Erstes Blatt
ISS. Jahrgang
Mittwoch 24. Februar 1900
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Nr. 4«
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Anzeiger Gießen.
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bis »omütSTufc Rotationsdruck und Verlag der vriihl'schen Univ.-Vllch' und Steindruck«»! H. Lange.
Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
Die hessische Volkswirtschaft.
Von Professor Dr. jur. et Phil. M. Biermer, Mitglied der Zentralstelle für die Landesstatistik. Man wird sich erinnern, daß ich an dieser Stelle — es war am 12. Januar d. K. — die Berufsgliederung im Großherzogtum Hessen auf Grund der Berufszählung vom 12. Juni 1907 besprochen habe. Ich habe mich in der Annahme nicht geirrt, daß meine statistische Studie gewissen Kreisen in hohem Grade ungelegen kommen würde. Es gibt eben immer noch recht zahlreiche Leute, die die Wahrheit nicht vertragen können. Der wissenschaftliche Nationalökonom nmß aber trotzdem nach dem Grundsätze handeln: „Wer die Wahrheit kennet und sagt sie nicht, der ist fürwahr ein erbärmlicher Wicht!"
Die Einwände, die mein Januar-Artikel erfahren hat. lassen sich nach 3 Richtungen unterscheiden: 1. Hessen ist ein zu Keines Land und deswegen als Beobachtungsgebiet für die Verhältnisse der deutschen Volkswirtschaft ungeeignet. Es kommt auf die großen Staaten und namentlich das ganze Reich an. 2. Nackte Zahlen sind nicht beweiskräftig. Die behauptete Industrialisierung unseres Wirtschaftslebens ist nicht vorhanden. Der Schein trügt. In WirKichkeit ist unsere Landwirtschaft nur in neue Jüdustrieformen hineiu- gewachsen; was die Statistik heute in die großen Gruppen Industrie und Handel" nnterbringt, ist vielfach nichts anderes, als modernisierte Agrarproduktion. Man denke z. B. an die fabrikmäßige Verarbeitung der Fleischproduktion und an die Konservenfabriken. 3. Die Industrialisierung mag vielleicht vorhanden sein, aber sie ist eine ganz unerfreuliche Erscheinung, weil dabei der Volkswohlstand leidet. Das Einkommen breiter Schichten geht auf diesem Wege zurück, und die Steuerkraft vermindert sich.
Wir wollen diese Einwände, soweit es der hier verfügbare Raum gestattet, etwas näher betrachten. Als ich die hessischen Zahlen mitteilte und besprach, waren die preußischen Ziffern und die des ganzen Reichs noch nicht veröffentlicht. Gegenwärtig ist das der Fall. Für Hessen habe ich nachgewiesen, daß 1882 in der Landwirtschaft 4iy2 Proz. der Bevölkerung tätig war, 1907 aber nur noch 27% Proz. Die industrielle Bevölkerung ist dagegen in dein gleichen Zeitraum von 36% Proz. auf 44 Proz. gestiegen, und die im Handel und Verkehr beschäftigten Personen machen jetzt 13% Proz. aus, im Jähre 1882 waren es nur 10% Proz. Die landwirtschaftliche Bevölkerung hat gleichzeitig absolut Um 11% Proz. abgenommen, die industrielle dagegen um ■)9% Proz. zugeuommen. Die Zunahme in Handel und Verkehr beträgt sogar 71' Proz. Was lehren nun die preußischen Zahlen? Dort kommen jetzt auf die Landwirtschaft 10,8 Millionen Köpfe, auf die Industrie aber 16% Millionen. In Handel und Verkehr sind es 5 Millionen Köpfe. Seit der Zahlung von 1882 hat der prozentuale Anteil der Bevölkerung bei der Landwirtschaft einen Rückgang von 491/2 Proz. auf 33% Proz. erlitten, während in der gleichen Zeit in Handel und Industrie zusammen der Prozentsatz von 0OJ/2 auf 56'/.', gestiegen ist. Wir finden also in Preußen genau dieselbe Bewegung, wie in Hessen, und ebenso ist das in Bayern der Fäll. Sollten aber gewissen Skeptikern
auch Preußen und Bayern noch nicht groß genug sein, so kann ich ihnen mit den Zahlen des ganzen Reiches dienen. Das Deutsche Reich hat 62 Millionen Einwohner. Hiervon kommen 282/3 Proz. auf die Landwirtschaft, 423/t Proz. auf Industrie und Gewerbe und 13,4 Proz. auf Handel und Verkehr. Industrie, Bergbau, Handel und Verkehr zusammen sind jetzt doppelt so stark besetzt, wie die Landwirtschaft. 1882 waren die Zahlen folgende: Landwirtschaft 42y2 Proz., Industrie und Bergbau 35fts Proz., Handel und Verkehr 10 Proz. Die Industrialisierung ist also eine ganz gewaltige und rapide, und Deutschland ist kein eigentlicher Ägrar- staat mehr. Interessant ist aber die weitere Tatsache, daß in Hessen, das manche als „Bauernrepublik" ansprechen, der Rückgang der Landwirtschaft noch größer ist, als in Preußen und im ganzen Deutschen Reich.
Was den zweiten Einwand betrifft, so ist seine Beweisführung nichts anderes als Selbsttäuschung. Selbst wenn man die Fleischverarbeitung und die Weiterverarbeitung von Obst und Gemüse nicht zur Judustriegruppe zählen, sondern als landwirtschaftliches Nebengewerbe auffassen will, so ändert das in dem Gesamtbilde der Berufsgliederung und -Verschiebung fast nichts. Bei Licht betrachtet, kommt bei der Untersuchung, ob wir noch ein Agrarstaat sind oder nicht, alles darauf an, wie groß der Anteil der Bevölkerung ist, der ein privatwirtschaftliches Interesse an hohen Getreide- und Viehpreisen hat, und diese Gruppe der Bevölkerung nimmt relativ von Jahr zu Jahr ab. Trotzdem kann man mit guten Gründen für Agrarzölle eintreten, eben weil man die bisherige Landwirtschaft erhalten will. Fernerhin ist entscheidend, wo wir den gewaltigen Bevölkerungszuwachs unterbringen und beschäftigen können. Seit 1895 hat die Bevölkerung im Reiche um 10 Millionen zugenommen, das sind 19,2 Proz. Seit 1882 beträgt die Zunahme 16 Millionen. Diese 16 Millionen mußten, wenn sie nicht auswauderu oder verhungern wollten, außerhalb der Laudwirtschaft Beschäftigung finden, namentlich in der Industrie. Dazu kommt noch eine siebzehnte Million, um die die landwirtschaftliche Bevölkerung absolut abgenommen hat. Das ist die beste Illustration für die Richtigkeit des bekannten Wortes des Generals v. Caprivi: „Entweder Menschen oder Waren exportieren!"
Der dritte und letzte Einwand beschäftigt sich mit der Vvlkswohlhabeuheit, also mit unseren Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Sind wir Deutsche im letzten Menschenalter, wo die Industrialisierung so große Fortschritte machte, reicher geworden, oder nicht? Diese Frage ist gerade jetzt eine viel erörterte und von enormer Bedeutung. Ich könnte hierüber ein dickes Buch schreiben. Ich beschränke mich aber auf wenige Zahlen, insbesondere auf hessische. Tie hessische Bevölkerung hat seit 1880 um 35 Proz. Angenommen, das Einkommen ist aber von 224 Millionen Mack auf 566 Millionen Mark gestiegen, Hai sich also mehr als verdoppelt. JUl Königreich Sachsen ist es jetzt 21/2 mal so groß als 1880. Das zur Vermögenssteuer veranlagte Gesamtvermögen betrug in Hessen 1901 4014 Millionen Mark, 1908 4447 Millionen Mark. In 7 Jähren macht das eine Zunahme von 433 Millionen. In Preußen ist die Znnahnte von 1899 bis 1905 2368 Millionen Mavk gewesen.
Bekanntlich sind sozialpolitisch besonders wichtig die Zahlen der Sparkassenstatistik, denn sie geben einen Gradmesser für die Wohlstandsvermehrung in den unteren Klassen. 1880 betrugen die Sparkassenguthaben im Reich 2614 Millionen Mark, Ende 1907 13 889 Millionen Mark. Die unteren Klassen haben also 111/1 Milliarden ersparen können. In den hessischen Sparkassen lagerten 1882 67 Millionen, 1907 284 Millionen.
Schließlich ist auch die leider lange Zeit vernachlässigte Konsumstatistik von erheblicher Bedeutung. Der Weizenkonsum betrug 1880 pro Kopf 62 kg. Er ist jetzt auf 941/2 gestiegen. Der Itoggenkonsum steigerte sich in den letzten fünf Jahren von 108 kg auf 151, der Kartoffelkonsum von 303 kg auf 609. Die Zahlen über den Fleischkonsum reichen leider zum Vergleiche nicht weit genug zurück. Der für Genußzwecke verwendete Alkohol ist zwar int letzten Jahrzehnt gefallen und glücklicherweise erheblich niedriger, als in Frankreich, Belgien, Italien, der Schweiz und cAroß- britanuien, aber er beträgt immer noch 1/2 Liter mehr pro Kopf der Bevölkerung, als in den 70er Jähren.
Ich glaube, daß ich mit diesen wenigen Zahlen alle gelegentlich veröffentlichten (Sintoenbungen gegen meinen früheren Aussatz widerlegt habe. Ter unbefangene und denkfähige Leser wird sich an der Hand der angeführten Ziffern selbst sagen, welche Tendenzen sich in der deutschen Volkswirtschaft wirksam zeigen. Wer das wirtschaftliche Leben mit dem Auge des Nationalökonomen verfolgt und nicht immer nur an sich allein und fein Portemonnaie denkt, wird zugeben, daß die Lichtseiten in unserer neuzeitlichen Berufsgliederung die Schattenseiten bei weitem überragen. Die Volkswirtschaft ist ein lebendiger Organismus, in dent alle Teile auf einander unmittelbar angewiesen sind.
Stimmungsbild aus dem preich. Abgeordnetenhaus.
Berlin, 23. Februar.
Ein arithmetischeD Wunder vollzog sich in der Dienstags-- fitzung des Abgeordnetenhauses: Sage und schreibe vierzehn Volksbotcn waren über den weiten Raum des Saales verstreut, als Herr v. Kröchcr das Eröffnungssignal gab, und ihrer wurden auch im weiteren Verlaus der Sitzung nicht viel mehr. Und doch wurden ein halbes Hundert Reden — wenn nicht noch mehr — geschwungen. Das kam daher, daß es die Fleißigsten der Fleißigen unter den Volksvertretern waren, die sich hier ein Stelldichein gegeben hatten; fast jeder Redner flieg zwei«, dreimal ober auch öfter zur Tribüne hinaus. ESwarderTag des Kleinkrams beim Landwirtschaftsetat, jener Tag, der etwa die gleiche Zahl besonderer und lokaler Wünsche ans Licht zu bringen pflegt, wie der Tag der Sekundärbahnoorlage. Kaum ein Kapitel des Etats ging vorüber, ohne daß ein oder mehrere Dutzend Wünsche dem sorgenvoll dreinblickenden Nachfolger Pod- bielStis präsentiert wurden: Viehzucht, Pferdezucht, Molterei- unb Fifchereiwesen, Moorkultur, Obstzucht, Kurf, alle Gebiete laubwirtschaftlichcr Betätigung gaben ben konservativen, liberalen und Zentrnmsrednern überreichen Stoff zu Beschwerden, Anregungen und Wünschen. Herr v. Arnim, ohnedies kein Muster parlamentarischer Beredsamkeit, war offenbar jedesmal heilsroh, toenn er die übliche Versicherung der wohl-
Grefzener StafcttlKatcr.
Hofgunst.
Lustspiel von Thilo von Trotha.
Frohsinn und überschäumende Laune gehört nun einmal zur Stimmung des Fasching, und ihnen genügt Trothas nach berühmten Vorbildern ausgedachter Schwank von ben Launen der Hoftunst nahezu vollkommen. Was liegt daran, daß es weder ursprünglich noch lebenswahr ist, es ist lustig, voll tyreube und Munterkeit, so recht ein Stück für Zaschings- Dienstag. Kommt dann noch hinzu, daß sich die Aufführung so flott abspielt wie gestern unter Hermann Bako f s umsichtiger und eingehender Leitung, dann wird man sich an der harmlosen Derbheit der kleinen Mademoiselle t^ans Gene lebhaft ergötzen und die hier und da durchfchinuncru- ben Plattheiten zwar nicht gerade gern, aber doch nicht unwillig in Kauf nehmen.
Auch die Darsteller hatten scheinbar etwas von der fröhlichen Fafchmgsstimmung, denn es klappte, von Kleinigkeiten abgesehen, alles recht glücklich. Anni Röber als mutwillige Vicky stand natürlich int Mittelpunkt und erfreute wie gewöhnlich durch eine voll Lust und Leben sprühende Darstellung, der auch dec tiefere Gehalt nicht fehlte. Einen hübschen, aber etwas müden Fürsten verkörperte Erich Wein gärtner mit angenehmer Herzlichkeit. Hermann Bakof als Vater der wilden Hummel zeichnete mit markigen Strichen den ehrenfesten, biederen 'Gutsbesitzer und erfreute durch sehr feine, klug abgestufte Wendungen int stummen Spiel.' Gefällig in jeder Hinsicht war Max Kronert als parkettgewohnter, aalglatter Kammerherr, G-rete Höcker als Fürstin-Mutter, Paul Kohl manu als Junker. Einen sehr schönen, gut ausge- dachten Auftritt bot Rolf Ziegler als Hausminister. Clemens Roden war ein flotter und schneidiger Ulanen- leutuant, der feine Uniform mit Liebe und guter Anpassung trug. Die Gräftn Birkenfeld wurde von Ada Pauly, die Baroneß von Naire Albrecht sehr wirkungsvoll dargestellt, ebensod.as iFräulein Stern von Hermine G i l z i n g e r.
Jo Hoven als Prinzeß hätte ein wenig beweglicher sein dürfen. — Für die sonst ausgezeichnete Regie möge noch der kurze, an sich belanglose Hinweis dienen, daß ein Offizier feine Handschuhe nicht zusammengeknäult an dem Degen trägt, wenn er einen Besuch macht und die Hacken, ohne Schwung zu holen, zusammen nimmt K. N.
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— Führungen und Vorträge des Kunsthistorischen Instituts in Florenz. Das Kunsthistorische Institut in Florenz, Viale Principessa Margherita 19, wird im kommenden Frühjahr Führungen durch Florenz veranstalten, die am 22. März beginnen und voraussichtlich am 17. April schließen sollen. Für jede Woche sind zwei Führungen und ein ergänzender Vortrag in Aussicht genommen. Ihre Mitwirkung haben zugesagt die Herren Dr. Walter Bombe, Dr. Adolf Gottschewski und Dr. Georg Gronau in Florenz, Dr. Wilhelm Wätzoldt aus Berlin, Privatdozent Dr. Hans Millich aus München und der Direktor des Instituts, Prof. Dr. H. Brockhaus. Anmeldung zur Teilnahme ist an ben letzteren möglichst bis 8. März zu richten. Den Teilnehmern werben Wochenkarten mit Angabe ber einzelnen Führungen unb Vorträge ausgestellt. Die Gebühr betrügt für Mitglieber bes „Vereins zur Erhaltung bes Kunsthistorischen JNstttuts in Flo- renj" und ihre Angehörigen 5 Franks pro Person unb Woche, für anbere Teilnehmer 10 Franks pro Person unb Woche; Stubenten haben, soweit ber Raum es gestattet, freien Zutritt. Wegen ber Raumverhältnisse kann nur eine beschränkte Anzahl von Karten ausgegeben werben.
— ShakespearcsGifte. Die ausgebreiteten medi- zinischen Kenntnisse in Shakespeares Dramen haben schon oft bie Aufmerksamkeit ber Forscher auf sich gelenkt unb man hat feine Belesenheit in allen wichtigen mebizini- scheu Schriften seinerzeit nachzuweiseu versucht. Doch tote man allgemein die Behauptung eines ganz unsaßlichen und für einen Schauspieler tote Shakespeare unmöglichen Wissens, die die BasonümLv für ihre Theorie <yrs nutzten,
als stark übertrieben erwiesen hat, so lassen sich auch irr seinen medizinischen Kenntnissen viele Lücken feststellen. JU einer Arbeit über die Gifte bei Shakespeare, die Dr. Cartaz in ber „Revue scieutifique" veröffentlicht, zeigt ber Gelehrte, baß Shakespeare von beut allgemeinen Volksglauben abhängig war. Wenn z. B. ber Vater Hamlets klagt, daß Claudius ihm den verruchten Saft des Bilsenkrautes ins Ohr geträufelt habe, so ist zu bemerken, daß biefer Saft unmöglich bas Trommelfell burchbringen Fann. Der Glaube an durch b<ls Ohr eingeträufelte Gifte war aber damals so allgemein, daß man Ambroise Pare anklagte, auf diese Weise Franz II. ermordet zu haben, obwohl der König an einer durch eine Ohrenentzündung hervorgerufeuen Hirnhautentzündung starb. Wenn ber Bruder Lorenz in „Romeo unb Julia" Julia ben Trank reicht, ber ihrem schlafenden Körper ben Anschein des Todes gibt, fo tann es sich habet nur um batura stramonium ober bie Mcmbragorawurzel! hanbeln. Das erste Mittel wirb noch heute von ben Sträflingen in Neu-Kälebonien angewanbt, wenn sie bes Nachts ihre Gefährten ausplünbern wollen. Doch bebiente man sich in ber Renaissance viel häufiger ber Manbragora. Die Experimente von Richardson mit dieser Wurzel haben ergeben, daß das Erwachen von starkem Erbrechen begleitet ist; Julia hätte also befürchten müssen, ihrem Geliebten in einer wenig poetischen Weise beim Erwachen entgegenzu- treten. Die Dauer des Sck)lases von 42 Stunden übersteigt zudem beträchtlich die Wirkung aller Narkotika. Um einen so langen Schlaf hervorzurufen, hätte Bruder Lorenz der Ein- wirkung des Getränkes noch die der Suggestion hinzufügen müssen. Was das Gift Romeos anbettifft, von dem der Apotheker sagt, daß er davon sogleich sterben werde, auch wenn er die Kraft von zwanzig Menschen hätte, so ist dabei an Eisenhut zu denken. Netmt doch Shakespeare an einer anderen Stelle das Gift des Argwohns so vernich-- tend wie den Eisenhut! Vielleicht aber handelt es sich auch um einen jener gemischten Gift tränke, wie sie die Bergias antoernsten.


