Umfühtbm aiifrttfjtrrfjeffer. ntüf’'’, ba er die einzige Freiheit sei, bü man nach bet Zollpolitik noch habe. Pom xxmburofc Zweig- eerfcono? lag dann ein Antrag out gesetzliche Lervflichtung bet Handwerker tut Führung von Hanoelsbnchern oo-. . urch deren Fehler oer bcuti'fl' n Xiebet- und schuhb inche fcto-nre 3(fäöi jimc.it erwüchsen Der Antrag ^elangi- nach einem Kererat von 2 a l - t r o v Slaifel zur Annahme RatkowSkl 'Boten bctidnete dann übet eine wirksame .Jntrrn'irnber rrctunq bet Gläubiger in einem Monhiric. Seine Borfchläg- w.nden eimtnnmig ang-nom men Nu ■‘.•■t l .nehmigunq De5 Kassenberichts und der ^Siebet wähl des Vorstandes und der Revisoren erreichten sodann bte Lerhandlungen ihr Ende.
Jnkrnotionakr Sergarbeiteriongretz.
6. u S? Berlin, 4 Juni
Unter dem Borsitz von Edwards M -P Wrofcbritanmer wurde beute am letzten Be:Handlungstage die Arbeit des Hon nreped mit der Bcramng über den Minrmallohn fortgesetzt, nach dem am gestrigen Tag^ die bereits mugeteilten Resolutionen zur Frage des Achtftunbentages angenommen worden waren. — Ter Pol'' Monkowsky begründete die folgende deutsche Rest'- lutwn: Um die Lergarbetter vor den ichsimmsten Folgen der in oen heutigen '■ßetrtdwimicmen begründeten, periodisch oustrclenden Urberptobunion zu schützen, Haven die Dergorbetterorgonisatio- nen auf den Abschlag von Tarisvertvägen zu bringen, in benot auch ber M'Nimollohn für bte einzelnen Arbetterkategorten festgesetzt ist.
C a 11 a l a ^Frankreich) empfiehlt die Annahme ber deutschen Resolution
Seia r bi n (Belgien) empfiehlt folgende Resolutwn ' Dieser Kongreß erachtet eS für notwendig, baß in ollen BergwerkS- distrlkten ein Minimallohn festgelegt wird, von dem bte Bergleute anstönoia leben können, und dass das Stiftern der Kontraktarbeit abgcidMMt »otrb Sitter (Cei'terreirf» sieht in der Frage des MiNimallohn.s eine Lebensfrage ber Bergarbeiter, die aber nicht ohne schwer«- Sample Zwischen Unternelmiem und Bergarbeitern zu regeln ist. Die bishinigen Kämpfe um den Minimallohn, die gewaltigen Streiks, welche diese Frage 1900 in Ceftertcid) und 1905 im 'Ruhrgebiet hervorgerusen hat, verliefen nutzlos, da eine Nation ohne Unterstützung der anderen den .Mampf niemals durch« führen kann. Da> Internationale Somit« soll beauitragt werden, bte Frage zu beraten, in welcher 'Seife die verschiedenen Nationen vorzugehen haben, falls in entern X'aiibe ein Streik ausbricht. — D-er Borsitzende Edwards erklärt, baß das Internationale Komitee sich alsbald mit der Frage beschäftigen werde. (Beifall
Daraus werden die eingebrachten Resolutionen Angenommen
Zur Regelung de t P r o d u k t i o n spricht Ca llewart (Belgien und empfiehlt folgende Resolution: „Tie Regelung ber Pcoduktion, die Stetiqfeil des RiarkteS und die «lemeini'nmen Interessen der '.Bcrgarbcilcr aller Länder machen eS erforderlich, daß die Probnklion bei dem Vorhandensein einer Reserve von höchstens einem Prozent der (Hi-)amtvrobu(tinn die Nachfrage nicht übersteigt. Der .tinngref: bevollmächtigt daher das Internationale Komitee, in entern Lande oder mehreren Ländern ober in allen Ländern zugleich bic notmenbigen Feierschichten anzuorbnen, wenn die Vorräte dos erwähnte eine Prozent erreicht haben."
Vexant Frankreich' begründet eme französische Resolution: „Wenn ein ('knerolrreif in irgend einem Lande ftnttfinbet, so sollten die Bergarbi'ilerorgaitisationen der benachbarten Länder ihre Produktion dadurch einschranken, baß sie die Arbeit aus cm en bestimmten Zeitraum rinftelkn "
Für Deutschland spricht der Oberschlesier Doll. Er sieht bic beste Regelung der Produktion in der Verstaatlichung ber (Mrubcn und empfiehlt bic Annahme ber belgischen Resolution. — Sjicrauf werden die belgische und die sranzoslsche Resolution über bic Regelung der Produktion angenommen.
3tini Strafwescn referierte Leim peter (Deutschlands Der Redner empfiehlt die Annahme folgender Resolution: „Durch Gesetz ist die Strafbefugnis der Wertsverwaltungen gegenüber den ihnen unterstellten Arbeitern dahin zu beschränken, daß in jebem Falle, wenn bic Eeldsttaic eine Mark übersteigt, eine Vertretung der Belegschaft zur Beschlußfassung zugezogen werden muß."
Belgien uub Frankreich bringen Resolutionen ein zur Verstaatlichung der Gruben: ,^In icbem Staate sollte bet Staat allein das Recht haben, die Minen zu besitzen und sic auszubeuten im Interesse der Allgemeinheit." — „Sir sind der Ansicht, baß der üesitz mm Berg.linken Privatleuten nicht zugebilligt wird. Das fssentliche Interesse erfordert, baß sie zum 'Jhißcn des Volkes »usgebeutet werden."
Ein Antrag Belgien, für sämtliche Bergarbeiter eine 11 tägige Ferienzeit zu verlangen, wird angenommen.
Ferner wurde ein belgischer Antrag angenommen, nach welchem au? dem Profit der Minen em noch genauer zu bestimmender Teil dem Inteniationalen Momitec -»geführt merben soll. — Abgelehnt wurde ein Antrag Testerreich, für den auch der deutsche Abgeordnete Sachse eintrat, nämlich den Internationalim Kongreß nur alle zwei Jahre statt alljährlich stattfinden zu 1 affen
Damit war die Tagesordnung erschöpft. ES folgten die Schlußreden. Der Senior der deutschen Berg Mannschaft Ludwig Schrö- der (Bochum), von lebhaftem Beifall begrüßt, sprach den Dank ber deutschen Beraarbeiter an die ber anderen Rationen aus und feierte den Senior der gesamten europäischen Bergarberterschaft, das .cryliirbe Parlamentsmitglied Raed.
Znm Schlüsse erlwben sich die Vertreter ber fünf Nationen und fangen, tin icber in seiner Muttersprache, das Inteniationale
Dergarbeiterlied. Mit einem Hoch auf die Internationale voller- besre-.enoe Beremrbeu.-rbeweguna, welches der Präsident des In ternationden Komitees aüsbrachre, ging ber Kongreß auseinander
politifdic Zaacsfcbau.
Zur Tabakfteoererhohnnß.
Tie Finanzkommisfion des Reichstags Hal bcfanntlub bcitbloficn, dem Plenum ba Sn'tcm eines Serienitblaq zollen mit einer G-scuntbclasrung von über 4ö Millionen Mark für die künftige Besteuerung des Tabakkonsums vor- zuschkagen Gegen diesen Boricftlag wendet sich in ihrer längsten Ausgabe die „Süddeutsche Tabakzertunq" in einem Aufruf nn alle Angehörigen des beutfdxn Tabakgewerbes und führt aus, daß alle Fachleute des deulschen Tabak gewerbes von Anbeginn in seltener Uebercinstimmung den Einwand erhoben, daß dieser Wertzuschlagszoll in sozialpolitischer Bezielxung die denkbar schlimmsten Folgen für das gesamte Tabakgewerbe haben müsse. Wird durch das Wertzuschlagssystem doch die stonkurrenzfähigleit der Heineren und mittleren Fabrikalionsbe:riebe gegenüber einer geringen Minderheit kapitalkräftiger Großbetriebe derartig geschwächt, daß die Möglichkeit des Fortbestehens kleiner und mittlerer Fabriken von allen Kennern der Tabakindustme ernstlich bezweifelt wird. Die Folge etned Sertzuschlagzolles ist demnach die allmähliche Abtötung aller Fabrikationsbe- triebe, welche nicht mit sehr reichlichem Kapital arbeiten. Die Herstellung von Tabaksabrikaten würde in wenige kapitalistische Großbetriebe konzentriert Es werden also die tausende Mittelstandseristenzen aus dem Tabakgewerbe ver- trieben und durch die Vereinigung der Tabakproduktion in wenigen kapitalkräftigen Hä-tocn dem Tabakmonopol die Wege geebnet. Außerdem wird durch dieses System der Anreiz zur Steuerdcfraudation gegeben und damit der Te- moralisatiou der breiteste Eingang in das deutsche Tabak- gewerbe geschaffen. Es durste bisher beispiellos dastehen, daß man über ein weitverbreitetes, mehr als eine halbe Million Menschen ernährendes Gewerbe gesetzgeberische Maßregeln vorschlägt, welche von allen Vertretern dieses Gewerbes als höchst unheilvoll bezeichnet und erwiesen worden sind. Das sozial gerecht sein sollende Wertzoll- Prinzip erweist sich also sckftießlick) als eine „soziale Steuerschraube ohne Ende." Tie „Südd. Tabakzeitung" schließt ihren eindrucksvollen Aufruf mit einem Appell an alle Angehörigen des deutschen Tabakgewerbes, gleichviel, ob Fabrikanten, Händler oder Arbeiter, ungesäumt in örtlichen Versammlungen gegen die ruinösen Vorschläge der Finanz- kommissiou im ganzen Deutschen Reiche vor der breitesten Lefsentlichkeit schärfsten Protest zu erheben.
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Der „Verein Deutscher Ieitungsverleger"
hält seine biesiahvige Hauptversammlung am 15. Juni in München ah und veröffentlicht soeben die Tagesordnung für die Bcrhanb- lungen. Eie gibt eine Vorstellung von dem großen Umfang des Interessengebiets bc5 Vereins, bas die wirtschaftlichen und rechtlichen, hie technischen wie literarischen Fragen bet Bresse begreift, und von ber Rührigkeit ber Vereinsleitung, bic eü verstauben hak, den Verein auS kleinen Anfängen zu seiner heutigen geachteten Stellung zu führen. Emen besonderen Erfolg hatte die Vertretung ber Zeitnnqsverleger im vergangenen Jahre in ber Bekämpfung der Intelligenzsteuer, der vorgeschlagenen Besteuernng der Zeitirngs- inseraie, zu verzeichnen, bei ber sie überzeugenb den Nachweis führte, daß eine Anzeigensteuer eine Bedrohung ber Preßfreiheit bedeuten würde, 'Augenblicklich stehen wieder Gesetzesvorlagen im Vordergrund, die für die Presse von weittragender Bedeutung sind. Es handelt sich um die Reform des Strafgesetzes und besonder; um die in der sogenannten kleinen Strafgesetz-Novelle vorgeschlaaene Einschränkung des Sahrheit8beivcifc5 bei Beteidigungsvrozeffe». Das Organ des .Vereins Deutscher Zeitnnqsverleger', .Ter Zeitnngs-Vcrlaq', hat rechtzeitig Stellung dazu genommen, unb im Anschluß an seine Aufklärungsarbeit wird sich fetzt die vanpl- ucvfammhtng in dieser wichtigen Frage schlüssig zu machen heben. Aus der Tagesordnung steht ferner eine Aussviache über technisch- gewerbliche Fragen des ZeitungSverlagsqeschästes. Diese sind in jüngster Zeit besonders in den Vordergrund gerückt durch die großen iechmschen Fortschrikle auf dem Gebiete des Bnchdruckerenvesens, speziell der Setzmaschinen für die ZeilnngSherstellung, und durch die Stelluiigiiahme der orgauisierlen Llrbeiter dazu.
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Die Drogisten und die vorgeschlageue Parfümsteuer.
Der Toukschc Drogisteu-Verband von 1873 c V. hält zurzeit in Halle feine diesjährige Delcgierten-Versamm- lung ab, mit der eine Ausstellung ber beukfchen Parsümerie- unb Drogenbraiiche verbunden ist. Die Debatte nahm teilweise einen recht erregten Ton an Man einigte sich schließlich auf eine Resolution an Regierung und Reichstag, in der die gesetzgebenden Faktoren gebeten werden, der vorgeschlagenen Steuer die verfassungsmäßige ('Genehmigung zu versagen. Unnötig daran zu erinnern, daß auch in ber
erproben wollen Tiefer Dialog wurde fehl ausbrncksvoll. mit feinem Empfinden gesprochen, der Reigen ber Nvmphen sehr finnig an6gcfübrt, so baß das Publikum nut feinen Dankesäußerungen nicht zurückhielt. Als erste Auftührung in biefer Spielzeit mürbe Strauß' unverwüstliche „Flebermaus" gegeben, bie trotz ihrer 36 Jahre mit ihrem MelobienreichNlin immer wieber bte Herzen von ning unb alt bezaubert Ter erite '?nt bot bereits Gelegenheit, das neue The*nerrcgime recht vorteilhaft kennen zu lernen Die ganze '.Haidfiattiutg icugie von vollendetem Geschmack unb fand widerspruchslos günstige Beurteilung Im zweiten Akt waren Mißer ber pradthiint Szenerie die Beleuchrungsesftkte beionders wirksam. Bon ber Auftührung selbst kmin man im allgemeinen nur mit reichlichem Lob sprechen, wenn man bebenft, baß bas Ensemble zum erftnunal »uumnneit wirkte. Direktor Stein- 0 o e 11 e r wirb nut dem Operettentheater im Lmrse bes Sommers auch hier einige Vorstellungen geben.
- Wiesbadener Naturtheater. Veranlaßt durch den großen künstlerischen Erfolg und das reqe 3 n irre ne, das den Festfinelen in dem neu eröffneten Naturtheater im Mrotal ent- gegnigebrafht rmnbe, hnt sich die Kurver i altung entschlosfen. noch iwrtcre StebcrtxHnngm von Solzogens „Maibrant" zu ermäßigten EiNtriltSpreisen am MitNvoch den 9., Di'rmerstag den 10., Samstag den 12. und Sonntag den 13. Juni ju veranstalten
— Bühueu fest spiele Bayreutb IVOS. ES sinden in diesem 3abre folgende 9luffübvunqen flott: Zwei AuFührunqen des Bühiieiifestspieles .Der Ring des Rideluugeu^: erfte ')luffübnmg Sonntag den 35. bis Tliitioocb. 2H. Juli; zweite Sluffnbning Saiusiaq den 14. bi« DienSiaa, 17. August. Eichen Aiifiiihriinaen be« Bühueuweihfestivieles .Parsifal-, am 23., 31. Juli; 4., 7 , 8., 11^ 20. ?luguft. Fünf Aiiffiihrungeu vou .Lodengrin"; am 22. Juli; 1, 5., 12., 19. August.
WingolfSbund In der Pfingstwvche tagte — zum 29. Mal seit dem Jahre 18o0 — der Wingolfsbunb in Giieuadi 2^jn den Un,veriitäten Berlm, Bonn, Breslau, Erlangim, Gießen, Göttingen. Greifswald. >?alle. Heidelberg. Kiel. M ? rngsbcrg, Leipzig. Marburg, Münäx-ii. Münster. Äoifoef. Straß- bürg, Tübingen, sowie vou den tedmifdrii Hochschulen (Tbarhtten bürg, Darmstadt Mimchen. Stuttgart nxinm mehr als 300 Müglieder bei Wiirgvlrbnidungen. sowie 150 Vertreter der über 4000 Miuilrcder umiafienten j'.li)"ierDrrbänbc erschienen Unter den friHidwit Veranstrltuii reu bildete bic IVriammlun i un Wart bu rghof baj_ S?abcpi:nb. ei ,;ihj -» auf
den Großhinna vvn Zadnnt, ijitn • irt vr.t gemein’men « viari des Liedes „Linie feste Burg der VoTfisLnoe d.s Bervr.. 7 .
hingen, ftub. Kirchberger, die Festrede hielt. Die geschäftlicheir Verdandlungen umfaßten verschiedene Seiten des Arbiltspro- grannns des Wingolfs, in befien Mittelpunkt die Betätigung, iiMich-religröser Gefunuuig ün neuzeitlichen Studentenleben steht.
— DieSlörche vonEolmar Die alte Reichsstadt im 57berelsaß war früher berühmt als Storchenkolonie Noch 1870 zählte man dort zweiunddreißig Storchennester, heute find es ihrer nur noch vier, darunter das größte unb als Sehenswürdigkeit bekannte auf dem unvollendeten der beiden Munstertürme Dieses hatte im Lause vieler Jahre derartige Dimensionen angenommen, daß man befürchten mußte, cs werde eines Tages herabstürzen, und es deshalb vor einiger Zeit, ehe bie storche wi derkchrtcn, abnehmen ließ Das 9!est das so viele Generationen der Familie Langbein beherbergt hatte, wies einen Durchmesser von 1 80 Meter unb eine Höhe von U/s Metern auf. T-v> OJc- wicht betrug 800 Milo unb bie Masse war derart fest, baß i zerschlagen werben mußte An In
fand man u. a. folgende OVgenfftinbc: siebzehn Frauen- ftrumpfe, fünf Pelzmützen t
alte Stiefel, ein großes Stück Leder und vier Metallknöpfe, alte Nest wurde durch ein künstlichem
großen Reisigbündeln und einem Sack Sägefpäne ersetzt, ohne weiteres von ihrer neuen Villa B.'sitz. die sich seither einigermaßen nach ihrem Privatgeschmack eingerichtet haben
— Der un fromme Zeppelin T«c tn 5itnnaringen
bic Pfingstierniadn des .'»eppellnschen Luftschiffes. Sie lautet: Auf Pfingniam-ta.i Abend waren nun bie Vorbereitungen zu den Flugversuchen der Iungmannschisl v.-llig abgeschlossen: da aber bie Allen offntbar insnuscmäßig iuhltcn, daß man nut Luft-
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gond-lmanooer nn Teuiclsnxck, zumal wenn man fit gerade I „an den hl. Pftngftragen" aus'ihn.
Serfammlung ber schöne Ditz gemacht mürbe, baß bte sog. Parfümsteuer trotz des wohlriechenden Namens in den interessierten streifen tn denkbar schlcckUestem Geruch stunde.
Tie englischkn Parlamentarier besichtigten gestern vormittag ui Berlin Wodlsahrrscinrich» Hingen unb industrielle llitiri rtchmungen und nahmen nach- mittags an einem Festessen teil Staatssekretär Tentburg erklärte in seiner Anspraäte, bic leitenden Staatsmänner Deutschlands würden alles tun. um bic gemeinsame Arbeit, für die sich in den Molomcn, sorvie and' auf dem flantuirm für beide Völler ein weites Feld bietet, zu fördern Cber» burgermciitcr Hirfdnier versicherte den Gästen, daß fich m ganz Tculfchlanb kein vernünftiger Mensch finde, dec an eine Störung in den B.ziehungcn zwischen dem englischen und deutschen Volke glaube Nachdem Staarsminister a. ix Freiherr v. Berlepsch einige A! jchiedswone gefprodjen hatte, erwiderte Robert Norwich, Dcutschland habe durch feine Freundschaft und Gute bte Herzett ber cnglucheu Gäste erobert. Elhnos aus Manchester erklärte, die Arbeiterpartei werde alles tun, um den Frieden mit allen Nationen aus- rechtzuerhalten Die Gaste traten nach dem Diner die Rückreise über Bremen nach Londoii an.
Tie Ermordung BruvhaberI.
Zu Ansang des vorigen Jahres hielt Dr. Robert Brunhub« hier »n Gießen einen sehr mieuiianten VoNraa über bte Pemions- Deriuherung ber Privataugestelttcn. Tte Nachricht von inner Ermorouiig wirb lebensalls allen beueit, bie b reffanten Redner damals in Steins (.Harten gehört haben, 'ehr nahe gegangen sein In ber Jlöln. Zka. tverben letzt mit der Be- ftättgun i von ber Ermordung aus Schanghai nähere Einzellu:^ über das tragische Enlie BrunduberS mugeteilt. Dr Brunbu:.r batte schon vor einigen Jahren eine Vergnügungsreise durch Indien. Ebtna, Aorea unb Japan gemacht, bic ihn in Begl itmig ferner Frau nach Schanghai geführt hat Tiefe erste Reise baue Brunbuber mannigfache Anregungen <itgcben. io baß i idx>« damals eine weitere Reife nach Cftafien aufuiibigte Er ist mit Schmitz un September vorigen FahreS zu bteier zweite» Reist aufgeb rochen, die ibn zunächst durch Birma unb Inboch na iührn Die letzte Kunde, bie non ibm iuidi Schanghai gelangt ist. ba:tm aus Bbanw vom 27. Februar Bhamo ilt bie äußerste englische Garnison an der Nordostgrenze non Birma, am Ufer des Fra- wabdi. hart an ber chinefischen Grenze Von bort auf führt bv große Heerstraße, die bic Wasferfcheiben des Salivins unb M Mekongs überwindet unb nach Tengjueb tn Jünnan unb weitei- bin nach Iünnanfu unb Szcifchuan bis an ben Jangtse film ?iach dieser letzten Nachricht beabsichtigte Dr. Brunbuber. von Iüiman ans ins innere Tibet cmzubrmgen unb bann ba/ 3angtietnl abwärts nach Schanghai zu kommen Tiefe Adiichr ist nun burd) den Tob vereitelt worben Cb bie beiden Ren'eich» für ihr gefahrvolles Unternehmen genügend Dorbcreitct un) a# gerüstet waren, ist bisher nicht bekannt geworden. <Ht-f:kip(l war cd beionders, weil bic große Straße vvn Bbamo nach )öbtt durch bie Ojcbietc ber räuberischen Urcnnvvbiter führt, gege» du sich alle Reifenden ihrer Ham zu lochrnt haben Su pH-nat deshalb nur in größeren unb für bortige Verhältnisse stark bewaffneten ,'hiraiDaium zu reifen, ober n»enn sic an solche Hn.<r Anschluß finden können, sich ben Schutz Mitreisendei kbinc'chee Solbaten zu sichern. Aber auch in diesem JStalfe »st bonuiumaf Umgehen nnt ben verrufenen Wilden vvm Stamme ber Kakfcbm und Lutsu durchaus <rm Platze In diesem 'Falke fallen die Lutsti den Mord vollbracht haben Waren bic Reisenden «chrm weiter an bie Grenzen Tibet» hmgdangt, so befanbeu i»e iitb m dem tHcbictc ber chinesisch-tibetischen Grenzmarken, in denenEdvurS Cbcrbobeit über bie streitbaren unb in zahllose Stamme her- fplitt-rten Urbewohner nur sehr lose unb nur mit Mühe anhntn- »terhalten ist Auf ber Straße von Birma nach Jünnan ist ns Jahre 187 > mich der englische biplomatiuhc Beamt, Mar idro vrm ‘Kilben er mürber worben, imb sein Tob. ber durch eine Cun'cbul- biginigsgefünbtschast nach London qtiühnt werben mußte, batr bie ton bl tätige Folge, baß er zur erilen Errichtung von itänbigm chinesischen Gesanbh'chaften im Auslände iühNe. Ta Ebma gerade in diesem Augenblick daran geht, seine Herrschaft über bic unter- tvorfenni wilden Ureinwohner tn ben Gebirgen bf> Süden ur) Südwestens fester zu stärken unb gerade eine Verordnung tr dies m Sinne an die Prozinzialbehörben ergangen nicht miinöglich, baß dies traurige Ereignis, bic Ertnordung ber beib'-n Kölner Hemm, bic wohltätige Folge hat, baß bte »«»erabr. bic in China Reisenden von ben imbezwinitiencn Ur^mwohm« ____________’__________
2Iu3 Staöt und CmiO».
Gießen, 8. Funi 19OT.
•• Eine Sitzung deS Provt nzia lausfchussrß finbet am SarnStag, 12. Juni 1909, vonnittagl 9 Uhr, mH folgender Tagesordnung statt: 1. Reklamation bei Rentmeisters Pfnorr zu Londorf gegen den Voranschlag bet fr- metnbe Lonbors für 1908. 2. Enteignung von Gelände |um Ausbau ber Mainzerior-Anlage in Friedberg; hier: Sui« sprach der Enteignung. 3. Bangesuch deS Gruft Freunbl eb II.
— M a t h c b r t b l ü t e n Aus ben Aukeichnunge» eirf* Lehrers gibt bic Tägliche Runbichau folgende 'lathebcrblütf« tue besten: Er fchwamm durch einen kühnen Sprung aus dem Sdr-f
Das waren fchwere Geschütze, bie der Papst gegen den Irin schleuderte. — Welchen Schritt tat Karl II nod) auf Dem Tot " bette? — Leopold I. war ein Mann ohne Gneraie, in der bet Jesuiten liegend. — Gau e Küstenstriche Italien» nxirrfl ete* im iuolidjcn ifiallicn angciiebclt. He rohes ift gestorben. ** unmöglich ist, 4 v Ehr. -- Da Amerika erft zwei Zahrbundertt bevölkert ist, fehlt ihm rin gut Teil unserer Bee.langen beit Ge liebt fest, baß bort ganz glücklich bevölkerte, gnrrhud) fbe»-y Leute gewohnt haben. — Friebrich kam nach ftfbcn Jahren sprungweise nach Italien. — Bei Homer kann kein Satz zn»ei Wonen amangen — Wer weiß, ob Cicero bet diesen ksonm nicht ein wenig auf sich geschielt hat' - In der nächsten Stnndt wird das Wormser Konkordat zustande fomm- n Ludwig X'- war em i’äifterbilb vou Unstttlichkeü unb Liederlichkeit Äd brmuenbeu Kanonen unb gelabenat Lunten zogen bie Manarcht* in Paris ein. — Star! X. unb sein Sohn waren völlig hnbedN-
— Gin Brielmarkenscherz. In ben Kreileu bet marfenfommler ioirb man sich, io wird uni au» 6aiumlerfrr r geschrieben, noch bei seltsamen Toteiikopie» erinnern, bei «««♦ w® letzten ktbiichen Rrömmgimarfen erschien, ivenn inan da» Bild M König» Peter unter einem Winkel betiachtete Gin andere», xec» auch bedeutend luftigeres Bild zeigen die gegenwärtigen en|e Ii« chen Marken, bie Gbnarb VII. zeigen. Beira bte: man nnt beliebige englische Briefmarke unter ber Lupe, so stehl mdfl i;rohl bei Königs eine reizende jimge Tome erscheinen, bu Begriff ftebt, sich ihren Hut ou'zusetzen. Tai Auge bei Rö«w< hübet den Ropf der Tome, bte Augenbraue» bereu out, t»dbrtN die Nase auf der einen Seite ivid der Schatten der Vaden^o»! ber anderen bic beibeu Arme der Zaine banieBen, die itren V* feftfledt.
— Steine Chronik au5 fuuft unb Diiienstball. Die erste Allgemeine schwedische Ausstellung für tn«- handwei k und tunstrudustric »st gestern m Stockholm et« öffnet nmxbnt. Dir Haupweriammlung besA 1 lgcmei deutschen Mufikvetcin < wählte Richard Strauß.der von der Stelle d?s aünt Vorsitzenden «urutfirat, ,um Gb • '
Vorsitzenden. — Noch Goinngen, Stungar: unb Treib*, wo troHinrn für Luftschiftahrt emaer'chtct ober gepfan: ''7w. will i tzt mich die Technische Hochschule in Bt sch wcig einen Lchntubl für diese modernste Tisziplin ernch^ 3<Pc • m tomtr 'nben Smtrriemriter soll Protrnot 3 <b l i ■ t- * neue Prof cs für uhcmdjmaL
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