Soennecken’s Eilfedern verschönern die Schrift und spritzen nie
1 Auswahl (12 Federn) mit 1 Halter 50 Pf • 1 Gros Nr 106: M L.— F. Soennecken • Schreibw.-Fabrik • Bonn <» Berlin W, Taubenstr. 16-18 • Leipzig
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in SonfcftionSgcii: : Tcmen-, Kleider- und Lm. jen hergestellte Laren wrfer m Lnnsch der Käufenr ch: acht iverden, haben ik6 trimer noch Zweifel biriki bt innen" als gewerbR Ä chriflen der Peroriviung to- t werden muffen. Nach ein s IJ. ttrafienatä vom 13. £t "s gctverblidw au^ufeljen, ir ffläiningzftütftf erfolgt, hur. f Bestellung nach Maß jr -[(er- Tic Aenderungsivei lUamctbcä; bie.feW *8cd(ui\e5. \ic moitzt W}' , Md zwar nach W- M '• Rast durch Mrovech isnna aenommen wird.. neu md jnsiendlichen-' n in der Lerordnung- i den Vorschriften der- i“ er'ol9e\i,t, --- schweizer -3ieh- das ®roBl). Büdische ^ 1t von Schwer V'eh - chfnhr von solchem buch fllnril An dem Bahnb^- mrheitet
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Eine Anzahl Stallungen und Remisen, sowie das große Karussell des Besitzern Bernhard wurden eingeäschert.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In der Kaserne des 115. Jnfanierie-Ncgi- ments in Darmstadt bat sich ein Soldat mittels Tienstaewehrs erschossen. Die Beweggründe zn der nngliickfeligen Tat und bis jetzt noch nicht aiägellact. — In Bens h c i m soll die Gen ick- starre bei einem Kinde mit tätlichem Ausgang vorgekommen sein. Tie Beborde hat soiort die größten Sicberheitsmaßregeln ergriffen. — Seit etwa 10 Tagen ivird in (Gladenbach der 68 Jahre alte Grubenarbeiter Ernst Nord vermißt. Ter Mann wurde zuletzt nn Walde bei Nnnzhansen geieben und ist seitdem verschivnndcn. — In vorletzter Nacht brannten in H a h n h o f bei Niederfischbach ein Wohnbans und vier Scheuern nieder. Tie Beivohncr konnten nur das nackte Leben retten.
Wandern und Helfen.
— lDer Zweigv erein Frankfurt a. M. des Vogels -berger Hohen-Elubs unternimmt Sonntag den 2. Mai seine 3. Lercinswanderung (Bad-Salzhausen, Forsthaus Glaubzahl, Langd, Hungen >, unter Führung der Herren ^ofeHor Georg Bender und Karl Otto Bender. Ankunft in B a d - S a l zha u s e u 9,09. Besichtigung des Bades (neuer Sprudelt. Ankunft in ForsthmiS Glaubzahl 10,30 (Frühstück). In Hungen ist im Gasthaus zur Traube gemeinschaftliches Essen und anschließend geselliges Beisammensein mit den Bruder Vereinen Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gelnhausen, Gießen, Gvünberg, Hungen, Lmi- bacy, Lauterbach, Nidda, Schotten, Bildet. Bei gutem Wetter Gartenfest.
Landwirtschaft.
**VvgelsbergerZuchtviehmav/tundTierschau des Landwirtschaftskammer-Ausschusses in S chv t ten. Wie erlvartet, sind die Anmeldungen für diese Veranstaltung sehr zahlreich eingcgangen. Zur Prämiierung werden vorgeführt werden: 25 Vogelsberger Bullen, 35 Kalbinnen, 85 Kühe, 12 Familien, bestehend aus einet Kuh mit mindestens 2 unmittelbaren Nachkommen oder mit mindestens 2 Nachkommen in unmittelbarer Gcschlechtssolge, 3 kleine Sammlungen von Landwirten (im Besitze von weniger als 20 Stück Rindvieh>, bestehend aus mindestens 6 Über ein Jahr alten weiblichen Tieren und 5 große Sammlungen von Züchtervereinigungen oder Landwirten nn Besitze von 20 und mehr Stück Rindvieh, bestehend aus mindestens 10 Stück über ein Jahr alten weiblichen Tieren und einem reinrassigen Bullen. Für den Zuchtviehmarkt sind 19 Bullen, 33 Kalbinnen und 60 Kühe angemeldet.
töcriebtsfaal.
Bochum, 29. April. Ter M o r d an dem Landwirt Leick in Günnigfeld bei Wattenscheid bat nunmehr seine Sühne gefunden. Bor dem hiesigen Schwurgericht ivurden geifern die Bergleute Ignatius zu 1 c b c n § 1 ä n g 11 d) e m Zuchthaus, Temßig zu 15 Jahren und Marschewsli) zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die drei waren am 14. Tezember 1904 in die Wohnung LeickS eingedrungen und haben ihn irad) heftigem Kampfe getötet.
Stuttgart, 28. April. Die Strafkammer bestätigte das schoffengerichtlidie Urteil, daß als Ausgabeort des „Siin- plizissimus" Stuttgart anzusehen sei, da von hier aus die Verteilung an die örtlichen Erveditionen erfolgt. Ter Verlag des „Sim- plizissimus" haue ine Ablieferung eines Pflichtexemplars an die Stuttgarter Polizeibehörde abgelehnt, weil die zuständige Polizeibehörde München sei. Ter Verlag beabsichtigt, noch eine Ent- fcheidung des Oberlandesgerichts herbeizusühren.
Roeskilde, 28. April. Wernikewitz, der bei dem Xiebstahl in der Königsgruit mit beteiligt ist, wurde zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
Lustschisfahrt.
Der neue Ballon „Moenus" des Frankfurter Äereins für Luftschiffahrt unternahm Dienstag vormittag 1’0it Griesheim aus einen Aufstieg, an dem 2 Herren Teilnahmen. Der Ballon wurde in kaum drei Stunden nach Thüringen verschlagen. Bei der Landung in der Nähe 3on Schmalkalden geriet der Ballon in einen heftigen iLirbelwind, der ihn über den Boden schleifte, wobei °Dr. Peter Frey, der seine erste Fahrt machte, einen Arm- Qruch erlitt.
Als der Luftschiffer Legagneux in Wien gestern «bcrmals einen Flug mit seinem Farmanschen Flieger aus- fiührte, wurde der Aeroplan von dem heftigen Westwinde ^it Boden geschleudert und zum großen Teil zcr- nrümmert. Der für Sonntag angesagte erste öffentliche ^lug muß unterbleiben. Legagneux selbst erlitt nur nn awhebliche Beulen.
In S t u t t g a r t trat gestern unter dem Vorsitz des ö^eneralleutnants v. Berger ein Komitee zusammen, das Bien Beschluß faßte, mit Unterstützung der Stadtverwaltung seine B a l l o n h a l l e zu errichten. Es soll eine runde Halle imit einem Durchmesser von etwa 185 Metern und mit jfichiebbaren Türen zur Aufnahme von vier Luftschiffen lldergestellt werden, die einen Aufwand von 400 000 Mk. er- fprdcrt.
VerenrZschtes.
* Dummcjungc n st r eiche. Seit einiger Zeit wurde ix>nt Reicks tag mis mit Hilfe des Telephons allerlei Unfug ver- ribt. Die Feuerwehr wurde böswillig nach der Umgebung des Reichstages und d?s Abgeordnetenhauses alarmiert. Ferner wur- iien allerlei Bestellungen gemacht. So ließ der Täter 200 Flaschen »champagner und Körbe voller Blunren nach der Reichstags- ::eftauration schassen, wo die Annahme der Sendungen natürlich t'frmeigert nntrbe. Der Unfug hätte noch weiter gedauert, wenn ncht der Bote eines Korrc-jpoiideuzbureaus, der mit einem anderen 'burschen in Streit geraten war, diesen aus Rache airgezeigt hätte. ’ter Täter, ein 11 jähriger Schüler, den das Bureau nur ein ?rtar Stunden am Tage beschäftigte, wurde daraufhin sofort ent- assen.
* D i e H o ch z e i t s n a d) t im Fahrstnhl. Ein heiteres tzeschichtchen mackt, so erzählt die „B. Z. a. M.", gegenwärtig in ‘8 er t i n W die Runde : Gin junges Pärchen Hane Hochzeit ge
feiert und wandelte spät nachts seinem neuen Heim zu, dessen Vorzüge — Nachtbeleuehtung, selbsttätiger Fahrstuhl u. s. w. — es ivohl kannte, aber sozusagen noch nicht am eigenen Leibe erprobt hatte Der Ehemann öffnete die Haustür, „drückie" die Nachtbeleuchtung „wach" und schob sein junges Frauchen in den Fahr- stuhl. Dazu brauchte er mehr Zeit, als eigentlich nötig war. Als der Fahrstuhl nun nut dem jungen Paare in die Hohe stieg, erlosch id)on wieder die Nachtbeleuchtmig. Ter Ehemann hatte aber noch nicht die Fahrstuhlbeteuchtung geknipst, und so betäub sich das Paar plötzlich tut Dunkeln. Ter Gatte, der feine Streichhölzer bei st di trug — man hatte ja elektrisches Licht — tappte im Finstern nach dem Lichtknipser, sand irgend einen Knopi und drückte: sofort stand der Fahrstuhl still. Tie junge Fran begann in Todesangst zu meinen und erlaubte um keinen Preis ihrem Gatten weitere Versuche an den Truckknöpten. So saß das Pärchen zwischen Himmel und Erde im Fahrstnhlschacht gefangen. Die Tränen der jungen Frau brachten and) den Ehemann znm Weinen, und da Weinen, wie Sudermann sagt, schläfrig macht, so schliefen die Neuvermählten, an dem Fahrstuhlbänkd)en dickjt aneinandergeschmieqt, schließlidi ein. Als am frühen Morgen der Pförtner den Fahrstuhl benutzen ivollte, ließ er ihn durch einen Druck auf den Knopf nach dem Erdgeschoß konimen, und war nicht wenig erstaunt, als er die Tür öffnete und drinnen ein süß schlummerndes Pärchen entdeckte, das seine Hochzeitsnacht auf jo eigenartige Weife in Seligkeit „schwebend" verbracht hatte.
Kleine Tageschronik.
Ein Kanonier des 31. Feldartillerie-Negiments in Hagenau stürzte sich, plotzlick) irrsinnig geworden, im Stalle ohne jede Veranlassung mit der Heugabel auf einen Hauptmann, einen der beliebtesten Offiziere, um ihn zu ersteche n. Sechs Kanoniere waren nötig, um den Irrsinnigen ins Lazarett zu bringen.
Auf den Grünberger Hartsteinwerken in Schlesien explodierte ein Kessel und wurde hundert Meter weit geschleudert. Er richtete erhebliche Verwüstungen an. Ein Heizer und ein Feuerwehrmann wurden getötet, ein dritter Arbeiter wurde schwer verletzt.
In Kleincerwa in Schlesien ist mtm nach jahrelangens Bohrungen auf eine ergiebige, stark eisenhaltige Quelle gestoßen. Man hofft, ein.neues Bad errichten zu können.
In Plettenberg in Westfalen sind an der Genickstarre so viele Leute erkrankt, daß der Ort vom Verkehr vollständig ferngehalten werden muß.
Aus Kamerun wird amtlich gemeldet, daß ein heftiges Erdbeben, das seit Montag abend anhält, das Gouvernement gezwungen hat, Buea zu räumen und seinen Sitz vorläufig! nach D u a l a zu verlegen.
D ie deutsche Prinzessin, der nach italienischen und schweizerischen Zeitungsmeldungen auf der Reise zwischen San Remo und Lugano ein Koffer mit Juwelen im Werte von 600 000 Franks entwendet worden war, hat sich in die russische Gräfin A a rmakowska verwandelt. Tie schwer kranke Frau hatte den Winter an der Riviera verbracht. Die Polizei glaubt, raß eine Person aus der Umgebung der Gräfin den Diebstahl begangen habe. w
In der vergangenen Nacht brach im Magazin des Eisenbahn- regiments in K o r n e u b u r g (Oesterreich) Feuer aus, wobei 33 vollständige FeldtelegraphenauSrüstnngen verbrannt sind. Man vermutet Braudstiftung.
In Neapel erfolgte gestern die Beisetzung der bei der Explosioit an Bord der „Foea" Getöteten. Die Särge wurden auf Saffetteu auf den Kirchhof gebracht. Eine ungeheure Menschenmenge wohnte der Beisetzung bei. Anwesend waren der Herzog von s)lofta, dec Unterstaatssekretär der Biarine, sowie die Vertreter der Militär- und Zivilbehörden.
In M o n t r e u i l zerstörte gestern eine heftige Feuersbrunst eine große Spielwarenfabrik. Der Schaden beläuft sich auf über zwei Millionen Franks.
Tie djilciiifdjc Regierung beschloß, den früheren Sekretär der d e u t f ck) e n G e s a n d t s ch a f t in Santiago, Becker, der des "Mordes an dem Pfortiier der Gesandtschaft, der Brandstiftung n. s. w. beschuldigt ivird, der deutschen Regierung a u § 3 u liefern-
Literarisches.
— .3 ahcb 11 ch für Verkehrsbeamte 1909. Herausgeber I. Müller, Weilburg 1909. Tas von deutschen höheren Postbeamten ausgearbeitete Buch verfolgt den Zweck, einen Ueber- blick über alle den deutschen Post- und Tclegraphendienst sowie bas gesamte Verkehrswesen berührenden Ereignisse, Neuerungen, Veröffentlichungen ujw. aus dem Jahre 1908 zu bringen und ein praktischer Führer in allerlei für den Postbeamten wichtigen Dingen zu fein, daneben das Interesse der Berkehrsbeamten für allgemeinere, aber mit dem Berufe im Zusammenhang stehende Gegenstände anzuregen. Man muß gestehen, daß die Verfassev es verstanden haben, durch die Auswahl des Stoffes und die belebte Darstellung, die.große Liebe zuv Sache verrät, das Interesse des Lesers in hohem Maße zu gewinnen. Tas Buch ist ersichtlich in erster Linie für den jüngeren Beamten bestimmt, für den es einen Ansporn zu fleißigem Studium und zur Hingebung an Berufsleben und BernfSwisieiischaft "bildet. Das Buch ist ungemein reichhaltig: neben einem Kalender für 1909 und einem postalischen Geschichtskalender enthält es zählreiche Aufsätze dar stellender und belehrender Art aus Verfasfung, Gesetzgebung, Politik und Finanzwirtschaft, sowie über die mannigfachsten Fragen aus dem Beamtenleben und dem Post- und Telegraphendienst. Ueber- sichten über Zeitvergleichung, Münzverhältnisse, Maß- und Ge- wichtsshsteme, Arbeits- und Kraftmaße für nicht elektrische Kraft, Maßeinheiten für Elektrizität und für Lichtstärken, Wärmemeffer- grade ufw. find dem Buche angefügt. Alles in allem ist eS ein wertvolles Buch für jeden deutschen Postbeamten.
unfc Verkehr, Volkswirtschaft.
Würzburg, 28. April. Die Generalversammlung der Bäuerischen Boden-Credit-Anstalt genehmigte die Beschlußfassung über die Bilanzen nebst Gewinn- und Verlust- rechnungen für 1906 08 mit großer Majorität, ebenso die Beschlußfassung über die Verwendung der einzelnen Reingewinne für die genannten Jahre und die EMlastung des Aufsichtsrates und des Vorstandes für dieselben Jahre. Gegen die E n t - l a it u n g der Direktoren Sauer und Ach wird Brote ft eingelegt. Die Beschlußfassung über die Anfechtung der Abfindung der ge- nannten Direktoren wird aufrecht erhalten, falls sich dieselben mit einer Abfindung von 25 000 Mark nicht einverstanden erklären sollten. Zum Punkte Regreßfragen wird folgender Antrag der Verwaltung mit großer Majorität angenommen: Es soll
von Regreßansprüchen gegen sämtliche Mitglieder des Lbiftichls- rotes und des Vorstandes Abstand genommen werden, mit Ausnahme der Direktoren Sauer und Ach, falls der mit den letztgenannten in Aussicht genommene Vergleich nicht zustande kommt.
' — Vom Kalisyndikat Der Absatz ist in den ersten 3 ')Jtonatcn dieses Jahres um etwa 5 Millionen Mark gestiegen und für Avril dürfte eine weitere Steigerung um 2 Millionen Mark zu erwarten sein. Der Mehrabsatz ist ausschließlich im landwirtschaftlichen Geschäft erzielt worden. Der Absatz in der Industrie weist sogar einen Rückgang auf. An dem Mehrabsatz ist besonders Amerika beteiligt.
— G 011 h a r d b a h n. Großaktionäre der Gottlwrdbohn aus Berlin, Frankfurt und Wien haben mit einer Delegation des Bundesrates über die Uebernahme der Anleihe Gotthardbahn in Höhe von 119 Mill. Frcs. durch den Bund konferiert. Der Bundesrat hatte sich schon vor einiger Zeit zur Uebernahme der Verzinsung und der Amortisation und der Anleihe bereit erklärt.
Märkte.
fc. Frankfurt a. TL, 29. April. (Tetegr. Orig. - Bericht des ^Gieß. Anz.".) Amtlidie Dotierungen der heutigen ViehMarktpreise. Zum Verkaufe standen: 40 Ochsen, 00 aus Oesterreich, 4 Bullen, 0 ans Oesterreich, 89 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 973 Kälber, 146 Schafe und Hämmel, 789 Schweine, 9 Ziegen, 34 Ziegenlämmer, 17 Schaftämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 74—76 Mk., 2. Qualität 68—72 Mk., 3. Qualität 60-62 Mk.: Bullen: 1. Qual. 66-68, 2. Qual. 60-62 ; Kühe 1. Qualität 71-73 Mk., 2. Qual. 58—60 Mk., 3. Qual. 48—50 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 97 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Pfg., 2. Qualität 95—100 Psg., Lebendgewicht 56 — 60 Pfg., Schlachtgew 73—75 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 72 Pfg., 2. Qual. 64—66 Psg. Schweine: 1. Qual. 66—67 Pf., Lebendgewicht 54,0—00,0 Pf., 2. Qual. 65—00 Pf., Lebendgewicht 52,5—53,0 Pfg., 3. Qual. 60—64 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, kein Uebersland, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag dem 30. April: Trüb. Regnerisch. Westliche Winde^'
OrSgrnal-DrahtrnciöLrlrgerr.
Köln, 29. April. Der Konstantinopeler Korrespondent der „Köln. Zeitung" hat Grund zu der Annahme, daß für den verflossenen Samstag, den Tag des Einrückens der Verfassungstruppen, auf Änstiften des Sultans Mdut Hamid ein großes Gemetzel in Konstantinopel geplant war. Die Kurden sollten mit den Hodschas und später mit den Soldaten der Garnison über die Armenier und die Christen herfallen. Solche Gerüchte waren schon früher im Umlaufe, aber ohne bestimmte Beweise, die jetzt vorhanden sind. Als leitender Gedanke wird angenommen, daß der Sultatl dadurch die Einmischung der Mächte und die Erhaltung des Thrones für seine Person bezweckte.
Köln, 29. April. Tie „Wln. Zeitung" meldet aus Saloniki: 5000 an der Meuterei in der Hauptstadt beteiligt gewesene gefangene Soldaten sind hier gelandet. Auch trafen drei Sonderzüge mit Soldaten ein, die itt verschiedene Garnisonen des Landes verteilt werden. Der entthronte Großher wird ljeute nacht als Gefangener in aller Stille eintreffen. In U e s k ü b ist der erste Transport gefangener Meuterer, 870 Mann, eingetroffen, die im Gefängnis untergebracht wurden und später für Zwangsarbeiten verwendet werden sollen.
Paris, 29. April. Nach einer Meldung aus Saloniki ist Abdul Hamid gestern abend 10 Uhr unter Führung F-echi Beh's dort eingetroffen begleitet von 30 Gendarmen. Er weigerte sich ui das bereit stehende Automobil zu steigen und fuhr per Wagen nach der ihm zur Wohnung bestimmten Villa Alladiui.
Paris, 29. April. In einer Unterredung mit A hmed Riza erklärte dieser, bei* jetzige Sultan habe, sich davon überzeugt, das; es nötig fei, das bisherige Kabinett noch einige Zeit beizubehalten bis die vorliegenden dringenden Fragen erledigt find.
Konstantinopel, 29. April. Der verhaftete Prinz 2 a b a h E d d i n sowie der Koinmandant des 4. Armeekorps Zckki und der Staatsrat Mukhtar Pascha wurden wieder freigelassen. Dagegen soll der hauptsächliche Ratgeber des entthronten Sultans, der Ober-Eunuche Nadir Egha mit mehreren anderen Persönlichkeiten gehängt werden.
Konstantinopel, 29. April. Infolge der in militärischen Kreisen bestehenden Absicht, den entthronten Sultan vor ein Kriegsgericht zu stellen, ist man in diplomatischen Kreisen bemüht, die Machthaber in Konstantinopel sowohl gegenüber dem Sultan als auch gegenüber dessen früherer Umgebung zu Räilde zu sttmmen, um die Erregung des Volkes nicht weiter zu steigern.
London, 29. April. Wie ein hiesiges Blatt aus Mersina meldet, marschieren zloei türkische Regimenter nach Adana und richteten ein heftiges Blutbad unter den Armeniern an. Sie steckten deren Häuser in Brand, so daß über 1000 Leute verbrannten. Tie ans den brennenden Häusern fliehenden Armenier wurden niedergeschossen. In der gesamten Provinz wurden 3 0 0 00 Ar menier getötet. Tas Leben der Europäer ist nicht bedroht.
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MderrheinW MaWnenfickik und Nsen- ißeßerei suchte 50 krustige, fleißige Arbeiter, rie schon in Gießereien an Formmaschinen gearbeitet Kaben. Meldungen sind an die Llnnoncen - Expedition von Schnrmann in Düsseldorf unter K. 606 : t richten.
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Erhiltl. io den Apotheken u. Drogerien in Origina!.Pieschen ä M. 1.75 Man achte genau auf den Namen ,,Formamlnt“ auf Etiketten u. Tabletten und weise Nachahmungen zurück.
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Bekanntmachung.
Tcm Gr. Gerichtsvollzieher Geißler in Gießen ist weiterer Irlmib bis zum 15. Juni d. Js. unter Beibehaltung seines scit- lierigen Vertreters, des Gerichtsvollzieher-Aspiranten Drodt, ereilt worden.
Gießen, den 27. April 1909. 2557
Der Präsident Gr. Landgerichts der Provinz Oberhessen:
Dr. Güngerich.
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