Ausgabe 
3.5.1909 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

TfÄ'i

Wegen angerichtet, zur Sprache.

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 30. April.

Die Fuchsfalle.

_ Dor einigen Jahren ließ die gräfliche Oberförsterei Schlitz Fuchsfallen aufstellen und stellte auch eine solche auf den Acker d> s Landwirts A. F. von Queck. Als ein Forstwart nach einigen

an Bezirtsstraßen und vom Bezirksverband übernommenen Vizinal- ivtgen, 269 515 Mk. an Ortsstraßen und vom Bezirksverband nicht übernommenen Bizinalwegen. Auf ben Kreis Unterlahn entfallen davon 134 68U Mk., auf den Unterwesterwaldkreis 17 880 Mk., auf den Kreis Westerburg 18575 Mk., Kreis Ober- ivestcrwald 15 375 Mk., auf den Dillkreis 12 840 Mk., auf den Streik Lünburg 12 140 Mk., auf den Kreis Biedenkopf 9440 Mk., auf den Kreis St. Goarshausen 6040 Mk., auf den Meis Ober- .ahn 5530 Mk., auf den Untcrraunuskreis 3840 Mk., auf den ireis Usingen 2640 Mk. uird auf die Gemeinde Naurod in Wies- caden-Land 535 Mk. Die Gemeinden, die besonders von dem Wasserschaden schwer betrossen wurden, sind Dausenau, die 53500 Mk. Schaden an Wegen hat, 'Nassau 36 000 Mk. Wegeschaden, tms 19 000 Mk., Arzbach 18 450 Mk. und Weinähr 9690 Mk. *luf Antrag des Landrats v. Heimburg-Wiesbaden wurde der zur Förderung der Rindviehzucht vorgesehene Beitrag von 8000 Mk. .auf 10 000 Mk. erhöht und dem Landesausschuß eine Aenderung ,ües Verteilungsmodus anheimgegeben.

h. Kassel, 2. Mai. Im Walde bei GerSdorf im Kreise Hersfeld ertappten die Förster, die wegen der dort verübten 'Wilddiebereien einen verstärkten Ueberwachungsdienst eingestellt hatten, den Bürg erweist er des Dorfes Allendorf, einen sehr vermögenden Mann, beim Wildern. Er hatte mit einem 'Äerwandten, einem reichen Bauerngutsbesitzer, Schlingen ge-- üegt, in denen er Rehwild fing. Bei der Haussuchung wurden inoch einige Rehstücke gefunden. Ferner wird uns aus Dassel gemeldet: Im ganzen Fuldatal wechseln Gewitter Hagel und wolkenbruchartiger Regenschauer ab. Bei dem heftigen Unwetter schlug ein Blitz in den Kirchturm von gliedern ein. Die Kirche wurde in Brand gesteckt und wllständig zerstört. Auch in die Pfarrkirche des Dorfes Barsch chlug der Blitz. Unter den Kindern, dir zu einer Gesangs- jlunde versammelt waren, brach eine Panik aus. Mehrere vurden ohnmächtig.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den a d) b a r it a a t e n. Landwirt Ludw. Friedr. F a u st wurde zum Beigeordneten der Gemeinde Lorbach gewählt und bestätigt. Friedr. Emr ich I zu Wippenbach wurde zum Bergcord- lreten gewählt und bestätigt. Wilh. Bechtold zu Schwickartshausen wurde zum Bürgermeister verpflichtet. In Hattesheün stürzte infolge des Sturmwindes der noch richt vollendete Neubau der Oelfabrik ein. Das ganze mnere Holzbauwerk wurde zerstört. SechsArbeiter wurden verletzt, Lavon drei schwer.

.... 'Nach einer oberflächlichen

Schätzung, eine genaue war bei der Kürze der Zeit noch nicht möglich, beträgt der Schaden 62 000 Mk. an Brücken, 81300 Mk.

= Bad-Nauheim, 29. April. In der abgelaufenen Woche smd 5 33 Kurgäste angekommen. Die Gesamt- fcequenz bis zum 29. April beträgt 1695 Personen, wo­von an genanntem Tage noch 1039 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 29. April 15 160 abgegeben.

L. Friedberg 1. Mai. Unter dem Vorsitze des Spenglermeisters Frick fand heute die Verteilung der Zeugnisse und Diplome an die Handwerker statt, die die Gesellenprüfung be­standen haben. Von feiten der Behörden waren erschienen Regierungsrat Dr. Gaßner, Syndikus Engelbach, als Vertreter der Handwerkskammer Gewerbeschulrat Meyer-Darmstadt und Bürgermeister Stahl. Von 42 in die Prüfung gehenden Lehrlingen haben 41 bestanden. Allseitig wurden die tüchtigen Arbeiten anerkannt, die zeigten, daß auch die Wetterau einen tüchtigen Nachwuchs für das Handwerk liefert.

§ Voni Vogelsberg, 2. Mai. Daß man sich auch im Vogelsberge allen fortschrittlichen Einrichtungen nicht verschließt, beweist der Umstand, daß jetzt alle Dörfer an das Telephon­netz angeschlossen sind und die Wohltaten einer Quell- wasserleitung genießen. In nächster Zeit werden solche noch gebaut in Volkartshain und in Sichenhausen.

** Aus dem oberen Vogelsberg wird uns noch geschrieben: Der erste Tag im Wonnemonat war ein reiner ,,'lßintertag*. Von mittag an schneite es fast ununterbrochen, sodaß gegen abend der Schnee auf den Höhen geschlossen lag. Hoffentlich ist dies der letzte Schnee in diesem Früh­jahre. Infolge des kalten Wetters ist der Wald noch mit seinem grünen Kleid etwas zurück; die Ausstellungsarbeiten sind zum grüßten Teil noch zu bewältigen. Gut überwintert haben Korn und Weizen, nur ganz wenig werden Klagen über Auswinterung laut. Die Wiesen zeigen einen vorzüg­lichen Grasansatz.

s. Darmstadt, 2. Mai. Vermißt wird Polizei- wachtmeister Roßmaun. Roßmann hat sich vor einiger Zeit in Lebensmüdigkeit einen Schuß beigebracht, tonnte jedoch unlängst als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden. Seit gestern früh hat Roßmann sich wieder entfernt und es wird von der Schutzmannschaft, unter Zuhilfenahme von Polizeihunden nach ihm gesucht. Man befürchtet, daß er sich ein Leid angetan hat. Der 71- jährigc, seit 20 Jahren pensionierte Gendarmeriewacht­meister H a h n i s ch hat seinem Leben durch Erhängen ein Unbe gemacht.

Frankfurt a. M., 1. Mai. Oberlandgerichtsrat Birkenbihl ist heute morgen an einer Blinddarmoperation gestorben. Birkenbhil war auf handelsrechtlichem Gebiete litterarisch hervorgetreten.

Frankfurt a. M., 1. Mai. Heute früh entstand in der P i n s e l f a b r i k von Barth in Bockenheim Feuer, das schnell auf die oberen Stockwerke Übergriff. Der durch Versicherung gedeckte Schaden beläuft sich aus 20000 Mk. Der Betrieb erleidet keine Störung. Ein Reisender wurde im Z u g e von Hamburg nach Frankfurt während der Eisen- oahnfahrt seines Portemonnaies beraubt, das einen großen Geldbetrag enthielt. Die Kassiererin eines Automatenrestaurants aus der Schweiz, die nach Unter­schlagung größerer Summen von hier v er s ch w a n d, ist m Arnstadt verhaftet worden. Ihr Bräutigam wurde in Rödelheim wegen Begünstigung sestgenommen.

F. C. Wiesbaden, 2. Mai. In der gestrigen Sitzung test stoinniunallanbtaged tarnen die Schäden, die das Hoch- ivasser im Februar d. I. speziell an öffentlichen Straßen unb

Zinen

ÄS*

Torbern eiNk!

Unterem w laM die

Oervercin &

rS'nelbüchsensM ®w t e n t a g. sw "ntsgerchsdienu Ä^-^^iener eir besucht^ > 4mt5qeri(bt5bienr

'L durch Erheben v ^echnungsablageW w» -Vereins erftattr - l Bericht. «Jg lle9en sich dem Vem ier Tagesordnung ben en er Beamte?

Häuser-Darmstat inn angenommen; ie ei Vorstandsmitglied ten, wurden einftimf -5 sind dies Herr LL id Herr Holland-M Am Samstag wat: einer Besichtigung k u. W. Denninghüff i däuterungen der Är­aren Einblick in bit sgestatteten Betrieb! :egten die automr skessel, die Apparat.. Kesselstein zu oMi, m aber die PreßheU:' len derartigen Setöj 12 Stunden. BesMeii ien Denninghoff ja tim: t zu knapp auA 6ina ng, das Bier sei schnell-:

len am SamStag in gon; perahir folgten Regt­en aufeinanber. 3C, Zeit liegen, und and terau regnete es. In

~N*^r Mo au\ bem W1- :tM Da t>at recht:

onat Mai, ngen, ogdSbetg roßherzogtM HHP für männlich" riSbieH L5 jt liKusendcnde len läßt- ober einen 3W'1 7 °undL°hn»Ex

TOltP $ 5

m P vom W' Vv,

hlen, denen em

-in der &

'«! 'hi, He ®al*

r.Al'ÄbAfe )Cr am lfl srfcW zehrer

at ?

r gestern ^ («6 5bem 3»* l,bCr Widmung- .6 ff

tSsW

i,

h|C ;

tdi y W'

Id

W ist das gesündeste Familiengetränk, vorzüglich im Geschmack und billig im 1 Gebrauch. Nur echt im geschlossenen Paket mit der gesetzlich geschützten H Bezeichnung MarkeEthel der Firma Els. - Lothr. Malzkaffee-Fabrik Schiltigbeim i. Elsass. Ueberall erhältlich.

Durch Nachahmungen nicht ersetzbar. In Fl. ä M. 1,75 erhältlich.

BAUER & Cie., Berlin SW. 48.

Artikel des Rostocker Professors Dr. Richard Ehrenberg, und der dritte die Erwiderung des Verfassers hierauf.

£iterarifd?es»

Der Kamp f um die Nachlaßsteuer von Dr. jur. et Phil. Magnus B i e r m e r. Verlag von Emil Roth in Gießen 1909. Vorliegende Schrift ist vorwiegend Polemischen Charakters, aber es ist eine Polemik, bei der Freunde und .Gegner der 'Nachlaßsteuer gewinnen. Ter Verfasser deckt hier mancherlei neue und interessante Ge­sichtspunkte zu dem altbekannten Thema auf. Die vor­liegende Schrift zerfällt in 3 Teile: der erste bringt einen Artikel des Verfassers über die Nachlaßsteuer, der kürzlich imBerliner Tageblatt" und imGießener Anzeiger" er­schienen war, der zweite Teil einen imTag" erschienenen

Durchgreifende Betten-Verbesserung

wird durch

RelnlWs Patent-MaePrimlssiM"

Kleine Tageschrontt.

Sämtliche Ballons des Berliner Vereins für Lust­schiffahrt, die am Samstag abend von Schmargendorf zu einer Wettfahrt aufgestiegen waren, mußten infolge heftigen Schneesturmes schon nach zwei- bis dreistündiger Fahrt niedergehen.

Während des Gottesdienstes in der Berliner freireligiösen Gemeinde bedrohte ein Teilnehmer den Prediger Dr. Wille, den bekannten Schriftsteller, mit einem Revolver. Er wurde fest- genommen.

Der Leutnant Herzog Luitpold von Bayern von den Bamberger Kaiserulanen, stürzte bei der gestrigen Preis­konkurrenz des fränkischen Reitervereins und erlitt Verletzungen am Arm und im Gesicht.

Auf der Abwehrgrnbe in Nikol schütz in Schlesien wurden drei Bergleute durch herabstürzende Kohlen verschüttet. Einer war sofort tot, die beiden andern erlitten lebensgefährliche Verletzungen.

In Reggio di Calabria lourde gestern ein heftiges Erdbeben wahrgenommen. Im Laufe des Nachmittags erfolgten noch mehrere weniger heftige Stöße.

Das Unwetter in Amerika hat viel größeren ^cha den angerichtet, als mau zuerst angenommen Hal. 2 0 2 Tote und 8 00 Verletzte sind bisher bekannt. Ter Schaden gehl in die Millionen. Auf dem Huron- und Erisee sind zwei Schiffe gestrandet. Elf Personen von demGeorge Nestor" und die Besatzung derBatavia" von 15 Mann er­tranken.

Märkte.

fc. Frankfurt a. 9)2., 3. 'Mai. (Orig.-Telegr. desGieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 25.0000.00, Kurhessischer Mk. 25.0024.25, La Plata Mk. "5.7526.75, Kansas Alk. 25.7526.75, Roggen (hiesiger) Mk. 18.5000.00 Gerste (Wetterauer) Mk. 19.0020.00, Franken- selder Alk. 19.0020.00, Hafer 18.5019.50, Mais Alk. 18.0000.00. Weizenmehl Alk. 31.25^34.50, 0000, 2. Qualität Alk. 32.75 bis Alk. 33.0), 3. Qualität Alk. 31.7531.00, Roggenmehl o

Mk. 26.5027.00,1.Qualität Alk. 23.50-24.00, Weizenkleie Alk. 10.75 bis Alk. 11.00, 9loggeufleie Mk. 11.7512.00, Maiskeime Alk. 00.00 bis Mk. 00.25, Franken, Pfalzer, Ried Alk. 19.7520.25. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 3. Mai. (Telegr. Orig. - Bericht de? Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Vie hm art- preise, ^um Verkaufe standen: 617 Ochsen, 37 ans Oesterreich, 50 Bullen, 0 aus Oesterreich, 917 Kühe, ,Fersen, Stiere und Rinder, 438 Kälber, 231 Schafe und Hammel, 1660 Schweine, 2 Ziegen. 4 Ziegenläminer, 4 Schallämmer. Bezahlt wurden im 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7375 Alk., 2. Qualität 6769 Alk., 3. Qualität 5659 Alk.: Bullen 1. Qual. 6366, 2. Qual. 5860; Kühe 1. Qualität 6970 Alk., 2. Qual. 5758 Alk., 3. Qual. 4648 Alk., 4. Qual. 0000 Alk., 5. Qual. 0000 Alk. Bezahlt wurden für das Psund Schlacht­gewicht: Kälber 1. Qualität 97 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 58bO Pfg., 2. Qualität 8894 Pfg., Lebendgeivicht 50-54 Pfg., Schlachtgew. 7072 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 74 bis 75 Pfg., 2. Qual. 6466 Pfg. Schweine: 1. Qual. 6667 Pf., Lebendgewicht 54,000,0 Pf., 2. Qual. 8500 Pi., Lebendgewicht 52,553,0 Pfg., 3. Qual. 6064 Pfg., Lebendgewicht 00ÖO Pfg. Geschäft bei Hornvieh gedrückt, Ueberftand erheblich, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand; bei Schweinen Ueberstand gering.

GrigLsraL-Drahtinelöuttgen.

R. B. D a r m st a d t, 3. Mai. Dem Landtag wird noch im Lause dieser Woche als erstes von den 6 Gesetzen über die Verwaltungsresvrm die revidierte Städte­ordnung zugehen. Sic wird als wesentliche Aenderung eine Bestimmung enthalten, die den Lehrern das passive Wahlrecht zuerkennt. -- Der verstorbene Geh. Zustizrat Metz hat der Tech,n. Hochschule ein Kapital von 10000 M f. vermacht, dessen Zinsen zur Unterstützung be­gabter Schüler Verwendung finden sollen.

Berlin, 3. Mai. Der Vorwärts veröffentlicht in seiner heutigen Montags-Ausgabe die nachfolgende be merkenswerte Auslassung zur Reichsfinanzre­form : So sehr unsere Partei (dem Erfurter Programm gemäß) als Mittel zur Deckung des Reichsdefizits die Reichs Vermögens- und Reichs-Einkommensteuer sowie Reichserb schaftssteuer empfiehlt, so wenig ist sie geneigt, der Regierung lediglich, um dieser aus der Verlegenheit zu helfen, irgend eine verkümmerte, vielleicht nur 4050 Mill. Mk. ein­bringende Erbanfallsteuer zu bewilligen und dadurch dazu bei­zutragen, daß die Negierung ein Steuer-Programm zu ver wirklichen vermag, das den Unbemittelten zu inrperialisti schen Zwecken eine neue Steuerlast von 400 Millionen Mk. aufcrlegt, während die besitzenden Klassen mit dem vierten oder fünften Teil dieser Summe wegkommen. Sollte die Regierung sich der Täuschung hingcben, für solche Versuche die Hilfe der Sozialdemokratie zu erlangen, so können wir ihr von vornherein sagen, daß sie falsch kalkuliert.

München, 3. Mai. Auf der Forstencreder Straße verunglückte gestern abend 1" Uhr ein von .Garmisch kom­mendes Automobil dadurch, daß der Führer die Gewalt über den Wagen verlor. Das Gefährt wurde gegen einen Baum geschleudert urrd zertrümmert. Der Besitzer .Gg. Mayer erlitt einen Schädelbruch und ivar sofort tot, sein Bruder, der ebenfalls einen Schädelbruch hat, ist s e h r schwer verletzt. Die drei weiteren Insassen erlitten erhebliche äußere und innere Verletzungen.

Stuttgart, 3. Mai. Gestern nachmittag ist in Frie­drichshafen der frühere Ministerpräsident Dr. Freiherr v. Mttt- n a ch t im 84. Lebensjahre gestorben. Cr war seit 1867 Justiz­minister und trat 1870 als 'Aacysolgcr des Freil)errn von Varn- bühler an die Spitze her Regierung und beteiligte sich wesentlich an den Verhandlungen in Acünchen und Versailles, welche der Grüiwung des Deuychen Reiches und später deut Abschluß der Friedenspräliminarun voraus gingen. Mit ihm ist der letzte der Staatsm^nister dahiic gegangen, dessen Name noch unter dem Vertrage voit Versailles steht.

Turin, 3. Mai. Tie Zusammenkunft zwischen dem Äönig von Italien und deut deutschen Katser soll tu Brutbsi selbst erfolgen. Tas Tatum steht noch nicht fest.

Paris, 3. Mai. Int ganzen Lj.cu Frankreichs herrscht Schneefall und F r o st. An Obstbäumeu und Weinstöcken ift großer schaden entstanden.

Konstantinopel, 3. Mai. Tic Nachricht, daß Kammerpräsident Ach m cd Riza demtssionieren wolle, be­stätigt sich nicht.

P a n a m a, 3. Mai. Beim K a n a l b a u stürzten unweit Eulebra einige Karren einen Abhang herunter, wodurch 11 Personen getötet und 9 schwer verletzt wurden.

Voraussichtliche Witterilng für tpcffeu am Dienstag dem

4. Mai: Heiter und trocken. Nachts Frost, am Tage wärmer. Veränderliche Winde.

crl mit dem neuen geräuschlosen Doppel-Kettennebs herbeigefahrt Wc-rn grösster Reinlichkeit, dauernder Elastizität und Wegfall aller Reparaturen im Gebrauch beste und billigste Federböden! --- Nur echt mit Fabrik-Stempel! -

In den besseren Geschäften zu Fabrikpreisen erhalt!. Niederlagen werden nach­gewiesen durch Patent-,löbel-Fabnk .PRIMISSIMAU H. Reinhold. Berlin N. 2).

Tagen sehen wollte, ob sich kein Fuchs barht gefangen habe, war die Falle verschwunden. Im letzten Winter saßen nun einige Gäste in eurer Wirtschaft und besülstigten u. a. einen Katalog, in dem Fuchsfallen abgebildet waren. F. bemerkte dabei, ein solches Ding habe er auch zu Hause, worauf ein Gast, dem der Forstwart das,Abhandenkommen, der Falle mitgetei.lt hatte, sagte, dies wisse er schon längst. Llls der Gast dem Forstivart von der Unter­haltung Mitteilung machte, erhob dieser Anzeige bei der Gen­darmerie, die bann die Falle in der Wohnung des F. sand. Es erging hierauf Anklage wcgeir Diebstahls und das Schöffengericht verurteil re F. zu 2 Tagen Gefängnis. Er focht das Urteil an, indem er geltend machte, er habe den fraglidien Gegenstand auf seinem Acker gefunben und ihn als herrenloses Gut betrachtet; daß dies eine Falle sei, habe er nicht gewußt, noch viel weniger sei ihm der Eigentümer befaimt gewesen. Er habe das verrostete Ding zum alten Eisen geworfen, wo es der Gendarnr gesunden habe; er habe es stets offen liegen gehabt inrb es sei ihm nie der Gedanke, eine unredliche Handlung begangen zu haben, gekommen. Wenn einerseits auch vermutet würbe, der Angeklagte habe die Falle beiseite geschasst, damit sich kein Juchs darin sängt, weil doch die Landwirte im Fuchs einen Beschützer des Feldes erblicken, so konnte doch nicht festgestellt werden, daß der Angeklagte die Absicht der rechtswidrigen Aneignung hatte, zumal er weder den Besitz leugnete, noch die Falle versteckte. Da angenommen werden mußte, der Angeklagte habe .sich M seiner Handlungsweise für berechtigt gehalten, mußte Freispruch ergehen.

Die Eissäge.

Beim Eismachen im letzten Winter benutzten einige Arbeiter eine einem Viüller gehörige Schrotsäge zum Zerkleinern der Eis­schollen, Nach Beendigung der Arbeit war die Säge verschwunden und man hatte den Taglöhner I. Sch. aus Sck)lc tz im Verdacht, sie mitgenommen zu haben. In einer Wirtschaft darüber zur Rede gestellt, leugnete er den Besitz, doch als der Eigentümer, fragen ließ, gab er die Säge gutwillig heraus. Tie Sack)e blieb aus sich beruhen, bis Sch. von einem Arbeiter eine Fensterscheibe eingeschlagen bekam und er diesen dafür gerichtlich belangen ließ. Aus Aerger darüber, zeigte der Arbeiter den Sch. wegen des Vorfalles mit der Säge an, was diesem am Schöffengericht eine Woche Gefängnis wegen Diebstahls eintrug. Das Schöffengericht hatte hauptsächlich in dem Leugnen des Besitzes der (Säge durch den Angeklagten, seine rechtswidrige Absicht geschlossen und der Aussage des Knechtes des Eigentümers, der dem Angeklagten die Erlaubnis zur Viitnahme der Säge gegeben haben -wollte, kein Gewicht beigelegt. Die (Straffammer kam infolge Berufung des Angeklagten zu einer anderen Auffassung: Ter Angeklagte t'ann aus irgend einem anderen Grunde den Besitz der Sage bestritten haben, auch durste die Aussage des Knechtes, der in der Voraus­setzung des Einverständnisses des Eigentümers dem 'lwgeklagten die Erlaubnis gegeben hat, nicht uitberücksichtigt bleiben. Zum mindesten stand nicht fest, daß der Angeklagte bewußt rechtswidrig gehandelt bat, weshalb das Urteil aufgehoben wurde und Frei^ s p r e ch it njwnol.itc.

Bonn a. Rh., l^Mai. Die Scrafkammer verhandelte heute hinter verschlossenen Türen gegen den Oberarzt der Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt, Privatdozenten der Psychiatrie Dr. med. Richard Förster, dem zur Last gelegt wurde, zu Verviers der Kellnerin Anna Pabst aus München wissentlich Mittel zu 'Ab- treibungen gegeben und dadurch fahrlässig ihren Tod herbei­geführt zu haben. Der Angeklagte wurde wegen Beihilfe zur Abtreibung zu 6 MoiuUen Gefängnis verurteilt, von denen vier Monate auf die Untersuchungshaft cuegerechnet wurden. Im üb­rigen erfolgte Freispruch. (Franks Ztg.)

Berlin, 1. Äcku. Das Urteil im Prozeß Friedberg- Bohn lautet gegen den Angeklagten Friedberg wegen einfachen Bankerotts auf zwei Jahre Gefängnis, 9000 Mk. Geldstrafe und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zwei Jahren. Bohn wurde wegen schwerer Ur künden sälschung und Be­truges zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis vecurleilt. Gegen Friedberg wurde ein sofort zu vollstreckender Haftbefehl eilafieiL Bohn soll gegen die bisher von ihm geleistete Maution io eiter auf freiem Fuß belassen werden.

Hannover, 1. Mai. Wegen Wechselfälschungen hatten sich vor der Sttaskammer in Hildesheim die Bankiers Marheineke und Stuke zu verantworten. Stuke, der hart­näckig leugnete, wurde zu 4 Jahren Gefängnis und ö Jahren Ehrverlust verurteilt, wäyrend cküarHeinere, der geständig war, 3 Jahre Gefängnis und 3 Jahre Ehrverlust erhielt. Es handelte sich um Fäpchung von Akzepten in Höhe von 24 000 Mk. Beide Angeklagten werden lieg jwch wegen Depot-Unterschlagung uno | betrügerischen Bankerotts zu verantworten haben.

1'1 e tj, 1. Mai. Im Lourdesprozeß wurde heute abend nach 6 Uhr nach zweitägiger Verhandlung das Urteil verkündigt. Die Beleidigungsklage, die Dr. Ernst gegen Dr. Müller und Genossen sacht l'litglieder des Metzer Aerztevereins) angestrengt hatte, ivurde kostenpflichtig abgemiejen.

Ravensburg, 1. Men. Das Schwurgericht verurteilte den Säger Hofmetsier, der tn der Nähe von Bieberach feine Ge­übte erschossen hat, zum Tode.

[---- , .

Wirksame Desinfektion der Mund- und Rachenhöhle; bestes Abwehr- -----------------------------------------------------., mittel gegen Ansteckungsgefahr