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159. Jahrgang
Freitag 29. Januar 1909
Erstes Blatt
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teilSeigner in dieser können nur Neichsteulscte sein. Ebenso kann die Gesellscl-aft nur von Reichsdeutschen geleitet Verden. Tas Kapital wird zwei Millionen Mark betragen und im wcsent- lichen für zinsfreie Vorschüsse auf die eingeliejerten Diamanten,
freisinnigen Volkspartei, und sehr starken Sulkurs erhielten sie oucch den n-ationallioeralen haniwversciM Landivirt Wackhorst oe Wente. Der temperamentvolle Amtsgerichtsrat Dr. Baren horst versuchte seine büiiblerifcte W^.hlrede gar nicht zu Drapieren; er sowie der auf der Bank der Kvnservaiioen sitzende itouerlidje Besitzer Hufnagel, die Abgg. v. Oertzen und Werner fetzten sich besonders mit den Sozialdemikraien auseinander, von denen vor acht Tagen Herr Stadthagen, teutc in nicht enten wollender Rete Herr Brey filr die Forterungen ,hrer Partei eintraten. Im weiteren Verlaufe lernte man zwei 'Jiculinge aus der parlam-'ntarischen Arena Eciuien, den schlesischen Konservativen v. Bolko und als seinen Widerpart Den freisinnigen Ostfriesen Fegter, der unter lebhaftem Bei fall der Linken sehr wirksam die gesunden ArteitSvcrhüitnijse seiner freien bäuerlichen Heimat mit den Zuständen in teut junkerltchen Osten in Vergleich zog. __
etwa in Höhe ter Förterkosten, dienert. *
Die tschechenseindlichen Temouslrationev in Eger haben sich vorgestern avcnD erneuert. Eraue erbitterte Menge zog unter heftigen Drohungen gegen die Tschechen durch die Straßen. Es mutzte wiederum Gendarmerie einschresten. Diese wurde von der Menge mit Steinen bombardiert, konnte aber biß Ruhe wieder herstellen, ohne von ter Waffe Gebrauch zu nuxdjcn. Eine Anzahl Demonstranten wurde verhaftet, Falls sich die .aittitscl)echisä-cn Demvnsbratchnen iuicteiljotai sollten, plante die Statthalterei die Verhängung des Standrechtes über Eger. Es rst mir merkwürdig, hast die Behörden in Prag, wo die Tschechen das 5xft in der Hand haben, sich gar nicht so sehr beeilen mit i^en Maßnahmen. Inzwischen hat ein Ausruf ter Stad lver^ ordneten in Eger jede Gefahr beseitigt. Er werten keine weiteren Demonstrationen stattfinten. Gestern abend waren auf Dem Marktplatz 3002 Meufä)en versammelt. Lvr dem Kaiser Franz Josefs-Denkmal hielt ein LandtagL-Abgwrdneter eine Ansprüche an die Menge, in ter er sie bat, ruhig nach Hause zu gehen. Man haoe erreicht, was man erreichen wolle, das Hotel Deurscher Hof werte nicht in tschechische Hände ütergebeit. Auch der gesamte Ltadtrat war auf dem Platze erschienen uenD wirkte überall auf Die Menge beruhigend ein. Tre Gendarmerie, die in Bereit- säjaft stand, brauchte nicht auszurücken. Gegen 9 Uhr war die Stadt wre auSgeschrben. Es ist zu keinerlei Zwischenfällen gekommen. ____
dümmMgsbUö aus dem preutz. Abgeordnetenhaus.
Berlin, 28. Januar.
Bejoldungsvorlagen.
Mit einer grasten Ueberiaschung mr die weitere Oeffentlichleit hat die zweite Lesung der B e s o l d u u g s o a r l a q e n im Abgeorducieilhauie begonnen Noch ehe das Haus in die Beranuig cmtiaL iorderie Der '2lDg. totai Praicha eme einstündkge Bcrlagung. da seine Panei sich über ein in letzter Stunde emgetvetenes neues ■Dionient schlüssig zu machen habe. Und als die Powe vorüber IUQr, da veriündele der Konseroalwe v. H e n n i g s-Techlin euren q e m e l n s a >n e n Beschlug , ä u» t l i ch e r bürgerlichen Parteien über Die Behandlung Der Borla e: Nur solche An- iräge sollen zu Der Vorlage tn Der zweiten Lesung geuelll werden, die die Unteridniit aller bürgerlichen Parteien tragen. Ferner tu mit Der Regierung vereinbart worden, datz sie die so znuande lommenben Beschlüsse des hoben HauieS sich zu eigen macht, und drittens ist für Die Beratung selbst eine Zii-anunen assung Der em- ■einen Besoldungs-Bor lagen m vier groste Gruppen beschlossen rvorDen, em NtoDuS, Der eine überraschend schleuiuge Erledigung der weitschichligcn -jJiatene ermöglicht. So wurde Denn auch bereits am ersten Tage eine Dieser Gruppen erleDigt. Tie Redner aller Parteien kamen ausgiebig zu Wort; allen gemeininm war die Versicherung, das sie manche besonderen Wünsche mit Bedauern batten zurücksteilen müssen, als sie ans Das Kompromiß entgingen. Villen gemeinsam war auch Die Mahnung an Die Beamten, von weiterer Agitation abzulassen und sich überzeugt zu halte,i, baß so nir sie erreicht worDen sei, tuns überhaupt erreicht werden konnte. -Allen gemeinsam war schließlich die Darlegung jener Wünsche, die l'ie gern durchgeietzl hätten. Von den ülntioiialltberalen sprach Herr Dr. S ch r ö d e r-Uasjel, von den Freisinnigen Die Herren Büchlein a n n und P e l t a s o h n. Vergebens muhte sich Der Sozialdemokrat Hirsch, Das bürgerliche Kompromiß zu Distredillereu uuD Die jozialdemokraiilchen Anträge Des agitatorischen Ebarakters zu entrieiDen, Den ihnen Der Flnanzmmlster und die bürgerlichen Redner nachgeiagt hatten. Nach seiner Rede fiel das Fallbeil des Schlustantrages, und .Gruppe I4 war bts aui eme Position erledigt- Die Erledigung der nächsten Gruppen dürste das Ergebnis des ersten TageS fein.
Sttmmungsbil» aus Sem Keidistage.
Berlin, 28. JckN.
muffe die freudige Wertjchützung des Staats leiden, wenn ei Ach in schweren Tagen als Fordernder emuellt; allein eben Liefe oberflächliche und irrtümliche Auffassung gilt eS, zu be- länipfen, und sie roirb schiomDen. Wohl fordert der Staat, «der er fordert nur, weil er, und nur er, durch feinen Rcchts- ßchuy und seine RechtSgewalt den sicheren und ruhigen Uebet> ^ang de« Besitzes ermöglicht. TaS scheinbar Selbilveruänd- lid)e, dieser sichere Ucbcrgang, ist eben keineswegs felbst- »eriiändlich, sondern das Produkt einer langen Kultur- entiuidlung, und eS sind Jahr um Jahr große Mittel nötig, Lamtt der Staat feinen Rechtsschutz und feine Rechtsgcwali «uflechterhalten kann. Diese Plillel werden durch Die all- gemetnen Steuern aufgebracht; aber es tst nicht mehr als Willig und entspricht auch anderen gleichartigen Fällen, Daß die, «eiche den Rechtsschutz in besonderer Weise in Anspruch nehmen, dafür eine Gebühr erlegen. In der Tat — die Nachlaßsteuer erscheint als eine Gebühr, in welcher der besondere Rechts- ßchutz, den der Staat den Erbenden atigedethen läßt, zum Slusdruck kommt und entsprechend honoriert wird. Die so- gialethische Wirkung dieser Belaslung kann nicht hoch genug geschätzt werden; denn sie erinnert in kräftigster Weise und «m richtigen Punkte daran, was die Rechtsordnung des Staates dem einzelnen bedeutet, und wie unsicher seine Lage «hne dieselbe wäre. In rechtlosen .Staaten* ist der Tod LeS Besitzers das Zeichen, daß sich jedermann auf Den frei- geroorDcncn Besitz stürzt und der Stärkere Die Beute nimmt. Dieser Zustand wurde sich noch heute wiederholen, hielte nicht der Staat seinen starken Arm über jede Hiuterlassen- flchaft, und sorgte er nicht dafür, daß jeder das Seine bekommt. In allen Schulen, m denen oom Staate gesprochen wird — es wird leider viel zu wenig über ihn gelehrt —, flößte dargelegt werden, was man ihm verdankt, und an Hinein andern Punkte kann das auch Den älteren Kindern so Deutlich gemacht werden wie bei der Vererbung. Werden sie über Den Unterschied von erworbenem und vererbtem Vermögen belehrt und über die Bedeutung, welche dem Rechts- fchlitz des Staates bei der Vererbung zukommt, so werden sie sowohl einen Begriff von den Pflichten bekommen, die an er» echtem Kapital in besonderer Weise haften, als auch lernen, 'daß der Staat mit feinen Ordnungen ein Gegenstand freudiger Wertschätzung für sie fein muß, daher aber auch zu seiner Ec- Haltung der notwendigen Mittel bedarf. Somit ist die Rach- llaßsteuec vom sozialethlschen Gesichtspunkte eine besonders »empfehlenswerte Steuer, und die Bedenken, die'gegen sie ins ^elb geführt werden, vermögen gegenüber den Vorteilen, die *fie bietet, nicht anfzukommen. Daß sie gerade auch als kNeichSsteuer zweckmäßig ist, dies darzulegen, fällt außerhalb meiner Kompetenz, aber der Beweis hierfür ist nicht schwierig ^ebenfalls ist es auss dringendste zu wünschen, daß neben den Steuern auf den Maffenkonsum, Denen nienmnb eine ethische Bedeutung anzudichten vermag, auch eme Steuer großen Stils allgemein emgcführt wirb, die vom sozialethlschen Stand- punkt nicht nur euirourfSftei, sondern auch heilsam isl, weil sie das „Saum caiquea fo zum Ausdruck bringt, wie es der Geist unseres Jahrhunderts verstehen und fassen muß.* 'Diese Ausführungen des berühmten Gelehrten sind außer- isrdentlich interessant, aber ob sie etwa unsere Konservativen überzeugen werden, daS ist doch sehr fraglich. Der natl. Äbg. Friedberg hat ihnen am Dienstag im preußischen 9lb- Heordnelenhause lief in die schönen Seelen gekeuehtet, als er »lernte, sie lebten unbelehrbar dem Grundsatz: pereat mundus, «renn nur unsere Machtstellung gewahrt bleibt.
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Die heutige Nummer umfafot 10 Selten.
harnack empfiehlt die Nachlabsteuer.
Für und gegen die Nachlaßsteuer ist m letzter Zeit so viel Beiveismaterial vorgebracht worden, daß man meinen möchte, Neues ließe sich über diesen Gegenstand nicht mel)t singen. Und doch ist es der Fall, wenn man die Nachlaß- sileuer vorn sozialethlschen Gesid)Ispunkte betrachtet, wie es der berühmte Berliner Theologe Adolf Harnack jetzt in bet .Deuifchen Revue* in einem Aufsatze über Die Nachlaß- plrucr vorn sozialethlschen Gesichtspunkt tut. Wir entnehmen Inn Aufsatz DaS Nachfolgende: .-Möglichste Freiheit für jeden «hrlichen Erwerb, angemefiere Beschränkungen bei Scheiikiu'ge» ainb Erbschaften, strenge soziale Pflichten für jeden Besitz — La« sind die Forderungen, die fiel) durchsetzen müssen, damU m,r da« Pnvoieigentum, diesen Booher da bronze unsere» NuUur, mit gutem Geiviffen aufcechierhalten können. Aber ■unbellen« ebenso wichtig wie die Wirkung der Steuer in chmsicht auf bi« richtige Würdigung ererbten Besitze« ist die Wirkung in Rücksicht auf bie Bedeutung deS Staats und geinet ZlcchiSordnung. Zunächst mag eS freilich scheinen, als
4poi8tifd?e Lagesscvcrrr.
Die Ortzauifation des Auswärtitzea Amtes.
In ter Sitzung ter Buogeckvminrstuou tes AleichstageS, in welcher ter Etat des Auswärtigen Amtes Weiler bereiten wurde, führte Staatssekretär v. Schön aus, er überzeugte sich in den antertkalb Jahren seiner Amtstätigkeit, daß die O r g a n i s a t i o n des Auswärtigen Amtes, tco&oem dort genau und erschöpfend gearbeitet rverte, zu wünschen übrig lasse. Er, Staatssekretär und sein smudiger Be-ctreter, ter lluterstaals^kretär, seien mit Arbeiten stark belastet. Es sei unumgänglich, für die politische Abteilung entweter die Stelle eines Direktors ober ooch wenigstens eines Dirigenten zu schaffen, wie sie auch im Ausland fast überall bestehe. Auch die Einrichtung eines 5rabinetts für die Leiter der Behörte, daS namentlich sich eiliger Sachen an» zunehmen haben wurde, werte man nach dem Beispiele tes Aus^ lautes naher treten müssen. Anderseits versuche num bereits jetzt diese J-rage durch Bercinsachung des Geschäftsganges zum Teil zu lösen. Ja Ernnderung auf bie Ausführungen eines freisinnigen Rebners erklärte ter Staatssekretär, auch er stehe auf Dem Standpunkt, daß Privilegien und Kastengeist nid)t bestehen sollen. Er sorge deshalb bafür, daß das bürgerliche Element gebührend herangezogen werbe. Er hoffe auf einen Zustrom geeigneter Elemente aus Bürger fix gen, hie natürlich eine geeignete Erziehung genossen haben müssen.
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Sozialdemokratische Indiskrelion.
Dertrauliche NriUeuungeu tes Si4ia^letieiär§ v. Schön in der Aubgetkommission bes Reiclistages über bie auswärtige Lage nxrren burch die Indiskretion eines Teilnehmers an ten Verhandlungen an ein Wiener Blatt gelangt. Die Budgets mm ifsion stellte den sozialdemokratischen Abgeordneten Noske als ten Urheber Der Indiskretion fest, dtvske bedauerte ten Vorfall und erbat Entscliuldigung, worauf die Kommiffivn die Geheimhaltung des Vorgangs beschloß. Da nun Der sozialtemokcatijche „Vorwärts" trohbem den Vorfall veröffentlichte unb ganz allgemein ein Mitglied bes Reiä)stags als Ureter bezeickprete, hat die Bndgetkom- Mission ü)re bisherige Gel)cünhaltung aufgehoben. In ten Wantel- gängpn »mirbe nunmehr allgemein Avgeorbnetcr döoske als Urheber ter Indiskretion genannt Die Notiz im Vorwärts rühvt, mie in ter Kommission berichtet wurde, von dem soz. Abg. Lehmann -Wiesbaden he^>
Die Verwertung der südwestafrikauischen Diamanten.
L>ezugSvrets:
monatlid) 75 Pf., viertel» * jährlich Mk. 2.20; Durch
Abhole- u. Zweigstellen ▼ monallrch 65 Pf.: Durch
Die Post Pik. 2.— viertel* fährt ausscht Beftellg, j Zeilenprers: lokal 15 Uf^ auswärts 20 Piennr^
Lerantworilrch fux Den polinlchen Teil, füi .Feuilleton* und .Vermischtes* i Ernst AnDerwn; für .Sladt U. ItanD" und.(Scrtchlö-
Nr. 24
Ter Siebener Anzeiger «rscheini täglid), außer Sonnlags. - Beilagen: e i e r m q I wöchentlich LietzenerZamilirndlätter; Sioeimal ivöciienil.KtetSi latt für den llr«i§ Sietzen «Dienstag unDFreimg); zweimal monntl. Land» vlrlschaftliche Sritsragen (teriüpred) • Anschlüsse: tüt Die ReDakiion 112, tierlag u. Expedition 51 Ubiefle lux Deveichen:
Anzeiger Gießen.
Annahme von Hnjagen üi die TageSniiinnier bi« vormittag« 10 Uhr.
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ietzener Anzei
General-Anzeiger für Oberhessen
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1 Betbier.
8annar 1909
Der R-eichsanzeigcr veröücnt.iust eine Lt.aifer.iche-. Verordnung über ten Handel mit südwestaftikanischen Diamanten. Auf Grundlage dieser Vewrdiiuirg Haven sich, iu-ie die^„Rordd. AUg. Ztg. rnittcick, die an der Diamantgewrniiung im Sujafcgebid: mrerenier- ten Gruppen mit unmeientließen AuS.iahmen zufaulmengeich-o,sen und durch Vermittlung chres Bankiers ost Errrchtung einer Ge- seldchaft in Ausiicht genommen, welä-er ter Vertr.eo ter deutschen öiolon aldiamaitteu auf Grundlage der erwähnten Verordnung
Die bevorstehenden Nachwahlen in zwei ländlichen Hannover- sHen Landkreisen dürften wohl mitoestimmeud dafür sein, teis ter Dutrag ter Sozialdemokraten auf r e i chs g e s e tz l i ch e die gelang der Verhältnifse der Landarbeiter und tes Eesintes eine so ausgedehnt Behandlung findet Auch der heutige zottle Schwerinstag reichte nicht aus, die Rednerliste zu erschöpfen. Ten Schluß des ersten Verhanolungs.ages vor acyt Tagen halst eine sehr polemische Rete des THahn gegen reinen asten Witer- t<d)er Gothein und gegen ten Wortführer der Ralwnallrteralen Lleye gemacht Es war natürlich, daß, sich bie heutige Aussprache
$ekrn zu Kaiers Eedurtrtag.
? Hungen, 28. Jan. Zur Feier des Geburtstages bes Kaisers &atte ter ftricgerterein zu einem Kommers im Saale ter „Traube" auf gestern abend Einladung ergehen lassen, der zahlreich Folge geleistet wurde. Der Präsident des Kriegervereins, Dr. Su f f er t, er griff das Wort zu einer Ansprache, in ber er einen Rückblick auf das vergangene J-chr warf unb bei schweren Zeit gLachte, bst am pblitisci)en Himmel aufgestiegen war und unter teren Eindruck der Kaiser und mit ihm das gan^c deutsche Volk stand. Dst Ansprache klang in einem Hoch aus ten Kaiser auS. Im Anschluß hstcan erklang das Lied: /Heil Dir im Sstgerkranz. Nachdem ter GesaNgoerein ,Lstder- kcanz" einige Lieder vorgetragen hatte, sprach^ Dekan Gainer, einen Vergleich zur Heutigen Zeit ziehend, näer bie traurigen! Zusdänte vor 100 Jahren. Sein Hoch galt den beutschen Fürsten, insbesondere unserem Großcherzog. Spater ergriff Dekan HaineL nochmals das Wv.rt, indem er die Vorliebe tes Kaisers für die Marine rechtfertigte und die Gründe darlegte, dst ihn veranlassen, neben Dem Landheer auch ter Marine eine so hohe BeDeutung teizulegen. Unter weiteren GesangSovrträgen nahm die Feier einen fck)önen Verlauf.
x Nidda, 28. Jan. Kaisers Geburtstag wurde dieses^ Jahr hier ganz besonders gefeiert Am 26. D. M. fand in tec Bürgerschule eine Schulfeier mit.Deklamation unb Gesang, und einem Vor trag tes Lehramts-Asse! ,ors Dr. Heun^inger statt, welch letzterer ten Lebensgang des Kaisers ten Schüler» tu Mispreä>ender Weise vorftsthrst. Die Rete klang aus in eia Hoch auf ten Kaiser. Am 27. fanden bie üblichen Schulfeiernr in ter Volt'Ssckstile statt. Abends vereinigten sich einige Herreul zu einem Festessenim „Stern". Die eigentliche Volksfeier>. an der sich Leute aller Stande beteiligten, und die patriotisches Charakter trug, fand in Gestalt eines Kommerses int GambrinuS- statt Die Musik halle die rühmlichst bekannte Kapelle Hißge^ gestellt Bürgermeister Roth eröffnete Den Kommers. Dio Kaiserrebe hielt Oberst z. D. Weimer. Später gebachtc; Psarrer Werner noch ter treuen Lebensgefährtin tes Kaisers, ter Kaiserin. Das reichhaltige Programm des Abends, in Dem sich noch verschiedene sehr gut gebotene Gefangsnummerni peS Ntännergesangoereins befanben, wurde tadellos bis zuletzt Durchgeführt Ein G e b i ch t teS Grosth. Ooeranllsrichters R ö m - Held wurde noch vorgetragen. Wie pattiollsch unsere Bevölkerung gesinnt ist, beweist ter Umstand, daß sogar eine größer^ Anzahl Damen im Kasino Kaisers Geburtstag feierten. Und ivie hat erst die l i e b e I n g e n d auf unserer well ausgetehnstn Eisfläche bei warmem Sonnenschein sich ter Schulfrecheit zu itaiferä Geburtstag gefreut
-r- Krofdorf, 28. Jan. Auch hier wurde Kaisers Geburtstag würdig gefeiert. Die Mitglieder tes Krieger- unb Vürgervereins waren mit ihren Angehörigen gestern sehr zahte ceid) im Freundfchen Saale zusammengeeommen. Nach einem B>- grüßungswort durch ten Vorsitzenden, Postagenten Kuhn, unti einem von einer Schülerin vorgclragenen Prolog hielt Hauptsthrer H 0 s f m q n n die Festrede, dst in einem begeistert qu; genommene« Kaiserhoch ausklaiig. Hierauf versetzte P,arrer Sproedl von Otenhauien a. D. L. mit seinem LiclMlterapparat bie Beriarnmelten in bie große Zeit von 1870/71; zu Den verschieDenen Bildern aus Dem Krieg teilamierten Schüler ter Oberklafse passende Ge- dicl>te und die Musik spielte entsprechende Weisen. Mll einem Hoch auf bie Veteranen des Vereins schloß der Lichtbilbervorlrag, ter allgemeinen Beifall sand. Nachdem noch ter Ortspfarrer tem Vortragenden für seine nttereflanie Vorführung im Namen ber beiden Vereine gedankt, nahm Die Feier unter Absingen patriotischer Bieder und Ätujikoorträge radieren guten Verlaus.
— i. Hörnsheim, 28. Jan. Unser Kr i eg e rv e re i« feierte geüent Ql'cnD Den Geburtstag Des Kaisers. Um 8 Uhr tanD ein Facketzug Durch bas Tois flau. Danna) begaben sich Die (feliteilnelnnev m Die Gastivirtscbait Volk, um bet Konzert, Vortrccheu miö Tanz Die Feier ioilznsetzen. Ter Vorsitzende DeS Vereins, W. FrieDrich, brachte em Hurra I auf Den Kaiser aus. 'Jtocl) lange blieben bie 'JJniglieDer Des Kriegei Vereins ziisamuren. Auch Die TorijugeuD feierte Den Tag Durch einen vergnüg len 2ldenD bei Gasiw.it Begier. Ter Kriegerein verlor im ubge- lan'enen Jahre Drei MttglieDer Durch Den ToD: Bel ei au (5>a|huirt Volk, Veieran Acichel, Der 23 Jahre erster VoisigeuDer war, und Kanierad Johannes schweizer. Em schönes Fest sieht Dem Verein- oiejes Jai.r bevor, nämlich das Bundesf est Des KrtegerbunDeL' Hüllerwecg.
RotaNonrdrvS und Verlag der Vrühl'schen Uniy.'vuch- und Ztpjqönrckerei IL r<mge. NedalUorr, Expedtti-n und vruSerel: Schulftraße 7.
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