Ausgabe 
15.10.1909 Erstes Blatt
 
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Mch irische FHen-Brezelil.

L. Cronenberg, Löwengane 23.

Gänse! jung, fett, Hasermaft, sauber gerupft, 710 'Sfb., ä 'Bfb. 4550 'Big., tägl.frisch geschl., vers. gegen Pvstnachn. Ctto Panzer. Gr. A-riedrichodorf, Ostpr. (5719 Aepfel. Birnen.

Komme Samstag mit einer sehr groben Sendung 2levfcl und Birnen auf den Brand.

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tiustav Walter,

Mättsburg 13. Telephon 386.

dos

i dit der Statue zur

Gießener Eisverein E. B

Der Vorstand.

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Giessen (Marburger Str. 44), 15. Oktober 1909.

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Konkurrenz.

Scßuß'Jfaus

Hinterbliebenen.

Die trauernden

Qiessen

Gießen (Eberstr. 3), den 15. Oktober 1909.

nachm. 4 Uhr, von der

statt.

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Roth in Giessen.

Verlag von Emu

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Abendstern-Gießen, den 14. Oktober 1909.

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Telephon 754

Grösste Haltbarkeit Elegante Formen Unerreichte Preiswürdigkeit

Selterswe^ 53

Straßen von Neapel nicht geringes Aufsehen. Ein Automobil und eine Egnipage, die die .Herzogin dem Künstler zur Verfügung gestellt hatte, ließ Gemito vorausfahren und ging idpiellcn Schrittes, so daß die andern ihm kaum folgen konnten, zu seiner Gönnerin. Das Herzogspaar war ganz glücklich, als er erschien : man nahm ihn auf wie einen Souverän, und der Herzog und dte Herein unterhielten sich länger als eine halbe Stunde mit ihm. Der Künstler plauderte ganz ungezwungen und hat, als er, von einer zahlreichen Volksmenge ehrfurchtsvoll begrüßt, den Palast verließ, die Versicherung gegeben, daß er von jetzt an öfter aus­gehen werde.

2. das Abschlagen,

3. das Auf und Abschlagen der sämtlichen Gerate find bis Mittwoch, 20. Oktober, abends an den Vorstand des Gießener Eisvereins E. B. zu richten.

Gießen, 15. Oktober 1909.

Das Aus und Abschlagen der Pritschen und Geländer, des Musikpodiums usw. vor und auf der Wiese soll in diesem Winter vergeben werden. Angebote auf

1. das Aufschlagen,

Siister Traubenmost frische Sendung eingetroffen 5696]Schott'S Weinstube.

Eine sehr interessante Aufklärung hat der D i e b st a h l der Untersuchungsakten in dec Kieler Werstaffäre gefunden. Wie sich jetzt herausgestellt, hat der Hauptbeschuldigte, der Kieler Millionär Frankenthal, die Akten im N nter- "' " . Frankenthal hat 45 Do-

Die Beerdigung findet Sonntag den 17. d. MtS., Kapelle des neuen Friedhofs auZ

Die Beerdigung findet Sonntag den 17. ds. Mts. in Stangenrod statt.

5722

FischdampferFelix" gerettet. . ... .

Fm nächsten Sommer wird ein Expedittonsschiss nut dem Prinzen Heinrich, Graf Zeppelin und Geln'imrat H c r - gesell nach Spitzbergen gehen, um Vorbereitungen für die deutscl>e Zeppelin-Hergesell-Polarexpedition zu treffen.

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Gott dem Allmächtigen hat e§ gefallen, unseren innigstgeliebten Bruder, Schwager und Onkel

Kaufmann Emil Noll

nach langer schwerer Krankheit gestern mittag zu sich zu rufen.

Heute verschied nach langem schweren Leiden unser langjähriger Buchhalter

Herr Emil Noll II.

auS Gießen.

Wir verlieren in ihm einen treuen Mitarbeiter, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden.

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Gießener Wetterdienst.

voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag dem 16. Cftobet: Trübung und Regensälle. Stark windig und stürmisch.__________

Originat-vrahtmel-ungen.

Köln, 15. Okt. Um den Schmuggel mit Tabak nnd Kaffee an der holländischen Grenze zu be­kämpfen, der infolge der neuen Zollerhöhungen stark zu- aenommen hat, ist eine Verstärkung des diesseitigen Zoll- dienstes notwendig geworden.

Paris, 15. Okt. Zwischen den Antomobrl- f ü h r e r n , die gegen die neue S t r a ß e n f a h r 0 r d n n n g demonstrieren wollten, und der Polizei kam es zu einem Z u s a m m e n st 0 ß, bei dem 80 Personen verhaftet wurden.

Bilbao, 15. Okt. Unter den Bergleuten herrscht große Erregung, so daß die Regierung Truppen hierhcr- zuschicken beschloß, um Ruhestörungen vorzubengen.

Schwellenverkanf.

Freitag den 22. d. M., vor­mittags 9 lllii", sollen ca. 700 un brauchbare Hölz. Bahnschwelleu öffenttid) meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden. Die Bedingungen werden vorerst be­kannt gegeben. Die Versteigerung findet bei Kommandobrücke auf Bahnhof Gießen in der Nähe der Margarethenhütte statt.

Gießen, den 14. Oktober 1909

Großb. Eisenbahn Betriebs-

Fnjpcktion l. li'-'/ia

ctnittall aul dein irden ste." jpfltüilloß

4

* Das magische Bild. Eine amüsante Anekdote von der wohltätigen Macht ehrenvoller Familieittraditioncn erzählen die Diemanches ch-ez moi" von dem französischen General Petit, einem Neffen des Generals Pettt, der unter Napoleon die alle Garde befehligte. Man erinnert sich der erschütternden Szeire, in der Napoleon in Fontainebleau von seinen getreuen Gardisten Abschied nahm Nach einer Ansprache an seine braven Kriegs­kameraden rief er aus:Ich 'kann Euch ntcht alle umarmen, aber ich werde Euren General umarmen, tommen Sie PetttUnd Napoleott umarmte zum letztenmal den General. Tie Szene wur^ in zahlreichen Sticken sestgehalten. Ter Neffe jenes alten Generals Petit aber, der auch Offizier und später General wurde, mar ein sehr eleganter anspruchsvoller Mann. Einmal im Manöver mar der General mit der Bequemlichkeit seines Quartiers sehr un­zufrieden, und er gab seinem Mißfallen der Ordonnanz höchst un­umwunden Ausdruck. Doch mitten im zornigen Schelten hält er plötzlich inne, er wird ruhig, ein Aller Stolz gleitet über feine Züge und sein Blick haftet auf einem alten Sttche, der in der Bauernstube an der Wand hing. Dann fährt er gelassen fort: ä la guerre conrme ä la guerre; es ist hier doch ganz bequem." Die verblüffte Ordonanz starrt neugierig auf das magische Bild, das diese plötzliche ungewöhnliche Besänftigung der gesttengen Erzellenz vollbracht hatte: es stellte bte Abschieds­szene von Fontainebleau vor mit der Unterschrift:Ter Kaper umarmt den Genral Petit." Ter General bekam zum Abend­essen einen frugalen Kartoffelbrei, aber er sand ihn dennoch lecker und köstlich Za am Morgen rühmte er die Beguemliclckett des Strohhaufens, auf dem er übernachtet hatte. Die Ordonnanz Ivar nun schlau geworden: für 10 Sous erstand sie das magst''- Bild, und fortan sand der General während des Manövers m jebtm Quartiere an der Wand den alten Stich. Es fiel ihm nicht aui, bafe es stets das gleiche Bild war, er bewunderte die patrwtisclre Tradition der Landbevölkerung, erinnerte sich, daß dieser be­rühmte General Petit zu seinen Ahnen zählte und war während des Manövers stets in glänzender Stimmung, ja so vergnügt, daß er zum Schluß dem erfinderischen Burschen ein ansehnliches Trinkgeld in die Hand drückte.

Kleine Tageschronik.

handel.

Dresden, 14. Okt. Die außerordentliche Generalversamin- lnnq des Dresdener Bankvereins, m welcher 9423 Aktien durch 40 Aktionäre vertreten waren, genehmigte debattelos den a- u f i 0 n § v e r t r a q mit der Magdeburger Privat- bank Ans den Kreisen der Aktionäre wurde der Verwaltung Anerkennung gezollt.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber leinerlei Verantwortting.)

Die Anwohner der in der Nähe des Bahndamms liegenden Teile der Ludwigs- und Liebigstraße werden in den letzten Nächten ö'lers durch Schüsse aus dem Schlaf geschreckt. Das in der Nacht weithin hörbare Geknall vermag die Nachtruhe eines ganzen Stadtviertels zu stören. Solche Schießübungen zwischen 11 und 1 Uhr sind als öffentlicher Unfug zu bezeichnen, dem zu steuern diese Zeilen hoffentlich genügen.

Gestern abend ^7 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden unsere liebe, gute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante

Fräulein Katharine Hessler

im vollendeten 40. Lebensjahre.

Die trauernden Hinterbliebenen:

1. d. N.:

H. Rau, Postsekretär.

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vereinen alle

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I spurlos verschwinden lassen, ohne daß das Gericht auch nut das Geringste gemerkt hätte. .

In den Grailbünpener Bergen nnrd seit drei Wvckfcn der 16jäIrrige Oberjekundaner Konrad Wcfthof, ein Sohn des Dlmstgerichtsrats Westhof in Höchst a. M. Permi st t. xxr ruuge Mann mar am 22. September mit seinem Fahoadc von. E^i'- aufgcbrorfim und ist seitdem verschwunden.

Die vermißten 10 Mann des Äeringslvggers Adolf", der bei der Dogg er bank scheiterte, wurden vom

-cnde des Meißener Porzellans. Am dem inneren Bodm dreier Tassen war ein Blümchett gemalt, und weil der echtt wchfuche Kaffee 10 dünn fein soll, daß man dies Blumen auf dem Grunde der esüllten Tasse noch durchschimmern iah, deshalb bekam dieser , £ L der Frkf. Ztg. seinen sonderbaren, aut den ersten Zlick so unerllärlichen Namen. Natürlich hatten bald nicht nur ^Meißener Tassen auf dem t^unb ein Dlumchemiondern auch Ä meisten anderen Fabrikate später ver|chwanden die Blum- chen, aber der 9?amc Bliemchenkattce blieb. mr... ,

* Cbnc Souffleurkasten. Wie Wiener^ Blatter mel- n nL ^ch im Burgtheater dec traditionelle Souffleurkasten Feitet und d7rch eine kaum merkliche Erhöhung am Rand des m'pht morden Bei der Bedeutung, die man IN Wien ' len Thcattrdin^n beilegt, wird es nicht an philosophischen und - n'E Srfitunqfi über diese Neuerung auf altgeheiligtem ÄSÄS 'ii verschiedener berühmter Mimen er- r^nen der alte kühn geschwungene, nach der Buhne -»eitaeöfinete^Souffleurkaftcn. der "den hilfreichen Emblafer ast in ieiii,coiuu" . zchmimmgurtel auf dem

2^wär?al'leÜfatts rin?e&XnLCeU^dornmglaubt " mV»n(irftfpiEine heitere Theateranekdote ironisiert " Lrklichenden Traum. Ein bekannter

N,Idols Wirsing, der lange IN Leipzig und iN . heatermami, Ru T ^itet hatte, wurde in alten Tagen, r rag bm deutschen Theater geiei^,^^^^^ tschechischen Theaters m ttch no*.e^^1aI a^f einer Probe besonders rasch und flott i Prag. Einmal, al gn;rf;na ium Schlüsse vergnügt bte A H.HKMEW'LT osten »chwitgen b onbichte'r Schamberk, die Stille mit der ? foneUgefb eiter wigebrachten Bewertung unterbrach :

Aber ^Herr^Direktor, da wird man fa den, Souffleur sehen!

'' 'Dia<h zwanzigjähriger, f:cciWiliigcr ©e« f ? hnt dieser Tage in Neapel der berühmte italien. S'tlwÄw» -rst-nm-l roiebet d-s İus Ä liebet das traurige G-schick bieicS l>c"°r--g-n^it Kun 1. x: der nicht mehr im Vollbeflye feiner Geisteskräfte ist, ist ' der letzten Zeit wiederholt berichtet worden. Gemtto leote als lausner n einem Heinen Zimmer, das er nie verliest, und ar- "abtäfiman ein uub bcnrjelben »-KL«nem

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Heinrich Huhn. Sützer Apfelmost, täglich frisch von der Kelter. (M2S Will). Master,Zum Krokodil", Kaifer-Allee 27. Telephon 348.

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r auf" einer 'Klipve kniend, freudig erregt rin Fischlein das I soeben gefangen hat, an die Brust drückt. Vor einigen Sagen

Xn nun in dem Atelier- des Künstlers die Herzogin von | X \nb ihr gelang, was keinem vorher gelungen war: Gemito I -ah ihr das Versprechen, daß er sein Gefängnis verlassen und i ;>r die (feine Statue ins Schloß bringen wurde. Und er hat

iort gehalten. Nachdem er an dem .^instwerk noch ein letztes » nb ein allerlentes Mal gearbeitet und gebessert hatte, zog er

sa- ...