Samstag AO. November 1909
Drittes Blatt
159. Jahrgang
ch^chetnl «glich mit Ausnahme de» Sonntage.
Nov.
lürcbc und Schule
Mittwoch, 24 d. M., abends 8'/, Ubr,
wird Ptissionar Simon aus Bielefeld
BorgunweseNS.
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(icllen und anderes mehr, tber die Arbeiten der Mi
i-iiinung allmählich der geistige Mittelpunkt des deutschen Mittel- jMwes werden möge. .. .
hierauf sprach Syndikus Koepper (Kobbenz) über die den
auf, baldigst imo erngeyeno oic <yrage Vmitu,uu w uiuuu^i. Derhältnm'e die Einführung des betreffenden -zerles des Gesetzes zur Sicherung der Bauforderungen notwendig machen/
Die Versammlung beschäftigte sich dann noch mit dem
8 Uhr-Ladenschluß
und anderen Mittelstandsfragm, zu bereit weiterer Erörterung die Abhaltung eines besonderen 8 tägigen Mittelstandskurius rm Januar kommenden Wahres besck>lo|sen wurde. U. a. sollen dort auch das Kunsthandwerk, die Bedeutung der Tarifverträge, das Konsumvereins- und Warenhauswefen, die Berufsbildung des Handwerkers, wie auch das Genossensck>aftswefen und die Rabatt- Vereinsfrage erörtert werden. An den eingehenden Erörterungen
gung auf diesem Ge- .usdruck, daß die Ver-
W8r stets nur das echte, bewährte kauft und sich nicht Nachahmungen als „ebensogut“ aufreden lasst. Dies gilt vor allem auch für MAGGFs Würze, die seit 20 Jahren das Vertrauen der Hausfrauen geniesst, als bestes und billigstes Küchenhilfsmittel, das wirklich hält, was es verspricht c*/n
Zamiltendlätter" werden dem Wnjfiflfr* Biennal wöchentlich betgelegt, daS J(r<lsblatl für den Kreis Lietzen" zweimal ^öchknilich. Die „Landwtrkschastltchen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
einen Vortrag über das
hierüber beteiligten sich Delegierte aus Elberfeld, Hannover. Bev- [in, Saarbrücken, Aack«n, Essen und die Vertreter des holländischer Mittrsstandsbundes Ter bisl»erige Zentralvorstand wurde wieder- gewählt und zum nächstiährigen Tagungsorte Essen bestimmt.
Unter Beteiligung von Vertretern aller angeschlossenen und ch^reundetcn mittclständischen Verbände, forme von Vertretern Djler deutschen Handels- und Handwerkskammern, der elfaß lUringischen und württemberg'.sckren Zentralstelle für Handel und vwioerbe, des holländischen Mittelstandsbundes und des intcr- , xlloiialen Verbandes zum Studium der Verhältnisse des Milt.l Hildes trat heute hier die deutsche Mittelstandsvereinigung für V „wel und Gewerbe zu ihrer zweiten ordentlichen Generaloer - suumlung zuf'ommen. Auch die deutt'che Mittelstandsvereinigung ii, Berlin, der Volksverein für das katholische Deutschland, bei irQrir.ifd)e H^ndwerlerbund und die deutsckre Bereinigung hatten h*oi"ibcre Verirrter zu der Tagung entsandt. Ferner waren das derpräiidium der Rheinprovinz, die Stadt Tüsjeldors und die kisige Handels- und Handwerkskammer vertreten. Vom Reichs- iLge waren die Abgeordneten Potlhoff und Kirsch erschienen. ■lX den Begrüßungsansprachen der Ehrengäste kam durckstveg li>ffr Grundgedanke zum Ausdruck, daß der Mittelstandsbeweguug t,-r unvolitisckie Charakter bewahrt werden müsse, um den bcutidvn Rondels- und .Handwerkskammern die Mitarbeit an den Jn- Ilkrejsen des Mittelstandes zu ermöglichen, und daß ferner t>e.i der Arbeit der Vereinigung das
PrinzipderSelb st Hilfe cbmmisteheNrMÜl^ M^^^nwalt Stocky (Düsseldorf) eröffnete |bit gesä)ästliclLn Verhaichlungen mit einem Rundblick auf die Hberiocn Arbeiten der Mittelstands Vereinigung, die, aus dem sicheren rheinisck)->oestsälisck)en Landesverband der deutschen Mittel- sioadsvereinigung (Sitz Berlin,, in der sie die sogenannte Düssel- dns-Richtung verkörperte, bervorgegangen, in der kurzen Zeil d-tf« Bestehens eine recht gute und zu den besten Hoffnungen
5aniiÜcn»2lacbrid?tcn.
Verlobte: Fräulein Maria Kehr in Hambach mit Herrn Hermann Hack tu Dannenrod. - Fräulein Paula Pickert In Remscheid nut Herrn Wilhelm Matthäus m Hanau.
Gestorbene: Herr Karl Zulauf tn Elpenrod. — Herr Jakob Christ in Eschenrod. — Herr Friedrich Rudolf Kratz ui Laubach. — Frau Elisabeth Horst, aed. Wagner, in Cber-Chmeit. — Herr Wilhelm Georg m Ttestnbach. — Herr Burghard Ernst Gies tn Wetter.__
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gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln leben wollen, fo geben Ste ihm Dr. Hommcl's Hämatogen. Warnung! Man verlange aus- drückltch den Ramen Dr. Hommel. (D6/!
D. O.-P.
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benmgen in ihren Bückzern stünden, die zumeist gar nicht mehr eintreibbar feien. Hiergegen müßten Abwehrmittel geschaffen werden durch eine Reform der kleingewerblichen Kreditgewährung', Schaffung von Kredit-Genossenschaften, Heranziehung der Spargelder aus den Kreisen deS Mittelsbandes. (Betfall.)
An letzter Stelle verbreitete sich Dr. Sperling (Düsseldorf) über die geschlickt Vertretung des Kleinhandels. Er begrüßte den bekannten Antrag Hammer, demzufolge der neue Han- dölsminister einen die Vertretung des Kl em Handels betreffenden Erlaß an die Handelskammern gerietet hat und fotbette un Ansck/tnß daran die möglichst schleunige Schaffung von Klem- Handels-Ausschüssen beyro von fefbftäntngen Detaültstew-Kammern. Zurzeit sind von dO preußisckfen Handeilskammern bereits 20 solcher Klein ha ndels-Auss chüsse errichtet worden.
In Sachen des
„Scheckstsmpels" gelangte nach ümgever Aussprackre folgende Entschließuns zur Annahrm^ (^^aildersammlung der Mittelstands-Bereinigung für Handel und Gewerbe betrackstet die Einführung des Schxkstempcls als eine weitere ungerechtfertigte Belastung des Mittelstandes und erwartet von den Reichstagsabgeordneten älter Parteien, daß sie die Abschaffung dieses Stempels in die Wege leiten."
Ferner wurde in Sachen der Sicherung der Ban- fvrderungen folgender Antrag zum Besckstuß erhoben:
selbst der zartesten Lei; wand
gewährleistet bei ausserordentlicher Reinigungskraft ti&a
etdligung absagte und, ohne die Staatshilfe irgendwie in ilxer Bedeutung zu unterschätzen, doch mehr als bisher die S^bst- blie in den Vordergrund schob, hat er, auch über die Greife bei Mittelstandes hinaus, fick Ackstung und Vertrauen zu ver- Idyffen gewußt. Im Gegensatz zu der sogenannten Berliner sichtung, die auch staatliche und Privatbeamte und diesoge- nrnnltn freien Berufe umfaßt, befchränkte er seine Organisation tiif den selbständigen, handel- und gewerbetreibenden Mittelstand, cif Kleinkausleute und Handwerksmeister, und schuf damit eine fitlerere Aktionsbasis, als sie bei einer Orgennation aller zu t Mittelstandsschichten gerechneten Berussklasfen möglich ist.
:<r gewerbliche Mittelstand, so führte der Bericksterstaller aus, blinde sich heute in Deutschland durchweg
in der Defensive.
Warenhäuser, Konsumvereine u. a. m. machten ihm das Leben schwer. Dazu fehle jede durchgreifend« Organisation des Mittelstandes, wodurch der Vorsprung des Großkapitals auf_ per rnen und des organisierten Proletariats auf der anderen Seite tioier größer werde. Das Vertrauen auf die Staatshilfe fei [iiDiir schön, aber gefährlich, weil ausreichende Mittel fehlten, echon Bismarck habe den Mittelständlern zugerusen: „Gehen Ixit heim und werden Sie erst eine Macht, dann kommen Sie hiebet " Dieser Mahnruf ist bis heute ohne jeden Erfolg geblieben. Statt dessen sieht man, daß sich der Mittelstand zur Freude seiner i Wegner selbst zerfleische. Zur Zeit liegt man sich
wegen des Hansabundes
in den Haaren und die Frage, ob dieser Bund für den Mittel- ttinb nützlich oder schädlich sei, werde mit einer Leidenschaft! lch- f leit erörtert, als ob davon ausschließlich die Zukunft abhinge. Lest solle sogar ein besonderer Mittel st andstag diese richtige Frage erörtern und evtl, eine Einigung aller deutsckstn i Lrittelstandsrichtungen herbeiführen. Das ist ein viel zu schöner Gebanfc, als daß er verwirklicht werden könnte. Bef fer und ein- V_6ct sei, dem Hansabund gegenüber wohlwollende Neu- iralität zu beachten und die Erörteruna von Standesfragen Mich in den Vordergrund zu stellen. Die wichtigsten Standesfragen ftnb: Die Organisation der Selbsthilfe im Mittelstände und die tzchafsung einer großen deutschen Zentralstelle für Handel und hieivecbe, die Errichtung von Mittelstandskursen, Schaffung von tonl'enEajcn, Lehrkurfen für Schausensterdeloratwn, Auskunfts-
qeqeniuäiug sehr zettqeinäße Thema: .Wohin steuert der 3 5 1 q in ?* im Höisaal der Umoerfifät (L Inserat» ballen. Welche nahe Bedeutung diese Frage für die Gestattung der WeUpoltttt und die Zukuni, unserer Kolonien hat, ifl feinem Kundigen verborgen. Herr Pauor Simon — der Enkel des unter uns unvergeßeuen, im 3<itire 1882 dahier verstorbenen neffhehen Prälaten D Simon — qehörl zu den besten Kennerii des Islam. Rach Absolvierung seiner 'Indien stellte er sich der Rheinischen Alis'ionsgesellsma't zur Verfügung. Von 1896 an arbeitete er drei Iahie unter bett mohammedanischen Batak au» Siimmra, wo die rheinische MlsstonS- gesellschast neben ungefähr 90 OuO Heidenchrislen auch 6—bOOO NiohammedanerchrOten hat. Tie letzten vier Jahre roai er auf der Ostküste Sumatras, wo er der starken mohammebanuchen Propaganda emgegenirelen wollte, welche die heidnischen Reste des dortigen Volkes zu verschlingen drohte. 1907 mußte S,mon krankheitshalber Eurova aiilsuchen. Von Ostern 1910 ao gedenkt er auf cnniaiia die L'eiiuufl des dortigen Piedlgerseminars zu übernehmen. Er Hal ivertvolle Schrulen über den Islam ge'chrieben. oo z. B. .Ter Islam im Baiakland' und .Ter Islam wie ich ihn kennen lernte auf Siimalra'. Tie Bewohner von Eleven und llmgeqend, insbesondere auch die Herren Pro'essoren und Studenlen werden hiermit auf den Vortrag eines genauen Kenners der mohammedanischen Religion aunnerklaui gemacht und zum Besuch desselben heizlich emgeladen.
-----Zur cgefB. Beachitmg !
Wir verpflichten uns hiermit, jeden Schaden za ersetzen, der durch den Gebrauch von Ozonit (auch bei empfindlicher Wäsche) entstehen sollte. Fabriken von Dr. Thompson’* Seifenpnlver. W.m.b.H., Dudeldorf.
Mittelstand betreffenden Gesetzesvorlagen und Gesetze aus neuerer Zeit. Er führte aus: 7 bis 8 MMonsr Personen gehöpau Ifcuie dem
dentschen Han dwer ks stand«
an, daher ist dieser Stand wohl bereckstigt, eine entschiedenere Wahrnehmung seiner Interessen seitens der Gesetzgebung zu verlangen. Glücklick^rwcife haben die letzten Jahre auf diesem Ge- oiete einigen Wandel gcsckmfsen. So sei bie Ausbildung des Handwerlernackstvuckrses um vieles besser geworden, und die (?k- iabr, daß das Handwerk infolge der Rückständigkeit des Rack)wuckrscs schließlitch ynianrmenbred^ii wurde, bestelle jetzt nicht mehr. Auch die Meisterprüfung habe ihren Befähigungsnackstv^.s erbracht, und wenn sich die deutsche Handwertergesetufeoung so erfreulich weite» '.‘iitnrdelc, dann werde vielleickst auch noch eiumalder Tag kommen, ivv man mit Entschiedenheit den allgemeinen Befähigungsnachcvc.s fordere. (Beifall.) Zn fordern sei noch die obligatorische Erw fülTtung bc5 HandN'erkcr-FvrtbildmlcxSjchall-Untrrricksts, ferner eint Verbesserung deS an sich begrüßeilsivnden ^slfckieckivesens. Mu dem S che ck ste m pe l habe sich der Handiv.-rkerstand nicht bt- frciutben können. Das Gesetz, betreffend den unlauteren Welt- baöerb, sei ein großer Erfolg, wenn eö_ auch noch nickst weil genug gehe. Namerrtlick) in den. kleinert Städten werde der Mrltcl- stcutd durch
bad Wanderlager-Unwesen
noch immer schwer gesckiädiat. Weiter verlangte der Referent eine reinlidje ©d>erbung der Begriff« Fabrik inib Handwerk Tem Gesetz, betreffend die Arbeitskanvnern, sehe der Mittelstand nvil 'Jhd)e entgegen, sofern nicht etioa ihm die Reckvrung dafür pröien- tiert werden sollte. In dem Enlivursc der R e i cks ve r s l ch e- rungsordnung wünscht der Reinier die Bejeiligung der ge- Dlantcn Versickierurrgsäntter und wendet sich ferner gegen Die vorgesehene Halbierung der Beiträge. Auch gegen jeden Eingriff in die Selbstverwaltung müsse protestiert 'und ferner verlangt werden, daß der Vorsitzende der KranL-nkasse aus dem Lstande der Arbeitgeber gewählt werde. (Beifall.)
Dr. Engel (Bonn) verbreitete sich dann über m l t tel stä n d i f che fi*r c b i t f r a g e n
unter besonderer Berücksichtigung . _ _
führte ans, daß das Borgrvefen einen derartigen Umfang angenommen habe, daß viele Hanckoerker dadurch vor den Ruin gestellt seien. Auf der einen Seite habe ihr Bankkredit erne
Zu schnelles Wachstum.
In den ^ntwicklung»fahren beginnen Knaben und Mädchew ost so schnell und stark zu ivachien, daß die anf§ äußerste in An- svrnch genommenen Körverkraite dringend einer vermehrten 9tahr- nngsznstihr tn Form eines Stärkiingsmittels bedürfen. Nichts ist hier mehr am Platze als die altbewährte Scotts Emulsion.
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