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Dienstag 20. Juli 1909
Erstes Blatt
159. Jahrgang
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9äoteni in die Welt gehen läßt, als das in den letzten Tagen geschehen ist. „Es bleibt dabei", mit der „Konservativen Korrespondenz" zu reden, daß die Konservativen den Fürsten Bülow gestürzt und eine Finanzreform zustande gebracht Haben, die unter bemerkenswerter Schonung der großagrarischen Interessen die mittleren und kleinen Existenzen schwer zu belasten geeignet ist. Nur in einem Stück teilen wir die Hoffnungen der konservativen Parteischrist. Sic schließt mit dem Ausdruck des Vertrauens, daß die konservativ-klerikale Finanzreform allmählich die richtige Würdigung und das richtige Verständnis in weitesten Kreisen finden werde. Tas glauben wir allerdings auch
ÄezugSpretS: monatlich75Pf.,viertel» jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstelle.! monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- fährt, ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal IbPf., auswärts 20 Pfennig.
Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und , Vermischtes" K. Neurath; für „Stabt u. Santo" und „Gerichts-
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politische Tage»?ch«,«.
Marokko.
Bei Melilla fand am Sonntag ein Kampf statt, der nach den amtlichen Meldungen einen r e ch t h e f t r g e n Charakter annahm; er begann in der Nacht zum Montag von neuem und dauerte noch morgens an. Me Verluste spanischerseits sollen bedeutend sein. Nach den bisher vorliegenden Angaben fielen von den Offizieren em Oberstleutnant, ein Major und ein Hauptmann.
Der Angriff der Marokkaner war äußerst heftig und die Mauren gelangten bis unmittelbar vor die Mündung der spanischen Geschütze. Die Marokkaner standen im Begriff, diese zu erobern, als eine Abteilung afrikanischer Schutzen aus den Schutzwerken heroorstürmte und die Mauren zuruck- warf Die Marokkaner waren mit Gewehren und Bajonetten bewaffnet. Ihre Zahl betrug 1000 Re; ter und 2000 Mann Fußtruppen. Bei den spanischen Geschützen wurden 18 marokkanische Leichen aufgelesen. General Marrna beteiligte sich im Vordertreffen am Gefecht. Als er sich wahrend des Kampfes ein Glas Rum reichen liest, wurde ihm dieses aus der Hand geschossen. Der General oeabsichtigt, bis nach Zeloun vorzugehcn.
Ausland.
In einer Rede im schottischen liberalen Klub sagte der Handelsminister Winston Churchill: ,Hch erkläre, daß zwischen England und Deutschland wert \w- niger Veranlassung Zu Reibungen vorhanden ist, als frül)cr mit Rußland und F-rantreich. Zwischen England und Deutschland gibt es keinen Antagonismus der Interessen. - Die Rede machte erhebliches Aufsehen, weil Churchill sich damit in offenen Gegensatz zu dem künstlichen Pessimismus seines Ministerkollegen Grey und anderer Minister stellt.
Der französische Ministerpräsident Clemcnceau wurde Samstag nacht auf der Straße von einem Individuum mit einem Stocke tätlich bedroht. Der Angreifer wurde von einem Geheimpolizisteii verhaftet. Es stellte sich mif der Wache heraus, daß es sich bei dem Angreifer um einen betrunkenen Zeitungsverkäufcr handelte, der seit dem Nationalsest nicht aus der Trunkeiiheit herausge- kommen Ivar.
König Alfons von Spanien empfing am Montag nachmittag 5i/4 Uhr auf Schloß Miramar den Besuch des Prinzen Heinrich von Preußen. Die deutschen Seeleute wurden in den spanischen Häfen gastfreundlich ausgenommen. _ „, .
Die karlistischen Deputierten wollen sich tn Estella in der Provinz Navarra versammeln, um Don Jaime zum Kronprätendenten auszurusen. Nach einer von einem Madrider Blatt veröffentlichten Erklärung eines Deputierten hoffen die Kärlisten, daß ihre Partei unter der Führung von Don Jaime eine tatkräftige Hal rung sich erobern werde.
Der japanische Botschafter in Washington, Baron Ta- kahira, reist im August nach Tokio zur Teilnahme an einer Konferenz, die sich mit der Revision der japanischen Synv delsverträge mit den europäischen Staaten befassen soll. Ter Botschafter hat amtlich erklärt, die Frage, ob er nach Washington zurückkehre/werde in Tokio entschieden werden.
Ter indische Agitator Shymajl Krishna- var m ii richtete an die „Times" einen Drohbrief, worin er erklärt, daß er, obgleich er keinen Anteil an dem jüngsten politischen Morde im Jnrperial Institut habe, diesen doch billige. Zum Schluffe des Briefes führt er aus, wenn England der .Aufforderung Jung-Jndiens keine Folge leiste, und Indien nicht räume, würde innerhalb kurzer Zeit für England eine Katastrophe eintreten, welche die Menschheit bestürzen werde.
Hechten rund und nett geweigert, während die Linke sich prinzipiell zur Aufbringung von 400 Millionen Verbrauchs- i>;aben bereit erklärt hatte und sie (oder soviel davon noch i?i>mu5ten war) auch unweigerlich aufgebracht hätte, wofern ^icht eben nach des Grafen Westarps höchst authentischer t-ekundung. Rechte und Zentrum einander auf des Weges Bitten 'begegnet wären und die Herren Müller-Fulda, Speck, Herold und Gröber nach der ersten Begrüßung gemurmelt litten: Komme sofort und zahle die höchsten Preise. An bidem Kernstück, dieser eigentlichen Partie honteuse des -anzen Handels, geht die sonst so redselige Parteischrift )>im auch mit stummem Achselzucken vorbei. Sie lobt vxxlt mit einer immerhin nicht gerade alltäglichen Unemp- Endlichkeit des Geruchsinns, die „energische, hingehende und umsichtige Mitarbeit der konservativen Partei", die den verbündeten Regierungen den vollen Betrag von 500 Mill. Ptart bereitgestellt habe, aber sie verschweigt wohlweis- tch, wie gut im Rahmen dieser „patriotischen Be- mlligungen" vie speziellen Interessen der Brauer und Groß- ngcarier' fortgekommen sind. ,
Was dann noch von dem „sozialistischen und kommu- r.istifchen Charakter" der Besteuerung des Gatten- und lindererbes erzählt'wird und von dem bv|en Liberalismus, bei angeblich erst das politische Moment in diesem ^unanz- reiormstreit hincingetragen habe, ist zu absurd und östost ILon widerlegt, als daß man es noch eingehend zurnchu- vkisen brauchte. Zudem liegen nach ben Reichstagskon- Gsionen des Herrn Dr. v. Heydebrand und der La,a diese Tinge nachgerade doch wirklich klar gering^zutage. Den su-nservaliven paßte eben die Methode des pursten Bulow liegst nicht mehr, sie befürchteten — auch die Broschüre erbt das ja ganz offen zu - nach Abschluß einer Finanz- lesorm mit Hilfe des Freisinns ein energischeres Ausgreifen beu preußischen Wahlrechtsaktion, und als sie die Gewiß- leit hatten, daß das Schicksal der Erbaufallfteuer zugleich auch das des Fürsten Bülow sein würde, machten sie ganze Arbeit und stürzten beide. Das ist die Geheimgeschichte — übrigens die, wie gesagt, nun aufgedeckte Geheimgeschichte — dieser Wochen, und sie wird die konservative Parteilei- äj rung nicht zu verdunkeln vermögen, auch wenn sie durch I hi«offizielles Organ noch mehr und noch schlechter stilisierte
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Wie jetzt bekannt wird, wurde Herrn v. Hehl von der hinter verschlossenen Türen abgehalienen Vertrauens- männerversammluiig sein zurückgegebenes Mandat nicht einstimmig, wie behauptet wurde, wieder anvertraut; Vielmehr verließen von Den ca. 500 Erschienenen ein Drittel vor der Abstimmilng den Saal. Von den Verbleibenden stimpit ein Viertel durch Sitzenbleiben gegen das Vertrauensvotum, so daß im ganzen nur etwa die Hälfte der Vertrauensmänner, im wesentlichen Heylsche Angestellte und Mitglieder des Bundes der Landwirte, für Abg. v. Heyl eintraten. Der Vorsitzende der nationalliberalen Wahlkreisorganisation Kommerzienrat Trumpler fehlte und die Jungliberalen verließen geschlossen ben Ver- ämmlungsraum, als man einem von ihnen bas Wort verweigerte.
Auf die von dem zweiten Bundestage des Deutschen Bauernbundes in Graudenz an den Reichskanzler abgesandte Begrüßungsdepesche sandte dieser folgendes Antworttelegramm: „Herrn Wachhorst de Wente, Mitglied des Reichstags. Für die freundlichen Wünsche, die mir Euer Hochwohlgeboren namens der in Graudenz versammel! gewesenen deutschen Bauern ausgesprochen haben, sage ich verbindlichen Tank. Ein gesunder, kräftiger deutscher Bauernstand ist für unser Vaterland so notwendig und bedeutungsvoll, daß ihn zu schützen und zu fördern mir nicht nur die Erfüllung einer Pflicht bedeuten, sondern auch freudige Genugtuung bereiten wird. Bethmann-Hollweg."
Beim Sommerfest der Volkspartei des 9. Würit. Wahlkreises in Schwenningen, das von ungefähr 4000 Personen besucht war, sprach der Reichstagsabg. Hausmann über die neue Finanzreform. Tie Rede war eine wuchtige Anklage gegen die Konservativen. Vom neuen Kanzler befürchtet Hausmann keine bestimmte Politik, sondern erwartet ein Vorgehen von Fall zu Fall, was den Bedürfnissen des deutschen Volkes nicht entsprechen würde. Beim prcuß. Wahlrecht müßte der neue Kanzler zeigen, ob die politische Feigheit vor ben Konservativen in die preußische Regierung eingezogen ist. Tie Rebe klang hoffnungsfreubig mit einem Ausblick auf bie Fusion ber drei linksliberalen Partien zu einer einheitlichen beutschen freisinnigen Partei aus.
Taß in bieser ernsten bewegten Zeit auch der Humor nicht zu kurz kommt, dafür sorgt der Chefrebakteur ber „N. Hess. Volksbl." in Tarmstabt, Herr Hans R. Fischer. Er widmet nämlich ber Versammlung ber nationallib. Partei in Tarmstabt, über bie wir am Samstag berichtet, einen Leitartikel, in beni es u .a. wörtlich heißt: „Vielleicht war diese von Angehörigen aller Parteien besuchte Wählerversammlung bas bebeutungsvollste politische Ereignis des gegenwärtigen Jahres." Was werben bie Darmstädter so stolz sein, baß ihre Versammlung noch höher bewertet wirb, als Reichssinanzreform unb Kanzlerwechsel.
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Lin ronseroativer zinanzreformspiegel.
Der 5^auptvereinder deutschen Konservativen hat dieser Tige eine kleine Broschüre herausgegeben, die sich die . . svphusaufgabe stellt, das Verhalten der konservativen Ifiraftion in Sachen der Reichsfinanzreform reinzuwaschen.
! Die konservative Partei und die Reichsfinanzreform 1909.") rÜe|e Broschüre ist eigentlich nur durch die Kühnheit — i vS>ev sagen wir höflicher: durch die Unverdrossenheit — be- Iiilierkenswert, mit der in ihr die hundertmal widerlegten
Schiefheiten unb Unwahrheiten noch einmal bem p. t. Pu- bnico anfgeüscht werben. Daneben zieht sich burch die kon- i^cvativ-osfiziöse Arbeit bie heitere Generalibee, der ur- iwrüngliche Jinanzplan ber Regierung sei lediglich von - i glich er und schwächlicher Rücksicht auf den Links liberalis- iiius diktiert gewesen, dem dafür Herr Shdow in seinem .^kannten Aufsatz in der; „Deutschen Rundschau" von vorn- Ii-rcin „nwglichstes Entgegenkommen" auf politischem Gelöste versprochen habe. Die Behauptung, baß eine ©teuer« „rdnung, die von Anbeginn 400 Millionen auf ben Ber- der Massen legte, „dem Freisinn auf den Leib zu- 11;_)rf)nitten gewesen fei", kann gewiß allenthalben auf un- trübte Fröhlichkeit rechnen. Sie verhilft dem Humor, her in diesem endlosen Reichstagssommer entschieden zu »Iiicz gekommen ist, wieder zu seinem Recht. Unb da wir li nmal bei den unfreiwilligen konservativen Humoren sind, ■ notieren wir auch gleich den weiteren Satz:
„Während man ftüher nach dem Grundsatz der Der- ■sa-jsung, der zwar nicht direkt wörtlich dem Buchstaben |i cirty in den Artikeln der Verfassung zu lesen ist, aber bem i'cifte nach bei allen neuen Steuervorlagen beobachtet wor- ilteii ist: dem Reich die indirekten, den Einzelstaaten die ■direkten Steuern, verfahren war, war dieser jetzt aufge- l| saben."
Dieser angebliche Berfassungsgrundsatz, der „zwar nir- cands wörtlich in den Verfassungsartikeln zu lesen ist, aber ■ein Geiste nach beobachtet worden ist", scheint uns.ein i.ccher Verwandter des bekannten Lichtenbergischen Messers । One Heft und ohne Klinge zu sein. Im übrigen ist, was icr konservative Broscliürenschreiber kündet, natürlich Un- |iim. Das beliebte Schema: direkte Steuern für bie Ein- ■c ifbaaten; indirekte Steuern für bas Reich beruht auf r terfet geschriebenem oder ersessenem Recht. Die Scheu bitna ist ganz willkürlich; das Bequemlichkeitsbedürfnis der ^knizelstaatlicheü Fmanzminister hat sie erzlvungen, unb wie ! । oft, hat die Gebanterilojigkeit aus der,Not dann eine .rgenb «gemacht. Heute glaubt beim auch kein Mensch mehr, MtaBi inan bie Scheioung, für bie anfänglich ja manche prak- Miische Erwägungen' sprechen mochten, auf die Dauer wird Oarchhalten köirnen.
Die konservative Parteischrift verbreitet sich bann im W iiAzelnen über die Arbeit in Kommission und Plenum, wo- bei selbstverständlich das alte Märchen vom Versagen ber 8 liberalen in aller Treuherzigkeit von neuem vorgebracht . uirb. Demgegenüber recken sich in imponierenber Größe igbie Lickitgestalten ber Konservativen empor, bie „nur in «filier einzigen Steuerftage anderer Ansicht gewesen seien ■ flj bie ^Legierung unb die dafür von ihr bitter miß- lH! «adelt wären. In welchem Zusammenhang die konfer- ■ lL-ive Parteileitung' es für geschmackvoll hält, einen Toten, ■ten die Vorbereitungen für diese verunglückte Füianzreform ilti<lleicht sein Herzblut kosteten, den verstorbenen Professor hon Halle, antisemitisch anzurempeln. In Wahrheit liegen gbic Tinge ja nun ganz anders. Die Erbanfallsteuer war ' lni(f)t eine kleine Steuer neben anderen gleichartigen, son- ' Ibent es war die einzige direkte Auflage, die man von den »konservativen als Opfer verlangte als Gegenleistung für |-o viele von der anderen Seite. Die aber wurde von der
Deutsches Reich.
Nach Petersburger Meldungen verlautet daselbst neuerdings, daß der Zar auf ber RüHeife von England dem deutschen Karferpaar m Kiel einen Gegenbesuch machen werbe. .
Anfangs August wirb ber neue Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg sich bem Kaiser Franz Josef in Ischl vorstellen unb mit Freiherrn v. Aehrenthal zusammentreffen. Darauf soll er sich zu einer Begegnung mit Tittoni begeben.
Zum Lambrechte r Bürgermeister-Konflikt hat bie bayerische Regierung bie Entscheichmg getroffen, paß prinzipiell kein Einwand gegen die B>ahl von Sozialbemo traten z»u Bürgermeistern^oder Adiirnkteu erhoben werden lkönne, datz aber nt bie)em tzj-alle aus Grun- den/ bie in der Person des Gewählten liegen, bre Genchmr- gung versagt werben müsse.
Aus Sta&t und Land.
Gießen, 20. Juli 1909.
DieWohnungsgeldzuschüüederNeichsbeamteninHesien.
Nach bem neuen Reichsbesolbungsgesetz bekommen die in ben Stäbten ber Ortsklasse A wohnenden Beamten je nach der Tarifklasse, der sie angehören, 2100, 1680, 1300, 570, 800 unb 480 Mk. Wohnungsgelbzuschuß, bie ber Ortsklasse B 1680, 1260, 920, 440, 630 unb 360 Mk., bie ber Ortsklasse C 1260, 1020, 800, 360, 520 unb 290 Mk., bie ber Or^sllasse D 1080, 900, 720, 300, 450 unb 220 Mk., bie ber Ortsklasse E 900, 810, 630, 220, 330 unb 150 Mk. Von ben hessischen Orten gehören zur Ortsklasse B: Mainz, Ofjenbach. Klasse C: Bingen, Tarmstabt, Fnebberg, Gießen, Bad Nauheim, Worms. Klasse D: Alsfeld, Al^ev, Babenhausen, Bensheim, Bischofsheim, Budenheim, Bü- Dingen, Butzbach, Dieburg, Gau-Algesheim, Geriisheim, Gonsenheim, Griesheim, Groß-Gerau, Gnstavsburg, Heides- Heim, Heppenheim a. d. B., Jugenheim, Kostheim, Lampertheim, Langen, Lauterbach, Lich, Lorsch, Neu-Isenburg, Nieder-Ingelheim, Nierstein, Ober-Ingelheim, Oppenheim, Osthofen, Pfungstadt, Rüsselsheim, Schotten, Seligenstadt, Viernheim, Vilbel, Weisenau. Alle übrigen Orte gehören zur Ortsklasse E. *
•• Landesstatistik. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog hat den Dr. phil. Otto Meller au§ Ludwigshafen zum Sekretär an der Zentralstelle für die Landesstatistik mit Wirkung vom 1. August 1909 ernannt.
' Bauaufseher. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Bauaspiranten Ferd. Hansel au5 Helpershain zum Hochbauaufseher ernannt.
" Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher«Aspirant Wilh. Hebbel in Herbstein zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Herbstein.
** Die hessischen F in a nz ässessoren hielten gestern in Frankfurt a. M. eine zahlreich besuchte Versammlung ab, in der u. a. die äußerst ungünstigen Anstellungs- Verhältnisse zur Sprache kamen und einstimmig beschlosjen wurde, unter Bezugnahme auf die früheren gleichartigen Eingaben bei Großh. Ministerium der Finanzen wegen Um- wandlung ber bauernd notwendigen Assessorenstelleri in definitive Stellen für das Rechnungsjahr 1910 erneut einzu- tommen.
** Doktor-Ingenieur. Nach einer neuerdings erlassenen Zusatz-Bestimmung zu § 1 Ziffer 2 der Promotions- Ordnung für bie Erteilung ber Würde eines Doktor-Jnge- nieurs durch die Großh. Technische Hochschule zu Darmstadt gilt ber dort geforderte Ausweis als erbracht Den Bewerbern, die statt ber Diplomprüfung an einer deutschen Technischen Hochschule bie Regiernngsbaumeister-Prüfung bei einer Deutschen staatlichen Prüfungs-Kommission ober bie zweite Staatsprüfung an einer österreichischen Hochschule mit deutscher Unterrichtssprache ober die Diplomprüfung an ber eidgenössischen polytechnischen Schule in Zürich bestanden haben.
** Der Hilfsverein für Geisteskranke in Hessen hielt in der großen Universitätsaula gestern seine 9. Generalversammlung ab. Es hatten sich 108 Vertrauensmänner aus den drei Provinzen eingefunben. Ter Vorsitzende des Kuratoriums, ?Nedizinalrat Dr. Bieber b ach?-Heppenheim, leitete bie Verhandlungen. Berg.
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Das Schöffengericht ur. lene Landgericht erfanrh "un^desSchnlunteM e'mOberlaüdesgericht 1 bQMie Eltern nach b- lle"K ihre Kinder« JliflttuS, an dem auch & bet keine Schulstunde, nn; )t verpflichtet, ihn zu b
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ic die Tagesnummer Ro1atioNLönlck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei B. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenteil: H. Beck.
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