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Bekanntmachung
1.
2.
3.
29. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichcn. Gießen, den 19. Juni 1909.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
®etT"' 3uy Snüdjt der Beteiligten liegen werktags auf Großh. Bürgermeisterei Gießen offen: .
- in der Seit vom 23. Juni bis cttifcfiltenlicf) 30. Zum ds. Zs. das HauptgeldansgleichungSverzeicknis der Gemarkung Gwpen Hnfh der ' Lahn 1. Teil einschließlich der Gemarkungsteile Wißmar, Lannsbach und Wiefeck nebst den zugehörigen Einzel- inÄr^stctchen Zeit das Verzeichnis der Entschädigungen, die infolge der Ausführung von Dramagearbeiten in bestellten Grundstücken des BereinigungSbcztrks Gietzen links der Lahn in ter* 3cH ^mn* 23.’ Juni bis einschließlich 8. Zuli 1909 das Projekt über Bewässerung der Wiesen m Flur Xlll nebü Abschrist des Beschlusses der Vollzugs floinmtffton voin
KeKanntinachung.
Wegen Herstellung des Straßenbahngleises wird die Schulstraße von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Nadfahrverkehr gesper><
Gießen, den 22. Juni 19;
Großherzogliches Poft.e samt Gießen.
Reinhart.
Bekanntmachung.
Die Lieferung des zu 6200 Zentner veranschlagten Bc darfs au Nußkobleu ziveiter Größe für die städtischen Anstalten für das Rechnungsjahr 1909 ist zu vergeben.
Die Bedingungen liegen aus unserem Sekretariat, Zimmer Io, zur Einsicht offen.
Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis
18 Mär' 1909.
Einwendungen hiergegen sind bei Meidimg des Ausschlusses innerhalb der Oßenlegungsfristen bei Gr. Bürgermeisterei Gietzen schriftlich einzureichen. . (RM/
Friedberg, den lo. Juni 1909.
Der Großherzogliche Feldberetnignngskommissar:
;sgez.) S chni11svobn, KreiSamtniann.
Bekanntmachung.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen links der Lahn.
Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. ~ . ___
Gietzen, den 21. Ium 1909. . .
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Bekanntmachung.
8c,r-: SS! Ä»
lichen Kenntnis. . „nnn
Gießen, den 21. Juni 1909- . r
Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
M e c u m.
17. Tagung des Lunder deutscher Lastwirte.
S. u. fr. Darmstadt, 23. Juni.
Der 17. Bundestag des Bundes Deutscher Gastwiicke mit dem Sitze in Leipzig trat heute hier im Christ'schen „Fürstensaal" zu seiner Hauptversammlung zusammen, zu der sich iiisbesondere Die Delegierten ails Südwrstdeutschland, Süddeutschsand Rhcüi- lond und Westfalen sowie aus Mitteldeutschland und dem Königreich 'Sachsen sehr zahlrctch cingefunden hatten. Vertreten sind u. a. Berlin, Leipzig, SOtintdien, 'Jiümterg, Stuttgart, Dresden, Mannheim, Augsburg, Breslau, .Halle, Ehenrnitz, Straßburg i E Trn r, Saarbrücken, Halle a. S, Mainz, Kassel, Hildesheim, Kemp, teil, Gietzen, Hannover, Fulda, Frankfurt a. M., Göttingen, Kob l<m; und Köln. Zunächst tagten die Aufsichtsratssitzuiigen der Lastpfltchtkane, der Sterbe lasse und des Fackwrgaiis des Bundes Der vom Bundesvorsitzenden Steher-Leipzig erstattete Geschäftsbericht konstatiert einleitend, daß die mit dem Eintritt bcsserer wirtschaftlicher Verhältnisse in Industrie und .Handel er- bcssre Besiergestaltung der allgemeinen geschäftlichen Lage des Gastwirtsgcwerbes (eibrr nicht eingetreten sei. Es sei vielmehr eine Weiiduug zu,n Schlimmeren zu verzeichnen. Die .Klagen über geschäftlichen Rückgang mehrten sich, die Konkurse im ’&emerbc nahnien zu und die von dem Bunde seit Jahreii bekämpften Miß- släude im Gaslwirtsgewerbe und nicht zuletzt die in dem allgemeinen Verhältnis der Gastwirtsbetriebe zu den Bierproduzenten hätten in den einzelnen Landesteilen trotz, heftiger Gegenwehr eine Versckmrftmg erfahren. Die Re ichsfin anzreform habe crnc weitere Verckchärfting der ungünstigen Situation mit sich gebracht, denn die geplante Besteuerung von Bier, Branntwein, Werm Tabak, Licht und'Reklaine treffe vor allem den Gastwirt. Die Tatsache, daß das 'biertrinkende Publikum sich stets mit aller Heftigkeit gegen eine Verteuerung des Bieres sträube, daß ein. sehr großer Teil der Bier konsumierenden Kundschaft sich aus Angehörigen des arbeitenden Standes zusaimnensetze, und daß neben dem Bier auch weitere Belastungen des Wirtestantes geplant seien, gestalte den Blick auf die nächste Zukunft des deutschen Gastwirlsgeiverbes trostlos. Die geplante Hinrdcrtmittionen- belaslung des Bieres würde Tausende ruinieren. Demgemäß wurde denn auch fettens des Bundes mit aller (Energie der Kampf gegen die Kontiugentiernng geführt und ebenso die Frage der Abwälzung seitens des Bundes-Vorstandes hingehend erörtert. - - Ferner hat er gegen die Reubelastung des Braiintlveins, gegen die Tabaksteuer, gegen die Licht imd Jnseratensteuer sinvie gegen die Weftt- steuer Stellung in verschiedenen Emgaben genommen. — Die Erörterungen über die Frage des Aninnerkiteipenwesens und sefticr Bekämpftrng durch die Fraueiivereine insbesondere durch die For- bening des Verbots der Kelluerimieubeschäftigung gab dem Bund Veranlassung, vor einem zu schlossen Vorgelien zu warnen, da man unter Umständen auch das solide Kellnerinnengewerbe Süd- deutschlands trefsen würde, doch hat er sich mit einer Beseitigung der Aniinieickueipen einverstauden erklärt. — In Sachen der anderweitigen Regelung der- Stellenvermittelung hat sich der Bund für die Abschottung des .flpmmisswnärumoesens ausgesprochen. — Weitere Arbeiten des Bnndesvoi-staudes betrafen das Spiel- mitomateuweseu, die mißbränchliche Benutzung ftemder.Hotelnamen, den Kmnpf gegen die Erhöhung der Telcphongebührcn, gegen die unberechtigten Forderungcii der Deutschen Tonsetzergeuossenschaft, die Erhöhung der Stempelsteuer u. a. m. — Der Bericht gedenkt dann ber im letzten .Geschäftsjahr verstorbenen Ehrenmitglieder des Bundes: M ä che r l e in-Nürnberg, Heidinger -Stuttgart uiid Reineiner Darmstadt. — Die Buudcsorganisation habe auch im letzten Geschiftsjahre iveitere Fortschritte gemacht, so daß die Mitglicderzahl gegenwärtig ca. 45 000 beträgt. Reu hinzugetreten sind der Internationale Gastwirtsverein in Antwerpen und die Wirte-Jnnung zu Köln. Die heuttge erste Hauptversammlung wurde sowohl durch Vertreter der Großh. Hess. Staatsregierung, als auch durch den Bürgermeister Glüssing be-
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nnungen und gen>^, en» M sich säintii^ ln Hansabunde su,
'Kommission zur «v. »rgermeisters hat ei? letenund unbesoldeter Geh. 0berfiimzrak Aurgermeislns 2.$; & 3uni staltfiuden.^
Maftroirtsweltiu mstadt,23.Jmi. der in diesem Jahre ® zurückblillen kann, k.
'rbcousstcllungir! lallet, über die ber örej •• Wie der Zweck, fo ii und vielgestaltig. Tei Mathildcnhöhe. sowie ea ißt die Ausstellungen te Öokljimmcreinriditungts. und Lchankcjiilichtunse. ren, Kochgeschirre, r Hotel- und Gastwirts llc Arten von Nahrungs : und Fahrzeuge iinb k )ienl in erster Linie tit werden, die eine gch In demselben Raum HL brik, A.-G. Grost-Gem 1 Auswahl von Löst- ul' Seingroftandlimg
? Auswahl von Wciiw. almvll. inGundrrru t> Seine und die Beem : t zeigt eine grvft Au- Ml ist die Ausslcllm von Melm aus Zwieback ernchteft: T Stelle die DamM! jer erwähnt werden, » Beauemlichkeiten daiV liamsoriesabrik ramm ckaum nach einem Mite neben hot die Inj jj »Hüller-Damnos von Aplelwem ui. nlabcnb ,ger-vochheiter stellt eine reiche W us und nickt
Steinhägers Anblick bieten ,nd -Lurstwarcn bei.’- ettigW^mL
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Bekanntmachung.
8e,r :8!e Untertanen sitm AnÄchtaa- der E°d°-kt-n F°U>b-- reinigungskosten Idas Verzeichnis der m .Bettacht kommenden Grundstücke und Wertes nebü . Abickiiit der Ne chl e der L ou zugskomiuisstou über den Ausschlag »"'d -d e Erhebung der unge deckten Kosten liegen zur Einuchr der Beteiligten 'verklag^ n -
1. in der Zeit vom 23. Juni bis eunchlietzlich 30. Ium dS.
aus Großh. Bürgermeislerei Gießen? (ur
2. in der Zeit voin 3. bis eiiudiheuhd) 10. Juli d^. aus iv . Bürgermeisterei Heuchelhemi- 9,„L,ckiunc-.
Einwendungen hiergegen m'd bei Meldung des Ausflusses innerhalb der Onenlegungsiristen bei den betressenoen -ou g meistereien schriftlich einzureichen. .dm.
Friedberg, den 15 Juni 1909 . „„imr
Der Großherzogliche Feldberciiiigung^koinmiiiar lgW.) Schnitrspahu, mcisauitmaün.
grüßt. Auch der Angestelltenverban-? ber Deutsche Kellnerbimd, hat einen Vertreter zu ber Tagung yttianbt, die wie bereits berichtet, mit einer Ausstellung für dos Gastwirtsgewerbe verbunden ist.
Kleine Tageschronik.
Bis jetzt sind «ms den Trünrmern des eiiigeftürzten Brügge- wa l d - T nnn e l s 9 Tote und 6 Schwerverletzte geborgen wor den. Geslern erfolgten neue Nachstürze, so daß ans der einen Tutrnelseite die Bergungsarbetten eingestellt werden niußten.
In der S ch w e i z ist bis in die Hochtäler hinab Schnee gefallen. Aus dem Pilattrs, Mgi, Gotthard und Säntis liegt der Schnee teilweise 40 Zttn. hoch. Die Temperatur siel vom Dienstag bis gefterii früh nm 20 Grad.
In M e s s i n a wurde gestern abend ein ziemlich hefttges Erdbeben von 10 Sekunden Dauer verspürt.
In C a m b r i d g c (Massachnsettsi veranstaltete die deutsche Abtcilmig der Harvard-Universität vor etwa 20 000 Zuschauern, imtcT .ihnen sämtliche Prosessoren und zahlreiche Stn- diercnde, eine Aufführung von Schillers „Jungftau von Orleans" in englischer Sprackze zmn Besten des germmiischen Museums.
In Warschau ist man gavaltigen Unterschlagungen auf die Spur gekommen. Zahlreiche hohe städtische Beamte haben sich von städttfchen Lieferanten bestechen lassen. Der Schaderr den die Stadt erleidet, unrd auf mehr als eine Million Ru bel geschätzt.
Der russisclte Graf O b e r m ü l l e r, der sich an Bord seiner Jacht in San Trope; besand, ionrde von der Mannschaft überfallen. Obermüller verteidigte sich mit seinem Revolver und erschoß einen Matroseir. Der Graf erlitt keine ernstliche Verwundung. Mehrere Meuterer wurden verhaftet.
In Pitts bürg hat in einer Kohlenmine der Lackawona- Gesellschast eine Explosion stattgesunden, durch die etwa 1.50 Bergleute abgeschnitten wurden: cs sind bereits.mehrere surchtbar verstümmelte Leichen aufgefunden worden.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redattion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Die Arbeiten der elektrischen Straßenbahn schreiten erfreulicherweise auch auf dem SelterÄoeg rüstig vorwärts.
Wie wir hören, sollen glatte Basaltsteine, die zur Pflasterung des Seltersweges dienten, mm zur Pflasterung zwischen den Schienengeleiscn benutzt werden. Im übripen soll das alte Pftaster nur wieder vervollständigt werden. In einigen Jahren soll dann der ganze Seltersweg asplwltieick werden. Wäre es da nicht besser, weirn die Stadtverwaltung und die Stadtverordnetenpersammlung schon jetzt Asphaltterung zwisck)en den Geleisen vornehmen ließe. Denn wenn es auf ber einen Seite auch etwas teuer ist, so ist doch anderseits diese Anlage auch fertig und verursacht später fehle weitere, unnütze Stoften mehr und auch feine fo große. Störungen für die Geschäftsleute am Seltersweg, die bei den gegcmvärtigen Arbeiten schon genug zu leiden haben.
Damit ist bann auch hier ber Anfang eines geräuschlosen Plasters, ähnlich wie auf bem Neuenweg gemacht und jetzt kann dieses, da man er ft mit dorn Legen des Geleises beschäftigt äst, noch ganz gut geschehen.
Ferner sei noch aus die Wiegandtsche Besitzung am Neuenweg verwiesen und dringend gebeten, diese ftädtischerseitS zu erwerben.
Dadurch ist der Stadt die Möglichkeit weiterer Unternehmungen gegeben Und,auch den unhaltbaren Zuständen des dortigen Betriebes ein Ziel gesetzt.
Man hat durch die Neubauten am Neuenweg und durch die Ncupslasternngen ganz wesentlich zur Verschönerung dieses Stadt
teiles beigetragen und die Stadtverwaltung und die Stadtvätrr würden hier den Dank vieler erwerben, wenn im Sinne dieser Zeilen gehandelt würde. Einer für Viele.
Handel.
— 4 proz. Anleihe der U e b e r l a n d z e n t r a l e B i r n b a u >n - M e s e r i tz. S ch w c r i n a. W. Wie aus bem heutigen Inseratenteil ersichtlich, bringt die Darnistädter Bank dahier obige Anleihe zum Kurse von 101.50 Proz. zur Emission. Die Anleihe ist zu 102Vroz. rückzahlbar und die beteiligte!! Kroise haben die selbstichulbnensche Blirgichast bafiir übernommen. Aus Grund dieser Garantie ist die Anleihe als durchaus sicheres Anlagepapier zu bezeichnen mit einer für die jetzige Zeit sehr günstigen Ver- ziufimg.
Märkte.
ke. W i e S b a d e n, 33. Juni. Biehrnarkt. Zmn Verkauf standen: 36 Ochsen, 88 Kühe, 436 Schweine, 540 Kälber (darunter 335 Mastkälber, 205 Landkälber), 48 Hammel und Schafe. Bezahlt ivnrde für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 75,00 — 76.00 Mk., 2. Qual. 73,00—75,00' Mk., Kühe 1. Qualität 65,00-67,00 Mk., 2. Qual. 00,00-00,00 Ml. Bezahlt wurde für 1 Kilogv. Schlachtgewicht: Schweine, vallfleifchige, 1,35—1,37 Mk., Sauen 0,00-0,00 Mk., Eber 0,00-0,00 Mk.; Kälber: Dkastkälber 1,88—1,96 M., Landkälber 1.42—1.58 Mk.; Hammel und Schale 1,46 bis 1,54 Mk. — Rinder notierten: 00—00 Mk., Ferkel das Stück: 00—00 Mk. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, Ueberstand keiner. Die Zusuhren stammten aus Norddeulschland, den Kreisen Liniburg, Obertaunus, Wiesbaden- Land und 6)ießen (8 Ochsen lind 19 Kalber).
Gießener Wetterdienst.
Boransfichtliche Witterung für Hessen am Freitag bem 25. Juni: Wolkig und trocken. Kühl. Westliche Winde.
Original-Drahtmeldungen.
R.B. Darmstadt, 24. Juni. Die Ztveite Kammer ber Stäube hielt heute eine kurze Sitzung ab, in ber alle Punkte beit Ausfchußcmträgen entsprechen!) <mgo nommen nmrben. Das Haus wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. 9iad) Schluß ber Sitzung hielten sämtliche FraMonen vertrauliche Besprechungen ab, in beiten ihre Stellung zur Finanzreform besprochen würbe.
Friedrichshafen, 24. Juni. Major Sperling ist hier eingetroffen. Das Luftschiff Zeppelin I ist fahrbereit. Der Aufstieg erfolgt wahrscheinlich noch heute.
L o n b o n, 24. Juni. Noch einem Telegramm bes „Globe" ist ber Negus Menelik von Abesshnien gestorben.
Paris, 24. Juni. „Petit Parisien" melbet, baß der Sultan Muley afib abgesetzt werben wird, wie vor zwei Jahren sein Vorgänger Abbul Afis. Augenblicklich sei es wahrscheinlich, baß Spanien zögern werde, eine Expebition nari) bem Riffgebiete zu entsenden. Zwischen ben Kabinetten von Paris unb Mabrib besteht volles Einvernehmen.
bester Ersatz für ächten Goldsohmuck, starke 14kar. Gold- auflage, 10jährige urkundliche Garantie für gutes Tragen, sonst verbürgter Umtausch. — Elegante Original - Etuis. - W Billige Preise. — Erhältlich in Goldwarenhandlunfien. -M»
Die IJeberiandzenfrale Birnbaum-lfleserif7,-Schwerin a. W. ist eine auf Grund des Gesetzes betreffend die , 1. Mai 1889
Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften vom 20 Mai 1898 erT’c^tete Genossenschaft. Die Gründung und die Festsetzung des Statutes erfolgte am 12. März 1906. Die Genossenschaft ist am 10. Januar 1907 in das Genossenschaftsregister des Königl. Amtsgerichts Birnbaum eingetragen worden.
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung einer elektrischen Zentrale und die Benutzung derselben auf gemeinschaftliche Rechnung, auch die Beteiligung an solchen Unternehmungen, welche Strom von der Zentrale beziehen wollen.
Der Vorstand wird vom Aufrichtsrat auf die Dauer von 3 Jahren gewählt. Zur Zeit bilden den Vorstand die Herren: Rittergutsbesitzer, Landschaftsrat Willy Nicaeus in Wierzebaum, Vorsitzender, Rittergutsbesitzer Werner Franz in Striche, stellvertr. Vorsitzender, Rittergutsverwalter Otto Schmidt in Goray. Der Anfsiclitsrat besteht ans folgenden Herren: Königlicher Landrat und Fideikommissbesitzer Dr. von Rospatt zu Birnbaum, Vorsitzender, Rittergutsbesitzer, Hauptmann a. D. Hugo von l’nru h auf K 1 ein - M ü n c h e , stellvertr. Vorsitzender, Rittergutsbesitzer und Reicbstagsabgeordneter Rudolf Scherz auf Pieske, Königlicher Amtsrat Dietrich Sarrazin auf Altenhof, Königlicher Oberamttnann Paul K ei bei auf Gross -Münche, Bürgermeister Richard Lorke zu Biesen, Rentier Reinhold Zerbe zi^ Poppe, Grundbesitzer Robert Hofmann in K al au, Regieruugsbaumeister Ludwig Leib zu Berlin. r'
Auf Grund des von der Zulassungsstelle an der Börse zu Berlin genehmigten, bei den Zeichnungsbtellen erhältlichen Prospektes sind
310111. Mk. 3000000
41/2% zu 102% rückzahlbare Anleihe der
Ueherlandzentrale Birnhaum-Mesaritz-Schwerin a.W.
e. G. m. b. H. zu Birnbaum
jede Einlösung bis zum I. Oktober 1914, Gesamtkündigung bis 2. Januar 1915 ausgeschlossen,
garantiert von den Kreisen Birnbanm-Meseritz und Schwerin a. W.
Zinstennine 1. Juli und 2. Januar, 2000 Stück über je M. 1000.— und 2000 Stück über je M. 500.— zum Handel und zur Notiz an der Berliner Börse zugelassen worden.
Zur Sicherung sämtlicher Teilschuldverschreibungen ist auf den Grundstücken der Genossenschaft eine erststellige Sicherung«- hypothek von M. 3 200 000 eingetragen. Die Preussische Zentral-Genossenschafts-Kasse in Berlin ist den jeweiligen Gläubigern als Vertreterin im Sinne des § 1189 B. G. B. bestellt.
Wir legen hiermit vorstehende Anleihe unter nachstehenden Bedingungen zur öffentlichen Zeichnung auf:
1. Die Zeichnung findet am
Montag den L8. Juni 1009
bei der Bank für Handel und Industrie in Berlin und deren Niederlassungen in Darmstadt, Frankfurt a. M., Halle a. 8., Hannover, Leipzig, Mannheim, Stettin, Strassburg i. E., Freiburg i. Br., Giessen, Landau (Pfalz), Neustadt a. Haardt, Quendlinburg, Cottbus, Forst N.-L., Frankfurt a. 0., Greifswald, Guben, Lahr i. B., Offenbach a. lt., Prenzlau, Sorau, Stargard, Spremberg N.-L., Sangerhausen,
, „ Ostbank für Handel und Gewerbe in Posen und Königsberg i. Pr. und deren Niederlassungen in Alienstein, Arnswalde, Braunsberg O.-Pr, Bromberg, Culm W.-Pn, Danzig, Gnesen, Graudenz, Hohensalza, Insterburg, Kaukehmen. Könitz W.-Pn, Krotoschin, Landsberg a. W., Lissa i. P., Lyck O.-Pr., Marienburg W.-Pn, Marienwerder W.-Pn, Memel, Neu-Skalmierschütz, Neu-Stettin, Osterode O.-Pr., Ostrowo, Rastenburg, Rawitsch, Schneidemühl, Schwerin a. W., Stolp i. P., Tilsit,
„ „ Breslauer I>iskonto-Bank in Breslau
während der bei jeder Stelle üblichen Gescbäftsstnnden statt. Vordrucke für Zeichnungen sind bei den Stellen erhältlich. Der frühere Schluss der Subskription bleibt vorbehalten.
2. Der Zeichnnngspreis beträgt 101,50 % nebst 4*/2 °/0 Stückzinsen vom 1. Juli 1909 ab bis zum Abnahmetag; ausserdem hat der Zeichner die Hälfte des Schlussnotenstempels zu tragen.
3 Bei der Zeichnung ist auf Verlangen der Zeichnungsstelle eine Sicherheit von 5 % des gezeichneten Betrages in bar oder börsengängigen von der Stelle für zulässig erachteten Wertpapieren zu hinterlegen.
4. Die Zuteilung, welche sobald als möglich nach Schluss der Zeichnung unter direkter Benachrichtigung der Zeichner erfolgt, unterliegt dem freien Ermessen jeder einzelnen Zeichnungsstelle.
5. Die zugeteilten Stücke sind gegen Zahlung des Preises in der Zeit vom 6. Juli 1909 bis 24 Juli 1909 inkl. bei derjenigen Stelle abzunehmen, bei der die Anmeldung erfolgt ist.
Giessen, im Juni 1909. _____ (a**/e
Bank für Handel und Industrie
Niederlassung Giessen (Darmstädter Bank),


