Nr. 222
Ter »itfitntr Snjeiflet erscheint täglich, außer SonntaqS. - Beilagen: viermal wöchentlich OietzenerZamllienbläitcr, iiueunal roörf)entLKrei$: dlaNf^rdenlLreirStehen (lienetng undFreuag); zweimal monatl. Land' wirtschosUtche -eilfragcn fienilpved) - Anschlufie: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:
«n-etger «ictzcu.
Lnnalsme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.
Erstes Blatt
Mittwoch 22. September 1909
159. Jahrgang
General-Anzeiger für Oberhesien
Vezu g » p . el: monatlich 75 Pj^ oiertel- jädrlich Dtk. 2.20'. durch Dibbele- il Zweigstellen monatlich 65 Pt.: durch die Post Mk.2.—oierlel- jäbvl. ou5|d)L Beslellg. ZeilenpreiS: lokal IbPi^ ans,vans 20 Pfennig. C befredaklenr: Dl Goey. Verantwortlich für den potiNschen Teil: August Goetz; für .Feuilleton' und.Vermischtes* K. Neurath; für .ctnbt u. Land" und »Gerichts-
Rolationsdruck und Verlag der Vrühl'fchen Univ.-vuch- und Zteindruckerei H. Lauge. Redaktion, Lrpedttion und Druckerei: Zchulstratze 7. ’v^Vfcf.
ben 'ic-aiionaLuberalen, der f teil innigen und
Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten.
der deutschen
ihnen Deren eine ihre
mm ne diese Jä)tt eine Periove von großem Interesse. *ä< Machte würden, so geschickt ihre Diplomatie sein möge, chre Absichten gegenüber Svanien nicht verbergen können. Trotzdem bür je man üi diesem Punkte ruhig fein, baut die Regierung habe iviebcrhoU erklärt, daß sie die Mächte über alle ihre Schritte im Riffgebiet aus dem laufenben erhalten habe und fort fahre, sie auf dem laufenden zu erhalten.
Madrid, 21. Sept. Wie aus Melilla unter dem gestrigen Datum amtlich gemeldet wird, bemächtigte sich abenbd die in westlicher Richtung vorgehende spanische iloloiuic der Orte Sütel und Taddert. Ter Kampf brachte dem Feind, der in großer Zahl auftrat, schwere Verluste. Die Spanier hatten 16 Tote imb 70 Verwundete.
id ert D o----------- - v - o , . - -
Vertreters des Blattes, inwieweit die Ereignisse des vergangenen Winters auf die gegenwärtige Situation nach- Bnrfcn, erwiderte der R eichst an zler: „Bei diesen Ereignissen ist das Wichtigste das feste Zusammenstehen der beiden verbündeten Staaten gewefen. Der letzte Winter Hal das Bündnis zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich-Ungarn ui beiden Staaten noch populärer gemacht, als es war, und die Erprobung des Bündnisses Oat auch nach außen hin die stärkste Wirtung getan. Seine Unterredung mit dem russischen Minister des Auswärtigen Iswolsky, meinte der Reichskanzler, sei, da der russische Mnister des Aeußern burch Berlin reifte, eigentlich von selbst herbeigeführt worben. Er habe mit Iswolsky natürlich auch über die Politik gesprochen, aber die .Kombinationen, die an dieses Gespräch geknüpft wurden und an den Zeitpunkt kurz vor der Reise des Kanzlers nad) Wien, in welchem das Zusammentreffen mit Iswolsky fiel, seien durchaus haltlos. Der Reickss- kanzlcr schloß das Gespräch, indem er noch einmal den angenehmen Eindruck betonte, den er in Wien empfangen habe.
Wien 21. Sept. Der Kaiser versieh dem Reichskanzler v. Bethmann-HoNweg das Großkren^ des St Stephansordens und überreichte ihm die Auszeichnung
Dolkspartei angebahnt.
Den Jungliberalen und den wandten Gruppen wurde von Beginn poiiiische Bedeutung eigentlich übersteigende Stellung im Zentralausschusse eingeräumt. DaS war dem Entgegenkommen der Parteien und dem Wirken des Abg. Dr. Eajsel-
Der Heidjsfanjler in Wkn.
Herr v. Bethmann-Hollweg hat dem Vertreter eines Bicner Blattes betont, bei seiner Unterredung mit Herrn v. Aehrenthal sei die volle Ueb e r e i n st i m m u n g der Änsck-auungen zutage Igetretcu. Das sind diplomatisck)e Phrasen, aus denen man nichts Rechtes erkennen fcuui. Wenn die verwicleltcn Fragen im Osten behandelt worden sind, wobei die beiderseitigen Interejsen doch so verschiedenartig in die Wagschale sollen, kann doch unmöglich von vornl-ercin volle Uebert'inüimmung geherrscht hoben, besonders wenn Deutschland seine Wünsche aus anderem Gebiete geltend machen wollte. Daß wir auf ein enges Zu- fammengel)eu mit Oesterreich hinarbeiten müssen, verk.uncn mir durchaus nicht, aber wir Italien eine vorsichtige Zurückhaltung für angebracht. Noch wissen wir nicht, was die neuen Kämpfe im böhmischen üanbtag den Deutschen Oesterreichs bringen werden. (£5 muß der Habsburgischen Monarchie gezeigt werden, wie viel sie von unserer Unterstützung hat und daß Deutschland dafür die Unterstützung des Deutschtums beansprucht. Die F. Z. läßt sich aus Wien berichten, her Kanzler l-abe auch Ungarn angenehm berührt durch jein den Offiziösen ausgesprochenes Bedauern, augenblicklich nicht nach Ofenpest kommen zu können^ Damit trifft man doch wahrlich auch nicht den Kem der lÄrche, beim ein Besuch ist zwar etwas recht Schönes, aber schon im gewöhn- licl-en Leben pflegen nack-denkliche Leute danach zu fragen, was ein Besuch wohl mitbringen mag. Was könnte Herr v. Betlymann-Hollweg aber den Ungarn mitbringen. Nein, in Ofenpest batte der Kanzler absolut nichts zu tun. Die Hauptsache mußte sein, daß es ihm gelang, in Wien Verständnis für die vom Fürsten Bülow zuletzt mit Erfolg
Die Eröffnung öes böhmischen Landtages.
Prag, 21. Sept. (W. B.) Dem heute wieder zusammengetretenen Landtag btv Königreichs f&öljmen unter breitete die Regierung fünf Vorlagen, durch welche die Voraussetzungen für die Beilegung des nationalen Konflikte s in Böhmen geschaffen werden sollen. Zunächst wird sich der Landtag mit der Abänderung der La u o e s o r d n u n g zu beschäftigen traben, welck^e die Konstituierung des Landesausschusscs ermöglichen soll. Die vier anderen Vorlagen bezwecken die Einfü.rung eine£ neuen Landtags Wahlordnung, die Regelung des Sprachen gebrauch s bei den autonomen Behörden und die Er richtung von Kreisvertretungen. Tie Anzahl der fOuinbate soll erhöht werden und 43 Mandate sollen der allgemeinen Wählerklasse zufallen, um einerseits das Kräfte- verl)ältnis zwischen den Vertretern von Handel und Industrie unb Gewerbe und den Vertretern der Landwirtschaft auszugleichen, anderseits den breiten Schichten der Bevöllc- rung Anteilnahme an der Gesetzgebung und Verwaltung des Landes zu gewähren. Ferner soll die neue Landtagswahlordnung jener nationalen Abgren ung der Wahlkreise Rechnung tragen, wie sie seinerzeit unter Zustimmung der Parteien in der Wahlordnung zum Reichsrat durchgeführl worden ist. Der Entwurf des Sprachengesetzes setzt die Verhandlungssprache und Amtssprache fest und stellt den autonomen Körperschaften die Erledigung aller einlangen- den Eingaben in ihrer Amtssprache frei.
Jin Verlauf der Sitzung forderte der Oberstlaitdmar- schall zur Konstituierung der Kurien die Einsetzung eines Wahlprüfungsausschusses auf. Pacher erklärte narnens der deutschen Abgeordneten, daß diese laut des Beschlusses der Vollversammlung der deutsck)en Landragsabgeordneten sich an der Konstituierung der Kurien nicht beteiligen würden. Hierauf schloß der Oberstlandmarschall die S'.'ung.. Tie nächste Sitzung soll auf dem schriftlichen Wege bekannt gegeben werden.
betriebene Politik zu ernten:
Wien , 21. Sept. Der deutsche Reichskanzler v. Dcth mann-Hollweg hat sich einem Vertreter des Wiener „Fremdenblaites" gegenüber folgendermaßen geäußert: „Es ist vor allem von hohem Wert für mich gewesen, mich Kaiser Franz Josef vorzustellen, der mich mit ungemeiner Liebenswürdigkeit empfangen hat. Mit dem Grafen Aehren- chal habe ich lange unb eingehend alle schwebenden Fragen erörtert. Bei dieser freundschaftlichen sachlichen Besprechung ergab sich volle Uebereinftimmung der Anschauungen, die ich bei der gemeinsamen Grundlage unserer Politik erwartet habe. Für die Politik, die ich in Deutschland zu machen berufen bin, wird mir diese Unterredung mit Aehrenthal und die gemeinsct-aftliche vertrauensvolle Beurteilung der Situation, die wir festgestellt haben, eine lle Unterstützung sein." Aus die Frage des
mann zu danken.
Seit einiger Zeit, namentlich nachdem der -Jungliberale Landesverband seine Verbindung zum Reichsverbanb zunäck>st heimlich und in plötzlicher Abkehr von früher be- ichlofseneu Richtlinien abgebrochen hatte, gewann tyier und in der Führung einiger Kreisverbände eine Politik Oberhand, für die die Signatur: Rabiatliberalismus noch eine Höflichkeit ist.
Auf Einzelheiten braucht gar nicht zurückgekommen zu werden. Durchiveg wurde nach dem <Sck>ema gehandelt: kleine Meinungsverschiedenheiten aufzubauschen, ui brutaler Weise Forderungen zu stellen, in unzulässigen Formen Andersdenkende anzugreifen, selbst die größten Disziplinlosigkeiten zu begehen, sich keinem Parteiwillen unterzuordnen und Unterwerfung der Anderen unter den eigenen Willen kategorisch zu fordern.
Unter derMaskederEinigungbesorgteman planmäßig Zer klüf tung sp olitik.
Den Höhepunkt fand dieses Treiben in einer grenzenlosen Hetze gegen den Abgeordneten Dr. Casselmmin, als von Lehrern, geführt von dem Herrn Heyhl aus Würzburg, dem 20)g. Dr. Easselmann der Vorwurf gemacht wurde, er habe in seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister sich in Widerspruch zu feinem parlamentarischen Verhalten ge stellt. Dieser Vorwurf entbehrt restlos jeder tatsächlichen Grundlage. Doch ist der sachliche Teil des Streites int Augenblicke nebensächlich. Tie Hauptsache ist: zwischen den angreifenden Parteigenoifen und dem Dfbg. Dr. Eassel- manu wurde von der zuständigen Parteiinstanz eine Verständigung erzielt. Trotzdem setzte man die Polemik fort, bic nunmehr auf der letzten jungliberalen Tagung sich in eine schwer verletzende Diskussion und Resolution verdichtete. Daneben liefen noch eine ganze Reihe sachlich unrichtiger unb provozierender Vorwürfe gegen die politischen Parteien.
Tas mußte zu einer Krisis führen. Jedem Kenner der Verhältnisse und Personen ist es klar, daß Donmegenb die Führung einiger Verbände es ist, die auf so unverantwortliche Weise die Geschlossenheit zerriß. Zahlreich? Mil- g Lieb er ahnten sicherlich nicht, auf welche '.Öafyncn sie sich lenken ließen. Das zeigt zum Tell schon der Widerspruch, der bereits aus den Reihen der 3urtg liberalen rege wurde. Tie Entrüstung wird sich verstärkt sortpslanzen. 2üid) die gesamte bayerische und außerbaverische Presse ergreift'‘Partei gegen diese Politik der bayerischen Jungliberulen.
Deutsches Neich.
Der Staatssekretär des Auswärtigen v. Schön ist vom Urlaub zurückgekehrt und hat die Ämtsgeschäfte wieder übernommen.
Tcm „Reichsanzeiger" zufolge ernannte der Kaiser oen Kriegsminister v. Heeringen zum Bevollmächtigten im Bundesrat.
„Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Die von einigen süddeutschen Blättern gebrachte Mitteilung, wonach beabsichtigt sein soll, Bezirke mehrerer preußischcrEisen- bafynbirettionen zu einer Genera l d irektion zu vereiniaen und aus diesem Anlaß die königlich-preußische, ar o ß d c r z o g 1. - h e s s i s ch e E i f e n b a h n d i r e k 1 i o n Mainz aufzubeben unb ihre Strecken mit denen der königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. zu bereinigen, entbehr: jegtiüjer Begründung. Uebrigens würde eine jo lebe Maßregel, wenn sie preußischerseits überhaupt drab- jidjtigt wäre, nad) Artikel 13 des zwifd-en Preußen und Hessen über die gemeinschaftliche Verwaltung des beider- fertigen Eisenbayndesitzes abgeschlossenen Staatsvertrages vom 23. Juni 1896 ohne Zustimmung Hessens nicht durchführbar sein.
politische Sogesschatt.
Waugenheiw Böhme.
Auf den von uns verösieniliccheii Bries des Frhrn. vo:. Wangenheim, des Fichrers des Bundes der Landwirte, ar. Dr. Böhme, hat dieser in einem offenen Brief wie folgt geantwortet : .
„Wie Sie aus beigesugter Nummer der Korrespondenz Arritel 2 ersehen werben, habe ich bereits, bevor Ihr Schreiben erschien, Jl)rc Täligteil auf dem Gebiete der inneren Kolonisation aneriamu. Es geh: ferner daraus indirekt hervor, daß ich manche Vorgänge m der Bundes Politik darauf zuruckführe, daß Sie nicht mehr wie in früheren Jahren Ihre Arbeitskraft im vollen Umfange in den Dienst des Bundes der Landwirte stell-n. Bon einer Enteignung des gesamten Großgrundbesides ist in den Forderungen der Einsiedler nicht die Rede. Diber da.- allerdiligs dars ich wohl saaen: ein Großgrundbesitz, der sich nur mit slawischen Arbeitskräften halten kann, ha: keinen Anspruch darauf, von der Enteignung üerfebom zu bleiben. Man mag ein noch so entschiedener Freund des Privateigentums sein, ein Privateigentum, das aufrecht erl-alten wird auf Kosten der beutfdjcn Nalionalität, darf es nützt geben; das Interesse der Nationalität steht über dem 5-ntereffe des Einzelnen. In einer Zeit ferner, in der Zehn tausende von Landarbeitern und Bauernsöhnen vorhoiiden sind, die sehnsüchtig nach einem {leinen Besitz verlangen, erscheint es auch nicht unberechtigt, wenn aud) solche Besitzer, die gewohnheitsmäßig ihren Aufenthalt im Auslande nehmen, die in Icitrem persönlichen Zusammenhänge mit ihren Angestellten und Arbeitern stehen, unter Umständen enteignet werden. Das ist meine Anschauung, unb id; kann sagen, diesen Standpunkt habe ich von jeher vertreten. Auf Ihre Andeutungen und Prophezeiungen über meine Zukunft einzugehen, lehne ich ab. Ich bebau ere es lebhaft, daß diese Art der Polemik sich ein qjtamt zu eigen macht, der eigentlich nach seiner aanym Stellung und Vergangenheit auf einer etwas höheren Warte stehen sollte."
Wir hoffen, daß diese Brieffehde nun zu Ende ist. Es scheint nichts dabei heranszukommen.
Die Krifis im bayerischen Liberalismus.
Die parteiamtliche „Nationallib. Korresp." schreibt:
Der Führer der bayerischen Liberalen, DObgeorbueter Dr. Casselmann, hat ben Vorsitz tu bem Zentralaus- fd)uffe niebergelegt. Das ist keine persönliche Frage, sondern ein 2lkt von weittragender politischer Bedeutung.
Seit einigen Jahren sind sämtliche liberale Parteien, die Jungliberalen und die mterftakrionellen Kreisverbäude in einer" im großen Ganzen gut funktionierenden Gesamtorganisation zusammengefaßt. Tem Llbg. Dr. Easselmann ist es in erster Linie zu verdanken, daß sick) die Einigung in Bayern vollziehen liefe. Es waren nicht geringe Rei- buugsfiächen vorhanden. Jah-elana standen lid) die Par leien aegnerisch ober rivalisierend gegenüber. Binnen kurzem "war ein freundliches und offenes Verhältnis zwischen
persönlich.___________
' Muley hafiör Protest.
Der gestern mitgeteilte Widerspruch des Sultans oon Marokko wegen des spanischen Vorgehens, bat btc Spamer m Verlegenheil aebmeht. Vielleicht sehen sie allmählich em, daß lie nur die Ge- ichäfte ber Franzosen besorgen. Wer wirb — ichemt je_&t bx- Hauptfrage zu sein — all bas Gelb zur Enbchadigung für die bisherigen Unternehmungen und Moitenaufroanbe antbnngcn Der Sultan vvn Marokko ist bekanntlich nicht reich' ^ ’eme fftme an die Mächte will, so kalkuliert em wanyches Blatt, vielleicht nur ber finanziellen Verantwortlichkeit vorbeugen. Dasselbe Blatt m"n^ ^ WnnVbieie Serant^räi-bteit
indem es geltend machte, daß c» von ^men Lperattom. i Riffgebiet die Mächte aur dem Lautenden erholten habe^ -^as besagt jedoch garnichis. Wenn Spanien em Jntereße mi dem militärischen Vorgehen hatte, mag es auch bas Aeld l«tur aut bringen. Die marokkanische Regierung nnrb schlienlich einmal an ber Grenze der Leistunastähigkelt.^^komnien sein, und e liegt im Interesse der m Marokko lebenden Europäer, MB Da» marokkanische Staatswesen auch in nnanziell geordnete Verhal. ^ftrib, 21. Sept. Ministerpräsident Maura erklärte, die Protestnote des Sultans von Marollo habe kerne »e beutunn angesichts der Tatsachen, Svamen veranlaßren, so vvrzugehen, wie es tue. Er sei der Ansicht daß es Uch ledig lich um einen bedeutungslosen Vorgang hcmdeie.
Tanger, 21. Sept. Der spannche Geiandte for berte von El Guebbas, daß er rote ftnotc über Me Ereignisse im Riff zurück ziehe. §l Guebbas g®*» sei unmöglich, dem ausdrücklichen Befehle desv. h <n zu gehorchen, cs sei aber möglich, nach dem von dem Machjen eine Acnberung be» -^es ?i nL 9 mK,(ct)
Madrid, 21. Sept. In Besp'.«bMS der Mte ^ulen Lasids an die Mächte schreibt „Jmparcial M Mmenschrinlich mir darum zu tun, cmer künstt^n f - ., Verantwortlichkeit vor zu beugen, das geh . hervor aus ber Äritteilung, die alles rm ^unül ,
Protest gegen den Einmarsch bedeuten konnte, ^eden- u-
rittslottd.
Ter dänische Land st hing nahm in dritter Lesung sämtliche Landesverteidigungsvorlagen an. Die Vorlagen über bic Befestigung unb über die Hecresvrdnuna, in denen einige vom Verteidigungsminister gebilligte Abänderungen vorgenommen würben, werden einer erneuten Lesung int Folkething unterworfen. Alle übrigen Vorlagen nniTben endgültig angenommen.
Wie aus London gemeldet wird, ist der Torpedo- b o o t s z e r st ö r e r „Itche n" in ber Nacht zum Tienstaa bei Workheab rii der Nähe bei Mrkwall gestrandet unb wäre in gefahrvoller Lage, falls die See unruhig werden sollte, Die gegenwärtig ruhig ist. Die Geschütze und Kohlen, sowie das Übrige Material wurden entfernt. Kriegsschiffe sind zur Hilfeleistung zur Stelle.
Wie die Blätter in Lissabon melden, wird die bevorstehende Verheiratung des Königs Manuel mit der Prinzessin Fife am Geburtstag des Königs von England öffentlich bekannt gegeben werden.
"Zeppelin Hl an Sichen vorbeigcfahreiU
Giefeen, 22. Sept.
Ist er vorbeigefahren, ist er gesehen worden? Die meisten Einwohner Gießens wissen nichsts darüber, denn die Zeit seines Kommens sowohl als auch die genaue Fahrtrichtung war unbetütrnt geblieben. „Glück mufe der Mensch haben", so schreibt uns einer unserer hiesigen Mitarbeiter. „Wir standen an der Frankfurter Straße und wollten der Speisung der vom Manövergelänoe anrücken- den Sier unb 87 er zu sehen; es war gegen 2 Uhr, da näherte sich per Automobil ein Menfchenfreimd und lud uns ein, mit nach Wetzlar zu fahren, Zeppelin III treffe dort gegen


