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Die Nordpolarreise Look.
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Anzei^r^W^SUng und zur Durchführung zu bringen. Dieser Weg
M «einte Adelung-Mainz, nicht gangbar. Wir müssen nach r einen Ausgleich zu schaffen suchen dadurch, daß die allen allgemein a u s das ganze Land übernommen . Auch Abg. Ulrich erklärte sich gegen den Antrag Bretzcn-
»ngeiwmmcn.
Sonntag vormittag referierte zunächst Abg. Orb-Offener die Tätigkeit der Landtagsfraktion und W Stellung zum neuen Wahlgesetz. Die Ge° des Wahlgesetzes sei derart, daß es der sozialdemokratischen schwer fallen werde, dafür zu stimmen.
e Gemeindevertreter gezählt. Diese hohe Zahl erhöhe auch antwortung der Partei. Abg. Orb gab den Kassenbericht: Rechnungsabschluß des Landeskomitees balanciert in Ein-
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Igen sei, so würde diese Leistung doch lediglich ein sport- jiEtl> kein wissenschaftliches Interesse bieten: denn es habe Brüstung Cooks alles gefehlt, was zu wissenschaftlichen Hungen erforderlich sei. „Es ist ja recht interessant," äußerte I -mein Berichte des „Daily Telegraph" zufolge, „zu er» * " ' " '1. Was die Wichtigkeit dieser
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.5. September gelufr. Hotel Prinz Hem- rvrnntfiirtev Sitqr
Kleines Fenilleton.
(!) Darmstadt, 5. Sept. Das Hoftheater hat heute abend seine neue Spielzeit begonnen. Als erste Dorstellung gelangte Saint-Sains Oper „Samson und Dalila" zur Darstellung mit Frl. Kathleen Howard und Herrn Spemann als Vertreter der Titelrollen. Frl. Howard, eine Amerikanerin von Geburt, war zuletzt in Metz engagiert und ist hier als Ersatz für die frühere Altistin Frl. Muller neu in den Verband des Hoftheaters eingetreten. Die Künstlerin hatte sich in der vorigen Spielzeit hier als „Carmen" vortrefflich eingeführt, und auch heute als Dalila erzielte sie dank ihrer prächtigen Stimme und schönen Erscheinung einen großen Erfolg, auch Herr Spemann als Samson war trefflich disponiert. Da auch'die übrigen Darsteller, unsere bewährten Kräfte, besonders die Herren Kammersänger Weber und Stephan, ihr Bestes gaben, so erzielte die Aufführung unter Herrn Hofrat de Haan's Leitung einen vollen kiinstlerischen Erfolg. Das Haus war fast ausverkauft. Das Großherzogspaar wohnte der Vorstellung bei.
— DieGesellschaft zur Verbreitung vonVolks- b i l d u n g hält, einer Einladung des Magistrats der Metropole des westfälischen Industriegebiets folgend, ihre diesjährige Haupt- Versammlung vom 2.-4. Oktober in Dortmund ab. Auf der Tagesordnung stehen Verhandlungen über den Kamps gegen die Schundliteratur. Referate über den Gegenstand werden erstatten: Schriftsteller Dr. Heinrich Speero, Hamburg (»Das Volk und die Literatur"), Rektor C. L. A. Pretzel, Berlin (.Tie literarische Erziehung der Jugend in Schule und Haus"), Tr. Jaeschke. Direktor der Stadtbücherei in Elberfeld („Tie Verbreitung guter Literatur im Volke") und Pros. Dr. Brunner, Piorzheim („Die Bekämpfung der Schundliteratur"). Außerdem werden m Rebenoersamnilunaen Dozent Franz Fürstenberg, Berlin, über „Lichtbildervorträge, De- monstralionsapparate, Kinematographen" und Sekretär Th. H Jansen, Berlin, über die Werbetätigkeit der Geselljcha't für Verbreitung von Volksbildung referieren. Anfragen und Anmeldungen sind an den Direktor der Wilhelin-Auguste-Viktoria-Bibliothek Dr. Erich Schulz in Dortmund zu richten.
— Ein neuer Roman von Frenssen. GustavFrenssen hat soeben einen neuen größeren Roman vollendet, der im Herbst dieses Jahres unter dem Titel „Klaus Hinrich Baas" im Verlage von G. Grote in Berlin erscheinen wird.
soz.-dem. Verein Bretzenheim fordert in einem Anträge, ^Mernahme der Armenlasten die durch das neue Unter» .a. oui düngen »Mgz^ohnsitzgesetz gegebene Möglichkeit der Zusammenlegung M pachten gt um ~ ~
Misti-AnWÄ bett ®i<Ä
Die Tätigkeit der Lcrndergewerbevereinr 1908-09.
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Der Gewerbeverein für das GroßherzocftutM Hessen hat den ersten Teil seines Jahresberichtes veröffentlicht, der die Tätigkeit des Vereins von Mitte September 1908 bis Anfang September 1909 trmfaßt. Dem umfangreichen Berichte sei folgendes entnommen :
Seit der vorjährigen Hauptversammlung des Landesaewerbe- rereins zu Darmstadt haben mif ergangene Einladung der Zenttal- stÄle für die Gewerbe drei Sitzungen des Ausschusses des Lmtdcs- gewerbevercins stattgesunden. Wohl den wichtigsten Beratungs- gegenstand der Llusschußsitzungen bildete das gewerbliche Untre- richtswesen, insbesondere die Verlegung des Sonutags- Unterrichts für Handwerkslehrliuge auf Wochentage. Nachdem der Vorsitzende der Zentralstelle durch einen im Oktober 1908 gehattenen Vortrag im Darmstädter Gewerbeverein „über das gewerbliche Unterrichtswesen der Stadt München und seine Lehren für uns", die Vorteile einer Verlegung des Sonntagsunterrichtes, nach dem Vorbilde Münchens und anderer Städte, der Länder Baden und Württemberg eingehend erläutert hatte, befaßte sich eine Anzahl von Bezirksverbänden und Gewerbevereinen mit bieder Frage. In der Sitzung des Ausschusses des Landesgewerbevereins vom 6. Aiai wurde betont, daß, so lange der Besuch der Handwerker- sonntagsschule freiwillig sei, ein Verbot dieses Unterrichtes wohl nicht etntreten könne; es wurden wetterhin die Unannehmlichkeiten hervorgehoben, die den Lehrmeistern enr-adrfen, wenn ihre Lehrlinge an Wochentagen infolge des Schulbesuches in der Werkstatt
Cook eine Antwort an die Kritiker vor, die ihm nicht glauben, daß er den Nordpol entdeckt habe. In seinem Interview an Bord des Dampfers „Hans Egede" sagte er, mögen die Skeptiker nach dem Nordpol gehen, dort werden sie unter der Flagge vergraben die Messingröhre finden, in der ein kurzer Bericht über die Expedition enthalten ist. Dr. Cook erklärte weiter, er habe in jeder Nacht Schneehütten gebaut und Temperaturen von minus 85 Grad Fahrenheit (etwa 29 Grad Celsius) festgestellt.
Der Dampfer „Hans Egede" mit dem Dr. Cook an Bord ist am Samstag um 5^2 Uhr in Helsingoer eingetroffen. Mit .dem Lotsen ging der Administrator sür die Kolonien in Grönland, Ryberg, an Bord zur ersten oftiziellen Begrüßung Cooks in Dänemark. Dr. Cook sprach gegenüber den Zweifeln, die verschiedentlich geäußert wurden, sich dahin aus, et könne wissenschaftlich beweisen, daß der Nordpol wirklich erreicht wurde. Er besaß ausgezeichnete moderne Observationsinstrumente, nämlich einen Sextanten, drei Chronometer und eine gute Uhr. Dr. Cook nahm täglich, vom 85. Grad bis zum Nordpol, Messungen vor, am 21. April sogar, um vollständig sicher zu sein, doppelte Messungen; auf der Rückreise setzte er diese Messungen ftne Woche lang fort bis Nebel ihn daran verhinderte. Der Nebel dauerte drei Wochen. Die darauf wieder aufgenommenen Observationen stimmten mit seiner Berechnung vollständig überein; die Reisegeschwindigkeit betrug durchschnittlich 58 Kilometer täglich, was von den Eskimos mit ihren Schlitten als eine Kleinigkeit angesehen wird. Dr. Cooks Lebensweise war vollständig die der Eskimos, nur ökonomischer und vorsichtiger. Dadurch wurde seine eiserne Gesundheit und die seiner beiden Begleiter bewahrt. Beide.Begleiter sind junge Männer, die ganz unter Dr. Cooks Einfluß standen und seinen Befehlen blindlings gehorchten. Dem Gelingen war auch der Umstand günstig, daß die Reise von Februar bis April unternommen wurde, eine Zeit, die sonst nicht von den Polarexpeditionen gewählt wird, die aber trotzdem besser als die eigentliche Sommerszeit ist, da bann das Eis eine gleichmäßige Härte ausweist. Tr. Cook legte da, wo der Nordpol von ihm feftgefteUt worden war, eine versiegelte Röhre nieder. An Bord des „Hans Egede" befinden sich viele dänische und ausländische Männer der Wissenschaft, die fest an Dr. Cook glauben, der sie durch seine Bescheidenheit und Liebens- würdigkeft zu Freunden gewonnen hat.
Dr. Cook wurde am Samstag vom König von Dänemark in Audienz empfangen, welcher ihn mit dem Großkreuz des Danebrog-Ordens dekorierte.
Am Diestag hält Dr. Cook in der Geographischen Gesellschaft in Kopenhagen einen Vortrag über seine Lordpolreise.
/ Polizeipräsident v. Ztubenrauch f.
Der Polizeipräsident von Berlin, Herr v. Stubenrauch, ii der Nacht zum Samstag nach längerem Leiden in rke gestorben, v. Stubenrauch, der 56 Jahre alt ge- «n ist, verwaltet erst feit 11/2 Jahren das Berliner ^Präsidium. Am 6. Januar 1908 wurde er der Nach- e des zum Regierungspräsidenten in Magdeburg erden Herrn v. Borries. Bis dahin hatte er als Landes Kreises Teltow über 20 Jahre gewirkt, als welcher er jein en Amtssitz in Berlin hatte. Er hat in seiner Land- tatiflfeit recht Tüchtiges geleistet urtd galt als moderner ■1 mit gutem Verständnis für Verkehrsbedürfnisse; für freiere Auffassung sprach u. a. die Schaffung des Frei- in Wannsee. Durch Stubenrauchs Verdienst haupt- ich ist der Teltow-Kanal zustande gekommen.
heim. Dieser wurde darauf zurückgezogen. Ueber die Verwaltung s- unb Wem ein befteuer-«Reform sprach sodann
m r 1 ui Beide Vorlagen bringen beachtens- und nennenswerte Verbesserungen nicht. Und wenn man die Vorlagen im einzelnen durchsieht, bann kommt man zu dem Ergebnis, daß wcr keine Veranlassung haben, einem Begräbnis dieser Vorlagen auch nur die kleinste Träne nachzuweinen.
. .Adelung-Mainz hält die sog. Mittelstandssteuem ebenfalls für eine Strangulierung der Konsumvereine. Bei der Landgemeinde- und Städteordnung müsse von der Fraktton die Einsührung der Proportionalwahl gefördert werden. Auf Antrag B u s 0 l d - Friedberg beschloß die Versammlung:
„Tie Landeskonferenz nimmt die Ausführungen des Referenten zur Kenntnis und ersieht daraus, daß die hessische Regierung nach wie vor auf dem Standpunkt beharrt, daß zu den Wahlen der Bürgermeister und Beigeordneten die behördliche Bestätigung notwendig ist, mit dem Endzweck, Sozialdemokraten von diesen Aemtern fernzuhalten. Die Konferenz nimmt dies erneut zum Anlaß, gegen diese fortgesetzte Verfassungsverletzung zu protestieren und fordert ihre Vertreter fw Landtage auf, alles aufzubieten, was geeignet ist, diesem Zustande ein Ende zu machen."
Weiter wurde folgende Entschließung angenommen:
Die Landeskonferenz spricht der sozialdemokratischen Land- wgssraktion für ihre Tätigkeft in der Zweiten Kammer im Ber,chtsiahre ihre Anerkennung aus. Besonders billigt sie die Stellungnahme der Fraktion zur Wahlrechtsvorlage.
Eine Tellersammlung für die S tr e i k e n d e n in S ch w eden ergab 50,59 Mk.
Parteisekretär Raab referierte schließlich über den Parteitag in Leipzig. Mit großer Mehrheit wurde auf Anttag des Referenten folgende Entschließung angenommen:
„Die Landeskonferenz erwartet, daß der Parteitag in Leipzig angesichts der verantwortungsvollen Ausgaben, die der Partei in der nächsten Zeit gestellt sind, alle Auseinandersetzungen persönlicher Art über in der Partei vorhandene Meinungsverschiedenheiten und einzelne Vorkommnisse untergeordneter Bedeutung vermeiden wirb. Die allgemein sehr gespannte politische Lage, wie auch bic schwierigen Verhältnisse int Wirtschaftsleben zwingen bie Gesamtpartei mehr benn je» mals zu einmütigem Handeln und machen es jedem Genossen zur Ehrenpflicht, das tatkräftige kampfesfreudige Zusammenwirken aller verfügbaren Kräfte zu ermöglichen."
Zur Maifeierfrage nahm der Parteitag gegen eine starke Minderheit folgende Entschließung Raab an:
„Die Landeskonferenz erblickt nach wie vor in der allgemeinen Arbeitsruhe am 1. Mai die würdigste Demonstration für die Verkürzung der Arbeitszeit und die Forderungen des Sozialismus. Die Konferenz erwartet daher, daß der Parttitag in Leipzig an der Maifeier in der seitherigen Weise festhalten wird."
Die nächsteLandeskonferenz findet in G i e ß e n statt.
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für die Welt betrifft, so hängt
davon ab, was Dr. Cook an wissenschaftlichen Ergeb- fÜHn »itbringt Alles wird von dem Wertt der meteorologischen, rJHÄen und geographischen Beobachtungen abhängen, die er (Wwtß hat. Kommt er ohne wissenschaftliche Ausbeute heim, i? ich seine Leistung nur als ein interessantes sportliches :.r8];i;r.i § bewerten, 0. h. sie hat für mich dasselbe Interesse ,lie ‘ tob ein Wettlaus. Wenn ein Amerikaner diesen Race
•• hat — schön, soll mich freuen."
"kett 7.6^, sonstigen Urteilen bekannter Polarreisender seien noch ieN^Än-s^'^ 5j.Hffcni)e erwähnt: Kapitän Amnndsen, der Leiter der 0" 1 QO*7 /QQ «O fif* nrtä znPTI IjI.
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und Ausgabe mit 23 421 Mark. An barem Vermögen S des Kassenbestandes von 374 Mk. am 9. Juli 1909 anden 7343 Mk. dln die Zentralkasse wurden Mk. abgeführt. Die Mitgliederzahl der Parttiorga- icn beträgt 16 200. Ein Antrag, bie Landeskonferenz möge Yen, Gemeindevertreter-Lehrkurse einzurichten,
ntc nachmittag begannen hier die Verhandlungen der dieses, Landeskonferenz der hessischen Sozialdemokratie. Wie präsidierte wieder Abg. Ulrich-Offenbach. Anwesend sind elegierte bezw. Delegiertinnen aus 69 Orten. Ten Gedieh. Anzeiger. i*erid)t erstattete Abg. Ulrich. Er führte u. a. aus: Auf
'maiisu,; 'biete der Kommunalpolitik hatte die Partei be-
(yiöllOuiy filüllll'ifcEn i»ertc Erfolge. In 39 Gemeinden wurden 145 sozialdemo- Stelle als Z'uö.e '■ " — - - - - - -
ilien-AnMK dedmgi chriftl. Angebote mr in (fjicöener Anzeiger
fehlen u. a. m. Vielfach wird diese Störung in der Werkstatt überschätzt, wie sich auch aus den Verhariblutugen der ganzen Angelegenheit in einzelnen Vereinen gezeigt Hai. Nachdem in den meisten deutschen Staaten eine gesetzliche Regelung dieser An- gelegenl)eit eingetreten ist, wird auch in Hessen sich eine Lösung senden lassen, welche die teiüoeife noch widersprechenden Interessen einer gründlichen Erteilung des fachlichen Fortbiloungsunlorr>ch:es der jungen Handwerker einerseits und der berechtigten Wünsche der Handwerksmeister anderseits, auf einer mittleren Linie des Erreichbaren zusammenführt. Eine durchgreifende und gleichzeitige Aushebung des jetzt bestehenden Unterrichtes bis in bie kleinen Gemeinden, würde für das Handwerk nicht von Vorteil sein und ist auch in anderen Staaten in solcher Strenge nicht durchgeiührt. Tie Einrichtung eines freiwilligen Zeichenunterrichtes an Sonntagen für Gefellen und junge Meister ist eine Sadx für sich, die mit der Frage des Pflichtunterrichtes für Lehrlinge -nichts zu run hat. Tie Frage der Einsührung von A b g a n g s p r ü s u n g e n an den Geiverbeschulen war auch in diesem Jahre wiederholt Gegenstand der Beratung. Der weitere Ausbau der kunstgewerblichen Gruppe des Landesgewerbevereins, insbes. der durch Veranstaltung kunstgewerblicher Vorträge im Anschluß an die Sammlungen des Genwrbemuseums und die Bestände der Gewerbebibliothek wurde von Herrn Prof. Scharvogel angeregt. Außerdem war auch auf die neuzeitlick-en Volkskunst- und HauS^ hmitbeftrebungen, die durch den Deutschen Lyceuni-Klud in Berlin gefördert werden, in eingehender Weife aufmerksam gemacht worden. Im Gewerbe-Museum, oas sich z. Zt. m vollständiger Umgestaltung befindet, bat eine Reil>e vorübergehender Ausstellungen stattgefunden. Die Umgestaltung des Museums erstreckt sich nicht nur auf die Sichtung der Beslästde und die Ergänzung von Lücken, sondern sie stellt den Sammlungen von vornherein eine neue Ausgabe. Während in letzter Zeit der Zioeck des Museums der war, ein Bild von der fortschreitenden! Cnttvickelung der Gewerbetätigkeit zu bieten, und demgemäß bei den Ankäufen jeweilen die neuesten im Kunstgewerbe auf tret enben Richtungen zur Geltung gebracht wurden, soll nun diese Aufgabe den wechselnden Ausstellungen überlassen werden. Ter .»weck des Gewerbemuseums wird rünftig darin bestehen, dem 6)ewerbetreibenden und dem kaufenden Publikum die Kenntnis der Materialien, die im Künsth^mdwerk zur Verwendung konnnen, und ihrer technischen Behandlung zu übermitteln. Tie Sammlung soll in ihren Beständen gleichsam ein anschauliches Kompendium der Techniken darsttllen. Im vergangenen und im laufenden Jahre stand der Ausbau der keramischen Mteilurrg an erster Stelle. Es wurden eine große Anzahl von Beispielen gesammelt, die die Verarbeitung der hauptsächlichsten keramischen Materialien veranschaulichen sollten. Tie Benutznug der Gewerbe-Bibliothek und des Lesesaals ist gegen das Vorjahr etwas zurückgeblieben. Insgesamt wurden 2915 Werke mit 3303 Bänden, 437 Heften, 194 Tafeln und 25 Karten ausgeliehen und hiervon 631 Werke mit 715 Bänden, 43 Heften und 68 Tafeln an 190 Entleiher nach auswärts versendet. Von weiteren 5322 Bänden, 556 Heften und 13 Karten wurde im Lesesaal Einsicht genommen.
Die dem Landesgewerbeverein zugehörenden Ortsgewerbevereine haben in 13 Bezirksverbänben mit 128 Ortsgcwerbe- bereine 11 106 Mitglieder vereinigt, wozu noch 32 in Hessen und 28 außerhalb Hessens wohnende, feinem Ortsgewerbevercn'. angehörende Mitglieder des Landesgeiverbevereins hinzuzurechnen sind. Neu entstauben sind Gewerbevereine zu A l l e n d 0 r f a. b. Lumda, Assenheim unb Herrnsheim mit 57, 25 und 22 Mitgliedern; dagegen hat sich im Sommer l. I. der G-ewerluwerein Weiterstadt aufgelöst. Besondere Vorbereitungskurse für die Meisterprüfungen kamen zustande in Bensheim, Büdingen, Darmstadt, Gießen (2), Groß-Gerau, Groß-Umstadt, Michelstadt, Nidda, Offenbach, Seligenstadt und Worms. Für das Jahr 1908 hat sich das Rechnungswesen des Landesgewerbe- vereins in svlgender Weise gestellt: Staatsbeitrag 110 982,42 Mk. — Mitgliederbeiträge von 11494 Mitgliedern 44 518 Mk. — sonstige Einnahmen 716,04 Mk., zusammen an Einnahme 156 221 Mark 46 Pfg. Die Ausgaben stehen in derselben Höhe. Tie Einnahmen und Ausgaben für die chemische Prüfungsstation! für bie Gewerbe in Tarmstabt balancieren mit 20 735,70 Mk. Für gewerbliche Unterrichtsanstalten sowie sonstige Förderung von Handwerk und Kimstgewerbe verrechnen sich bie Einnalimen und Ausgaben mit 233 299,82 Mk., darunter ein Staatszuschuß von 213 538,72 Mk.
Die staatliche Landesbaugewerkschule zu Darmstadt erforderte eine Ausgabe von 50124,43 Mk. Nach i'lbzug der eigenen Einnahmen derselben an Schulgeld usw. im Bettage von 19 761,10 Mk. war ein Staatszuschuß erforderlich von 30 363,33 Mk. — Die BaugewerkfÄule zu Bingen, sowie die zehn
Zweites Blatt 159. Jahrgang Montag 6. September 1909
|| «Siebener L^milienblätter" werden dem E-
Jl-jeifler" viermal wöchentlich beigelegt, das 8 ® Q B, g K kl B S
General-Anzeiger für Gberhesien
Politische Logesscharr.
tu Deutsche Mittelstandsvereinigung und der Hansa-Bund.
M Ter Vorstand der Deutschen Diittelstandsvereinigung hat be Erklärung beschlossen: „Ter Vorstand der Deutschen üandsvereinigung halt die Ausführungen in dem Aufruf an i iitelständischen Organisationen in Nr. 32 der .Deutschen >standszeitung" ausrecht, sofern er die Organisation aller mittel- Idjen Kreise innerhalb der Deutschen Diittelstandsvereimgung ngt für notwendig erklärt und sofern er das Vorhandensein '«indseligen Gesinnung gegen den Hansa-Bund innerhalb der der Deutschen Mittelstandsvereinigunq verneint. Der Bor- fi aber nach eingehender Prüfung der Verhältnisse der Ueber- fl, daß die Deutsche Mittelslandsvereinigung vom Hansa- nicht abrücken soll, da sie bie gemeinsamen Interessen des «'«tätigen Bürgertums sehr gut Schulter an Schulter mit dem Bund vertreten kann." Dieser Erklärung ist eine Begründung gl, der wir nachstehendes entnehmen: .Der Vorstand sieht Umstand, daß eine Reihe von angesehenen Diäimern des standes in der Verivaltuug des Bundes ihren Platz gefunben nrie Gewähr dafür, daß das Programm des Bundes in der »gemäß feflgelegten Richtung burchgesührt wird; er erhoß't c Annäherung der Vertreter verschiedener Erwerbszweige für kunft eine Milderting bestehender Gegensätze zum Wohle der ifceil. Würden die mittelständifchen Kreise darauf verzichten, des Bundes vertreten zu fein, fo läge bie Gefahr nahe, i den Aktionen des Bundes die Interessen dieser Kreise nicht tbe Berücksichtigung finden würden."
nbesfonferenj der Sozialdemokraten Hessens.
+ Darmstadt, 4. September.
: -Expedition 1897/99, ist auch geneigt, das Werk Dr. iKtr als eine „wunderbare sportliche Leistung" zu be» Dr. Baldwin, ein amerikanischer Polarsorsclzcr, meint : leicht, bis zu einem gewissen Punkt vorzudringen unb " i den Httwdpol entdeckt habe. Cooks^ Be- ierügen mir noch nicht." Dagegen sagt der schon erwähnte Dsche General Adolphus G r e e l Y , der Leiter der Franllin Edition vom Jahre 1884: „Dr. Cook's Leistung ist die man sich denken kann, denn er war ohne nenneswette jedenfalls ohne eine solche, wie man sie bisher als bettachtet hat." Professor W. N. Moore,, der Pra- niKer a-’-januBri hM amerikanischen „National Geographieal Society , weist ßegi'-“1 LfrOH1 ^n' i>aß die Wahrheit der Behauvtung Cook's sich bald E täglichen Beobachttingen unb Aufzeichgrungen erweisen
Ä» .Expreß" /aus ©.tagen nxdbet bereitet Dr. «fll lil
r kühne Polarforscher Dr. Cook, der in Kopenhagen an» enf von den dortigen Volksmassen stürmisch begrüßt und linig von Dänemark ungewöhnlich ausgezeichnet worden .'Snet mit seinen Berichten in der wissenschaftlichen Welt leih vielfach Zweifeln. Es bleibt vorläufig abzuwarttn, sicheres Urteil zu bilden, bis alle authenttschen Angaben cichers selbst genau geprüft worden sind. Die Glossen bischer Experten klingen zum großen Teil durchaus ja, Professor Pickering von der Harvard-Universität, 11,8 tT ausgesprochensten Zweifler, fügt sogar hinzu: Selbst yßrIV1 ^>2? i sich bewahrheitete, daß Dr. Cook bis zum Nordpol nor»
H allem XJttlUJie UVS der Nordpol entdeckt ist. q gzr^Oinng und ihre Bedeutung für inmwoä) le tiGtJ davon ab was T)r Cook


