Ausgabe 
9.7.1909 Zweites Blatt
 
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Freitag 9. Juli 1909

Zweites

Nr. 158

Blatt

Erscheint Kglich mit Ausnahme des Sonntags.

Geye?a!-MZeiger für Oberheßen

W I883

sedecken

ge

zweifelt wird.

Be-

aller Orten; er nahm sich ihrer an, suchte durch seine ausgedehnten

-.20.

375S

Von dieser Erkenntnis aus treibt der G.-A.-Verein

unter die Tiaspora-OKmeinden Affolterbach, Rockeirberg und

Bretzenheim verteilt wird.

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Emst Challier k. 1.20. Illustriert»

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Men. 3g eudS 8 Uhr S-ÄchKüh Z llhr 'Stellung.

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>ends 8 Uhr end umtetts tnponisten

des im Mai 1909 verstorbenen Geh. Hosrats Pros. Osthvff. Dr. Bartlwlomae (geh. 1855 zu Forst ob. Lunmersdorf bei Bayreuths war früher in Halle, Münster und Gießyr tätig.

)es Handelstages, Kämpf, und der Syndikus der Ael- esten° der Berliner Kaufmannschaft, Dove, kennzeichneten )ie Pfuscherarbeit der Mehrheit und die Vertreter der 9te= p Gierung, die der Reihe nach ihre stärksten Männer anf- inarschieren ließ, den Schatzsekretär Sydow, den Finanz- I Minister Freiherr v. Rh ein baden, den Handelsminister

Delbrück und den Präsidenten der Reichsbank, Haven-

itand, Kaufleute, Handwerker usw., die für den Massenkonsum s nr Glühkörver allein in Betracht kämen. Gegen die Börsen­umsatzsteuer würde der Mittelstand an sich nichts haben, irenn nicht die Schecksteuer dazu gekommen wäre. Die Ko- Icierungssteuer sei eine Schädigung des inländischen Kapital- nnrrktes usw. Und alle diese Steuervorschläge sind auf­getaucht, so schloß Referent, weil man sich mit der Erbschafts­steuer, die angeblich den Familiensinn untergraben soll, nicht abfinden konnte. Kann man es da dem Mittelstände verargen, wenn er sich gegen diese neue Belastung wehrt?" Und kann man's so möchten wir hinzufügen dem Mittelstand verdenken, wenn er sich von Parteien ab­zuwenden beginnt, die, so lange es Wahlstimmen zu ködern >zilt, vor oratorischem Wohlwollen überfließen und dann »och kaltlächelnd seine Interessen preisgeben?

August auf dem Gelände beim SchützenhauS die Abhaltung eine?! größeren Gartenfestes mit Preisschießen ic. Außer Aufführungen der Gesangsabteilung (Reigen re.) sowie des Kmderchocs stehen eine Anzahl sonstiger Ueberraschungen in

65. Jahresversammlung des hessischen hauptvereinr der Guftav-AdoIs-5üstung.

in.

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Aussicht genommen.

"Nachstehender Notschrei, der und gestern zu­gegangen ist, sei weniger wegen der Wichtigkeit deS darin behandelten Gegenstandes, sondern seiner originellen Fassung halber an dieser Stelle abgedruckt: In der Gegend der oberen Ludwig- und Wilhelmstraße ist die Teppich- und Möbel­klopf-Tollwut ausgebrochen. Die täglich von 3 bis 4 nach­mittags dauernden Wutausbrüche versetzen die Nachbarschaft in Panik. Hoffentlich gelingt es, die Seuche auf ihren Herd

j)oiit'ssche Tagesschau.

Die Mittclftandsfreuudschaft desneuen Blocks".

? Hungen, 8. Juli. Kommenden Sonntag wird Pastor Max Weidenauer, der seit langen Jahren in Galizien (Ugartstal) als Missionar tätig war, hier im Vor­mittagsgottesdienst predigen und eine Schilderung seiner Erfahrungen als Missionar geben. Am Samstag dem 17. Juli findet dahier Beigeordneten wähl statt. Der seitherige Beigeordnete Ehr. Jokel, dessen Wahlperiode ab­gelaufen ist, begleitet sein Amt schon viele Fahre.

H Butzbach, 8. Juli. Ein schweres Stück Arbeit wird gegenwärtig an der neuen Bahn st recke Butzbach Ebersgöns Lau des grenze ausgeführt, nämlich die Unterführung unter der Main-Weserbahn dnr.i) Die neue Linie verläßt die Station Butzbach-Ost in nordwestlicher Richtung und folgt einer Talmulde bis zur Straße Butz­bachGießen. Da über diese Talmulde die Main-Weserbahn über einen etwa 15 Meter hohen Damm führt, so war die Unterführung notwendig. Große Sicherheitsvorrichtungen werden gegenwärtig getroffen, um den Verkehr ohne Gefahr und Störung aufrecht erhalten zu können. Die Unter­führung wird 4 Meter breit und 5 Meter hoch. Man hofft das Bauwerk bis 1. September zu vollenden und die neue Bahnstrecke noch bis Spätherbst zu eröffnen.

Q Hirzenhain, 7. Juli. Der hiesige Im ke rku rs us hat sein Ende erreicht. Der Kursus war stark besucht, be­sonders von Forstleuten und Bahnbediensteten Als Lehrer waren tätig: Dr. Hoffmann-Friedberg, Lehrer Buß-Leih­gestern und Lehrer Hensel.

X Nidda, 8. Juli. Der andauernde, mitunter heftige Regen hat bereits einen Teil der Wiesen unterhalb der Stadt unter Wasser gesetzt. Sowohl das auf Haufen sitzende Heu als das noch nicht gemähte GraS leidet Not und man sieht auch mit Sorge dem schädlichen Einfluß des Wetters auf die Feldfrüchte und die Kartoffeln entgegen; erstere beginnen sich zu legen, letzteren droht, falls der Regen von heißem Wetter abgelösi werden sollte, Schaden durch Fäule.

= Wetzlar, 7. Juli. Der Evang. Gesellen-, verein feiert am 118.1. Mts. sein 25 jähriges Stiftungs­fest. Eingeleitel wird das .Fest durch einen vormittags stattfindenden Festgottesdienst. Nachmittags 3 Uhr bewegt sich ein Festzug vom Vereinslokal am Kornmarkt nach dem Schützengarten. Dort findet die Weihe der neuen Fahnen-, schleife statt. Es folgen Konzert, Ansprachen, Gesangsvor­träge des Kirchenchors dahier, sowie der Gesangsabteilung des Evang. Arbeitervereins Gießen. Abends ist eine Fest, Versammlung mit Konzert, Aufführungen usw. im Schützen«, garten geplant.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: fe^51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.. AnzeigerGießen.

Aus Ktadt und Land.

Gießen, 9. Juli 1909.

- Mittlere Finanzbeamte. In dem gestrigen Artikel über die mittleren Finanzbeamten muß es heißen: Die sich der Fachprüfung der Finanza mtsgehilfen (ftüher Steuerkommissariatsgehilfen) unterziehen wollen."

""Zwei Kriegerfeste finden nächsten Sonntag in unserem Kreise statt, und zwar in Treis a. d. Lumda das Bezirksfest des Bezirks Gießen und in Villingen das Bezirksfest des Bezirks Lau bach. Die beiden OrtSoereine verbinden mit den Bezirksfesten ihre 25jährigen Jubiläen und erhalten die Kaiserschleife und das Hassia-Diplom.

Der Evang. Arbeiterverein plant für Anfang

Universitäts-Nachrichten.

Uk. Frequenz der deutschen Technischen Hoch- schulen. Die Gesamtirequenz der 10 deutschen Technischen Hoch­schulen beträgt im laufenden Sommersemester 13 290 Hörer, gegen 15 933 im Wintersemester 1908 09 und 13 765 im Sommersemester 1908. Davon sind: 10 714 (gegen 11 288 und 11169) Studierende. Die größte Gesamtirequenz weist die Technische Hochschule in München aus und zwar 2763 Hörer,' davon 2221 Studierende. Es iolgen: Berlin mit 2621 Hörern, davon 1991 Studierenden, Darm­stadt mit 1334 Hörern, davon 1109 Studierenden, Karlsruhe mit

DieSiehener ZamilienblStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das llreirdlatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

139. Jahrgang

5 Lich, 7. Juli. Wie sehr die Feldbereinigung dürffris ist, zeigt sich wieder bei der diesjährigen Heuernte. Ter ich in einer Länge von fast zwei Stunden im Wettertal von Lich aus nach Süden und besonders in der Richtung nach Norden ausdehnendeWiesgrund" muß weil es jetzt noch den meisten Wiesen an zuftihrenden Wegen fehlt immer erst amtlich in drei Abteilungen nacheinanderaufgetan" werden. Ter untere und mittlere Grund sind glücklich eingeerntet worden. Am vergangenen Samstag wiederholte sich das interessante und eigenartige Bild, das man hier alljährlich zurzeit der Heuernte gewohnt ist: Vom sruhen Morgen bis zum späten Abend sah man Wagen hinter Wagen mit schwerem Heu beladen durch die Straßen fahren, ein Bild, das ttotz des im Vergleich zu den vergangenen Jahren geringen Grasertrags immer noch Zeugnis ablegte von dem Reich­tum des oberen Wettertals, das die meisten umliegenden Orte, wie Langsdorf, Birklar, Dors-Güll, Eberstadt, Holzheim usw. mit Futter versorgen muß. Leider ist die Ernte auf dem ausgedehnten oberen, bis nach Bessingen und Mühlsachsen hinziehenden Grund durch das unaufhörliche Regenwetter der letzten Tage fast völlig verdorben und bei Zunahme des Regens droht eine lleberschwem- luung der Wetter die letzten Hoffnungen noch zu vernichten.. Es ist das umsomehr zu bedauern, da gerade die auswärtigen Käufer, die dieses Jahr an sich schon kaum erreichte hohe Preise bezahlen mußten, aus dem oberen Grund besonders stark vertreten sind. Auch viele Licher Landwirte, die ihren Wiesenbesitz fast ausschließlich auf dem zuletzt geöffneten Grund haben, werden schwer getroffen. Sie mußten an den menigeit guten Tagen untätig zusehen und warten, bis die unteren Gründe abgeerntet waren und der obere aufgetan wurde. Es ist das ein leider nicht zu umgehender Uebelstand, der nur durch die Feldber e in i- g u n g, deren Vorarbeiten Gott sei Tank auch schon bei uns begonnen haben, vollkommen beseitigt werden kann.

zu beschränken und die Befallenen baldiger Genesung zuzu ährend, während an dem Wiederaufkommen der Möbel

r wenige Tage! btt w

großen Saal von Steins Garten abgehaltene Nachversamm­lung, die von hiesigen Einwohnern' und zahlreichen auswärtigen Gästen so besucht war, daß dec Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Nach einem vierstimmigen Chor von I. S- Bach, gesungen vom hiesigen evangelischen Kirchengesangverein unter der trefflichen Leitung seines Dirigenten Professors Trautmann, nahm Professor Tr ü m pe r t-Tarmstadt das Wort zu einer herzlichen Begrüßung, indem er zur treuen Mitarbeit an dem überaus segensreichen Werk, das der G.-A.-Verein treibt, er­mahnte und an das Losungswort des Vereins erinnerte: Lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. Hierauf folgte wieder ein Chor des Kirchengesang­vereins, verbunden mit einem von Frl. Müller-Wetzlar exakt ge­sungenen Sopransolo, und dann hielt Pfarrer D. Pr euschen - Hirschhorn einen tiefempfundenen, allgemein verständlichen Vor- ttag überCalvin und der Protestantismus außerhalb der Schweiz". Er führte ungefähr folgendes aus: Tie Calvinfeier, welche in diesen Tagen zu Ehren des 400. Geburtstages des großen Genfer Reformators in der ganzen evangelischen Welt begangen wird, ist Anlaß geworden, die Persönlichkeit dieses Mannes wieder etwas eingehender zu studieren und das Urteil über ihn in manchen Punkten zu berichtigen. Für den G.-A.-Verein scheint allerdings zunächst wenig Veranlassung gegeben, sich mit ihm zu befassen. Dennoch bestehen auch zwischen seiner Wirksam­keit und den Zielen und dem Wirken des Reformators Zusammen­hänge, denen nachzugehen sich verlohnt. Calvins Lebensziel war die Reformation Frankreichs; daneben erstrebte er eine Vereinigung aller Evangelischen, nicht um sie politisch stark zu machen, son­dern um sie innerlich zu stärken und den Siegeslauf des Eoan- qeliums zu beschleunigen. Gegenseitiges Verstehen und gegen­seitige Hilfe erschien ihm als das höchste Ziel solcher Vereinigung. Praktisch hat Calvin diese Gesinnung betätigt in der lebhaften An­teilnahme an allen Leiden und Verfolgungen der Evangelischen

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von Kirchenrat 0. S ch l o s s e r auf den Vorstand des Hauptvereins erwähnt. Auch der evgl. Bewegung in Oesterreich wurde von einem Redner in ergreifenden Worten gedacht.

Ten Glanzpunkt des Tages brachte die am Nachmittag im

1270 Hörern, davon 1165 Studierenden, Hannover mit 1183 Hörern, davon 861 Studierenden, Dresden mit 1173 Hörern, davon 1008 Studierenden, Danzig mit 835 Hörern, davon 647 Studieren­den, Stuttgart mit 825 Hörern, davon 703 Studierenden, Aachen mit 724 Hörern, davon 573 3tubierenben und Braunschweig mit 562 Hörern, davon 436 Studierenden.

Straßburg, 9. Juli. Dem ordentlichen Professor in! 1 . Straßburger philosophischen Fakultät Dr. Christian! Bartholomac wurde zum 1. Oktober d. I. die erbetene Ent­lassung erteilt. Er übernimmt den Lehrstuhl für indogermanische Sprachwissenschaft und Sanskrit in Heidelberg als Nachfolger

iteii, irimmfro ihrer Kritik in kaum verklausulierten aller Orten: er nahm sich ihrer an, iua)te onrcy>eme ausgeoeqnirn sää'ääs Zuckenden Bemerkung, daß es ja noch viel.schlimmer hatte ,)iefmngena über bie Grenzen aller Länder hinaus. Durch biete : iommen können. Dann gellten bie Glocken und tuteten Die wahrhaft ökumenische Wirksamkeit wurde er der Mittelpunkt der I Sirenen und die Talonsteuer und die anderen Werke der evangelischen Bewegung jeiner Zeit. In einem kleinen Geschlecht : Mehrheit erhielten in den Abstimmungslisten die vorschrifts- hat er allein groß gedacht und so den zerstreuten Evangelischen mäßige Beglaubigung. Das Finanzgesetz ist der Schluß- den Rückhalt geboten, den sie brauchten. Darum ist es auch l'ür 1 Itcin der Finanzreform. In der dritten Lesung wird sich den G.-A.-Verein eine Ehrensache, sein Gedächtnis hochzuhalten, ß daran die Generaldebatte knüpfen; heute mußte man für Als werterer Redner ichilderte Harrerh n-Rock n- I diese Verhandlung noch eine Mendsitzung einschieben. Dr ^önlgst??n? besonders in den Orten Rockenberg, Ober- ß Paasche und Dr. Pachnicke zeichneten die Lage, die IZ^en, Ob^-Ursel. Teils auf Betteiben der Bürger, teils der | nie Konservativen unter das vom Zentrum aufyerichtete wandten sich diese Orte der Lehre Luthers zu und die Grasen

iaudinische Joch der Frankensteinschen Klausel geführt hat. Don Königstein förderten die Bewegung. Als aber die Grafschaft Hub die Rechte schwieg. auf widerrechtliche Weise von dem Kurfürsten von Mainz in

* Besitz genommen wurde, setzte besonders unter dem Kurfürsten

Berlin, 9. Juli. In der gestrigen Abendsitzung Johann Schweikard von Cronberg um das Jahr 1600 die Gegen-

i des Reichstages wurde das'Finanzgesetz nach den resormation ein und wurde unter dem härtesten Zwang durch-

Beschlüssen der Mehrheit angenommen. Ferner wurde be- geführt. Heute befinden sich in sämtlichen genannten Orten wieder j schlossen, baß bie F a h r k a r t e n st c u e r c r h a l t e n bleibt eMngcIi|d)e »ememben, d.c Tank der Fürsorge be3 G.-A.-Ver-ms mb zwar m ihrerbisherig-n Form Damit ist die zweite ^e^KÄbnct, Pfarrer Becker-Fürth i. O. sprach Äsung erledigt. Schluß lu> , Uhr. Heute vormittag 11 Uhr in eindringlicher Weile über Art und Charakter der

Kitte Lesung von Bier-, Tabak- und Brannttoernsteuer. Gemeinsck>ast', welche der G.-A.-Verein pflegt. Ter G.-A.-Verein, ------------------------------------ so führte er aus, hat es mit der evang. Diaspora zu tun. Die Zerstreuten vereinigt er und läßt sie den Segen der Gemeinschaft erfahren. Freilich hat das Wort Gemeinschaft wenigstens tm , . weiten, umfassenden Sinne heute keinen allzuhohen Kurswert.

Der Abg. R a Hardt, der Führer der deutschen Mittel- Wo wir im politischen und wirtschaftlichen Leben Gemeinschaften standsvereinigung, betätigt den Freimut gegenüber dem beobachten, da sind esftmetst Vereinigungenzur Wahrung> beson- ''Igraricrtum. öen er bei feinem Austritt L-s der fünfer- derer Standes- und Berussmt,ie,s-N. Mtt chlL-n hat du ®e- Mlinen Saiibfa35iraftton befunbet hatte, auch Weiter. So roel^m er®rfita, das Ziest nachdem er strebtest

h-at er sich durch die Verhöhnungen und mehr oder weniger ge t&meinMt des Glaubens, der in Christus seinen Grund drapierten Drohungen der agrarkonservativen Presse nicht 6at unb ^in Luther wieder eine freie Bahn geschaffen. Die abschrecken lassen, in einer Versammlung zu Wernigerode Feftiakeit dieser Gemeinschaft ist, wie die Geschichte aud) lehrt, ganz ungeschminkt auseinander zu setzen, was er von dieser Wesen der gemeinsamen Güter, und ihre Notwendigkeft für den sog. Finanzreform hält. Nämlich dieses: von 19 von der Einzelnen in der Eigenart menschlichen Seelenlebens begründet, Finanzkommission vor geschlagen en Ersatzsteuern, so führte das ohne gebenden und nehnienden Austausch mit der Gemeinsckfaft Herr Rahardt aus, würden mindestens 16 den Mittelstand verarmt. Von dieser Erkenntni^ aus ^"ibt der G.-L-Vereln irnfprfUfiiu tödlich treffen So sei es & B mit der Steuer fern emigendes, verbindendes Werk an den Zerftteusten als eme foftechtyiN tooncy rrefsen. ,,L>o |ei es $. <>. mir oej Steuer flicht vor Gott, der tn die Bruderliebe auch auf diesem

auf Kaffee und Tee, die feine Genußmittel, sondern Nah- den arößten Segen legt inmgsmittel seien. Durch eine Besteuerung alkoholfreier langanhaltende Beifall, den die Anwesenden diesem wie

Getränke deren Einführung zu erschweren, sei unverständlich aud) t,cn vorhergehenden Rednern zollten, zeigte, wie ihre Aus- nnb unklug, da man sonst immer predige, daß unser Volk fülnmngen Anklang gefunden hatten. Dies bewies auch das Er- (tnt Alkohol zugrunde gebe. Eine Wertzuwachssteuer sei gebnis einer von Kirchenrat D. Schlosser angeregten Tellerkollekte, unzuverlässig in Zeiten geschäftlichen Niedergangs und welche über 100 Mark ergab und für die Gemeinden der drei E SteuÄiÄ WLeU ngM fei ««««

ihren ©truetbebarr bann aut anbecc Werse decken mußten, "mi-ien cknwobner unserer Stadt, welch- dem G.-A.-V-reinssest Die Mühlenumsatzsteuer sei abzulehnen, da sie tn dem ge- e^.en ^re Käufer festlich geschmückt hallen, gegen 7x/2 Uhr die rrlanten Umfange einer Erdrosselung der Betriebe gleich- ,-0 schvn verlaufene Tagung. Möge sie allen Teilnehmern einen t'rmme. Mt der Parfümsteuer könne sich der im Erwerbs- bteibenben inneren Gewinn und dem G.-A.-Verern noch 'eben stehende Mittelstand wohl abfinden, wenn sie nur die weitere, recht viele treue Mitglieder bringen. Die beim Festgolles- Luxusparfüms treffe. Das sei aber nicht der Fall. Die dienst in der Stadtkirche mhobene Kollekte betrug 2o2 Mark, welche Steuerauf Glühkörper treffe in erster ^Siebung den Mittel-iSS

4 2. Tag 7. Juli

Tie Verhandlungen des 2. Tages begannen heute morgen

»5 SibM?'^°Ve^rwkl°t°^ntes""Um"?llhrIAussicht. Um baS Fest auch bei ungünstiger Miterung ab

Sftmmimosbilb Q11S dem fand in Steins Garten ein gemeinschaftliches Essen statt, an bem halten zu können, ift die Ausilellung einer weiteren Halle tn

1 f sich gegen 100 Personen beteiligten. Unter den dabei ausgebrachten -

e r 11 n , 8. ^uli. Toasten seien besonders der des Vorsitzenden, Pros. Trümpert-

Kaleidoskoparttg wechselt das Bild. So rasch, daß der Darmstadt auf Kaiser und Großherzog, der des Präsidenten des

Seniorenkonvent den Ereignissen, die er doch eigentlich vor- Großh. Oberkonsistoriums, Ober-Konfiswrialrats Nebel-L.arm-

bereiten und leiten soll kaum zu folgen imstande isst Tag um Tag muß er ferne Vereinbarungen umwerfen. Nun ist man übereingekommen, der zweiten Lesung der Finanz­reform schon morgen die dritte folgen zu lassen, und für die Generalabrechnung hat man innerhalb der dritten Lesung i0gar einen besonderen Abschnitt Vorbehalten, ganz unge- uöhnlicherweise nach Erledigung eines Teiles der Vorlage. Darum beschränkte man sich heute, abgesehen von einigen Kebenswürdigen Anspielungen und Anzapfungen, bei denen sich die Herren von der Mehrheit fast durchweg auf der oassiven Seite hielten, auf eine sachliche Fortführung der Lerlfandlung. Auf der Tagesordnung standen die neuen angeblichen Besitz steuern. Es war bezeichnend, daß sich der rechte Flügel des neuen Mocks an der Debatte nicht be­teiligte. Nur der Freiherr v. Gamp gab für seine Freunde eine kurze Erklärung ab. Abg. Speck war der Führer eer Mehrheit, und er begründete die Vorlage, deren eigent­licher Ursprung im dunkeln bleibt. Die Kritik, die in den wenigen Tagen feit Ankündigung und Erscheinen der Talon- fteuer an dieser verkappten und zugestutzten Kotierungssteue in der Presse geübt wurde, kam von der Tribüne des Reichs­tages zu einem für die Mehrheit und die Regierung, die Abg. Dr. Pachnicke mit treffendem Sarkasmus alsdie verbündeten Regierten" ansprach, geradezu blamablen Aus- oruck. Die Sachverständigen des Börsen- und bankmäßigen >)andelsverkehrs auf der linken Seite des Hauses, die Bank- oirektoren Dr. Weber und Mommsen, der Präsident