dr. Becker in hochgradige Erregung versetzt. Er äußerte, nachdem sich Has Gericht zur Beratung zurückgezogen halte, zu Dr. Katz: Herr Doktor, Sie haben die Jurisprudenz nicht auf die Gasse, sondern in die Gosse getragen!" Durch diese Bemerkung fühlte sich Dr. Katz beleidigt; er stellte bei der Grosth. Staatsanwaltschaft Strafantrag, die dem Anträge Dr. Becker st.ittgab. Dr. Becker wurde nach längerer Verhandlung zu einer Geldstrafe von 100 Mark verurteilt. In der Begründung des Urteils tmirbe auSgeführt, daß sich der Beklagte wohl einer Beleidigung im Sinne des § 185, aber nicht einer fotdjen im Sinne des § 180 schuldig gemacht habe. Das Gericht erkennt nicht nur die Richtig­keit, sondern auch die Zulässigkeit der Beweisanlräge an. Falls eine Beleidigung in der Bemerkung des Nebenklägers gefunden werden könnte, fei sie aber aus dem § 193 des Str. G. B. für straffrei zu erklären. Bei der Ausmessung des Sttajmaßes habe das Gericht a.s strasinildernd die große Erregung des Angeklagten angenommen, in der sich dieser infolge der wiederholt gegen ihn in der Kohlenkassen-Affäre gerichteten Angriffe befand. Straf­erschwerend kam in Betracht, daß sowohl der Angeklagte als auch sein Verteidiger die Möguchkcit besaßen, den Schutz des Schüsjen- gerichts anzurusen. Außerdem konnten sie sich an das Ehren­gericht der Anwaltskammer wenden.

Straßburg i. E.. 28. Jan. Der .Straßb. Vlirgerztg." zu­folge hat dns Reichsgericht die gegen das Urteil des Land- Gerichts 'Mülhausen emgclcgte Revision, durch das Biarrer R i in e 11 n aus Pfirt im Dbereliaß wegen Richteibeleidtgung und Aufreizung zum Widerstand gegen die Staatsgewalt zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt wuide, verworfen.

Dresden, 28. Jan. Wegen versuchten und vostendeten Mordes verurteilte das Schwurgericht die 21jährige, ans Schönheide un Erzgebirge gebürtige Dienstperson Frieda 'Martha Helm zum Tode und die 17iahrige Tienstperson Anna Alma Bartve zu acht Jahren Gefängnis. Beide hatten un Cftobcr, bezw. im November 1908 den Ijalbjäljrigen Sohu Oer vclm in emllet- öetem Zustande bis an den Veib tu das eiskalte Wasser des Baches gehalten und jo den Tod des Kindes durch Erkälten verschuldet.

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lliifcre Grossklicrn Wüibcn aber stntucn, wenn sie sehen könnten, welche Entwicklung der Winter- ivon genommen bat. Rodel, Bobdley und Sti herrschen vor und Wmtersportsefte sind Beranstallungen der vor­nehmen Welt geworden. 9iun ist der Wintersport ia gewiß gesund, auer doch nur, wenn man sich vorsichtig vor Er- tdltungen hütet. Und das tut man sicher und bequem wenn man wahrend der Fahrt immer eine Sodener Mineral« Pastille i^-aps achte) im Munde zergehen lagt. Dav FayS achte Sodener auch jede vorhandene Erkaltung schleunigst beseitigen, ist längst beuumt. Man taust sie in alten Apo­theken, Drogen- und Attneralwasserhandiungett für 85 Pfg. die Schachtel.

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21 u» Staöt unO Land.

® 1 e b e n, 30. Januar 1909.

Gcläudcstcllung für die Dahn Lollar-Londorf.

Tas Urteil des K re tsa u Sj chuj 1 es Friedberg ist ban beteiligten Gemeinden in den letzten Tagen zugestclll neorben. Hiernach ist die Beteiligungsquote der einzelnen ! l^nneinben folgende: Lollar */ Londorf 1/i, Rlamzlar 1, Slllenborf 1, Trais 1, Daubringen 8/t, Climbach J/2, Stansen- berg x[v Allertshansen Vs, Kesselbach x/8, Gießen yi0. Das ; Urteil stützt sich auf das Rebenbahngesetz und b ie zu demselben ergangene Rechtsprechung. Es n-ivähnt, daß in Rheinhessen die Städte Oppenhetm, Worms unb Mainz '-Beiträge zu Bahnen geleistet haben, die nicht > bi teft in diesen Städten endigten, aber diesen Städten doch A-<rkehr Auführlen. Die Bahn Lollar-Londorf habe zahl- iktche Gemeinden des Lumdatals mit der Provinzial- und liLkishaliptstadt, dem Sitze der Behörden und BlldungS» Kotiflalien, einem Eisenbahnknotenpunlte einer bedeutenden ßctbrik- und Handelsstadt, überhaupt mit deut wirtschaftlichen SUtittelpunfte dieser Gemeinden verbunden und es habe die -örj«hn dadurch althergebrachte wirtschaftliche und Verkehrs- Ibeziehungen wesentlich gestärkt. Die Zahl der im Jahre 1907 aus den Lumda-Gemeinden nach Gießen betörbcilen dcrsonen übersteige die mit der früheren Omnibiisverbindung belöroerten mindestens um das zehnfache. Der gesteigerte Siner- und Viehtransport aus diesen Gemeinden nach Gießen falle dabei noch besonders ins Gewicht. Im übrigen ging brr Kreisausschuß , von der Ansicht aus, daß an dem 1) erteilun gSplan, d e r von den örtlichen Ver- lutungen der Beteiligien unter Diitwirkung des liei§amt5 Gießen, Organen, die mit den ein­schlägigen Verhältnissen wohl vertraut seien, leufgeitellt wurde und wobei die Stadt Gießen il§ zu l/10 beteiligt auf genommen wurde, als Grundlage festgehalten werden müsse und daß der Stadl Rechen der Beweis, daß die angeforderte Quote zu hoch ge­griffen fei, nicht gelungen sei. B>enn die Qiiote der Stadl Kichen im Verhältnis zu den Beiträgen der übrigen Inter- «ssmlen eine hohe Summe ergebe, so liege dies an der außerordentlich viel größeren wirtschaftlichen Kraft der Stadl ließen, die mit ihren fast 30 OOü Einwohnern Landgemeinden . ^kgenüberstehe, von denen nur 3 über 1000, 4 über 500 und he übrigen unter 500 Einwohner zählen. Da die Stadt- itTorbnelenoerfammlung beschlossen hat, gegen da4 Ur teil ftefurfl zu verfolgen, so darf man gespannt fein, wie der ßroomzialausichuß und der Verwaltungsgerichtshof ent- scheiden werden. *

- Saalbauverein. Man schreibt uns: Der Verein int Förderung eines SaalbaueS in Gießen hat sich nunmehr inf Grund neuer Satzungen in das Vereinsregisler des il.ittSgenchts Gießen eintragen lassen und wird demnächst a» sie Gießener Bürgerschaft und ihren zu allen Zeiten für gute Werke erprobten Gemeinsinn mit einer regen btrbelätigfeU herantreten. Wir zweifeln nicht daran, faß der Verein von allen Seiten in fernen Be- m'ihungen unterstützt werden wird. Eine Bürgerschaft, die mler schönes neues Stadttheater zu errichten ermöglicht hat, vrcd sich in einem Saalbau, der em dringendes Bedürfnis (11t umere stetig wachsende Stadt ist, gewißlich ein neues Denkmal ihrer OpferroiUigfeit setzen, zumal dieser Saal- lau allen Streifen unserer Einwohnerschaft offen siehen wird und muß. Die grundlegenden Bestimmungen ssi^er Satzungen lauten: § 1. Aufgabe des Vereins ist es, die Errichtung eines SaalbauS in Gießen zu fördern, indem ir einen Mittelpunkt für alle auf dieses Ziel gerichteten 93c» flr (bringen bildet und der späteren Ausführung des Baus die Wcge ebnet. Zu diesem Zwecke legt er einen aal bau- ;0 n 0 an aus den jährlichen Ueberschüfsen sowie etwaigen xionberen Zuwendungen unö Uebermeijungen; dieser eaal- mufonb ist ausschließlich für die Errichtung eines Saal- )du3 mit Konzertsaal bestimmt. So lange die Er- ijchtung eines Saalbaus nicht erfolgt ist, unterstützt der

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: Lonistas den 31. Janc men versehene Miigliebst S .niiitzrung von hier wohib-

Ter Vorstand.

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Spieiplan öe$ Neuen Gietzener Sladtttzraierr.

Sounkag den 31. Jan., nachmittags 31/, Uhr, bet kleinen Vreifkn: ,Tic Vuppcn'ee." Vorher: ,3m weißen Roßt/ Ende 6* 4 Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen (Gutscheine haben Gitttgkeit): Gaslspist von Ferry Daubal vom Sladttheaier Deilbronn: ,Tie versunkene Glocke.^ Ende gegen 19'/, Uhr. Dienslag den 2. Febr., abends 8 Uhr: 15. Ttenslag-Abonnement-- Vorstellung.Wallensteins Tod". Ende gegen lu3/, Uhr. Alitt- ivoch den 3. Febr., abends 7 Uhr: 14. ÄtiliivochS.Aboiniement- Voiflellung: Gafijplel von Hoischauivieler Alois Wohlniuih von München: .Stondhasie L'iebe. Fastnachtsspiel in 3 Auszügen von Hch. Kruse. Hieraui:Ter Geizige." Ende gegen 10 Uhr. Frei­ing den 5. Febr., abends 8 Uhr: 15. FreitagS-Abonneinent-Vor- ftellnng: Neuheit! ,Tie Schmuggler. Ende 10'/. Uhr.

CingcfaaOk

Für Form und Inhalt Q.ier u.iur rueier Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

In der Mitteilung der 9Uunmcr 22 des Gießener ^lnzeigsrs wird erklärt, daß die Zahlen von Gabelsberger und Siolze- S ch r e y nicht verglichen luerben können, da dort nur die Aniänger-, hier aber alle Kurse gezählt tvorden seien. Diese Anitahine trifft nicht zu. Auch bei Stolze-Schrey sind nur die Anfängerkurse ge­zählt ivorden und es hat sich dabei mit 103031 im letzten Zähl­est) re in Deuijchland Unterrlchteien ein lieber gewicht von 8830 bei Stolze-Schrey gegenüber Gabelsberger ergeben.

Max Böckler, Berlin,

Vorsitzender des Stenographeiiverbandes Stolze-Schrey.

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