. Ankunft m.Berlin Potsdamer Bahnhof 7M vormMao« tim-8. August —
zu welchem u. a. auch aus den Stationen EmS, Lim. bürg und Gießen ermäßigte Rückfahrhefte nach Berlin mit einer Geltungsdauer von zwei Monaten auSgegeben werden.
Die Fahrpreise betragen:
ab EmS 43,2 Mk. 2. Klasse und 27,6 Mk. in 3. Klasse
, Limburg 39,9 , 2. , , 26,0 , , 3. „
, Gießen 35,6 , 2. 23,1 „ , 3. ,
Die Rückreise ist mit ollen fahrplanmäßigen Zügen —
ftnit Schnell- und I^-Zügen gegen Zahlung der tarifmäßigen ^Gebühr — gestattet. Auch ift Fahrtimterbrechung auf der Rückreise innerhalb der Geltungsdauer beliebig oft und beliebig lange zulässig.
)( Reiskirchen, 1 Aug. Gründung eines -Turnvereins. Nachdem s.i'on verschiedene Male erfolg los angesetzt tvordcn war. auch hier einen Turnverein ins Leben zu rufen, ist die Gründung eines solchen durch eine Anzahl junger Männer nunmehr Tatsache geworden. Tie bei der ersten Sitzung im Gasthaus „Zum Hirsch" aufgelegte Mitgliederliste ergab bereits einige 20 Unterschriften: man darf aber bei den Sympathieen, die man der Turnsache hier entgegenbringt, weitere rege Beteiligung erwarten. Ein auf vorläufig gewählter Vorstand wird, sobald die vorberei- lenden Schritte getan sind, eine Generalversammlung ein- berufen zwecks Besprechung der Soßungen und endgültiger Borstandswahl. Tem jungen Verein: Gut Heil!
(X.) Heldenbergen, 4. Aug An der Straße von ^stheim nach Eichen im Landkreise Hanau läßt die Reichs- slimeskommission gegenwärtig Ausgrabungen nach Ueberresten römischer Ansiedelungen vorneh men. Obwohl die bisherigen Arbeiten nur als Vorarbeiten Au betrachten sind, kann man doch schon mit den erzielten Resultaten recht zufrieden sein Mehrere Umsassungs. mauern sind bereits frc,gelegt, darunter zum Teil im Qua brat vollständig erhaltene Ownndmauern von Gebäuden Die Mauern sind 50—100 Zentimeter dick und meist noch vorzüglich erhalten. Auch zwei Türnte wurden freigelegt, der eine in runder, der andere in cckigcr Form Der römische -Ursprung des untere« Mauerwerks läßt sich schon dadurch ffeststcllcn, daß man bei den Grabungen Teile römischer .Urnen, sowie die für die römische Bauart typischen Falz ffteine vorfand. Ausgegraben wurde ferner ein Altar nut Figur, verschiedene Rtünzen, .Halsschmuckslücke u. a. m., die iweitercn Arbeiten werden zweifellos noch wichtige Ergeb nisse liefern. Weiter ist eine Steinschicht in breiter Fläche freigelegt, wobei man es zweifelsohne mit der alten Heer straße nach Eichen zu tun hat, da sie entlang der aus gegrabenen Mauenoerke läuft.
R. D. Darmstadt, 1. Aug. Die überseeische sA u s lv a n d e r n n g a u s d e m Großherzogt u in H e s s c n ist in einem fortgesetzten, erfreulichen Rückgang gegriffen. Während in bat Jahren 1871 75 jährlich durch ischnittlich 2100 Personen beiderlei (Geschlechts der alten Hei mat den Rücken kehrten, um ihr Glück zu allermeist in den Bereinigten Staaten von Nord-Amerika zu suchen, fiel die Zahl der hessischen Auswanderer in den Jahren 1876 80 auf 1124 "Personen jährlich. Von 1881 85 stjeg dieselbe bann auf die hohe Zahl von 3371 Personen, ging dann 1886—90 «wieder auf 2082 und 1891 -95 auf 1268 Personen zurück H8on da au beginnt dann auch auf diesem Ofcbict eine dauernde Wendung zum Bessern ; die Zahl der Auswanderer ging in den Jahren 1896 !90o auf 378 im JahreSdnrch schnitt zurück und blieb auch bis zum heutigen Tag auf diesem niedrigen Satz stehen. In den Jahren 1901—05 be trug die Zahl der Auswanderer aus Hessen nach den neuesten Ermittelungen der Zentralstelle für die Landesstatistik durch jchnittlich nn Jahr 350 Personen, 1905 wanderten sogar nur 312 Personen aus und 1907 im Ganzen 374 Personen, darunter 150 weibliche. Die Auswanderung ans Deutsch land hat nn - ine 1881 ihr n Höhepunkt erreicht Die Dnrchschniltszijfcr stellte sich für he s f en v iel gü nst iger dlSi m Reich undde u N a ch b ar ft a a t e n. Während im Reich auf 10000 Einwohner .5,1 Auswanderer kommen, auf Bayern rechtsrheinisch .5,2, die Nheinpfalz 4,6, Württemberg 6,6, Baden .5,1, kommen üi Hessen nur 3 Auswandere r auf je 10000 Ein wohne r.
R. B. Darin stadt, 4. August Das Innnngs Ivesen in Hessen nimmt allmählich eine immer weitere Entwicklung ut der freieren Organisation des Handwerks hin. Nacli der neuesten amtlichen Statistik, die den Stand der Verhältnisse vom Monat März 1908 znr Grundlage hat, bestehen jetzt im ganz n Grobherzogtum nur noch
4 Biua n göiuiiungeit und zwar eine Spengler- und 'Installateur Innung mit .36 Mitgliedern in Offenbach, eine Bäcker-Innung in Gießen mit 37 Mitgliedern, eine Backer ßlmung im Greife Alzey mit 137 Mitgliedern, eine Barbier-, Frisenr und Perückenmacher Znnnng in Bingen mit 15Mit gliedern, eine ebensolche Innung in Mainz mit 125 Mit gliedern, eine Glasennnnng in Mainz mit 30 Mitgliedern, eine Küfer Innung für Mainz mit >1 astet und Weisenau mit 64 Mitgliedern, eine Maler-, Tüncher- und Lackierer Innung für den Kreis Mainz mit 119 Mitgliedern, eine Schlosser- unb eine Spengler Znnnng für die Stadt Mainz, eine Wagner Jnnniy; für den Kreis Mainz, ferner eine Bäcker-, eine Schlosser und eine Schreiner Innung für Worms. Diesen Zwangs-Innungen gegenüber zählt das Großherzogtum 5 2 freie Innung en, bariniter 26 in Der Provinz Starkenbnrg, 10 ui Lberyeffcn und 1b in Rhein- Hessen. Darmstadt besitzt darunter 8 freie Junnngen, Mainz .7, Offenbach 3, Worms .5, Gießen 3, X-'anterbadt 4, >>eppen heim 3, Bensheim, Bingen unb Pfungstadt je 2, die übrigen Städte, Eberstadt, Griesheim, Michelstadt, Neu Jfcnburg, Ober Ramstadt, Rcichelsdeim i. O., Urberach, Viernheim, Alsfeld, Bad Nauheim, Friedberg, Oppenheim und West- Hofen ie 1 Zwangs-Innung. Die Zahl her Mitglieder der 11 Zwangs Zminngen betragt 982, die der diesen Jnnnngen unterstellten Gesellen 1737, die der Lehrlinge 753, wahrend den freien Innungen insgesamt 2117 Meister, 3368 Miellen und 672 Lehrlinge angeboren. An freien gewerblichen Vereinigungen zählte die Provinz Starkendnrg 22 Vereint gungen mit 605 Mitgliedern, die Provtin Cbcrhcffcii 6 Vcr- eintgnngen mit 117 Mitgliedern unb die Provinz Rhein Hessen Vereinigungen mit 624 Mitgliedern. Die Zahl der Orlsgewerdeverenie betrng Anfang r.f *s Ul Starten bürg 72 mit '»>46 Mitgliedern, in Cbrrlyeffen 29 mit 2522 Mitgliedern und in Rheinhessen 24 nut 2*.x*2 Mitgliedern, in Snnuna 12.5 Crtx'p iverbcvet. .ne nut 10970 Mitgliedern.
ft- An» dem Kreise Wetzlar. 3. August. Dem vnsmcrkjamen Beobachter unb Wanderer kann cs nicht entgehen, wie gerade m dem letzten Jahrzehnt dieOdstdau m - zücht m unseren, Kreise trfreulidje Fonschrnte gemacht hat. Ueberall sind neue w iiehnel m geu» :< Ob'la «lagen tnllianbcn. Hier sinb es Bergknppen, da Ceblänbereien, dort geschätzte Talschluchten, die mit ihren pingen Baumkronen
eine Zierde der Gegend bilden. Die alte ThrSrebe: »Von dem Baume eß ich doch keine Früchte mehr!4 verstummt immer mehr unb viele arbeiten getreu den Dorten deS TichterS: ,53a8 uns not ist, uns zum Heil ward» gegründet von den Vätern; aber das ist unser Teil, daß wir gründen für die Spätem.4 Run ist bald wieder die Zeit gekommen, wo eS gilt, den Ertrag der Pflanzungen einzuheimsen. Ueberall winken die reich beladenen Aepselbaume und muffen gestützt werden. Auch die Zwetfchenernte scheint gut auSzu- fallen, dahingegen gibt eS sehr wenig Birnen.
D. Hanau, 3. Ang Gelandet mürbe im Main ein tungcr Mann als Leich» Nach trn bei der Leiche geiunbenen Papicrcn ist es der 17 jatrnge Gustao Kinn, Sohn des ^vehern- händ'.Trs Stein *u Hainlta« Tu Ettern wurden 'o»ort benachrick»- uqt. Arbeitslosigkeit und kvankbaiu Veranlagung fallen den «ingcn Monn in den Tod getrirben haben —- In ^klein- strotzenburg sand gestern unirr überaus lebhaftem «vr rinden - zudrang das 39 Maingauturi'.ien statt Mit dem Gaulurmen mar die Fahneniveihe brr Turng-mllschoft Shcin Qror^nburg ver- bunb-m — Das 5anbf<tiü, das cm Freitag vormittag von einem Holländer Floße oberhalb Groß-ftrotzenburg in den Grund gebohrt wurde, formte noch gehoben werden -tte Versuche, mit einer Baggermaschine das gciim feite Schiff ju entladen, find vollkommen gescheiten. Die Flußtaubebörden nahmen an Crt und Stelle den Tatbestand auf.
llnivcrfitäts-nachricbtcH.
— Der ordentliche Professor der Baukunst an der Technischen Hochschule zu München, August Thier sch, tritt zum 1. Okl. in den Ruhestand. Er ist 1843 zu Marburg geboren.
— Vorlesungen über ZeitunaSwe s e n. -ter Historiker Professor Dr Adolf Koch an bet Universität Heidel- b c r r wird im kommenden Wintersemester lesen: „Geschichte, Deien und 'Bedeutung der öffentlichen Meinung, der Preise und des Joilinalismus in Deutschland" 2 stündig , „Geschichte bet Kritik der politischen Parteien in Deutschland" (1 stündig . Außerdem wird er „Praktische Hebungen zur Einführung in die Journalistik" '2 stündig halten. Sämtliche Vorlesungen link unentgeltlich.
vermischtes.
• Tie Deutsche A n t i - D u e l l - L i g a sendet uns die Nr. 24 ihrer Mitteilungen mit dem Bericht über die Verhandlungen des 1. internationalen ftongrcft'es wider dos Duell, welcher am 3 , 4. und 5. Juni d. Js. zu Budapest zusammengctrctrn ist. Wir entnehmen diesem Bericht folgendes: Es erschienen außer einer großen Zahl Ungarn Reichsdeutsche, Dcutsch-Ocsterrcichcr, Galizier, nramoicn, Italiener, außer Don Alfonso von Bourbon und Oesterreich-Este nebst Gemahlin, Spanier und Belgier, sowie Damen aller dieser Nationen. Der ft'ongreß beschloß ein ständiges inter^ nationales Bureau, ferner ein Prämienausschreiben zur Gewinnung einer an die Jugend gerichteten Cchrist gegen das Duell, eine sämtlichen Regierungen und Volksvertretungen zuzustcUcndc Vor ftcihing mit Gesetzesvorschlag, ein gemeinschaftliches Abzeichen, sowie eine Aufforderung an alle ärztlichen Vereine, bei Duellen nicht zu assistieren. Weiter einigte sich der Kongreß dahin, daß sämtliche Landesverbände die Errichtung von Ehrengerichten, Besserung der Gesetze wider das Duell und stärkere Propaganda durch die Presse mit allen Straften anzustrcben hätten.
* Ter neue Oedivus. Eine romantische Liebesgeschichte, die nn die „Eheirrung" des klassisch u Helden Oedivus erinnert, wird durch eine Derliastung bekannt, die in Brombcrg vorne• nomrnen wurde. Dem „B T." wird darüber geschrieben: Unter dem Verdachte der Bigamie wurde hier der Arbeiter ThomaS Wolland verhaftet. Wolland verheiratete sich vor ungefähr 30 Jahren in Bromberg, verließ aber bald, von Abenteuerlust erfüllt, feine junge Frau und fein Kind, um nach Amerika auS- zunxnidcrn. Seine Fran erhielt nie eine Nachricht mehr von ihm, und der Mann galt verschollen. Bor mehreren Jahren faßte die Tochter Wollands, die unterdessen 21 Jahre alt geworden war, den Plan, den Vater in Amerika auszusuäxn. Tic Mutter hatte sich unterdessen mit einem anderen Mann ver heiratet. Tic Tochter reifte nach Amerika und traf in Michigan einen Mann namens Wolland, der sich als der Halbbruder ihres Vaters ausgab. Tic beiden vcrl)oirateteu sich, obgleich zwischen ihnen ein großer Altersunterschied bestand Der Ehe entsprossen drei Stinder. Vor einiger Zeit imirbe die junge Frau Von Heimweh ersaßt, und ihr Gatto cntscküoß sich, mit ihr nach der Heimat znrückzukohren. In Bromberg verbreitete sich balo das <Vc- rücht, daß der alte Holland der Vat r feiner Frau war. Tie Polizei stellte fest, daß das Ehepaar der Vater und seine eigene Tochter ist. Wolland bel>auptet, ntdu gewußt zu haben, baß sic ihren eigenen Baier geheiratet habe. Ta Wolland über seine Trauung feine amtlichen Urkunden verlegen konnte, wurde er verhaftet.
* Das Tors der U it c h c I i d) c n. Unter der frommen Einwohnerschaft des Dörfchens Tito unweit Potenzas (Jtal.) hat die Vergeßlichkeit eines StandeSbeainten heillose Verwirrung an gerichtet. Mau hat entdeckt, daß er acht Jahre hindurch die in Tito abgeschlossenen Ehe« nicht in das standesamtliche Register eintrug. Die Folge ist, daß 140 Familien ihres geschlichen Bestandes beraubt wurden. Zwar wurden die jtinber aus diesen Ehen regel recht in dem Geburtsregister verzeichnet, für ihre Legitimität fehlt jedoch der urkundliche Nachweis. . . . Die Unterlassungssünden dos Standesbeamten wurden durch einen Zufall entdeckt. Eine Bäuerin wollte sieb auf dem Bürgermeistoramte einen Paß holen, weil sie einen Besuch ihres Mannes im Auslande vorhatte. Sic erhielt jedoch den Besckieid, daß das amtliche Register von ihrer Eheschließung nicht die geringste Bemerkung enthalte. Die Ein wohnerschaft des Torses hat den Staatsanwalt gegen den Standesbeamten her beigerufen.
Kleine Tagcschronik.
Zu der Ermordung der Triester Sarieiefängcrin Lucie Jabbn durch den Abenteurer V. Födransperg meldet die „R. Irr. Pr." aus Triest: Zn der Wohnung Födranspergs fand die Polizei die Jnivelcn der A-abbri in einem Bücherkasten mit doppelter Wand, ferner alte Valenciennes- und Brabanter Spiyen und an bere Wertgegenstände Die Polizei ließ auch im (Harten nach graben, woher die Ztteider der Fabbn, die sie bei bei Ermorbung trug, gcfunbcii würben Sie ivaien mit Aut bedeckt.
Ijandcl.
— Teutschei N c i ch s b a « f a u - w e i s. Ter AuSiveiS für die vierte Jul,woche zeigt cme Verininderung deS Metall- bestände- von 49,637 Millionen Mark (i. P. von 43^92 Mill. Ptk.). Tte Wechsel Haben tun 30,033 Millionen Mark zugenotntnen gegen 2" 688 MilUotten Mark, die Lontdarddar leHen um 32,825 Mtlltotictt Maik gegen 24,566 'Milliotteti l'lnit. Tie Bank verfügte über eine Menerketc Notemefcrve von 123 538 000 Mk. gegen eine solche von 268 476 000 Mk. am 23. Juli t. I. nnb gegen eine fteueritetc Noten- rckroe von 26 8U9 UOO Pik. am 31. Juli 1907. Von den Giro- eu,lagen würbe der Bank 60,905 Millionen Mk. um Vormdre 65,159 Millionen Tlarf) entzogen. Im gatzzen ist der Status zwar mit dem Ultimo etwas angespannt, aber ledenfallS besser als in der gleichen Zett des VoriahrcS.
P luku •?. ’trittfdic Wochenschrift für Volksivirtschaft unb v^oanzwesen " rau.gebfv. olcorfl Ärnhard Inhalt iwm 31. Heft des Jahrgänge?: Solingen — Vcrnnltung Ingenieure. Von Tipi Zng Ludwig 5fha? .rrankfrtrt a M — Revne der Presse — Au den Börsensälen. Bon Bruno Buchirald. — sriegsapostel wider Wil'cn. Sderfchleltsche MagnatenindnfNte Ter tllusor,sct8 Regreß. jivet Briefe. - (> roßbanken nnd Nttlelstand — Rohe RcName. - Gedanken über den G^ldmarli Von Jnstus. - Plutn:-Merk- täfel. - 'Äntivorten s H?nusgebcrs Laren des Welt Handels (L-abal uoef-j uno ngejtellte Nene Lttcratur. — Generalversammlungen. . . . nemenw Oierteliahrl. per Poft, Buchhandel unb direkt vom Vertag 4..5U Mk. Prvdc-
befte graris in jeder Buchhandlung und vorn Verlag. Berlin- übarlottenbiirg. Otoetbcfrr. 69j
Die Marftpreisc für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brorpreise am 3. August 1908.
Höchste Schlachtviehpreise m g r a n f f u r t a. TL
Fleischpreise in Die he.
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 80-82 Mk.
' , ftg.Echlachtgew. 92—95 P'.
, 68-00 .
'/, Rg. 78-86 Psg.
V, , 70-80 , . 60-76 ,
Getreidepreise m Mannheim
Brotpreise in Dießen
Weizen 100 Jtg. 22.00-22.25 I'tk.
Roggen 100 Rg. 18.50-19.00 Mk.
Weißbrot 2 Hg. 62 16g.
Zchivarzbrot 2 Kg. 58 Pig.
Liligesanöt.
^rür Form unb Inhalt aller unter biticr Rubrik stcbendcn Artikel fibernzirmt btc Redaktion dcrn Publikum gegenüber fcütcrfa Verantwortung^
Lollar. 31 Juli,
In Nr 175 Ihres geschätzten Blatte- gaben Sie einer Zu- schritt Raum, bie sich mit b:t hiesigen, allerdings pbr^manget- hasten Straßen-Beleuchtuvi befdjäfngt. — Gestatten Sie mir, hc allgemeine Aufmerfsawk.it aus einen anderen, sehr wunde», aber ;cilgc*mö6en Punkt in unser-r großen Gem«nde zu lenke». Tas ist der Feldschutz Als vor lan t:reit Jahren der damalige tatkräftige und energische Flurichutz Jobs. Schäfer bvchbeta^t fterb. wurde drifcn Stelle dem Forstwart Fuchs gleich^itig mit übertragen 25ber da- war ein arger Mißgriff unb sollte sich schwer röcten. Denn nach eigener AuS age des JormvaNs war und ist ihm von inner vorgesetzten Bebörbe der Großb- Cber’6rteti zwar gcilauer, den Feld c* atz zu übernehmen, aber nur unter brr Bedingung, daß der Wvlbfckuitz darunter nicht leidet. Was auch ganz in der £rbnung ivar Nun aber sind int Lause der Jahre viele Neuanpslanjungen von Cbftbäumen gemacht worden unb werden noch immer mehr gemacht. TaS hiesige Hüttcnwerk hat feit etwa acht Jahren feine Arbeiterzahl mehr als verdoppelt (heute noch ca. IKK) Arbeiter, von denen viele zur hiriigen <*t meinbe • igtwg'n sinb Die Folge war größer.- Nachfrage »ach lündwir.ichafllick'en Er eugnisscn wie Gemüse unb Obst Tiri. niutini natürlid) geschützt werden. Unb jetzt stellt sich heraus, daß der Feldfchntz nn ganz unzureichender war, denn der Forft- ivarl unb gleichzeitige Flurfchütz könnt nicht gleichzeitig beibe A em ter vetieb.n TaS Felb mußte leiden, da der Inhaber beider Stellen in erster Linie a-orftnxirt ist und von Morgens bis Abend« im Wald fein soll Naturgemäß mehrten sich die Klagen über die vielen 7\-cib- unb Obstdiebstill , fo daß mxh eine Hilfskraft speziell für den Obstie! utz angestclll werben mußte. Hierfür bc- willigte man zuerst 2.5 Mk. unb später 125 Mk Da nun der eigentlich« Inhaber der o>'ld>d?ützcn-Stelle an der Ausübung dieses Amtes, wie oben ausgefühlt, mehr ober weniger gehindert »st, unb dabei hoch fruiS e.tua bretfnd'"* Ofefalt bes Hittsschützen br zieht, w Ixibcn wir die merfwürbigr Tatsache, baß zwar zive, Flurhüter bezahlt werben, aber nur d r eine den Dienst a!S solcher ai:süben kann unb habet ganz unzulänglich entlohnt wirb. Die Folge ist natürlich, daß sich die ft lagen über mangelnden Feldschers und dadurch hcrvorgerulen? Diebstäht - ins Ungeheuere steigern Man ßel,c nur einmal in die Treiber unb lesonbers auch in solche, ko wir Landwirte Obstbäume gepflanzt haben, unb sehe ba, roü die so prächtig stehende Frucht in weitem ekreis um die Bäume zertreten ist unb wie an ben letzteren die Zweige a(»gerinnt werden Hier ist es dringend nötig, daß in der Feldhüter Frage endlich einmal Abhilfe geschafft wirb und baß in tKT Zeit der reifenden Fnickft- und Obst-Ernte event. noch eine dritte PersSnlichknt rin. gestellt wird.
Meteorologische Beobtrchtnngen
der Station Gießen.
Verantwortlich sür „Aus Stadt unb Land" unb „Gcrichtsfaal". I. D.: E. Anderson.
August
1908
’ Var'oineier ouf 0* reduziert
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
<x j Z §
Windstärke
Wetter
1.
2-
730,6
21.5
12.0
63
NW
4
Bew. vinune!
4.
9"
748,5
16,8
12,3
87
NW
2
Klarer yimmt.
ö.
7”
11,6
91
still
still
Bed. Himmel
Höchsli
1 !
Temperatur
am 3.
bis 4
Augu
ft -
4- 22,0 ' a
Niedrigste
■
, 3.
, 4
•
= ft- 18,6 * V.
Teleionische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Hank ftlr Handel und Industrie, Glessen.
Frank tarier Börne, 3. August, 1.15 Ubr.
31ie/e Reichsanleihe . . 92.20 3?» do. . . 83.53 3tae/, Konsole .... 92.25 3% do.....83.60
J S*/e IlcMen.....90.50
3X*/, Uberhessen . . . 90.00 1*. Ucsterr Goldrente. . 9870 41/,9» Oestcrr. >ilbcrrente 99.20 17» Uugnr Goldrento . . — 4?< Italien. Reute . . . —— d?e l'urtugiesen Serie 1 61.80
3% Portugiesen „ 111 63.20
4-,'/. ruM. Staaten ul. lUOa 9*90 4« Japan. Staatsanleihe H9.53
4 % Conv. Türkeu von 1903 93.45
IX Griecb. llunopol-Aul. . 30.00 19» hussere Argeutiuier . 35 m3 3°/, Mexikaner . . . 66.70 i>>7» Chinesen .... 97.40
Aktien:
Bochum Guss.....221.00
Buderus K W.....11025
.iidcnz: test.
Berliner Börne, 5
Cauada E. B. . ... b 9.00
barmsUidter Bank . . . 125.00 Deutsche Bank .... 233.50 Dortmunder-Union C. . . 58.20 Dresdner Bank . . . . 140 75
Teudenx: fest.
Elektriz. Lahmeyer . . . 119») Elektriz. Schlickere . . . 1 U7.<0 Eacbweiler Bergwerk . . 201 36 Gelsenkirchen Bergwerk . 194.2V Hamburg-Amerik. PakelL 112.3> Barpener Bergwerk. . . -Oljüe LanrahtitU......210.5»
8urdd. Lloyd . . . . 94 2v
Obeischles. Eiseu-Iudastrie U9 7> Berliner Handelsgc«. . . 162.« 1 ’arinstAdlcr Bank . . . 126Jj Deutsche Bank . . ... 23.12- Deutsch-AsiaL Bank . . 1.NL5- Diskonlo-KommandiL . . 175.56 Dresdner Bau< .... 140.2- Kreditaküen.....197.4t
Baltimore- und Uhio-
l.isenlahu.....93.2
Gotthard bahn .... — Lombard. Eisenbahn . . 215- GesUrr. titaaUbahn . . . 148.0 Pnuce-Henn-Liaeübabu . 121.44
August. Anfangekuree.
Barpener Bergwerk. . . 200.4»
LaurabOUe ..... 209.0»
Lombarden E. B. . . . —.— .\ordd. Lloyd.....96 D
l drkenloee......144.5»
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