Ausgabe 
23.3.1909 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten.

egierungen bezüglich her Marineausgaben vorgc

Materien

Bczag »preis: j n o n tu I i cb 7 ö'IM.»»0 fohdid) 'Dlt. 9.20; durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 'Vf.; durch die Post 'Dtt. 2. viertel» jährl. anSfchl. Beslestg. Zeileirpreit: lokal ibPst auSivarls 20 Pfennig.

Beranl wörtlich für den volilifd'en Teil: E. Anberson; f Feuille­ton und .'Del inifditcv«" K. Neuratd: filvöiabt u. Xitiitb" und(Mcvlditti-

politifcbc Lagesscha«.

Nottrndebatte im englischen Unterhaufe.

D,* von

die fcft-

bic Bcibelpaltung der Zusmiunciisassung dieser verschiedenartigen des Bauwesens und dir. zentralisierende Art bcu Ck-

Grnndlagen als Normen für stalu la rische Beftlinmnngen die Herstellung und Eröffnung von Straßen und Plätzen znrichten und hierbei iit Anbetracht der notwendigerweise zuführenden Banbefchränktinuen der Grundstlickseigenluniep Leistungen der Anlieger und die Pflichtrit der Gemeinben zulegru.

In der gestrigen Sipung des eiral. Unterhauses richtete George Faber an Prcinierininister Aöqnith die Frage, ob er im Hinblick aus die jüngst Dom deut säst n Staatssekretär der Marine, von Tirpih, abgegebene Erklärung, daß her deutschen Regierung kein Borschlag bezüglich der Flotten- ubrüstung gemacht worden sei, eine Erklärung darüber geben tonne, was zwischen den beiden Re '*

und ich bei)ulte mir jeden lueltereu MXuiniieniur vor, bis luir diesen Bericht vor uns haben.

nicht vor, doch wird, wie ich aus den deutschen Zeitungen entnehme, der deutsche Staatssekretär des Auswärtigen als­bald die Gelegenheit tvahrnehmen, über die Sachlage Mit teilnngen yi machen. Ich ziveisele nicht, das; über seine Erklärungen ein vollständiger Bericht erstattet werden lvird,

.o. Wall.) m/'Ji*'- nberrn SlcOunflen", bei btm ijtn bat, wirb abyidwt uni) flngtlcgruhkü bn fln- iw ju wxtynMv.

mfaiuircidic Verläufe oil J nrul)i<lHiifl Hilfi'd) i'in= IhuACiit.

ilbev her

durch ein allgcuuiueS ok'icb geregelt werben, wc-ungleich nud) hier stets einzelne Fragen befonberer orliSenlfDredjriiber Regelung überlassen bleiben müssen Znimerhin sind hie einzelnen Wc biete sachlich voneinander sclxns zu tmin.cn, wobei möglichst Frei l>eit behnsS Regelung der örtlichen Verhältnisse gestattet werden must.

B o r s ch l a g e g e in a ch l, lv e i l m a n u n s z n v c r st e h e n gab, das deutsche Flottenprogramm sei gesetzlich fejlgelegt, und in keiner Weise von demjenigen Großbritanniens ab hängig. Soviel ich weiß, lieg! ein authentischer Bericht

Die hessijche Dauorönung und ihre Aeiidening.

Bon Baupolizei- Znspeltor H. Steinberger in Darmstadt.

II.

Bei Schaffung des Gesetzes, betreff, die allgemeine Bau­ordnung i. I. 1881 handelte es siel) znnächit darum, die be- stehcuden, in Verordnungen und (beleben ent Hal lenen, Best im neun gen über Bausaclhn zusawnieiizufaß^ n und außerdem gesetzliclst

Lin zriihlingrsest der v. y. L.

-= Laubach, 22. März.

Der gestrige erste wirkliche Frühlingstag, der mit den, kalendermäßigen Lenzbcginn zusamtnenfiel, war für unseren heimischen Gebirgsverein, den Boge ls berg er henklub, ein herrlicher Wandertag, der die Ülubgenossen von nah und fern zu Hunderten hinauvführte zu froher Wanderfahrt. Die All­regung dazu gab der Frankfurter Zivcigverem, der in den leljten Jahren so außerordentlich viel für die Sache bcö Höhenklub« und den Vogelsberg getan hat. Er machte eine feiner regelmäßigen Wanderungen und verband damit einen Besuch des Zlveigverems Laubach. Tie benachbarten Jiveig- vereine waren der Einladung, an der Veranstaltung tcilzu- nchnien, gern gefolgt und so kam cs, daß an dem Rach- mittag sich cl'va 100 Ülubangehörigc Männlein und Wciblein hier zusammenfanden. Wader, >vie immer, waren in stattlichet tlnzahl .......

oor Tag aufgebrochei» und nach Lieh gefahren, woselbst unter Führung dortiger ülnbgenossen die Sehenvlvürdigketten der Stadt besichtigt wurden, luornnf die eigentliche Wander- ung angetreten ivurdc. In Ettingshausen lvurde Frühstücks-

nrcinbcanpclcnt'nlx-iten. Ein allgemeines Bangesttz. hum immer nur ein Gesetz in i l a n leitenden und u a cl) g i e b i g c n Vor- schristeu fein unb hat lediglich beit Zweck! der Zentralisation des Bauwesens. Envliuscht in aber unter heut inen Berhöltnissen die Beibehaltung der zentralisierenbeit Gesetzgebung it idit. Tal-er fort mit gesetzlicher Festlegung int Allgemeinen und llebergang zur bloßen Anleitung in Verbindung mit allgemein lautender Besng nis zur rechtssetzenden. (Gewalt. Statt Zentralisation zeutralisation. Vielleicht könnte das wngen der Anlage .... Straßen ufw. sinauzielle Gebiet der Baugesttzgevung |dx>n cljer

codiruinl

lt m ZoimcbeifliDiiW ttfS! - 'beraten, hlü ein g 'SSBfS

sieS*"-

beiderseitigen Herabsetzung der M

gangen sei. Auch andere Mitglieder d.es Hauses, konservative wie liberale, richteten Fragen gleichen Inhalts an den Premierntmifter, der alle Fragen wie folgt beantwortete: Ich muß auf oie Erklärung verweisen, die ich am letzten Dienstag in diesem Hanse abgab, nnd die die genauen Tat fachen darlegt, an denen ich in jeder Hinsicht festhalte. (Beifall.) Tie Angelegenheil war im vergangenen Jahre mehr denn einmal (Gegenstand eines nicht formellen Ge dantenaustausches zlvischen den beiden Regierungen und zlvar unsererseits in der Absicht, um uns zu vergewissern, ob irgendwelche Vorschläge der Art, wie sie in bett an mich gerichteten Fragen bezeichnet werden, in Erlvägung gezogen werbe» wurden. Asquith schloß: Wir haben keinerlei

Lin Ultimatum?

QLeufcrlid) bat sich in der Balkanfrage frfM'iidxnc mdxtd Der ditbcrt. Die Lage ist nnd) wie vor gespannt: Man Hann nidti sagen, da st sw fid> wefentlid) Dcildblimmvrt hätte, aber and) nidjt, daß ste besser gciixnbcit wäre. In Wien fd)cütt inan du* L»we sein pessnmnksd) zu beurteilen. 9iad) den im Wiener Auswärtigen 'Jlmtc ovrliegendc'n s)tnd)vid)dx:n glaubt uum alle Ursache zu haben, die Situativ» alö wesentlich verschlimmert aiuufeljai. Während man noch Ende voriger Woche gern dem Wunsche dc'r Estostmädite iirtdhTctioninmi wäre, die ticitcrlirhc Aktion Ccfte.rrcidKt an Belgrad hinmlSzusrlncln'n nnd hoffte, dast dieser Aufschub eine bernhigeildc' Wirkung auSüben ivcrbc, stellt man Iicute geralu' in dieser Verzögerung ein gwst^, gestchlrvoUeS Moment, da sich in Belgrad die Ztzriegüpartei um beu Kronprinzen zu scharen beginnt und jeder Tag betf weiteren ZuwartenS die Walwscheiulidikeil vor ringert, dast eine Aktion bei (^wostniädzte, lin'itn sie überhaupt zustande kommt, noch eine Wirkung üben kann. And- an Wiener maßgebender milibärisdx'r Stelle faßt man heute die Sachlage pessimistisch auf und erklärt, wenn die bisher getroffenen Mili tirrifdnm Maßnahiuen sich nicht als iniimeidnmb erweisen sollten, lixnben irod) int Laufe dieser ÜÖodjc weitere umfassende Aktionen inS Werk gesetzt werden.

Ter Grund für den Pessimismus in Wien ist offenbar darin zu fud)cn, daß auch die neueste F-riedcuDiktion der Mächte bisher wod) keinen Erfolg gehabt hat. Tie Skrljmiblnugcn der Entente» uuiditc über das neuerliche Vorgehen in Belgrad Iwben bisher kein Resultat ergeben. England bat die Führung übernommen und die eitglifdnn tretet in Wien und Belgrad versuchen, Klarheit zu gewümen über die in Oesterreich und Serbien, bestehen den Absichten. Die serbische Regierung ist bisher nicht gewillt, an Oesterreid- Ungarn eine direkte Erklärung über einen Verzicht« ufihreboSnischeFrageabzugeberr. Die Basis für eine formelle Demarche der En teutei nächte ist balxr nod) nicht gefunden.

Tic Antwort Ceftcrreid) Ungarns auf eine An­frage des englifdKn auswärtigen Amtes uad) den Miudestfor derungen Oesterreid^Ungarns ist inzlvischeu bereits nach Loudon abgefanbt worben. Sie wird zwar gelh'im gehalten, docl> Fante ver­sichert werden, daß O e st e r v e i d) auf feine in bi« h erig e n Standpunkt verharrt und demnach England nidits Neues uiitzuteilen hatte. Ministerpräsident Weclerle erklärte heute im Algeordnetenhause, sei noch immer Hoffnung aus Erhaltung des Friedens Ovrhianben. Im österreichischen Abgeordnetenhanse gab vor deut llebergang zur TaAeSordnung Ministerpräsident Freiherr v. Bienerth folgende Erklärung ab: 3d> halte mich verpsliclstet, dem Hohen Hause im gegenwärtigen Ieitpnukle einige Mitleiluitgen über die auswärtig - Lage nach dem augenblicklichen 3taube zn machen. (Lebhafter Beifall.) Wie id> bereits in der Vorwoche mitjuteilen in der Lage luar, hat die Note, Welche die serbische Regierung in Beantwortung unserer unlängst in Belgrad imtcrnonuneiten Demarche an uns gerichtet hat, unseren Erwartun gen n i d) t entfvrodjen. sJiad> den bisher an uns gelangten Nacl>- richten l>abc id) hinzuzufümu, dast die ferbifdje Antwort auch seitens anderer Mabiuette als unbesriedigend erachtet worben ist. (Beifall.) Wir haben es rmlerlassen, auf die serbisdre 'Jiole so fort zu antworten, weil eine umgehende Erwiderung aus dieselbe eine, weitere Verschärfung der Silualiou int Gefolge gehabt hätte, welche wir, soweit es von uns abhängt, vermeiden wollen. Tas Ziel unserer Politik ist die Sicherung unb Konsolidierung des durch die Annexionserklärung geschaffenen Zustanbi'S. Wir hegen feine aggressiven Absichten, nnd versolgen leine Prestige- Politik. Serbien hat bemnad) nochmals Zeit, sich über seine Lage klar zu werden und uns gegenüber einzulenken. Wir zielen es aber auch aus diesem Grunde vor, uns mit der Beantwortung der jüngsten serbischen Rote nicht allzuselw zu beeilen, weil wir erfahren haben, daß andere Mächte Serbien uenerdings Ratschlage erteilen wollen, welchen diesmal hoffeutlid) vollkommenRechnung ge tragen wird. Wenn wir aber auch, wie aus dem Gesagten hervor geht, sortsahren, die größte Geduld an den Tag zu legen, so er füllen wir doch andererseits nur eine Pflidst gegen uns selbst, wenn wir auf baldige Beendigung des unhaltbaren Zustandes an unserer Grenze (lebhafte Zustimmung) mit allein Nachdrucl hinwirkcn. Wir bleiben jedoch and) heute unserer bisherigen Me thode treu, indem wir Serbien d t-e Hand reichen, bainit, wenn dieses zur Erkenntnis seiner Situation gelangt ist, es fic ergreifen tarnt. (Beifall.)

Bei allein Entgegenkommen scheint Ceftcrreid) indessen am (Snbc seiner Geduld zu sein, denn wenn fid) nad)ftcl)eiibe Meldung des Berliner Tageblatts aus Budavest bestätigen sollte, bann stände das Ultimatum bevor. Aach dieser Meldung über reicht der österreichisclte Gesandte Gras Forgad) spätestens am Freitag dem Belgrader Kabinette eine Note, in der energisch um Zurücknahme der bekannten S k u p s ch t i n a r e s o l n t i v n u n d A b r ü st u n. g gefordert werben n n b u r Erfüllung odevAbleh n u n g dieser Forderung eine dreitägige Frist gegeben wird.

w ,|u| ............

i fidiciunlit 2 2(UI^

Der französische Poststreik.

Die Post nnd Telegraphen Arbeiter hielten gestern morgen im Tivoli-Saale in Paris die angekündigte Ver­sammlung ab, worin sie Stellung zu dem Beschluß des Streikkomitees bezriglich der Wiederaufnahme der Arbeit nehmen sollten. Der Saal war überfüllt lieber 6000 Per fonen waren anwesend. Verschiedene Redner berichteten über die Lage. Um 1 Jl lll)r wurde unter lebhaftem Beifall bie Fort s e tz n n g des Ausstandes beschlossen. Die Versammliing ernannte dann 12 Delegierte, die beauf tragt imirben, sich yunt LabinettSches und '.'Yinifter des Innern, Elemencean, zat begeben, und von diesem den Rücktritt des Staatssekretärs Sv miau sowie das schriftliche Versprechen zu verlangen, dag keine Amts­enthebung gegen Ausständige verfügt werde. Hieraus wurde die Versammlung anfgehoben. Um 3 Uhr sollten die Dele­gierten in einer neuen Versammlung über das Ergebnis ihrer Schritte bei Elemencean Rechenschaft ablegen. Auch die Unterbeamten, welche die Wiederaufnahme der Arbeit für gestern beschlossen hatten, hielten vormittags eine neue Versammlung ab und beschlossen, entgegen ihrem vor­gestrigen Beschlüsse, den A u s st and s o r t z n s e tz c n. - KabmetSchef Elemencean empfing die Delegiir.en der ans- ftänbigen Post und Telegrapheube imleii, b.ie ihm' erklärten, daß es fiel) bei ihnen in der Hauptsache weniger um die Frage professionellen Eharakters als vielmehr um eine solche der p e r f ö n l i ch c n W ii r d e handle. Elemencean und Barthou erklärten, tuiß s i e' u n ter feine n U in st ä n d e n bie Frage des Rücktrittes des Staa t. sse lre- tärs Sviiiian diskutieren wollten. Desgleichen erklärte Elemencean, er weigere sich, irgend welche Bedingungen seitens de r A u s ft ä n o i g e n e n I g c g e n z u n e h in e n. Die Regierung habe bereits ein Zeichen ihres Entgegenkommen - gegeben, indem |ic alle Ausständigen ohne Ausnahme anfgefvrderi habe,, die Arbeit wieder aufzuneymen. Barthou er Härte, daß jein Entschluß beir. die Absetzung der Rädelsführer unwiderruflich sei- Der­gleichen würde er Maßnahmen ergreifen gegen alle die jenigen, welche die Arbeit nicht fofort wieder aufnehmen würden.

erweitert werben. Aue die Stabtveru»oltung kann ein id)ty<\-. Urteil über das ftlkibl unb We.I-e einer Geiweiiibe fällen, fic allein kennt bie örtlnbeu Eigenheiten unb audi nur fic (aiut über Bkbürfnisfe in richtiger Weise beftinnueii. Man must in beu Sadw selbst leben um urteilen zu können. T^tzlilt' müssen bie Städte Herr int eigenen Hanfe fein, soll dieies nidjt schadhaft werden.

Solchen GesidstSpunkten trägt bie jetzige Hoclü'augeselcgebunn int allgemeinen nicht genüg en b Rechnung, ihre Grenzen jutb zu setze beengt, daher ifi sie bind) bie Zeiwerhailnisse längst über wunden. Diesem Mangel kannte am Vesten bev AnSban der Venvaltungsgefetzgevnng abwtien, es bedürfte nur einer (hivei- tenihfl der film» behebeiibcii Befugnisse zum Erlaß tun Dosschristen nn Gebiete be« BamvesenS, womit außerdem bev Anteil ve, biinbeii wäre, daß bie oeviimltunflötcrhitifrl>c Seide, losgelöst von bem sad>lidwn Inhalt bei Lokalm'rordmmgen an einer Stelle unb zwar in ben VerivaltungSgesetzen selbft ihre Mgelung fiuben tönute. Provinz unb Lailbgemeinde auf bcr einen Seile, die Städte auf der anderen Seite.

Eine ietx- Hocl>lwiige|etzgelning läßt sich stofflich in zwei Hauptgebiete zurlegen, in das rein bauliche und in das' finanzielle n>ivlfd>aftlid)e.

Ersteres Gebiet nm saßt bie bau/, feuer unb gesnndlneitei polizeilichen Erforberniffe der Bauten selbst und auch bie Fruge bcr Sd)önlh'it der Banansführnng und die Erhaltung ncfdüdMlidKii Werke kann schließlich diesem Gebiet zugeleilt werden.

Tas »weile Gebiet umfaßt ben Bebauungsplan uird die mit seiner Tiilchsührnng verknüpften Chfc.v 'JViünenb das erste (R-. biet vorwiegend baupolizeilicher Mitnr ist, betrifft bas zweite do gi'gen fast reine Gemeinbeangelegenheilvn.

Scheidet man die Erforderuiffe der Hochbaugefetzgebuiig nad) diesen beiden HanplgesichtsvunNen, so wären die baupolizeilichen Fragen bev Baupolizei, bie fwMischen dagegen der Stadtvcrimiltung zu überlassen und bcmgcniiiiß ergäben fid) Baiipolizeiordnuiig einerseits, Ortsstatnl andererseits.

Wenn bei der Revision der VerwalliingSgcsetze die Möglidi Feit der reinen Teilung bcr Materie znv Hochbangesetzgebnirg Br - aditnng fände, so wärelt eine Reihe von Mängel belwben, mit denen zur Zeil gerechnet werden Miß nnd bie im hJdifleu ('habe lähmend nicht mn auf den Geschäftsgang her Behörden, sou dein and) aus bie E rwerbstwigkeit bei Bttivger wirken.

Die Grenzen zwischen Ortsstatnl unb Banpmizeiordnnng sinb zur Zeit zu sehr verschwomimeii. E» ist nidn eiimifvheit, warum bie R'egeluiig verwandter Materien, bald ben ' rr.ifatuteu, bald tu n Baupolizeioroininae>i anheim gegeben fein fall, umhre-itb diese Satzungen doch gänzlich versdnebeuartigen Eharakter toiflcn.

Die l>n ui .( i;-i i id). ii Fragen können, wie allgemein an erkannt ist, einheitlich sür beftiinintc Gebiete niemals geregelt weibeii, da die Beii,.,il>iisse überall anders sind. Eine Fefinngsstadt nult ihren engen Grenzen verlangt eine andere Bel-audlnng, als eine Zubiistric- und .Handelsstadt, oder gar eine Gartenstadt ubc.il länb(id)e Ortschaft. Tiestr Erkenntnis trägt die allgemeine Dau-» ordnnng muh bereits Rechnnug, sie enthält daher jiu das bau­polizeiliche Gebiet so gut wie keine zwingenden Vorschriften,

'ÄT

setzgevuiig noch iviliifchenswert ist, besonders, wenn man bedenkt, iiamiteu Berwaltuilgsgefitzc' einer Revision zu uiiterAiclKii unb oie hierauf bezüglidxn Arbeiten iuid> Mitteilung bcr Tl/rounbe bei Eröffnung des 34. Landtages schon in der laufenben Landtags Periode zur Vorlage zu bringen. Tu'fc F-mge ist nicht allein für die Gesetzgebung selbst von großer Bebentung, sie ist and) für die mit bet Handhabung betrauten Behörden von Mdstigkeit.

Schließlid) ifl auch oaS Bedürfnis des ViartifdK'u Lebens unb nicht zuletzt die mit diesem eugverbunbene Gemoindc'vknoal^ tunfl au der Sachlage iuteressiert.

Wenn die Gefetzgebuuii im Hochbauwesen segensreich sein soll, so Miß sie bem braltn'd,.n Leben entsprechen. Dieß'S l)at aber bekanntlich in den letzten .'h) fahren F-ormen angeuomm'n, bie von denen früherer Zeilen ganz und gar oeriilnebcii find Tas mächtige Antvachfeu bcr Städte hm die Verhältnisse zwßcl)cu Stadt nno Land, rein objektiv bctrad>lel, g iuzlich Vcridwbcn, ganz abflef'h n von bcr subjektiven Seid' bjeses Vnganges.

Tie größeren . i fd< b ib n andere größ re 'In(gaben zu er and) nidj.i gtcid-müßig behandelt werben. So mnjj vor allen

über die Bemerkungen, die Staatssekretär von Tirpitz in I füllen wie hie Landgemeinden, sie föiuicn Malier in vielen Fragen der Budgetkommisfion d>'S Rcidistagcs gemacht haben soll,! Tinge,» die Seibstveripaltnug der Städte gelwben unb bie recht»- .... < . . setzend Gewalt bcr Elemeüiben, bie Äntviiomie, immer noch indn

Endlich waten die baupolizeilichen Vorschriften dein ^kit- bedürsniü entsprechenb zu ergänzen unb namentlich auch den Forderungen der Hygiene Beachtung im Bauwesen zu verschaffen.

1 ichbaim efcit mußte auf die bestehenden Berwaltungsgesetze Rürkvdn genomiucn uurbfii, da diese bereits Bestimmungen über Bansachen enthielten, gu denen die allgemeine Baiiorbwlng im obigen Sinuc ergänzend hinzutreten sollte.

In Betracht kamen:

I. Tas Gesetz vom 12. Juni 137-1, betr. die innere Vcr waltung und Vcrtretuiig bcr Meise und Pwvinzcn, (Artikel wie

II. bas Gesetz vom 18. Juni 187-1, bclr. bie Städteordimng (Art. 9 imb 66) unb schließlich

III. bas Gefctz vom 15. Fiuii 1871, betr. die Landgemciud«' Ordnung (Art. 8>. Aus diesen Vorschristen unb den Bcstiuv- nningeu in # 36710 unb .36b3 unb 1 des Reidisitrasgesetzbnches, bezw. Artikel 132 unb 134 biil Hessischen Polizciftrafgesctzes ist zu ersehen, daß scl)on vor bcr attgrmeiium Bauordnung die Möglichkeit gegeben luar, das Hochba Uwese n selbst ourd> Verordnung säst erschöpfend zu rt-flcln, namentlich soweit, als baS rein bmipolizciliche Interesse in Frage Cam. Das iDefait-- (id) Reue, was bie allgemeine Bauorbnung bradste, warnt die Bestimmungen über bie .Intage bcr Orte-unb ber Orisstrastcn, mit denen ein Gebiet gesdiafsim wurde, das mit ber polizcilid-cii Seite bcs BauivescnS an unb für sich nur lose zusammeiilwiigt uiü> daher and) sehr gut von dieser Ritte getrennt gehalten werden können.

ES fragt fid) nun, ob unter den lyeutujcii Verlfältnissen.

gibt vielmehr nach dieser Richtuiig vorwiegend nur Anleitungen unb überläßt den Polizeibehörden bie genauere. Begrenzung dev Erfordernisse. Ob ein solcher Znslano süv bie banpolizeilidta Seite der Hochbaugefetzgebuiig auch für die Zukunft wünschenswert ist, muß in Ansehung des Grundsatzes, bah bas rein bauf jliArilidyc Gebiet sachlich niemals eiubvillül) unb selbst beut anleitenbeii Gedanken nach nie glcichmlßlg für größere Gebiete geregelt werden länit, bezweifelt werben, zumal, wenn bas Gesetz neben der An­leitung, auch manchnwl b e ft i m m t e Grenzen zieht, bie mit den überall verschiebe neu örtlichen Verhältnissen nicht in Einklirug zu bringen sind.

ES fei hier nur aus Artikel .31 der allgemeinen Bauordnung, verwiest», bcr mit seiner Vorschrift in. Absatz I bud> nur ge­eignet ist, höbe, bie Spekulation befriebigenbe Häuser zn be­günstigen, während ein Bebürjnis hierzu doch sicherlich nirgends anznerkennen ist Gesetz nnd Anleitnng so zu vereinigen, baß wirklich etwas brauchbares und defriedrgenbes entsteht, ist nn- mögtiä). Es ist uninögtich ein allgemeines Bangesttz zu sd-as|eu, bas bie Bebürsnisse überall in befriedigender Weise regelt, lassen sich hoch nicht einmal die einzelnen Materiell beS banpolizeilid)en Ge- viels verallgemeinern, wieviel weniger ist bikS bcr Full in Go-

»it zust aOtngL?'

: Ci* »'m mi8Trtci N i,^n 'teil, V?'fm MD

MM

|tn (tjr. «jp j

Uk'96nunijk*^.t |cL oll'trg; '

knü.);, in, ,

»»Miunq, , n t)°nnobcr. il'gcn Ä " Ulct D°r. lle blc ÄiS!, mcinr5 1 m eine '"ö bcs

I. vp.) 'S 5 L'LZK'L

QUlflrunb btt 31ltn <y°nn gkschchMh,, ^r, r \ mmnlf, mit Ironie in ?*b" Nki, Urteil cnlMnznsitlltn. 1 -lachllidun (je. )en Älubß einer llfi|I(H iruaiicgen, so ijt bamil fnhte

Idiibrud berbotflcnifen, beteiligt seien. Ich nctait buinorboUc Behandlung gaX er llcbernieuschen, bic meist mb, hinauSgeheii ivollie. > c vergangen; bcr Berci» Hai riften ürti verjüngt unb tbfin, rr bat juti eme gesell. IRL bic trüberen Yorfomm- inrntil bei Hingriss bic :0f' zu ben Kollegen, mit ivelchm ib bicnftlid) verlcbren, nh irovinzialftabt ohne Winrifc Kreise in Millcibenschasl.

j baS tallvolle Bcrholleu t- Kbolftn bat. tjd) bitte, h nS zurückzuziehcn.

n Ulm', iptyu vorn A- if Streichung vocliegt v-'nd Aubgetkommii'si"

Nr. 69

»" Erstes Blatt 159.Jahrgang Dienstag 23. März 1909

' l t ID IC yCllC l v

erscheint tägli < onntagS. - Beilagen:

Siebener Anzeiger

für die Redaktion 113, WM

MU General-Anzeiger für Gberhefsen bi« vörnüuag? v'ich" Rotafionsörud nnd Verlag der vrühl'fchen Nstlv.-Vuch- »nd Steinöriidcroi H. Lange. Nedakfion, Expedition und Druckerei: 5chulstiaße 7. !j(nJei:nf^eVic-ü ^nVfcr, --«_i--------------- --u !'J! L1__l _L________LLL______L ......A ... i'