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2.6.1909 Erstes Blatt
 
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Original-Drahtmel-ungen.

Kiel, 2. Juni. In hiesigen Marinekreisen verlautet mit großer Bestimmtheit, daß eine Zusammenkünft Kaiser Wilhelms mit dem Zaren nahe bevorstebe. Kaiser Wilhelm soll am 8. Juni in Kiel eintrcffcn, am 11. mit der Hvhenzvllern dem Kreuzer Hamburg und dem De-* peschenboot Sleipner Kiel verlassen, um in der Ostsee mit dem Zaren zusammen zu treffen. Als Ort der Zusammen-, kunft wird der Hafen von Reval genannt. Tie bis zum 14. Juni beurlaubt gewesenen Mannschaften derHamburg" haben bereits telegraphisch Ordre, am 9. Juni in Kiel zu sein.

Petersburg, 2. Juni. Auch in hiesigen .Hofkreisen verlautet, daß in den Schären eine Begegnung des Zaren mit Kaiser Wilhelm anläßlich des Zaren Reise nach Stockholm in Aussicht genommen sei. Als Datum werde der 7. Juni genannt.

Petersburg, 2. Juni. Die Polizei veranstaltet längs der Eisenbahnstrecke Petersburg-Poltawa, wohin der Zar am 27. Juni reist, strenge Untersuchungen. Es wurden viele Verhaftungen vorgenommen. Ziemlich bestimmt auf- tretende Gerüchte über die Entdeckung eines Komplotts sind in Umlauf. Die Truppen werden die ganze Strecke bis Poltawa besetzen.

Petersburg, 2. Juni. Die Polizei bestreitet, daß die in den letzten Tagen vorgenommenen Verhaftungen mit der Entdeckung eines terroristischen Komplottes zu- sanuncnhängen. In den finnische n Gewässern wurden mehrere mit Waffen beladene Schiffe beschlagnahmt.

Weißbrot

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Schwarzbrot

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Roggenbrot

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schreibt der Figo.ro . Das unglückliche Ende der so gut begonnenen Liiflrcise wird den Streit Mischen den An­hängern und Gegnern des starren Systems von neuem beleben. Aber die Gegner des Grafen Zeppeglin werden von der vom Ballon vollbrachten wunderbaren Lei ftunß nichts wegleugnen können. Sic übertriff alles, was bis jetzt geboten wurde.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hefte« ain Donnerstag dem 3. Juni: Gewitterregen, kühler. Nördliche Winde.

Ein schweres B r a n d u n g l ü ck hat sich am Frischen Hass ereignet. Im Torf Jung sc r wurden 38 Gebäude ein Raub Flammen. 35 Familien sind obdachlos geworden.

Zu Ehren der auf dem Friedhöfe von Verviers ruhen­den deutschen Kämvscr von 1864, 1866 und 1870/71 ließ

Nr. 1907

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Märkte.

r. Schotten, 1. Juni. Seit mehreren Jahren bildet der dritte Pfingsttag für Schotten und den anschließenden Vogelsberg ein Volksicst, indem dahier der P r ä m i i e r u n g s m a r k t stall findet. Hat der erste und zweite Feiertag Touristen in großer An zahl unseren Bergen zngciührt, io strömen die Vogelsberger am henttgen Tage nach Schollen. Allerdmgs Hal der Markt auch eine gewisse Bedeutung vis außerhalb des Kreises erlangt, wie sich zum Teil ans der unten folgenden Prämiiernngslisle ergibt. Alan Halle gedacht, daß der kürzlich hier abgclmllene Znchtviehmarlt den henttgen Tag beeinflussen konnte, fedoch hat Itch diese Annahme nicht bewahrheitet Wenn auch mancher Landwirt, dem vor drei Wochen für sein Rind 30 Mk. mehr geboten wurden, eine Einbuße erleiden mußte, so tut er dies unter dem Stand der Verhältnisse und der Gewißheit, daß er noch nickst zu anormalen Preisen zu verkanien brauchte. Denn die Fulleraussichtcn haben sich ivesent lieh gebessert, so daß die Landwirte vor einem Preissturz ihrer Viehprodukte bewahrt bleiben werden und morgen wird ja schon das erste Heu emgebracht!. Tie Beurteilung der Ferkel- preise führt zu etwas abnormen Schlüssen, die heute eine hier icliene Höhe erreichten. Kleine Tiere daS Paar 6270 Mk. Wie aus den an die Landwirtschait gerichteten Worten des Geh Reqierungsrats Schönfeld idie nebenbei gesagt in der be kannten Rednergabe aus dem Stegreif ivichttge Taten seit 1816 reproduzierten), hervorgehl, war das heute gezeigte Zuchtvieh- material oon hervorragender Güte. Wenn auch nicht den Zuchl- leistnnqen entsprechende Preise vergeben weiden komtten mangels eines entsprechenden Fonds, io waren die Landwirte doch auch mit geringer Anerkeitnung ihrer Leistungen zuirieden. Es galt aber auch besonders für die Züchter, Zuchlmaterial, nawcntsich Bnllen, zn verkauscn und hierin kamt ein lebhafter Handel konstatiert werden allerdings zu etwas gedrückten Preisen. Bon den auf- getriebenen ca. 40 Simmentaler Bullen wurde nahezu die

Hälitc an Gemeinden verkatlst, Vogelsberger ivaren ca. 20 am 'Markt, hiervon wurden aber nur wenige Exentplare ab- gesehl. Tte Preise waren Mk. 360-480 fiir beide Rassen. - Das Resultat der Prämiierung ist folgendes: Vogelsberger Bullen: 1. Hch. Keil VI., Feldkrücken (20 Akk.), 2. Joh. Appel IX., Sichen­hausen (15), 2. Hch. Bechtold, Eschenrod (15), 3. Konr. Straub, Rudingshain (10), 3. Hch. Tenbel VII., Rudingshain (10), 4. Hch. Scharmann, Eichenrod (8>, 4. Hch. Strauch I., Eschenrod (8), An­erkennung: Gg. Müller, Betzenrod5), Karl Rahn II., Altenhai:'. (5), Konr. Schultheis, Streithain (5). Vogelsberger Kühe : 1. Karl Schütz III., Betzenrod (15), 2. Ehr. Schlörb III., Schollen (10). Vogelsberger Rinder: 1. Karl Spruch Busenborn (20', 2. Wilh. Schmidt L, Altenhain (15), 2. Joh. Zmnel, Betzenrod (15), 3. Hch Hartmann VIII., Riidingshain (10), 3. Hch. 'Jleumann II., Rudings­hain (10), 4. Joh. Weber, Eschenrod (8), 4. Th. Möser, Busenborn (8 , Anerk.: Gg Tietz, Kölzenhain (5), Hch. öofmann I., Betzen- rod (5), Joh. Blöser V., Sichenhausen (5). Simmentaler Bullen : 1. K. Tiehl, Münzenberg (20), 2. H. Wagner, Echzell (15), 2. W. slllles, Ober-Hörgerii (15 , 3. K. Ries, Hirzenhain (10), 3. Guts- pächier Rattsch, Obernseener Hoi (10), 3. W. Bausch, Reichelsheim sWett.s (10), 4. H. Ziiiscr, Slttnivertenrod (8), 4. H Geiß II., Wind­hausen (8), 4. K. Schneider, Berstadt (8), 4. E. Guth, Gedern (8), Anerk. (je 5): Karl Rühl, Ober - Seibertenrod, Aug. Obtsictis, Reichelsheini, W. Eisiter, Hanbenmühle, E. Haberkorn, Wind­hausen, W. Högn, Klein-Eichen, W. Hahn, Stumpertenrod. Simmentaler Kühe und Rinder: 1. H. Ruhl III., Gänsmühle bei Schotten (15), 2. Adam Schmidt II., Schotten (10), 2. Hch. Jost, Kölzenhain (10), 3. L'ubro. Würz, Eichelsdorf (8). - Ter Markt hat einen recht befriedigenden Verlaus gehabt. Wenn auch die nachfolgende Verlosung nianchem keine Befriedigung brachte (auch hier besteht der Uebelstand, daß die nieisleii verlieren müssen), so kam in der nachfolgenden allgemeinen Volksbelustigung der ur° wüchsige Typus der Schottener und Vogelsberger Alten und Jungen in jeder Weise zu seinem Recht.

fc. Frankfurt a. M., 2. Juni. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkaufe standen 746 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 6869 Pfg., Lebendgewicht 53,5 bis 54,0 Psg.; 2. Qualität 67OOPsg., Lebendgewicht 53,000,0 Pfg., 3. Qual. 6366 Psg. Geschäft gut, Ueberstand unbedeutend.

Lustschrffahtt.

Die bcibcit Wil it ä r lu s t schi s fe Grvß II mrd ual II, sonne die Fesielbalüme wurden geftern vormittag zwischen 9 u. 11 Uhr den in Berlin weilenden ja panisch en Prinzen Ku ui und Rashimoto vorgesülirt. Zuerü sand die Fiillung zweier F-esseldallonc statt. Nack; euugen Uebuirgeu wurde Grvß II von 9Jlcrior Groß erläutert, ebenso der Parstval II durch Mawr Parstwal. Alsdann unternahmen beide Luftschiffe Uebungssahrten, die sich über den Tegeler Schießplatz und beuen Umgebung er­st reck teil und 3i Stunden währten

Vorgestern abend landete in der dcähe von Montpellier ein Bal'on des schweizer lickten Luftschisferklnps, in dem sich fünf Herren befanden. Der Ballon war um 8 Uhr mv-rgens in Bern äufgeitiegen.

Eni englischer Lustschifser namens Singer hat rn der Rächt zum Samstag im Luftballon den Aermelkanal in Gesell­schaft ztveier anderer Lustsckstffer überflogen.

Ern nut drei deutschen Offizieren bemannter Ballon ging vorgestern abend bei der Ortschaft P e n o u s e im Departe­ment Haute Garönne nieder. Der Ballon wurde von Gendarmen beschlagnahmt, die Insassen einem Verhör unterzogen.

Die französischen Len kba l lone werden in den näch­sten Tagen ihre Veri'ucktsfahrten wieder ausnehmen. Lebandn soll bereits Landungsversuche machen. Der Ballon Ville dc Paris, der in Verdun stationiert ist, wird seine Fahrten gleickp falls sortsetz.en, ebenso der Ballon Republigue. Was die im Bmi befindlichen Lustschifie Commandant Rönard und Liberte betrifft, so wird ihre Abnahme durch die Militärbehörde van dem Ergebnis der im Juli vor zu nehmenden Probefahrten ab- hängeit.

Tas amerikanischelenkbare Luftschiff flog genern beim Fort Omaha gegen eine Telegraphenstange imb erlitt e r n ft c Beschädigungen. Personen wurden nicht verletzt.

Wilbur Wright, der zurzeit in Dapson weilt, erklärte in einer Unterredung, er würde sich nun nicht mehr wundern, eines Tages zu hören, daß das Luftschiff den atlantischen Ozean überflogen habe, lieber das System der Luftschiffe gingen zwar seine und Zeppelins Ansichten auseinander. Sie begegneten sich aber in dem Skudium der Luftströmungen, bereu Kenntnis für die Luftschisfahrt von der größten Wichtigkeit sei. Zeppelin habe darüber wichtige Erhebungen gemacht. Wrtght hoffte, daß die Luftschiffer dem Grafen bald beweisen können, wie dankbar sie ihm für dtejen Dienst sind.______________________

Fahrt wenige Stunden geruht hatte, begab er sich nach dein Pvstamle in b uslingen, um ein Telegramm an den Kaiser aufzugeben, in dein er dem Kaiser, der Kaiserin, der verjammelt getretenen taiurlichen Familie, sonne der ganzen ' Bevölkerung Berlins und dem wegen der inutmaßlichen Luft­schifflandung ausgerückten Tr.'vpen seinen Dank und sein tiefstes Bedauern aussprichi über die Enttäuschung, die er durch fein Nichterscheinen verursacht hat.

Tie U m l e h r w u r d e^b e s ch l o s s e n , so fährt Graf Zeppelin fort, weil bei der Sturm- und R e g e n n a dt t sich die Fahrt verspätete und viel Benzin erforderte, und zeit­weilige Irrfahrten in der dunklen Nacht brachten neue -unvorhergesehene Benzinverluste. Starker Gegenwind aus Stuttgart machte eine kurze Landung zur Benzinaufnahme empfehlenswert. *

Das Urteil eines Sachverständigen.

Hauptmann v. Kehler, der Direktor der Motor- luftschift-tStudiengesellschaft, äußerte sich über die große Fahrt desZeppelin II" einem Mitarbeiter des B. T. in folgendem Sinne:

Ein genaues und bestimmtes Urteil kann ich natürlich nicht über die Ursache abgeben, aus der Graf Zeppelin über Bitterfeld die plötzliche Heimreise trach Friedrichs-, Hafen angetreten hat. Ich glaube aber nicht daran, daß derZeppelin II" abgetrieben worden ist. Soweit nach den vorliegenden Nachrichten eine Annahme zulässig ist, geht sie dahin, daß Graf Zeppelin die Fahrt so lange wie möglicki ausdehnen wollte, und daß er «übel1 Bitterfeld den Moment für gekommen hielt, in deut er die glatte Rückfahrt nach dem Heimatlwfen antreten mnßte. Es muß damit ge­rechnet werden, daß das Luftschiff starken Gasverlust hatte und dem dadurch verursachten Auftrieb durch rein dhnamische .Kraft entgegenarbeiten mußte. Wenngleich Graf Zeppelin auch immer nur mit einem der beiden llOpserdigen Motoren fuhr, so wurde doch ein großer Teil, von Benzin und Kraft dazu verwendet, um das Luftschiff niedrig zu halten. Es trat also eine doppelte Kr af t l e i st u u g ein, da das Hauptaugenmerk auf das Vorwärtskomnteii gerichtet werden mußte. Aus diesem Grunde wollte Graf Zeppelin auch durchaus Wasser ctmtehmen, nicht um die Motoren zn kühlen, sondern um es als Ballast gegenüber dem Höhen au ftrieb zu verwenden, dem durch die Höhen steuer allein wahrscheinlich nicht mehr entgegengearbeitet werden konnte.

Mag derZeppelin II" die Berliner zum Pftngstsefi auch nicht überrascht haben die kurze Strecke von Bitter seid nach Berlin hätte er ans jeden Fall leicht zurücklegen tarnten, so bleibt als Positives doch die R i e s e n f a h r t von Friedrichshafen nach Bitterfeld und von da zurück bis nach Stuttgart bestehen. Diese Rekordfahrt so lang und so weit wie möglich auszudehnen, scheint das erste Bestreben des Grafen gewesen zu sein. Und er hat es mit seiner 3 7 Stu n d e n-Fa h r t ja auch erreicht, ©egen über biefem glänzenden Erfolg müssen alle kleinen Meinungsverschiedenheiten verstummen, muß sich auch die Enttäuschung ver- flüchtigen, die sich vieler Berliner, die stundenlang ver­geblich gewartet haben, bemächftgt hatte.

Ueber die Fahrt wird man, wie gesagt, noch nähere Nachrichten abwarten müssen, ehe ein endgültiges Urteil über das, was sie erreicht, und was sie nicht erreicht hat, gestillt werden kann."

Das Ausland und die Fahrt des Zeppelin.

London, 31. Mai. Zeppelins neuer überlvältigender Rekord hat hier einen sehr günstigen Eindruck gemacht. Sowohl die Fahrgeschwindigkeit als auch die bei widrigen Winden znriickgelegte Lange der Strecke werden bewundert, noch mehr aber die Tatsache, daß Zeppelin, ohne nieder­zugehen, die 450 Meilen lange Rückfahrt trotz des Gegen- ufindes anzutreten wagte.

Paris, 1. Funi. Die gesamte hiesige Presse bringt sehr ausführliche Berichte über die Dauerfahrt des Z. II. Einzelne Blätter kritisieren die Lenkfähigkeit, andere äußern ihre Bewunderung über die einen Rekord des Lenkballons darstellende Fahrt des Luftschiftes. So

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bet deutsche Veteran envercin ein Denkmal errichten, das vorgestern enthüllt wurde. An der Feier nahmen auch b e l a i s ch e Militärvereine teil.

Der König von Spanien st ü r z t e beim Polosviel mit dem Pferd und wa sich eine leichte F n ß v e r r e n k u n g zu.

Ein fitrchtbares Blutbad setzte die svanische Provinz Bilbao in Ausrectung. Ein Mann in Arrusa wurde wahnsinnig und überfiel die Leute mit einem Beil. F ii n f M (inner wur­den getötet. Ter Gendarmerie gelang es,, sich seiner zu be­mächtigen und einer Irrenanstalt zu überweisen.

In Kairo wurde vorgestern eine neue Hitzwelle, die zweite im verflossenen Monat, verzeichnet. Der Thermometer zeigte 31 Grad im Schatten. ________________________________

Sandel und Verkehr, Öolf»wirt6d>aft.

fe. Aus Nassau, 1. Juni. Zwischen deutNassauischen Bauernverein", Niederlahnstein, Coblenzerstraße 16, und der Haupt-Bezugs- und Absatzgenossenschast des Nassauischen Bauern­vereins, e. G. 'n. b. H." 'n Niederlahnstein, Eoblenzerstraße 4, schweben seit längerer Zeit Differenzen. DieH a u p t - B e z u g s- und Absatzgenossenschail", die unter der Leitung des Hauptmanns a. D. Baron v. Graberg steht, hat den Konkurs angenwldet. Zum Konkursverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Dallem ernannt.

R e i ch s b a n k - A u s w e i s. Der Ausweis per Ende Mai, der nur bis zum 29. Mai geht, zeigt eine Ansvannung, die über den Umfang der Vorjahre etwas hinausgeht. Ter Noten­umlauf ist um 78.97 Millionen Mark gestiegen gegen 81,71 Millionen im Vorjahre. Ter Metallbestand ist gegen die Vorwoche um 46,70 Millionen zurückqeganaen. Er stellt sich aui 1063,11 Millionen Mark, darunter 798,12 Millionen Mark Goli). Auch der Goldbestand hat sich um 43,24 Millionen vermindert. Wie zu er­warten stand, hat sich der Essettenbestand, der als Folge der Emission der neuen Anleihe in der Vorivoche bereits einen Rück­gang um 162,67 Millionen Mark eriahren hatte, um weitere 105,55 Millionen Mark vermindert, gegen 25.15 Millionen Mark vor einem Jahr.

Ultimoverlauf und Haiksseengagements. Bei einem Blick auf den Verlaus des diesmaligen Ultimo zeigt sich, daß er das Bestehen recht nm fangreicher Hansseverpslichtungcn in schwachen 5)änden erwiesen hat. Das ging besonders aus dem Verl. Tagebl." daraus hervor, daß die Reportsätze^ das heißt die Vergütung, die für die Hereinnahme eines Hausseengagements für einen Monat über die Stückzinsen hinaus zu zahlen ist, fast durchweg erwähnenswert höher waren, als der Satz für Ultimo­geld, den gute Firnien anlegen mußten. Da die Geldgeber bei der Hereinnahme vpn Hausseengagements recht kritisch zn Werke gingen, so halfen sich schwächere Elemente vielfach dadurch, daß sie, anstatt zu prolongieren, ihre Hausseepositioncn per Ultimo Mai glatt stellten und sic sogleich per Ultimo Juni lvieder auf-^ nahmen. Tas; diese Vorkommnisse nicht vereinzelt ivaren, beweist die Tatsache, daß an manchen Prolongationstagen die Spannung zwischen Abschlüssen per Ultimo Mai und Ultimo Jnni namhaft größer ivaren, als der jeweilige Reportsatz. Tic Spannung ver­anlaßte potente Firmen besonders am Montanmarkt, statt Käufe per Ultimo Juui Käufe per Kasse vvrzunchmcn. Und alle diese Erscheinungen deuten darauf hin, daß ein großer Teil der Essetten- mengc aus dem Besitze der Banken in den Besitz des Publikums -- und nicht gerade der zahlungsfähigsten Kreise übcr- gegangcn ist.

Immer und immer wieder braucht man bei Sckmvvcn, Haarausfall, Kahlköpfig Feit d. natürlichste, billigste, überall cingesührte Haar- r wasser w [hv/i

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