Ausgabe 
11.12.1909 Erstes Blatt
 
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dem benachbarten Laiinsbach. Man fand ihn tot unweit der [)ieftocn Station; er mar von dem Zug, der gegen 8 U()i van Wetzlar l;ier eintrifft, überfahren morden. Wahrscheinlich hat der bltjahriqe iOkann infolge seiner Schmerhöiigkclt und der bereichenden Dunkelheit seinen Tod gefunden, Kehr mar nie Streckenmarter tätig und trug sich mit dem Gedanken, bcmnädvt in den Nubestand zu treten.

Marburg, 10. Dez. In die Klinik wurden zwei Männer aus Rosenthal eingeliefert, die beim Schlachten einer Kuh behilflich gewesen waren, die sich nachträglich ils m i l z t r a n t erwiesen hatte. Vorgestern abend gegen sechs Uhr landete bei N i e d e r-F i s cy b a ch ein Luft­ballon, der in Köln um ein Uhr mittags zu einer vissenschaftlichen .Götzenfahrt aufgestiegen war und 4000 Meter Höhe erreicht hat.

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Eingesandt.

^ür Form und Jnball aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Eine Leserin desG. A." vermißt in meinem gestrigenEin­gesandt", in dem ich das Weber sche Pluralwahlrecht mit gebührendem Ernst behandelte, meine Stellung zum Frauen­stimmrecht. Die Sache ist nicht gerade sehr einfach. So viel scheint mir aber sicher zu sein, daß hier eine Privilegierung des höheren Alters bei der Stimmabgabe auf unsereSusfragettes" ernüchternd wirken könnte. Es ist ein Gebot der Galanterie, daß bei unfern Damen das Doppelstimmrecht schon beim dreißigsten Lebensjahre beginnt, daß aber Fürsorge getragen wird, daß dabei keine Konterdeklarationen stattfinden. Vielleicht kann man das Pluralwahlrecht auch mit der Kinderzahl kom­binieren. Aber darüber sind sich die Gelehrten noch nicht einig. Jur alle Fälle erössnen die jüngsten Beschlüsse der Zweiten hessischen Kammer weite und interessante Perspektiven.

Gießen, den 11. Dezember 1909 M. B.

nuniü",Sängerkranz" undHarmonie" erschienen waren Der geräumige Saal zum grünen Baum war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Gesangvorträge fanden großen Beifall, die Kapelle .Harnisch konzertierte.

3. Lich, 10. Dez Der Fernsprechverkehr nimmt hier ständig zu. Mit den 10 Nebenstellen besteht das hiesige Ortsfern'prechuctz aus CO Teilnehmeranschlü,sen. Technische Gründe sprayen dafür, diese Anschlüsse in Fernsprcchkabel zu legen. Ein solches ist bereits kürzlich vom Poslumt bis inm Rathaus gelegt worden: von hier verteilen sich die Leitungen in verschiedenen Richtungen wieder oberirdisch. In den nächsten Tagen wird ein zweites Kabel vom Post­amt nach einein (tebäiibc ber Brauerei Ihring g l gt, von wo die oberirdische Weitersührung nach der Hungener Straße erfolgt. Unli*c Milwirkung hiesiger und auswärtiger Kräfte beabsichtigt der e v a n g. K i r ch e n am Abend des 4. Advent sonn tag es ein Stiftskirche abzuhalten. Der Eintrittspreis ist" in mäßigen Grenzen gehalten. Mit Rücksicht auf den guten Zweck des KvnzertS und die Bemühungen des Vereins wäre eine rege Beteiligung sehr erwünscht.

gezahlt morden.

X Wißmar, 10. Dez. Ein Opfer seines riifes wurde gestern abend der Bahnwärter Kehr

n der Prelis -hoben iw er Lotterie,» mstadt, um M i vor etwa t -de, war ntanC visorium V'- NeschästsM' und der W m, Dn en waren As SpE armftabier ;;

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-r. Treis a. d. Lda., 10. Dez. Im hiesigen Gemeindc- wald ereignete lich heute ein bedauerlicher Unglücksfall, in­dem der 24jähriqe Waldarbeiter Müller beim Holzfällen von einem Baum getroffen wurde. Eine Anzahl Minne wurde durch Abhauen der Wurzel zum Fällen vor- bereitet, die dann gemeinsam mederfallen sollten. Dadurch, daß ein Baum früher zu Fall kam, alS beabsichtigt war, kürzten sämtliche angehaneuen Bäume zur Erde, ivodurch der verunglückte, der noch mit Abhauen beschäftigt war, sich iicht mehr retten konnte. Sein Zustand soll bedenklich sein, iroBbem er mit dem Wagen d.s Bürgermeisters Benner sofort nach Hause geholt wurde und em Arzt alsbald zur

Kleine Taaescbrouik.

Der Roman-Schriftsteller Karl Böttcher i-fv im Alter von 57 Jahren im Kreiskrankenhaus zu Groß-Lichterfelde gestorben.

Der Nobel-Ausschuß verteilte gleichzeitig mit den bereits mitgeteiften anderen Preisen, gestern zu gleichen Teilen den F r i e - denspreis an den ehernallien be grschen Ministerpräsidenten B e r n a e r t und an den franzoi sichen Senator d'E st o u r n e l l e s d e Constant.

Die A u s s ch m ü ck u n g s k o rn rn i s s i o n des Reichstages be­schloß den Ankauf des Leubachschen Bisrnarckgernäldes.

In Hamburg starb auch der Arbeiter Brüggmann, der bei der Gas-Explosion schwere Verletzungen erlitten hat. Die Zahl der Toten beläuft sich nun auf 18. Das Befinden zweier schwer Verletzten ist bedenklich. Leute findet die gemeinsame Bestattung der Opfer statt.

GrafZevpelin verbrachte irnKatharinenhosvital zu Stuttgart, wohin er sich auf Anraten der Aerzte begab, eine ziemlich unruhige Nacht, doch trat im Laufe des heutigen Tages eine Besserung im Allgemeinbefinden ein. Die Wunde am Halse ist leicht entzündet, zu Besorgnissen liegt jedoch kein Anlaß vor. .

Von den elf Fischerbooten aus Finkenwärder, die fett dem Sturm vom 3. Dez. vermißt werden, ist noch keine Nachricht eingetrofsen. Man muß daher annehmen, daß sie mit der ganzen Bemannung von über 40 Fischern in der Nordsee unter­gegangen sind.

Infolge eines Dammbruches des Flusses Irvine wurde die Kohlengrube zu Kilmarnock überschwemmt. Zehn Mann wurden lebend darin eingeschlossen.

schönsten Verlauf. Der Großherzog verweilte dis gegen 11 Uhr in angeregtester Stimmung bei den Offizieren und war äußerst befriedigt über die dargebotenen Anfführungen. Vom C m^icrfoipS wurde dein Landcsherrn ein prachtvolles Bliimenbukelt für die Großherzogin überreicht.

o. Oberwetz, 10. Dez. Bisher wurden hiersclbst keine Gemeinde steuern erhoben, mos wohl für die Folge anders narben dürfte. Oberwetz wurde nämlich dem Verkehr er­schlossen und durch Straßenbau mit seinen Nachbargemeinden i i Verbindung gesetzt. Es handelt sich nm den Ausbau zwischen Oberkleen und Oderwitz »md Vollnkirchen nnd Ober­kleen in einer Gesamtlänge von 5,387 Kilometer. Zu dem No'ienanschlag von 46 000 Mk. sind von der Provinz de» Äemenide Oberivetz eine Beihilfe von 4780 Nlk. und d.r lKemeinde Vollnkirchen eine solche von 2230 Mk. beivilligi woiden. Für die Gemeinde Oberkleen ist eine Beihilfe von 8317 Mk. beantragt und 3000'Mk. als erste Rate schon aus-

Morn1 ( 3nn halten. 1 .äüj ti'S?

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6.6

die Tiskontermäßigung der San? oon England, bte man pear sckon vor einiger Zeit in Betracht gezogen, spater aber im SD in* die innerpolitischen Verhältnisse und den Jahresschluß

Frankfurt a. M., 11. Dez. Vor der Strafkammer standen intern drei internationale D-Zug-Diebe, nämlich Der Konfitürenhändler Baruch Schapiro aus Grodno, der Pferde­händler Teosil Swersbutowitz aus Utschian und der Kaufmann Lilhelm Jankoivitsch aus Dorpat. Das Urteck lautete wegen Bandendiebstahls in drei Fällen auf je acht Jahre Zucht­haus, 10 Jahre Ehrverlust und Polizeiaufsicht.

W. W i e s bade», 10. Dez. Zu der Klage des Grafen Merenberg, Sohu des verdorbenen Prinzen Nikolaus von i ^ailan, gegen die Erbgroßherzogin oon Luxemburg <w verausgabe der in Deutschland gelegenen Fidtlkommißqiiier >s ehemaligen nassauischen vauies ist beule ein vergleich ab- ^schlossen worden, wonach Graf Merenberg vom Todestage seines Liters ab von dem Inrembnrgihben pause eine jährliche Apanage 2 in $)öhe von 4 0 O«iO Ai f. beucht.

w. Stuttgart, 10. Dez. Das Schwurgericht ver­urteilte heute den Schneider Zwicker ans Unter-Türkheim wegen | Brandstiftung in neun Fällen zu acht Jahren Zuch thaus, I abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft, und zehn Jahren Ehr- Verlust, außerdem wurde Polizeiaufsicht für zulässig erkannt. .Ler i Verurteilte beging die Branbüiftungen, um als Versiche­rungsagent durch Neuaufnahmen in die t^cuerverstcherung t Geschäfte zu machen. w . . , . ,

Thorn, 11. Dez. Wegen Mil;Handlung eines i Untergebenen im Dienst in zwei Fällen verurteilte gestern s das Kriegsgericht dm Leutnant Albert ch i m m e l p f e n g tom 61. Jnfaiiterie-Regirnent zu zwölf Tagen Stubenarrest.

Leitmeritz. 10. Dez. Eine Gastwirtin, die ihren Gatten im Streite getötet und die Reiche unter der Kegel­bahn verscharrt hatte, wurde von den Geschworenen Tret» ge sprach en.__

vörsen-WochcnberiLt.

Frankfurt a. M., 10. Dez.

Tas charakteristischste Merkmal der Börse bildete in dieser Doch: die Neigung, bestehendeEngagements^uver- mindern. Wenn das angebotene Material auch ohne schwierig- Enten Unterkommen sand, so standen doch die Kurie.insoweit ! unter dem Druck der Realil'itionen, daß weist kleine- '-'wächungcn zu verzeichnen sind. Gründe mr das^Nachlaisen der : b'-s vor kurzem so stürmischen Kauflust sind kaum vorhan^n, und rran wird das Bestreben, eine Verminderung der Lervflich ungeii wrzunehmen, wohl nur auf den bevorstehenden Jahresichlutz inw bm zu erwarte,wen großeii Geldbedarf iurud)uTuhrut b - Obwohl nun die Verhältnisse am Geldmarkt bi.' iey umnenswerte Verschlechterung erfahren haben, lo Nno emige Bedenken ausgetaucht. Man wem, da» im ^mber gestrigste 2nwrüche an den Geldmarkt herantreten und durch die >>uruch CUtung der großen Geldgeber in den letzten Tagen, o daß mch der Prioatdiskonto sich auf 43/$ d^oz. °^^T^l,idljch- treantaßt worden, für die Regulierung schwebender Verbindlich Enten 3u sorgen. Dars auch mit ziem licher sicher Helt ang werden, daß die Reichsbant mit ihrer Rate von 5 Pro«, .über I ^-n Jahresschluß hinauslommen wird, lo durfte doch o

^mbmbiinäiuB ron 6 $rOi. ber Satz. Ml biläÄ

buem ähnlicl-cn Stande sich bewegen. Eme Ueberra|u)ung

stelle war.

Worms. 10. Dez. Die Chambordfeier

Ossizierkorvs des Jns.-Reg. Nr. 118 nahm gestern

rvicder angezweifelt Harle. Schrecket die Erleichterung am eng­lischen Geldmärkte fort, so wird auch der Banksatz weiter nach unten gehen und die Deutsche Reichsbank wird sich im neuen Jahre dem Vorgehen bald anschließen können. An den Aus- Ian i> s b ö r s e n hat die Maßnahme der Bank von England ebenfalls günstigen Eindruck hervorgerusen. In London mürben die innerpolitischen Sorgen zurückgedrängt und die Kurse konnten sich aus fast allen Gebieten, selbst aus dem Minenmarkt, erholen. Wien und Paris verkehrten in zu­versichtlicherer Stimmung, unb auch an der Newnorker Börse ist wieder eine freundlichere Tendenz zum Durchbruch gekommen. Die Botschaft des Präsidenten Taft hat keine Ver­stimmung hinterlassen, vielmehr das Vertrauen zu einer durch gesetzgeberische Maßnahmen ungestörten Fortdauer des wirt­schaftlichen Aufschwungs noch befestigt. Wie sehr auch die deutschen Märkte unter dem suggestiven Einfluß der Äoffnung auf einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung stehen, zeigt das Interesse für Jndustriepaviere, von denen einzelne auch in dieser Woche erhöhter Kauflust begegneten. Montan- Papiere und Bankaktien hatten unter Glattstellungen etwas Zu leiben. Dagegen konnten sich Kaliaktien auf die ge­besserten Aussichten für das Snndikat erholen. Größeres In­teresse zeig'e sich auch für Transportanstalten, nament­lich für üamburacr Patel, Schanlung-Eisenbahn-Aktien und Otavi- toerte. Heimische und fremde Fonds lagen ziemlich fest, na­mentlich waren Russen weiter begünstigt.

Dcrinifcbtcs.

Starke Schneefälle. In München sind so gewaltige Schneemassen niedergegangen, daß die Schneehöhe mehr als einen halben Meter beträgt. Der Verkehr auf den 25 Straßenbahnlinien ist unterbrochen. Aahllose Fuhrwerke blieben im Schnee stecken Durch die Schneelast wurden viele Bäume geknickt. Hunderte von Arbeitern sind mit der Freilegung der Straßen beschäf­tigt. Im Eisenbahnverkehr sind )o große Störungen ein­getreten, daß militärische Hilfe zur Freimachung der Strecken herangezvgen werden mnßte. Der Pariser Ex­preßzug, der um V27 Uhr in München eintveffen sollte, ist ausgäblieben, so daß von München aus ein Ersa^zug ab- gelasien werden mußte. Gleichzeitig haben bie Straßen- arbeiter die Arbeit eingestellt. 'Sie verlangen eine Er­höhung des Stnndenlohnes von 35 auf 4o Pfg. Es kommen etwa 1000 Arbeiter in Frage. In ganz Tirol herrscht ebenfalls außergewöhnlich starker Schneefall. In Ost-Tirol liegt der Schnee über zwei Meter hoch.

* Nur nicht schreiben! Tie Hamburger Nach­richten" erzählen folgenden netten Vorfall: Aus einem Torfe, drei Stunden von Celle, kam dieser Tage ein Bauers­mann zu einem Celler Fabrikanten, ihn nach dem Preise einer Ware zu fragen, die er int Dezember brauche. Wie es sich herausstellte, hatte der Mann nichts weiter in der Stadt zu tun und wollte sofort wieder zurück. Als der Prokurist ihm bedeutete, er hätte sich doch viel leichter durch eine einfache Postkarte erkundigen können, meinte der Bauer:Och, mit bat Schrieben is dat ümmer tau umständli ch." Ter Mann war also lieber s e ch Stunden zu Fuß gegangen, als daß er eine Postkarte von vielleicht fünf Zeuen schrieb! Ein hübscher B.leg zu der Redensart:Mannig Bur lad't lieber twee Feuer Meß (Dünger) as dat he eenen Breis schüfst."

* Kostbare Perlen. Aus Paris wird berichtet: Einen außerordentlich hohen Preis erzielte bei der jüngsten Vevsteigernng der 5bunstschätze uno Juwelen der Sammlung Polovisof ein kostbares Perlentollier, das für nicht weniger als 880000 Mark von e.nem Par ser Händler erworben wurde. Tas wertvolle Stück war ein Halsband, das sich au» vier Perlenschnuren zusammen setzte, die einzeln versteigert wurden. Das erste Band mit 43 Perlen brachte 66 400 Mi., das zweite Band mit 41 Perlen 152 000 Mk, das dritte Band mit 45 besonders schönen Perlen 4'8 400Mt. und da» letzte Band mit 47 Perlen 145 600 Mk. Ein pracht­volles Tiamautdiadem wurde für 2.2103 Mk. zugeschlagen. Ein anderes Sck)muckstück, bo5 aus sieben wundervollen Brillanten und acht großen Perlen sowie kleinerem Br.llant- zierrat bestand, erzielte 111200 Mk. und eine Kette von 72 Diamanten 105 600 Mk. Insgesamt brachten die Juwelen der Sammlung 1425 400 Mark.

* Trost. Feldwebel: ,,Warum meinen Sie, Piefke?" Rekrut:Meine Braut ist mir untreu geworden!" Feldwebel: Dummes Zeug, deshalb zu meinen.... beim Militär verhungert keiner!"

©rüiiberg, 10. Dez Gesackten Sie, daß ich auf einige Mißstände in der Nähe unjerer Stadl, aus der Kreisstraße, uv durch Unglücksfälle entstehen können, miimertsam mache.

1. Am neuen »Steinweg, gerade da, mo dieser bie scharfe Krümmung nach bc.n alten Dminn zu macht, sind Abwcis- steinc angebracht. Was diese dort eigentlich hm, weiß niemand Sie neben aber so hindernd im Wege, an tx-n Abweis steinen sieht man, 130 die Wagen daran abgevrelli sind. Sollte aber ein Automobil, das schon 'Mühe hat, die starke Krümmung zu bemeiftem, gegen einen solchen Abweisslein fahren, bamt Adieu Auto, bann liegen Automobil unb Menschen in Stücken.

2. An berfefben Straße, am neuen Steinweg, auf ber west lieben Seite, befinbet sich ein ziemlich tie'e* Tal. Um h er Unglücks- fäÜe ui Derrn eiben, sind längs der Straße AbweiSsteine <uu gebracht, auch stehen dort Obstbäume. Diese höben aber nicht Der hindern können, baß Mei Fichrwerke hinumergestürzt sind, zuM Glück an Stellen, wo es nicht sehr tief ist. Auch hier muß Abhilfe geschaffen werden in ber Weise, baß längs ber Straße auf bic Abiecissdeine noch ein Geländer Dun Holz ober Eisen angebracht wirb.

3. An ber sogenannten Neuen Brücke befinbet sich zwar aus beiben Seiten eine Mauer. Diese sind aber so nichtig, baß es lcid>t möglich ift daß ein wieder bie Mauer sahtende» 'Fuhnvcrk ober Auwinvbil über Die Mauer stürzen unb so in ber schauerlichen Tiefe oeridyminben würbe. Auch hier muß ein Gelanber von Eisen noch auf bie Seitcnmaueni angebracht werden.

4. An der neuen Ziegelbergstraße, unweit der Ziegelei, ist die neue Chaussee so hoch aufgcfüllt, baß bei burdygebenben ober störrischen Pserben leickck ein Unglüd uortommen kann. Auch Lj er muß ein Schutzgcländer angebracht werden.

Literarisches-

Zur Dreijahrhundert-Feier ber Stadt Elberfeld im Juli 1910 werden schon jetzt umfanqreictic Aor- bereuungen getroffen. Eine große Zahl von Ausschüssen, Die von der Ltadtverwaltuna gewählt, finb^beicits tätig, um eine würdige ,xeier zustande zu bringen. Eine Festschrift int Umfange oon 450 bis 500 Qnaiiseiten mit über 20') Abbildungen wird mit Unter­st ntzung Der städtischen Behörde im Beilage der Buchdruckerei 3. H. Born, Elberfeld, tm Mai n Is. heraiiögegeben, in Der die seitens des Bergischen GeschichtsoereinS und alter (Slbenelbec Aöiiulten geiicbeiieii interessantesten unb bebeutianiüen Abbildungen aus Der Geschichte Elberfelds nufgeuoininen werden. Ter 1. Teck des Werkes,Tas alte Elberfeld", wird von Dem bekannten Lokal- Inftorifev Cito Schell (einem müercrDhtarbcüei) bcnri'eiiet, während Die 10 Abschnitte des 2. Teils,Tas neue Elberfeld", von in den einzelnen (Gebieten bewanderten Elberfeldern bis zur Gegenwart qeidiitDeit werden.

Märkte.

F.C. D?icsbadcn. Diehhai-Alarktbericht vom 10.Dez. Auftrieb: Rinder 89, Kälber 139, Schafe 35, Schweine 234.

Tendenz. Rinder gedrückt, Kalber flau, echote stau, Schweine mittelmäßig. Breis Tnrch-

pro 100 Md. schmttspreis Lebend- S»lad)t. pV0 100 Pfund _ flervidjt veoenb» Sdiladit,

Ochsen. von-biS von-biS flcn)id)t

Lallfleischiqe, ansaeinaüete. Höchsten

echlachiiverlee, Höchstens 6 Jahre alt 4144 7680 42 77

Junge, fleischige, nicht ausgeinaiieie und

ältere ausgemäiiete...... 3740 7175 38 73

Färsen, K ü H e.

Potlfleifchiqe ausgeniästete sZärsen Höchst.

echlachtivertes 37 41 7076 39 73

BolMenchigc ansgcmäftete Kühe höchst.

Schlacht wertes bis zu 7 Jahren . . 3836 6570 84 67

Aeltere ansqeimislete Kühe irnb wenig

gilt entwickelte jüngereSlühe it. Färien 2932 6864 30 61

biouig genährte Hübe nnd Färsen . . 2427 4 - 52 25 49

Gering genährte Rübe und Farjen . . 1822 3138 20 34

Kälber.

Feinste Plast- (Bollmilchinast) und beste

Sangkälber 45 49 7580 47 77

Mittlere Blast- unb gute Saugkälber . 3943 65 72 41 68

Schafe.

Mastlännner uud jüngere Masthanmiel 35-00 70-00 36 70

S ch iv eine.

Bonfleifchige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewichi........ 6859 7475 58 74

Vollfleischige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht 6859 7475 58 74

Bollfletschige Schweine über 2'/, Zentner

Lebendgewicht 5658 72 74 57 73

3euschweinc über 3 Zentner Lebendgew. 5658 7274 57 73

LLirchliche Naclirichten.

Evaiigeiische weineinoe.

Tie Kinder der Alarkusgemeinde nehmen an dem Gottes­dienst, Der Sonntag nachmittag 2*i, Uhr in der Stadtkirche fiatt- findet, nicht teil. Ntir bie zuni Aufsagen bei Der Weihnachtsfeier bestimmten Kinder wollen sich gegen 3l/7 Uhr eiiifinben.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeff entliehe Wetterbien st stelle Gießen.

Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Tas westliche Tiefbnidgebiet ist vorzugsweise nordösUich abgezogen, ein Rest lagert noch bei Irland, nur langsam ostwärts vordiingend. Daher lieht ganz Hessen inner Dem Einfluß hohen Druckes, der jetzt über Osteuropa liegt. Das Wetter ist trocken, tiüb unb ruhig; dazu benscht in den Ebenen ganz leichter Frost, stärkerer in beu Mittel- qebtrgen. Tas westliche Tiei scheint letzt etwas energischer voi- zubrmgen, so baß auch in Mitteldeutschland Niederschläoe eintreten.

S ch n e e b e r i ch t. fDhttelgebirge Frost unb gute Schlbabnen. tzoherodskopf 5 Grad Kalte, 20 cm Schnee, gute Schibahn. Schotten kein Schnee, 'Michelbach Schibahn. F e l b b e r g 6 Grad Kalte, 35 cm Schnee, Schibahnen gut

Wetteranssichten in öefien am Sonntag dem 13. Dezember 1909: Meist trüb, Niederschläge, meist Schnee, etwas milder.

Griginal-Drahtineldungen.

Paris, 11. T^. In einer in ber Universität Deranitxrlteten Versammlung kam es zu einer furchtbaren Schlägerei zwischen republikanisch gesinnten Studenten und Camelots de r o i, bei ber mehrere Stubent en verwundet wurden.

Paris, 11. Dez. Nach Berichten eines aus Afrika ;urück- gekehrten Reisenden, ist die Lage an der Elfenbeinküste l e h r e r n st. In einem Gefecht seien ein Leutnant und zwanzig Senegalschützen gefallen.

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