Samstag 13 November 1909
Drittes Blatt
1S9. Jahrgang
Nr. 267
Erlcheml täglich mit Ausnahme des Sonntag*.
vom Rechnungshof in Potsdam.
ren.
Marktplatz 11.
6098)
Herr
nj!
au
Seidenstoffe
Modewarenhaus
Carl Nowack
nur Seltersweg 12
Telephon 284.
KT Rabattmarken-Ausgabe, auf Wunsch Abzug von Bar-Rabatt. -M>
in allen modernen Geweben, in doppelter Breite, wie Krepon, Cortilienne. Chiffon, Crepe de chine in grösster Farben-Auswahl.
Daselbst hervorragende Auswahl in Juwelen, Uhren, Gold- und Silberwaren.
79
rten.
Schülerinnen stattfindet, so hatte die Großherzogin auch Gelegenheit, einen Teil der gufünftigen Hebammen des Landes rmnen zu lernen. — Die Deutsche Vereinigung für Säuglings-
Du ^etegtnet Sanriltcnblitter*' roerben dem Anzeiger^ otermal wöchentlich beigelegt, daS Sxreisblati Kr den Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Die „LandwrrNchastlichen Seit- fragen" eriehernen monatlich jroetmaL
Sanella ersetzt beste Butter in allen Verwendungsarten und ist ebenso haltbar wie diese.
RokaNon-drud and Verlag der Brühltchm Unwersiläls - Buch- und StemörudereL R. Lange, Gießen.
Entzückende Neuheiten für Ball- und
Gesellschaftskleider
Augusta-Viktoria-HauS, Cbarlottenburg bei Berlin, Mollwitz- straße) kurz anzugeben: 1) Name der Stadt, 2) Oct der Fürsorgestelle, 3) Zeit der Sprechstunde, 4) Name des be» handelnden Arztes. Tas Ergebnis dieser Enquete soll in einer Tabelle zusamniengeflellt und m der Zeitschrift für SäugltngSschutz veröffentlicht werden.
•• Religion Smissenschaftliche Vorträge. Eine Einrichtling, die gewiß in den weitesten Kreisen der hiesigen Kathol. Gemeinde lebhaft begrüßt wird, sind die reliq t onSw issen- ichaftlichen Vorträge, die von bekannten auswärtigen Rednern allmonatlich einmal in der katholischen Pfarrkirche (Ltebigslraße) gehalten werden sollen. Am nächsten Montag, abends Punkt 8l/2 Uhr, findet der erste dieser Vorträge statt. Herr Dr. Lön artz-Frankfurt spricht über „die Voraussetzungen deS Glaubens*. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn gleich bei dem ersten Vortrag ein recht zahlreicher Besuch, besonders seitens der Männer und Jünglinge, fr-nfcigcS Einverständnis mit dieser höchst zeitgemäßen Einrichtung bekunden würde.
♦* Bohrungen auf Wasser im K'rofdor ser Staatswald e. Aus Krofdorf erhalten wir von
Aelteste Pflanzen - Margarine- Fabrik Sana-Ges. m. b. H., Cleve (Rhld.)
v"/u
Aus Stafct und (an-.
Gießen, 13. diovember 1909.
•• SäuglingSfürsocge. Von der hessischen Zentrale für SäuglmgS- und Mutterschutz wird unS geschrieben: Die Großherzogin hat bei ihrem Aufenthalt in Mainz außer den sonstigen auf dem Gebiete des Säuglings- und Mutter- ichutzes tätigen Stellen auch die Hebamine n - Le h r a nsta lt ii Mainz besucht. Da gerade eben ein Kursus für Hebammen-
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. ExoedMon und Verlag: 5L
Redaktion:«-^ 112. Tel.-AdruAnzeigerGießen.
। Giessen]
, . Televboii Nr.kk öW internationale ionkurreni ü(ftt bis 90 fiilonramm, ur. 1 tdentschland und in 2000 Mark 'onhirtcnj um eine eefaJ den, erittlaiiiflen gerwä 1 bestimmte Teilnahme wid Fritx Heydt. Veiditflfnitl und Weskialen: Bernard 4 ikreilh u. Belgien im Veidnd ; A. Anderson, Tchin' i), den. der tanbftnmmc ; J. de Weiler, fflciilerntd Ungarn; Alex Schneid*!
r Direktion entgegengenoii». er Ringer ist bei hoher ren. - Bei 1 Riederlag« nfanfl ber Äingförnpfe 9*i üd litaten-Programm. Ml
AM.
ie Sachen von ML 8.'
Erwachsenen u. Kindern leistet Scotts Emulsion vortreffliche Dienste in allen Fällen von Entkräftung, Avvctümangcl, Abgcivanntbelt. Ihre überaus kräftigende Wirkung beliebt einfach darin, daß in dem bewährten ScottWien Verfahren der anerkannt hohe Nährstoffgehalt be4 Lebertrans — nur der aUerfeinste Losoten-Dampstran ist in
Scotts Emulsion
enthalten — in eine so leicht verdauliche Form gebracht ist. daß felbfi der schwächste Magen ihn gut vertragen kann.
6colli Emulsion wird von uni autzschlreb- lick, un flrofetn verkauft, und zwar nie lose nad) Gkwichi oder Matz sondern nur in versiAelten Crtqtnalflnfdjen in Marlon mtl unserer Schutz, matte (Sucher mit dem Torschi, 6 toll * Lowne, 6. m. b. H., Frankfurt a. M.
Keflanbletle: Feinster Medizinal-Lebertran 150 0, prima Linzerin SU.0, untervdoopdorig- saurerLatk«,3.unierpHodpdorrgsaureL Natron 20 bvlv. iraqnnt 3,0, feinster arab. Summt Dui». 2,0, destili. Wasser 129.0, Alkohol NF. vittin aromotische «mul(ion nut Zimt-, Mandel- und (baultheriaul ie 2 Tropfen.
gpn^ ® ® B Ä ben echten Ethel-Malz-kaffee probiert hat, findet sofort, daß er das beste Malzkaffee-Fabrlkat
ist. Ethel ist unerreicht an Wohlgeschmack.
1 fv r/2 und V4 Paketen überall erhältlich. ss-%
seiner Mitte erfaßt hat. Es sei bemerkt, daß das Bohrlochs in seinem Ende nur noch 14 Zentimeter lichte Weite hatte.
x Homburg v. d. H., 11. Nov. Der 150. Geburts» tag Schillers wurde" heute vom Kurhaustheater festlich begangen. Am Nachmittag gabs eine Volks- und Schülervorstellung von .^Wilhelm Dell", abends wurde „Ko- balc und Liebe" aufgeführt. Beide Vorstellungen fanden vor ausverkauftem Lause statt. Gestern mittag läuteten zum Gedächtnis des Dichters die Glocken der Stadt. — Die älteste hiesige Frau, die Witwe Maaß, ist im Mter von 93 Jahren gestorben. — Die G r o ß f ü r st t n Wladimir von Rußland besuchte gestern das benachbarte Sanatorium „Hohe Mark", wo ihre Schwester, die Großherzogin von Oldenburg, gegenwärtig zur Kur weilt.
Lehmann, kommen Sie schnell nach Hanse)!! Der kleine Hans ist bös erkältet und die anädine Frau ist in «roher Angst. — Na, gehen Sie nur, ich komme gleich nach. Aber warten Sie — nehmen Sie doch in der Apotheke oder Drogerie aroei Schachteln Sodener Mineral-Pastillen mit, aber nur Laus achte, hören Sie? Wenns nur eine Erkältung ist, dann bringen mir sie mit den Pastillen bis morgen weg, und rst's mehr, dann können die Sodener auch nur gut tun, bis der Doktor kommt. Die Schachtel kostet 85 Pfennig. (ss®/u
man“
। ui»
Pioci.-stra8,iLL
Bohrmeister Bruns, in Firma Trabert u. Cie.-Fulda, folgende Zuschrift: Zur Ergänzung der in Fhrern gestrigen Blatte gebrack)ten Mitteilung aus Krofdorf über das Ergebnis der Bohrungen nach Wasser im hiesigen Staatswalde auf die Angabe des durch seine erfolgreiche Suche nach Wasser und in neuester Zeit auch mit Erfolg vorgenommenen Suche nach Erdöl (Petroleum'! im Bczirl Lüneburg mittelst der Wünschelrute bekannten Landrats von Bülow-Bothkamp ist folgendes zu bemerken: Die Gemeinde Krofdorf ljatte im Widerspruch mit einem großen Teil ihrer Bewohner die von mir im Distrikt Kreuzschläge ausgeführte Bohrung in einer Tiefe von 25 Meter einstellen lassen, da der auf Veranlassung einiger Weniger zugezogene .Herr Professor Kayser das Unternehmen als aussichtslos bezeichnete und erklärte, jeder Pfennig sei nutzlos ausgegeben, da die Gesteinsart kein Wasser führen könne, man vielleicht auf 200 Meter Tiefe Mineralwasser finden würde. Der in meiner und in Gegenwart anderer Herren einige Wochen später wieder an £rt und Stelle anwesende Herr von Bülow erklärte nach wie vor das Vorhandensein des von ihm angesagten Wassers. Ich habe daraufhin im Auftrage und auf Kosten des §errn von Bülow-Bothkamp die Wetterbohrung vorgenommen und auf 38 Meter Tiefe eine reichlich wasserführendeSchicht 6 rbohrt, was das von mir angestellte 12 stündige Pumpen ergab. Ernige zufällig anwesende Gemeinderatsmitglieder haben sich von dem Vorhandensein einer reichlichen Wassermenge überzeugt. Somit und in besonderer Berücksichtigung der Tatsache, daß Herr Landrat von Bülow die
ausdrücklich auf kein bestimmtes, jedoch größeres Wasser- quantum festgelegt hatte, hatte die Bohrung nicht mit einem „vollen Vttßerfolg" sondern mit einem Erfolgim Rahmen der Ansage gen big t. Nicht die Menge des Wassers, sondern der hohe Gehalt des Wassers an Eisen, worüber ein amtliches chemisches Gutachten vorliegt, war der Grund der I Einstellung der Bohrung. Herr von Bülow be- schiftz bittet alle in einer Säu glingsfürsorgestelle merkte, und ich stimme mit ihm darin überein, daß das tätigen Aerzte, auf einer Postkarte (Adresse: Kaiserin |Bohrloch die erschlossene Wasserader nicht richtig und in
Mlunq -ag iözzi
°"tzäumtn «tobe®
Iteftun
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhejien
Nur echt mit dieser Marle-dem JUcher — dem ©aranltc- zeichen bei Geölt* scheu DeriahreuLt
Ofenschirme Kohlenkasten grösste Auswahl aparter Neuheiten.
Petroleum-Oefen, Kohlenfüller, Ofenvorsetzer
empfiehlt a8/u
ugust Kröll, Giessen
Daß der Rechnungshof in Potsdam von der seit Jahren «ui der Kieler Reichswerft getriebenen Mißwirtschast gar nchts bernertt hat, gehört zu den vielen Rätseln, die der ieqenroürtig in Kiel geführte Prozeß dem Baterlandsfreund Qt'fgibt. In der „Köln. Zta." macht nun ein anscheineitd Eingeweihter den Vcrsuck), dieses Rätsel zu lösen. Er mißt •et bisherigen umständlichen und ganz unkaufmännischen Zuchhaltung aus den Werften ein gutes Teil der Schuld -m ben Mißständen bei. Das Schreibwerk in den Werften st nach seiner Angabe so umfangreich, daß eine einzige jon ihnen dem Rechnungshof in einem Jahre nicht weniger üs 24 000 Kilogramm Rechnungen und Belege aller Art dngereidyt hat? Daß aber das Schreibwerk einen solchen «eradezu ungeheuerlichen Umfang genommen hat, sei nach Ansicht von Kennern die Folge der verwickelten und bis ins kleinlichste gehenden Methoden des Rechnungshofes.
An diesen Methoden ist seinerzeit auch gelegentlich der Anklagen über die Mißwirtschaft in der Kolonialverwaltung tcharfe Äfcitif geübt worden. Wie weit sie indessen berechtigt bar und ob etwa inzwischen im Geschäftsbetriebe des obersten Rechnungshofes Reformen stattgesunden haben, darüber ist in der Oeffentlichkett nichts bekannt geworden. Es würde nun sehr ungerecht fein, wollte man auf vage Beschuldigungen hin ohne weiteres den Stab über eine lang be- wahrte und in der ganzen Welt hohen Ansehens sich erfreuende Einrichtung brechen. .Kaum zu bezweifeln ist aber immerhin, daß es allerlei Möglichkeiten gibt, den sirengen Säckelmeiftern in Potsdam ein Schnippchen zu schlagen. So wurde, wie im „Dag" zu lesen ist, vor ein paar Jahrzehnten einmal ein neues wissenschaftliches Institut eingerichtet. Wie üblich hatte man für die Zimmer der höheren Beamten kleine Waschtische angeschafft und über ihnen einfache Toilettenspiegel befestigt. Die letztere Anschaffung fand aber nicht die Billigung der kontrollierenden Behörden. Es entstand in dem Institut Verlegenheit, wie man sich helfen und wer schließlich die Kosten der Anschaffung tragen solle. Da fand sich ein kundiger Bureaubeamter als Reifer. Die Spiegel wurden behalten und ihre Kosten in der nächsten Abrechnung wieder aufgeführt. Aber statt mit ihrem ehrlichen beutfdjen Namen waren sie diesmal an- geblid) als Katoptrons bezeichnet. Auf Griechisch war inan in Potsdam nicht eingerichtet. Die Kosten für die geheimnisvollen Instrumente wurden diesmal ohne Anstand bewilligt.
Fugenlose Trauringe in allen Goldarten, Grössen und Fassons empfiehlt zu mässigen Preisen
D. Kaminka, Juwelier u. Uhrmacher
Saüiia -
ist der Name der mit Mandelmilch hergestellteri Pfianzen-Margarine, welche den voll kommenstell vegetabilen Butter-Ersatz darstellt.
Yfehsffare0’
•ntl, AbzaW
Streng


