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Erstes Blatt
Mittwoch 24. November 1909
159. Jahrgang
Ein ®coBi»ehl(antennim in der Art, m.e | ctljöftie. In Deutschland bars man für den ö^tigon hohe» a berau5gebilbet hat, hat wohl in der Gelbstanb aber auch btc Reichsfrnanzmistre und den grotzen
Die heurige Nummer umfüfet 12 Seiten.
jitzen, fast unentbehrlich ist.
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— Schilauf in den Schulen an Stelle des Turnens. Dem Jahresberichte des Oberharzer S. C. über das Jahr 1908/09 entnhnint der „Winter" (München), daß bei der-- schiedenen Schikurien auch JugendabteilunFen eingerichtet waren. „Recht erfreulich/' io lesen nur da, „ist die Ausbildung der Jugend nn Schiläufen durch die Ortsgruppen Clausthal - Zellerfeld, St. Andrrasberg, Altenau, RiefenSdeck, Braunlage, Buntenbock, Lautcmhal und Wildemann. Besonders nahmen sich die Lauf, warte und Lehrer der Jugend an und förderten die Leistungen durch planmäßiges lieben. Besonders »u begrüßen i)t die Eur- lcgung des Schneejchuhlaufens tn den Lehrplan der Schule statt Dinterrurnen, wie cs von jetzt an in Clausthal-Zellerfeld gt> schieht und schon feit Jahren in bat Ortsgruppen Altenau, et. Andrcasberg, Braunlage und Riesensbeck. Um nun in Claus- chal-Zellerfeld allen Lindern von der Mittelschule den Segen
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Remlpved) • Anschlüsse: tot die Redaktion 113, Verlag u. Expedition 51 Adresse tüt Depeschenr Anzeiger «iefccn.
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Nr. 276
Lei «ietzener Lnzeig« erschein! ü: glich, anöet konntag«. - Beilagen: viermal wöchentlich -ichen, rFamiUenblätter; »iprimaimöcbentl.Kitis» blatt lLrdenllrtts Lichen (Dienstag und frreilaa); »weimal monail. Land- vlttschastlichr Seitsragen
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eine windschiefe, elektrische Bogenlampe. Was dah.nter ist, will ich lieber nickst unterfudjen. Es heißt: „CasS
streitig nicht allein, es sprechen noch andere Ursachen und Verhältnisse mit. Wir haben nicht nur in Deutschland, sondern auch in Rußland und Amerika nicht mehr als eine gute Durchschnittsernte gehabt. Allerdings muß in Betracht kommen, daß im allgemeinen die Lebensrnittel- preise in der Welt bedeutend bestiegen sind, also in den einzelnen Ländern die erforderltchen Summen viel größere sind als noch vor 5—10 Jahren. Aber es sprechen noch andere Umstände mit Der Geldmarkt ist in weit höherem Maße als irgend ein Warenmarkt international. Das Kapital sucht da Anlage, wo es Aussicht hat, am besten zu rentieren. Kein Markt greift also auch von einem Land in das andere so sehr über wie der Kapitalmarkt, und darum sind auch die Rückwirtungen von einem Land zum andern auf keinem Marktgebiet starker als an diesem Markt die Entwickelung zur Jnternationalität ist in den letzten Jahr eil besonders stark in Deutschland und den Vereinigen Staaten liervorgetreten infolge der außergew.hnlich starken industriellen Entwicklung, die diese beiden Länder genommen |aben. Man kann sie gegenüber den alten Industrie- und L<mdelsländern England und Frankreich als richtige „Par- tenu5" bezcick-nen, deren Emporkommen jene beiden mehr -and mehr in den Hintergrund drängt. Während aber bei -uns sich Unternehmungsgeist und industrielle Entwicklung im großen und ganzen auf solider Basis vollzieht, zeigen leibe sich in Amerika nicht frei von stark spekulativen Aus- unichsen und einer d" *'■
Geldbedarf der Kommunen und Staaten mit dafür verantwortlich machen. Auch die deutsche Industrie hat trotz der schlechten Zeiten immer Kapitalbedarf gehabt.^ In England macht man außerdem noch die Bant von Frankreich mit verantwortlich für die Gelbanspannnng, da sie während des ganzen letzten Jahres ihren Diskont ohne Not aus 3 Proz. gehalten und ihre Goldbestände dadurch unnötig angehauft und dem internationalen Verkehr entzogen habe. Cs ist auch nicht zu leugnen, daß 3 Proz. Bankdiskont bet einem gleichzei igen englischen von 21/? sür Frankreich als Rentnerstaat bei seiner geringen Industrie hoch ist und daß Deshalb ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem jetzigen hohen englischen unb bem französischen Diskont besteht. Die Hauptsache bleiben aber die geschilderten amerikanischen Verhältnisse, deren unheilvoller Einfluß als fest- stehend zu betrachten ist. Diesem Einfluß wirlsam enb- gegenzuarbciten, sollten sich die europäischen davon betroffenen Staaten mehr als bisher zur P licht machen.
alteingesessenen Bauernblumen verrät bem aufmerksamen Auge eine gewisse Ueberlieferung. Unb ich vermute hinter den kleinen, b. an Fen Fensterchen ein altes, lustiges Wirtspaar mit schrumpeligen Hänben, roten Nasen unb einem guten Veltliner Weinchen. Dieses also geschilberte Wirtshaus, bas vielleicht aus ben vierziger Jahren fein mag, heißt in seiner Bescheidenheit: „Wirtshaus zur Dlumenau". Das nebenan stehende macht schon mehr Ansprüche. Es ist zweistöckig, hat etwas größere Fenster, graue Läden unb — keine Blumen. Es sieht zwar kahl aber doch auch sauber aus, unb ich vermute in ber Wirts- ftube eine rührige, bitte Witwe mit roten Zirusten, die zwar keinen echten Veltliner, dafür aber am Sonntag ein Siuck trockene Dorte seil hat. Ihr Haus heißt: „Gasthaus zum Ste men". Das dritte ist neueren Datums. Es hat keine Läden, und im überkiesten Hof, hinter bem e fernen Zaun wollen ein paar ärmliche Gärtnersblümchen nicht recht wachsen. Ich muß gestehen, daß ich auch im Hause fen^t .Nichts Erfreuliches vermute. Vielleicht ein zänkisches Pachterspaar, das nickst auf seine Kosten kommt. Vor der Türe aber steht ein Zwerg aus Terrakotta, und bas Wirtshaus heißt: „R e st a u r at i o n W i l b p a r k". Das vierte dieser Häuser aber ist ganz neu. Soll ich's schildern? Es hat keine Blumen, keine Laben, dafür steht am Eingang
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Die Marokkofroge in der französischen Kammer.
Paris, 23. Nov. Die Kammer nahm die Be- spreck)ung ber M a r o kko an f r a g e n wieder auf. Emile So n ft an t (Republi.aner) meinte, Frankreich habe an Marokko nickst ben Antell erhalten, ber ihm für seine Opfer gebühre. Tour nabe (Nationalist) billigte bie Politik Pichons und würbe es für unklug halten, die Truppen zurückzurufen. ,,
In Erwiderung auf die Ausführungen mehrerer Redner sagte Minister Pichon, Spanien habe, bevor seine Aktion im Riffgebiet begann, die europäischen Staaten benachrichtigt und versichert, daß die Aktion genau begrenzt unb sich mettf' gegen Tast richten werbe. Spanien habe den E^f.ktwbestand an Truppen oerboppelt, aber immer zu verstehen gegeben, baß es sich damit begnügen werbe, bie aufrührerischen Stämme zu unterwerfen, unb daß es feine Truppen zurück- ziehen werbe, sobalb bies gelungen sei. Die europäischen Staaten hätten einmütig Spanien beigepflichtet. Pichon versicherte, bie E n t e n t e m i t S p a n i e n sei bie Gr u n b- lage ber Marokkopolitik Frankreichs. Er erklärte, Frankreich werbe das Schaujagebiet erst nach ber Organisierung ber Streitkräfte bes Machsen, bie btc Ordnung gewährleiste, räumen. Minister Pichon betonte weiterhin mit großem Nachdruck die loyale Haltung d e r d e u t s ch e n N e g i e r u n g. Aus ber Haltung Deutsche lands habe sich für bie beiden Regierungen sowohl wie für die allgemeine Lage eine Entspannung gegeben, die alle mit Beifall begrüßen müßten. (Beifall.) Die italienische Regierung habe bem Machsen mitgeteilt, daß sie nicht länger auf bie Bezahlung ihrer Forberungen warten könne. Die Mächte seien also hinsichtlich ber bem Machsen gegenüber einzunehmenben Haltung einig und billigten einmütig bie Vorschläge Frankreichs. Die Zustimmung Marokkos, fuhr ber Minister fort, haben wir noch nicht erhalten. Er habe den Vertretern Mulay Hafids mitgeteilt, daß bie Fort^ setzung ber Derhanblunaen uunö:ig würde, wenn wir nicht schnelle Genugtuung erhielten. Die Antwort, die eine der dringenden ist, ist die bezüglich der Anleihe. Die Presse Deutschlands, Englands-und Italiens erklärt, daß ihre Regierungen bereit seien, die Maßregeln zu billigen, bie zu treffen wir gezwungen werben könnten. (Beifall.) Wir werben nicht in bie Räumung Casablancas will'gen, ohne daß wir Garantien erlangt haben. Mulay öafib werde entweder der Stimme der Vernunft gehorchen, dann
Die internationale Geldklemme.
Es ist eine mit großer Regelmäßigkeit wieberkehrenbe xrscheiimng am internationalen Geldmarkt, baß alljährlich zum .Herbst hin bie Gelbflüssigkeit etwas nachläßt und in ben verschiedenen Industrie- unb Halbagrar-Länbern einer mehr ober tninber stärkere Anspannung Platz macht. Als Ursache dieser Erscheinung sieht man im allgemeinen bie Velternte an bezw. ihre llcberleitung in bie weitverzweigt ,cn Kanäle bes Hanbels unb Verbrauchs unb die damit usammenhangende Versilberung derselben. Je nachdem nun nn Land — noch mehr ober minber Agrarstaat — eine größere ober kleinere Ernte hat, werben bie Ansprüche an ben Gelbmarkt größer ober kleiner fein. Ihren Ausfluß -inden diese Ansprüche in dem jeweiligen S ande ber großen Jenlralnoteninftitute, bei uns die Reichsbank, bie bann gelungen sind, eine Schutzwanb für ihre Gelbbestänbe zu errichten, d. h. ben Wechsel- unb Lombarb-Zinssuß zu rrhöyen.
In diesem Jahre nun hat diese internationale Geld- «mspannung im Herbst besonders stark eingesetzt und sie ist besonders unangenehm auch bei uns empfunden worben, veil es kaum 1% Jahre her ist, daß ber Zinsfuß bei uns in Deutschland bie ungeahnte Höhe von 7y3 Proz. für wechsel unb 8V2 Proz. für Lombarddarlehne erreicht unb einen mit ben üblichen Begleiterscheinungen ausgerüsteten Marken Rückschlag in ber wirtschaftlichen Entwicklung her- vorgerufen halte. Unb bann unangenehm auch deshalb, toeü baS wirtsckstlftliche Leben wenigstens in Deutschland rjerabc wieder die ersten Ansätze zu einer Erholung zeig e. Cs besteht also die Gefahr, oaß diese Ansätze zu einer all- gemeinen Belebung von Industrie, Handel unb Verkehr wieder im Keime erstickt werden, wenn bie Geldanspannung lich länger erhalten sollte, unb darum dürfte ein näheres Eingehen auf bie befonberen Ursachen von Interesse fein.
Denn die Welternte unb ihre Versilberung tut es un-
-e leichtes Feuilleton.
-■_ Ein seltsamer Ehrendoktor. Es gibt doch üoch gute Menschen auf der Welt, die dem Verdienste seine Krone zuerkennen. Der ,Berl. Bürs..Cour.- hat den piechischen Dichter Menandros, besten Schiedsgericht beute ilier oufqefübrt wird, anscheinend in gerechter Würdigung 'einer Verdienste um die Lustspiel-Literatur, ehrenhalber zum Doktor gemacht. In seiner Nr. 547 vom 23. November nacht er seinen Lesern nämlich folgende köstliche Mitteilung:
In Gieße n findet am 24. November die Uraufführung des LnsNviels T r. Menanders „Tas Schiedsgericht" tn der Uebeiietziing von Prof. Alfred Körle mit dramatischen Ergänz- unaen von v. Lvveln-Bronikowski statt.
Etwas gar zu spät für eine solche Ehrung, wenn sie lmch sicher aus gutem Herzen kommt. — Aber auch hier in Sieben hat Menander bie Geisler in Aufregung versetzt $n dem Personen Verzeichnis von Menanders Schiedsgericht hat sich, wie nnS mitgeteilt wird, em iinnftörenber Druckfehler eingeschlichen. Es heißt da: .ChoiraflratoS ein reicher Athener', .Charisios sein Sohn', und weiter „Onesimos, Vater des Charisios^, — danach hatte ber arme Charisios zwei Väter gehabt, und daS war auch in Alben zu MenanderS Zeit nicht üblich! Es muß heißen: »Onestmos, Sklave des Charisios^.
— Vier Namen. Dem Kunstwart (Verlag C^rg Callwey, München) wirb geschrieben: Bei einem Aufenthalt in einem schweizerisch-bab scheu Grcnzstäbtchen führte mim kürzlich mein Weg bes öfteren durch eine Strafe, die mir mit jeoem Male besser gefiel. Nicht etwa desha-rn weil |te im glücklichen Besitz von vier nebeneinanber stehenden Weinwirtschaften ist — bas trifft man in ber Schweiz ja sehr höusig —, sondern das eigenartigen Berhältnist^ halber, in bem bie Häuser zu ihrem Namen stehen. Das erste ist ein altes, biederes Kleinbürger Häuschen, fein stiub erlich gehalten, mit grünen Lstben und vielen, vrelen Blumen Blumen, wohin das Auge schaut. Rote, blaue und {^oe umranken bie Fenster unb lachen aus dem weinen Bvl" gärtchen. Solche alten Fuchsien- unb Nelkengehange, bie ^ohl gepflegt unb gestutzt bie sorgfältige Wartung liebe»
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Sprungyaf.igteit. Ein yrovipetuiantenrum in oer luri, ro t es sich in Amerika herausgebilbet hat, hat wohl in ber ganzen Welt nicht seinesgleichen. Denn^ eS hat sich nicht nur in ber börsenmäßigen Wertpapicr-Spekulaiion ein genistet, sondern hat auch fast bie gesamten Warenmärkte, wie Eisen, Metalle, Petroleum usw., und selbst das Eisen- lahnwesen ergriffen. Dadurch ist aber Amerika ein sehr unruhiger Faktor für bas internationale wirtschaftliche Leben geworben, unter dessen Einfluß in erster Linie Eng- lanb, bann aber auch Deutschlanb zu leiden hat. In Dcutsch- (anb zeigt nicht nur bie Börse eine große Abhängigkeit von Newyork, sonbern auch, um nur ein Beispiel herauszu- greifen, der beutsck>e Eisenmarkt ist stark abhängig von ber iemeiligen Konjunktur am ameri anischen E senmaikt. In Englanb ist es vornehmlich bie Börse, unb in Kvnsequenz davon ber englische Gelbmarkt, ber unter amerikanischen Einflüssen zu leiben hat, ba in weit stärkerem Maße noch als bas deutsche, bas englische Kapital beim amcr.konischen Wertpapiermarkt Anlage sucht.. Auch bie englischen Roh- itoffmärhe werden, wenn auch nicht in bem Maße beeinflußt. Tatsächlich haben sie auch nicht bie Bedeutung gegenüber ben amerikanischen Rohstoffmärkien als der englstiie Geldmarkt, der für bie Amerikaner, wenn sie in der Geldklemme
wird bie Zukunft gesichert." *■
— Ein neuer Berliner Eispalast soll, wie ber „Winter" mitteilt, mit einem Kostenaufwand von 12 Millionen! Mark gebaut werden. Eine als „Adnriralspalost-A.-G." ehtM getragene Firma will den als VergnügungShaus mit Eislaufbahtt gedachten Bau in ber Nähe des Bahnhofes F-riedrichstraße stellen. Die Eislaufbahn selbst soll Platz für 600 Läufer bieten. Die Ge- sellschast fdteint ben Mut ju diesem groben Unternehmen durch den sehr aünskiaen ersten Jahresabschluß des bereits bestellenden Berliner lÄsoalastes gefunden zu haben. Sie rechnet mir einem: jährlickien Ueberschuß von mehr als 1 Million Mark und mit einem fReingenrinn von etwa 700 000 Mark, aus dem eine Dividende von 15 Proz. in Aussicht gestalt wird. Tie Eröffnung ist für Ende 1910 vorgesehen. Zurzeit ist das Geld sirr diel es Unternehmen jedoch noch nicht beisammen.
— Zum erstenmal eine Ftugmaschine unter deml Hammer. Das geschichtlich denkwürdige Ereignis ber ersten Versteigerung einer Flugmaschine wirb aus London gemeldet, wo ein Eindecker englischer Bauart unter ben Hammer kam unb xum Preise von 50 Pfund Sterling einen neuen Besitzer fand. Der Pfandmeister gedachte ijtit einer kleinen Ansprache dieses bemerkenswerten Vorganges.
— Kleine Chronik aus Kunst und Wiiienschaft. Im Erfurter Auen-Theater ist zwischen dem Direktor I. Karl unb den Mitgliedern ein so st a r k e r Z w i st a u s g e b r 0 ch e n, daß der Direkwr alle Künstler entlassen hat. Die „Deutsche Dühnen-Genossenschaft"' hat zur Klärung der Sachlage jofort ihren Generalsekretär Tr. Osterrieth entsandt. — „Polnische Wirtschaft" heißt ein neuer dreiaktiger Schwank Don Kurt Kraatz und Georg Okonkowski, der jetzt an die Theater versandt wird. — „Cesare Borgias End e , Musikdrama von Bernhard T i t t e l, hat bei ber Uraufführung im Nürnberger Stadttheater einen starken Erfolg erzielt. — „Außenseiter"^ drei Einakter von Öermaun Vagus ch e, fanden in Krefeld bei ber überbauet ersten Aufrührung sehr lebhaften Beifall. — Tie Ausführung ber Operette ,,P rinz Ton Juan" wirb am 27. November im Wiener Raimund-Theater stattfinden. Bekanntlich wurde die Direktion zur Aufführung dieses Werkes durch Beschluß des Gerichts gezwungen^
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Unb diese Gelbschwierigkeiten treten in ben letzten । Jahren in ben Vereinigten Staaten nicht selten unb wie oben schon bargelegt, sprunghaft auf. Neben bem spekulativen Moment spielt dabei das amerisa:iifck>e WährungS- unb Umlaufs-System eine offenbar große Rolle, auf bad . näher einzugehen hier inbes zu weit führen würbe. ES fehlt bie Zentralisierung unb Regulierung bes Geldwesens unb ber Umlaufsmittel, wenigstens in bem Maße wie bas in Deutschland) burch bie „Reichsbank", in Englanb durch die „Bank von Englanb" unb in Frankreich burch bie „Bank von Frankreich" geschieht. Dadurch ist ber Geldmarkt ber Vereiniglen S.aaten öfters wieberkeyrenben Erschütterungen ausgesetzt, sobalb unerwartete giößcre Ansprüche an ihn gestellt werben. Solche Ansprüche treten aber Wieberum bei ber ganzen inbustriellen Be.ätigungsart, bie, wie oben schon bargelegt, ebenfalls stark spekula.iv ist,, nicht selten auf. In ivlchen Fällen ist ber amerikanische Markt bann gezwungen, bei ben europäischen Märkten, speziell bem englischen, Stütze zu suchen unb biejen Golb zu entziehen. Das jeweilige stärkere Auftreten amerikanischer Finanz- wechsei in London unb ber Golbexporc aus Englanb laubigen bann ben kontinentalen Märkten bie Krise an. Um ihre Golbbestänbe gegen bie amerikanische Invasion zu schützen, müssen sie ben Zinsfuß in bie Höhe setzen. Eine solche Krisis am amerikanischen Gelbmarkt brachte im Jahre 1907 bie europäischen Gelbmärkte unb im melieren Verfolg auch bie internaitonafen Waren- unb Probuktenmärk.e ins Wanken unb riß eine Hochkonjunktur um. Unb ein solcher Rdißstanb in Amerika hat auch bie zurzeit besiehenbe herbst- liche Anspannung verschärft. Das inbustrielle Leben hat sich in Amerika im Lause bieses Jahres im Hanbumbrehen wieder zur vollen Blüte entwickelt, unb bie Roheisenvro- duklion hat bereits in ben letzten Monaten wieber Rekorb- zisfern zu verzeichnen. Dem infolgebessen stark gesteigerien Kapiialvebarf ber Jnbustrie in Verbinbung mit ben ja ebenfalls großen herbstlichen Ernteansprüchen war der G ld- markt in Amerika nicht gewachsen unb er mußte aus Europa übergreifen. Die Folge war, baß bie Bank von Englanb innerhalb kurzer Zeit ihren Diskont von 2V2 ,Proz. auf nicht frei von starr jperuiarrven Aus- 5 Proz. heraufsetzte unb baß analog auch bie beutsche Reichs- baburch hervorgerufenen größeren > bank vorgehen mußte unb ihren Diskont von 31/3 aus^0 Proz
v-a-r Hände verraten, solch ichinnckes «rtchen^mi^einen ^I«o-"^^icheNggUebung an arme Kinder verliehen werden. Dadurch erlangt das Schnee- schuhlaujen eine soziale Bedeutung, und bem gesunden Sport
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