Ausgabe 
25.6.1909 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nv. 146

Freitag 2Z. Juni 1909

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Emil Koch will in der Bahnhofstraße ein Gebäude errichten, I 8H dem sein Nachbar Winn das Ueberfahrtsrecht erteilt har.

Mangel an

statt.

Mitteilungen.

des

Handel

.Börse, 25. Juni, 1.15 Uhr.

115.75

188.70

181.60

90.10

145.10

226.30

108.90

9980

99.35

95.35

da keine eigene Durchfahrt vorhanden ist. Die Versammlung rst damit einverstanden.

_ _ Wilhelm Engelhardt will in der Blockstraße eine Werk- Itätte errichten. Das Gesuch kann mir dann bewilligt werden, werm der Nachbar die Durchfahrt gestattet.

Otto Schaaf will int Seltersweg ein Hintergebäude errichten. Da der Hof zu klein, wird das Gesuch abgclehnt.

Otto Schultheiß beabsichtigt seinen Laden in her Markt-- 1 kraße unbedeutend zu verändern, was bewilligt wird.

Die Firma Birken stock u. Schneider erhält die Er­laubnis zu einem Neubau in der Friedrichstraße.

S. Loeb wollte am Hause Bahnhofstraße 52a ein Firmen- Ichiw aubringen, das die zulässige Größe nicht unwesentlich über» ichreitet und deshalb versagt wird.

Der Eisenbahn-Betriebs -Inspektion I wird die Genehmigung zur Herstellung einer Telephonleitung nach der Wohnung des Werkstättenvorstehers in der Schulstraße erteilt.

Der Oberbürgermeister begrüßt den nach langer Krankheit wieder erschienenen Stadtverordneten Schäfer und wünscht, daß seine wiederhergestellte Gesundheit wieder ein er­sprießliches Wirken zulasse, wofür Stadtverordneter Schäfer seinen Dank ausspricht..

Elektriz. Lahmeyer . . . Elektrik. Schuckert . . , Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Pakett Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......

Nordd. Lloyd . ,

Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsgea. . . Darmstadter Bank . . . Deutsche Bank . . . , Deutsch-Asiat. Bank , , Disk onto -Komm andit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien . . . . . Baltimore- und Ohia-

Eisenbahn . . , . Gotthardbahn . . , . Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn .

Harpener Bergwerk Laurahütte . . .

Lombarden E. B. * Nordd. Lloyd Türkenlose . .

21.40

155.20

129.00

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unioersitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

117.00

122.90

191.50

177.50

116.50

189.00

181.20

90.00

96.50

171.40

131.20

241.20

145.75

185.30

152.40

199.75

Sitzung der Stodtverordneieu.

Gießen, 24. Juni.

Anwesend sind: Oberbürgermeister Mecum, die.Beigeordueten Keller und Heyligeustaedt; die Stadtverordneten: Dr. Biermer, Brück, Tr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Faber, Dr. Gutsleisch, Habeuichl, Heichelheim, Helfrich, Helm, Huhn, Jcmn, Krumm, .Leib, Orbig, Petri, Plank, Schäfer, Schaffstaedt, Simon, Troß, Dr. Wimmenauer, Wallenfels und Winn.

Die Auslosung von Schuldverschreibungen

sand vor Beginn der Sitzung in Gegenwart des Oberbürgermeisters

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Glessen.

62.20

64.15

99.00

95.50

93.10

145.40

50.00

88.50

66.20

98.60

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e^s>51. Redaktion:^:^112. Tel.-AdruAnzeigerGießen.

94.85

85.20

94.85

85.20

93.20

Arrslsrid.

Der 50. Jahrestag der Schlacht von Sol- ferino wurde in San Martino feierlich begangen. Zu den Feierlichkeiten erschienen der König von Italien, die Königin, der Kriegsminister Spingardi, der französische Botschafter Bar- rere mit einer französischen militärischen Abordnung, der östcr- reichisch-uirgarische Generalkonsul in Venedig, Freiherr Baum v. Appels kosen, als Vertteter seiner Regierung, Abordnungen des Parlaments ttinb aller Truppenteile, die an der Schlacht teil­sgenommen haben.

DieTietzen-r Zamilienblätter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen 3ei1- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

FViwksachen aller Art

liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert dia

Brühlsche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7

Abgeordneter Lehmann (Jena).

Der Reichstagsabgeordnete Lehmann (Jena) ist aus der mationalliberal.cn Rci chstagsfraktion ausge- schiedeu, weil er sich bet Auffassung der Fraktion nicht an- Zchließen konnte, daß die einmütige Zustimmung der national 'liberalen Fraktion zur Erbanfallstcuer im Interesse des Zu­standekommens dec Reichsfinanzreform eine politische Notwendig­keit geworden sei.

Deutsches Reich.

Der Kaiser nahm Mittwoch in Kiel die Vorträge des Kriegsministers, Generals der Kavallerie v. Einem, des Chefs des Zivilkabinetts, Wirllichen Geheimen Rats v. Valentini und !des Chefs des Marinekabinetts, Vizeadmirals v. Müller, entgegen, j Der Kaiser empfing gestern nachmittag an Bord der Hohen- zollern in K i e l die Marine-Llttachös von Frankreich, Nordamerika, i Rußland und England. Abends besuchte der Kaiser die Marine­schule.

Im Bundesrat wurde dem Abkommen zwischen dem Deutschen Reich und Dänemark bett, den gegenseitigen Schutz von Ni u st c r n und M o d c l l e n Zustimmung ertellt.

Delbrück als Nachfolger Holles. In miterrichteten Kreisen erhält sich dauernd das Gerücht, daß über die Nachfolger­schaft deS Kultusministers Holle vor nicht langer Zeit eine Cnt- scheidung getroffen worden sei. Trotz aller Dementi wird der jetzige Handelsminister Dr. Delbrück als der zukünftige Kultusminister bezeichnet. Seine vor einiger Zeit erfolgte .Berufung zum Kaiser wird damit in Verbindung gebracht, lieber den Zustand des Ministers Holle verlautet, daß eine nicht un­wesentliche Verschlimmerung seines Leidens eingetreten sein joll. Eine formelle Bewilligung seines Abschiedsgesuches ist übrigens noch nicht erfolgt.

Korstefche Tagesschau.

Die Finanzkommifsion de8 Reichstages istimmte gestern folgenden Erhöhungen des E f f e k te n stcm p e ls 8«; Inländische Aktien bsher 2 Proz., zukünftig 3 Proz., Kolonml- j anteile zukünftig 3 Proz., ausländische Aktien bisher 2'> Proz zuttrnfttg 3 Proz. Kuxe bisher 1,50 Mk. von jeder einzelnen! llrkunde bezüglich 1 Proz. des Betrages der Einzahlung, zuttinftig 3^105., inländische Obligationen bisher 6 pro Mille zukünftig 2 Proz., ausländische Obligationen von Staaten, Ciienbahngeielllchosten urid Kommuneii bisher 6 pro Mille zu- künftig 2 Proz.: aridere ausländische Obligationen bisher 1, zu- tunftlg 3 Proz.; inländische Ltommunal-Grundkredit-Obligationen 'usw. b^her 2 pro Ätille, zukünftig 5 pro Mille. Die Finanz- jkommisiwn stimmte ferner einem Anttage aus Erhöhung des ! Börsenumsatzstempels zu. Derselbe soll zukünftig betragen für !Renten und Schuldverschreibungen des Reicks und der Bundes- Staaten, sowie Jnterimsscheine über Einzahlungen auf diese Wert­papiere 2/io. vom Tausend, für Wertpapiere der unter 2 a, 2 b lund 3 im Tarif bezeichneten Art 3 10. vom Tausend statt 3/io-, (für Anteile von bergrechtlichen Gewerkschaften oder die darüber ausgestellten Urkunden (Kuxscheine, Bezugsscheine, Anteilscheine) 2 vom Tausend statt 1 vom Tausend, für sonsttge Wertpapiere der ; unter 1 bis 3 des Tarifs bezeichneten Art einschließlich ber ! Genußscheine 4,'1O. vom Tausend statt 3/10 für ausländische Bank- ! noten, ausländisches Papiergeld, ausländische; Geldarten 3/io- vom Tausend statt 2/i0.

Beleguugsplan des israelitischen Friedhofes.

Die Friedhofskom Mission hat im Jahre 1906 be­schlossen, den Israeliten drei Gräberfelder zur Verfügung zu stellen. Da aber inzwischen auf dem christlichen Friedhof ein Mangel an Erbbegräbnissen eingetreten sei, habe man besctstosfen, den Israeliten ein Gräberfeld zu entziehen. Die Israeliten haben damals ihre Sonderwünjche zurückgestelll und von einem beson­deren. Friedhof ebenso abgesehen wie von der Erwerbung der Gräber für ewige Zeiten. Der Oberbürgermeister hält es des­halb für gut, an den damaligen Zusagen nicht zu rütteln, was auch im Interesse einer friedlichen Entwickelung der Stadt läge.

Es habe bei der damaligen Anlegung des Friedhofes langer Verhandluitgen bedurft, um den Plan eines angemeinen Fried­hofes durchzuführen. Nun dürfe man nicht an den damals ge-

Tie landespolizeiliche Genehmigung der Straßenbahn ist cin- geläufen.

Zu dem am 1. Juli stattfindenden Universitätsstiftungsfest sind die Stadtverordneten eingeladen worden. Ebenso ist eine Einladung des Kreisamtes zu der am 8. Juli d. I. stattfindenden Rheinfahrt ergangen.

Die elektrische St r a ß e u b a h n. Eine von vielen Be­wohnern des Seltersweges unterzeichnete Eingabe beschwert sich über den langsamen Fortgang der Arbeiten. Demgegenüber betont der Oberbürgermeister, daß er bei seiner Rückkehr von seiner Urlaubsreise über die rasche Erledigung der Arbeiten er­staunt gewesen sei. Er könne nur sägen, daß sowohl das ^.lefbau- amt als auch das Elettrizitätswerk seine volle Schuldigleit getan hätten und anstatt Tadel nur Lob verdienten.. (Lebh. Zustimmung.) Wenn die Arbeiten ttotzdem nicht so rasch, fortgeschritten waren, wie es vielleicht wünschenswert gewesen sei, so sei das einzig und allein die Schuld berjenigen Häuserelgentümer, die die An­schlüsse an das Elektrizitätswerk zu spät beantragt hatten- Aber auch da seien die Arbeiten mit der größtmöglichsten Lnhnelligkeit gemacht worden. , .

Zu der vom Gieß. Anz. gebrachten Mttteilung. über das Fällen einer Anzahl von Bäumen in der ^chnlstratze und in der Anlage an der Licher Straße könne er nur lagen, datz es eine unumgängliche Notwendigkeit gewesen sei, und daß es mit dem besten Willen nicht zu umgehen gewesen sei.

Wegen des Ankaufes des W i a an d t l ch e n G r un d- stückes durch den Roßschlächter Moses Keßler fei eine Eeichwerde eingelousen, die sich mit den aus dem Betrieb der Metzgerei ergebenden Mißständen beschäftigt. ^er 3u)0)lag jei angefochten worden und es bestehe deshalb die Möglichkeit de_> ^nkarife^ -durch die Stadt. Aber die Stadt könne nicht alle freimerbcnbcn f Grundstücke an taufen und überdies habe sich die Stadtverordneten- ttersammlung nächstens eingehend mit dieser tyrage zu beichattigen. } Baugesuche und dergl. .

! Karl Hahn will an seinem Hause, in der Stephansttatze 'Balkone anbringen, ebenso Friedrich Linker an einem Dause m, der Bismarcksttaße, wofür die Erlaubnis erteilt wird.

Wilhelm A m c n d und Karl B c cf beabsichtigen in der ö-ranL- surterftraße ein Hintergebäude zu errichten; auch hierfür wird die Erlaubnis gegeben. ,

Heinrich Tichy beabsichtigt in der Löwengasse em Gebäude 'zu erridjten; wegen des zu kleinen Hofes muß eine Abänderung : erfolgen.

machten Zusagen rütteln, sondern solle den Antrag der Bau- deputation ablehnen. Dagegen bitte er 12500 Mk. zur Ver­größerung des Friedhofes zu bewilligen, da die Erweiterung nur eine Frage der Zeit sei und höchstens zwei bis drei Jahre hinausgeschoben iverben fönne.

Stadtv. Emmelius fragt, ob nach Bewilligung der Er­weiterung die Wünsche nach einem besonderen israelittschen Fried­hof fallen würden. Hierauf bemerkt der O b e r b ü r g c r m c i ft e r, daß diese Wünsche nur von einem kleinen Teile der jüdischen Be­völkerung geäußert würden und daß der Verwirllichung dieser Absicht die bedeutenden Kosten im Wege ständen.

Stadtv. Heichelheim wünscht ein unverändertes Fort­bestehen der damaligen Abmachungen, damit Friede in dieser Frage herrsche. Außerdem dürfe man den jüdischen Mitbürgern keine Veranlassung zu der Meinung geben, als ob ihnen gegebene Zusagen nicht bindend feien.

Stadtv. W i n n ist ebenfalls für Erweiterung des Friedhofes.

Stadtv. Petri vertritt zwar auch den Antrag der Bau- devutation, wünscht aber im Interesse eines guten Einvernehmens eine Erweiterung des Friedhofes.

Stadw. H e y l i g e n st a e d t führt noch einmal die Gründe der Baudeputation an. Er ist der Ansichi, daß den Israeliten durch die Abtretung des Gräberfeldes K. kein Schaden erwachst. Laß der jüdische Teck dadurch aber ein abgeschlossenes Ganze bilde.

Stadw. Wallenfels ist der Ansicht, daß man die damals gemachten Zusagen unbedingt hatten müsse.

Stadw. Krumm weist auf frühere unerquickliche Kämpfe in ähnlichen Fällen hin und tritt für Erweiterung des Fried­hofes ein.

Bei der Abstimmung loirb der Antrag der Baudepulation einstimmig abgelehnt,und die zur Erwetterung des Friedhofes erforderlichen 12 500 Mk. einstimmig bewilligt.

Ehrung.

Der Oberbürgermeister erinnert an den kürzlich ver­storbenen Stadtverordneten Keller, der bis zum vorigen Jahre der Versammlung angehört habe. Er habe sich namentlich in den Kommissionssitzungen hervorgetan und habe ein großes Verdienst um die Stadterweiterung und den vorteilhaften "Ankauf zahlreicl)er Grundstücke. Zu seinem Gedenken erhebt sich die Versammlung.

Vergebung von Arbeiten und Lieferungen.

Für den Bau der elektrischen Straßenbahn sind die Fuhr- leisttmgen, Maurerarbeiten, Bordsteinverlegung, Pflasterarbeiten, Steinlieserung freihändig üergeben worden, und werden nachträglich genehmigt. Die Vergebung der Pflasterarbeiten und die Material­lieferung für den Viehmarkt werden gutgeheißen. Ebenso mürben einige Rechnungen genehmigt.

Beleuchtung.

Da sich die elektrische Beleuchtung wesentlich billiger als Gas­beleuchtung stellt, werden 900 Mk. für die Lichtcuilage auf dem Verbindungsweg zwischen Bleich- und Alicestraße, längs derWieseck genehmigt.

Stadw. Eichenauer regt bei dieser Gelegenheit die Ent­fernung des marktschreierischen Schildes der Bestattungsgenossen­schaft an, das hier durchaus nicht am Platze sei.

Oberbürgermeister Mecum stimmt dem zu und bedauert, daß die Stadt fein Mittel habe, um das zirkusmäßige Schild zu entfernen. Er hofft aber, daß die Genossenschaft nun so viel Tatt besitze, nm es in Rücksicht auf die Wünsche der Bevölkerung endlich zu beseitigen.

Stadtv. Huhn gibt seiner Genugtuung über die eifrige Be­nutzung des Weges Ausdruck und empfiehlt wegen des Hochwassers die Befestigung des unteren Teiles mit Wasserbausteuien, was in Erwägung gezogen und der zuständigen Kommission überwiesen werden soll.

Benutzung der Turnhalle des Gymnasiums.

Da der Besuch des Realgymnasiums und der Realschule ivieberum zu genommen hat, ist die Turichalle den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Es soll deshalb die Turnhalle des Gymna­siums mitbenutzt werden, was das Ministerium genehmigt hat. Die Stadt hat hierfür denselben Preis zu entrichten, den sic von Vereinen für ihre Turnhalle in Anrechnung bringt. Es sind demnach 50Psg. für Reinigung, 1,20 Mk. zur Heizung und 60Pfg. für Beleuchtung an jedem Nachmittag' zu enttichten. Die Ver­sammlung erklärt sich hiermit einverstanden.

Tie Nechnuugeu des Gas- und Wasierwerkes und des Clekttizitätswerkes sind von den Stadwv. Eichenauer imd Huhn geprüft worden und wurden richtig befunden.

Asphaltierung des Selterswegcs.

Eine in der Bevölkerung lebhaft besprochene Frage wurde iwd) auf die Tagesordnung gesetzt: Die Frage nach der Asphal­tierung des Seltersweges und des Kircheiwlutzes.

Der Oberbürgermeister führt aus, daß sich eine so­fortige Afohaltierung nicht empfehle, da man noch nicht wisse, wie sie sich hier bewähre. Tie Erfolge seien je nach dem Unter­gründe in den einzelnen Städten verschieden und es 'sei nicht unmöglich, daß die asphaltierte Straße in wenigen Wochen wieder ausgerisim werden muffe, da sich bekanntlich die Unterschotterung der Schienen mitunter lockere. Jin übrigen soll die Pflasterung ja nur so lange dauern, bis man gesehen habe, ob sich der Asphaltbelag auf der Mäusburg bewähre.

Frankfurter 8x/i7o Beichsanleihe. . . 3°/e do. ... 3/Z/o Konsols 3% do.....

31/,6/» Hessen ..... 31/»0/» Oberhessen . . . 4°/0 Oesterr. Goldrente. . 4l/s% Oesterr. Silberrente. 4°/0 Ungar. Goldrente . . 4°/e Italien. Bente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I . 3°/0 Portugiesen III . 4l/,% russ. Staatsanl. 1905 41/,6/. Japan. Staatsanleihe 4% Conv.Türken von 1903 Türkenlose ......

4% Griech. Monopol-AnL . 4°/0 äussere Argentinier . 3% Mexikaner .... 4l/t% Chinesen ....

Aktien:

Bochum Guss ..... Buderus E. W. . . . Tendenz: lustlos.

kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag b c n 27. Juni, 3. nach Trinitatis: Kollekte für die kirchliche Versorgung der evangelischen Deutschen un Auslano.

Gottesdienst. 3n der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Christenlehre für die Neukonftrmierten aus der Markus- und illiilttärgcincinbc.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Beichte und heiliges Abendmahl für Matthaus- und Alarkus- gemciude. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Vormittags 11'/. Uhr: Kinderkirche uir die Matthausgemeinde. Pfarrer D. Schlosser.

3n der Iohanneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer A u s s e l d.

Zugleich Chrlstenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vormittags Q'/., Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgememde.

P'arrer B e ch t o l s h e i m e r.

Mittwoch den 30. Juni, abends 8 Uhr, im Konfirmanden­saal : Versammlling des y rauen Vereins, der Johannes- gemeinde.

-Ltadw. Schaffstaedt befürworiet die Asphaltierung, da man in zwei oder drei Jahren doch sicher nichts über ein Pflaster sagen könne, das 1520 Jahre halten müsse.

Der Oberbürgermeister betont dagegen, daß eine Asphaltierung wiederum mehrere Wochen in Anspruch nehme und daß sie dann schließlich doch wieder aufgerissen werden müsse.

Nach längerer Debatte bleibt es bei dem bisherigen Beschluß, nach dem der SelterÄveg beigepflastert wird.

Die Asphaltierung des K^rchenplatzes erfordert 7000 Mar^und soll ebenfalls erst später in Angriff genommen werden.

Stadtv. Wallenfels empfiehlt die Anlage eines Schutz­streifens, da sich das Publikum bei der Enge des Bürgersteiges dort leicht beschädigen könne.

Der Oberbürgermeister bemerkt, daß eine sog. Insel, wie auf dem Linden platz, angelegt werden solle, was die Ver­sammlung gutheißt.

Auf eine Anfrage wegen des dwhenden Ausstandes der flauerer. antwortet der Oberbürgermeister, daß cs sich nicht nm städtische Arbeiter handle und daß bei einem einttetenden Streik in kürzester Zeit Ersatz geschasst sei.

Verschiedenes.

Der Oberbürgermeister teilt dann noch mit, daß die Stadtkirchengemeinde Eigentumsansprüche auf den Kirchturm, der Friedhofskapelle und einen Teil des allen Friedhofes mache, wogegen die Stadt Beschwerde eingelegt habe.

Der Voranschlag der Plockischen Stifung für das das Jahr 1909 wird genehmigt.

Die Gesuche des öeinrid) Schön um Erlaubnis zum Wirt­schaftsbetrieb im Hause Wetzlarer Weg 17 und des Adolf Den- ninghvff für Bleichsttaße 5 werden abgelehnt, da kein Be­dürfnis vorhanden sei. Genehmigt werden die Gesuche des Louis Batz für das Stadttheater, des Johann Steinhäuser für Ludwig- straße 55, des Johann Gerlicher für Kaiser-Allee 47, bei denen sich nur um Besitzwechsel ixuidelt, em Gesuch der Christine eteüi zum Betrieb eines SelterSwasserhänschens am Selterstor und des Fritz Euler zur Fremdenbeherbergmig in einem Zimmer des Hinterhauses Hammsttaße 15.

Zum -Lchluß wird noch ein Geländetausch bekannt ge­geben, den die Stadt mit dem Bauunternehmer Winn gemacht hat. Danach f)at_ bic Stadt ein Stück La>.id an dem Mausoleum gegen ein Stück an der Friedrichstraße getauscht, um dort später" hin die Straße in ihrer ganzen Breite ausbauen zu können.

Zweites Blatt 15N. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

Emeral-MZeiger für Oberhesfen

Darmstädter Bank . . . . Deutsche Bank .... 240.70 Dortmunder-Union 0. .. Dresdner Bank .. Tendenz: träge.

Berliner Börse, 25. Jnni. Anfangskurse.

Canada E.B......179.80

katholische Gemeinde.

Gottesdienst.

SamZtag den 26. Juni:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag Öen 27. Juni, 4. Sonntag nach Pfingsten:

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

» um 7 Uhr: Die erste heil. Aiesse.

um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommimion.

, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

w, um 11 Uhr: Heil. Nieste mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen.

Verantwortlich i. V.: für Gerichtssaal E. Anderson, für Stadt und Land: Karl Neurath.

spizp

. Schwesternhaus,

tuen, loBanne«» >

Uebung-

issgs s8M, in?et** mlifindendcn Lemmuümrg in ber Herr EM 5

sU

*

nographen-toiD olze-Schrey.^

:afl den Ä.Mi, Hn» beginnen iöirim *r-

einen

1 "in 61

151, te