Jahr
Danksagung
Natsdiener Dörr u. Kinder
Gießen, 24. September 1909.
5286
ht
Gießen.
Aus Loudon wird einen neuen Band
Pir die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen innigsten Dank
Mengen Absallbolz am Qbttbaumstück dem Lcihgeftcrner
B*/e
vermischte».
* Die Riesenstadt in Zahlen.
1 'rirfitrt • Der Londoner Grosschaslsrat legt
Zusammenkunft bei dec Kirche.
Annerod, am 22. September 1909.
Gcoßherzogliche Bürgermeisterei Annerod.
Horn.
Wieiecker Weg. . . .
Gleichzeitig sollen hlerbei einige versteigert werden. _ ,
Tie Zuiammcnkuuft ist vormittags li itcr der Kaserne und nachmittags aus Neg vor der frülicren Akticnbrauercr.
Gießen, den 24. September 1909.
Großherzogliche Bürgermeisterei Mecu ni.
7er am 1 Juli cbgclmifeite Arbcitsvcrttag ist von dem Arbciter- -erbond nicht er neuen n-orden. da chtc Arbeitsordnung, welche 2ie Beslimmungen des seitherigen Vertrages übernommen bat, ur Einsühnmg koimnen soll. Diese Arbeitsordnung wurde in iiner ooü mehr als 1000 Personen besuchten Versammlung uirüd . lmncsen. Tie Arbeiter bestehen auf Bertragserneuerung und rollen am 25. d. M. in allen Betrieben die Arbeit mit vi>. ,ehn- rjqiger Frist kündigen.
LMchiffahtt.
Frankfurt o. M., 23. Sept. Der Clouth-Ballon ■ unternahm heute zwei Aufstiege, am Vormittab einen und nach- ■ mittags einen. Der Aufstieg am Nachmittag sand um 4Va Uhr ■ »alt, und zwar fuhr der Ballon zum zweiten Male nach Cron- ■ ictg, um sich um den von dieser Stadt ausgesetzten Preis zu ■ tewerben. Tie Landung in Cronberg erfolgte um 5 Uhr, wobei ■ las Höhcnstcucr benutzt wurde. Um 5> r Uhr trat der Ballon ■ r.c Rückfahrt an und lanbete um 6 Uhr glatt auf dem Fla ■ ..lande. Um V<6 Ulxr flieg auch der Ruthenberg-Ballon aus, jihr etwa eine Stinide lang über dem Ausstellungsgelände und I jmdete dann ebensalls glatt. Nach längerer Pause unternahm I fitvc Euler mit seinem Apparat wieder Flugversuche und er- ■ -.ichte diesmal eine Runde um das Flugfeld bei einer von ihm ■ usher noch nicht erreichten Höhe von 12—15 Metern.
Berlin, 23. Sept. Der Aviatiker Hubert L a l h a m unter* ■ ahm heute nachmittag auf dem Tcmpelhoser Felde vor einer ■ -ach Tausenden zählenden Menschenmenge zwei öffentliche I "lüge, die beide vorzüglich gelangen. Der erste dauerte etaua ■ ’JS), der zweite 11 Minuten. Die Flüge bewegten sich in 30—50 ■ f?eter Höhe. Das Publikum bereitete Latham mehrfach lebhafte I Ovationen
Obst-Berfteigerung.
Dienstag den 28. September von vormittags 9 Uhr an < das der Gemeinde Annerod zustehende Obst, bestehend Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden. 5280
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L die Firma F >1 ■e man folgende -ue. Lvminerjacte, 5 Materials zu itwl ldstein 4.35 Af pJj fn- 22.80 Mk, Q ' die Chausslermi- tngmil 18 Proz.« - Schwimmbads- Mso die Deae< und Z Ade. Die LechmnZ die Zufuhr von (tel ernehmen, ebenso m- Wandgemäldes bcirilr dt getragen werden o
auf das
Leben von
W- vnd Adftllholz-LttstelütrMß.
und Stelle versteigert werden und zwar.
1. vormittags 9 Mir beginnend am ebftbaumitutf, Uime- röber Weg, Läxckenwäldchen, sicher stxaßc, v,ut6crbexg und Steinbacher Weg. __. s
.>ui Anschluß hieran werden die, ftaftamen an der Lichcr Straße und Kaiser-Allee veriteigert.
2. nachmittags 2'.. Uhr beginnend an der 2Iftten6rauerei, "eihgestexmer Weg, Krosdorser Weg, alter -Varbimeg und
clt die Stabt für iiril istlichen Meisschau ji3 n.
heute nachmittag jJ er Ailla Fabrikdirellüi 1 ir leidend war. Er t zu haben. Er hiiil« slichtigen Jungen.
vergangene. Wo^:. I de ein Bries mit der liwl il)', in dem einetel h Mergentheim Qbifitl Darmstädter Polizei^- inen Kriminalbeamten d hiliittag gegen 6 H r-I chrige,ftranffiinwnc:d aus RentivtrShaiism e unter dem Blumen!.j selben Augenblick rourkj rammen. Ans dem M nee Nnbckannteu getzec» e Mutter sestgenonnimus ist entlassen mürbe. » sangen wollte, ist bi- )(lte er aus den Nainn
:ei)L Gestern und ,se die ersten 3rof
-r so gehen sie 'v'cd" bem r* W1“
!n 9iegmperioi>e P#
>(tc Leiche eine.
Lb Mall oder
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante
Sophie
sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Sommcrlad sagen wir unseren innigsten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Fohs. Schäfer IX.
Steinberg, den 23. September 1909. 07166
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Mä9«tl”uto tot ---
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^,.ichtliö'k^ 6m biet v-tobcr D‘
sferifeä 'Si§Stz
144 294 sind Parlamentswähler. Tic Riesenstadt bedeckt eine ächt’ von 443 419 Acres, auf der 991383 Häuser, 2151 eng ck>c Meilen Straßen, 127 Meilen Straßenbahnen, 700 Meilen r7nnibnslinien und 15 848 Acres Plätze und Parks liegen. Ganz 'tmtnlich sind die Berkehrszahlen. An einem Wochentage im
L>zember Liefen 8071 Züge aus Londoner Stationen von den tSoeoitftationen ein. 356 Millionen Personen werden aus den 5-iadcbahnei'. jährlich befördert, 374 Millionen auf den Sttaßen- > bnen unb 273 Millionen auf den Cmnibufen. Tie Londoner r irrten 922 800 000 Briese und 24 947 000 Telegramme im Lause ■s Fahr es ab. 22 531 Sck)isse liefen im Hasen von London ein: p.t" Gesamtereri der Einffihr belief sich auf über vier Milliarden. | • interessant sind einige Angaben über das Heiratsalter der Lon- s.einer. Tie !rebe!isjahre, in denen die meisten heiraten, sind bei
-n Fimggeselleu 25 und 21, bei den jungen Mädchen 21 unb 25 hntb liei beu Wittvcn 30. Ztvei Drittel aller Junggesellen hei- .rieten in einem der beiden angegebenen Fahre: in ihren Reihen
inbet sich aber euch ein Veteran, ber noch mit 75 Jahren sich ipt5 Mieren belehren ließ unb vor ben Altar trat, unb vier irtcn das ji> bzigste Lebensjahr überschritten. Unter ben Fung rr.ucn, die heirateten, stand säst die Hälfte im cinundzwanzigsten 1 3cnv)al,i aber sieben von ihnen zählten bereits über siebzig, 1-5 iv' uoch den großen Sck)ritt wagten. Witwen, die sich wieder
f ' traten, wählen in der Mehrzahl Männer, die fünf Jahre ii ngcr sind als sie selbst.
siLtistischer Angaben vor, die sich
> 908/09 beziehcix unb bie bas Scten von Groß- !''itbon anschaulich illustrieren. Tic gegenwärtige Bevölkerung i n Gwß-Lvndon wirb ans 7 537 196 bercchrtet: barunter sinb I-3 00O Polizisten, 43 698 Pensionierte unb 148644.Amre --
Napoleon aus bem Maskenball Den vor kurzem erschienenen Memoiren Constants, bee iamm. rbieners Napoleons I„ entnimmt ber „Gil Blas" einen Bericht über dec> Kaisers Fibelität in ber Äarncvalszeit. Constaut erzählt, wie Napoleon sich für einen Maskenball anficiben ließ. „Am frühen Morgen schon rief mich ber Kaiser unb sagte: „Constant, ili will heute abenb beim italienischen Botschaster tanzen: bu bringst im Lause bes Tages in bas Zimmer, das er für mich ein gerichtet bat, zwei vollständige Kostüme." Ich gehorchte und be gab mich am Abend mit Sr. Majestät zu Herrn von Marescald: Ich nahm einen schwarzen Domino, kleidete den Kaiser, so gut id) es verstand, an und suchte ihn ganz unkenntlich zu macken. Alles ging vortrefflich, obwohl der Kaiser einige unwillige Bemerkungen machte: wie doch eine Verkleidung geradezu widersinnig wäre, wie miserabel man in einem Domino aussehe usw. Als er bann Schuhe und Strümpfe wechseln sollte, wollte er es durchaus nicht tun, wie sehr ich ihm auch zureden mochte: er wurde daher, kaum daß er den Ballsaal betreten hatte, von allen erkannt. Er geht direkt aus eine Maske zu, die Hände hinter dem Rücken, seiner Gewohnheit nach: er will eine kleine Maskenintrigue anknüpsen, erhält aber aus die erste Frage, die er stellt, eine Antwort, die mit dem Wort: „Majestät..." beginnt. Ganz unwillig, dreht er sich plötzlich um, kehrt zu mir zurück und sagt: „Du hattest Recht, Constant. Man hat mich sofort er fannt Dring mir Halb schuhe und ein anderes Kostüm." Ich zog ihm die Halbschuhe an, verkleidete ihn von neuem und empfahl ihm eindringlich, die Arme hängen zu lassen. Kaum war er jedoch in seinem neuen Kostüm im ssaale erschienen, als sich ihm eine Dame näherte, die zu ihm sagte: „Majestät, Sic sind erkannt!" Er hatte natürlich wieder die Hände aus dem Rücken gehabt. Nun kam er noch einmal zu mir ins Zimmer und nahm ein drittes Kostüm. Diesmal trat er in den Saal wie in eine Kaserne, indem er alle, die ihm im Wege standen, stieß und puffte: trotzdem sagte man ihm wieder ins Ohr: „Maiestät ist erkannt". Neue Enttäuschung, neuer Kostümwechsel, gleiches Resultat. Da beschloß Se. Majestät, das Botsckaftsvalais zu verlassen: der Kaiser war überzeugt, baß er sich nicht verstellen könne, unb baß man ihn unter jeder Verkleidung erlernten würde."
* Beden klich. „Jxmge," sagte die Mutter zu ihrem schlauen Elfjährigen, „was ist aus dem Kuchen gcroorben, den ich dir gestern zur Belohnung gebacken habe ? Hast bu ihn ausgegessen— „Nein, Mama," antwortete ber Sohn grinsend, „ich habe ihn meiner Lehrerin mitgenommen." — „Tas loar sehr nett, lind hat deine Lehrerin ihn verzehrt?" — „Ja, ich glaube," entgegnete er, „sie war heute nicht in der Schule!"
* Stinkadores. „Warum willst du denn aus einmal so rasch fort?" — ,Lch hab vorhin dem Müller ’ne Zigarre geschenkt und jetzt zündet er sie an . . ."
Kleine Tageschronik.
Am gestrigen Donnerstag vormittag roitrbc in Hannovcr- Döhren eilt Falschnrünzeruest aufgehoben. Es han beit sich um bie Familie eines gewissen Hampe, ber vor längerer Zeit wegen Münzvergeheu zu einer längeren Freiheitsstrafe her urteilt worden war. Die Frau, ferner die 21 jährige Tochter und zwei Söhne, von denen der eine 16 Fahre zählt, während der andere noch schulpflichtig' ist, wltrbcn ztisaimnen in ihrer Wohnung verhaftet. Formen und sonstiges nytwrndiges Handwerkszeug wur den borgefunben. Aus bas Treiben her Familie wurde man erst heute aufmerksam, als bet jüngere Sohn bei ber Ausgabe eines falschen Zweimarkstücks ertappt würbe.
Fn P o'i c n fand unter bem Vorsitze bes Oberbürgermeisters eine Beratung statt, um über bie im Fahre 1911 bort abzuhalleube
Industrie- und G e w c r b c-21 u ? |! e 11 u n g piv gan- Teutschland Beschluß zu taficn.
Aus dem Bahnhvs Verbicrs-Ost stießen, wie aus Brüssel gemdbet wirb, Donnerstag bormittag gegen 11 Uhr bei der Aus- fahrt zwei Güter; ü g e in dem Augenblick zusammen, als gerade der Schnellzug Köln-Paris vorbei kam. Ter Schnellzug fuhr gegen bte letzten Sagen des Güterzuges, konnte aber Noch rechtzeitig bremsen, io daß größeres Unglück verhütet lourbe. Infolge des Anpralls wurden trotzdem fünf Reisende des Schnellzuges schwer und viele leicht verletzt.
Tie heftigen Gewitter, die in ganz Südfranlreich und dem Kanal am Miuwock und wo hvenb der Nacht axii D'.mners- teg niedergegangen smb, ridxteten bedeutenden Schaben, namentlich an den Erntexwrrälen unb Weinbergen an. Mehrere Personen mürben vorn Blitz erschlagen, endete von den Fluten der über ihre Ufer getretenen Flüsse wrlgeschrvenunt. Allein im Gard sind fünf Frauen ertrunken.
Wie die „Oslsee-Zi-ilung" nrelbet, ist am Tienstag in Stolze n h a g e u bei Kratzn-ick bet 30 jährige Arbeiter Tunket an cßoleraverbäd)hgen (Sifdruumgen erkrankt und am nädxftvn Tage verstorben. Tie amtliche bahcrtoIvgifdK Untcriudnmg hat mit Bestimmtheit asiatis che Cholera als Tobcsur fache ergeben. Tie Erkrankung ist wahrjcheiiüick auf den Genuß bon Oberwasser zurückzusuhren. Alle Vorsuhtsmaßn>reln ffnb getroffen, so daß kein Grund zur 'änmrulngnng borliegt.
Gießener Wetlerbienfl.
voraussichtliche Witterung für Hestcu am Samstag bem 25. September : Keine Aenderung des bestehenden Wetters.
Griginal-Drahtrneldungen.
Ern jpanisch'franzöfischer Zwischenfall.
Paris, 24. Scpt. Mehrere Blätter berichten ans Tetuan, daß der Befehlshaber eines spanischen Kreiirers ben französisä-en 2a.mpfer „Emir" trotz der entgegenstehen- ben Bestimmungen auf Kontrebaude untexsu. chte. Ter Kommanba.nt des Tampfers erhob sofort Einspruch unb Klage. *
Wien, 23. Scpt. Ter gewesene Finanzminister im Kabinett Tisca, Tr. b. LucaeS, erklärte gegenüber einem Redakteur ber „Neuen Freien Presse": Ich habe keine Mission und bor- läufig auch keine Berufung in ber Hofburg. Was biepoliti sch e Lage int allgemeinen, betrifft/so hat das jetzige 'Dtiniftmum meines Cradstens die Verpflichtung, int Amte zu bleiben, nadibeni es die einzige -Möglichkeit einer frieblidxn Entwirrung selbst verhindert hat. Es ist sehr traurig, wohin man mit der Koa- litioic gekommen ist. In diesem Ministerium sitzen die größten Talente und bie bcbcutenbften Persönlickrkeiten. Sie hatten nie- numben gegen sid) und alle für sick. Unb loas ist aus diesem Ministerium geworden? Meine Aussassung über die Aussichten für bic Zu tunst ist ungemein trübe. Ich fürchte, baß eine Entwirrung nicht gelingen wirb. 155 ist auch der Fall denkbar, baß bas Ministerium Wekerle irgeub einmal boch befinitiü zurücktritt, uub wenn sich bann innerhalb bes jetzigen Parlaments nientanb zur Führung der Rrgierungsgeschäste bercitfinbet, mußte eine sogen, aufyzip.iiiamentariiebe Regierung berufen werben. Tie Situation ist so verworren, baß ich an eine baldige friedliche Lösung nicht glauben kann.
Paris, 24. Scpt. Aus C ha nt o u u i x wird gemeldet, das; der Architekt Ridoub bei einem Ausflug in einen Abgrund stürzte uub sofort tot war.
Bekanntmachung.
Das 3. Ziel Gemeindesteuer und ttanalaebuvrcn für 1909 ist binnen acht Tagen bei Bexiilelduiig ber Beitreibung zu zahlen.
Gichcn, den 24. September 1909. [B24/g
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Hierdurch zeige ich crgebenst an, daß ich morgen
Samstag abend 7^, Uhr mein neues Unternehmen Giessener Fleischhalle eröffne, welches bezweckt, bestes
„Prima ^asi-SCuhfSeäsch“ ic nach bem Stande der Marktpreise in den Handel zu bringen und empsehlc ich mich einem geneigt. Wohlwollen der Bevölkerung Gießens.
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