Ausgabe 
28.8.1909 Erstes Blatt
 
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Es starben an: Zusammen:

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I. M. Schnlhos

Marktstraffe 4. Telephon 119.

Kleine Tageschronik.

Die Blattermeldungen, daß die Firma des Selterswassers für ihre Arbeiter erhöhte, verringerten Bierkonsums einzubringen, sind gegriffen.

Bürgermeisters zur Einsicht offen.

Schiel.

billiger ... -----

a Pfund 74 Pfg.. bei

A n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Mittwoch den 1. September, mittags 1 Uhr, wird ein fetter

Gießener Wetterdienst.

voraussichtliche Witterung für Hellen am Sonntag dem 29. Ailgust: Heiter und trockeii. Nachts kühl und Nebel.

-h der Besuch an der Landungsstelle trotz der nächtlichen Stunden feiert war.

Bavreuth. 28. Aug. Z III überfuhr heute früh die Stadt - der Richtung Königsheide im Fichtelgebirge. Von dort kehrte j Luftschiff um, als es merkte, daß es die Richtung verfehlte, IB> erschien tvieder über Bayreuth. Es herrscht starker ^qenwind. Die Motorc arbeiten gut. Um 7 Uhr 3 Min. früh ließ das Luftschiff Bayreuth uui) verschwand bald in den Wolken.

Neuenmarkt (Distrikt Wirsberg in Oberfranken), 28. Ang..

lijt 30 Min. Z III wird soeben gesichtet. Er hat Berneck passiert fährt der Saale entlang. 1

Münchberg (Oberfranken), 28. Aug., 9 Uhr 36 Min. So- >«r erschien Z III über unserer Stadt von Gefrees her.

Literarisches.

I nr Wildstöck'l. Die Geschichte eines Waldbuben. Von Ph. B u x b a u m. Verlag von Emil Roth in Gießen. Diese um die Mitte des vorigen Jahrhunderts spielende Geschichte aus dem Odenwälder Volksleben gründet sich zeitlich und geschichtlich auf Tatsachen. Sie zeigt den Typus eines Mannes der Tat, der, ohne zu schwärmen und nur mit Tatsachen rechnend, seinen Weg geht und nach mancherlei Enttäuschungen und Fährlichkeiten sein vorgestccktes Ziel, die sonnige Höhe feines künstlerischen Weges erklimmt. Die Erzählung enthält, um es kurz zu sagen, ein Er­ziehungsprogramm. Ter Held der Geschichte ist Ulrich Schei, ein armer Waldbube, den der hochbegabte Bildschnitzer Ernst Reinert im Wildstöck'l in die Lehre nimmt. Ter Junge erhält bei dem Meister mit dessen einziger Tochter Martina eine sorgfältige Er­ziehung und wird zu einem denkenden Handwerker herangebildet. Sein Beruf als Puppenschnitzer stellt sreundschaftlick)e Beziehungen zu der Familie des Marionettenspielers Linnemann her und Do­minika, die Tochter des Puppenspielers, Nicht ihn für sich zu gewinnen. Für Ulrich kommen schwere Zeiten: Haß und Neid hat er zu erdulden, der Wilddieberei, des Diebstahls und Mords wird er geziehen. Von des Schicksals Wucht niedergedrückt, heftet sich Sendcbeck, ein abenteuerlicher Gesell, an seine Fersen und macht ihn für seine eigenen ruchlosen Taten verantwortlich. Aber glänzend gerechtfertigt geht er aus all dem Toben unb Wüten hervor. Immer wieder ist es Martina, die wie ein heller Sonnen­strahl das Düster seiner Loge durchdringt und seinem sinkenden Lebensmut das Befreiende gibt. Diesem Mädchen bleibt er trotz aller Herzenskonflikte treu und will seiner künfflerisch veranlagten Jugendgefährtin, die sich als Zeichnerin ausbildet und betätigt, würdig werden. Ulrich Schei geht in die Fremde und findet endlich was ihm fehlt: Anleitung und Führung im .(Kunstschaffen. Sein Schaffen gilt der angewandten Kunst, besonders der häus­lichen Kunstpflege des Mittelstandes. Er will nicht eine neue Mode schaffen, sondern ein Lebendiges, Sinngemäßes an die Stelle des Leblosen und Unempfundenen setzen. Die Anregung hierzu ist schon von seinem alten Meister ausgegangen, der durch seinen ausgeprägten Kunstgeschmack veredelnd auf das Kunsthand- werk einzuwirken gesucht. An das gute alte anknüpfend, erwartet schon dieser die Rückkehr zur urdeutschen Kunst von der Verwirk Hebung der Volkskunstgedanken und einem klaren Veriländnis der den Menschen umgebenden Natur. Als Künstler kehrt Ulrich Schei zu Martina zurück, verbindet sich mit ihr unb bezieht im Wildstöck l seine Sommerwohnung. Sein Werdegang ist mit einer schlichten und lauteren Innigkeit geschildert, wobei die tat­sächliche WirUichkeit fortwährend hervortritt. In dem Vorder­gründe steht die große Bedeutung der zielbewußten Werkstattlehre

auch die beiden von P. Awetaranian begründeten Zeitschriften, welche in türkischer Sprache herausgegeben werden, die Wochen schriftGünesch" (Sonne und die theologische ZeitschriftSchahid ül Haqaiq" (Zeuge der Wahrheit). Tas politische Erwachen der Völker des Orients ist nicht zum geringsten Teil dem stillen und unaufhaltsamen Einfluß der christlichen Kultur zu danken. Es konnte nicht ausbleiben, daß sich auf dem Grunde der Gedanken und Glaubensfreiheit, die der Sieg der politisckien Freiheit mit sich bringt, auch eine Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam anbahnt. Tie Begründung desMuhammedanischen Se­minars" in Potsdam ist ein beachtenswertes Zeichen der Zeit, denn es beweist, daß zwischen Teutschland und der Türkei nicht nur wirtschaftliche und politische Beziehungen bestehen, sondern daß sich auch ein geistiges Band zu schlingen beginnt, das der kulturellen Entwicklung des Orients nur förderlich sein fann. Alle Anfragen betr. desMuhammedanischen Seminars" sind zu richten an den Sekretär des Seminars Dr. R. Wegener, Ternsche Orient-Mission, Potsdam, Gr. Weinmeisterstr. 50.

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vom

2.15. Jahr

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der Gemeinde Langsdorf auf Lebendgewicht auf dem Sub- missionsmege verkauft. Reflektanten können ihre Angebote bis spätestens den 1. September, mittags 1 Uhr, im Rathaus abgeben. Bedingungen liegen auf dem Amtszimmer des

für die handwerkliche Kunst Einzelne Abschnitte, wie B die Geschichte der Erbacher Elfenbeinschnitzerei, haben einen bleibenden historischen Wert. Herzergreifende Snmnuaigdmalmicn, prächtige Natursdnlderungen und eine fesselnde Darllellung zeichnen auch dieses Werk aus, in dem uns der Verfasser wieder nach dem Oden walde führt, dem Hintergründe seiner sinnigen Erzählungen mit den vertrauten, kernigen Gestalten. Ohne störende Nebenfiguren, das phrasenhafte vermeidend und nur mit psychologischen Mitteln wirkend, entrolltTie Geschichte eines Waldbuben" ein großes, kraftvolles Kulturbild von packender Wirkung, bei einem tiefen, sittlichen Ernst. Wer noch ein Herz für das Leben der einfachen Waldleute hat, dem wird dieses Buch, aus dem ein gehaltreiches Innenleben spricht, zum freudigen Ereignis werden.

Luftschtffahtt.

Farm an legte gestern m Betheny einen Flug von 180 Kilo- , er in 3 Stunden 4 Alin. 56?/5 Sekunden zurück und gewann .Unit den Weltrekord. Für die Entfernung und Tauer ist er als vier für den großen Preis der Ehampagne klassifiziert.

Erwachsene: im

1. Lebensjahr:

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Ermietnng v. Transportwagen.

Das Infanterie-Regiment Nr. 116 bedarf leihweise vom 24. bis 27. IX. 09 und"14. bis 18. X. 09 zwei große Transport- Möbelwagen. Auch die An- und Abfuhr derselben von der neuen Kaserne nach dem Bahnhof Gießen und vom Bahnhof Darmstadt nach dem Truppenübungsplatz Darmstadt und zurück wird vergeben. Nähere^ ist auf dem Zahlmeister-Geschäftszimmer in der Zeughaus- kaserne zu erfragen. Dortselbst find auch schriftliche Angebote bis zum 4. IX. 0« abzugeben.________________________________[D* -

'"M) t« J fS***, 'b,t« ntuM rLtIh,atlck ~ J Menen: 4« unb b« «8 Uhr 45 M V?lle. Gras Eleg bem

Nerun;:J 1 den M (Cj * M bitbtS un? Mi 1 dem Hotel, tcoS \ ist mbminnb |J W einen lv(o i>en kleinen^ rnitigt. Diesn lg >n--mankheü, bit tefbonbent btt J Unierrebunq nrl J tf, bas bas XclegJ itet, baß sich baiti Ichsn seit 5 Uh | > und ist jiemlid) J nbahnsahrt nach M enhnbbegtifl Vtenicbenmengcn H anrmelt. @iaf anblich durch 3fcd ulbigungen. d ug gereicht, rooral n 12 Hör inicb-;: d

Profeffor Schulten- Erlangen fand sechs Kilometer west­lich von Numaneia in Spanien ein gro ßes befestigtes römisches Lager: die gut erhaltenen Reste versprechen eine große historische Ausbeutung.

Ein Weckffel in der Verwaltung der Erziehungs­an st a l t M i e l t s ch i n gilt ans Anlaß der vorgekommenen lieber- schreitungen des Züchtigungsrechtes an Zöglingen als bevorstehend. Neuerdings sind wieder drei Zöglinge entwichen, die bisher noch nicht ergriffen werden konnten.

Ter Dauerschwimmer Wolff, der am 26. August- nachmittags 4 Uhr eine Seemeile westlich das Admiralstabspiers in Dover gestartet war, mußte sein Vorhaben, den Kanal zu durch- gueren, nach acht Stunden auf geben. Gestern früh 8 Uhr startete Heaton, der Vorsteher der Liverpooler städtischen Bäder, von Dover und hatte sich bis 9 Uhr 1 Seemeilen vom Ufer entfernt.

Nachdem die Budapester Polizei trotz eifrigster Nachforschungen dem Absender der Höllenmaschine an den Haup.mann- Auditeur Matyasi nicht auf die Spur gekommen war, gelang es ihr gestern, festzustellen, daß die gefäfjrlidje Sendung von einem Honvedoffizier herruhrte. Dieser ließ das Paket von seinem Bursdien adressieren und aufgeben.

Unter dem Vorsitze des (8enernlgouoerneur§ fanden in Tasch­kent Beratungen zur Bekämpfung der Heuschrecken­plage slait. Es wurde beschlossen, die Regierung zu ersuchen, jedes Pud Baunuvolle, das exportiert wird, mit einer Abgabe von 5 Kopeken zu belegen; aus dem Ertrage sollen die Ausgaben für die Bekämpfung der Heuschrecken gedeckt werden.

In der Grube N a v a l e o l l e r y in Peny Graig bei Cardiff stürzte em mit 34 Mamr besetzter Für der korb ab. 5 Mann sind tot, 15 verletzt.

Im Pofemilelal in Kalifornien ist ein Waldbrand aus­gebrochen, der den Hain der Riesenbäume bedroht.

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Bekanntmachung.

isvlat? von vormittaas l/ta Ubr bis nachmittags 1 Ubr vs;e,chaltet und die Ltromlicfcrung unterbrochen, was wir d iTnit den anliegenden Koninmciiten zur Kenntnis bringen.

Gießen, den 27. 'August 1909. .

Stöbt. Elektrizitätswerk Gienen.

vermischter.

* Bl 6 riots Monoplaii im Museum. Der Pariser jrttin hat in Bleriots Aeroplan, das erste Luftvehikel, welches den icial überflogen hat, zum Preise von 10 000 Franks erworben. '15 Blatt hat die Maschine der franz. Regierung zum Geschenk geboten und wird der Monoplan demnächst in einem Museum -/Paris zur Aufstellung gelangen. Blsriot hat jedoch zur Be- :t}ung gemacht, daß der Apparat vorläufig dem Publikum D nicht zugängig gemacht werde, da die Gefahr vorliegt, daß , Masästne durch Sachverständige ihren Einzelheiten nach, für ,üi)e die Patente noch nicht deftnitiv erteilt sind, kopiert werden ;itnte.

* Burg Persen in Sübtirol. Die Burg, die in den am Jahren so oft im Vordergrund des nationalen Interesses im den hat, ist im Laufe dieses Jahres zum großen Teil aus- tl^ut worden. Eine Reihe der herrlichen Säle wurde erneuert; ral der Kaiser-Saal mit seiner Riesensäule (Unrjang 7 Meter), > ein herrliches Gewölbe trägt, bildet eine Sehenswürdigkeit timt Ranges Eine Gesellschaft national gesinnter Reichsdeuffchcr kio Oesterreicher, die die Burg erworben hat, gestattet ihren Mit- ; *)cnt, die einen Anteilschein zu 500 Mk. genommen haben, sich tu Zimmer auf eigene Kosten wieder aus bauen zu lassen. Ver- tbene nationale Vereine wie Schulverein, All-Deutscher Ber­sin), Südmark, die sich an der Schaffung dieses nationalen Boll- ? -!s auch beteiligt haben, haben zumteil für sich Zimmer aus- Hiut und möbliert. Tie MitgliÄrer dieser Vereine können bwiifrei dort lvohnen; die Verpflegung übernimmt die Burg­as lschast. Neben Burg Persen, die sich zum kürzeren oder längeren siijmthalt, zumal mi Herbste und Frühjahr, vorzüglich eignet, ist sich fast der ganze Galnetscher See (See von Caldenazzo) mit üitm I)errlid)cn Ufern in den Besitz dieser Gesellschaft überge- kiL.jcii. Ter See, der an der Linie TrientVenedig liegt, kann Ki bem Gardasee ebenbürtig an die Seite stellen. Verschiedene I In sind schon gebaut, ein großes Seerestaurant mit Gasthof i in St. Christof ist Ausführung. Es ist wohl mit Sicherheit r imehmen, daß sich diese neue deutsche Kolonie sehr rasch ent- hötli. Sollten die Italiener den Deutschen den Gardasee wirk- Ki dauernd verleiden wollen, so ist hier ein auf österreichischem b txn liegender Ersatz geschaffen, der den italienischen Teil des rbafeei» sehr wohl entbehren läßt.

* Die Moskitos und der japanische Ahnen- t u Tie Stadtverwaltung von Tokio hat den Plan gefaßt, Vv Residenz des Kaisers von Japan von den Moskitos zu be- Ktien. Hiermit hat sie aber im wahrsten Sinne des Wortes Ii ein Wespennest gegriffen. Es ist bekanntlich gar nicht so schwer, pe Stadt von Moskitos zu säubern, die nur wenige stehende kisferflächen aufzuweisen hat. Die Befreiung einer 50 000 Ein- pbner zählenden amerikanischen Stadt kostete nur ca. 300 Mark. I n; anders würde sich die Sache in Tokio gestalten: Man fcif'te in die Millionen von Mizutamen dies sind mit Wasser c itllte Bambusbehälter auf den Begräbnisstätten der Stadt üe 10 Tage Kerefinol gießen, was natürlich eilten ungeheuren pitcnaufroanb verursachen würde; ganz davon abgesehen, daß |iv religiöse Gesetz verbietet, irgend etwas lebendes zu töten, in solches Gesetz würde einen Religionskampf in Japan herauf- gshivören, oder man müßte einfach alle alten Begräbnisstätten gf'ios zerstören, womit eine große Anzahl künstlerischer und gnoresker Stätten idjroinben würde. Einem solchen Eingriff ihre heiligsten Gefühle der Pietät würden sich aber fast alle «iDoüner der Stadt, wie ein Mann widersetzen. So steht der gmenerat von Tokio vor einem schweren Dilemma, aus dem 6 wohl für die nächste Zeit keinen Ausweg geben dürfte.

I ' EinM uhammedanisches Seminar" soll im »übst dieses Jahres in Potsdam eröffnet werden und dem Stu- fcim des Islam und der muhammedanischen Theologie bienen, f : 'Vorlesungen für das Wintersemester 1909/10 umfassen: Un- Mrtht im Arabischen, Periisck>en, Türkischen und seinen Dialekten, Rilegung des Koran, Muhammedanifche Theologie, Derwischorden |lb susitische Philosophie, Islam der Gegenwart, Ethnographie ko Politik der islamischen Völker, Neues und Altes Testament W Verhältnis zum Islam, die oricntalifdjen Kirchen und der Js- W.der Islam und der alte Orient. Als Lehrkräfte des Seminars W) bis jetzt gewonnen: P. Awetaranian, Scheid) Achmed Keschas, Morris Neffimi Efendi, P. Fleischmann, P. Klein, Dr. Lepsius, kl. Mierendorff, Lic. Dr. Rohrbach und Dr. Wegener. Für die SLtammebaniidien Wissensdiaften stehen dem Seminar drei ge- Hnc Mollahs zur Verfügung, die den Gottesdienst und die Btelogic des Islam als muhammedanifche Geistliche und theo- M:ijhe Lehrer in ihrer türkischen Heimat von Grund aus kennen Itlttnt haben. Neben dem Sprachunterricht und dem geschicht- gjbtit Studium des Islam soll vor allem der Gottesdienst und die des gegenwärtigen Islam in feinen Konfessionen, Orden und Elften erforscht werden. Ten Aufgaben des Seminars dienen

Origsnal-Drahtinelduttgen.

Frankfurt a. M., 28. Aug. August Euler, der seither auf dem Flugbelände der Jla Flugversuche unter­nahm, ohne daß er einen größeren Erfolg zu verzeichnen gekalbt hätte, ist gestern abend zmn ersten Male wirtlich ge­flogen. Nach einigen kurzen Probeaufstiegen gelang es ihm bei einem weiteren Aufstiege, mit seinem Aeroplan 2 Min. 32 Sek. in der Luft zu schweben. In einer .Höhe von etwa 3 bis 9 Meter wurde das Gelände zweimal in schönem Fluge umkreist, wobei die Kurven elegant gelangen. Das Publikum zollte dem Frankfurter Aviatiker lebhaften Bei­fall. Euler hat mit seinem Flug zwei Preise gewonnen.

Brüssel, 28. Aug. In Neerpelt sind gestern drei Personen an Arsenik Vergiftung gestorben Es han­delt sich um eine 75jährige Witwe, ihren 30jährigen Sohn und eine 12jährige Enkelin. Das Mädchen hatte £eim Kncl)enbacken der Großmutter versehentlich Arsenik statt Mehl gereicht.

Haag, 28. Aug. Königin Wilhelmine wird die Tagung des Parlaments im September ds. I. nicht persön- lick) eröffnen.

Paris, 28. Aug. Die Maschinisten der Pariser Theater haben beschlossen, am 1. September in den Aus­stand zu treten, wenn ihnen nicht eine Reihe Forderungen bewilligt würden. Sie verlangen Lohnerhöhungen und Aenderungen der Arbeitsbedingungen. Tie Maschinisten werden heute eine Versammlung abhalten, in welcher sie versuchen werden, sich über die Frage zu einigen.

Bekanntmachung.

2as Genossenschafts-Kataster der Wassergenoffenschaft Gießen, ttL der Vnbn, Sitz in Heuchelheim, liegt vom 1. ^vt, ab4-- ochen Min der Wobuuna des Wilh. Hardnnann II - ve i ich e Heimo ne n. ^ircherungsantrage können wahrend dieser Zett daielbtt ichrtftltch t N ireidn werden. t~x>

| -9cucbelbeim, den 27. August 1909. 4zdö

Der Genossenschaftsvorsteber Wilh. Hardtmann II.

tzandel.

Holzverbrauch und Schienenschwellen. Der Ehef des BundcsfvrstwTsens ber Vereinigten Staaten, Gifford Pichon, hat an sämtliche Eisenbahnpräfibicn ein citri)ringlid)c4 Sd)r eiben gerichtet, in bau er sie auf fordert, zur Erh-ilning der Waldbestände imb zur ?lbwehr schonungsloser Sk*mid)tung »hr Möglichstes zu tun. Er stützt sich dabei auf einen ^leridit der National Eoitversation Eommission, demzufolge biird) leiditfinninc Verschwendung sowie durch die ungeheueren Waldbrände jedes Jahr beinahe so viel Wald ücniidjtct wird als neu anfiväd)st. Da vier Fünftel des gesäurten Waldbestandes der Bereinigten .Staaten in Privatbesitz sind, existiert darüser keine gesctzliclte Regelung, und die Eigentümer tun mtb laffcn denn aud) was sie tuollat, das heißt, sie denken nicht an die Zukunft, sondern suchen von ber Gegenwart zu profitieren, was nur mögtid) ist. Naturgemäß hoben nun die Bahnen mit ihrem enormen Holzbedarf ein be­sonderes Interesse an der Erhaltung des Bestmtdes: denn je ge­ringer er wird, um so teurer wird das Holz. Daher habe, jagt Pichon, jede einzelne Balm ihr eigenes Holzprobleu^: sie sollten daher noch Möglichkeit Waldbestände ankaufen und für richtige Auspflanzung darin sorgen. Vor allem aber sollten sie die Schienenschwellen durch damische Behandlung haltbarer machen, um sie, wenn möglich, doppelt so lang gebrauchen zu tönnen als bisher. Außerdem sollten zu den Scknvellen nur solche Holzarten verwendet werden, die anderweittg nicht sehr gesucht seien. Tie beffereni Holzarten würden dadurck) 'geschont und die Bahnen hätten keinen Nachteil, denn bei richtiger chemischer Präparierung könnten aud) aus minderwertigerem Holz dauerhafte Schwellen gemacht werden.

Spielplan Oes Nurhans-Thealers bad Nauheim.

Direktion: Hermann Stempoetter.

Sonntag den 29. August:Hafemauns Töchter." Moirtag den 30. August: .Ter Weg zur Hölle." Diittwoch deu 1. September: Einmaliges Gaslfpiet des Teqerufeer Bauerntheaters. Freitag den 3. September:Der selige Toupinel."

denn sie sind die besten!

I Würfel R für 1/4 Liter Pfg.

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Friseuse nimmt noch Kunden an. 106310] Weidengaffe 9.

wöchenll. Uebersicht der Codersäüe L ö. Stadt Hieben.

34. Woche. Vom 15. bis 21. August 1909.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 31 100 linkt. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 11,70 %0,

nach Abzug von 2 Ortsfremden: 8,36 "/or.

Kinder