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fiiBe 20.
SdüüÖMpäi W8 älteres 1 e Hausarbeit ve eugiiiße besitzt.
'res durch Fra ^elterswea 87.
Nr. 149
Zweites Blatt
Dienstag 29. Juni 1909
159. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Märkte.
Stub-
Schweinefleisch
Wetter
Niedrigste
Handel
des
.Börse, 29. Juni, 1.15 Uhr.
in
Klammern ()
99.90
291
)
)
ft
(-
ö)
(+
115.75
Tendenz: etwas fester.
Berliner Börse, 29. JnnL Anfangskurse.
Canada E. B.
61.60
(-
(-
(- (—
. 228.00
. 109.00
. 180.10
. 130.70
(+ (- (-
(+ 10)
(+ 7)
(+ 4.00).
2)
1)
)
1)
Harpener Bergwerk . Laurahütte . . . , Lombarden E. B. • « Nordd. Lloyd . . , Turkenlose . « • «
95.50
104.30
62.20
64.00
98.95
95.60
21.20
156.75
129.00
4)
3)
1)
Darmstädter Bank • Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . « Tendenz: ruhig.
Bew. Himmel
Bed. ,
280
287
284
270
265
265
280
Tie „Gießener Lamilienblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
144.60
49.70
88.40
65.50
98.65
116.40
123.75 192.00 178.00 117.45 190.00 181.50
90.00 96.95
17).25 130.40 241.00 145.00 185.50 152.60 200.50
(+ (- (+ (4- (— (- (- (-
Elektriz. Lahmeyer . « . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk . . . Laurahütte ...... Nordd. Lloyd.....
Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . , Deutsch - Asiat. Bank . , Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien.....
Baltimore- und Ohie-
Eisenbahn.....
Gotthardbahn.....
Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince - Henri - Eisenbahn .
) 3)
)
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)
2)
)
)
210
212
216
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210
94.90
85.45
94.90
85.50
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16,5 6 C.
8,4 °C.
folgt: '
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193
192
2)
1)
Haier 195 (— 2) 198 (— 1) 198 (- ) 195 (— 1) 200 (— ;
181.20
21.10
90.00
145.50
260 (—
275 (4-
272 (-
285 (—
Aachen-Dl a st richterEisen bahn-Gesellschaft genehmigte den Abschluß und setzte die Dividende aus 4 Proz. iesr. Die Genußscheine gehen wieder leer au?. Im nächsten Jahre dürften die Verhältnisse sich günstiger gestalten. — Die N a v i g a z i o n e Generale Italiana zahlt wieder 10 Lire Abschlagsdividende. — Ter Abschluß der P e r e i n i g t e n d e u t s ch e n N i ck e l w e r k c, Aktiengesellschaft in Schwerte a. d. R., ergibt einen verteilbaren Gewinn von 1 459 766 Mk. (im Vorjahre 1 437 556 Alk.). Es wird wieder eine Tioidende von 14 Proz. vorgeschlageu. Auch wird der in das neue Geschäftsjahr übernommene Auftragsbestand als recht befriedigend bezeichnet.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Leipzig Dresden Rostock Kiel Hamburg Haiinover Franksurt a.M. Mannheim Straßburg München
We l t m ar k
Türkenlose.....
4% Griech. Monopol-Anl.
4% äussere Argentinier
3°/, Mexikaner . . .
4l/,% Chinesen . . .
Aktieni
Bochum Guss ....
Buderus E. W. . . .
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.
Roggen ' (- > (—
I (-
194
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285
197'/, 197',
186
) 27,)
von 7—1 Uhr.
tc. Wiesbaden, 28. Juni. Vieh markt. Zum Verkauf standen: 58 Ochsen, 49 Kühe, 367 Schweine, 149 Kälber (darunter 00 Mastkälber, 149 Landkälber), 34 Hammel und Schafe. Bezahlt rourbe für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen l.Qual. 76,00—78,00 Mk., 2. Qual. 74,00—75,00 Mk., Kühe 1. Qualität 66,00—68,00 Mk., 2- Qual. 00,00—00,00 Mk. Bezahlt wurde für 1 Kilogr. Schlachtgewicht: Schkveine, vollfleischige, 1,38—1,40 Mk., Sauen 0,00-0,00'Mk., Eber 0,00 -0,00 Mk.; Kälber: Mastkälber 0,00—0,00 M., Laudkälber 1.50—1.58 Mk.: Hammel und Schafe 1,48 bis 1,54 Mk. — Rinder notierten: 00-00 Mk., Ferkel das Stück: 00—00 Mk. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand gering, bet Kleinvieh gut, Ueberstand keiner. Tie Ziisuhren stammten aus Norddeutschland, den Kreisen Limburg, UnlertaunuskreiS unb Wiesbaden-Land.
— Kartoffelmarkt-Bericht vom 28. Juni 1909. Friedberg (Reifen): Rote Sorte Mk. 2.25 -2.35, Dtagnum bonum 2.75—3.00, weiße runde 2.25—2.40, Gelbfleischige, rote, 2.80 bis 2.90, weiße 0.00—0.00. Frankfurt a. Dl.: Rote Sorte Mk. '2.70—0.00, Magnum bonum 2.90-3.50, weiße runde 2.70 - 0.00, Gelbfleischige,blaue,3.25-0.00, weiße 3.25. Wiesbaden: Magnum bonum 0.00, weiße »mde 0.00, Gelbfleischige rote 0.00. M a n n- heim: Dtagnum bonum Mk. 3.25—3.40, weiße runde 0.00, Gelb- fleischlae blaue 0.00, rote 0.00, weiße 0.00—0.00. Köln: Rote Sorten 2.85—0.00, Magnum bonum 4.10-4.20, ^weiße runde 3.90-3.20, Gelbflelschige blaue 0.00—0.00, rote 3.80—4.00, weiße 3.30 —0.00. Dortmund: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magnum bonum 4.00—0.00, weiße runde 3.00—0.00, Gelbflelschige blaue 0.00—0.00, rote 9.00-0.00, weiße 0.00-0.00. Hage n i. W.: Rote Daber Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00—0.00, Dtagnum bonum 4.00—0.00, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfl. rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. Saffig-Plaidt: Rote Daber 0.00—0.00, andere rote Sorten 4.50—0.00, Magnum bonum 4.20—0.00, weiße runde 4.00 —0.00, Gelbfleischige, blaue 0.00 bis 0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. Frankenthal (Pfalz): Rote Sorten 2.60—0.00, Dtagnum bonum 2.80—0.00, weiße runde 2.70—0.00, Gelbfleischige blaue 3.50-0.00, rote 3.50 - 0.00, weiße 0.00—0.00. Saarlouis: Rote Taber 0.00—$00, andere rote Sorten 4.00—0.00, Dtagnum bonum 0.00—0.00, weche runde 0.00 bis 0.00. Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00- 0.00. Kempen: Rote Taber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.00—0.00, Magnum bonum 3.50-0.00, weiße rrmde 0.00-0.00, Gelbflelschige blaue 0.00.-0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. (Alles per 50 Kgr.).
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Verantwortlich i. V.: für Gerichtssaal E. Anderson, für Stadt und Land: Karl Neurath.
Gevichtssaail.
München, 27. Juni. Ter Ehauffeur Sixt, der am 22. April in eine marschiereilde Kompagnie des Jnsanterie-Leib-Reglnrents Hineinsuhr und 3 Soldaten schwer verletzte, von benen einer 57 -tage bewußtlos blieb, ist oonr hiesigen Landgerichr zu 1 Jahr mw8Mo° naten Gefängnis verurteilt rvorden. Der Staatsanwalt hatte 3 Jahre Gefängnis beantragt.
Handel.
— Kleine Finanzchronik. Die englische Kapitalistengruppe und die Teutsche Bank übernahmen jede bas ihnen zu- stehenbe Drittel der Türkischen Anleihe von 1 908 im Betrage von 4 711000 Lslr. — Tie Hauptversammlung der
1000 kg je nach Qualität, wobei (—) gegenüber ber Vorwoche
letzten Markttage in Diark pro das Mehr ( + ) bezw. Weniger beigefügt ist, wie Weizen
Deutsches Reich.
Ter Kaiser werd in den nächsten Tagen dem Fürsten von Fürstenberg einen Jagdbesuch abstatlen. Tie Prager „Narodni Lisch" melden: Fürst Max Egon Fürstenberg hat den Befehl erteilt, daß auf seinem Schlosse Lana bei Pürglitz alle Vorbereitungen zum Empfange des deutschen Kaisers getroffen werden, der am nächste:: Sonntag dort eintrifst, um an den Jagden teilzunehmen. Im Schlosse unb in dessen Umgebung wird mit fieberhafter Eile an beit notwendigen Herstellungen gearbeitet.
Neuwahlen in Koblenz -St. Goar. Wie die „Koblenzer Leitung" meldet, ist der Reichstags- und Landtagsabgeord- netc Oberlandesgerichtsrat Wellstein-Frankfurt a. M. (Kob- lenj di zum Senatspräsidenten am Oberlandesgericht Hamm in Westfalen befördert morben. Taburch sind dessen beide Mandate erloschen und es haben Neuwahlen stattzusinden. Wellstein gehörte dcm Zentrum an. .......
Tie I mm ed i at ko m m in io n ) u r d ie V o r ber a tung ber Verwaltungsreform in Preußen hat gestern aus bem Diunbe des Ministers des Inneren die Grundzüge des Reform- planes entgegengenommen. In der zweiten Vollsitzung Mitte Oktob-r soll die Generaldebatte stattffiwcu
Vermischtes.
* Das größte Motorboot ber Welt. Seit einiger Zeit besteht unter den rheinischen Reedern ein gewisser Wettbewerb, den größten Schleppkahn zu besitzen. Die bis dahin größten Schleppkähne wurden bald überholt. Eine Duisburger Firma stand schließlich, mit einem 123 m langen und 14 m breiten Kahn, der 71620 Zentner trägt, an erster Stelle. Jetzt hat die Rheinschiffahrt aber neuerdings ein Motorboot erhalten, das 42 m lang, 5,5 m breit ist und mit einer Saugmotorenanlage 600 Pserdekräfte entwickelt. Das Boot wird hierdurch in die Lage gesetzt, über 40 000 Zentner zu schleppen. Nach Angaben ist dieses Boot das größte Motorboot der Welt. Die Betriebskosten sollen sich bedeutend verbilligen und nur etwa i/s der Kosten eines gleich leistungsfähigen Dampfers betragen.
*' Ein Moderezept vor fünfzig Jahren. Die Mode schüttet zumeist aus ihrem Füllhorn wahllos ihre Schätze dm Frauen in dm Schoß, ohne ihnen zugleich das rechte Rezept zu geben, wie sie sich nun dieser Wunder bebten en- unb sie recht wenden können. Unsere Vorfahren waren in dieser Beziehung vorsichtiger und praktischer, denn in ihren Modezeitschriften spielten die Anweisungen, wie und von wem die verschiedenen Tviletten- gegenftänbe getragen werden müßten, eine größere Rolle als hmtzutage. Ein solches Moderezept, das vor fünfzig Jahrm gegeben wurde, aber auch heute noch in vielem feilte Geltung behält, führt ein französisches Blatt an. Heber die Wahl ber passenden Farben wirb angegeben: „Die Brünetten müssm tragen: Kirschrot, Dunkelblau, Gelb unb Weiß: bie Blonbm: Blau, Grün, Lila unb Rosa." Des weiteren gelten folgend^ Regeln: „Eine große Dame muß geblümte Stosse tragen ober Stoffe mit Punkten, Quadraten: eine Dame mit kleiner Gestalt muß lang- gestreifte Stoffe tragen: bie ersteren Stoffe verlängern nämlich die Taille nicht, bie anderen aber lassen sie langer erscheinen. Ein oval geformtes Gesicht wird sich änt besten mst tief herabgehenden Lockenbandeaux umrahmen; ein breites Gesicht bedarf einer hohen Frisur, um schmaler zu erscheinen. Eine schlanke Dame muß sich weiß kleiden, wahrend eine dicke schwarz anlegen soll. Die Weite des Rockes an einer Robe hat immer ihren Vorteil: sie verbirgt sowohl dert Embonpvint als auch bie zu große Schlankheit der Figur. Schärpen lassen die Damen zierlich und klein erscheinen. Bei den leichten Sommerstoffen ist ein ungezwungenes Äerabsließen der Stoffe'zu empfehlen. Nur Damen, die ausfallen wollen, tragen sie sehr anliegend." Dieses vor einem halben Jahrhundert gegebene Moderezept schließt mit ben, überzeugten Worten: „Wenn eine Dame bei solchen Anweisungen noch schlecht gekleidet erscheint, so liegt das nur an ihrem Eigensinn."
Zur rteichLfinmzresorm.
Es ist jetzt ziemlich allgemein die Ansicht verbreitet, daß Fürst Bülow unter allen Umständen von seinem Posten als Reichskanzler scheiden werde. Selbst die „Wiener Neue Freie Presse" spricht jetzt diese Meinung aus. Daß diese Meinung richtig ist, bestätigt die „Nordd. Allg. Ztg.". Das offiziöse Blart schreibt: Von einigen Blättern ist versucht worden, die am Samstag ergangene Mitteilung über den bevorstehenden Rücktritt des Reichskanzlers in ihrer Bedeutung abzuschwächen. Zur weiteren Klarstellung bemerken wir daher folgendes: Der Reichskanzler hat den Kaiser um seine sofortige Entlassung gebeten. Seine Majestät hat sich zur sofortigen Erfüllung seines Wunsches nicht zu entschließen vermocht und hat den Reichskanzler unter warmer Betonung seiner großen, in zwölfjähriger Miniftertätigkett der frrone und dem Lande geleisteten Dienste dringend gebeten, sein Amt noch so lange zu sichren, bis die Reichsfinanzreform, deren Erledigung eine nationale Notwendigkeit sei, zustande gebracht sei. Der Kaiser hat sich dabei von der Ueverzeugung leiten lassen, daß es am allerersten dem Fürsten Bülow gelingen werde, das Werk unter Abweisung der dem .Gesamtinteresse schädlichen und daher für die verbündeten Regierungen unannehmbaren Steuervorschläge zu Ende zu führen. Dem Ersuchen des Kaisers hat der Kanzler sich nicht entziehen wollen, jedoch ist er mit Rücksicht auf die politische Entwicklung, die durch die Abstimmung über die Erbschaftssteuer ihren Ausdruck gesunden hat, unwiderruflich entschlossen, alsbald nach Erledigung der Finanzreform aus dem Amte zu scheiden.
Die neuen Steuern, mit denen Bülow noch vorher nach dem Wunsche des Kaisers die Finanzreforin durchführen will, sollen nach dem „Börsen-Kurier" sein: eine Diviö en densteuer von 2 Proz., eine Erhöhung des Effet'tenstempels im Sinne des konservative^ Antrages, eine Schecksteuer, die aber geringer sein soll, als die Konservativen forderten und endlich eine kleine Kotierungsgebühr.
: So ganz widerspruchslos werden sich diese neuen Steuern nun allerdings nicht durchsetzen lassen. Bor der Eröffnung der Börse in Bremen hielt der Präses der Han- delskammer, Victor, gestern an die Versammlung eine Ansprache, worin er die Stellung der Kammer zu den jüngsten innerpolitischen Ereignissen darlegte und zum Beitritt zum vmnsabünd auffordcrtc. Am Schlüsse der von lebhaftem Beifall häufig unterbrochen'n Ansprache wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die in der Börse versammelte Kaufmannschaft Bremens erblickt in einer schnellen, durchgreifenden Finanzreforin die wichtigste, dringendste Aufgabe unserer inneren Politik. Sie erhebt jedoch ein- niültßen Widerspruch gegen die Art, wie diese Aufgabe nach ■ dem Willen der Reichstagsm chrheit gelöst werden soll. Die Beschlüsse des Reichstags bedeuten eine einseitige Belastung der in Handel, Industrie und Gewerbe tätigen Bevölkerung und lassen überdies in der Form der Besteuerung die begründeten Einwendungen der Interessenten und Fachleute unbeachtet. Ihre Durchfiihrung müßte als eine schwere Ungerechtigkeit gegen den größeren Teil unseres Volkes und als £nc ernste Gefährdung der wirtschaftlichen Entwicklung des Vaterlandes angesehen werden. Die bremische Kaufmannschaft spricht die feste Erwarturm aus, daß der Bundesrat den ungerechten Beschlüssen des Reichstages seine Znstii>tmung versagen werde._________________________
27. „ 28.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
Ausland.
Das Zarenpaar hat gestern abend Schweden wieder verlassen. _ , . L ,
Politische Mord c. Der bet der rufftzchen revolutionären Partei verhaßte General Sitin wurde, nach einer Meldung aus W a r s ch a u als er mit seiner Familie aus Bnsk heimstchr, plötzttch von mit Revolvern bewaffneten Männern überfallen, «seine 19jährige Tochter, wurde, von mehreren Revolverschüsien gerinnen, auf ber Stelle getötet. Ter General, sein Kutscher unb zu feiner Sicherheit herbeieilende Sicherheitsbeamte wurden schwer verletzt. Tie Attentäter'entkamen. ...
Tie Räumung Kretas. Die Pforte ift durch bie Schutzmächte nunmehr von ber bevorstehenden Räumung Kretas offiziell In Kenntnis gesetzt worben. Wie verlautet, mehren na) bei ber Pforte bie einlaufenben Klagen ber kretischen Mohamebaner über bie Behanblung burch die tretensische Regierung.
Sxort.
O Fußball Am vergangenem Sonntag focht ber Gießener Ballspiel.Klub in Wetzlar bas Retouorspicl gegen den Wetzlarer Fußball-Klub 1905 aus, unb konnte als Sieger mit 3 :1 <oren bas Feld verlassen. Am Anfang ist Wetzlar etwas überlegen, doch bald findet sich bie Stürmerreihe der Äallspicler zusammen und kann dreimal einsenden. Wetzlar ist darauf durch einen 11° m Ball einmal erfolgreich. Gießen war die befoere Mannschaft und hat den Sieg redlich verdient.
- (- ) 277'/, (+2'/2) 272'/., (-H 5)
Getreide-Wochenbericht
her Preisberichtstelle des Deutschen Lanbwirtschastsrats vorn 22. dis 28. Juni 1909.
Ter Umstand, daß nicht nur die m der Vorwoche eingelrofsenen Weizenladungen schnell Ausnahme gefunden haben, sondern daß England zu steigenden Preisen weiter zu taufen bestrebt war, bewirkte gleich zu Beginn der Woche eine neuerliche Befestigung, die später weitere Fortschritte machte, als -Amerika wegen ungünstigen Erntewetters unb am die Meldung, daß der Mmderanbau in Argentinien 30 Prozent betrage, eine Erhöhung der Forderungen für Abladung neuer Ernte eintreten ließ. Tie amerikanischen Wcizenofserten beginnen allmählich eine um so größere Bedeutung, für bew Weltmarkt zu gewinnen, als russische unb argentinische Weizenangebote nur noch vereinzelt Vorkommen, eine Milberung der in der Ueberganqszeit zwischen der alten unb neuen Ernte zu befürchtenden Warenknappheit sonach imr von Amerika in Aussicht genommen werden kann. In Teutschland brachte sich die feste Stimmung namentlich für Herbsltteferimg zum Ausdruck. Zwar lauten die Turchschuittszisferu für das Reich infolge des günstigeren Standes, dessen sich Südbeutschland im allgemeinen erfreut, etwas besser als die in der Vorwoche veröffentlichten preußischen Sloten, aber die vielfach gehegte Hoffnung, baß die seit ber amtlichen Erhebung herrschende günstige Witterung bie Aussichten gebessert haben dürfte, scheint sich bisher nur bei Roggen in sichtbarer Weise erfüllt zu haben, wahrend Weizen nach wie vor zu wünschen übrig läßt; namentlich aus Sachsen -lagen in der letzten Woche wieder lebhafte Klagen vor. Jnfolgedesseii und nut Rücksicht auf die gegenüber den ausländischen Forderungen bestehende Disparität verhalten sich Verkäufer neuer Ernte sehr reserviert, während sowohl von dem Inlaude, als auch von Böhmen und Dänemark, namentlich aber vom Rhein, lebhafte Frage für Abladung hervortrat unb mehrfach zu Abschlüssen führte. Auf bem Terminmarkte haben die geschilderten Verhältnisse den Wert der Herbstlieferung seit acht Tagen um ca. 7 Alk. gesteigert, während Juli nur um 4 Mk. anzog, so daß sich der Deport etwas verringert hat, immerhin aber noch ca. 24 Mk. beträgt. Roggen konnte sich im Einklang mit Weizen gleichfalls befestigen, trotzdem der Warenabsatz angesichts des unbefriedigenden Mehlgeschäftes andauernd zu wünschen übrig läßt. Andererseits ist das Angebot ziemlich beschränkt und läßt sich in der Provinz besser als in Berlin verwerten. Tie hiesigen Mühlen haben sich auf bie Käufe vom hiesigen Lager beschrankt, wogegen im Lieierungsmarkte Juli gedeckt würbe. Hafer blieb fest, aber das Gescheut barm war sehr still, da die von der Provinz geforderten Preise beim Konsum nicht zu erzielen sind.
Es stellten sich die Preise for. inländisches Gftreide am
Frankfurter
31/,e/o Reichsanleihe. . .
8°/e do. . . .
3‘/,% Konsols e e e • 3°/0 do. . . . .
3'/,°/, Hessen . . • • .
3‘ft°L Oberhessen . . .
4°/0 Oesterr. Goldrente. .
4*/5°/o Oesterr. Silberrente.
4°/0 Ungar. Goldrente . .
4°,e Italien. Rente . . .
3% Portugiesen Serie I .
3°/0 Portugiesen „ IU . 4'/,"/§ ross. Staatsanl. 1905 4’/j°/o Japan. Staatsanleihe 4°/# Conv.Türken von 1903
292 (+ 2)
..........t p r e i j e: Weizen : Berlin Juli 260.25 September 234.00 (-ff 7.25). Budapest Okt. 232.85 (— 2.40). Paris Juni 218.33 l-ff 7.15). Liverpool Juck 208 45 (+ 6.25), Chicago Juli 178.25 (+ 4.60). Roggen: Berlin Juli 194.75 (-ff 3.25). September 187.75 (-ff 2.75). Hafer: Berlin Juli 189.00 (— 1.75), September 174.50 (+ 0.25) Mk.
(gießen, 29. Juni. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkte kostete: Butter pr. Pfd. 1.00—1.10 ML, Hühnereier 1 Et. 7—8 Pfg., Enteneier 1 St. 8 Psg., Käse pr. St. 6—8 Ps., Erbsen p. Pfd. 00—00 Pfg., Linsen p. Pfd. 00—00 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,809)1 L, Gän e pr. Pfd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsen leisch pr. Pfd. 76—84 Pfg. " und Rindfleisch pr. Pfund 70—80 Psg., . . .
pr. Pfund 70—90 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Pid. 60—84 Psg. Kartoffeln pr. 100Kg. 7.00—7.50 Mk>, Zwiebeln per Pfd. 0,15—0,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., per Zentner- Mk. 0.00—0.00., Aepfcl per Ztr. 0—00 Mk., Birnen per Ztr. UO—00 Mk. Nüsse 100 Stück 00—00 Pfg., per Ztr. 0— 00 M?., Kirschen per Pfd. 25-00 Psg. Marktzeil
Juni 1909
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
f Z
*4 i
Windstärke
28.
2"
747,7
16,5
9,3
67
E
2
28.
954
747,5
12,0
10,1
97
NE
2
29.
7»
745,6
11,2
9,0
92
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Höchste
Temperatur
un 27
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Ter Vorstand des , euer Ziegenzucht-Verein. c u. Stühle werden iN
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