Nr. 227
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
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Einwohnerzahl
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Aus Briefen Macchiavellir.
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I Ü-ovcr Ängst, und diese Sorge um den viel ^wej.nben jsi Lotten lehrt in ihrer Ehe dann noch ost Mieder Ätt-ihnen
Die „Gietzener §amilienblätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt fflr den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirt schastlichea Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
— Gerhart Hauptmann wird aus seiner VorlesungS- tournee, öie zwanzig Abeuoe umfaßt, am 4. November Frankfurt besuchen.
** Turnerisches ?lm Sonntag versammelten sich Gauturnwarte mit dem Gcsmästsjührenden und
Rotationsdruck »md Verlag der Brühl'schen UniversitätS - Blich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
$08^ den W'
die Lampen eingesetzten Bekcuauungsmi»tek Frei umer llm stand en nur die bereits gebrauchten Belenchtungs- mittel, die nicht verkauft werden sollen, glommen unter Zollverschluß.)
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^K öl. Redaktion:e^^112. Tel.-Adr^ AnzeigerGleßen.
LR umgehend q dlmeiger eifon
1905
65 372
9 938
6313
6 888
43 841
28 769
83123
5 472
8 176
6 386
6 309
5 378
5 150
5 062
8 255
8 941
106 338
im 19.
1900
55 155
8 045
5 760
5 948
40 705
25 491
72 381
4 882
7 226
5149
5 632
4 408
4 270
4 486
2 994
8 020
97 627 folgen, die
im Jahre
Lffenbach mit Bürgel Steu-Isenburg Weisenau . . . . .
Loslheim..........
Worms (Ließen Darmstadt Äonsenheim
Wernheim..........
Cbersladt bei Darmstadt
Langen
Ärheilgen..........
Sprendlingen (Starkenburg) . . .
Hroß-Gerau Sechtsheini..........
Lampertheim
1816 6 978 1140
882 1035
7 559 6107
19 618 1453
2 178 1573
1754 1441
1400 1 525 1 025
2 769
Dürnausschuß des Mittelrheinkreises in (.Melnfiauien zur .Herbstübung. Vertreten waren 23 Ckxue. Dor Besinn der Hebungen sprach der 2. ÄreiSvertreter Sckmkt den c^au- turnw-arten Toll (Kreuznach), Gugel (Wiesbaden' und Ger Hard (Hanau), von denen der erste die 25. Kreisvorlurner stunde besucht, die beiden anderen 25 Jahre lang als Vor turner bzw. Gaulurnwarle tätig sind, den besonderen Dank des Kreises aus. Nach Begrüßung durch Gauvertreter K ieling (Gelnhausen) und Skablverorbneteiioorsteher Sonnen mayer wurde der vorgeschriebene Uebungsstoff, bei dem alle wichtigen Gfcräte, wie auch die Frei-, Ordnungsund Keulenübungen vertreten waren, durchgenvmmen. Er tuar von weittragender Bedeutung, da er zum ersten Mal einem in Zukunft regelmäßig aufzitstclkeiiden Turnptan entnommen war, der auch den Gauen als Grundlage für üjre Hebungen dienen soll, und dem alle Festübungen zu entnehmen find. In einem Vortraf über das ÄttuStetsystem des Menschen wurde den Gauturnwarten gezeigt, wie die Ddusteln gebaut sind uno die Bewegungen einsieyen, welche Vorgänge in ihnen stattfinden und wie körperliche Ärbeit auf sie einwirkt. Die verschiedenen körperlichen Hebungen: Kraft-, Dauer-, Schnelligkeits-, Geschictlichkeitsübnngen u. a. m. wurden in ihrem verschiedenen Wert für die Ausbildung der gesamten AduSlulakur, wobei auch die Schulung der Nerven nicht außer Ächt zu lassen und Atmung und Blutkreislauf zu berücksichtigen sind, vor Augen geführt. Als das volliommenste System vernünftiger Leibeserziehung erweist sich das deutsche Turnen mit seinen integrierenden Bestandteilen des Wanderns, Spielens, Schwimmens usw. Bor Eintritt in die geschäftlichen Verhandlungen widmete Kreis- turmvart Bolze dem am 17. Sept, verstorbenen ziveiten Vorsitzendeii der Deutschen Lumerichaft, Prof. Dr. Hahn in Hamburg, einen Nachruf. Die Mitglieder, die auswärtige Lurnfesre besucht haben, erstatteten Bericht über ihre Wahrnehmungen, besonders im Hinblick darauf, wie der Tum- betrieb oes Kreises dadurch verbessert werden könnte. Vorübungen zu dem schönsten deutschen Tumspiel, dem Schlagball ohne Einschent'er, beschlossen die Tagung.
•• Interessante Holzbauten gibt eS im Vogelsberg sehr viele, aber sie zu finden und nach Gebühr zu würdigen, ist verhältnismäßig nur wenigen vergönnt. Man baute m alten Zeiten nicht überall an den Weg, den heute der Touristenverkehr nimmt, und in gar manchen Orten, die selbst Angehörigen der Heimatprovinz fast nur dem Namen nach bekannt sind», finden sich altehrwürdige Fachwerksbauten, deren natürliche Schönheiten das Entzücken aller Freunde heimischer Volkskunst Hervorrusen werden, wenn sie ihnen erst einmal bekannt geworden sind. Es ist daher em höchst dankenswertes Unternehmen des Photographen August Konrad in Hungen, eine Anzahl dieser charakteristischen Zeugen der Vergangenheit in Form eines Postkartenalbums weiteren Kreisen zugänglich zu machen. Das 10 Blatt umfassende Album stellt daS erste Heftchen einer Serie einzeln verwendbarer Postkarten dar, die uns mit den Schönheiten unserer heimischen Gebirges bekannt machen sollen und gewiß dazu beitragen werden, die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf Land und Leute, Natur und Kunst des Vogelsbergs zu lenken. Die Bilder der ersten Serie sind aus den verschiedensten Städtchen und Orten zwanglos ausgewählt. Wir finben darin z. B. neben den Rathäusern von Schotten und Alsfeld, die Teufelsmühle aus Ilbeshausen, Häuser aus Laubach, Eschenrod, Grebenhain, Crainfeld, Langd, Lauterbach u. s. w. Beim Durchblättern des Heftchens muß man sagen, daß die abgebildeten Bauten durchaus glücklich ausgewählt sind und ein anschauliches Bild des oberhessischen Fachwerkhauses geben, so daß den Karten weiteste Verbreitung zu wünschen ist.
Die wahre Leidenszeit aber brach für Maechiavelli erst an, als er bei der Rückkehr der im Jahre 1494 aus Florenz oermebenen Medici seines Amtes entsetzt, gefoltert, ein- geteriert und daun aus floreniinischem Gebiet ausgewiesen wurde. Er zog sich nun auf das kleine von seinem Vater ererbte Landgut San Easciano zurück und wagte nur ab und einen heimlichen Abstecher nach Florenz, um sich hier in der lustigen Gesellschaft früherer Kollegen für die Entbehrungen der Verbannung zu entschädigen. Doch wußte er sich als ein echter Lebensküustler die ihm auf erlegte unfreiwillige Muße angenehm zu gestalten. In einem langen Briefe schildert er seine tägliche Beschäftigung. Viel Vergnügen macht ihm das Fangen von Krammecsvögeln. Bor Tagesanbruch steht er auf, bestreicht seine Ruten nru Leim und geht mit einigen Käsigen auf dem Rücken zur Jagd. „Der geringste Z-ang waren Uvei, der höchste sieben Krammetsvögel. So habe u-;S den gar/,en September getrieben. Dann hatte dieser Zcicvertreib, so gering und wunderlich er war, zu meinem großen Leidwesen ein Ende." Sunil vergeht sein Tagewerk in immer gleichem Verlauf: Mit der Sonne erk-ebe ich miaj und gehe nach meinem Gehölz, was ich Umschlägen lasse. Hier bleibe ich zwei Stunden, um die Arbeit des vorigen Tages in Augenschein zu nehmen und die Zeit mit diesen Holzhauern hinzubringen, die aliczeu. unter sich oder mit den Nachbarn Twoel Haven. Wenn ich das Gehölz verlas je, gehe vj) nach einer Quelle und von da nach einer Vogelhüue, die mir gehört, mit
Mainz nut Mombach und Kastel. . 32 423 Es mögen nun einige Gemeinden
Jahrhundert zurückgegangen sind. Zum Vergleich ist dasjenige Zählungsjahr gewählt, in welchem die betreffende (?-emeinoe den höchsten Bevölierungsstand erreicht halte:
in den
$> Molen'$er®or£
Sektion^
Wachstum sind (geordnet nach der prozentigen Zunahme) folgende:
Vevölkerungrverhältniffe in Hessen wahrend der 19. Jahrhunderts.
Dem kürzlich erschienenen 4. Heft des 59. Bandes der Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen entnehmen mir folgende Einzelheiten: Dao Großherzogtum dessen zählte (nach dem heutigen Gebiets'tcmbi am Anfang Les 19. Jahrhunderts ungefähr 600COO Bewohner, die sich im Laufe der folgenden 100 Jahre verdoppelten. Tenn nm Jal)re 1900 betrug die Einwohnerzahl rund 1120000 iind im Jahre 1905 1210000. Die Provinzen Starkenburg iind Oberhessen hatten im Jahre 1817 gleiche Einwohnerzahlen, nämlich 218000. Im Jahre 1900 dagegen war «örarkenburg aus 489 000 Bewohner angewachsen, während Lberhessen mit 282000 Einwolmern weit zurückblieb. Rhein- Lessen, daS im Jahre 1817 53 000 Einwohner weniger zahlte «ils Oberhessen, hatte dieses im Jal)re 1871 fast eingcholt unb übertraf es im Jahre 1900 um 72000 Bewohner.
Die Volksvennehrung ging in den einzelnen Gemeinden des Landes sehr ungleich vor sich. Solche mit sehr ftariem
® nbomSt.' MU. Angebote umtS
Unterzeichneter enwüti Nafsige, Lchwedick. nnnitik, Hühnerauge. jchflcge sowie tu Wc*k d Araiitcnvstegc.
H. W. Liek:
Bademeister unb.'lV:.
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auch einem geringeren Dichter, dem Tibull, Ovio oder einem ähnlichen. Da lese ich von ihren verliebten Leidenschaften, von ihren Liebschaften und erinnere mich der meinigen und ergöße mich eine Weile an solchen Träumereien. Sodann gehe ich nack) der Schenke an der Landstraße, rede mit den Vorübergehenden, frage nack) den Neuigkeiten ihrer Heimai, erfahre so allerhand und beobachte die mannigfaltigen Neigungen und verschiedenen Grillen der Menschen. Unter» des kommt die Stunde der Mahlzeit heran, wo ich mit den Meinigen solche Speisen genieße, die mein armes Landgut und geringes Erbe mit sich bringt. Nach Tische gehe ick wieder in die Schenkei da treffe ich in der Regel den Wirt, einen Fleischer, einen Müller und zwei Ziegelbrenner. Mit diesen spiele ich denn den ganzen Tag Ericca oder Triotrac, wobei es raufend Händel gibt und tausend Schimpfereien, meistens um einen Cuailrino; und schreien hört man uns bis nach S. Easciano. Solch gemeinem Leben hingegeben, lasse ich mein ®ebirn verschimmeln uno oas widerwärtige Schicksal seinen Äaus gehen, indem ich mich drein füge, von ihm mit Füßen getreten zu^verocn, und indem ich abwarte, ob es sich nichr enbii* dessen schämt." Arn Abend aber begibt sich Maechiavelli in ,-ein Studierzimmer, wirft auf bejfcn Schwelle jein bäurisches Kleid von sich unb legt königliche Gewänder an, wie sie bei Hofe sich ziemen. „So luurbig angetan besuche ich die 'JJlänner des Altertums, und, von ihnen freundlich empfangen, nähre ich mich von einer Speise, die mir allein gehövl, uno für die ich geboren wurde Da hält mich feine Schüchternheit ab, mir ihnen zu reden unb die Hrfachen ihrer Talen zu erforfchen, unu ihre Humanität macht, daß sie nur antworten." Aus diesem innigen Verkehr mu den .großen Alten", der ihn allen Kummer, alle Jtot unb seicht ven Tobesschrecken vergessen läßt, ist bann sein Wert vom „Fürsten" enqümben.
ins erste Kind geboren ist, muß Maechiavelli wieder so
irud Marietta schreibt ihm einen rührendeil Bries, m . uniecm jUm, dem Danle^ oder PervMca, obgx
jie ihn um Nachricht bittet; „Ich bin .Euch Mst W- Dem seinem
itiM. Ausbildung in fc !iben,cinj.,bopp.,ammLfcl una,'iL<ed)ie!lebrc,Rün f Agraphie,Maschinen^ !&! u. Üattidjrifl Aiwb io;- Sttbnbonn.58ii. g
wir UM' Lugliickcn, »ranzösch iienilch.: (tzrammautt iaiionu. kaujm.üomN :ic iüt Kaufleute ynb >uug von ktorrcipM Incijmenverb.noitiaii;::: dolf Köhler, .. von her lliüpeil. te
Verbindungen aus Athen unb Piraeus statt, in der gegen die jüngsten innerpolitischen Vorgänge protestiert unb der einmütige Wunsch der 9iation geäußert wurde, durch Reformen in allen Verwaltungszweigen tatkräftig den Weg des Fortsäuittcs und der Wicdergebutt zu beschreiten. (&. ,i>urbe beslttosscn, dem Köni g e durch den Minilterpräsidemen Uläwromichalis eine Adresse überreichen zu lasten, in welcher der Zweck der Versammlung unb die Ergebenheit der Nation gegenüber dem König und der Verfassung Ausdruck gegeben unb die Regierung aufgcfordert wird, die notwendigen Reformen burchzujühren. Aehn- liche Vcrsammliuigcn roftben fast im ganzen Lande stattsinben.
Athen, 28. Sept. Ter heutigen Versammlung aus dem Alarsfelde wohnten mehr als 7 0000 Personen bei. 91ad) Annahme der Adresse an den König begaben sich die Teilnehmer nad) dem ÄÜniglidjcn Schlosse, w.' eine Abordnung dem Könige die Adresse überreichte. Der Köi ig übergab eine jchrift- liche Antwott, in ber er erklärte, ich Hof je, daß meine Regierung, die mein volles Vertrauen besißt, unb die Kammer, bic sich aus Patrioten zusammense^t, anerkennen werben, baß Ihre Forderungen gerecht sind und daß die Wiedergeontt des Landes, Ivie ich mit Ihnen wünsche, fid> der Versasjung g.-mäß voklzichcn werde. Die AtLnge brad)te hieraus dem Könige lebhafte Ovationen dar. Dieser e; schien auf dem Balkon des Schlosses unb hielt eine kurze Änsprad>e an die Menge, die sich hierauf nach Haufe begab. Dem Ministerpräsidenten wurden gleichfalls Kundgebungen dar- gebradft. Tie Ordnung wurde nirgends gestatt.
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1
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tag B‘hnhoI6l
Aus Stadt und Land.
Gießen, 28. September 1909.
Die letzten Nachsteuern.
Die Vordrucke zu den Anmeldungen der Nachsteuer von Branntwein, Essigsäure, Zündwaren und Be- leuchtungsmittel sind in den letzten Tagen den Beteiligten bereits zugestellt worden. Etwaiger weiterer Bedarf, namentlich von PrivatlMishaltungen, kann in Ober- Hessen bei den folgenden Amtsstellen erhoben werden: Haupl- ftcueramt Gießen, Steueramt Friedberg, Salzsteueramt Bad- Nauheim und den Ortseinneymereien Alsfeld, Büdingen, Butzbach, Lauterbach, Lich, Nidda unb Vilbel.
sämtliche ausgefüllte Vordrucke sind umgehend frankiert an die betr. Amtsstellen zurückzugeden; spätester Zeitpunkt 5. Oktober 1909.
Zu- und Abgang ist den Beamten glaubhaft nachzw- weisen. Bei Beleuckstungsmitteln sind nur die reinen Pri- oatl)aushaltungen frei.
Bei der verfchicdcnen Behandlungsweise der einzelnen Steuerarten wirb die nachstehende Hebersicht zur Klärung wesentlich beitragen.
Branntwein.
Privathaushaltungen: 10 Liter Alkohol auch bann frei, wenn größere Vorräte vorhanden. Anmeldung nicht erforderlich bei nicht mehr als 10 Liter Alkohol.
Gewerkt reibende: 20 Liter Alkohol auch dann frei, wenn größere Vorräte vorhanden. Anmeldung erforderlich für sämtliche Bestände, jo fern sie 20 Liter Alkohol übersteigen.
Essigsäure.
Privathaushaltungeu: 10 Kg. wasserfreie Essigsäure auch bann frei, wenn größere Vorräte vor Hauben. Anmelbung nicht ersorberlich bei weniger wie 10 Kg. wasserfreie Essigsäure.
Gewerblreibende: 10 Kg. wasserfreie Essigsäure auch bann frei, wenn größere Vorräte vorhanben. An-^ Meldung erforberlich für sämtliche Vorräte, also auch Mengen von nicht mehr als 10 Kg. wasserfreie Säure.
Zündwaren.
Privathaushaltungeu: Nackstcuer wirb nicht erhoben. Eine Anmelbung ist nicht erforberlich.
Gewerbtreibende: Sämtliche Vorräte jinbanzumelden unb nachsteuerpflichtig.
Beleuchtungsmittel.
Privathaushaltungen; Nachsteuer wirb nicht erhoben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ge- fchäfte und gewerbliche Betriebe jeder Art zählen nicht zu den Haushaltungen.
Gewerbtreibende: Sämtliche Vorräte müssen angemeldet werden. Von der Steuer befreit smd die in
Kinde geht es jetzt gut; es ähnelt Euch; es ist weiß wie Schnee, aber der Kopf ist wie schwarzer Sammet und voller Haare wie der Eure. Unt> weil es Euch ähnlich ist, kommt es mir schön vor. Es sieht aus, als wäre es schon ein Jahr auf ber Welt. Es öffnete die Augen fast noch ehe es geboren war und erfüllt das ganze Haus mit Geschrei. Kommt bald zurück. Gott sei mit Euch." Auch materielle Not hat die junge Frau zu leiden, denn die Besoldung des Gatten ist sehr knapp. Einmal ist sie ganz außer sick darüber, daß Maechiavelli sich ein neues Ämtsgewand machen lassen will.
I Der machtgierige und gewalttätige Geest der Renaissance i W in Macchiavellis berühmtem Buck) vom „Fürsten" feinen fürrfften Ausdruck erhalten, denn in diesem realpolttoch skrupellosen Brevier der Staatskunst schiencm alle Gcwalt- i«iten und Verbrechen ber Herrscher sanktioniert zu fein, toeim sie zum Wohl und Gedeihen der Regierung, ausgeubt würben. Von dieser eisernen Kälte und bunteren Schroffheit ieiner Theorie ist auf bie Persönlichkeit bes Verfassers selbst I targe Zeit ein unheimlicher Schatten gefallen; in diesem Sacdnaöelli sah man eine unheilvolle bustere Erichemung, d« noch Friebrich ber Große mit aller Kraft zu bekämpfen für notwendig hielt; in ihr symbolisierte ö-. lur die englischen Dramatiker des Elifadethauiichen Zeitalter, ein i Tämon fürstlichen Hebermutes. Heber ]einem ^jert Wie
■. axm ganz den Men scheu vergesien, dem erst bre Fiir-
/llthPlI* jc>ung bes neunzehnten Jahrhunberts il;rc Zluf merk, am kett
JpnßQ ^schenkt hat. Unb dieser Mensch -^cchmvelli bot ^mn
^/,-Ar.cen, M seinen Privatbriefen als eine fympathHch herzliche linnen-
I hot) genießende Natur dar, die durch schwere Schicksale ver-
. oktion: Hera,an srt'l dtttert, doch die Lust am -eben me verlor. Mitten m
1ir6kli0 - riner Hciuslichkeit, gleichsam im Schlafrock und befreit von
E H°rz-nshLt-, diAm-rn 6cm .G-ichi-,t->»rcU>« d-r Lorentinischen Republik lange nachgejagt ^r,cmml er in itr von Lothar Sdpnibt herausgegebenen ^^lunuung .Die Renaissance", deren zweiter Band loeben bei klintbar scheint. Mit 29 Jal)ren ubemimmt^Niecold xuitujtuuuu ui. Leitung der zweiten Kanzlei von Karenz, die eine politische Behörde für auswärtige A.ngelegcnyrll fcar. Vier Jahre später verheiraiete er |iü) nutJötona Oarietta, aber noch in den Flitterwochen mub ^r ein Reise in Diensten der Republik unternehmen, auf ber er
Zweites Blatt 159. Jahrgang Dienstag S8. September 1909
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
)irektion: Freitag
'SSM*. tauien oder zu MM- Gleichzeitig suche O S etzger, welcher emc^- Sinei mit Sunt*. . mmiilion übcrmmmi,^ 1 m ßcitein werden. «« ■ M nicht mordcM^
LLSEI
SLZrMSil ßsnbahn-KoW ferein ::GieS;
iSrünbetg ..... 1846 2 635 1992
Schlitz 1831 3 262 2 589
L-aubäd) 1843 2 210 1884
^cetfelöen . . . . 1846 3 062 2 201
schollen 1852 2 413 2 041
Ortenberg 1843 1332 916
Lomberg 1843 1 843 1 291
:>:omrob 1843 1129 816
Ötmpfen 1846 3 390 3 157
I ssieckar-Steinach . • . 1846 1 645 1 605
Werg 1843 617 847
i) leustadt 1837 1 054 743
Die Zn- oder Abnahme der Bevölkerung der einzelnen Gemeinden ist in erster Linie durch wirtschaftliche Verhält- wisse zu erklären. Da die Zahl ber Geborenen bie ber Ge- I worbenen im allgemeinen übersteigt, so siub alle Gcmeitiden I itt ber Lage, infolge bes Geburienüberfchiisfes ihre (rin- toohnerzahl entsprechend zu vermehren. Wenn dies nicht f geschieht, so ist eine größere ober geringere Adwanberung jafolgi. Grünberg z. B. hatte im Jahre 1871 noch 2221 Einwohner, im Jahre 1900 mir 1992, zeigte also eine Ab- I ital)me von 229 Personen. Außerbem hat es aber noch I seinen ganzen Geburtenüberschuß bieser 29jäyrigcn Periode I rtü 200, um den es sich hätte vermehren können, verloren. Len Gegensatz hierzu bilden bie stark zunehmenben Ge- I tneinden. Darmstadt z. B. hatte im Zeitraum 1871 bis 1900 I einen Geburtenüberschuß von nur 9515, aber eine Bevölke- I rtingszunahme von 32 787. Folglich müssen in den 29 wahren I 2-3 272 Personen zngewMidert seül.
völkroerjammlungen und Reformen in Griechenland.
Athen 27. Sept. Heute nachmittag fanb auf dem Mars- I jLlde eine Versammlung von 90 Vereinen, Körpersd)aften,
1 ppp.itän'^ ob Biermann erscheint.
!-tr Llaechiavelli bie Lei tun
ÜBksÄ
im Jahr
im Jahr 1900
1846
2 635
1992
1831
3 262
2 589
1843
2 210
1884
1846
3 062
2 201
1852
2 413
2 041
1843
1302
916
1843
1843
1291
1843
1129
816
1846
3 390
3157
1846
1645
1605
1843
617
347
1837
1054
743


