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29.5.1908 Erstes Blatt
 
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Nr. 125 - Erstes Blatt ^58. Jahrgang Freitag Mai irrr)8

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ssÄtas General-Anzeiger für Oberhessen -LtzS Annahme von Anzeigen V *r 1 i ! I u.Land" und ^Wertchts-

ü oonaUtags 10 Uh^ Rotationsbnid und Verlag der vrühl'schen Unio.'Vuch- und SteindruSeret. R. Lange. Redattion. Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. An!eigente???H."Äck.

Juli seinen Urlaub antreten, den er

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dem Wege der Vereinheitlichung des deutschen Eisenbahn­wesens bedeuten würde.

Die Konferenz des Deutschen Vereins vom Noten Kreuz Dresden verhandelte in ihrer heutigen Sitzung über die Revision des U c b e r e i n k o m m e n s vom 20. April 1859 betreffend die Gesamtorganisation der deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger. Nach dein Referat des Ministerialdirektors v. Geyer-Stuttgart und nach einer längeren Debatte wurde die Nettorganisation einstimmig en bloc angenommen. Nach dem neuen Ueber- einkommen sollen die gemeinschaftlichen Angelegenheiten durch das Zentralkonunitee der deutschen Vereine vom Noten Kreuz mit Sitze in Berlin erledigt werden. Dieser Gesamtorganisa­tion gehören 26 Landesvereine mit 60 Stimmen an; eS ent­fallen davon auf Preußen 17, Bayern 6, Sachsen und Württemberg je 4, Baden und Hessen je 3, Mecklenburg und Braunschweig je 2 und Elsaß-Lothringen 3, auf die übrigen Vereine je eine Stimme. _______

bereits im Anfang I auch Heuer wieder in Norderney verbringt. Der Auf­enthalt des Kanzlers wird, dort vorattssichtlich acht Wochen

währen.

Der Oberbürgermeister Dr. Trocndlin von Leipzig ist am Mittwoch Abend gestorben.

Der frühere S ta d t s ch n It b e i ß Müller in Ebingen, von 1879 bis 1881 Reichstagsabgeordneter (Reichspartei) für den 15. württembcrgischcn Wahlkreis, ist nn Alter von 78 Jahren gestorben.

In dem Befinden des Erzbischofs Dr. von Albert in Bamberg, der seit einigen Tagen an Influenza erkrankt ist, ist eine Verschlimmerung eingetreten; die Aerzte konstatieren ein Gallensteinleiden.

D r. P e t e r s hat gegen den Ausgang seines Beleidigungs- Prozesses gegen dieKöln, Ztg." Revision beim Kölner OberlandeS^.richt eingelegt.

Der ehetttalige Gouverneur v. Puttkanier ist dieser Tage uoni Reichskanzler empfangen worden. Das hat nun vielfach zu der falschen Vermutung Anlaß gegeben, daß eine Neuanstellnng v. Puttkamers im Reichsdienst in Aussicht genommen sei. An maßgebender Stelle ist von einer solchen Absicht nichts bekannt.

Bayern und die Fahrkart en steuer. In erneut Gespräch mit einem Publizisten erklärte der bayerische Ver­kehrsminister die Fahrkartensteuer für durchaus unpopulär und für die Staatsbahnen schädigend. Sollte die Steuer aufrecht erhalten werden, so müßte nach einem Gutachten eine etwa fünfprozentige Besteuerung aller Fahrkarten, also anch für die vierte Wagenklasse eingeführt werden. Den Vorschlag einer Reichseiscnbahnstcuer ivird Bayern ablehnen, da die Verwirklichung dieses Gedankens ernen Schritt auf

folg, wie auch Aaminersänger Ludwig Heg aus München mit dem romantischen LiedcrkreisAn die ferne Geliebte schnell die volle Gunst des kunstsinnigen Publikums errang und mit reichem Beifall belohnt wurde. Eine geradezu sturnnsche Be­geisterung rief der feurige, temperamentvolle und feingeiftige Vor- trag derAppassionata" durch die hessische Kammersängerin Frau Frida Kw ast -Ho da gg hervor, die dem tostbaren «tnnwav- flügel ein Meer von Wunderklängen voll höchster Letdenschafti entlockte Der zweite Abend brachte ausschließlich Erftauf- fuhrungen von Werken lebender Komponisten; zuerft em. Streichquartett in E-mol l von Max Schillings, das uns den Komponisten als durchaus modernen, aber auch als emen ab­geklärten, reisen Künstler zeigt, dann eine neue Sonate ui Fis- moll von Felix Weingartner, dem ictzigen Direktor der Wiener Hofoper, der selber herbeigckommen war, um gemeinsam mit Herrn H a v e m a n n (Violine) das musikalych-efsettvolle, Loch- interassente Werk zu interpretieren. Tas wunderbar teme ivprel deS Komponisten am Flügel uno Havemanns virtuose Meyter- schaft rissen das Publikum zu langer stürmischer Begeisterung hm. Ter vokale Teil des Abends war durch vier neue Quartette des des hiesigen Pros. A. Mendelssohn, vorgetragen von Frau. M ö h l - Knabe, Frl. Klara R a h n und den Herren Ludwig H e ß und Joseph Loritz, sämtlich aus München, sowie durch zweu von letztgenanntem gesungene Baßlicder desselben Kvm^nisten vertreten. Tann folgten noch drei Vokalquartette von Joh. Brahms und Serenade für elf Soloinstrumente von dem Frankiurter Kom­ponisten Bernhard S e k l e s. Ties eigens für das <ye|t ge­schaffene und vom Komponisten selber dirigierte Werk bildet zweifel­los eine wertvolle Bereicherung des Kammermusikprogramms, es besitzt ein farbenreiches Kolorit und echt serenadenhafte, polyphone Klangwirkung. Ter dritte und letzte Abend brachte Urauf-, führungen und zwar zunächst em Trw für Klavier, Violine und Violinecllo in E-moll (op. 102) von Max Reger (mit dem Komponisten am Flügel), ferner zwei Sieber von demielben, dann zwei Gesänge für Sopran von Pros. Fritz Bold ach Mit Klavier-, Violin-, Violonecllo- und Harfenbegleitung, drei Lieder für Tenor von Volkmar A n d r a e und endlich noch em Trip für Klavier, Violine und Violonecllo von demselben Komponisten. Eine Kritik aller dieser Werke ist an dieser Stelle nicht iyW); es sei hier nur noch betont, daß das neue Trio Max Regers eine echte Kammermusik ist und in seiner seinen Phrasierung em Meister-. werk bildet, bei dessen Vortrag neben dem Komponisten auch Herrn Havemanns feine künstlerische Auffassung und meister­hafte Technik allgemein bewundert wurde. Ihm gebührt als dem Anreger und dem einigsten Akteur aller drei Abende auch das künstlerische Hauptverdienst. Tas Groß herzo gspaar> wohnte den drei Konzerten bis zum Schluß bei und empfing während den Pausen sämtliche mitwirkenden Künstler und Küns^ lerinnen, ldie Komponisten mehrmals/, um ihnen allen persönlich Tank und Anerkennung auszusprechen.

Deutsches Reich.

Der Kaiser nahm am Mittwoch auf dem großen Exerzierplatz Lang fuhr eine Parade über die Leib Husaren- Brigade und die zur Hundertjahrfeier erschienenen Krieger- oereitte ab. Der Kaiser erließ eine Kabinetsordre, worin es heißt:Möge der alte Geist die unerschütterliche Treue, opferwillige Hingebung an mich und mein Haus bei meinen Leibhusaren bis in die fernste Zukunft unerschütterlich bleiben. Mögen die Söhne es den Vätern immer gleich dartun in allen hervorragenden Tugenden im echten Husarenton."

Der Kaiser traf gestern Vormittag 8 Uhr 10 Min. auf der Wildparkstation ein. Zum Empfang waren die Kaiserin, die Prinzessin Luise und der Polizeipräsident von Potsdam v. Starck anwesend.

Der Kronprinz ist gestern Vormittag in Wilhelms­haven eingetroffen. Er nahm das Frühstück mit dem Prinzen Adalbert bei dem Stationschef Admiral Fischet ein und schiffte sich um 12 Uhr auf dem KreuzerDanzig" ein, der bald darauf unter bem Salut der Küsten - Batterie in See ging.

Die Kronprinzessin (See ili e ist in Baden- Baden eingetroffen.

Fürst Bülow wird, wenn es die Geschäfte zulassen,

hessische Zweite Kammer.

DarNi ftadt, 27. Mai.

Am Regierungstisch: Finanzminister Gnauth, Ministerial­rat S ü f f e r t, Oberbaurat Kilian.

Nach Eröffnung der Sitzung um 9.i Uhr durch Vizepräsident Köhler entspinnt sich zunächst eine längere Geschäftsordnnngs- debatte über den vom Abg. Bähr gestellten Antrag,Tie Regierungsvorlage über die Herstellung mehrerer Nebenbahnen, von der heutigen Tagesordnung abzusetzen". Schließlich pro­testiert jedoch Vizepräsident Köhler dagegen und lehnt eine Ab­stimmung über den Antrag Bähr ab, da die Kammer geltem die Beratung der Nebenbahnschmerzen ausdrücklich für heute beschlossen habe. .

Abg. Bähr erhebt Protest gegen diese Behandlungsweise des Vizepräsidenten.

Vizepräsident Köhler weist den Abgeordneten daraus hm, daß demselben gegen seine Maßnahmen als Präsident nur der Beschwerdeweg an den Kammervorftand übrig bleibe, daraus nimmt Abg. Bähr die breit vor sich ausgelegten Akten wieder zusammen und verläßt in demonstrativer Weise das Haus? Das Haus tritt darauf in die Tagesordnung ein und verweist zuerst die zur vorläufigen Beratung gestellte Vorstellung des L a n d g e r i ch t s p r ä s i d e n t e n H e r»b e r g e r betr. die Anftellungsverhältnisse für Staate

dienstanwürter in der hessiich-preußischen Eisenbahnge­meinschaft an den zuständigen Ausschuß,

Darauf gelangt der Gesetzentwurf, betr. die Herstellung mehrerer Nebenbahnen zur Beratung. Es handelt sich um die Herstellung einer voll­spurigen Nebenbahn AlsfeldNieder-Aula, mit Abzweigung nach Schlitz wofür 8118 000 Mk. aus Staatsmitteln verlangt werden- die vollspurige Nebenbahn GriedelBad-Nauheim und die voll­spurige Nebenbahn ButzbachEbergöns, für welche dem Unter­nehmer je 30 vom Hundert der wirklichen Baukosten bewilligt werden sollen, sowie für die Nebenbahn AlsfeldLandesgrenze um unentgeltliche Ueberlassung deÄ zum Großh. EämilieneigentuM gehörigen Bahngeländes und einen Zuschuß zu den Kosten des weiteren Geländeerwerbs von 100 000 Mk. In Verbindung damit werden gleichzeitig auch die folgenden Projekte zur Be­ratung gestellt: Antrag des Abg. Hauck, die Erbauung einer Nebenbahn von Groß-Zimmern nach Grotz- Umstadt betr. In Verbindung hiermit: Vorstellung der Ge­meindeverwaltung Groß-Zimmern in gleichem Vetren.

Antrag des Abg. Köhler: Erbauung zweier «eben*

zu helfen ist, daß die freistehende Wand den Witterungs­einflüssen tunlichst entzogen werden muß und daß dies nur geschehen kann durch Wiederherstellung der freistehenden Mauern als Einfassung eines geschlossenen Raumes, d. i. durch Wiederherstellung des Baues. Das Preisausschreiben hätte nur dann einen Zweck, wenn die Untersuchung unzu­reichend und die darauf gestützte Beurteilung des tatsäch­lichen Bauzustandes irrig wäre. Dann aber müßte von den Preisbewerbern wie von den Preisrichtern verlangt werden, daß sie selbst durch Untersuchungen an Ort und Stelle ein eigenes Urteil über den Zustand des Otto-Heinrichbaues sich verschaffen. Wie viele Architekten und Ingenieure wer­den sich finden, die Zeit und Geld hierfür zu opfern geneigt sind, um dann schließlich zu dem Ergebnis zu gelangen, daß es kein Mittel gäbe, den Otto-Heinrichbau als Rmne zu erhalten. Aus allen diesen Gründen hat die Regierung sich nicht entschließen können, das beantragte Preisaus­schreiben zu erlassen. Sie hält die Sache für spruchreif und ist der Meinung, daß nun genug gefragt ist und jetzt zur Tat geschritten werden sollte, bevor es zu spät ist. Sie kann die Verantwortung, die Ruine dem Zerfall zu über­lassen, nicht tragen und gedenkt deshalb für den kommenden Landtag die Forderung wieder einzubringen.

Das Darmstädter Kamm e rmusi kfest Man schreibt uns aus Tarmstadt: Der Gedanke, bei Gelegmihcit der Ausstellungseröffnung auch zum erstenmal in .Deutschland ein allgemeines Kammermusikfeft unter Beteiligung, einer Anzahl erster deutscher Künstler und Komponisten zu veranstalten, ist auf fruchtbaren Boden gefallen, ^dreitägige Musikfest, das in der ersten Hälfte der Woche im Tarmstadter Saalbau stattfand, bat einen hohen künstlerischen Erfolg errungen; wir haben em volles Tutzeno der ersten, auserlesenen Kräfte zu hören bekommen, die uns sonst in den großen Konzerten nur einzeln oder zu zweien präsentiert werden konnten. Ter erste Abend war tnetat» voller Weise dem grössten aller Meister der Tonkunst gewidmet, Beethoven. Zuerst brachte die hiesige Kammermusikvereinigung, die Herren Hoftat de Haan, Hofkonzertmeist^r Havemann und Bornemann, Hofmuiiker Delp und Andrae das Streichquartett in F-dur, op 135,^um Sortrag, bgfen Wiedergabe allgemein entzückte. Tann kam d-r mederkomponist Beethoven mit fünf schottischen Liedern für Alt- zum Wort, vor- qetrngen unter Klavier-, Violin- uno Violoncellobegleitung von Frl Klara Rahn aus München. Tie Künstlerin erzielte naive- tth mit den beiden ichwermütig-gclragenen 'oerit und bem .irischen..Büschen in unferm Sträßchen" einen , wnen Er-

<DieJ)CUtig£jRummerjumfa6t 12 Seiten.

8ranzösisch-englische Verbrüderung.

Der herzliche Empfang, der dem Präsidenten Fallisres und seiner Begleitung in England bereitet worden ist, läßt sich schwerlich noch überbieten. Unter diesen Umständen überrascht es keineswegs, daß jetzt in London auch die Frage der Umwandlung der englisch-französi­schen Entente in ein förmliches Bündnis von der Presse allgemein besprochen wird. Alle unabhängigen Politiker sind der Meinung, daß die Entente ihren Wert genügend gezeigt und Großbritannien Gelegenheit gegeben habe, seinen französischen Freunden seine Beständigkeit zu beweisen. DerStandard" hofft, daß man nie ein Bünd­nis schließen würde. England sei stärker, wenn es allein stehe. Die französischen' Militärsachverständigen unter­schätzten den Wert des Bundesgenossen mit der größten Flotte der Welt und übersähen die Lehren des südafrikani­schen und des russisch-japanischen Krieges.Daily Tele­graph" sagt, es sei kein Anlaß, von einem Bündnis zu sprechen; die entente cordiale genüge vorläufig.Daily Chronicle" erklärt die noch in einigen Kreisen herrschende Ansicht, daß die Entente in antideutschem Geiste er­sonnen sei, für irrig.Daily News" betrachtet den Ab­schluß eines ausdrücklichen Bündnisses als ein ünglück für den europäischen Frieden. Bei dem Frühstück in der Guildhall brachte der Lordmayor am Mittwoch einen Trinkspruch auf den König und die Königin aus, die sich in Frankreich großer Volkstümlichkeit nnb Wertschätzung erfreuten, und einen zweiten Trink- spruch auf Präsident Falliöres, den er als das Haupt der großen, befreundeten Station, die der nächste Nachbar und Verbündete Englands sei, feierte. Er habe England als Gast des Königs mit seinem Besuch beehrt, mit besonderer' Rücksicht auf die englisch-fran­zösische Ausstellung, die hoffentlich zur Förderung der kom­merziellen und geschäftlichen Beziehungen der beiden Länder beitragen werde. Nach diesen Ausführungen erhob sich Prä­sident FallidreS und erwiderte, er fühle sich glücklich, in London zu weilen, im Mittelpunkt eines klugen, prat- lischen Fleißes, im Brennpunkt aller freiheit­lichen Ideen, welche die Grundlagen eines jeden Fort­schritts und jeder Zivilisation seien. Er sei angenehm be­rührt, daß die Erinnerung in ihm wachgerusen worden sei, wie in demselben Saale sein Vorgänger Loubet die Entente mit feierlichen Worten besiegelt habe, die für die Interessen der beiden Nationen so segensvoll sei und deren Lande sich seitdem noch nicht gelockert hätten. Die Ge­meinsamkeit dieser Interessen habe nunmehr Ausdruck in der glänzenden Ausstellung gesunden, deren sicherer Erfolg beide Nationen ermutigen lverde, nach den nämlichen Idealen: Arbeit, Eintracht und Frieden zu streben. Der Präsident leerte zum Schluß sein Glas auf bas Wohl des Lordmayors der Stadt London.

Die Heidelberger schlohfrage lebt wieder aus.

Die Budgetkommission der badischen Ersten Kainmer hat eine Zuschrift des badischen Finanzministeriums in der Heidelberger Schloßfrage erhalten, worin es u. a. heißt: Die beiden Kammern hatten die von der Regierung für bic Jahre 1906/07 für die Wiederherstellung des Otto- Heinrichbaues eingebrachte erste Teilforderung von 100 000 Mark avgelehnt. Beide Häuser waren darin einig, daß von einer Wiederherstellung des Otto-Heinrichbaues abzusehen, her Bau vielmehr in seinem gegenwärtigen Zustand als Ruine zu erhalten sei. Im Juli 1906 beantragte die Zweite Sammer, ein Preisausschreiben an die deutschen Urchttekten nnb Ingenieure zur Erlangung neuer Vorschläge zu er- las'sen. Wenige Tage zuvor hatte der Stadtrat von Heidel­berg in einem an den Landesherrn gerichteten Bittgesuch rernselben Gedanken Ausdruck gegeben und auch mehrere Heidelberger Vereine hatten sich in einer der feiten Kam­mer eingereichten Vorstellung angeschlossen. Die Prüfung dieser Eingabe seitens der Regierung hatte zur Ablehnung des auf die Erlassung eines öffentlichen Preisausschreiben, sielenden Vorschlags geführt. Auch der letzte FmäNtz- minister vertritt diesen Standpunkt und begründet denselben n. a wie folat: Die Frage, ob es Mittel gibt, den L^tto- heinrichbau in seinem gegenwärtigen Zustande erhalten ft auf das Gründlichste untersucht und nach dem Urteil der Bausachverständigen vernemt worden. Was den Unter-- zang der Ruine herbeiführen muß, ist der zerstörende Em- iluß der Atmosphärilien, hauptsächlich die Di^chnajsung imb das Durchfrieren der freistehenden Mauer. Dieser Cm- jluß muß ausgeschaltet oder doch auf dav erreichbare Maß herabgesetzt werden. Dies kann nur dadurch gesehen, daß der Bau wieder in die alten Derhaltniss g $ bic ein Haus, d. h. daß er ein Dach erhalt und -^crn mit Zwischenwänden und Decken verfehen wird, daß. Fens^ -ingesetzt werden und somit auch die Möglichkeit 8«^ * vird, bei strenger Kälte die Raume mäßig zu erwarmem Erkennt man an, daß alle Untersuchungen und !Vorarbeiten

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