Ausgabe 
30.8.1909 Zweites Blatt
 
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Montag 30. Angnst 1909

1 »9. Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. »02

Erscheint tSgUch mit Ausnahme des SonntagS.

Ltei'iha""

Widm

illUili ml*

DieGietzener FamiUenblätter" werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das, 'tirdsblatt für Öen Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

en könnte, wenn sie den Wunsch s Reiches in einer wirklichen Not

marsch im offenen Fenster des firrstbischöflichen Palais itzend entgegenncchm. Der Zug, deren Vorbeimarsch IV21 stunden währte, umfaßte mehr ocks 20 000 Personen. Als die | Spitze des Zuges die Tribüne erreicht hatte, hielt Luratus Pfeffing eine Ansprache an den Kardinal. Die Vorbeimar schreremren brachten dem Kirchenfürsten, der sehr wohl aus­sah, begeisterte Ovationen dar, für die er freundlich lächelnd dankte. __________________________

Deutsches Reich.

Der Kaiser reifte gestern abend nach Swinemünde zu den Flottenmanövern ab.

Die Verhandlungen zwischen dem Arbeit­geb e r-Be r b a n de für Binnenschiffer und ver­wandte Gewerbe einerseits und dem Verbände der Hafen Arbeiter, Sektion Binnenschiffer, sowie dem Zentral-Ber banbe der Maschinisten und Deiner anderseits, haben in Hamburg zu einer bis Ende 1912 gültigen Vereinbarung geführt.

Infolge Absatzmangels ist für heute auf sämt­lichen Staatsgruben des Saarreviers eine Feierschicht ein­gelegt.

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lniräger, schiedell^g^ ler's^ , GesanQ*

Rotationsdruck und Vvrlag der Brühlfchen UniversitätS - Buch- u»d Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Echul- straße 7. Expedition und Verlag: 51*

Redaktion:«^ 112. rel.-AdruAnzeigerGceßen.

Er betont dabei, daß es von Wichtigkeit auch für die ehrlich überzeugtespiritistische Wissenschaft" selber sei, festzustellen, tote weL die Grenze der Erklärung übersinnlicher Erscheinungen durch Taschenspielerei sich erstreckt. .Eine besondere Erwähnung, weck anscheinend besonders rätselhaft, verdienen die Materialsatwnen Nach spiritistischer Lehre vermögen die Genter von manchen Medien eine gewisse Mengepsychischer" Kraft zu entnehmen und sich mit Hilfe dieser Kraft teilweise oder ganz zu verkörpern. >->0 lange die Kraft vorhält, befinbet sich das Medium in Äewußtlongk<.n. ist sie verbraucht, so kehrt das Bewutztstm zurück, aber zugüich verschwindet auch die Erscheinung des (Giftes. Was man beovach- tet, ist dies, daß in der Dunkelheit leuchtende Formen ouftauchen, die teils unbestimmbar, teils jedoch als Hände oder Koplc kenni- lich sind: in besonders günstigen Fallen material Nieren sich logar ganze menschliche Gestalten, die umhergehen, iprechen, sich an- £ Ht Mm- Gab«, «US bem J-nseits Mertnng«! In ber Siegel bmuti nmn für ®rf4emm Dort Sanbflt Gesichtern phosphoreszierende Nachbildungen. 00 besitzt der -tau- sendkünscker ein am Stiel sitzendes Täfelchen, aus denen einer Seite in phosphoreszierender <yarbe eine geschloßene, aut dessen anderer Seite eine offene Hand gemalt ist: durch chmelles Wendim der Tafel und gleichzeitiges Klappen mit der freien Hand entsteht die Illusion, als öffne und schließe sich eine in der Luit id)nxbenbc ?^nd ^ ganMr Figuren, entweder Puppen oder vom Mediwn selber dar gestellt, sind fast immer m wallende weiße ^wander aekleidet Den Giund dürste man weniger tm SchonheitSgeiuhl ber lieben Spirits als darinzu suchen haben^ die für jene Tracht bmutzten Musselmiwfte llichtverbergen sind. Bei­spielsweise sind Sohlen und Hacken der Stiesel hohl gearbeitet, oder die altmodisch große Taschenuhr ist eme Attrappe. oder die dem Medium gehörende Gitarre dient zum Aufenthaltsort lur alles zum Betrug Nötige. Ferner kamr in ^^^r den Kleidern beliebig viel untergebracht weiden. Laß lalt samtliche ..'laterialu sationsmedien weiblichen Geschlechts imd, erklärt sich daran», daß ^i Frauen durch ihre Tracht der Material'.satwnsschwindel er­leichtert wird. Obgleich Sviritisten, die durch Schaden klug ge- wordum sind, chre Med um unmittelbar vor der Sitzung ganz neu erw kleiden, so gelingt es ben Frauen dennoch, diese s

srmnps zu machen. "Beispielsweise verlangt das Medium, das bis aus ein langes schwarzes Seidenhemd ausgezogen dasteht die schwarze Farbe begünstigt dieEntwicklung der Erscheinungen. es solle das neue schwarze Seidenhemd ihm pm_ Anziehen Eben werden, bevor es des alten sich entleinge. Diesem icyam- hniten Wunsche kann niemand sich versagen. So aber Mrd e» bet guten Dame möglich, einen auf dem Meßen Äib getragene schwarzen Gürtel, der Masken, Stosse uiw. enthalt, auss be- auemste durchzuschmuggeln. ist erweislich wahr, daß diese

Ä «rtoutoen, um ihre Ut-mili«, rot brr Untersuchung zu retten, ja, datz sie ÖoWen ih«3 Körpers ÄlsBer stecke benutzen. Ta nun eu' rege rechte Untersuchung iveder mu der Rüch'ichtslosigkelt em.. -pewlicyen Zollbeamteir noch mit der Erfahrung eines Frauenarztes vorgenommen zu

iir Zamötag-bt^ Lsl°k°l m d

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Cberhessen

werden pflegt, so muß sie eben als wissenschaftlich nicht aus­reichend bezeichnet werden. Das übliche Verfahren der Kleider­und Körperuntersuchung bietet nicht die germgste Sicherheit gegen Betrug.

Wie sich Orville Wright die Benzinversor­gung des Aeroplans vor stellt. Der augenblicklich in Berlin weilende Orville Wright macht geltend, daß es nicht an­gezeigt sei, immer aus den Lüften herabsteigen zu müssen, toenn der BenzrnVorrat zu Ende ginge. Erstens einmal tonnte es passieren, daß die Stelle, an welcher man landen mußte, gerade umreeig'iet sei, man denke nur an die Straßen der Großstädte, welche starken Verkehr haben. Zwestens einmal sind bei aller Genialität des Entwurfs die Aeroplane doch schließlich noch nickst so vervolltommnet, daß ein zu häufiges Ab- und Aufsteigen Nickst mit einem gewissen Risiko für die Maschine, für den Lustschifter und für die aus der Erde Wandelnden verbunden wäre. Hingegen tonnte der Aeroplan sehr wohl in den Lüften bleiben, während er seinen neuen Benzinvorrat einnimmt. Auf den Tächenr der Häuser, in welchen sich eine Benzin,totion befindet, brauchte dies nur durch große Plakate kenntlich gemacht zu werden, respektive könnten hohe Holzgerüste oder Laternenpjahle derartige Bekamstmachungen anzeigen. Es wären dann weiter durch inter­nationale Uebereinfunft gewisse Signalzeichen zu verabreden, welche der Luftschiffer zu geben hätte, roenn er sich über einer solches Benzinstation befindet: er braucht» dann nur eine entsprechend lange Leine auszuwerfen, welche, über eine Wmde laufend, die durch den Motor selbst angetrieben wird, ihm das Benzin so­zusagen ins Haus liefert. Ter Behälter wird unten an den Eisen­haken befestigt und nach Füllung Dom Luftsch'sfer an die Station auf dem Luftwege wieder abgcliefert. Der Aervplan kann sodann seinen Flug weiter fortsetzen, ohne zur Erde herabgesttegen zu fein.

Die Kiautschou-Bibliothek. Ist aller Stille hat kürzlich ein gemeinnütziges Institut unserer Kolonie Kiautschou sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert: die Kiautichou-Biblwthek. Sie kann dabei auf eine sehr günstige Entwicklung an bedeutsamer Stelle im geistigen Leben der Bevölkerung zurückblickeu, nicht nur innerhalb der Angehörigen der Marine, für die sie bei der Gründung in erster Linie bestimmt war, sondern auch im Kreise der übrigen Kolonisten. Jrn Aftirz 1898 trat in Berlin eine Anzahl patriotischer Männer, besonders namhafte deuftche Buch­händler und Seeoffiziere, aber auch andere Persönlichkeiten und Vereine, zu einem Komitee zusammen, um den in Kiautschou wei­senden Angehörigen der deutschen Sterine den Aufenthalt am einer zunächst recht unwirtlichen Station angenehm zu gmalten, und ihnen einen geistigen Zusammenhang mit der Heimat zu sichern, ihnen nach dem Dienste, nach des Tages Last und mühe­voller Arbeit Erlplung und Zerstreuung durch gute Bucher und Zeitschriften zu verschaffen. Ein Ausruf dieses Komitees zur Schaffung einer Volksbibliothek ui Kiautschou für die deutschen Marineangehörigen hatte den großen Erfolg, daß aus westen : Kreisen des Publikums, von Behörden und Vereinen 9000 Mark . bares Geld und über 5000 Bücher gestiftet wurden.

%em diesjähriger Urlaub führte mich wieder einmal nach einigen Jahren in meine alte Heimat, die nordöstliche Wetterau. Ich benutzte die mir gebotene Gelegenheit, die Dörfer in der Umgegend anzusehen, und da interessierten mich als Bausachmann in erster Linie wieder die Bauten, die in den letzten Zähren ent­standen sind. Hier fteben vor allein anderen die Schulneubauten an erster Stelle, die fast den Dörfern ein ganz anderes, auf leben Fall vorteilhafteres Gepräge geben. Neben.diesen Bauten ver­dienen die Wasserleitungen, die man falt überall anttifft, als Kulturfortschritt noch besonders Erwähnung. .

FE sollte man doch annehmen, daß auch die private -oara rotife. veranlaßt durch gute Bropiele, wie -L eben dreie vEn Schulhäuser sind, gewinnen wurde, ^res ist aber allem Achchem ^^Jn^dem^^tz^Änz. wurde vor nickst allzulanger Zeit ein Erlaß aus Preußen mitgetete, dem nach Zementplattendacyer mit Mustern und Namen verboten seien. Was sich letzt aber in Oberhessen Bauherren und Geschäftsleite leisten, ist noch viel schlimmer als Zementplattendächer mit Mustern und Namen.

Ms typisches Beispiel wstl ich hier das Dors Ober-Widders- hestn anführen, weit icber, der mit der Bahn dort vorbenährt, sich von dem michstelienden überzeugen kann. Erwähnen will ich aber gleich voraus, daß man ähnliche ober gleiche Bauten taft in jedem Torfe antrifft. . .

Sieht man das genannte Torf von der Bahn aus, \o fallen einem mehrere ausgefülirte Umbauten ins Auge. An ver|chiedenen ulterai Bauten, (ich tonnte non der Bahn aus 4 Stück sehen), die wahrscheinlich für die Bedürfnisse der "Neuzeit nicht mehr genügten, sind Stücke so angebaut, daß das neue Dach mit dem alten in derselben Fläche weitergesührt ist, das alte -Lad) ist mit Ziegeln tBiberscwvänze) eingedeckt, und der neue unbau bat als Eindeckungsmaterial. Zementplatten er halten. Man oergogetttvärtige sich einmal die Farbeiizusamntenstethmg an cui unb derselben Dachfläche. Die alten Ziegel haben ein Rotbraun, das durch Alter fast sckpvarz erscheint, und die neuen Zementplatten ein schmutziges Wcckßgrau. An einem dieser Bauten, der fruhti ein Walmdach hatte, ist jetzt der Giebel auSgebant worden und gleichfalls mit Zementplatten gedeckt. Hier wirkt noch neben der Farbe die Form des neuen DachteilS ent Dreieck recht auffallend. . ,

In einem anderen Dorfe tonnte ich sogar beobachten, daß der First eines Zementplattendack>es zum gröfetai -teil mit natur roten F-irstziegeln abgedecki worden war. ..

Den Baulstrren, die einer solchen Bauweye ihre Znlttnrmung geben, wstl ich doch einmal die Frage vorlegen: was würde g.l'chehen, wemi es Ihrer Frau einmal einftele, das jemficnt Hosenbein einer schwarzen Hose durch em neues weitzes Hosenbein zu ersetzen? . ,_

Ein Donnerwetter auf das Haupt einer wichen Frau, wcmi nickst noch etwas anderes wäre die lyolge.

Und doch wäre das, was sich Jnc Frau da geleistet hätte, durchaus nicht schlimmer als die vorher «angegebene Bauweise.

Denn die so ausgeführten Bauten sind eine Gei chmacklon grell, wie man sie in der heutigen Zeit, wo fast in jedem ^tädtchM Borträge über landsckmftliche Schön Hellen gehalten werden, pno wo unsere Zeitungen doch auch so oft solche Bauweise rügen, nicht für möglich hallen sollte. Wer trägt nun ine Schuld, daß diese Bauten so unschön ausgefühtt werden? _

Den Bauh.rren und bm TachdeckermOisterN ine S^std hieran allein bei zu messen, wie dies öfters geschieht, Halle ich für un­gerecht : denn die, die Zeichnungen ftir 1 oldie Bauten madjen, trifft ein Hauptteil dieser Schuld. Auch der Kreisbaubeamte, der seinen Etnsluß nicht dazu benutzt, den Baul-errn von einer Wichen Bauweise ab zu hallen, macht sich mitschuldig.

Ich habe nttch nun recht oft erllindigt, wer eigentlich aus dem Lande die Zeichnungen macht. Unterschneixm itnb die Zeich­nungen sehr ost von den Söhnen der cntbeimiKben Handwerker, irüptenteito die Sonntagszeich nsc ule bemann oder besucht haben Ta diese Herren aber keine statt fischen Berechnungen machen können, so müssen bei der Herstellung der Zeichnungen noch Fach­leute in Betracht kommen. ..

Wer sich einmal mit Bauherren auf dem Lande irnterljalt, her wird sicherlich den Eindruck gewinnen, daß tae tetömidjert Kreisbeamten auf dem Lande noch viel mehr an der Herstellung von Zeichnungen sür^prioate Bauten mit beteiligt sind, als man nn Ausd^soeben angeführten Tatsachen läßt sich auch eine solche

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chen, das feWndtj'.

arbeit übmiwmi- 1 . LckmiK teilen ga W

politische Tagesschau.

Die 56. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands tmitbe in Breslau am Samstag abend durch ein einstündiges Glockengeläute von allen katholischen Kirchen der Stadt und heute früh durch ein Ponttsikalamt tm Dorn einge­leitet. 30 Extrazüge führten heute im Laufe des Vormittags ungeheure Menschenströme nach Breslau. Nachmtttags um 2 Uhr begann der FMug der latholtschen Gesellen- littiapp- schasts- und Jugendvereine, der durch die sestltch ge­schmückten Straßen nach der Domrnsel marschierte, wo auch auf der Tribüne die hohe Geistlichkeit, die Vertreter der Be- börden und die Ehrengäste Plcu; genommen hatten, wahrend der Fürstbischof Kardinal-Bischof Dr. Kopp den Vorbei-

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verialitäten-Voh. owie äonierte^ ober die schönes.

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ten-Al>ki n-LrcheiterS. ofrichier.

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1 tagsüber zur ft 11 eines kleinen Hu )encnl gesucht.

res in der Ges ebener Anzeigers.

Ausland.

Die schwedische Arb eiterb en-egun g. Die i>: Stockholm versammelten Vertreter der Landesorgani sation der Arbeiter beschlossen, den Kampf vorlüusig fort- zusetzen.

Minister Millerand unterzeichnete die Wieder einstellung von 146 französischen Postbeamten.

Der griechische Ministerpräsident Rhal- l i s ist zurückgetreten. Die Bildung eines neuen Kabinetts soll Ättchalis übertragen worden sein. Viele Offiziere und Unteroffiziere lagern mit einem Teil der Garnison außer­halb der Stadt. . . , .

In dem Festungs gr ab en von Mvntiuich tn Spanien wurde am Samstag Antonio Molet, der Führer der Revolutionären des Stadtviertels St. Andreas de Bosos, e r.s ch 0 s s e n. ~

DieMächteundMarokko. Wie derTemps aus Tanger von heute meldet, ist der Kollekttvschritt des diplo­matischen Korps in Sachen der vom Sultan gegen die Anhänger Roghis verübten Grausamkeiten auf einige Tage lünausgeschoben worden, bis alle Mitglieder des diplo­matischen Korps von ihren Regierungen Weisungen er­halten haben.______________

Mehr heimische Bauart!

Aus der nordöstlichen Wetterau schreibt uns ein

Kleines Feuilleton.

König Eduard VII. im Verkehr mit Journa­listen Als Prinz von Wales mußte König Eduard von Eng- Sand ftch mit der Rolle begnügen, der ..erste Gentleman von n'-urona" zu beißen und der Lebewelt in London und Parir, den T^i anzi^ebe.i, und man kann ihm die Anerkennung nicht ver- iEii daß er sich dieser Ausgabe mit großem Eller unb mit SieÄrn T-stmlle unterzog. Nach seiner Thronbesteigung emp- Ner dmm offenbar den Ehrgeiz, der.Welt zu bewei.ien, daß cr das Rena zu einem Monarchen allerersten Ranges befttze, und Lid fpüi^m^i ^n allen Ecken und Winkeln Europas lerne gc- hehnn&üone pvlittsche Tätigkeit. Aber seine berühmteEm- lreisungspolitik" hat eine Schlappe nach der anderen erlllten. denn um araßen Staatsmann fehlen ihm berat boch die nottgsten lln- tm9 ihm nicht ta tet K-W

Ä er cm höchst gewanbter politticker Regifteur lltt So gftt cs vielleicht feinen cuideren Souverän, der die Blutung ^er wu Vfte(tot ftt mcht übertrieben, zu sagen, daß in den KtttonSer Wtter der eiflenfte Willes ^EchroÄ

man, Übermitteln läßt, kann er Eer wck Erlullrmg rcchnm.^^ gar-saiÄ«*: S'ÄÄgwgjfib bei der der König eine Rede gehalten hatte Um dm genauer ^orr^ laut der Rede fefeufteUen, 'vandte fein

und bewährten Privatsekretär Lord KnolWs Mit t^rJUttc, wn Manuskript durchzusehen, zu vmbi^ mw -u crganzm^ord Knoll Hs bedauerte, dieser Bitte 'richt enftpre^^Äb^r er er bei ber Bersammluw; nicht ^ugcaeir qrtvei lini)

jroberte beit Stnmtufiiten auf, ietn M^kinpt zuruttzulnnen^u^ es tn zwei Stunden wieder abzuholen,

Ordnung sein. Und als der Journalist noch zwrt

kehrte, war fein Manuskript m ber JmrÄfldcöcn ww nm zahlreichen Zusätzen versehen. . D rqe[eiJt lin£

Königs her, dem Lord Kiwllvs das Manwkript vo^et^i. u^ der sich sofort bereit erklärt hatte, den Wrarlch d^ ÄEattlten selbst zu erfüllen. Ein König als Zeitungstorrekto

gewiß ettvas nickst Alltägliches! . n i e 1 e r e i sind zwei

Spiritismus unb 4, a 1 d> e n 1 bi eie r e 1 1 tuu y

Gebiete, die durch engere Beziehungen 'Professor

gutgläubige Laie es sich immer noch träumen B*.

Max Dessoir, der Professor der Pchcholvgie Mider versftät, tzll über diese Beziehungen allerlei ^£)[y*rhefte

unb plaudert nun darüber im soeben {anu

von Westermarais MonatsheftLN einiges bepnberS

Die englische Reichsverteidigung.

Seitdem die deutsche Jnvasionsgefahr in ben englischen Köpfen pult unb man sogar ein Eindringen ber Deutschen mittels Luft- ifjiff befürchtet, macht bie Verteibigiurg ihres Landes unseren lieben Lettern die größten Kopfschmerzen. Trotz der Riesenflotte, über gjcidje Großbriiannien verfügt unb die in dem letzten Zähre ge- <ade mit Rücksicht auf einen eventuellen Angriff Deutschlands in |cn heimischen Gewässern konzentriert ist, während man die früher farf besetzten Außenstationen von Kriegsschiffen fast völlig ent- tiöut hatte, scheint man setzt feiner Sache boch nicht ganz sicher za sein unb ist darum unablässig bemüht, die Stteitträfte immer lieber zu verstärken. Während England bisher bie Aufwenbungen jur Verteibigungszwecke allein einbrachte, hat man in dem letzten ;,ahr bei den Kolonien Fühlung gesucht, bamit diese die Lasten riittragen sollten, weil bie finanziellen Opfer gar zu groß wurden, j3 daß jetzt in dem englischen Staatssäckel recht bedenkliche - Ebbe »errsckst. Man hat hierbei begreiflicherweise in den Kolonien Ein tiaug gesunden, denn diesen muß nicht minder an einer starken Schutzwehr gelegen sein, weil sie am leichtesten im gegebenen Kalle durch eine fremde Macht bedroht werden könnten. Schon riehrfach haben deswegen eingehende Beratungen stattgesunden, die schließlich ihre Krönung in einer von den Kolonien beschickten Meichsverteidigungs-Konserenz sanden, die vor einiger Zeit in London abgehalten worden ist. Im Unterhause hat mnv Mehr der Premierminister Asquith nähere Mitteilungen über die Ergebnisse dieser Konferenz gemacht, die zum Teil recht interessant sind. Das übrige Phrasengeklingel fehlte habet natürlich nicht, und es nimmt sich viel sckMer aus, als die Wirklichkeit ist, wenn Herr Asquith als Ergebnis der Br ritungeii den Plan bezeichnet,bie Kräfte ber Krone so zu or «ntii'ieren, daß sie schnellstens in eine einzige homogene Reichs (irmee zusammengezogen rar hätten, zu der Verteibigung .

läge beizutragen". Gut gebrüllt Löwe! Man verkenne nota bene nicht:wenn sie ben Wunsch hätten". Das heißt mit au deren Worten, roerai bie Kolonien nickst wollen, zwingen köraien ton fic rackst. Die große Kolonie von Ganaba und bie austtalisch^ Föderation wollen eben ihre Unabhängigkeit so weit irgenb ntögliu Bn. Der Premierminister musste auch mitteten, daß die

genannten Staaten eine eigene Flotte zu begründen

>en: er unterließ es wohlweislich, hrnzuzumgen, batz diese beiden großen Atomen doch eines Tages sich von England losiagen werden, ohne daß man viel wird dagegen tun können, unb bann toben sie wenigstens den Grundstock zu einer eigenen großen Flotte Neu-Seeland unb einige andere Heine Kolonien ftnd da gegen bereit, zu den Kosten ber gemeinschaftlichen Seemacht bei xiritci-crn. 2luch eine bemerkenswerte Bestätigung des von de: englischen Admiralität dementierten Gerüchtes, daß England »eine Flotte im fernen Osten, bie nach dem Abschluß des japanvichen Bündnisses ganz bedeutend reduziert war, wieder zu verstärken beabsichtigt, ist im weiteren Verlaus ber Rede Asquith enthalten, indem er mitteilt, daß man eine große pazivische tftotte emichten sollte, aus drei Divisionen bestehend, eine für Ostindien, eine t_ur Muftraiietn unb eine für die chinesischen Gewässer. Jtzde biejer Divisron<m solle aus vier großen Kriegsschiffen nnt sechs -Torpedo l'ootzerstörern und derselben Anzahl Unterseeboote bestehen. Man liebt also, rode England allenthalben Geftchr wfttert und nch trotz des berühmten zwei Mächte-Staudarb in seiner Hartt nicht wohl iillstt. Furcht ist eben ein Eingeständnis der Schwäche!

Bauweise erklären. ... , .. .

Der SonntagszeichenschLler hat keine Kenntnisse als Techniker, und, was noch viel schlimmer ist, nicht den geringsten Elllllutz anr ben Bauherrn unb auf bie Geschäftsleute, da macht jeber, was er will. ,

Es wäre eine bankenswerte Aufgabe ber Bau- unb ttmgsbehörden, burch Rat unb Belehrung auf Abhilfe zu drmgen. verband deutscher Architekten- und Ingemeurvereine.

(Schluß.)

R. B. Darmstadt, 29. Aug. Die Verhandlungen des Verbandes deutscher Architekten- und Fngenieurvereine wurden gestern vormittag abge­schlossen. Eine Anzahl Anträge, bie ohne allgemeines In­teresse sind, wurden dem Danziger Ausschuß iiberraiefcn. Mchrere Positionen der Tagesordnung blieben wegen der

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