Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten.
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2üd unb Nord zu festigen. Es sind z-u diesen militärischen K Schauspielen neben einer großen Mrzahl ziemlich gleich-1 -
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berichtet: In einer vertrau/- am gestrigen Freitag fämt-
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6 Mark zu zahlen ist.
Aus Halle a. S. wird lichen Besprechung erklärten
nnmixrt. Die töatufae der Ä maulen werden auf 30 Kenn qc schätzt. General Dschantzd Pascha verlangt« Nachschub an Truooeir
Die türtijche Kämpfe an der 5üdosttüfte Arabiens.
Konstantinopel, 17. Sept. Tie Lage im Pernen ist mieder bedenklich. An^er den b-schlo'seiren neuen Truppen- sendungen wird die Pforte eine besondere >u>nrmiss:on nach dem fernen senden, um mit den Araberfül-cern, Iman Iahia und Said Jdris auf gütlichem Wege zu unlerhandeln und eine cw> giütiae Lösung in der Zemenfrage anzubahnen.
Konstantinopel, ~17. Sept. General Tschawid P a i di a erreichte am 13. September Dika und zerstörte dort di er Aulen. Am 14. September beschossen die L'umeien oas türkische Lager. Es kam zu einem sechs stündigen Lampse, während
Deutsches Reich.
Der Kaiser hat das Protektorat über den deutschen Aeroklub übernommen unb genehmigte, daß der Deutsche Aeroklub sich fortan Kaiserlicl>er Aeroklub nennen
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'ste Ausnahme
darf.
Wie das
Militär nw-chenblatt" meldet, wurde der
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über 30 Mark von der gesetzlichen Gebühr von jciit ab nur noch der Betrag von
Vorschläge zur Umgestaltung der Reichslagedebatten.
Sehr erfreulich ist es, baß ein Reichstagsabgeordneter selbst feststellt, baß es mit den bisherigen uferlosen Reichstagsbebalten nicht so weiter gehen kann. Im „Tag" macht Abg. Tr. Arendt bestimmte Vorschläge, die es verdienen, allgemein beachtet zu werden. Er schreibt u. a.:
Tie Reichstagsverhandlungen haben tatsächlich den Charakter einer Debatte ein gebüßt, die Parteien geben Erklärungen ab, und die Zahl der Parteien ist übermäßig groß. Da sie alle zu Wort gelangen, hört Rede und Gegenrede zumeist ganz auf. Nur selten wird diese Fraktionsreihe durchbrochen. Das mad)t die Debatten endlos, führt dazu, daß immer dieselben Parteiführer in jeder Debatte das Wort nehmen, und begünstigt geradezu die Parteizersplitterung.
Ist hier nicht eine Abhilfe möglich? Der Reichstag wählt seine Kommissionen nach der Starte der Parteien, vielleicht könnte entsprechend auch die Rednerliste verteilt werden. Die kleinen Gruppen müßten sich dann zusammentun unb gemeinsam nacheinander sprechen. Wenn auf je 50 Abgeordnete ein Redner käme, so würde etwa eine Debatte umfassen. zwei Zentrumsredner, einen Sozialdemokraten, einen Nationalliberalen, einen Freisinnigen, einen Konservativen, einen Gruppe der Reco len, einen Gruppe der Polen, Elsässer, Dänen, Welfen — die Reihenfolge befrimmt der Präsident, die Rechenfolge innerhalb der 0-ruppeu diese selbst.
Diese Beschränkung käme allen Parteien zugute, weil sie wieder wirtliche Debatten an Stelle bloßer Parteier klärungen brächte. Zu erwägen wäre, ob nicht eine Zeitbeschränlung für jede einzelne Rede einzuführen sei. Wenn an diesen Vorschlägen auch manches noch nicht ganz durchdacht erscheint, so sind solche Anregungen doch einer Prüfung wert. Es wäre schade, wenn sie ganz unter den Tisch fallen sollten.
Die innere Krise in England.
Seit einigen Wochen roüict in England ein erbitterter Kampf zwischen Liberalen und Konservativen. Das Haus der Lords setzt den Budgetforderungen, monarb der Grundbesitz weitere Steuern tragen soll heftigen Widerstand entgegen, und der bisher liberale Loro Roseberry warf burd) eine bekannte Rede, in der er gleichfalls gegen hie Grundsteuern protestterte, neuen Zündstoff hinzu. Jetzt hat der Streit zu einem ganz ungewöhnlicl>en Vorgang geführt. Die Liberalen haben eine große Kundgebung veranstaltet, und )er leitende liberale Staatsmann hat daran teilgenommen, sogar eine wichtige Rede gehalten! Nachdem er das Verhalten der Lords als die „ungeheuerlichste Revolution" der neueren Zeit bezeichnet hat, werden für die nächsten Tage schwere innere Kämpfe bevorstehen, die vielleicht Englands Auslandspolitik ungünstig beeinflussen werden. Als hctterer Zwischenfall werden dazu noch einige Tollheiten der Frauenrechtlerinnen gemeldet, die alsbald mit der Feuerspritze wirkungsvoll bestraft worden zu fein scheinen.
Birmingham , 17! Sept. Hier fand eine große D e - m onstration derLiberalen zugunsten des Dud- g e t s statt, bei der 70 Parlamentsmitglieder am Vorstandstische saßen und Arthur Ehamberlain, der Bruder von Joseph Chamberlain, den Vorsitz führte. Premierminister Asquith erklärte, die Versammlung müsse eine gleichmäßige Verteilung des Reichtums verlangen; die erwählten Vertreter des britischen Volkes müßten hierin das' letzte Wort haben. Er erlenne die Aeußerung des Staatsmannes Roseberrv als sttchhaltig an, daß die immer wiederkehrenden Grundsteuervorschlage, obgleicy mit dem Sozialismus ellersüngsten Datums verband., 'och zumeist ehrwürdigLN Alters seien. Asquith schloß: Tie Liberalen nehmen die Herausforderung der Lords tampfesmurig an. Der Wi d erst a n d der Lords gegen da s Budget sei die ungeheuerlichste Revolution der neueren Zeit; seine Folgen seien weit tiefer unb weitreichender als das bloße Recht der Lords, sich in die Staatsfinanzen zu mischen.
Gegen Schluß der BirmiuLhamer Versammlung hatten ein paar Fr auenstirn m rentier inne n das an die Versammlungshalle anstoßende Dach erstiegen. Sie lösten mit einer Axt Schieferplatten unb Ziegel und warfen sie auf die untenstehenden Polizisten. Diese drehten einen Spritz en schlauch an und vertrieben die Demonstrantinnen, die später verhaftet wurden.
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nachmittags 2 Ml öet aui 6etJaS d let Anneroder Weg! ’l egcnmarkt M inlli Verlaus kommen ,1 inrassige Saaner-Z>^ i)(fe unb Lämmer.
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Kronprinz vom 1. £ttober ab von dem Kommando bet dem 1. Gardefeldartillerie-Regiment enthoben und zum Bataillonskommandeur bei dem ersten Garde- Regiment ernannt.
Der Reichskanzler vonBethmann Hollweg traf Freitag abend 9 Uhr 10 Min. mit dem Gesandten von Fiotow und seinem Adjutanten Hauptmann v. Schwartz- toppen in München ein. Er wurde empfangen von dem Ministerpräsidenten Frhrn. v. Podewils, oem bayerischen Gesandten in Berlin, Grafen Lerchenfeld und dem Staatssekretär des Auswarttgen Freiherrn v. Schön, der heule '.lachmittag hier eingetroffen war, sowie von dem preußischen Gesandten o. Schlözer. Pom Bahnhofe begab sich der Reichskanzler zum Hotel „Bayerischer Hof", wo er Wohnung nimmt.
Das Reichsschatzamt hat der Süddeutschen Tabakzeitung auf eine Eingabe mitgeteilt, daß eine Anordnung dahin ergangen ist, daß bei der Beglaubigung von Rechnungen über Tabakkäufe im Werte von nicht
leinen Haushall ges. « tgenbaefa, Leizfleinm«f n Mädchen, ro. lotter leinen Haushall bei i: I i zum 1. Oki. gesuchl. fl nbüttenbetfler, Sehet;: ' ang. Mädchen, am lu: de, für nach auöwärß - aber. Aliceslrahe ‘Jitc
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und Munition.
Kvnftan tinvpel, 17. Sept. UniDcü non O ci> cm > s cd, rm Wilniel Smyrna, ariff eine Bande des berüchttqtcn Brigon <n Tschakidschi Mehmed eine türkische Gendarinecie illn t.uuz aus dem Hinterhalt an. Sic tötete einen Major und ad>t (^cn dannen.
Vie Arbeit der hessischen Kammer.
Darmsta dt, 17. Scpi. Das parlamentarische Leben in Heffen wird demnächst wieder in gewohnter Weise durch die Beratungen der Ausschüsse seinen Anfang nehmen. Als erster der Kammerausschüsse tritt am 28. Septem bei der Bittschriften-Ausschuß unter dem Vorsitz des Adg. Slöpler zusammen. Ec wird sich mit verschiedenen Anträgen und Vorstellungen beschäftigen. Dann folgt Anfang Oktober der Finanzausschuß (Vorsitzender Abg. Reinhart), der zunächst seine Beratungen über die Gemeindeumlagenreform wieder aiifnehmen wird, und als dritter wird bann auch der Gesetzgebungs-Ausschuß zu einer Sitzung zusammentreten, um den oon seinem Vorsitzenden, Abg. o. Brentano, inzwischen fertig werdenden umfassenden Bericht über die Wahlrechts- Vorlage endgültig zu genehmigen. ES handelt sich bei her dreiteiligen Regierungsvorlage zunächst bekanntlich um die Abänderung der Verfassung (Art. 67 unb 76 ber Verfassungs^ urkunbe) unb um bas eigentliche Wahlgesetz; ber brüte Teil, die neue Wahlkreiseinteilung, bürste im Ausschuß erst bann zur Beratung kommen, wenn die Kammer eine bestimmte Entscheidung darüber getroffen hat, ob die Zahl der Ab- geordneten in Zukunft wie bisher 50, ober wie von anderer Seite gewünscht wird, 55, ober endlich, nach ber neuen Regierungsvorlage, 58 Müglieber betragen soll. lieber biesen wichtigen Punkt haben die Ausschußberatungen bisher keine Entscheidung gebracht und auch unter den Parteien in der Kammer herrscht darüber noch völlige Unklarheit.
liche bürgerliche Parteien, von eigenen Kandidaturen absehen und den liberalen Reichstagskandidaten Reimann (Berlin) unterstützen zu wollen.
Der Kongreß für Innere Mission wird in den Tagen vorn 4. bis 7. Oktober in Stuttgart stattmrden. Sonntag den 3. Oktober werden der Süddeutsche Jünglingsbund und der Stuttgarter Ortsverein vom Blauen Kreuz ihre Jahresfeste abhalten.
Am 18. September wird eine Sitzung des Vorstandes des Deutschen Handelstages stattfinden, die namentlich um deswillen besonderes Interesse beansprucht, weil in ihr die Arbeiten bestimmt werden, die m der nächsten Zeit vom Handelstag in Angriff zu nehmen sind. In Aus sicht genommen sind folgende Gegenstände:
Zunächst sollen die großen Fragen der Aenderung der Gewerbeordnung und der Neuregelung der Arbeiterversicherung behandelt werden. Weiter wird sich der Handelstag mit der Schaffung eines Weltwechsel'echtes befassen. Auf dem Gebiete der Handelspolitik soll vor allem die Gestaltung der handelspolitischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika, zu Großbritannien und zu anderen Ländern Beachtung finden-. Auf dem Gebiete der Verkehrspolittk wird die Frage der Errichtung eines Vostbeirats, vielleicht auch bie Frage zu behandeln fein, was noch geschehen könne, um die Forderung der Reichsverfassung, daß die Eisenbalmen der verschiedenen Bundesstaaten im Interesse des a!1 gemeinen Verkehrs wie ein einheitliches Netz zu verwalten seien, in vollem Maße zu erfüllen. In der allgeme neu inneren Politik soU die in Preußen an geschnittene F rage der Berwaltungsreform in ihrer Bedeutung für Indwrie und Handel gewürdigt werden.
In Flensburg wurden der Landmann Hottvrf- Fusing und der Knecht Beys en wegen Stirn men tauf, bei der testen «Reichstagswahl zu sechs, rejp. orer Lochen Gefängnis nerurtrift.
Raditalen unter dem alten Sturmgenossen Singer, der den Dorsiandsrat verkörpert, behaupteten, die Vorlage hatte wer allen Umständen abgelehnt werden müssen, getreu >er Parole. feinen Pfennig Steuern dem Mlitärstaat! Die wem schreckte es, die Gefolgschaft der Agrarier und des Zentrums ;u bilden, und sie i;ätten bei der dritten Lesung nannnaft ja gesagt, August Bebel nicht ausgeschlossen. Der alte Donnerer war da, aber, krank und müde, tcahm er nur kurz das Wort. Er zierte in der Erbschaftssteuer- I frage das Lager der Revisionisten! Daß es zur Beschluß- Toffung nicht tarn, ?eigt, wie groß dieses Lager war; man ' 'üofttc'bae- Kräfteverhältnis nicht lund werden lassen. Tann stm aber die größte Ueberrasthuug! Tie Berliner Genossen hatten einen Antrag eingebracht, wodurch dem Freisinn etwaige Illusionen ausge'rieben werden sollten. Nie wolle Tr.au mit „dieser Sorte Li raten" zusammengehen, eine Hehr Zumutung sei eine schnöde Beleidigung, „eine blutige Verhöhnung der Partei". Ter Genosse Ledebour suchte höchst temperamentvoll in ähnlichem Stil den Parteitag zu Überzügen. Durch ein summarisches Abstimmungsversahren wurde diese Entschließung denn auch angenommen. Aber am andern Tage tarn das dicke Ende, die Enttäuschung. Segen der Einwendungen einiger Delegierten sollte nochmals über den Antrag abgeftimmt merben, und siehe da, ec wurde diesmal mit kleiner Atehrheit abgelehnt! So hat das schleichende Gift des Revisionismus zum ersten ilale über die höllischen Latinergen der radikalen Unent- J negten einen ausgesprochenen Sieg davongetragen Ob der i Liberalismus aus seinem linken Flügel Verlangen danach trägt, auf diesen Sieg die Anbiederung emzuleiten, muß pzciHd) vorerst beztrei ’.i werden.
Da'' Leipziger A crlei enthielt außerdem noch eine I ner)öf}n(id}e Aufklärung des drohenden Gewitters, das sich I gegen die „schwäbischen Hofgängett' zusammengezog^i batje, I mb eine Neuregelung der Maifeier. An dieser Maifeier ! Ialten die radit.tten Herren fest wie die Söhne des himm- > tt.scheu Reiches an ihrem Zopf. Die Revisionisten wollen I darauf verzichten, weit die Feier unpraktisch iit und vielen I - rbeiterfamilien verhängnisvoll wird. Es zeigte sich, wie ! stark auch hier die Zahl ber Reformer gewachsen tft, und 11 enn diesmal noch die vom Parteivorstand mi: dem G'- I!lerkschafiskartell vereinbarten Leitsätze für die Myattnng i der Maifeier Annahme finden foiinten, so ätrdert dies nichts i! daran, daß prakttfch der „Wcltfeiertag^^ mit jedem ^atjre || riebr verblassen wird, bis nichts mehr übrig i|t, als eine | fälle Sehnsucht nach gel)altvolleren Parteizielen . . .
Kaisermauöver und Luftschiff-Fahrten interessierten das deutsche Volk xcehr als die theoretischen Hirngespinste, die ri Leipzig zu>ammengettagen wurden. Zwar sitzen m Äayern noch Leute, die eifersüchtig darüber wachen, daß die i bayerischen Truppen für sich gesondert bleiben und nicht j mt preußischen Heeresteilen vermengt werden. Aber es j fmb arme Narren, die derartige „Besorgnisse" hegen, um) t ntccn darf hoffen, daß gerade diese Truppenübungen tn Sud- I deutschland mit dazu beitragen, das einigende Bano zwischen
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Apolitische Wochenschau.
Gießen, 18. September.
Niemand hat es heute leichter, Politik zu treiben, als tu Sozialdemokratie. Eine gewissenhaft verfolgte historisch- materialisttsche Methode kann eigentlich gar nicht daneben greifen, und so viele Fragen, über die sich die bürgerlichen 4olittker die Wpse zerbrechen, werden vom „Genossen" ein- lach kopfschüttelnd erledigt. Was gehen ihn die aktuellen Ereignisse an, was macht er sich aus internationalen Ber- tnidhingen, die unser Volk und unseren Staat bedrohen gönnten? Das einzige Werk, daß der diesjährige soziachemo- krattsche Parteitag inbezug auf die auswärtige Politik verbracht hat, war eine herrlich leuchtende Sympathiekund- i gebung für die schwedischen Ausständigen, und — „all mein Mut in den Adern erstarrt" — eine wutentbrannte Ent- I Schließung über die Besudelung detitschen Bodens durch den Henker Zar. Was sonst das deutsche Volk politisch interessiert, wird leicht und mühelos durch ein paar prinzipielle Beschwörungsformeln erledigt. Beim Theoretisieren läßt | die Sozialdemokratie sich nicht übertreffen. Tas Prinzip tft alles! Die 500 Millionen neuer Steuern machen die ! Lockrufe ber Internationalen besonders zugkräftig; Unlust | unb Unzufriedenheit treiben ihnen die Massen entgegen. I Die übrigen Parteien haben samt und sonders hart zu I kämpfen, und der innere Zwist, ber sie zerfleischt, steigert I die sozialdemokratische Gefahr immer mehr. Durch ihre I Parteitage würden die „Genossen" keinen Hund hinterm I Ofen hervorlocken, der ihnen folgen wollte. Die letzten I Jage in Leipzig haben das mieber voll bestätigt. Welches I waren die Hauptfragen, die da so lebhaft erörtert wurden? I Streitigkeiten, von deren Erledigung im einen oder andern I Sinne keinem einzigen Menschen geholfen hjirb, bereu Er- I ^ebnis, wie es auch ausfallen mochte, so schattenhaft und I wesenlos ist wie irgend ein mittelalterlicher theologischer I Meinunasstreii. Und doch gab es biesmal eine imer= I cif ante Wenbung, die denn auch ein historisches Merkmal I in ber Entwicklungsgeschichte ber Sozialdemokratie bleiben I irirb unb zunächst im Streit über bie Behandlung I oer Erbschasisstenersrage hervortrat. Der „Vorwärts" I hätte in Leipzig viele taube Ohren zahlen können | unb über die Tätigkeit der im radikalen Sinne i gelenkten Parteisclsulen ist das Parteigeschick achtlos i >üi.mcggc)cbritten. Das revisionistische Gwauu hat. langsam I iber stetig wachsend, das. radikale Büchsenknallen überstimmt. I In Leipzig hat der Revisionismus eine Starke gezeigt wie nie I zuvor auf einem Parteitage. Zunächst bei der Behandlung I der Erbschaftsstenerfrage. Es handelte sich um die Tl)eorie, I ;yie man bei der dritten Lesung hätte befolgen müssen Die
®5<6eut37.^i9 Erstes Blatt 129. Jahrgang Samstag 18. September 1909
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ür die Redaktion 112, «LF polnischen Teil: Aucwft
«s» General-Anzelger für Oberhessen
Imahme von Anzeigen V W 1 • ’ ’ u. Land- und.Ger,cMs-
Z Mrm^ta$n9mut)" Rotatiottsbn«! Mtd Verlag derVrShl'schev Univ.-Vvch- ««d 5teindruä«ei B. tauge. Kebaftion, Lrpedition und Druckerei: Zchulftratze 7. ^igenteü: H Beck.
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Hante Aufnahme moiistisch. Kaffe zu haben. itMtwiSitiiNi Lande zum 1. £lt. j oberes Kreuzvlatz 12.
gültiger Gaste diesmal auch einige Persönlichkeiten geladen, I dessen Dckar arm Teu nicbetgebrmmt tmirbc. die unsere Grenzei, nicht ohne ernste Naä^enklichkeit ver-1 ME iaü> lassen werden - der österreichische Thronfolger und der türkische Oberbesehlshaber Schefket. Hoffentlich find beide von der Nützlichkeit eines Bündnisses nut dem Deutschen Reich nachhaltig überzeugt worden. Im Orient wird die nächste Zukunft vielleicht manche Ueberrascbung bringen, und namentlich die etwaige Aufrollung der DardaneNenfrage durch den Besuch des Zaren beim Sultan würde uns vor wichtige Entscheidungen stellen. Dann ist es gut, wenn Deutschland nicht unvorbereitet dasteht und sich über die zu verfolgenden polittseheu Ziele völlig im Klaren ist.
ziM' | für die ®> lbe^ ßS- !
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