W77O Drittes Blatt
159» Jahrgang
Mittwoch, 24 Marz 1909
Erscheint 1K-N- mti NuSnahme bei Sonntag».
Die »Wietzener LamiNendlittler- werden dem »Anzeiger* otermol wöchentlich betgelegt, das »Kreisblatt für bei Kreis Wietzen" jroeimal wöchentlich. Die »Landwirtschaftlichen Seit* fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Gießener Anzeiger
Eeneral-Anzeiger für CderheW
f?of(rfftw9brutf enb Verlag bet Vrüblich« UnwersuatS • Buch- und Stemdruckerel, ÖL Hangt, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: 6Aul* straße 7. ExpedlNon und Verlag; feg® E>L Redaktton: 112. LeL-Aür^AnzeigerGießea.
wesen tritt
Abg. Kohl (Zentr.)
Die
zogen werden.
Abg. Six (Zentr.)'
Summe 16 (6) 15 (6) 1 (1) —
Anm.: Tie in Klammern geletzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus van auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
bespricht die Arbeitsvcrhältnisse in den bayerischen Gewehrfabilken. Die UrlaubsveDhältnisse bedürfen der Regelung. Hoffentlich wird durch das Besoldungsgesetz fein Beamter geschädigt. Arbeiterentlassungen muffen möglichst vermieden werden.
Bayerischer Generalmajor von Gebsattel:
Auch in Bayern wird alles getan, um Arbeitcrentlaffungen vorzubeugen. Wir bestellen grundsätzlich alles Material in Bayern, wenn wir es nicht gerade anderswo im Reiche bedeutend billiger bekommen.
Das j e tz i g e L o h n s Y st e m ist nicht recht zweckmäßig. Ein weiterer Ausbau des Akkordsystems ist empfehlenswert. Dw Arbeitcrausschüsse sollten mehr berücksichtigt werden.
Abg. Schirmer (Zentr.):
( Ein Arbeitsnachweis für das ganze Reich ist erstrebenswert.
T'' Einhaltung der Tarifverträge ist notwendig. Der Redner empfi. *:e Annahme der Resolution der Budgetkommission -tjf Einrichtung einer Pensionskasse für die m Militär, betrieben beschäftigten Arbeiter. Die Heeresverwaltung sollte in der Fürsorge für ihre Arbeiter nicht erlahmen.
Oberst Wandel:
Die Werkstätte in Livpstadt arbeitet nicht billiger als die Privatbetriebe. Tie Beschwerden des Herrn Zubeil werden geprüft werden. Auch die Anregungen der anderen Redner werden erwogen werden. Von einer besonderen Pensionskasse hätten die Arbeiter keinen Vorteil. Zunächst müßten sie Beiträge zahlen, und dann würde ihnen die Pension von der Invalidenrente abge-
Spielplan der vereinigten frankfurter §tadttheater.
Schauspielhaus.
Freitag den 26. März, abends halb 8 Uhr: „Moral.* Samstag den 27. März, nachmittags halb 3 Uhr: „Wilhelm Tell.* Abends 7 Uhr: „Das letzte Glück." Sonntag den 28. März, nachmittags halb 4 Uhr: „Hüttenbesitzer." Abends 7 Uhr: „Tas letzte Glück." Montag den 29. März: „Die Stützen der Gesellschaft." Dienstag den 30. März: „Clavigo" Mittwoch den 31. März: „Das letzte Glück." Donnerstag den 1. April, „Maria Stuart/' Freitag den 2. April, abends halb 8 Uhr:,, Moral."
•) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Generalmajor v. Lochow:
Der Metzer Fall ist im Beschwerdewege erledigt worden. Um eine Schikanierung französisch sprechender Arbeiter handelte es sich nichL ________
Handel.
Düsseldorf, 22. Wc%. Die Hobelholzfirmen vornRhein, Der Weser und der Ems errichteten heute hier den,Nvrdweftdeutsch«r Hobelholzverband und fetzten die greife fest, die heute in Kraft getreten sind.
— Die Lage der deutschen M aschine nbau a nftal- ten. Int Verein deutscher Maschinenbauanstalten erstattete der stellvertretend' Vorsitzende, Baurat Dr. Jng.
einen Bericht über die gegenwärtige Marktlage des deutichen Ma- sclünenbaues, dem wir die Einleitung entnelMen: ^ie lzeutige wfttschaftliche Lage unserer- deutstzn M^nenbauunstalten biete ein recht unerfreulich ledenfalls eutttubere<S .BUd als das- jenige, das sich im Vonafr rwr uns entwllte Urüer der Em- mir hing des allgemeinen nnrtfchaftlrchen Ruchchlages ttt anch in Miseren Betrieben fast überall die Besänftigung zuruckgegangen, die Preise sind bis an die -elbstkostengrenze und in manchen Fallen noch tiefer gesunken. Dieser.Rückgang muß von der Gefamtbeit unserer Volkswirtschaft um ft fchwcrer empfunden werden, als die Maschinenfabriken in den letzten Fahren eine immer umfangreichere Bernfsgruppe geworden sind der Ma^ren^
^nnnnnente und 'Jlrixirate hat un ^ahre 1895 wn alten. eMrbs- tätigen im Deutschen Rreiche 2.33^Prvzerft beschäftig, un Jähre 1907 dagegen 4.28 Prozent; beruchichttgt man, datz gleichzeitig l k;« -Ltki her dftwerbstätiaen in dem gLMNNten Beunaum
Abg. Boehlc (Soz.):
Die Militärverwaltung drückt die Löhne für die Arbeiter in ihren Werkstätten herab. Diese Art der Sparsamkeit mutz auf das entschiedenste verurteilt werden. Die Statistik über die Arbeitslöhne zeigt wohl einige Verbesserungen gegen früher, allein in den meisten Betrieben sind auch setzt noch die Verhältnisse sehr ungünstig. Erschwerend kommt die erhebliche Verteuerung der Lebensmittel in Betracht. Der Redner führt Beschwerde über Unregelmäßigkeiten in den Straßburger Werkstätten. Auf Beschwerden der Arbeiter und Beamten antwortet man mit der Verhängung von Arreststrafen. (Hört! Hört! bei den Soz9 Man beschimpft die Leute, statt in eine Untersuchung einziltreten.
Die Zumutung, daß die Arbeiter lleberstunden machen müssen und nicht besonders dafür bezahlt werden, ist geradezu unerhört. Solange die Militärverwaltung den Arbeitern kein Vertrauen entgegenbringt, solange darf sie auch auf kein Vertrauen der Arbeiter rechnen. (Beifall bei den Sozialdemo.raten.)
Oberst Wandel:
Die Militärverwaltung ist bemüht, für die Arbeiter zu sorgen, und wird sich dabei auch durch die Gegnerschaft der Sozialdemokratie nicht beeinflussen laffen. Es ist richtig, daß eine Verfügung besteht, die die Heranziehung von Zwischenmeistern verbietet. Tie Festsetzung der A r b e i t e r l ö h n e wird nicht nach Willkür vorgenommen. Wir suchen vielmehr in jedem Jahr festzustellen, wie hoch an den einzelnen Orten die Löhne sind, und setzen danach die Löhne fest, die demgemäß für verschiedene Orte verschieden sind. Daß die A r b e i t e r a u s s ch ü s s e vielfach ihre Wünsche durchgesetzt haben, kann ich mit gutem Gewissen behaupten. Die Ausschüffe haben zweifellos das Recht, sich an das Kriegsministerium ober an den Bundesrat zu wenden, und dabei werden sie auch von niemandem gehindert. Daß wir nicht alle Wünsche berücksichtigen können, bringt der Weltenlauf mit sich.
Abg. Dr. Arning (Natl.)
führt Beschwerde darüber, daß die Militärwerkstätte in Lipp- stadt an die Offiziere Zaumzeuge und Sättel liefere und da- durch den Handwerkern schwere Konkurrenz mache.
Abg. Zubeil (Soz.) bespricht die Lage der Pulverarbeiter in Spandau und bringt Be- schwerden gegen-die Verwaltung vor. In Spandau ernennt man nur Leute zu Vorarbeitern, die sich den Meistern gefällig erweisen. Ausdrücklich hat man den Leuten erklärt, daß sie sofort entlassen werden, wenn sie mit der Sozialdemokratie auch nur sympathisieren. So offen hat man den Machthaberstandpunkt noch nicht zur Geltung gebracht.
Abg. Schwärze-Lippstadt (Zentr.) :
Militärverwaltung in keiner Weise durch Sparsamkeitsrücksichten leiten laffen. Wir haben uns stets bemüht, die uns zur Verfügung stehenden Mittel auch im Interesse der Arbeiter zu verwenden und ihre Bezüge möglichst aufzubeffern. Ein Blick auf die Statistik ergibt, daß die Akkordlöhne und die Zeitlöhne eine erhebliche Steigerung erfahren haben. In den technischen Instituten erhielten 98 Proz. der Arbeiter über 1500 Mk. bei Stücklöhnen und 58 Proz. bei Zeitlöhnen. Auch beim Unterstützungsfonds ist in keiner Weise gespart worden. Arbeiterentlassungen in nennenswertem Umfange haben nicht stattgefunden. Wenn natürlich in einem Betrieb keine Arbeit vorlag, so mußten Ent- laffungen erfolgen, ober bie Arbeiter mußten an anbere Betriebe abgegeben werden, wo sie unter Umständen weniger verdienten. Wenn in der Geschützgietzerei eine Verminderung der Arbeiter eingetreten ist, so sind andererseits bei anderen Betrieben in den letzten Wochen 700 Arbeiter neu eingestellt worden, Die Löhne find stets mindestens so hoch gewesen wie in der Privatindustrie, meistens höher. Wir haben daher auch niemals über Arbeitermangel zu klagen. Die Berechnung der neunstündigen Arbeitszeit erfolgt derart, daß die Umkleidungs- und Wegezeit abgerechnet und die Pausen eingerechnet werden. Die Zeit schwankt zwischen acht Stunden und acht Stunden 40 Minuten. Das ist em sehr günstiges Ergebnis. Wenn wir noch weiter mit der Arbeitszeit her unter gehen würden, so würden wir die Privatindustrie schädigen die jetzt schon vielfach Einspruch erhoben hat, weil die Arbeiter in ihrer freien Zeit ben Hanbwerkern Konkurrenz machen. Bezüglich der Anrechnung ber Feiertage kann die Militärverwaltung nicht einseitig vorgehen. Das Hilfspersonal soll nicht vermehrt werben. Die Verhältnisse ber Oberrevisoren und Revisoren werden neu geregelt. Die Beschwerden der Ver- waltungsschreiber sind zum großen Teil ungerechtfertigt. Bei Neueinstellungen werden Familienväter bevorzugt.
Verdoppelung der in dieser Gruppe beschäftigten Personen. Gleichzeitig hat eine außerordentliche Steigerung der spezifischen.Leistungsfähigkeit unserer Maschinenfabriken Itnttgefunben. F-erner hat eine Steigerung des Wertes der Arbeit, das ist der Löhne, eingesetzt, weifte für den in Frage stehenden Zeitraum' aus etwa 20 Prozent geschätzt werden darf. Aus alledem kann geschloffen. werden, daff der Wert der Produktion unserer deutschen Maschinenfabriken in den letzten Jahren ganz außerordetftlich gestiegen ist.
ärbeitsmartt in Hessen u. Hessen-Nassau im Sehr. 1909. Am Berichtsmonat hat die Witterung eine guficrlt ungimitige Wftknng auf den Ärbeitsmartt ausgeübt. Frost und -Aneeftlte ulkten zusammen um die Arbeitsmarktlage merklich einzuschranken. E1etomSSn im Baugewerbe, die in diesem Winter so wie ft i>Fr stark war ist noch intensiver geworden. Sowohl von .. Arbeitsnachweiseri von Frankfurt a M Wiesbaden, Dannftadt ‘Srm unb Kassel sfowie auch von den übrigen Gemeuiden und Kreisen ^besonders Kreis Biedenkopf und Oberwesterwald Liegen Klaaen über bie schlechte Lage in diesem! Gewerbe vor. Nur 'N
£ ÄÄ dft^e ftft ZMen ber weiteren Verschlechternii^ Reduzierungen bei ^beftskräfte und der Arbeitszeit dauerten in nnzclnen Bi ti?ebmi Franttirrts und Darmstadts weiter au. Auch eine Reihe SSer «ctriSe m den Mittelstädten, wie in Hanau, Marourg -WZLkrL-LWWZ
St »er ArbeiterbedE W« '°äsÄbl“®Stab7
wÄ unv. bnt bie sage Mtwiber^m Itamgjgne SÄ XWttSUÄ; lieben Arbeitsnachweisen, besonders im Reg.-Bi». Kassel annawn. Soweit das männliche Personal in Fragekommt^^d ruch besonders qualifizierte Arbeiter verlangt.wurd^, koE der ^arf 7W! allnememen gedeckt werden. Auf dem weiblid}un ,irix.u»- markte hielt zwar im Berichtsmonat noch ber ^^^geÄ Stelleiisuchenden an, denen nur darum zu tuii xror, BOTuüaqeWti in der Hauswirtschaft beschäftigt zu werden. '^gentlichen->ienst- boten lierrscht nach wie vor Mangel. sich schon
jetzt die in den Bädern un Mai enisetzeiide Saison dayin getteuo, daff von dort aus zahlreiche Meldungen über HMft- und Bat* „ ....
tn Oficnbach a, M. stattgeftmdenq' die abMMe ZM G^exb^eu « Leiwvfty
Die Resolution auf Errichtung einer Pensionskasse Wird angenommen, die auf Verbilligung beS Artilleriebpotwesens von einer Zufallsmehrheit abgclehnt.
Bei den Festtmgen, beim Ingenieur., Pionier- und Verkehrs-
WöcheMl. Uebersicht derTodessälle L ö. Stadt Sietzen.
11. Woche. Vom 7. bis 13. März 1909.
Einwohnerzahl: angenommen zu 31100 linkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 26,80 °/no, nach Abzug von 6 Ortsfremden: 16,72 %».
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: un vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
dafür ein, daß die Wallmeister früher in den Genuß ihres End- gehalten treten. . „ ..
Damit ist der ordentliche Etat erledigt. Es folgen die a u ß e r o r d e n t l i ch e n A u s g a b e n.
Für bie Vermehrung ber Reserven an Verpflegungsmitteln sind 4 686 055 Mk. angeforbert. Die Bubgetkommission hat diese Summe bis auf 1000 Mk. gestrichen.
Abg. QlanS Edler zu Putlitz (Kons.) beantragt bie Wiederherstellung ber Position.
Der Antrag wirb angenommen.
Für einen Truppenübungsplatz für baß 14. Armeekorps werben 3 000 000 Mk. geforbert.
Abg. Hug (Zentr.) bittet, bei ben Ankäufen möglichst ben Wünschen der Verkäufer entgegenzukommen.
Abg. Haußmann (Dt. Vp.) unterstützt die Anregung. Man sollte auch ben Bauern das Sani nach Möglichkeit toieber pachtweise überlassen.
Ter Stabt Span bau wird wieder eine Beihilfe von 50 000 Mk. gewährt.
Abg. Dove (Fr. Vg.): .
Wann wirb bie Frage ber Besteuerung ber fiskalischen Betriebe durch die Kommunen endlich gesetzlich geregelt werden?
Unterstaatssekretär Twele:
Wir hoffen, baß es bis zum 1. April 1910 möglich fein wird.
Für Ersatzbauten und Beschaffungen aller Art für Köln infolge Aufgabe ber Umwallung Werben als dritte Rate 6 Milt. Mark geforbert.
Mg. Trimborn (Zentr.):
Der Fiskus will für bie Grundstücke und Baulichkeiten, die er in Köln erwirbt, keine Umsatz st euer zahlen. Er stellt sich einfach auf ben Standpunkt der brutalen Macht. Die Rechtsfrage will ich nicht erst besprechen, denn es hat doch keinen Zweck, (föeiterfeit.) Aber die Frage ist wichtig genug, um bis m bie Nacht hinein erörtert zu werden. (Rufe des Entsetzens.) Das Ober- Verwaltungsgericht hat dem Magistrat der Stabt Köln Recht gegeben. Aber der Fiskus hat einfach erklärt, das Reich fei souverän, es brauche keine Steuern zu zahlen. (Hört! Hört! im Zentrums Besteht keine gesetzliche Unterlage für unsere Forderung, dann müssen wir sie eben schaffen. Die Frage ist nicht von lokaler, sondern von allgemeiner Bedeutung. Es kommt neben der Umsatz- auch bie Wertzuwachssteuer in Betracht. Der Redner bittet um Schonung derjenigen Kunstschätze, die sich m den Händen der Militärverwaltung befinden. Er habe gehört, man wolle ein altes Portal nach Ostelbien verlegen. (Heiterkeit.)
Kriegsminister v. Einem:
Ich habe schon in einer Privatunterredung versucht, Herr« Trimborn zu beruhigen. Er scheint aber noch immer sehr erregt zu fein. Sein künstlerischer Sinn ist in großer Sorge, daß der Kriegsminister als Barbar nach Köln kommt. (Heiterkeit.) Er kann ruhig sein. Die Kölner Kunstschätze haben von uns nichts zu bcrlird)ten. Ich werde auch bas Kirchenportal nicht nach Ost- ' clbien verlegen. Das hätte vielleicht der erste Napoleon getan ‘ und idi vielleicht auch, wenn ich ein Gut in Ostelbicn hätte. (Große
Heiterkeit.)^
Unterstaatssekretär Twele:
Der Reichskanzler steht auf dem Standpunkt, baß ber Fis- kus ein Steuerrecht ber Gemeinden nicht anerkennen kann, solange nicht ein besonderes Gesetz darüber vorliegt. Die Frage soll in dem Gesetz geregelt Werben, das ich vorhin zum 1. April angekündigt habe.
Der M i l i t ä r e t a t wird erledigt, ebenso das noch zu erledigende Stabile! des Etats des R e i ch s s ch a tz a m t s über bie Vervollständigung des Eisenbahnnetzes im Interesse ber Landes- Verteidigung.
Das Haus vertagt sich.
Mittwoch: 2 Uhr: Marinetat.
Schluß 6y2 Uhr.
Arbcftftoscniäl-.luug ergab r>()9 Arbeitslos.', darunter 134, die I um etwa 20 Prozents gewachsen ist,, fcergibt siK mehr alleine infolge Krankheit und Invalidität arbeitsunfähig warm. Tie | Dtadt beschäftigte im Durchschnitt 128 Arbeitslose täglich, ftdoch bat sich gegen Schluff des Monats diejc Zahl verringert.
Der' Wandcrvcrkehr in den NaturalverpfieMngsUattonen und Herbergen zur Heimat war auch im Berichtsmonat ItarL Angaben hierüber liegen vor von den NaturalverpftegiiiigSstattoneti »sw. Herbergen zur Heimat Frankfurt a M. 89/ .gegen 9o7 tm ^oi- monat-, Darmstadt 1010 (1100), Kreuznach 62 .1121. In Be
richts in onat wurden von den Organen des Mftteldentjchen .Irbeitv- nachweisverbandes, soweit Meldungen vorteg^t, ^^kellen vermittelt, darunter in ,yranfTurt a. M 29p9, Wt^baden 1743, Mainz 625, Darmstadt 469, Worms 272 Limburg 2o7 Oftembach a. M., 231, Gießen 135, Friedberg r. H. 94, Öajau a %. 54 Marburg 47, Herborn 42, Kreuznach 36, Fulda 34, ^echenheiml a M. 33, Wetzlar 31 ufw. w
Der Statistik der Ortskrankenkauen nach haben Franfiurt a. JJc , Kassel, Wiesbaden uub Fulda eine Slbnahme der vrr icheriings- pflicktigen, dagegen eine Zunahme der fteiWilligen Mitglieder zu verzeichnen, Mainz, Kreuznach und Friedber^t. S. ttnd ungefthr auf dem 5tmti> des Boiinonats geblieben, Darmstadt, Onenbach a M und Gieffen haben sowohl bei den verftcherungspfllchttgen als auch bei den fteiwilligen Mitglie^rn eme Abnahmc: zn verzeichnen und nur Worms weist eine Zunahme der versicherimgs- pflichtigen Mitglieder ans.
Deutscher Reichstag.
232. Sitzung, Dienstag, den 23. März.
Am Tische deS Bundesrats: von Einem, v. Lochow, b. Dorrer.
Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 2 Uhr.
Der Militäretat.
'(Siebenter Tag.)
Die Beratung wird beim Artillerie- und Waffen-- wesen fortgesetzt.
Abg. Dr. Will (Zentr.) bedauert die in letzter Zeit erfolgten Arbeiterentlassun- gen in den Straßburger Werkstätten. Es gibt schon Arbeitslose genug, man sollte dieses traurige Heer nicht noch vergrößern. Die Heeresverwaltung darf die Arbeiter nicht ohne weiteres auf bie Straße Werfen, selbst Wenn sie nicht voll beschäftigt Werben können. Arbeitern, bie ein © t a b t b e r o r b n e - ten-Mandat erlangen, sollte man keine Schwierigkeiten machen. Die einseitige Ausbilbung hindert bie Arbeiter in ihrem Weiteren Fortkommen. Die Akkordarbeiten müssen verringert Werben; es handelt sich dabei nur um eine Sparsamkeit auf Kosten ber Arbeiter. Mehr Bewegungsfreiheit für bie Ai> beiterauSschüffe! Der Vorsteher der Metzer Werkstätten hat ben Arbeitern verboten, untereinanber französisch zu sprechen. Das ist eine Verletzung des Gesetzes.
Präsident Graf Stolberg:
Meine Herren, da, wie ich annehme, das HauS den Wunsch hat, den Militäretat heute zu erledigen, so werde ich. Wenn daS nicht anders zu erreichen sein sollte, dem Hause eine Pause von 6 bis 8 Uhr und dann eine Abendsitzung Vorschlägen. (Widerspruch.)
Abg. Becker-SSln (Zentr.)
bespricht ebenfalls die Frage der Arbeiterentlassungen. Hunger Lut weh. Bei Neueinstellungen müssen vor allem verheiratete Leute berücksichtigt Werden.
Oberst Wandel:
Bei der Fürsorge für die Arbeiter hat sich die
Tuberkulose
3(1)
3(1)
—
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Altersschwäche
1
1
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LebenSschwäche
KD
—
1(1)
—
Lungenentzündung
2
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Lues
1
1
—
——
Herziehler
Kl)
KD
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Gallenblasen-
entzündung
1
1
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—
Nierenentzündung
KD
KD
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—
Krebs
Kl)
1(1)
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—
Diabetes
1
1
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—
Selbstmord
2
2
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Blutvergiftung
KD
KD
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