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16.2.1909 Erstes Blatt
 
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Dienstag 1(5« Februar 1909

Der Siebener

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Verantwortlich für beit politischen Teil: E. Anderson; s. Feuille­ton und , Vermischtes ilimahme non »njelgen "" R" vr ^eanÄbLeerid)^

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Nr. 39 // ? Erstes Blatt 159. Jahrgang

Anzeiger av> ;ff), außer vW /Md» ÄÄ

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irtzener Anzeige

General-Anzeiger für Oberhessen

Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten.

Vie Aufgaben der Reichzfinanzreform.

lleber die Reichsfinanzreform, die z. Zt. alle politischen Kreise des deutschen Volkes in so hohem Maße beschäftigen, ist in kurzer Zeit schon eine sehr stattliche Literatur ver­öffentlicht worden. Daß über diese Frage aber noch immer Neues zu sagen ist, zeigt eine Untersuchung des Marburger Professors Dr. Koeppe im neuesten Hefte derAnnalen deS Deutschen Reiches".*)

Die Ursache der heutigen Finanznot erblickt Koeppe in dem System der Ueberweisungen und Dtatrikularbei- träge; dieses führte zu der verhängnisvollen Anleihewirt-- schaft und damit zur Anhäufung der jetzigen enormen Schuldenlast. Es ist ferner Schuld an der sich immer un­angenehmer geltend machenden Verknüpfung der Finanzen des Reichs und der Einzelstaaten. Ohne eine orga­nische Abgrenzung zwischen den Reichs- und Landesfinanzen hält Koeppe eine dauernde Gesundung des Rcichsfinanzwesens nicht für möglich. Er begrüßt deshalb die beabsichtigte Begrenzung der Ueberweisungen und Matriknlarbeiträge und die Ab­schaffung der Stundung ungedeckter Matrikularbeiträge. Diese sollten überhaupt nur für den Notfall bestehen blei­ben. Auch deren Veredelung würde zu nichts anderem führen, als daß die Einzelstaaten sich vielleicht auf einem noch empfindlicheren Wege, als wie dies eine erweiterte Reichserbschaftssteuer hm soll, neue Einnahmequellen er­schließen müssen.

Bei der notwendigen Eröffnung neuer Einnahmequellen erwartet Koeppe vom Reichstag die Berücksichtigung sozial­politischer Momente. Der bisherigen auf Hebung der ar­beitenden Klassen gerichteten Politik dürfe nicht durch eine die Erfolge dieser Politik in Frage stellende Finanzpolitik entgegengewirkt werden. Die Finanzpolitik müsse darauf gerichtet sein, den großen Gegensatz zwischen Arbeit und Wermögensbesitz nicht zu verschärfen, sondern zu vermindern. Die neuen Steuern dürfen deshalb nicht allein durch die Erhöhung der indirekten Abgaben herein- gebracht werden; eine. Besteuerung des DermögenSbesitzes ist unumgänglich; allerdings darf auch von diesem nicht die Leistung des gesamten öOO Millionenbedarfs verlangt werden. Eine Störung der im allgemeinen Interesse not­wendigen und bisher erfreulichen Bermögensentwickelung wäre die Folge. Berechtigt sei nur der Widerstand gegen die von der Regierung gewählte Form der Vermögens- Besteuerung Die Nachlaßsteuer mit der Wehrsteuer sei zu verwerfen. Die 98 Millionen, die der Besitz tragen solle, müßten durch die Ausdehnung der Reichserbschaftssteuer auf Abkömmlinge und Ehegatten und durch Erhöhung der i--

* 1909. N. 1. München, I. Schweizer Verlag (Arthur Sellier).

Gretzener »taöttbcakr.

Der Hüttcnbefitzer.

Von Georges Ohnet.

Auf Anstellung gastspicltc vorgestern Erna G ü! d e n e r von Hannover als Claire in Ohnets allmählich ungenießbar werden­dem Hüttenbesitzer. Obschon die Künstlerin stark e rücktet war, führte sie ihre Rolle derartig durch, daß man mit einer Ver­pflichtung an unsere Bühne wohl einverstanden sein kann, obschon wir durch ihre augenblickliche Vorgängerin an sehr gut ausge- «arbeitete Leistungen gewöhnt sind. Eine hübsche Bühnenerschei- raing, natürliär« Sprache und ungekünsteltem- Spiel sind ihre großen Vorzüge, und wenn man das jedenfalls durch die vorher iangekündigte Unpäßlickckcit bedingte Fehlen eines1 starken Tem­peramentes abrechnct, darf man an der Künstlerin in der etwaigen Folge wohl große Ansprüche stellen.

An Sielte des' rrkauften Erich Weingartner spielte Direktor Steingoetter den .Hüttenbesitzer imb gestaltete namentlich im zweiten Auszug eine recht glückliche Erscheinung. Auch die übrigen Mitwirkcndcn standen aus einer erfreulichen Höhe der Darbietung, so daß die ganze Aufführung, die von Direktor Steingoetter gut und zweckentsprechend geleitet wurde, eine recht beachtenswerte Leistung von vornehmer künstlerischer Wirkung gewesen ist. Bei einer Wiederholung wäre aber darauf hinzn- wirken, "daß das Hoch hinter der Bühne etwas weniger dürftig aussiele, wenn auch der Spielleiter aus der Bühne beschäftigt ist.

Grete Höcker war eine wirkungsvolle, warmherzige Marquise, iüore Scholz an sich allerliebst, avcr doch nicht ganz Baronin, soweit es sich um die großen gesellschaftlichen Auftritte handelt. Unmutig und voll Frische war Dorle Maifarth alsSuzanne. Rocht fesch uttd von ausgesuchtem, sehr geschmackvollem Aussehen war Iv Hoven als lebensprühende Athenais, doch hätte sie dos feurig-kokette Wesen noch etwas schärfer betonen dürfen. Der Mvulinet Max Kronerts war erfreulicherweise auf einen vornehmeren Ton gestimmt als man gewöhnlich sieht: Zindols Goll hätte als Herzog etwas lebendiger sein dürfen, und auch in jber Maske etwas weniger verlebt, obwohl ja Spick und Aussehen ßn gutem Einklang sueinander standen. Clemens Roden als liebevoller Oktave ließ ebensowenig zu wünschen üvrig wie Kars Polck als Baron.

, Karl Neurath.

D i eFr a n l s ur t e r T h e a t e r gegen denBühnen - tocrem. Wie uns ans Frankfurt a. 9JL gemeldet wird, hat der Autsichtsrat der donigen neuen Theater - Aktiengesellschaft es in seiner gestrigen Sitzung abgelehnl, den gegen die Bühnengenosfen- schalt gerichteten Beschlüssen des AühnenvereinS feine Zuslinunung *i11 geben. Im gleichen Sinne stimmte auch der in der Sitzung anwesende Magrslralskommtssar. Die Frankfurter Bühnen sind

für die Verwandten der aufsteigenden Linie und Seitenver- verwandten geltenden Steuerprozentsätze aufgebracht wer­den. Der Leistungsfähigkeit der Steuererträger werde da­durch am besten Rechnung getragen. Die notwendige Scho­nung der unteren Steuerstufen könne durch entsprechende Steigerung in den hohen und höchsten Steuerstufen aus­geglichen werden. Eine Bekämpfung des Ausbaus der Erb­schaftssteuer aus grundsätzlichen Gesichtspunkten komme post fefhim; die Reichsgesetzgebung habe die Berechtigung der Besteuerung der Ehegatten und Kinder prinzipiell schon anerkannt dadurch, daß sie den Einzelstaaten das Recht zu deren Besteuerung und zur Erhebung von Zuschlägen verlieh. Was für die Einzelswaten Recht, könne für das Reich nicht Unrecht sein.

Eine Reichsvermögenssteuer verwirft Koeppe vor allem aus den gleichen Gründen, die gegen eine Reichseinkommen­steuer sprechen. Die einzig richtige und am wenigsten drückende Reichsvermögenssteuer sei, so meint Koeppe, eine ausgebildete Reichserbschaftssteuer, lieber deren vorhan­dene Mängel müsse man fisch mit Rücksicht auf die Notlage des Reichs wegsetzen.

Der inhaltsreiche Aufsatz schließt mit den Worten:Die Lösung der Reichssinanzreformfrage wird dadurch außer­ordentlich erschwert, daß diese als Kampfplatz für das mehr oder weniger leidenschaftliche Begehren wirtschaftlicher Son­derinteressen und allgemein-politischer Bestrebungen her­halten muß, die nicht oder doch nicht ausschließlich auf die Sache selbst, sondern wesentlich auf das einseitige Ge­schäfts- oder Parteiinteresse abzielen. Und doch verlangt die Lösung gerade dieses ebenso weitumfassenden wie heiklen Problems vollste Hingebung an die Aufgabe und eine rein sachliche Behandlung, die sich bei jeder Beurteilung und vor allem bei jeder einzelnen Entscheidung nur vom (Gesichts­punkte des Gesamtwohls leiten läßt."

Die Ausführungen Koeppes werden sicherlich manches zur Klärung der augenblicklichen Situation beitragen.

politsfd^c Tagesschau.

Der neue türkische Großvezier.

Hüsfein Hilnn Pascha, W neue, ganz mtffcr jungtür- k'schem Einflüsse stehende Großvezier, ist auf der Insel Mytilene geboren. Er war zuerst in der Verwaltung seiner heimatlichen Insel tätig, wurde dann Generalsekretär des Vilajets Smprna und später Generalsekretär in Sstrien. ?cach einer kurzen Tätigkett in Messina und Kerek bei Jerusalem, wurde er zum Gouverneur von Adaua und ein Jahr später zum Gouverneur von Demen ernannt. Fünf Jahre darauf erhielt er den verantwortungsvollen Posten eines Generalinspekteurs in Diazedouien. Daß Hilmi Pascha, der jetzt im 52. Lebensjahre steht, sich in Maze­donien vollauf bewahrt hat, ist aus der Geschichte der letzten Iahree vollauf bekannt. Im Kabinett Kiamie war er Minister des Innern. Alle Kenner Hilnri Paschas rühmen

also die ersten deutschen Theater, die gegen die organisationsieind- liche Haltung des Tirektnrenverbaudes Stellling genommen haben. Man dari gespannt sein, ob andere Direktionen diesem Beispiel bald folgen werden.

Frank Wedekind bat auf eine Einladung des Dres­dener (Goethe-Bundes mit folgendem Brief geantwortet, den die Münch. Ztg. letzt im Wortlaut mit teilt:

Sehr geehrter Herr! -

Sie beehren miet» mit der Anfrage, ob ich an dein vom Goethe- Bund in Dresden veranstalteten Vortragsabend nicht einige Lieder zur Guitare vortragen könne, toas Sie fteudig begrüßen würden. So sehr mich Ihr Vorschlag fteut und ehrt, und so gern ich ihn befolgen würde, glaube ich doch im Hirrblick auf die unüberwind­lichen Hindernisse, die das Bekannttverden meiner ernsten Slr- beiten unmöglich machen, davon abshehen zu müssen. Sollte sich die Dresdener Iensurbehörde bereit finden,Die Büchse der Pandora" oderTotentanz" für öffentliche Aufführungen frei zu geben, dann würde ich mich nicht einen Augenblick besinnen, vor den Mitgliedern des Goeche-Bundes auch als Bänkelsänger zu erscheinen. Wie die Dinge aber tatsächlich liegen, hätte ich einem solchen Unterfangen bet den maßgebenden Persönlichkeiten nur eine um so geringere Einschätzung als Mensch und als Sck>riftsteller zu verdanken. Tie grauenvolle Humorlosigkeit unserer Zeit schaltet die Vorstellung völlig aus, daß sich jemand, der sein Leben der Bewältigung ernster, ethisck-er und künstlerischer Auf­gaben widmet, gebenbei mit dem Vortrag von Schwänken abgibt Deshalb kam ich zu dem Entschluß, meine Guitare nicht mehr zur Hand zu nehmen, so lange oie Behörden den Ausführungen meiner DrMuen noch Hindernisse in den Weg legen.

In vorzüglicher Hochachtung J-hr ergebener

Frank Wedekind.

Vom FritzReuter-Denk mali nStavenhagen. Die Enthüllung des Fritz Reuter-Denkmals soll am 100. Ge­burtstage des Dichters, am 7. dcovember 1910, ftattfinben. Von dem Plane, diese Feier sorgen der ungünstigen Jahreszeit in den Juli 1911, auf den TodeSgedenktag, zu verlegen, wurde Abstand genommen. Zur Ausführung pes Denkmals soll ein allgemeines öffentliches Preisausschreiben für alle Künstler deut­scher Reichsangehörigkeck erlassen werden. Die Kosten für das Denkmal sollen höchstens 50 000 Mk. betragen. Das Denkmal wird vor dem Rathause auf deur BLarktplatz errichtet werden.

Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft Dr. Ernst Haeckel m Jena vollendet heute das 75. Lebens­jahr. Der Cheimter Professor Futurs Thomson in Kopenhagen ist gestorben. Im Petersburger Schachklub begann gestern der Internationale S ch a ch k o n g r e ß, zu dem u. a. Lasker, Spiel mann und Kohn aus Deutschland ringe« troffen sind.

ihn als einen der liebenswürdigsten und fähigsten Staats­männer der Türkei.

Deutscher Ueieh.

Der Kaiser hörte gestern vormittag im Schlöffe den Vortrag des Cheis des Zivilkabmetls.

D i e A r b e i t s l o s e n in Berlin. Tas Resultat der am 12. 11. Februar von der potithch und gewerkschaftlich organisierten Arbcilerichaft veranstalteten Llrbeitsloienzählung ergab 10300 Ar­beitslose in GrochBertin.

Die E i n i ü h r u n g d e r S ch i s f a l, r t s a b g a b e n. Nach­dem das preumiche Slaalsniintslerium den Entwurf, betreffend btc, authentische Auslegung des Art. 64 der ReichSveriasinng genehmigt hat, ist er deni Buudesiate angegangen. Es handelt sich um die Beseitigung der oerfassungsrechllichen Bedenken gegen die Einführung der Scyisfahrtsabgaben.

T o d e s i a l l. Ter Zentrunisabgeordnete Wattendorf, Mitglied des Reichs- und Landtages, ist in Ibbenbüren gestorben.

Ausland.

Die russischen Terroristen werden in den einzelnen Ländern zu einer immer schlimmeren Larrdplage. Ein in Gent verhafteter Russe, angeblich des Olamens Sokoloff, der vermutlich mit dem von der Brüjseler Polizei gesuchten Anarchisten Seiliger identisch ist, bat auf die ihn begleitenden Polizisteii mehre« Revvlverschüsfe abgegeben. Ein Polizeikommissär und ein Krimi­nalbeamter wurden töt!ich verletzt.

Ein Gro ßsürft in Ungnade. Wie auS Petersburg gemeldet wird, ist der Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch Chef deS Petersburger Militärbezirks, oer als das Haupt der reuktivnären Partei in Mßland gilt, bei dem Zaren in Ungnade gefallen. Der Zar weigerte sich ziveimnl, den Großfürsten ^u empfangen, und gab ihm zu verstehen, daß er seine Demission geben möge. Man glaubt, daß der Fürst dem nächst eine Reise ins Ausland antreten werde.

Das Repräsentantenhaus der Bereinigten Staaten, bat einen Geietzeniwurf angenommen, oemzufolge die Territorien Arizona und N c n m e x i i o zu Staaten erklärt werden.

Aus Stafct und Lun-.

Gießen, 16. Februar 19Q9.

* * Lageskalender für Dienstag, 16. Febr.: Stadt- theater: .Rokoko". Anfang 8 Uhr.

Konzerrverein. 2. Jubiläumskonzert ziun 90jährigen Stiftungsfest des Ak. Gejaugvereins: 6£/4 Uhr in der Stadttirchc.

*

* In Audienz, empfangen wurde von Sr. 5ügl. Hoh. dem Großherzog am SamStag u. a. Obergärtner Köhn von Gießen.

* Ordensangelegenheit. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Malirerpoller PH. Joh. Seid III. zu Harheim die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom König von Preußen verliehenen Allgemeinen Ehrenzeichens erteilt.

** Erledigt sind Eine mit einem evaug. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Soulheim. Mit der Stelle kann Organistendienft verbunden werden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Partenheim. Mit der Stelle ist die 5)älfte des Organiftendienstes verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gc- meindeschule zu D a n ii e n r o d. Mit der Stelle ist Orga­nisten- und Lettvrdienst verbunden. Eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Dieburg.

** Ruhestandsversetzung. S, K. H. der Groß- hei^og haben den Kanzleiinspektor bei der Hcmptstaatskassc, Kanzleirat Joh. Alb o h n zu Darmstadt, auf sein Nach­suchen wegen geschwächter Gefundhett unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste in den Ruhe­stand versetzt und ans diesem Anlaß ihm das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großumttgen mit der Krone verliehen. Die Stelle ist erledigt. (Die Stelle ist den Mlitäranwartern Vorbehalten. Es können daher mir Meldungen von solchen bei ihrer Wiederbesetzung Berücksichtigung ftnden.)

** Die Zahl der Fcr nspr e ch ansch lstsse im Groß- Herzogtum Hessen ist,nach der Tarrnft. Zig. auch im Kalenderjahre 1908 erheblich gestiegen. Am 31. Dezember 1908 waren ein­schließlich der sog. Nebenstelle n 14 601 Fcrnsprechstcllcn vor- Ixntben (gegen 13137 am 31. Dezember 1907'. Davon entfallen 10 227 Sprechstelleu oder 70 Prozent auf die 5 größten Städte des Landes, und zwar auf Mainz 3814 (1907 : 3282), Darmstadt 2464 (1907: 2299 , Offenbach 1778 1907: 1672 , Worms 1272 (1907: 1141; und Gießen 899 (1907: 788;. Bingen und Bad- Nauheim haben über 400, Bensheim und Friedberg Über 200, Alzey über 100, die übrigen Ortsfcrnsprechnetze unter 100 Sprech- stellen. Die Beteiligung an den Netzen mit weniger als 100 Sprechstellen ist sehr verschieden. Sv haben z. B. Büdingen, Ober-Hessen, 77, dps gleich große Groß-llmstadt aber nur 34, Groß-Gerau 96, Sprendlingen, Kr. Ofsenbach, nur 31, Jugen­heim, Bergstraße, 56, Homberg, Oberhessen, aber nur 9 Sprech­stellen. Don kleineren Orten mit reger Beteiligung sind hcrvor- zuhebQi: Nieder-Wöllstadt mit 34, Reinheim mit 61, Stockheim mit 33, Großkarben mit 36, Dionsheim mit 31 Fernsprech- stellen. (ritte im Verhältnis zu ihrer Größe und Bedeutung auffallend geringe Zahl an Fernsprech stellen weisen aus:>- lis (13), Homberg, Oberhessen (9), Dtomrob (6), Schlitz (11) und Westhofen (7j. Zur Herstellung der Gesprächsverbindungen be­stehen in 10< Orten des Großherzogtums Bermittelungsämter, deren Anschlußbereich sich auch auf die Ortschaften und Einzel- ttieberlasiungen der näheren Uingebuiuj des Ortes erstreckt. -- Insgesamt entfällt auf jeden 83. Einwohner (oder auf 0,527 qkm) eine Sprechstelle. Es gewahrt einen interessanten Ucbcr- Blid, wie die Tichtjgkeit öes Fernsprechnetzes auf ine eiiizelnen Gegenden des Grvßherzogmms verteilt ist. An der Spitze steht aus. nahckiegenden.Gründen. Bad-Nauheim. Hier entlaßt