Nr. 66
gestellt, ein Zustand, der von niemand' für wünschenswert I (dazu kommen noch Schnaps und Wein!), beiuciü das zur ykiuiqc gehalten werden kann. Auch Klagen, daß Beschlüsse der Ver- Unterstützt wird diese Annahme durch den statistischen 'Jiadnueiv ; -......< . . . L - < < ' 1 -v-» - K A Ci *1 / a! (am K . - J i .. .... ..... . s.
sammlung anders ausgefallen wären, wenn die vom Refe>
hat jetzt
Blick.
Die „Gießener Semiltenblätter“ werden dem .AnzeigerE viermal wöchentlich beigelegt, daS „Krtisblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die „Limdwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
daß 4/s aller ZiÄrperverletzungen in der Zeit vom Samstag abend bis zum Montag morgen geschehen, das ist die Zeit, in der auch wohl der größte Teil des Alkoholgennsses stattfindet.
•• Eine Sitzung des Provinzial-Ausschusses
Aus Stafct und Land.
Gießen, 19. März 1909.
Aus der Sitzung der Stadtverordneten.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftrahe 7. Expedition und Verlag: es®5L Redaktion:e^KI12. Tel.-Ad r.: AnzeigerEießen.
findet am Mittwoch, 24. d. Mts., norm. 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: Teilung der gemeinschaftlichen Gemarkung Ober- und Ni eder-Nosbach.
"Kolosseum. Seit vorgestern hat daS Kolosseiun einen neuen Spielplan heralisgebracht, der seine Vorgänger bei weitem übertrifft, Abgesehen von einer Vortragssoubrette, die den Durchschnitt kaum übertrifft, ist daS Programm tadellos in jeder Hinsicht und empfiehlt sich schon ganz von selbst. Da ist zuerst ein sehr geschickter Zauberer Egon Lowini, der seine verblüffenden Kunststücke mit einer ausgezeichneten Handfertigkeit ausführt und durch diese sorgfältig abgestimmte Darbietung viel Beifall findet. Ein famoser Karrikatur-Komiker ist Charles de la Haye, der ebensowohl durch seine grotesk vorgetragenen Lieder, alß auch durch seine Kölnischen Witze, die er ausgezeichnet wiedergab, die Zuschauer zum fröhlichen Lachen anregte. Ihm folgte Lutti Catalani, eine glänzende Kunstpfeiferin, die ihr hübsches Mäulchen sehr graziös und kunstvoll zu spitzen versteht und meisterliche Triller hervorbringt. Ihrem sehr beifällig aufgenommenen Vortrag schlossen sich The SeranoS, die mysteriösen Menschlein an mit ihren drolligen und sehr netten Darbietungen in der Art der von Arvad Schmidhammer als Neuer Plutarch in der „Jugend" veröffentlichten Zeichnungen von Menschen mit ungeheuren Kövfen und winzigen Körperchen. Eine ausgezeichnete Mandolinspielerin und zielsichere Kunstschützin ist Elly del 6arto, die mit den Saiten ebenso sicher umzugehen weiß, wie mit der Pistole. Willy Schäffer mit seinen humoristischen Vorträgen ist noch von seinem vorhergehenden Auftreten bekannt. Den Höhepunkt des Abends bildete das Auftreten der schönen Cleo de Merode, über die wir gesondert berichten. Baronin Moravse trug einige Gedichte, darunter auch eigene recht hübsche, vor und brachte durch ihre ernsten Darbietungen eine angenehme Abwechselung. Den Schluß bildeten The two JoeS, musikalische Komiker, die namentlich auf der Ziehharmonika hervorragende Leistungen boten und sich auch dilrch ihre besonderen Erscheinungen angenehm bemerkbar machten. Auch das Orchester bot unter Fritz Bailmanns Leitung recht anerkennenswertes.
**(£160 de Mörodc gab gestern abend im Kolossen nr ein einmaliges Gastspiel, das zahlreiche Besucher angezogen hatte. Es ist über die schöne, mimosenhafte Belgierin schon so viel geschrieben und — geklatscht worden, daß es sich erübrigt, auf ihre Persönlichkeit näher cinziigehen. Auch ihre Tanzkunst ist bekannt, ein leichtes Aneinandcrreihen anmutiger Stellungen — eine wohlige Augenweide, aber eigentlich nur bedingt auch Tanz; insoweit Tanz, als er die Umformung innerer Zustände in entsprechende Gebärden darstellt und insoweit aiich wieder kein Tanz, als ihm der Promethensfunke, die lebendurchglühte Seele zu fehlen scheint. Sie tanzt nach einer gehaltvollen Musik mit einem gewissermaßen plastischen Tanz, der aneinandergereihten Bildwerken ähnelt und in diesen einzelnen Bildwerken liegt ihre Stärke und ihre Seele, Ob sie wie gestern abend griechisch, Gavotte, orientalisch oder spanisch tanzt, es ist immer Cleo mit ihrem schönen Antlitz und ihrem mädchenhaft-treuen Auge und dem rührenden
Zur Statistik der Krankenversicherung.
AuS dem Bande 194 der Statistik des Deutschen Reichs sind (Nr. 2 der Berliner Korrespondenz vom 18. Januar 1909) Angaben über die Endergebnisse der Krankenversicherung im Jahre 1907 bereits veröffentlicht worden. Aus den Heften zur Statistik des Deutschen Reichs 1909, I, die zur Krankenoersichernngsstatistlk
A. Hauptergebnisse für das Deutsche Reich, 1903 bis 1907 (nach Raffenarten), und
B. die Zahl der Kassen und der Mitglieder in den einzelnen deutschen Staaten, 1907, mitteilen, entnehmen wir für alle Kaffenarten zusammen noch olgende Vcrhältniszahlen. Es kamen auf 1 Mitglied:___________
Es waren Bilder von zauberischem Reiz und anmutiger Schönheit; besonders der orientalische Tanz in dem
** Hessische K r i m i n a 1 statist i k. Die im November vorigen Jahres veröffentlichte >^rtmrnalstatistik ist sehr imerfreu • sicher Art: denn sie beweist für den Zeitraum von 1882 bis 1905 ein sehr bedenkliches Anwachsen der Kriminalität. Fielen im Jahrfünft 1882—87 auf 100 000 strafmündige Personen 743 Verbrechen bezw. Vergehen, so waren es 1898—1902 nicht weniger als 1026, das ist eine Steigerung von 38 Prozent, die im letzten Jahrfünft 1902 -1907 noch auf bedeutend über 40 Prozent gewachsen ist. Diese Steigerung verursacht hauptsächlich das mäun- lickie Geschlecht, vor allem die Jugendlichen, deren .ürinlinalitäl um 63,6 Prozent gestiegen ist, während das weibliche Geschlecht nur mir 9,7 Prozent beteiligt ist. Die Ursache der wachsenden Kriminalität liegt in den Vergnügungen, mti> zwar nicht tu der Menge, sondern in ihrer Art. Tas heutige VeWnügen ist in erster Linie Mkoholvergnügcn. Tie Tatsache, daß in Hessen auf ------° 1100000 Einwohner im Jahre 1907 766 Schaickstäiteüt, und auf den Mep Angelegen heilen in bay Belieben der Bürgermeisterei' der BeuölLcuLg chcht mu&r M 136 Lller Bin faggrc
Dw gestrige Sitzung hatte eine recht interessante Tages- innig, die — ein seltener Fall — etwa ein halbes Dutzend .Zuhörer angelockt hatte. Den Hauptanteil der öffentlich 'verhandelten Gegenstände stellte ein Zukunftskind unserer 'städtischen Verwaltungen, die Straßenbahn. Man unterhielt '»ich über die am Marktplatz vorgesehene Kreuzungs- und Um- ‘IteigcftcUe, die eine Aenderung des Bürgersteiges vor der »Schwiederschen Apotheke in der Schulstraße nötig macht; einer über die Wagenhalle, die auf die städtische Wiese an der 'chhnstraße nördlich vom Elektrizitätswerk zu stehen kommt, »sie wird für 16 Wagen gebaut, während vorläufig 12 Wagen 'Mgeschafft werden, und tann später nach zwei Seiten hin ' ergrößert werden, so daß sie bis zu 50 Wagen aufnehmen änn, also auf lange Zeit hinaus dem Bedarf genügen tvird. Die namentlich für die späteren Passagiere wichtige Trage, ob die Wagen Längs- oder Quersitze erhalten sollen, :.>urde zugunsten der letzteren entschieden. — Wohl den brei- esten Raum in den Verhandlungen nahm die Eingabe H>er Firma Winn & Co. ein, die von uns im Laufe dieser Woche mehrfach besprochen worden ist. Die Darstellung les Oberbürgermeisters gab eine völlige Rechtfertigung des Itei der Zuschtagserteilung der fraglichen Arbeiten einge- nattenen Verfahrens. Sie wich von den Angaben der Winnschen Eingabe wesentlich ab und wir sind außerstande, diesen Widerspruch aufzuklären. Jedenfalls aber wäre es richtig geioesen, daß man mir der endgültigen Vergebung tP lange gewartet hätte, bis die Stadtverordneten über die Mugabe beschließen konnten. Was unsere Stellungnahme im der Angelegenheit anbelangt, so muß vor allem gesagt Derben, daß unsere Verurteilung der fraglichen Vergebungsweise nur bedingt erfolgte, d. h. unter der Voraussetzung, Üaß die Angaben der Firma sich als richtig'erweisen würden. Äenn sie dennoch erfolgte, so geschah dies, weil uns bekannt äsi daß schon vielfach von hiesigen Gewerbetreibenden Magen über mangelnde Berücksichtigung der heimischen Ge- j'häftsiuteressen geäußert worden sind und wir es für eine ter wichtigsten Pflichten der Lokalpresse halten, den Inter- Ofen der einheimischen Gewerbetreibenden zu dienen. Den Dom Herrn Oberbürgermeister ausgesprochenen Standpunkt, taß es unsere Pflicht gewesen wäre, uns bei der Bürgermeisterei über die Richtigkeit der in der Eingabe gemachten Angaben zu unterrichten, können wir nicht teilen, denn mit der Befolgung dieses Rates wäre eine Erörterung stadtn i (her Angelegenheiten in das Belieben her Bnraerrrrein»-^'
reuten gegebene Darstellung auch die seiner Meinung entgegenstehenden Gründe in gleichem Maß berücksichtigt hätte, wie die dafür sprechenden Momente, find nicht neu. In diesem Sinne war unsere kurze Bemerkung über „einseitige Information" der Stadtverordneten-Ver- sammlung zu verstehen, zumal manche Beschlüsse — namentlich gegen Ende der Sitzungen — in Eile von einer Nicht mehr vollständig besetzten Versammlung gefaßt werden. Wir wollen in dieser Hinsicht keine alten Geschichten aufrühren, aber doch an den feinerzeitigen Friedhofsstreit erinnern. Den Vorwurf einer absichtlich und wider besseres Wissen erfolgenden Berichterstattung haben wir nicht gemacht. Eine Besserung könnte u. E. in dieser Beziehung schon dadurch erreicht werden, wenn mit der Gepflogenheit gebrochen würde, daß alle Referate von dem betreffenden Kommissionsvorfitzenden erstattet werden. Durch eine Verteilung der Berichterstattung auf die einzelnen Deputa- tions- und Ausschußmitglieder würde die jetzt unzweifelhaft vorhandene Möglichkeit einseitiger Information des Plenums unter allen Umständen vermieden; namentlich auch in Fällen, in denen die betr. Kommission nicht zu einem einheitlichen Antrag an das Plenum gelangt. Außerdem würden durch eine solche Arbeitsteilung die Verhandlungen des Plenums wesentlich gefördert und der Vorsitzende beträchtlich entlastet werden.
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'* Tageskalender für Freitag, 19. März. Stadt» th eater: „Wallensteins Tod". Anfang 8 Uhr.
Lichtbilder-Vortrag für Herren abends 8'/, Uhr in Steins Garten: WaS der Mann vom Liebesleben und vom Weibe wiffen muß.
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" Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Moos. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. Dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Köddingen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden.
** Hessischer Gauverband gegen den Alko - Holismus. Sonntag, 21. März, hält^ der Verband in Darmstadt seine e r st e Ta g n n g ab. Die freudige Aufnahme, die der Aufruf zur Gründung des Verbandes von vielen Seiten gefunden hat, zeigt, daß die Nüchternheitsbewegung auch in Hessen Boden gefaßt hat und man auch da den energischen Kampf gegen den unser Volk in seiner Gesamtheit schädigenden Alkoholismus aufiiehmen will. So verspricht der 1. Hessische Abstinententag eine bedeutsame Tagung zu werden. Nachmittags findet eine Mitgliederversammlung statt. Für abends ist ein großer öffentlicher Vortragsabend mit freier Aussprache vorgesehen, in dem die Notwendigkeit der Bekämpfung des Alkoholismus vom ärztlichen, erzieherischen und sittlichen Standpunkte aus beleuchtet werden wird. Als Redner sind gewonnen: Dr. niet). Briegleb-Worms, Dr. phil. Strecker-Bad-Nauheim, Konsisto- rialrat D. Mahling-Franksurt. Kein Volksfreund, dem di Beseitigung der durch den Alkoholismus hervorgerufenen Schädigungen unseres Volkskörpers am Herzen liegt, sollte versäumen, sich die Vorträge anzuhören. Der Zutritt ist für Damen und Herren frei.
** Der Verband der Detaill ifte n-Vereine tut Großh. Hessen hält am Freitag, 26. d. M , in Frankfurt eine Aus- s ch u ß s i tz u n g mit nachstehender Tagesordnung ab: 1. Bericht des 2. Vorsitzenden, 2. Einschränkung des Hausierhandels, 3. Offenhalten der Schaufenster, 4. Besteuerung der Filialen, Warenhäuser und Konsumvereine, 5. Subiniissionsioesen, 6. Handelskammer-Inspektoren und Detaillistenkammcrn. Anfiage Friedberg, 7. Abänderung der vier Gew er b este u er kl a sse n, welche zur HandclS- kammerwahl berechtigt sind, bezw. Ergänzung derselben. Antrag Friedberg, 8. Fernsprechgebülwenrcforrn, 9. Rabattgcwährungen oder Umsatz-Prämien bei bestimmten Markenartikeln. Antrag Bens- heinr, 10. Verbot des wirtschaftlichen Wettbewerbs der Beamten, 11. Vergünstigung für die Mitglieder der Verbandsvereine beim Abschluß von Versicherungsverträgen, 12. Beitragsleistung, 13. Verbandsorgan. 14. Berbandstag und Vorschläge zur Wahl des 1. Vorsitzenden. (Die hessischen Detaillisteilvereine, die sich doch die Förderung der Interessen des hessischen Kaufinannsstandes zür Aufgabe gemacht haben, sollten übrigens mit gutem Beispiel vorangehcn und ihre Tagungen in einer hessischen etabt abhalten. Red.)
** Die Gemälde-Aus st ellung im Turmhaus am Brand hat — wie schon erwähnt — wieder eine vollständige Erneuerung erfahren. Tie nahezu 90 ausgestellten Bilder zeigen sehr viel gutes und nur wenig mittelmäßiges. Besonderes Interesse wird wohl die Kollektion L. Dettmann-Königsberg, insbesondere die großen Bilder „Idyll", „Friesische Mädchen", „Picknick" und „Marienkirche" beanspruchen. Auch hat die diesmalige Ausstellung eine Arbeit des bekannten Meisters Fr. v. Uhde aufzuweisen und zwar mit einem „Christusbild". Der hier gern gesehene Künstler R. Scholz hat die Ausstellung mit einem großen Bilde: „Schneewittchen mit den 7 Zwergen" beschickt. Mit drei hervorragenden Arbeiten, „Landschaften", ist Hermann Rüdifühli vertreten. Ferner noch A. Hering mit einem Bilde ,,D' letzte Jung", Prof. Müller- Kaempff drei Aquarelle, M. Loose 10 Aquarelle nsw. Von den einheimischen Künstlern sind vertreten W. Barthel und Emmy Dingeldein. Die Ausstellung ist von Sonntag an wieder täglich geöffnet.
Der Tarifausschuß der vereinigten Staaten
. dem Kongreß die Tarifvorlage unterbreitet. Der Vorsitzende erläuterte die einzelnen neuen Positionen und führte aus, der Ausschuß habe einige Artikel von der Freiliste entfernt, auf andere eine Zvllerhöhung gelegt, lediglich zu dem Zwecke, die Einnahmen zu erhöhen. Diese Artikel seien meist Luxusartikel, wie Parfümerien, Toiletteartikel, Eakes, Federn und löewürze. Wegen des urlgenügenden Zollschutzes sei eine Zollerhöhung erfolgt auf Kohlenteerfarben, Papiersabrikation, Erzeugnisse der '.tzthographie. Zum Teil feftr wesentliche Erniedrigungen seien er- wlgt bei Ehernikalien, Oelen, Farben, Schwämmen, Töpsenvaren, Eisen- und Stahlwaren, Maschinen jeder Art, Baumwolle, Form- yvodukten, Fleischwaren, Flack)S, Hanf, Jutewaren, Wolle, Leder, -chuhwaren und landwirtschaftlichen Geräten. Sodann wurden auf die-Freiliste gesetzt: Eisenerz, Häute, Kimstwerke, die mindestens 20 hjabre alt sind. Ter Zoll auf Roheisen und Spiegeleisen wird von 4 auf 2r/s Dollars pro Tonne herabgesetzt. Die Zoll- rebuktionen überlviegen die Erhöhungen bedeutend. Tie Schutz- wlle sind um 40 Prozent, die Zölle auf andere Waren, wie z. B auf Lederwaren, entsprechend reduziert. Ter Zoll auf raffinierten Zucker ist um V20 Cents pro Pfund herabgesetzt, der für chlorsaures Stall auf 2 Cents pro Pfund; der Zoll auf Wolle für Kleidungsstücke ist ziemlich unverändert^ der auf Wolle für geringere Kleider ilt reduziert. Pelze sind mit einem Zoll belegt, der 27> ■> Prozent WfceS Wertes beträgt. Die Tarifvorlage sieht Minimal- sowie Maximalzölle vor, die durchschnittlich um 20 Prozent höher sind. Ter Minimaltarif soll allen Ländern zugute kommen, die Amerika die SJJ( ci|tbeifünftiguug einräumen. Die bestehenden danbei§■0^= :rägc sind nach Maßgabe ihrer Bestimmungen zu kündigen.
Apolitische Lagesscha«.
Die Volksbewegung gegen die Gassteuer.
Unter diesenr Titel ist soeben eine Broschüre erschienen, welche es nch zur Ausgabe gemacht hat, in letzter Stunde noch einmal zu zeigen, daß der Widerspruch gegen die vorgeschlagene Steuer auf Gas und Elektrizität, auf Kraft und Licht, aNe Kreise der Bevölkerung ergriffen bat, daß auch Agrarier und Konservative im Prinzip gegen diese Steuer sind und daß selbst Regierungs- Vertreter sich abfällig über, das Projekt ausgesprochen haben. ■xsn bunter und fast unübersehbarer Reihe zieht die Opposilivn in der Broschüre an uns vorüber: Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Städte, Presse usw. Wie nachhaltig muß die Abneigung gegeu die Licht- uni> Kraftsteuer fein, daß nun bereits Mr. 4 der Broschüren erscheinen könnte: Es ist tatsächlich eine Volksbewegung.
goldenen Gewand und der eigenartigen, kleidsamen Kopfbedeckung übte eine starke Wirkung aus. Aber auch die anderen Tänze machten großen Eindruck und riefen stürmischen Beifall hervor.
•• Der Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein Gießen, begeht morgen abend fein erstes Stiftungsfest durch em zwangloses Familienfest im Hotel Einhorn, zu dem ein echt touristisches Programm aufgestellt worden ist. Dabei tuerben die Mitglieder, die an 10 und mehr Vereinswander- ungen teitgenommen haben, eine Auszeichnung erhalten. Zum Schluß ist noch ein Tänzchen vorgesehen.
** Einen eigenartigen Tod sand gestern früh ein in dem Neuenweg wohnender alter Sonderling. Als er nicht wie gewöhnlich erschien, wurde seine Wohnung geöffnet, wo man ihn entkleidet auf dem Boden, mit dem Oberkörper unter dem, Bett liegend, tot vorfand. Ter ärztliche Befund macht es wahrscheinlich, daß der alte Manu nach seinem reichlichen Nachtessen in einen Beängstigungs- zustand verfiel und unter das Belt kroch.' Hier "mußte er sich übergeben und erstickte, da er sich nicht unter dem Bett herausarbeiten konnte.
**,3 n offenbarer Geistesstörung entfernte sich Yente früh die Frau eines hiesigen Eifenbahnbeamten aus ihrer Wohnung und stürzte sich in den Woog. Sic tonnte nur als Leiche geläudet werden.
" Slranirnivandlung. Durch Entschließung des Ministeriums der Justiz, ivurde die in der Lollarer- bezlv. Taubruiger Wildererangelegenbeit von der hiesigeii Straikammcr gegen den Wildbrethandler Adam Heltche aus Mainzlar wegen gewerbsmäßiger Hehlerei erkainile Zuchthaussirase von einem Jahr, in'Anbetracht jeines hohen Alters und seiner feitherigen Unbescholtenhen m eine Gefängnisstrafe von gleicher Tauer umgewandell.
Preisschießen. Wie seither in verschiedenen Bezirken der Kriegerkameradschaft Hassia Bez i r kspreis- schießen ftattgefunben, so soll in diesem Jahr auch im Bezirk Gießen em solches abgehalten werden. Im Hessischen Kamerad mtrb bekannt gegeben, daß nächsten Sonntag, 21. d. Mts., tm Vereinslokal des Kriegervereins Gießen „Gasthaus zum Löwen" eine Vorbesprechung der Bezirksvereine statt- ftnden soll.
"Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen m Kolonie Rothehaus, Kreis Warburg, am 17. März.
== Große n -Buseck, 18. März. Der hiesige Turnverein beschloß in der gestrigen Generalversammlung den Austritt aus dem Gau Hessen und die Llnmeldung zum LLhn-Dünsberg-Durnerbund.
Zweites Blatt ISS.Jahrgang Freitag 1». März ISO»
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General-Anzeiger für Gberhejfen
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Jahre
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* Behandlung
o Arznei und fon- * stige Heilmittel
Krankengelder
Schwangeren- u.l X Wöchnerinnen- I Unterstützung
Sterbegelder
, AnstaltS-
* Verpflegung
, Fürsorge für Re- * konvaleszenten
Krankheitskosten * zusammen
1903
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1905
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1907
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