Nr. S88
Zweites Blatt
Mittwoch 8. Dezember 1909
159. Jahrgang
Lrscheinl tLglich mtt Ausnahme des Sonntags.
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3’/,% Reichsanleihe
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Oberschles. Eieen-rndustrie
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Portugiesen Serie I
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Tendenz fest, aber stilL
Börse, 8. Dezember. Aufangskarse.
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nachmittag 4 Uhr, l wollte, wurde durch
men aus der Dunkelheit abgefeuerten
Versammlung am Donnerstag, 9. Dez.
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Dre „Siebener LamilienblStter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, baß „Kreisblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Daselbst hervorragende Auswahl in Juwelen, Uhren Gold- und Silberwaren.
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Tendenz fest
»ein tspiel öarmiUdi r 1909
politische Lagesschau.
Die Unterstützung arbeitsloser Tabakarbeiter.
lieber die Gewährung von Unterstützung an Tabak» crbeitcr, die infolge der neuen Tabaksteuer die Beschäfti-
Rolationsbruck unb Verlag der Brühlfchen UnwersilätS - Buch- unb Stembruckeret. R. Lange, Gießen.
usländern, insoweit diese bisher nn berücksichtigt geblieben sind, nur für die Zukunft Unter
ig und werden im Vorverkauf Irtise.Wesertt
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Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . Prince- Henri - Eisenbahn *.
rLirchliche Nachrichten.
Loauge.lsche weineinoe.
Donnerstag den 9. Tezbr., abends 8 Uhr, im Markussaal Bibelslunde. (Bilder and dem Leben Jesu.)
Pfarrer Schwabe.
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Kleine TageSchronik.
Ein Kommissionär in Stuttgart, der em junges Mädchen angeblich für ein Bureau nach Porte Alegro augeworben batte und mit ihm dorthin abgereist war, wurde von seiner in Scheldung lebenden Ebenau des Mädchenhandels bezichtigt und bet der An» fun«t des Tampiers verhaltet. Schon vor zwei Jahren foll der Koinmissionär ein Mädchen, über dessen Verbleib bis heute noch nichts bekannt ist, nach Amerika verschleppt haben.
Das Reichsamt des Innern hat den ^ischerdampser ,Posei- d o n" dem Zeppelin-Nordpol-Unternehmen von 1910 zur Ver» fuQunfl gestellt. Ter Dampfer wurde gestern vom Prinzen Heinrich in Kiel besichtigt. Während der WuUermonate wird das Schiff umgebaut werden.
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d’Aibtri 'gen 10 Uhr. ikalienhandl» extbücher >-
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Teieionische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industr’e'/GIessen.
Frankfurter Börse, 8. Dezember, 1.15 Uhr.
Redaktion, Expedition unb Druckerei: 6d)trf* straße 7. Expedition unb Verlag: 5L
Redaklion:^^ 112. TeL-Abr.:AnzeigerGteßen.
Mullers zu Schönbach, die sich kürzlich mit einem jungen Manne ns einem Nacbbardorse verlo hat, zu Belte begeben
Schuß ihr Fenster zertrümmert. Alan glaubt, daß der Tat Eifersucht zu Grunde liegt.
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war, und die beifällige Aufnahme des Gebotenen zeigte, gerade unser deutsches Volkslied auf das Gemüt ivirkt. Lieder wurden exakt gesungen und machten dem Verein seinem Dirigenten, Lehrer Bopp, alle Ehre. Die von zelnen Damen und Herren zugegebenen gesanglichen und theatralischen Aufführungen trugen zur Hebung der Stimmung
Aus Stadt und Land.
G test en, 6. Dezember 1909.
•• Kür di- Sifannn der Stadtverordneten
bei. Ein Tanz schlost die Abendunterhaltung.
^Marburg, 7. Dez. Die Stichwahlen in der dritten Abteilung zur Sta dtv er o rd n et en-Ve rsam m. lung brachten eine unerwartete Ueberraschung. Tie vom Burgerverein, dem Beamlenoerem, dem Gaslwirteverein und sämtlichen hiesigen Innungen empfohlenen ftanbibaten Rentier Brauer und Gastwirt Brieb unterlagen mit nennenswerter Majorität den von den vereinigten Wählern der dritten Klaffe ausgestellten Kandidaten Lohgerbermeister Weintraut unb Schuhmachermefster Krantz. Die Wahlbeteiligung war deshalb geringer, weil die mit ihrer Liste ausgefallenen Sozial- demokraten meist fernblieben.
— Kirchhain, Dez. Als sich die Tochter des
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oderhesjen
, *0018701.
3% Portugiesen „ UI _. 4*/,% rass. Staatsaul. 1905 4' 3o o japan. Staatsanleihe 4% Conv.Tiirken von 1903 Tiirkeulose.....'.
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Aktien:
fützung zu gewähren. Gewährung von Unterstützungen an Arbeiter, die in einem der Bearbeitung oder Verarbeitung rtm Tabak gewidmeten Betriebe mit Aisten mach en, Listen kleb en oder ähnlichen mit der Tabakverarbei- titng oder der versandfähigen Herrichtung der Tabakerzeug- ] risse unmittelbar zusammenhängenden, für den Bttrieb er- fIrderlichen Hilssarbeiten beschäftigt gewesen sind, soll rückwirkende Kraft gegeben werden. Als Hausgewerbe- ::eibenbe sind nur solche anzusehen, die für fremde Rechnung gearbeitet haben. Diejenigen, die selbständig ihr Gc- rerbe betreiben, sind nicht unlerstüyungsberechtigt. Aus -er Reihenjolbe der Artikel des Gesetzes ergibt sich, daß Arbeiter, die in Fabriken tätig gewesen sind, nicht zu den m Tabakyewerbe beschäftigten Personen im S nne des Ge- etzes gehören, also nicht unterstützungsberech.izt sind. Der- enige, der wegen Krankheit arbeitsunfähig i,t, kann für die Zett der Krantheit keine Unterstützung erhalten.
Daß sick) eine wirkliche Not bemerkbar gemacht hat, mrb auch durch neue Mitteilungen der „Südd. Tabakzlg." bestätigt, der aus Hamburg geichrieben wird:
„Die Not, in welche ungezähtte Tabakarbetter durch das neue Tabatsteuergesetz geraten sind, zeigt sich jetzt auch in g e • ichtlichen Verhandlungen, in denen mehrfach ^abak- ,abeiter wegen Bettelns angeklagt waren. Alle erklärten un- Dtftritten, daß sie durch die Tabaksteuer in große Not geraten ieien, keine Beschäftigung finden könnten und schließlich die Mild- •itigfeit fremder Personen in Anspruch nehmen mußten. Das lyncht trug diesem Umstande auch Rechnung, indem es nicht [ i erkannte, daß viele Tabakarbetter durch das Tabaksieuergesetz | i «verschuldet in Not geraten sind. Eine geringe Bestrafung i pißte nach dem Gesetze leider denitoch erfolgen, doch wurde in jibem einzelnen Falle nur auf eine Haftstrafe von drei Tagen erkannt, die durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt opgesehen wurde."
Polnisch wählende Beamte.
AuS her oberschlesischen Stadt Ka.towi.tz sind fünf Lehrer — darunter ein Rektor, der dort bereits 38 Jahre lang Schulleiter war — nach kleinen Dörfern strafversetzt worben, wett sie bei den Stadtverordnetenwa^len für die polnischen Kandidaten gestimmt hatten. Sie gehren nicht der olnischen Partei an, sondern sind der Parole des Zen- rums gefolgt, das mit den Pölert dort, wie jetzt überall, Lahllompromijse abgeschlossen hat. Sie haben es getan m bewußten Gegensatz zu dem Ministerralerlaß vom Jahre 8, der den Beamten ihre nationalen Pflichten zworfels- »i vorschreibt. Disziplinarverfahren gegen andere Be- Mtte, die ebenso wählten, schweben noch. Nicht, nur der politischen, sonoern auü) in der Zenrrumspresse ist ; leriiäer eine ungeheure Erregung entstanden; es w.rd an» kekündigt und i|t selbswerständlich, daß ein parlamentari- iches Nachspiel folgen wird.
Dieser Regierungsmaßregel, biß wir nicht mißbilligen können, steht auch die „Natl. K'orresp." nicht ablehnend cegenüber. Sie schreibt:
Grundsätzlich sehen wir Disziplinarmatzregeln gegen Beamte im ihrer politischen Betätigung wttlen sehr ungern. Memchlich kgipsinden wir auch in diesem Falle Mitteid mtt den einzelnen irregeleiteten Opfern. Trotzdem lassen wir uns nicht davon ab- t engen, ba^ das Einschreiten des o berschte st scheu Regrerungs- identen eine Staatsnotwendigkeit war und daß in ähnlichen iMIen immer wieder so gehandett werden muß. Daher ist auch .ans gleichgültig, wer jetzt die 9JtaBregeln angeordnet hat. xer kativnalitatentämpf in der Oltmart hat sich ntiulge des aggrepiven Erhaltens der Polen so zugespitzt, daß keine einzige Ausnahme :tvn dem einmal ausgestellten Prinzip geduldet werden darf. Wenn tair uns erst auf die Unterscheidung der Nuancen einlaisen, ob bieier polnische Kandidat etwas mehr oder weniger radikal und seeatsfeindlich ist als der andere, bann und wir verloren. Im ^nzen genommen hat die polniiche Parier und ihre parlamentariiche 'Vertretung |id) noch niemals rund heraus^ für bte unenchuttertrche .^gehörigleit zum preußischen Staat erklärt oder gar die überall Mthr oder minder versteckt ausgeipvochenen Abtrennungsgi.luste «lampst. Solange das nicht offen, ehrlich und nachdrücklich ge- chiehl, kann und darf kein deutscher Bwrnter einen Polen wählen, ;cnz gleichgültig, wie dieser >ich vor der Wahl für leim Person äußert hat. Nach der Wahl gehört er der Partei an und ist ui deren Ziele gebunden.
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(ßcricfctsfaaL
§ Marburg, 7. Dez. In der heutigen Berufungsinstanz beschäftigte sich das Landgericht mit einer Klage des ReichS-- tagsabgeordneten Dr. Böhme gegen den verantwortlichen Redakteur der „Hess. Landesztg.", Bruno- P o er sch , wegen Beleidigung durch die Presse. In einigen Artikeln der genannten Zeitung war in Bezug auf Dr. Böhme von sreisinnigen jungen Leuten, antisemitischen Rüpeleien usw. die Rede gewesen. Der Beklagte machte geltend, daß sich Dr. Böhme in einer Marburger Versammlung in ähnlicher Weise benommen und in einigen von ihm herrührenden Artikeln in den „Deutsch-Sozialen Blättern" in Bezug auf die Freisinnigen von traurigen Tranfunzeln usw. gesprochen habe. Das Gericht kam schließlich zu der Erkenntnis, daß der BeNagte wett über das Maß der erlaubten Abwehr hinausgegangen sei. Das Urteil lautet, wie in der ersten Instanz, auf 200 Mark Geldstrafe und Publikatton des entscheidenden Teils in den hiesigen Zeitungen. — Der folgende Angeklagte.. war ein Richter, nämlich der Amtsgerichtsrat vom Hof aus Frankenberg. Tas Schöffengericht in Battenberg hatte ihn wegen Beleidigung zu 25 Mark Geldstrafe verurteilt, weil er am 16. April den z. Z. beim Militär befindlichen Apotheker Linz aus Franken- berg einen „verfluchten Bengel" genannt haben soll. Der Be- llagte, der an der Frankenberger Jagd beteiligt ist, hörte von seinem Garten aus, daß an dem fraglichen Tage an der Botten- borfer Landstraße einige Schüsse fielen. Er eilte nun an Ort unb Stelle unb bemerkte nun den Klager unb einen Gymnasiasten, bie mit Gewehren nach Scheiben schossen. Währenb er die beibat Schußwaffen an sich nahm, soll er bie brieibigenben Ausbrücke gegen bte jungen Leute gebraucht Haden. Der Beklagte war ber Ansicht, baß er aus verschiedenen Gründen, bte er näher an- aab, ttn "Riecht gewesen sei, bie jungen Leute hätten sogar mit scharfen Patronen geschossen Das Gericht hob bas erste Urteil auf unb erkannte auf nur 15 Mark Geldstrafe. In den Gründen würbe ausgeführt, baß mit der Fprtnahme ber Gewehre die Wahrung berechtigter Interessen, woraus sich ber Beklagte berufen, hatte, erschöpft gewesen sei.
W. H a in »n, 7 Dez. Tas Schöffengericht verurteilte den Redakteur des „Simplizissiinns" Giilbransson wegen Be-- leidigung der Verwaltung der Zeche „Radbodf zu i e ch s M o n a t e n Gefängnis. Tie Ursache gab bte Veröffentlichung einer Zeichnung mit folgendem Dialog zweier in den Trümmern ehigeflemmten Bergleute: .Nun hat die Zechenbank auch noch meine Frau mit ihren acht Kindern auf die Straße gesetzt." — Knurre nicht, dafür gibt sie uns hier noch immer freies Logis.—
Kiel, 7. Dez. Wie die „Kieler Neuesten Nachrichten" melden, zog die Staatsanwaltschaft die Revision des Kieler Werft- prozefses zurück. Das Urteil ist somit rechtskräftig.
Posen, 7. Dez. Von der (ßnejeuer Straskammer wurde ber Propst Kruschka aus Cftroiuice wegen Beleidigung des LehrersLuchner von dort zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt. Der Propst hatte in einer Predigt mit Bezug auf den Lehrer gesagt, daß die Kinder in der Schule nichts lernten. Tie Kinder würden in der Schiile durch Stockjchläge jo verstumpst, daß er im Beicht- unterricht nichts mit ihnen anfangen könne.
Die Erhöhung der Arznei-Tare.
Zur Frage ber Erhöhung der Arznei-Taxe, die Vir vor tnigen Tagen durch Abdruck einer Zuschrnc angeschnitten mitten, schreibt uns der Verein jur Wahrung der wirt, 'ciastlichen Jnteres,en deutscher Apotheker u. a. jolgenb ».
„Die neuen Steuergesetze .Sprit usw.) beengen mit Natur^ itottoenbigfeir auch eine Preissteigerung aller von rhnen betronenen Garen. Diese Stenern, bie Erhöhung ber Ge chas sunkosten unb das Sinken des Geldwertes beeinflußen ^,^mckem Matzr den
!mgbftehenl^Ter Bunb"ra?wi^sick)^urä' tenbenriöst Schlag- itortc, wie „Kranlensteuer, Apothekenwucher usw. n -
leiten, bie Apotheken so existenzfähig erhalten, ?^^ <,ikums «igenber Zahl zur Deckung bes 9IrineibebuthnH^<V
. nrichtet färben können, ©ine au3«t4enbLJ“ Reinheit unb Brauchbarkeit ber Hellmtttel £ann nur bm gte" Men, wenn bie Apotheken nicht bloß staatlich beaumci)n9t, 'mbern auch bezüglich bes Einkommen» so 3 I m-J^enbigfeit ilre gniabet nicht der B-rsuchun,-der sogar d-r LEnb^teu rrsgesetzt werben, minberwerlige Waren ab^ug .
Ufe Agitation gegen jede, auch berechtig e Frb°hung °er Arznei Ute ist baber auch im Interesse bes ^ubUkums stinesweg»^u bttigen, und zwar besonbers, ba bte au^aeredincr
Lmünschte Erhöhung auf ben Kopf ber jÖeDo^nmg 9 Dch nicht 10 Pfg. jährlich betragen soll. -----------__
ist folgende Ta geSordnung vorgesehen: 1. Mitteilungen. 2. Neubau ber veterinärmedizinischen Klinik. 3. Baugesuch Karl Huhn für Rittergaffe 23. 4. Baugesuch Wilheltn Reusch für Seltersweg 77. 5. Baugesuch Georg Simon. 6. Er- richtung eines Gartenhauses durch Heinrich Rabenatt. 7. Einbringung von Schaukasten am Hause Bahnhofstraße 24. 8. Einfriedigung beS Garnison-Lazaretts an der Ost-Anlage. 9. Fahrpreis für die Straßenbahn. 10. Beschaffung von zwei weiteren Wagen für bie Straßenbahn. 11. Kosten für die Feier bei ber Eröffnung der Straßenbahn. 12. Auslösung ber Omnibusgesellschaft. 13. Ueberschreibung eines GrunbsluckS von dem Namen ber Stadt auf Hermann Euler. 14. Ankauf von Straßenland von Gustav Wittmann Eheleute. 15. Ankauf von Straßenland von Profeffor Leutert. 16. Austausch von Grundstücken in ber Stephansmark mit Christoph Schmidt II. Eheleute. 17. Ankauf von Straßenland von Louis Vogt Erben. 18. Krediterweiterung für Straßenbauten. 19. Ortsbausahung zu dem BebautingSplau für das Gebiet zwischen Frankfurter Straße, Main-Weser- Bahn und Veterinäranstalt. 20. Maschinelle Einrichtung der Schweineschlachthalle. 21. Vergütung für die Reinigung der Schornsteine. 22. Beschwerde der Firma Jean Dern u. Co. 23. Rechnungsabschluß des Elektrizitätswerks für 1908. 24. Desgl. des Gas- und Wasserwerks für 1908. 25. Gesuch des Wilhelm Pfeil um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft im Hause Ost-Anlage 9. 26. Desgl. des
Georg Guth für Ludwigstraße 55.
•• Alldeutscher Verband. Im Anschlllß an den Vor- trag von Prosi Strack am nächsten Freitag über Deutschland m der Weltpolitik der ersten Kaiser Roms werden in Lichtbildern die irnhesten Darstellungen der Germanen gezeiqt werden, wie sie von ihren Femden, den Römern, ber Nachwelt überliefert wurden.
** Stenographisches. (Verspätet eingegangen.) Am Sams.ag beging der G a b e l s b e r g e r s ch e Stenographcn- Verein am Realgymnasium unb an ber Ober» realschule die Feier seines 30. Stiftungsfestes im Saale bes Philosophenwaldes, zu ber sich außer den dem Verein angehörigen Schülern unb Schülerinnen auch deren Eltern recht zahlreich eingefunden halten. Nach einer Begrüßungsansprache bes ersten Vorjitzenben hielt Oberreal- schuldirettor Dr. Pitz-Alsfeld, Ehrenmitglied unb Mitbegründer des Vereins, die Festrede über das Thema „Tie Stenographie in der Schule". Er führte aus, welchen Wert die Srenographie besonders für den älteren Schüler hat und wie gerade durch den gut geleiteten Stenographie-Unterricht dem Schüler die grammatttaltschen F.inhei^en unserer deutschen Sprache mehr als bei anderen Unterrichtsgegenständen vor Augen geführt werden. Er forderte zum Schlüsse die Eltern auf, ihre Kinder mit Rücksicht auf die durch die verständige Ausnutzung der Schnei.schrot bei der Vorbereitung zum Schulunterricht unbedingt veranlaßte Zeitersparnis zu ihrer Erlernung anKuhalten. Nach einer Reche von Begrüßungsanch.achen hiesiger unb auswärt ger Brudervereine wurden einige Theater- unb MuftZtücke von Mitgliedern recht flott vorgetragen und ^n Tänzchen beschloß die recht gut vorbereitete und durchgeführte Feier.
= Wies eck, 7. Dez. Am Sonntag nachmittag fand hier im Torseldschen Saale eine von der Landnürischafts- kammer einberufene Versammlung statt, in der Oeko- nomierat Weitzel-Lich mit Rücksicht aus die bevorstehende Feldbereintgung einen Vortraa hielt. Ter Vortragende behandelte in erschöpfender Weise die Vorteile der Feldbereinigung und empfahl deren unge,äuntte Inangriffnahme, bezw. die alsbaldige Vornahme der dazu nöligen Schrttte. Zu bedauern war, daß die Versammlung, deren sämtliche Anwesende wohl mit der Vornahme der Feldbereinigung einverstanden waren, schwach besucht war, was jedoch auf die allbekannte Lauheit der Landwirte unb wohl auch auf die ungünstige Zeit des Vortrags (1. Gießener Verkehrstag) zurückzufuhren fein dürste. Es ist zu hoffen, daß von den zustänoigen Behörden (Kretsamt uno Bürgermeisterei) die erforderlichen Schrttte zur alsbaldigen Vornahme der Feldbereinigung geschehen, da die gesetzlichen Voraussetzungen durch nahezu Einstimmigkeit der Grund- besitzer für die hiesige Feldbereinigung vorhanden sind.
"Kunstverein. Die neue Ausstellung, die gegenwärtig geordnet und bie von bekannten und hervorragenben Künstlern beschickt wird, verspricht ben vorausgegangenen in keiner Weise zurückzustehen. Die Ausstellung wird am kommenden Sonntag eröffnet; sie wird auf fast allen Gebieten der Malerei und Bildhauerei etwas auszuweisen haben.
X Rlbba, 7. Dez. Am Sonntag abend hielt ber Gemischte Chor im .GambrinnS* sein Winter- vergnügen ab. Das abwechslungsreiche Programm wurde tadellos durchgesühri. Besonders zu loben ist, daß dem Volkslied eine besondere Stelle im Programm zugewiesen
xung verloren haben, hat der Bundesrat neue Bestimmun- ?cn getroffen.
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Erscheinen lade. Ter Vockai!
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