Ausgabe 
19.5.1909 Erstes Blatt
 
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bestimmt Die Höhe der Summe ist noch nicht bekannt. Vom Frübzug Alzey-Mainz überfahren ließ sich unweit der Station Albig eine 28jährige Frau aus Bermersheim. Sie blieb auf der stelle tot. Der Bau des Elektrizitätswerks auf dem Wetzlarer Bahnhose wurde dem Bauunternehmer Will). Groh in Garbenhenn übertragen In der Pfarrkirche in Hadamar haben Diebe die Opferstücke geplündert, sowie die in der Herz- berg- und Hohenholzkapclle. Von der Kreisgrenze an nach Löhnberg, Weilburg bis Runkel hin hat der Fischerei verein sür den Regierungsbezirk Wiesbaden 1OOOO Stück Hecht- brut und ebenso Aalbrut in der Lahn ausgesetzt. Versetzt wurde mit Wirkung üoin_ 1. Juni ab Wachtmeister Martin von Lauterbach als stat.onSführer nach Freiensteinau.

R.B. Darmstadt, 18. Mai Die Strafkammer der- o Anklage wegen versuchten Verbrechens gegen

§ 218 Str. G.B. resv. Beihilfe dazu. Des ersten Verbrechens war die 2ostihrige jetzige Eaejrau Philipp Schäfer von Gadern­heim, des letzteren ihr früh Dienstherr, der 45 Jahre alte Aürge r m e i st e r und Onsgerichtsvorsteher Foh. R a u t h von Klein-Bieberau beschuldigt, der im Gegensatz 'zu der von Anfang an unumwunden geständigen Mitangeklagten jede Be­teiligung in dkbrede stellt, aber hont Gericht für überführt erachtet wurde. Das Gericht zieht zu Gunsten der Schäfer in Betracht, die damals als Magd bri Rautb bedieiistete hinsichtlich des ehebrecherischen Verhältnisses und des zur Verdeckung der Folgen versuchten Verbrechens ganz unter seinem Einfluß gestanden habe und diesem Einfluß unterlegen sei. Das Urteil gegen sie lautet deshalb nur auf z w e i M o n a t c Gefängnis. Bei dem bisher unbestraften Bürgermeister Rauth kam strafverschärfend in Betracht, daß er ferne Stellung und fein Amt mißbraucht und als ver­heirateter Mann sich vergangen habe, weshalb er zu vier Mo­naten Gefängnis 'verurteilt wurde.

Elbing, ,.18. Mai. Das Schwurgericht verurteilte den .x^nvaliden Ferdinand H ein, der am 20. Januar den Bürger- meister von Marienburg Dr. Kunze in seinem Arbeitszimmer mit einem Messer erstach, wegen Mordes z u m T o d e. DieElbinger Zeitung" meldet, .Hein > 'klärte, Berufung einlegen zu wollen.

UnivcriiLsts-ri^ctzrScdten.

Der durch seine Schrifthomo heidelbergiensis" bekannte Privatdozent Dr. S ch o e t e n s a ck wurde von der französischen Odontologischcu Gesellschaft zum Ehrenmit- gliede unb von der Antropologischen Gesellschaft in Florenz zum korrespondierendeii Mitgliede ernannt.

wandern und Be^cn, Bäder und 5ommersrischen.

Schönbach (Westerwald!. Durch die Westerwaldgnerbahn ist es jetzt möglich, unsercii idyllisch gelegenen Ort dem Touristen­verkehr zugänglich zu machen. Herrlicher Wald ladet zu schönen Spaziergängen ein und wohltuende Ruhe ringsum umiöftgt den Wanderer und Erholungsbedürftigen. Für die, die längere Zeit in unserem schönen Cric verweilen wollen, bietet das herrlich ge­legene HotelZur schönen 'Aussicht" beste Verpflegung und alle Begnemlichkeiten. (S. Inserat).

Lustschiffahrt.

Die ersten Fahrten des Zeppelin II (Ersatz Echter­dingen) werden schon in der nächsten Woche, also noch vor dem Pfingstfest beginnen, da die Reichtagsmitglieder, die der Einladung des Grafen folgen, eine Fahrt mit dem Luftschiff erst unternehmen werden, nachdem es bereits erprobt ist. Die Unterbringung der Reichstagsmitglieder, die jedenfalls in ziemlich großer Zahl erscheinen werden, dürfte mit Schwierigkeiten verknüpft sein, ba Friedrichs­hofen die Gäste nicht beherbergen kann. Es ist deshalb geplant, einen großen Teil der Abgeordneten in Konstanz unterzubringen, wohiit sie mittelst Extradampfers gebracht werden sollen.

Dcrenifdhfe».

* Ueberfallen er Posten. In der vergangenen Rächt wurde der aus der Pulverwache stehende Posten bei der Sanbfurt zwischen Bückeburg und Minden von zwei Männern überfallen. Der eine drückte dem Posten die Kehle zu, der andere riß dem Posten das Seitengewehr aus der 'Scheide und stach auf ihn ein, bis cs dem Posten gelang, das Gewehr zu entsichern und abzudrücken. Hierauf ent­flohen die Angreifer. Der Posten feuerte noch zwei Schüsse hinter ihnen her: diese verfehlten aber in der Dunkelheit ihr Ziel. Die Verletzungen des Postens sind nicht bedeutend, da der Mantel Hiebe und Stiche abhielt.

* Die baulichen Zu stände des Kölner Domes wurden schon vor einiger Zeit als sehr un­erfreulich bezeichnet. In der Generalversammlung des Zentraldombauvcreins erstattete nun Dombaumeister Re­gierungsrat Hertel Bericht über den baulichen Zustand des Kölner Domes und hob hervor, daß der bauliche Zustand in mancher Beziehung ein recht unerfreulicher, sogar ein sehr schlechter sei. Der Kern des Bauwerks sei aber in allen seinen Teilen durchaus gesund und fest und der Dom an keiner Stelle in seinem Bestände unmittelbar gefährdet. Der Umfang der notwendigen Jnstandsetzungsarbeiten sei sehr groß, die Art sehr ernster Natur und die Kosten auf viele Millionen Mark zu schätzen. Zu Befürchtungen wegen der Standsicherhcit des Domes oder auch nur seiner wich­tigsten Teile liege aber durchaus keine Veranlassung vor.

* DaS V er m ächtnis der Hundefeindin. Ein selt­sames TestameM hat eine kürzlich in Neuhawen verstorbene Ameri­kanerin gemacht: sie bat ein Kapital von 200 000 Ml. auSgesetzt, dessen Zinsen alten Familien des OrteS zufließen sollen, die nwn Jahre lang keine Hunde gehalten haben. Die Folge des TestameMes ist jetzt in Neuhawen ein Massenmord unschuldiger Hunde.

* Wie es in chinesischen Gefängnissen aus - sieht. Im Reiche der Mitte sind noch immer die Er- zälstungen vomgoldenen Zeitalter' im Umlaufe, da die Menschen noch so gut gewesen seien, daß ein auf die Erde gezeichneter Strich als Gefängnismauer genügt habe. Heute lieht es aber anders aus. Einen Staatsanwalt kennt das chinesische Gericht nicht, jeder Prozeß ist eigentlich Zivil­sache. Bei leichteren Klagesachen bekommt der Angettagte eine Vorladung, bei schwereren wird er verhaftet. Bürg­schaft und Kaution wird gestattet, ist auch wenig gefährlich, da der Chinese sich stellt. Zwischen Untersuchungshaft und Strafgefängnis wird unterschieden. Das Untersuchungs­gefängnis ist ein elend schmutziger, mit .Holzstäben ver­gitterter, zur Hälfte offener Raum. Die Untersuchungs­gefangenen können sich selbst beköstigen oder beköstigen lassen. Der Ktzrker aber sieht so aus, daß in der chinesischen Schrift für .Hölle und Kerker dasselbe Zeichen zu finden ist. Die Gefangenen sind mit Fußketten, Handfesseln und einem Halsring gefesselt. Des Nachts wird der Halsring an einem, am Boden liegenden Balken befestigt, was das Aufstehen verhindert. Im Kerker herrscht eine Atmos­phäre, die unbeschreibbar ist. Haben die Gefangenen Geld, dann lassen die Gerichtsdiener eventuell mit sich reden, haben sie keines, dann wehe ihnen. Offiziell ist die Folter abgeschafft, in Wirklichkeit liegt die Foltermöglichkeit in der Hand der Gerichtsdiener. Charakteristisch für diese Ver­hältnisse ist das Edikt des Kaisers Kang Hi, das zum Frieden mahnt, damit die Bevölkerung nicht durch leichtsinnig an- gesangene Prozesse sich in die Gewalt der Gerichtsdiener be­gebe; denn das sei das schlimmste, was dem Menschen wider- ,ahren könne; und einerlei, ob man Recht oder Unrecht habe, man komme jedenfalls in Unkosten und Not. Das moderne China versucht zu reformieren. Die Einrichtung der Ar­beitshäuser für leichtere Verbrechen ist ein entschiedener Schritt vorwärts. Wenn aber das ganze Gerichtswesen und die Polizei nicht reformiert wird, kann keine wirkliche Besserung geschaffen werden.

* Deutlicher Wink. Tourist:Was bedeutet dieser Ge­denkstein?" Führer (wichtig):An dieser Stelle gab mir ein Tourist fünf Mark."

Kleine Tageschronik.

In Kiel erfolgte gestern nachmittag 4H, Uhr, wie die Kieler Neuesten Nachrichten melden, bei der Fabrikation bon Brandern in einem Schuppen auf dein Gelände der Werft-In­spektion eine Explosion, die zwei Arbeiter lebensgefährlich verletzte. Der die Aufsicht führende Physiker wurde leicht ver rounbet. Der in Brand geratene Schuppen wurde von Marine Angehörigen gelöscht.

Der Ober-Postassistent Jürgensen, der nach Unterschlag­ung von amtlichen Geldern und Bücherfälschungen aus Berlin geflüchtet war, wurde bei Verwandten in Kiel verhaftet, bei denen er sich unter der Angabe, er sei beurlaubt, mit seiner Frau aufhielt. 1600 Mark bareS Geld wurde noch bei ihm vorgefunden

In Segeberg Würbe ein gepl atzter Ballon gefunden Der Lustschiffer ist vermutlich verunglückt. In der Nacht vorher herrschte ein orkanartiger Sturm.

In einem Anfall von Schwermut hat sich der 15 jährige Gymnasiast Thumen in Kreuznach, der zuletzt das Gymnasium in Gütersloh besuchte, erschossen.

Im Agramer Militär-Proviant-Magazin brach Großfeuer auS, wodurch große Vorräte vernichtet wurden.

In Siamti in Galizien wurde der Pvstdirektor Ritter von Madeysk in seinem Amtslokal von unbekannten Tätern über fallen und ermordet. Es scheint sich um einen Racheakt zu handeln, da die Posttasse völlig unberührt ist.

In Aarhus wurde die Landesausstellung, die eine indu­strielle, landwirtschaftliche und eine Kunstausstellung umfaßt, durch den König in feierlicher Weise eröffnet. Die ganze Königliche Familie, sämtliche Minister, einzelne' ausländische Diplomaten und zahlreiche ParlameMarier waren anwesend.

In dem Dorfe BilnschicS in Serbien warf der Bauer Torna schewic eine Dynamitbombe in das Zimmer seines BrnderS. Bei der Explosion wurde dieser getötet, sein Mündel lebensgefährlich verletzt. Der Attentäter wurde verhaftet.

Der feit zwei Monaten in Algier herrschende Typhus isj jetzt zum Stillstand gekomnien. Es sollen gegen 100 Personen der Seuche zum Opfer gefallen sein.

Bei Denver am Rio Grande stürzte ein Tunnel im Tennesseepasse ein. Glücklicherweise befand sich kein Zug in dem selben.

Ein Mann namens Pnggio Cnesto wurde in New-Poik, während er die Türe seiner Wohnung öffnete, von einem Mitglied! der schwarzen Hand medergeschossen. Man vermutet, daß du Lat geschah, weil Cuesto ein Freund des verwundeten Deteklivc- Pelrosino war.

ßanöel

Diamantenregie für Südwestafrika. Die Diamantenregie teilt mit, daß seit 1. Marz 1909 die Einlieserunger mit regelmäßigen Postsendungen in dreiwöchentlichen Zwischen räumen von Lüderitzbucht nach Berlin abgehen. Die bisheriger Sendungen umfaßten den Gesamtbetrag von 70 000 Karat, baue1 ist die erste Sendung bereits verkauft, die zweite in Sorticrarbei. die dritte noch unterwegs.

Chinesische Eisenbahn-Anleihen. An^ der neuen chinesischen Eisenbahnaiueihe von 5> _ Mill. Psd. Stert, die als das Resultat der Verhandlungen zwischen deutschen, eng lischen und französischen Bankgrupven anzusehen ist, wird die demsche Olruvpe (Deutsch-asiatische Banb mit zirka ein Drittel, d. h. 1,8 Millionen Lstr. beteiligt sein, lieber die Modalitäten der Anleihe, die den oproz. Typus tragen und auch nach Deutsch­land kommen wird, ivirb gegenwärtig verhandelt. Ursprünglich sollte der Anteil ber deutschen Gruppe an der Anleihe 21 Mill^Lstr. betragen. Das Resultat der Verhandlungen fann als ein Erfolg der deutschen Gruppe angesehen werden, zumal damit gerechnet werden darf, daß auch bei künftigen Eisenbahnbanten in China der Anspruch der Deutschen auf ein Drittel der ©efamtquotc respektiert werden wird. Auch an der Lieferung der Materialien für die Eisenbahnen Hankow-Changtu und Hankow-Kanton ivirb Deutschland mit einem Drittel beteiligt sein.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 18. Mai. Diehmarkt. Des Himmelfahrttages wegen ist der Hauvtviehmarkt von Donnerstag dem 20. Mai auf Freitag den 21. Mai und wegen des Pfingst­festes der Hauptmarkt von Montag den 31. Mai auf Dienstag den 1. Juni verlegt.

fc. Frankfurt a. M., 19. Mai. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe ftaitben 1406 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 6869 Pig., Lebendgewicht 53,5 bis 54,0 Pkg.; 2. Qualität 67OOPfg., Lebendgewicht 53,000,0 Pfg., 3. Qual. 6266 Pfg. Geschäft gut, kein Ueberstand.

Voraussichtliche Witterung für Äessen am Donnerstag dem 20. Mai: Meist heiter und trocken. Etwas wärmer. Veränder­liche Winde.

Original-DrahtnielSungen.

Frankfurt a. M., 19 .Mai. Aus dem Berlin-Frank­furter D-Zug Nr. 6 sprang zwischen Bebra und Hersfeld während voller Fahrt eine ans Kopenhagen stam­mende Dame und blieb tot auf dem Geleise liegen. Die Dame, die leidend war, sollte nach einem Wiesbadener Sanatorium gebracht werden.

Paris, 19. Mai. Der gestern abend gefaßte Beschluß des allgemeinen Arbeiter-Verbandes, den Generalstreik zu erklären, hat hier keine besondere Beunruhigung hcrvor- gerufen, .da bis jetzt mir das Syndikat der Zimmerleute seine Mitglieder ersucht hat, den Ausstand zu beginnen. Man ist der Ansicht, daß die Ausstandsbewcgung, die auch die Baugewerksarbeiter umfaßt, keine große Ausdehnung annehmen wird. Höchstens dürsten die Erdarbeiter sich ihr anschließen. Die Arbeiter der Post- und Telegraphen- Verwaltung beschlossen auch in der gestrigen Abendver­sammlung, den Streik weiter fortzusetzen. Sie drückten ihr Bedauern aus, daß die Arbeiter ihre Pflicht vergessen hätten, indem sie es duldeten, daß Kameraden aus dem Dienst ent­lassen wurden. Hoffentlich werde sich die Solidarität der Arbeiter in Zukunft besser bewähren als bisher. Im Ver­lauf der Versammlung wurde mitgeteilt, daß die Marine- Angestellten am Donnerstag den Ausstand beginnen wer­den. Die Bereinigung der Marine-Eingeschriebenen erstreckt sich bisher auf 5 K'riegshäsen.

Rouen, 19. Mai. Eine Feuersbrunst zerstörte gestern abend das hiesige große Petroleum-Depot. Ein Behälter mit 4000 Liter Aether explodierte, wobei der Fabrikaufseher mitverbrannte. Ms die Feuerwehr den Brand von einem Schuppen aus bekämpfte, stürzte dieser ein. Drei Feuerwehrleute wurden als Leichen geborgen, einige andere erlitten schwere Verletzungen.

Ich kann wieder alles mit Appetit ksiea."

Frankfurt a. M., Hmnboldtstr. 84, den 10. Jan. 1908

»Aus verschiedenen Gründen ist mir vor einem Jahre verordnet worden, Lebertran einzunehmen, was mir jedoch beim besten Willen nicht möglich war. Ich konnte den widerlichen Tran auf keine Weise herumerbrmgen. Da wurde mir sehr dringend empfohlen es doch einmal mit einem Lebertranpräparat, Scotts Emulsion' zu probieren, was ich dann auch tat. Ich nahm erst ein Probe- flaschchen, um das Mittel kennen zu lernen und bemerkte sofort baß'^Scotts Emulsion ohne Widerstreben emzunehmen vermochte' Rach Verbrauch einiger Flaschen, die ich alle durchweg leicht ein- nahm, konnte ,ch die gewünschte Wirkung zusehends feststellen Meine oUgememen Strafte hoben sich, und, was die Ha ivtfache war, der lange geschwundene Appetit Hal sich wieder eingestellt, so daß ich heute wieder alles mit Genuß essen kann." (gez.) W. Fuß.

Lcottts Emulsion, die sich gut und leicht ein. nehmen läßt, hat nichts von den wirklich kräf­tigenden Eigenschaften des gewöhnlichen Leber­trans eingebüßt. Im Gegenteil, Scotts Emulsion ist noch viel wirksatner, weil sie den allerbesten 1 |/J^ Norweger (Lofoten) Lebertran enthält, und weil <?*^-**5 sie durch das Scottsche Herstellungsverfahren in £* eine so leicht verdauliche Form gebracht ist, daßL^-L^L selbst der schwächste Magen sie gut verträgt unb beTÄ voll verdaut. lci>«i UMatrceait

<scuno Emulsion wird von uns auSschließttch tat groben vertäu,t. und zwar INC lose noch Bewicht ober Mah, sondern nur in versiegelten Orratnoifiaschen IN taiton mn unserer Schutzmarke «Fischer mit dem Dorsch). Scott u. Bowne, & m. j H , Franksurt a. M.

Bestandteile: Feinster Mediztnal-Lebertron 150,0. t>nma Wlnjertn 60,o ncrphoSphortgsaurer Kalk 4,5, unterphoSphottg aure« Natron 2,u. yulo. Troqcnn J,O. i-tnster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 12W), ?(lfohol 11,0 Hiei.n aromatische Gmulßon mit Himt-, Mandel, und Gaulthertaöl >c 2 Trovten.

Buderussche Eisenwerke, Wetzlar.

Die ausserordentliche Generalversammlung der Aktionäre unserer Gesellschaft vom 10. Mai 1909 hat beschlossen, das Aktienkapital um Mk. 2 000 OOO durch Ausgabe von 2000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu jft 1000 mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1909 zu erhöhen. Laut Beschluss der gleichen Generalversammlung sind diese Aktien einem Konsortium überlassen worden, welches die Verpflichtung übernommen hat, von ihnen den Betrag von utt 1,750 000 den Besitzern der alten Aktien derart zum Bezüge anzubieten, dass auf je 6 alte Aktien nom. 6000 eine neue Aktie zu JC 1000 zum Kurse von 105 °/ ' zu­züglich Stückzinsen ab 1. Januar 1909 bezogen werden kann. Nachdem der Erhöhungsbeschluss in das Handelsregister eingetragen ist, fordern wir die Aktionäre auf, das Bezugsrecht unter den nachstehenden Bedingungen auszuüben:

L Auf je 6 alte Aktien = nom. Mk. 6000 kann eine neue Aktie zu Mk. 1000 bezogen werden.

2. Die Ausübung des Bezugsrechts hat in der Zeit

vom 18. Mai bis eirsschl. I. Juni d. J.

in Giessen bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Filiale Giessen,

in Frankfurt a. M. bei der Mitteldeutschen Kreditbank,

bei der Deutschen Bank, Filiale Frankfurt a. M.,

bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. HL,

bei dem Bankhause Bass & Herz,

in Cöln bei dem Bankhause Sal. Oppenheimer jr. & Co.,

in Elberfeld bei dem Bankhause von der Heydt-Kersten & Söhne,

in Wetzlar bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Depositenkasse und Wechselstube, in Berlin bei der Mitteldeutschen Kreditbank

während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden zu geschehen.

3. Behufs Ausübung des Bezugsrechts sind die alten Aktien ohne Dividendenscheinbogen mit zwei Anmeldeformularen, welche bei den obigen Anmeldestellen PrhültHr-h reichen. Die Mäntel der alten Aktien werden abgestempelt und alsbald zurückgegeben. A«uieraebi®uen ernairnch sind, emzu-

4. Zugleich mit der Einreichung der Aktien bt der Bezugspreis von 105% Mk. 1050 zuzüglich 4'7, Stückzinsen ab 1. Januar d. J. bis zum Bezugstage auf iede nenp al-Hp vm entricht,»

5. Ueber die geleisteten Einzahlungen wird auf einem der eingereichten Formulare eine Kassenquittung erteilt, gegen deren Rückgabe die Ausgabe der neuen Aktien laut bSderi; Bekanntmachung erfolgen wird, und zwar bei derselben bte.lle, bei welcher die Einzahlung geleistet wurde. AKUen ldUl °esonaerer

Die Notierung der neuen Aktien an den Börsen in Berlin, Frankfurt a. M. und Cöln wird demnächst beantragt werden.

Wetzlar, den 15. Mai 1909. BlsdCFUSWilC Eisenwerke«

Kaiser.