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vczngSprelsr monallick 75 Pi., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch 21bbole- u. Zweigstellen monatlich 6ö Pf.; durch diePostMt.2.—vierlel- fährt <n»»ktL Beslellg. SeilenprctS: lofdlö^U Buflnnirt» 20 Pfennig, Berantwortlich für den polih|rt)en Teilt 6. Slnberjon; f. Feuilleton und „GcmtifchteS* P. Willko: tüt .Stadt u. Land* und,<3evid)t6-
Schweiz, trotz der erschiverren Einfuhr nach Dcutfailand, im Ankauf sich sehr hoch stellen und auch bie Unkosten dcö Anlaufs und Transportes bei einer so kleinen Anzahl nicht
Englische Nervosität.
Tic Engländer sind neuerdings sehr nervös geworden. Dieser Tage hat ihnen sogar das Erscheinen eines deutschen Torpedobootes an der nuste Englands während der Manöver Schrecken ein- gejagt. Tu Manöver bestanden in dem Ueberfall des Hafens durch ein feindliches Geschwader. Ein als Kauffahrer markiertes britisches Torpedoboot gelangte vorgestern nacht in den .Hafen, wurde aber durch Scheinwerfer erkannt und mit einer heftigen Kanonade empfangen. Ter Angriff des manöveriercnden Geschwaders wurde wahrend des Tages zurückgcschlagen. Die mit großer Heimlichkeit betriebenen Manöver dauerten 48 Stunden. Gestern obcnd lief das deutsche Tort>edobool ein und verankerte sich an einer 2>oje im Fluß. Cs wird natürlich behauptet, daß cs gekommen sei. um die Manöver zu verfolgen. Der deutsche Slonjul in Ncw-Eastlc gibt über diesen Fall folgende Aufklirung- Das deutsche Torpedoboot war beauftragt, die Fischerei an der Ostküste zu überwachen. Wahrend eines Unwetters erlitt cs eine Beschädigung an den Wasserbehältern und lief infolgedessen im Thne ein. ohne von den Manöver« Kenntnis zu haben. Dies wurde den Off:;i''r'',i des britischen Kriegsschiffes „Vindictivc", welche an Boro gekommen waren, auSeinandergefetzt und ihnen zugleich das Bedauern über die durch den Zwischenfall hervor- ge-uiene Storung der ^'Vanc'-er on>,i" orochcn. Ta Vic Ausbesserung des Schadens schnell vor sich gebt, wird ba* Torpedoboot wahrscheinlich am heutigen Montag aufbrechen.
und Mißgunst einzelner eingegeben, so leicht umge- stürz: werden könnten. Eine fest« Bürgschaft bittet in erster Linie daS Gewissen der Fürsten und Staatsmann c rEuropas, die sich Golt gegenüber veranrwvrllich wissen und füllen für das Leben und Gedeihen der ihrer
Leitung anverrvauten Völker. Zum andern ist es
der Wunsch und Wille der Völker selbst,
sich in ruhiger Äeiterentwickelung die großartigen Er-
rungenfchaflen fortschreitender Kultur nutzbar zu machen und in friedlichem Wettbewerb ihre Kräfte zu messen. Und zuletzt wird der Friede gesichert und verbürgt auch durch unsere Wehrmacht zu Walser und zu Lande, dur chdaS Volk in Waffen. Stolz auf die unvergleichliche Manneszuplst und die Ehrliebe feiner Wehrmacht ist Deutschland entschlossen, sie ohne Bedrohung anderer auch ferner auf der Höhe zu halten und so auszul-aucn, wie es die eigenen Interessen erfordern, niemand zu Liebe, niemand zu Leide. Mit Gottes Hilfe und uni er dem Schutze des deutschen Adler-5 können Sie daher auch ferner Ihren friedlichen Berufen nachgehen und die Frühste Ihres Fleißes cinfammelu. Möge auf Ihrer Arbeit Gottes Segen allezeit ruhen! Es lebe das deutsche Reichslands Elsaß-Lo- thriugen!"■
Marokkanische Überraschungen.
Sultan Abdul Afts hat sich von seinem Schreck erholt Jittb schöpft neue Hoffnung. Während seine Mahalla in Mediuna lagert, will er selbst bis auf weiteres in Seltat ütleiben. Einem Interviewer erklärte er, wie der „Matin" errfährt, daß er keine Niederlage erlitten habe, ipnbern verraten worden sei, es sei aber nichts verhöre n. Er erwarte nur Mtugi, der eine neue Mahalla i-niSaerüftet habe, um nach Marrakesch ^urückzukehren; das i ieroe aber lange dauern, denn er wolle jid) nur mit sicheren -.nippen umgeben, die entschlossen seien, ihm überallhin ■xi folgen. Dasselbe Blatt erfährt aus Tanger aus sicherer Duelle, Mtugi stehe ganz nahe von Marrakesch an der Spitie einer bedeutenden Mahalla und schicke sich an, bie Gtoot einzm nehmen.
Diese Meldung scheint nun ihre Bestätigung auch von amberer Seite zu bekommen. Aus Maraü'fch wird nämlich u.nter dem 24. ds. gemeldet, daß Mtugi bei Tcrechcf koie Mahalla von Irra ui geschlagen habe und daß loiese 40 Tote hatte. Mtugi bombardierte dann das 20 Kilo mietet von Marale sch entfernte Agadni. Jrrau'. bat dringend nun Verstärkung, was in Maralesch große Bewegung her tworrief, zumal als Attugi einen Bries sandte, mit der Auf- f orderung an Glaui, Abdul Asis zu proklamieren mb seine Mahalla in die Stadt einziehen zu 1 affen, um die Beschießung der Stadt zu vermeiden. Auf b»?n Brief wurde keine Antwort erteilt, aber alle Truppen s ind draußen und die Stadttore find geschlossen. Rehamna H zur Verstärkung Irrauis abgezogen.
Auch die Franzosen rechnen ernstlich mit neuen blutigen Zusammenstößen in Atarokko. AuS Eolomv-Bechar wird vom 39. August gemeldet, daß man dort seit dem frühen Morgen wyne Nachricht von Bu Anana und Bu Tenib ist. Der optische Telegraph habe den Tag über sd)lecht suiiktioniert i nfolge von Sandwirbelslürmeii. Ti: Vorbereitungen ueinem Angriff werden immer oifensichtlichcr. Einige irontingente der Harta wurden verstärkt, durch die Stämme ..iS dem Atlasgcbiel, die gut bewaffnet sind und im Rufe großer Tapferkeit stehen.
Zu der Marokkoftage schreibt die „Südd. Reichskorrefp." : Lie Frage ist nicht mehr, ob Mu lei Hafid anerkannt werden s«ll, sondern nur noch, unter welchen Vorbehalten. Solche Viorbeljalte sind insbesondere von Frankreich und Spanien r erwarten, und man wird sie unbefangen Prüfen misisen. Julei) Siciftb hat diesen Etnwä iden gegen feine Anerken- leimg mit Erklärungen au begegnen, bei deren Annahme die Mäujte aus das eigene urteil nicht werden verzichten tonnen, l-ewisje Wendungen in französischen Blättern lesen sich, als j^ien Frankreich und Spanien von den übrigen Unterzeichn iwern der Algecirasakte beauftragt, im Namen aller anderen -lachte die Anerkennung Muley Hasids herbeizufuyren. fön solches Mandat aber ist nicht erteilt worden und steht auch nit^t in Aussicht.
politische Lagesschnrr.
Ter Kaiser in Straßburg.
Am Samstag fand auf dem großen Polygon in Straßburg b ie Kaiscrvaradc statt. Bei der Pa.adctafcl am Samstag brachte btt Kaiser folgenden Toast aus: „Tas 15 Armeekorps hat o n heutigen Tage eine glanzvolle Parade bestanden vor Sr. Dajeftä; dem König von Sachsen, vielen deutichen Fürsten und mit, und es ist mir eine Freude, Euer Exzellenz nochmals n ;eine vollste Anerkennung und dem Korps meinen Glückwunsch e iszuiprcchen, auf historischem Boden, vor den Toren Straß- b ngs, der schönen Stadt! Evenfalls erhebend aber war der Slütblid bei im bürgerlichen Gewände dem Korps gegenüber- si henocn Reihen alter Kampfgenossen aus der Zeit meines Groß- v.ners. Ebenso wie in Metz, und nicht zum minbesten^ hat cs r.id) gefreut, unter ihnen auch eine Menge französiicher Soldaten z» finden: sic standen einträchtig nebeneinander, die Kämpfer v on Solferino, Magenta, Inkerman, Scbastopol, die unter Bos- a: ict, St Arnaud, Polissier, Fcrcy gestanden haben und neben ilnen, mir eisernem Kreuz, die Kämpfer des Prinzen Friedriey Äarl, he-. Generals Steinmetz und vieler anderen deutschen Heer lehret. So muß es fein! Wo echter soldatischer Geist lebt, U finden sich die Soldatenherzen zusammen. Atögc das Korps euch fernerhin in dem ausgezeichneten Stand, in dem cs sich mir erzeigt hat, vorgeführt werden und möge cS im Manöver letnc hdegsmäßige Ausbildung zu meiner Zufriedenheit betätigen. Ich tianfc am das Wohl des 15. Armeekorps öurra! Durra! ourra!
Am Abend war die Stadt wahrhaft glanzend illuminiert. Unter anderen Gebäuden bot der Münster im Schmuck eleitri'cher Achtreihen ein großartiges Bild dar. Trotz des meg en tu etter-3 rrareu Lausende ans den Straßen, besonders am dem Kaiser- ckatz vor dem Kaiserpalast, wo großer Uwfcnftmd) .NaMand, Q'm der Kaiser, die Kaiserin und die übrigen Fürstlichkeiten aom Balkon dcö Palastes aus beiwohnten.
Gestern nachmittag unternahmen der Kaiser und die Kaiserin ff nc Ausfahrt im Automobil. Um 7 Uhr fand bei den Maiestaten lin Kaiscrpalast eine Festtafel für das^ Reichsland statt. Aach -.m Festmahke hielten die Majestäten Cercle, ^'.c 'elvrcise - -oigte um 10 Uhr abends nach Berlin, wo die Ankunst sur heute mittag 12 llhr 10 Mim vorgesehen war. -lic >-tadt Hane trieberum allgemein illuminiert. Ta3 Publirum brachte den ..ca- j Räten lebhafte Huldigungen dar. Der Kronprinz und die Kron» rrinzessin reiften um 11 Uhr ab.
Der Toinkspruch des Kaisers bei der gestrigen ^-efttasel I-zutctc*
„Bon ganzem Herzen heiße ich die Herren Mtlkommen und f"ned)e Ihnen der Kaiserin und meinen wärmsten zmir auj fit den schönen Empfang, durch den hier wie in Mcl- die et)atz- ’ I fthrinaische Bevölkerung ihrer Liede und Anhänglich'eit tove-- nDten Ausdruck gegeben? bat. Auch liegt e* "ir «m .wn, rod) einmal Zhnen für die tattohtige Beteiligung aui wteocraui- boru der alten, hehren Hohkonigsvurg zu danken, besonders auch do-.n Loihri.igern für rlyrc patriotische Haltung durch die ^Nstung tos rei-enden Lothringer Zimmcts auf der Burg, scrt nunmehr ^7 Zahrcn Ijaben Sie in Frieden ihren verschiedenen -öerujen «»liegen können, und das schöne Elsaß-Lothringeu '.tt in dieser -eit, mit der ungeahnten Eiitwictelung des Teunwen 'Jmtrcy Echriit haltend, in l>oct)ersreulicher Weise emporgedluhv uls {rjijner dieses Grenzlandes haben Sie nalurgematz das grotztc Sntereffe an der werteren Erhaltung des Friedens, und ich Irene
Ans StaOt und Land.
Gießen, 31. August 1908.
♦* Zu den Landtagswahlen. Im LandtagS- wahlkreis Grün berg treten die Deutsch-Sozialen, wie in der Vertraiiensinännerversammluiig am 29. August ebenfalls beschlossen wurde, für den Kandidaten des Bundes der Land- ivirtc Oekonom L n tz - Elpenrod ein. In Schotten tagte am 30. August eine Bertrauensmänner-Versammlung des Bundes der Landwirte, die sich über den Landtagskandidaten des Wahlkreises Schotten-Laubach schlüssig machen wird. Sie hat zu entscheiden zwischen dein deutsch-sozialen Lehrer Link-Nudingshain und dem seitherigen Vertreter Forstmeister Dr. Weber-KonradSdorf (parteilos). Bürgermeister Stöplcr l)at nach anfänglicher Weigerung jetzt die Kandidatur für den Wahlkreis Lauterbach-Schlitz wieder angenommen. Er wird von den SlationaQiberalen und dem Bund der Landwirte unterstützt.
"'DcrLandeSauSschuß der nation alliberalcn Partei für daS Großherzogtum Hessen wird voraussichtlich am Sonntag, den 13. September nachmittags in Darmstadt zu einer Sitzung zusammentreten, um über die bevorstehenden Landtagswahlen zu beraten. In derselben Versammlung, zu welcher die nationalliberalen Vertrauensmänner au2 allen Teilen des Landes zusammenkommen, wird auch der Reichstagsabgeordnete Streese- mann einen Vortrag über die allgemeine politische Lage halten.
** Aus den Manövern. Tie Truppenteile her 25. Division haben im Kreise Biedenkopf Einzug gehalten. In der Battenbcrger Gegend liegen die Infanterie-Regimenter 115 und 116 und im Breitenbacher Grund die Regimenter Nr. 117 und 118. Heute beginnen die Regiments- und Brigade-Manooer. Gestern mittag um 12 Uhr traf der Kommandeur des 18. Armeekorps, General v. Eichhorn, im Automobil in Laasphe ein und stieg in der sog. „Fasanerie" ab. Dem Vernehmen nach wird er heute im Schloß Wittgenstein Aufenthalt nehmen. Die Meldungen, daß Buchenau wegen lorgefommencr Typhus-Erkrankungen keine Einauartierung bekommt, soll sich nicht bestätigen, da die Fälle mild verlaufen und die Ursache durch die Schließung des abseits gelegenen verseuchten Brunnens beseitigt ist. Daß in Wolluu cm Kind an Genickstarre erkrankt sei, bestätigt sich nicht, cs handelt sich um eine andere Krankheit. In beiden Ortschaften weilen bereits Stabsärzte.
*♦ Einführung von Zuchtmaterial. Vor ca. 8 Tagen führte der Ausschuß der vtandwirtschaftskammer für die Provinz Oberhesfen 5 Bullen und eine Kuh Simmentaler Rasse von der -schweif hier ein, die wegen der Seitcheugefahr eine Woche in Quarantäne gehalten und am Samstag an die Besteller verteilt wurden. Für die Zuchtstationen Langsdorf, Eichenrod und Streben- dorf waren 3 Bullen bestimmt; Landtagsadg. Korell-Angenrod und Bürgermeister Rodemer Angersbach erhielten je einen Bullen; die Kuh ubernalym der Landwirt Schmidt in Strebcndorf. Von der )onir üblichen Versteigerung war diesmal abgesehen worden und bie Zuteilung der Tiere erfolgte dura) den Dte^ucht-Inipettor. Uepex orc Hohe der
gering sind.
•• Von der Hühnerjagd. Im Drovherzogtum Heften, mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten, ist seit einer Woche die Hühnerjagd eröffnet. AuS allen Provinzen wird gleichmäßig ein schlechtes Resultat berichtet. Wir geben von den verschiedenen Berichten, um den schlechten Ausfall zu charakterisieren, einige wieder: In der Gemarkung 9iieder-Saulheim wurden in der abgclaufcncn Woche erlegt 200 Stück Rebhühner, im Vorjahre in derselben Zeit 400; in der Gemarkung Rumpcnheim 40 Stück gegen 120 im Vorjahre. In O berhessen sind die Resultate ähnlich; eS wird u. a. berichtet, daß häufig alte Hühner ohne 1 teilen angetroffen werden. So schoß in der Ocksladter Gemarkung ein Jager acht Hühner, sämtlich alte, davon waren ünf Hennen und drei Hähne. Rur ein Bericht, der vorliegt, weiß günstiges über die Hühnerjagd zu melden. Er kommt von Dietesheim a. M.; in dieser Gemarkung wurden binnen zweier Tage 62 Stück erlegt und zahlreiche Ketten, gut entwickelt, gesichtet.
•• Nach dem Gatten. Dem vor nunmehr 3 Monaten verstorbenen Bergwerksdirekior S. Pascoe ist seine Gattin bald im Tode gefolgt. Sie war eine Frau von seltener Herzensgüte, die vielen Firmen und Bedürftigen Hülse gewahrte und Wohltaten erroieS; viele werden ihr stilles Malten vermissen.
•• Verkehrsverein Gießen. Auf einem von dec Stadtverwaltung überlassenen, vor dem Hotel Kühne gelegenen Platze ließ der VcrkehrSvercin am vergangenen Samstag eine Orientierungstafel über unsere Stadt aufstellen. Die übersichtliche Ausführung, die daS ganze Straßennetz Gießens umfaßt und zugleich die wichtigsten Gebäude und Einrichtungen hervorhebt, wird dem Fremden ein rasches Zurechtfinden ermöglichen. Die Tafel ist nach Nlöglichkeit augenfällig angebracht.
" Im Justizgebäude on der Ostanlage wird eine zeitgemäße peizungsanlage für sämtliche Räume geschaffen und zwar Niederdruck-Dampfheizung. Die Anlage war uni so nötiger, als das Anschüren der Oefen überaus störend für die Richter und die Parteien war und eine gleichmäßige Durchwärmung der größeren Räume mit Oefen nicht zu erreichen war.
** Diebstahl. Ein auswärtiger junger Manu hakte gestern nachmittag stier dem Vortrag der Zeltmisi'ion bei- gcroohnt und sein Fahrrad außerhalb des Zeltes hin- gestellt. Als er sein Rad später an sich nehmen wollte, war es verschwunden. Der Täter, ein junger Mensch mit grünem Huk soll mit dem Rad die Rodheimer Straße hin- ausgesahren sein.
Unfug. In der Bahnhofstraße fanden in Der* floffener Rachk Schutzleute einen P o st b r i c f f a ft c n auf dem Trottoir liegend. Jedenfalls wurde er böswillig abgerissen.
d. Lich, 30. Aug. Der hiesige Bezirkslehrer-s verein halte seinem rührigen Obmann, Präparandenlehrep Kilian, am Samstag in „SteinS Garten" eine Fa m i lien- lonfercnz zu verdanken, wie eine scheuere hier wohl lange nicht abgehalteu worden ist. Trotz des schlechten Wetters waren die Mitglieder des Bezirks mit ihren Freunden uub Gästen außerordentlich zahlreich erschienen. Jedenfalls hakle das reichhaltige Proararnrn, das Konzert, Tanz und Spiel, sowie Thealervorführungen und humoristische! Vorträge bot und somit jeden auf seine Rechnung kommen ließ, eine so starke Anziehungskraft ausgeübt. Im Mittelpunkt der Feier stand eine Reisebeschreibung des Herrw Zimmer, der in interessanter und anregender Weise übet feinen Aufenthalt in Venedig berichtete, dabei in Lichtbildern die Haupksehenswürdigkeiten der alten Lagunenstadt zeigend. Bis in die späten )iacktstunden blieben jung und all in fröhlicher Stimmung iu den gastlichen Räumen: des Herrn I. Stein vereinigt, die sich für eine solche Feier besonders gut eignen. Wenn dann viele — und selbst die. Damen mir ihren weißen Kleidern! — den weilen Fußweg nach Hause durch die dunkle und regnerische Stacht nicht scheuten, so ist das der beste Beweis für die Beliebtheit derartiger Familienkonferenzen, die, wenn sie in der an- gebeuteten Weise verlaufen, von Zeit zu Zeit angenehme Abwechslung in bie anstrengende und ost einseitige beruf* liche Tätigkeit der Lehrer bringen können.
X Alsfeld, 30. August. Der von hier gebürtige' Kanonier Weitzel war infolge guter Aufführung von Darmstadt, wo er diente, nach dem Schießplatz in Jüterbogk (bet Berlin) versetzt worden. In dein dortigen Offizierkasino be- rcicherlc er sich durch einige Freimarken und Ansichtspostkarten. Dies wurde dem diensttuenden Ossizier mitgeteilt. Dieser stellte Meldung in Aussicht und machte ihn auf die möglichen Folgen feines Vergehens aufmerksam. Weitzel ging die Sache im Kopfe herum und stürzte sich, als ein Eisenbahnzug vocuberfuhr, aus dem Gebüsch vor die Lokomotive, bie den Körper 25 '.Dieter fortsch leiste und zerfetzte.
O Laubach, 30. August. Ein junger Rehbock haue sich in die Gärten der Stadt verirrt. Als er über einen Gattenzaun der Kriegerstraße setzen wollte, stürzte er sich das Genick ein und brach in der Nähe des Spritzenhauses toi zusammen.
w. Bad-Nauheim, 30. Aug. Die Herzogin Marie Antoinette zu Nlecklenburg, ist heute zur Kur im Sanatorium Dr. Schmidt abgestiegen.
Nr. 204 Erstes Blatt 1S8. Jahrgang Montag 31. August 1008
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mich. Ihnen alS meine innerste Uebevzeuzung cs outfwcdKn xuiPreise, bie für baö übrigens gan^ a .g
können, daß der curoväische Friede nicht gefährdet material bezahlt werden mußten, konnte man beii.mmtti.
ift Er beruht auf -u festen Grundlagen, a 15 daß nicht erfahren. Man hörte nur, datz bie_^4.icrc der sieburchHebeneienunbVerleunrdungen, von Neid


