bei Befctaftung guter hort' den <-Gemeinden Langsoor um ßütben je 20 Mk genröhrt. Die Bocke wurden von Bad-Nau-eim bezogen.
Die von zwei Revisoren geprüfte :Hfcfmrrm ntiröc von oct Betfommlung angenommen und (fcntlaftunq erteilt benio wurden gerne unweientlicke Aenderungen an oen im Tetember o 3« fceräicn.'n Verein^Za?unqen, die die Lanoivirttckaftskammer qc efarid)t batte, gut flcIviBen
Die Vorsianv^wahl batte »olgendes Ergebnis ^Regier an q?iat Dr. Merck, z netter, Jean Sei »et XMtewn, 3td Übertreter, »reit anttSgtfnOe Schupp, Rechner und Sdir rtruhrrr
Auf Antrag der Lanvwnilckaftskommer wurden \u h c v i * - vorsiden den genwhlt: L der Borgern Lang Gon6 Burger meister ^Kompf-Long-Gons, Vieh 3. Zimmer Lick. vungen-Lanm dors-Inheiden-lltpl> ftunr 5d ä'et II Langsdorf, Cveßen. rtnn bacy-Watzenborn, WroF.nv L^nben Wnng Schäfer trieften, Alten Bufeck, Lollar, SSteicd, Wrofern Buieck Bürgermeister Schwall» Gvößen-Buseck.
3iir dos lautende 3<rfn wird eine SckauinGrünberq ab- geeilten Als Preisrichter dazu wird auf Antrag des Bürger meifte L-rum'-r Steinbach der Voriitzende des Zieqenzucktncr ins (setzen, Weisel, grivoblt Regierungsral Dr Merck teilt mtt, daß der Ausschuß beffMoinm bot, <tm 7 Jinti m Mttvttxx einen «trete Ziegenma r kt obuiholten. Als Marktplatz fei die Lamwer weide cm der Weber Straße gewählt Ais Bvrichender einer Kommission. die den Ackrki oorb'-rertm wird, fei der Tierruchtver Walter .streu; gewählt Man hofft, daß die Scranftaltima "ch einleben wird, doch fei dazu das regfr Interesse aller Beteiligte nötig und besonders mtüfse dieser Markt schon jetzt zur »emituis der Interessenten gebracht werden. Ob nrit dem Markt eint Prämiierung verbunden werden kann, läßt sich letzt noch nicht sagen, 6a man über ausreichende Mittel nicht verfügt. Herr Weisel erwartei von dieser Veranstaltung sehr viel züchterische Vorteile, es werd« damit ein Ueberblick geschaffen über das im Kreise vor- banbertf Zuchtmat er,al Der Markt sei mehr als eine große
Schau gedacht und solle Anregung zu besseren Leistungen aut dem Webt etc der Ziegenzucht geben Dazu sei eine Prämiierung der besten !tere nötig, denn den Frauen liege doch in der Hauvvackc die Sache ob und diese müsse man durch Pramnen anfmuntern. Herr Deisel macht bann noch daraus aufmerksam, daß der Ziegen- zuchtverein Gießen über eine vorzüglick»e Lammerweide verfügt, und dort Tiere für 1,50 Mk pro Monat in Pflege genommen werden. er lnttrt, daß von dieser Weidegelegenheit ausgiebig Webrauch ge macht imrb Es entspinnt sich dann noch eine Debatte darüber, den Vereinsbeitrag von jährlich 5 Mk. aus 20 Mk dir die Wennmden mi »reisverein zu erhoben. Würden dann alle 80 Gemeinden des Kreises dein Kreis Ziegenzuchtvereiu beitreten,, so wäre es diesem möglich, den Vereinen die Ansckjaffuug der Böcke «chzimehm-en Es wäre damit die Pkoglichkert gegeben, den Ge meinden gut-* Bocke und dabei auch durch Austausch den für die Zucht so nötigen Blutwechsel zu schaffen. Regierungsrat Dr. Merck spricht gegen eine Erhöhung des Betrags iür die Gemeinden im Verein. Es bestehe keine Sicherheit, da» sich die 80 Gemeinden des Kreise- auch sämtlich dem K'reiSverein anschließen würden und wenn man keine Nesiwven hinter sich Iwt, wie der Verein, soll man auch eine Verpflichtung wie die Beschaffung der Böcke für die Gemeinden nicht übernehmen. Wegen der Prämiierung auf dem geplanten Ziegenmarkt könne er erklären, daß mit aller Wal), schemlichkeit sich Mittel für eine Auszeichnung der besten Tiere finden werden. Jedenfalls werde man es versuchen, auch die Gemeinden, die bisher als Mitglied nicht beigetreten find, dazu heranzuzieben und eS fei ansunehmen, daß dies eher gelingen wird, wem, b?r Beitrag klein fei. Dr. Merck teilt mit, daß der Ansfcknisi beschlossen hat, sich eventuell an der Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts Gesellschaft, die am 17. Juli in Leipzig stattfindet, zu beteiligen. Es werden Dom ÄTciS«BiegenjutbtPcrein zwei Tiere, eins von Georg -w r i
Kulkl-Lang Göns, ausgestellt, mit denen man Erfolg zu erzielen hofft, doch soll die Angelegenheit erst noch erwogen werden. Damit ist die Tagesordnung erschöpft.
An» Stafct nn- (and.
Gießen, 2K. April 1909.
L. ü. LandeSunivers ität. Bei der Groß!) PrüfungSkommifsion für daß höhere Lehramt hat mit Beginn dcß gegenwärtigen Semesters der Vorsil', gewechselt. An die Stelle des Geh. HosratS Prof. Dr. Pasch trat der ordentliche Professor der klassischen Philologie Dr. Im misch.
• • Nationalliberaler Parteitag für Oberhessen. Der schon für den letzten Herbst in Aussicht ge nommene nationalliberale Vertretertag für Oberdesien findet nunmehr nächsten Sonntag, 2. Mai, in Grünberg statt. Nach den vorliegenden Einladungen finbet um ll/, Uhr im Gasthaus „zum Hirsch ' eine vertrauliche Besprechung der Vertrauensmänner des ReichStagSivahlkreifeS Gießen-Grunberg- Nidda, um 28/t Uhr eine solche der Vertreter der drei oberhessischen ReichStagSwahlkreisc statt. Um 4 Uhr schließt sich in der Turnhalle eine öffentliche Versammlung an, in der ReichStagSabg. Dr. Osann-Darmstadt über „die politische Lage' sprechen wird.
• • AuS dem Militärwochenblatt. Im Beur- la übten stände. Befördert zu 2 t 6. der Res.: die Vtzefeldwebel Ostermager dl Berlin), deS Jnf.-Regis. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, — Bellinger (IV Berlin), deS Großh. Hess. Train-Bataillonß Nr. 18, — Poepperling (Kiel), des Inf.-NegtS. Kaiser Wilhelm (3. Großh. Hess.) Nr. 116, — Schumacher (WormS), Hirsch (Nkamz), deSFuß-Art.-RegtS. General-Feldzeugmeister (Brnndenbilrg) Nr. 3. — Der Abschied bewilligt: Hoffmann (Gießen), Hauptm. der Landw.-Inf. 2. Aufgebots, Finger (WormS), Hauptm. der Landw.-Feld-Art. 2. Aufg., Graef (QBormfl), Hauptm. der Gardc-Landw. 2. Aufgebots der Felb-Art.-Schießfchule, mit der Erlaubnis zum Tragen der Landw.-Armee-Uniform.
* • Erl cdigt find: Tte erste Lchrerftelle an der evang. ganiftenbienft verbunden Dem Fürsten zu Löivenftcln Wert l»eim-Nosenl'erg nnd dein Fürsten und Grafen zu Erback- «bönberg flicht das Priisenlalimisrecht zu Die Vchrcrftellc an der kalt). 'Schule zu Lützel-Wied elSdach. Mit der Stelle ist Organtftrnbienft verbunden
-s- Heuchelheim, 36. April. Am Samstag vormittag wurde der 19 Jahre alte Taglöhner Ludwig Müller von biet auf feiner Arbeitsstelle in Gießen verhaftet, er soll sich in unsittlicher Weise an Schulmädchen vergangen haben Der Verhaftete ist wegen Körperverletzung mit P/t Jahren GesängmS bereits vorbestraft, von dieser Strafe wlirde ihm der vierte Teil im Gnadenwege bedingt erlassen, den Rest dieser Strafe muß Müller jetzt nachverbüßen, er wurde erst am 3. Dezember v. IS. aus der Strafanstalt entlasten.
— A l b a cd , 23. Avril. Der V o l k s s ä n g e r b u ii d „C h a 11 i a" feier: am 2. und 28 Juni hier fein zweites Bundesfe ft. nm den» der "> iangverein Sängerlrmiz feine Fahnennn'ibe verbindet Der F.-ftplatz liegt am südöstlichen AnSgaiige des Ortes an der Slrar > „ach Lick und beftebt in einer ca. zwei Morgen groß n .. . nfläcbe die allen . n forbt rungt
übrigen wird der festgedendc Verein dcjirebt jein, das Fest
iu ' geitaltcn, daß sich leder Fesueünehmer wohlfühlen wird
? Nonnenroth, 25. April. Bei der gestern hier vor- genommenen Bürgermeisterwahl würbe Wilh. Happe mit 45 Stimmen gewählt. Ter Gegenkandidat ^?ch. Hoch !. erhielt 32 Stimmen. Die Wahl war sehr lebhaft, mir wenm Bürger beteiligten sich nicht. Wie man hört, soll gegen d' Wahl von der Gegenpartei beim Kreisamt reklamiert werden. auS welchen Gründen ist nicht bekannt.
□ Appenrod, 24. April. Hier starb Lehrer Leonhard Maurer nach kurzer Krankheit. Er war seit 1862. also 47 Jahre, im Dienste der Volksschule tätig und beabsichtigte. demnächst in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Maurer war Vorsitzender des Bezirkslehrervere.nS Homberg a. d. Ohm. Unter großer Beteiligung der Gemeinde und der Lehrer deS Kreises Alsfeld wurde er gestern beerdigt.
§ Wetterfeld, 26. April. (Tel.). Emhundertundzwei über 14 Jahre alte Einwohner von Wetterfeld sind wegen Streitigkeiten mit dem Ortsgeistlichen auS der Landeskirche ausgetreten.
O Bad-Nauheim, 25. April. Ein Zeuge au8 der Eiszeit wurde bei größeren Erdarbeiten am Neubau der Badehäufer ausgefunden. ES handelt sich um einen mächtigen erratischen Block, der zahlreiche Gletscher- schliffe aufweist. Er flammt vermutlich vom Winterstein und ist mit dem Gletschereis zutal gerutscht. Der Block wurde neben früheren Findlingen im Park ausgestellt und mit einer Inschrift versehen.
L. Friedberg, 24. April. Seit langen Jahren zum ersten Male hat die staatliche Einkommensteuer in unserer Stadt einen Rückschlag zu verzeichnen, der allerdings nur unbedeutend ist. Es ist dies eine Folge der wirtschaftlichen KrisiS, bic natürlich auch anderwärts erscheint. — Nach dem Berichte in der Generalversammlung deS Turnvereins hat derselbe fleißig gearbeitet. Im Festzuge deS deutschen Turnfestes war er mit 45 Mann vertreten; ferner errang er Preise beim Feldbergturnfest, beim Gauturnfest in Lich und bei der Gauturnfahrt in Großen-Linden. 220 Mitglieder gehören ihm an. Erster Sprecher ist Kaufmann Müller. — An die Gewerbe-Akademie haben sich bis jetzt 32 neue Hörer angemeldet.
sd. Darm stadt, 25. 2lpril. DaS GroßherzogS- p aar schwebte am Freitag abend in größter Lebensgefahr. Die Equipage, in der die Herrschaften Platz genommen hatten, kam in scharfem Tempo den Herrngarten entlang, als auch mit großer Geschwindigkeit ein Wagen der elektrischen Bahn herabkam und eine Kollision der beiden Wagen unvermeidlich erschien. Nur der Geistesgegenwart des LeibkutscherS, der im letzten Moment die Pferde zu Boden riß und die Equipage dadurch dicht vor dem elektrischen Wagen zum Halten brachte ist es zu verdanken, daß der Großherzog und Gemahlin mit dem Schrecken baoonfamen.
— Darmstadt, 24. April. Tie Zentralstelle für Vo l kswo hl sa l) r l läßt die Einladimgen zu ihrer Konferenz in Darmstadt (24 -26 Mai) ergehen Auf der Tagesordnung stehen folgende Themata der Jugendfürsorge: 1. „Für sorge für die schulentlassene männliche Jugend, namentlich im An - schluß an die Fortbildungsfckrule." ^Referenten: llmpersitätSdirek tor Bauer-B en Helsdorf. Universitätsprofessor Obennedi Enalrat Dr v. Gruber München, Dr. Recke Berlin, Fortbildunsissäruldirekwr Uhrmann Erefeld). 2. „Die EnnrbnmgSverhältnifie der Volk? schnlkinder." 'Referent: Universitäts-Professor Ok-fruner Me d^inalrat Dr. Rubner-Berlin) Ter Konferenz bringt nran in weilen Kreisen Deutfck4ands iiub deS Auslandes lebhaftes Iw- leresse entgegen. ViNprechen doch die Verhandlungen, die durch eine klein Ausstellung, eine Spezial ko m'erewz und verschiedene Besicktigungen für alle Jugendfreunde reckt lehrreich^wird, sehr interessant zu merben. T.t Be uch steht allen Interessenten frei, zur Deckung der llnkosten, insbes. für Lieferung der reickchaltigen Materialberichte, wird ein kleiner Beitrag erhoben. Wegen lieber sendung einer Einladung nebst ausführlicher Tagesordnung mtb näheren AngaEn über die sonstigen Veranstaltungen, über die Nnterkunstsverhältnisse die eine rerfit baldige Anmeldung erwünscht erscheinen lassen — wende man sich an brn Geschäfts- rubrer der .Zentralstelle für Volkswohlsahrt, Berlin S.W. 11, Desiauer Str. 14.
Darmstadt, 24. April. Ein Trupp Zigeuner, der schon wiederholt in der Gegend von Ober-Ramstadt war, lagerte gestern wiederum in der Nähe des Waldes bei einem Feuer. Bei der lebhaften Unterhaltung entspann sich ein Streit, wobei der aus Seeheim gebürtige 25jährige Zigeuner Peter Delius einen anderen Zigeuner durch einen Revolverschuß so schwer verletzte, daß der Verwundete auf dem Transport starb. Der Täter ist flüchtig.
Darmstadt, 24. April. Vom Provinzial-AuS- schuß wurde heute der von dem früheren Bürger- meistereigehilfen Ludwig Goedecke eingelegte Rekurs gegen seine von der Stadt Offenbach verfügte Entlassung ohne Pension zurückgewiesen und der Kläger in die Kosten des Verfahrens sowie zu 10 Mark Aversionalstrase verurteilt. Die Entlaffung aus städtischen Diensten erfolgte s. Z., weil Goedecke der Unterschlagung städtischer Gelder angeklagt, wenn auch mangels Beweises steigesprochen worden war. Wie Bürgermeister Dr. Dullo bei der heutigen Verhandlung mitteilte, mußte in Offenback schon gegen sieben Beamte disziplinarisch eingeschntten werden und auch gegenwärtig schwebt wieder ein neues Verfahren gegen einen städtischen Beamten.
Lampertheim, 24. April. Zu der Gräber- s ch ä n b ii n g ist zu berichten, daß der Taglöhner Kronauer, welcher der Tat dringend verdächtig war, >etzt vor dem Untersuchungsrichter em Geständnis abgelegt hat. Er behauptet, die Tat nur zufällig und ohne Vorsatz, sowie im trunkenen Zustand ausgeführt zu haben und will sich auf Einzelheiten überhaupt nicht mehr entsinnen.
Landwirtschaft.
•• Die Jungvieh und Fohlenweiden des 2mtb- nstrticka'kskammer Ausschusses werden in btefem Fahre früher er
<n Tiergarten schon am 10 Mai und die tm Bvg-lsbepg gelegenen Ainderw.iden in der Wockx pom 17 dis 2" Mai. Tie Erfahrung der vergangenen iikibt iahte Ixu gelehrt, daß bei einem späteren Auftrieb das 'Seihefutter m seinem Wachstum zu weit vorgeschritten und luunnitlirti bei den mletzt m Weidebenutzung -leiu?umienen Scklüge überständiges Gras erHeugt wird, das von t-cru Vnb ifrtretrn und txndnnäbt iptrb und den Nuchwucks per 'Weide fckzüdigt Dnrck intensivere Düngung insbes. mit GWi« f al bet er soll versuch, irvrtien eine früher* und lebhaftere Vege- tatu'H auf den enteil Weideickl iaen ;u entelen und tnmh rascheres Ueberhüten und fite frühere wuenrte soll einer mangeltv'ien Ausnukmia d-r Weid n o?rxbeug: wecken T Vorteile des * . langec int > augenfällig, daß nein hierub.r ferne Wone ntrhi zu verlieren breuax. Lu Viechzuckter Haven Dam auch tue
Aotwendi.-ck.it nnd ^-ntabilität des Wei>*mnaes erkanm wie d-es aus den Änmeid.u-g.n für die l» rvorgebt Tie Rinder
i" W ' Nis ist ick - ix? daß neuere Ynmelbraeget • : .'■ne mau angenommen verdea könner. Dagegen ist . ?(L Platz v :i>inDcn cur den Rinderweix^n in Zelle ul' bautet V.v.. öi an üte Der Lsemmgier W > n-.ckc nadx'irhai und f.i Der a\?fr.'*nwkV Tieraarten Tie Landwirte die noch bte - oiid : haben, die Heiörii ;u b tbicfrn. werden autmr öaldigst b im Landu irtsaaitskammcr Au bu); in Gießen ariumrlfirit, her tu Ikjem> u'una der 'Seihettert die idetöen n?mimmt Uwu- tveitcre Mahnung für die Weidetvickickrr ist die rechtzeitige Boi bereiti:na der liext »>ir den Äeidegang. Bei Tieren, btt unmittelbar auS Dem 3lalle auf die Weie kommen, ist ein Aückgang iir C» en-ichts- und Ernährungszustand l»auttg unvermeidlich TesHalb wird zum Zwecke eine; leichteren Angc i ebnung und beiicren Cmnrideluna der Veidetiere verlangt, d'ß dieselben einige Zeit vor Beginn des Werdeganges auf Tiwnnelpi» n und in -1 gänen an den AuientHalt im Freien gewolmt iperbrn und n.ben brn übrigen Jutter keine zudertitete Ir^nfe, sondern mir kal« ftu'ckes Wauer erhalten. Der Weidebeschicker kann viel da,- beitragen, daß der üriblfl de» Weidegangc-> ein auter ist.
Berlin. 24 April Soatcnstand d. deutsche, Reicks um Mitte April. Die e-ngeklammerten Zahlen bedeuten April Mitte 1908 ; W.iuerweizcn » l (2 3,; Winieripelz: 2 7 2.3 : Vinterrogacn: 3.0 2 6 ; stl-e: 2.8 2 5 ; Bewänerun^«. wiesen; 2.8 2 > nnd andere V'e>en 3.1 (2.8 In den Bemerkungen beißt es; Die in letzter »en eingcheirnt mildere Witterung und die verschiedentlich gefall tuen Regenmengen dürfte» dazu beitragen, dir bisher noch ziemlich rückständig Enmucklim» der Pflanzen zu beschleun'.gen. Die tierischen Schädling- scheuten b,S aus vereinzelte kleine Reite während des langen Winter» zu. gründe gegangen zu sein Die Vestellimg der »nühtrthr .'aflini war um Mitte April im Norden und Osten des Reich gege» frühere Jahre noch weit im Rückstände Jrübaeiate 'Sinter- getreidesaaten stehen wegen der früh emgetretenen Fröste e.-xbivb besser als bic späten Saaten, dock geben bic meisten B« iiäste der Hoffnuna Ausdruck, daß Lei erntretenher 2Särmr und gern qeabrr Feuchtigkeit fick noch viele Winterickad'N wieder auswack" -., erbt». Futterpflanzen, Klee und Luzerne sind inlnxiie gut durch tx» Winter <n kommen, teilweise haben jic durch Fröste ober Mäuse- fraß gelitten. Im allgemeinen war ihr Wachtum bei Abgabe ber Berichte irod) wenig fortgeschritten lieber den Stanb der Wiesen läßt iick mxb nicht viel lagen bie Flußwie'en stand, in manchen Gegenben noch unter Wasser
Frühling in vü-ingen
△ Büdingen, 20 Avril
„Und kommt aus lindem Süden der Friihling über? Land, so ivebt er dir cms Blüten ein schimmernd Brom gewand."
Tie Verse, mit denen Viktor v. Scheffel einst Alt- Heidelberg grüßte, lassen fick in vollem Maße auch auf Büdingen auwenden.
Sckwcrlick gibt es eine Stadl in der iveitrr Runde, in der der Frühling mit solcher Pracht seinen Einzug halt wie hier, schwerlich aber auch eine, in der man io viel Grund hat, ihn l)erbeizusehm:t. in der man von Hof und Pfützen auf unsäglich schlechtem Pflaster den langen Ämter hindurch so zu leiden bat wie hier.
Nun sind die Unbilden der rauhen Jahreszeit der gehen. Eine schneeige Wolke bedeckt den mächtigen Lang des „Psaffenwaldes"; es sind die .stirschbäume, nnisck.-n denen hier nnd da. leider vereinzelter als vor Jahren, da? Rosa der Mandeln und Pfirsiche liervorleuchtet Fn den nächsten Tagen iverden die int Aitfbrecken befindlichen Birnenlnofpen sick erschließen, ans die sodmtn die sckcnste aller Obstblüten, die des Apselbaumes. folgt Merian den tveiten Bergeshang- nocl> ansscklieftlich mit Deinstecleu bepflanzt Ter Weinbau ist im Laufe der Jabrhtindertk stark zuruckgegangen und neuerdings durch die leibif/ Peronosvora geradezu in feiner Existenz bebrot.: aber w landschaftliche Schönheit hat burrt) die unzähligen OtP» bäume von mancherlei Art, bic jetzt überall verstreut flehen, nur gewonnen
Auch in bic Herzen der Menschen scheilit ber Frühling ei »gezogen zu sein, nnd in der Bürgerschaft herrscht rr freulicl^erwcise eilte so friedliche Stimmung, w man v no l) i oi kurzem kaum für möglich geh städtischen Wahlen, die früher oft mit leidensckaft'ich r Er bittcmitg nnd persönlicher Gehässigkeit geführt nnirbvr. haben sich neuerdings durchaus ruhig und würdig vollzogen Ter neue Bürgermeister Fendl. hat nahezu Ein- ftimmigfeit erzielt; bei ber kürzlich erfolgten Wahl dne Beigeordneten nxircu die Snii'vathie» für jnc bei bi n Br locrber so geteilt, baß nur ein paar einzige Stimmen • rn Totter .;unt Sieg verhalfen, allein auch diese A.ihl ß friedlich und ohne Verhetzung verlausen. Bei der ('ninb»
einer gapscl mit vermauert; damit ist and* der alte Strr endgültig begraben. Und bei dem Festessen, da sich«
»er Ii*
Grundstein de. Friesens zwischen ihm nnd der Stadl se«. gewünscht Habe. T-as Wort war allen Bürgern aus dec ■
Eerncinderäte bevor, und dann kann bt Sradiv rti >ng a-i gehen. die Licht frage, (öas oder el'kttifch s idit » ' ist bic Alternat.ve. Tie Stimmung ist in oct Bürge.ftdüst und tut tHenirinberat geteilt. Wäre nicht der Fürst, der M» dem Schloß, der Rentkammer, dem Obirhoi und zaulreiaei Bcamtenwohnungen ein nicht zu unterschätzender .ibn- tnr-r ist, ein entschiedener Anhänger de. clektiisclxn Llckts. !• hätte man sich längst für Gas entschieden El)^ aber bifK Frage gelöst ist, kann inan an die längst als dringend not wendig erkannte Ncupslasterung der Straßen nicht berar-
(Rcrict)t>faaL
Konstanz, 24. April. Das bieftae 2d)rourqmd>i tat na* ’irrhaubhinq Den 2aiid vtrt ' u'-mirö G o tz von WH ui-, ietuer ürau unb an w'iv Haier l r < •. i p r <><<1 Tie Konen wurden ber Staatskaste nufedegL Das Urteil »urt< inü Bednll ausgenommen. _
, ... -
Das Erdbeben iu Portugal.
Turck das Erdbeben sind die Bewohner Lissabon« ® arone Angst geraten. Biele haben die Aackk auf freien 1 -
wurde bcdeuiender Schaden angenduct. In Benavenie, coloaim löTcm auS feinen Ufern getreten. Aus den Trümmern von Ben»- v e n t e wurl-en bereit« 40 Leichen geboraeii. Zer H ö n t a brachte bic Nackt auf dem Schauplatz bes E'dbebenS. 3» eo» tareni unb Avi» wucken neue l^rdedckütterungen renr-- Ta« Parlament bereinigte eine Halde Million zur rt,|rn T- lei»:ung. ccit Sonntag haben bie Erbersckü-tertin-en z> *• , gehör». Nur in Beuavente und Samora be 6ort< •vr.iben neue Erdstöße roahrgenonunen. Tie Zahl oft l* i f i a b o n ’’c töteten wird au» 88 angegeben; oe ' m ' werden 120 Menjcheii. Etwa 100 er litten Verletzungen. *:c"


