Aus Stadt und Land.
Gießen, 27. Oktober 1908.
Auf zur Wahl.
, Mit den Wühlern r anderen he,fischen 5täbte und zahlreicher Landbe.'irke haben morgen auch die Bürger der Stadt Gießen die Pflicht, die Wahtmänner z.i wählen, die den Abgeordneten für die nächsten 6 Jahre zu bestimmen haben. Wahrend fast überall in Hessen ein heftiger Wahlkampf entbrannt ist, gehört unsere'Stadt zu den wenigen glücklichen Bezirken, in denen von einer Wahlagitation fast nichts zu bemerken ist. So erfreulich. das einerseits ist, so ist doch auf der anderen Seite zu befürchten, daß dadurch die Wahlbeteiligung empfindlich beeinträchtige wird. Mancher wird denken, es sei ja nicht nötig, daß er wähle, da ia Dr. Gut- fleisch sicher gewählt werde. Dennoch ist gerade diesmal eine starke Beteiligung an der Wahl dringend notwendig. Einmal als Bertrauenöbotuln und aus Dankbarkeit für unfern bewährten und hochverdienten seitherigen Abgeordneten, sodann um ihn bei seinem Eintreten für die Interessen der Stadt Gießen im künftigen Landtag in der Tat als das auch äußerlich erscheinen zu lassen, was er ist, nämlich als der Vertrauensmann der Oesamtbürgerschaft ohne Rücksicht auf die Parteistellung. Dazu kommt, daß die zu erwartende Wahlrechtsvorlage wiederum den zweiten Landtagsabgeordneten für Gießen Vorschlägen wird. Es würde den Gegnern dieser Besserstellung unserer Stadt in ihrer parlamentarischen Vertretung eine wilkkominene Waffe sein, wenn sie durch eine schlechte Beteiligung an der diesmaligen Wahl ein mangelndes Interesse der Gießener Bürgerschaft an den Landesvorgängen annehmen könnten. Deshalb ist im Interesse der Stadt Gießen und ihrer Bürgerschaft zu fordern, daß jeder Wähler sein Wahlrecht alS Wahlpflicht ansieht und morgen seine Stimme abgibt für unfern seitherigen Abgeordneten, Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch!
*
*• Heimsparbüchsen für Bahnbeamte. Der preußische Eisenbahnminister hat eine Verfügung erlassen, in der ec den einzelnen Stationsbehörden zur Pflicht macht, die mittleren und unteren Eisenbahnbcamtcn zum Sparen anzuhalten. Gleichzeitig ist angeordnet worden, daß den Beamten sogenannte Heimsparbüchsen zugehen. Diese Sparbüchsen besitzen ganz wesentliche Vorzüge vor den sonst üblichen Büchsen, in denen das Geld zinslos lag, da man es meistens nur bei besonderen Anlässen benötigte. Diese Uebclsländc werden durch Einführung der Heimsparbüchsen beseitigt. Das Wesentliche dieser Neueinrichtung besteht darin, daß die Schlüssel der Kasten in den Händen der Eisenbahnkassenvorstände bleiben. Nach Ablauf von je vier Monaten werden dann die Büchsen von einer Kommission geleert und gleichzeitig findet dann die Verzinsung der Beträge statt. Dieses neue Heimsparkassensystem soll auch bei den Kindern der Eisenbahnbeamten eingeführt werden.
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’* Das Kaiserpanorama führt seinen Besuchern in dieser Woche den Untergang von San Franzisko vor Augen. Durch die scharfen und naturgetreuen Aufnahmen, die kurz nach der Katastrophe angefertigt rourben, gewinnen wir so recht einen Eindruck von der durch das Erdbeben und feinen Folgen angerichteten Zerstörung. Der Anblick des wüsten Chaos, der stehen gebliebenen Gerippe der Wolkenkratzer, dec zusammengefallenen und ausgebrannten Geschäftsund Privathäuser, die Not der fliehenden, in Todesangst und Grauen versetzten Bevölkerung wirkt erschütternd, ebenso die Zeltlager der Obdachlosen. Interessant ist besonders die Gegenüberstellung einzelner Aufnahmen von Orten vor und nach dem Erdbeben. Zwischen den Ruinen wandern die Wachtposten, werden die auSgegrabenen Geldschränke der Geschäftsleute geöffnet, int Hintergrund sehen wir schwarze Wolken von einer Tynamitsprengung emporsteigen, geknickte und emporstehende Eisenträger, aufgerissene, direkt geborstene Straßen und emporlodernde Flammen vervollständigen das Bild grauenhafter Zerstörung.
— Am vergangene n Samstag beging der Gymnasiastenveretn für vereinfachte Stenographie (System Stolze-Schrey) am hiesigen Landgraf Ludwig - Gymnasium im engsten Kreise sein 13jähriges Stiftungsfest durch einen Ausflug nach dem Wind Hof, zu dem auch der Stadtoerein Stolze - Schccy, der Verein an dem Realgymnasium und der Oberrealschule, der Verein Gymnasium Wetzlar sowie der Stenographen-Verein nach GabelSberger pm Gymnasium ihre Vertreter entsandt hatten. Nachdem der Gründer des Vereins, Rechtsanwalt Hom- berger, in humorvollen Worten den Nutzen der Stenographie für das Leben dargelegt hatte, gab der Vorsitzende, Priutaner Hölze l, einen kurzen Ueberbtick über die äußerst wechseloolle Geschichte des Vereins. Die Zwischenzeit war durch musikalische und deklamatorische Vorträge attsgefüllt.
-1. Hirzenhain, 25. Okt. Ter Schützen verein hielt heute sein Schlußschießen ab, ivobei Werkmeister Schmidt von der BuderuS'schen Holzschneiderei /Margarethental* Schützenkönig wurde. Gegen Abend wurde ihm in dem Vereinslokal „Hotel Jungmonn" von Direktor Düker ein Vokal als Anerkennung für seine Leistung überreicht.
m Ober-Roßbach, 26. Okt. Heute wurde auf dem hiesigen Eisen- und Manganerz-Bergwerk Gewerkschaft Zechenhaus 67 Bergleuten das Arbeitsoerhättnis gekündigt, es bleiben nur noch ungefähr 20 Mann im Betrieb. Man rechnet in ganz kurzer Zett mit der Einstellung des Betriebes. Vor kurzer Zeit ging das Bergwerk in die Hände eines französischen Konsortiums über. Aus diesem Verkauf entspann sich em Prozeß, der wahrscheinlich die Ursache der Betriebseinstellung ist. Die Teilnahme mit den Arbeitslosen ist allgemein.
Q Laubach, 26. Okt. Der rührigen Leitung seines
Vorstandes verdankt der Zweigveretn des V. H. E. seine!
bedeutende Zunahme. Die Mitgliederzahl, die vorigen Sommer bei der Generalversammlung in Gedern noch 46 betrug, ist jetzt auf über 90 gestiegen und erreicht zweifellos in diesem Jahre die Zahl 100, womit ihr die statutengemäße Vertretung mit einer Stimme im Vorstande zusteht. Die Entwickelung deS geselligen Lebens in dem Verein ilt die Hauptursache der Zunahme. Die Monatszusammenkünfte waren gut besucht, ebenso die gemeinschaftlichen Ausflüge, die nach Jägerhaus unb Schreinersmühle, nach Forst haus Glaubzahl und Hungen und wie der gestrige mit^Fcunilien nach der Wirtschaft von Diehl in Lardenbach gerichtet waren. Mehrere Mitglieder, sowie Familie St. aus Weickartshain belebten durch Gesangsund andere musikalische Vorträge den Ausflug und in dem neuerbauten Saale fehlte es auch bei neuem Piano nicht an einem Tänzchen. Baldige Wiederholung ist lebhafter Wunsch der Klubgenosien.
Die technische Arbeit in Gietzen.
In der wirtschaftlichen Tätigkeit Gießens hat sich im letzten Jahrzehnt in unaufdringlicher, fast bescheidener Weise die tech- nisch-industrielle Arbeit zur Geltung gebracht. Der hier und da noch immer tonende Spruch: „Ja, wenn Gießen Industrie hätte", ist nicht mehr zeitgemäß. Ein Blick vom Leihgesterner Weg in das Schiffenberger Tal überzeugt leicht durch die Menge der stetig zunehmenden Dampfschornsteine. Die technischen Arbeitszweige haben in Gießen nicht unbedeutend Fuß gefaßt. Die Dampfkraft und die Elektrizität beginnen auch hier ihre Macht und wirtschaftlichen Erträgnisse einzusetzen unb neue Verdienstquellen erschließen sich für die Bevölkerung Gießens und Umgegend. Die moderne technische Arbeit sucht in der Arbeitstestung geistig und industriell ihre Vollendung, und hat die Zähigkeit und Treue des deutschen Charakters ungemein viel zum Fortschrstt der vaterländischen Industrie beigetragen.
Deutsche technische Arbeit hat sich in der ganzen Welt einen guten Klang erobert, und wo man hinblickt, ist selbst heute, in einer wirtschaftlich nicht günstigen 3eit, ein Fortschritt zu verzeichnen. Französische Bahnen hielten es im vorigen Jabre für angebracht, eine Bestellung von 100 Lokomotiven an deutsche Maschinenfabriken zu vergeben, das erste derartige Vorkommnis nach dem deutsch-französischen Kriege. Nach dem Orient geht deutsches Eisenbahnbaumaterial. Rußland übertrug vor wenigen Tagen der Schichau-Werft in Danzig den Bau von mehreren großen Kriegsschiffen, da diese deutsche Industrie gegenüber der englischen das Feld zu behaupten wußte. Eine Reihe ähnlicher Vorgänge geben der deutschen Arbeitskraft Mut, auch in der Zeit der allgemein wirtschaftlichen Depressionen nicht zu verzagen. Die größere Konkurrenz erfordert schärfere Geistestätstqkeit und gibt der technischen Arbeit immer neue Rätsel zu Ich en auf, deren Lösung neue Verdienstquellen bilden. Die Gesundheit und Kraft des deutschen Volkes findet in dem herrschenden Wirtschafts- kampse der Welt ein ausgiebiges Feld zur Betätigung, und gerade dieser Kampf dürfte dazu beitragen, daß man das Land der Träumer nicht mehr in Deutschland sucht. Gern gesteht man im Auslande dem deutschen Wissen Gründlichkeit zu, und haben sich deutscher Fleiß, deutsche Ausdauer und deutsches Kapital eine sehr beachtenswerte Stellung im Weltwirtschaftsmarkt zu erobern gewußt.
Aber auch die Gießener technischen Arbeitserzeugnisse haben sich auf diesem Gebiete mit Glück eingeführt, und kaum dürfte es ein Kulturland der Welt geben, das nicht ein in Gießen gefertigtes Arbeitsteil besitzt. Die hier vorgefundenen Mangan- erze sind weltbekannt, nicht minder die Heyligenstaedtsche Spezialität in Drehbänken, die Erzeugnisse der Gailschen Dampf- ziegeleien, die Schaffstaebtschen Badeapparate, die feinmechanischen Laboratorien-Werkzeuge, chemische Fabrikate usw. usw. Die industrielle Tätigkeit in Gießen wird jetzt noch durch die Bänningersche Fabrik für Fittings bereichert. Möge dieser lebensvollen Tätigkeit bald ein weiterer Aufschwung folgen, es ist der lebhafte Wunsch vieler. Ein mächtiges Arbeitsfeld erschließt sich der technischen Arbeit durch die großzügige Wasserverwertung in der Provinz Oberhessen, deren Durcharbeitung und Leitung von Gießen ausgeht. Die Durchführung der Kanalisation und die Einführung einer elektrischen Licht- und Kraftzentrale haben große Kapitalwerte in tätige Arbeit umgesetzt und auch die kommende elektrische Straßenbahn ist ein neues Zeichen des Fortschritts. Solche Arbeiten erfordern int Entwurf und der Durcharbeitung eine große Sicherheit in den Gebieten der neuesten technischen Theorien, unb eine volle Beherrschung der technischen Kombinationen. Die geistige Arbeitskraft darf hierbei nicht erlahmen unb muß, wo alles nicht mehr ausreicht, in Jugendfrische neue Lebenswege zu finden wissen, das ist das Schaffensgebiet der technischen Berufe. Es war daher ein Zeichen der Anerkennung, wie im vorigen Jahre der Ruf an die Stadt Gießen kam, einen ihrer technischen Oberbeamten zur wissenschaftlichen Untersuchung und Bearbeitung eines größeren Kulturplanes für Deutsch-Südwestafrika im Interesse des Deutschen Reiches Urlaub zu gestatten. Stadtbaumeister Braubach wirb über biefe Reise unter deut Thema: „Erlebnisse eines deutschen Ingenieurs in Deutsch-Südwestafrika" im Technischen Verein am Donnerstag, 29. er., abends 81/2 Uhr in Steins Saalbau sprechen. Die technische Arbeit Gießens ist nunmehr bis in unsere jüngsten Kolonien gedrungen unb hilft bas afrikanische Land einem neuen Kulturleben erschließen. Die binübergetragene deutsche Tätigkeit dürfte dem afrikanischen trägen Arbeitssinne ein lehrreiches Vorbild sein und zum Aufraffen der eigenen Kräfte anfeuern. Nach den Thesen Gießener Jngenieurkunst wird ein Riesenwerk zur Ausführung gefangen, dessen Größe fast einzig im Gebiete der Landeskulturarbeiten dasteht.
Gctreide-Wochenbcricht
der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirlschaftsrats vom 20.—26. Oktober 1908.
Die vor acht Tagen plötzlich eingetretene falte Witterung hat um so mehr Beunruhigungen beraorgerufen, als — rote der amtliche Bericht betont —' infolge Trockenheit die Bestellung im Rückstände und die bisher bestellte Saat ungenügend entwickelt ist. Auch ist zu berücksichtigen, daß bei Eintritt des Frostes noch em großer Teil der Kartoffelernte sich im Boden befand, fo daß stellenweise mehr ober mmber erliste Schaben entstauben finb, bereu Umfang sich zur Zeit noch nicht ganz übersehen läßt. Als eine weitere Folge der kalten Witterung mürbe angesichts des sehr niedrigen Wasserstaiides die 'Möglichkeit eines baldigen Schiff ahrls- fchlusses in Erwägung gezogen. Alle diese Umstande rontten be- feitigenb, zumal auch aus Argentmieii Meldungen über Frostschäden vorlagen. Trotzdem mar aber an keinem ber benlschen Märkte eine Belebung ber Kauflust erkennbar, so baß sich höhere Preisausprüche nur vereinzelt durchsetzen ließen. Teilweise ivar infolge uubefriebigenbeu Geschäftsganges sogar ein weiteres Ziirückweichen der Preise unvermeidlich, was um io bemerkenswerter ist, als das Angebot keineswegs drängt und auch von einem drückenden Wettbeiverb des Auslandes bet erheblich niedrigeren Inlandspreisen nicht ge- Iprocbeu werden kann. Scheinbar ist die Stockimg im Ausfuhrgeschäft der Grund für das vorsichtige Verhalten der mläud,scheu Käufer. Während aber die Gebote seitens Italiens für Weizen unrentabel geblieben sind, regte sich für Roggen zeitweise ber Export, io baß wieder manche Labung ihren Weg nach der Küste nahm. Auch Böhmen zeigte ncuerbiugs Begehr nach deutschem Roggen. Tie fnappeit unb teuren russischen Angebote kommen als Konkurrenz für die deutsche Roggenausmhr auch weiterhin nicht in Betracht. In Ha'er erschweren erhöhte Forderungen bei mäßigem Angebot, loioie ungünstige -schiffahrtsverhältnisse den Einkauf, so daß sich das Weichau darin wieder in engen Grenzen bewegte. Lebhaftere St auf lüft «nachte sich dagegen im Geschäft mit Braugerste bemerkbar l>lil,^.,~nren "Oinentlich feine schwere Qualitäten gut uuterjubrmgen. '.lud) #yiiuergerftc fand bei zeitweise ermäßigten Forderungen gröuere Beachtung. Mais wurde wenig gehandelt. Auf dem Lieierungs- markte gingen die anfangs erzielten Gewinne infolge milderer Witterung zum Schluß wieder verloren.
Es stellten sich die Preise für inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Dualität, wobei das Mehr (-+-) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern () beigefügt ist, wie folgt:
Weizen Roggen Hafer
Königsberg Danzig
207 (+
205 (4-
3)
3)
169
169
(+ 2'/Z
158 (4- 5)
160 (- )
( +
4)
Stettin
197
(—
)
168
(-
1)
160
(- 2)
Posen
201
(-
)
166
(+
1)
159
(- )
Breslau
207
(—
)
174
(-
1)
160
<— )
Berlin
205
(4-
1)
173
(—
)
177
<+ 2)
Magdeburg
201
(-
)
173
( +
1)
171
4 3)
Halle
203
<+
1)
177
(4-
1)
170
(- )
Leipzig Braunschweig
203
(+
1)
177
( +
1)
166
(- )
202
(+
3)
172
( —
)
175
(+ 3)
Rostock
195
(-
2)
164
(—
2)
157
(- 3)
Hamburg
202
(-
)
170
(-
)
170
(- )
Hannover
204
(+
4)
173
( +
3)
175
(+ 3)
Düsseldorf
210
(-
)
175
(—
1)
165
(- )
Köln
202
(-2V.)
170
(-
6)
170
Mannheim
227
(-
1)
187'/,
(+
ll/j)
172'/,
(+v,S
München
220
(-
21)
178
(-
2)
173
(-1)
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Dcz. 204.00 (— 1.00), Budapest April 205.85 l-j- 0 45). Varis Okt. 385.45 (4- 0.90). Liverpool Dez. 172.55 l-s- 0.50). Chicago Tez. 152.50 (— 0.10). Roggen: Berlin Tez. 176.00 (— 0.75). Hafer: Berlin Dez. 165.25 (- 0.0 ) Mk.
Grngesan-t.
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Die Verschönerung der Walltor st raße macht erfreuliche Fortschritte. Einem von hohem Verständnis für Denkmalschutz zeugenden Entgegenkommen opferfteudiger Stallund Scheunenbesitzer verdankt die Stadt sowohl die ideale Einfahrt zur Dammstraße, wie die Erhaltung des ehemals Semmlerschen Patrizierhauses an der Ecke der Zozelsgasse. Der Neubau am Eingang dieser Gasse, der sich unvermittelt an das Semmlersche Palais anschließt, ist einer Großstadt würdig und gehört eigenttid) in die Süd-Anlage, denn nach Ansicht bewährter Baumeister beeinträchtigt das in Dunkelkaki gehaltene Bauwerk mit ber stolzen Inschrift „H eise Maron i"_ die Romantik der Zozelsgasse in bedenklichster Weise. Leider ist das schöne Bauwerk in keinem Führer durch die Provinzial-Haupt- und Universitätsstadt Gießen und in keinem Bädecker erwähnt.
Tesefomsche 3€uff,s&er*ichfe
des Giessener Anzeigers, initgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen.
Frankfurter Börse, 27. Oktober. 1.15 Uhr.
3/a°/0 Reichsanleihe . . 93.15 0% do. . . 84 40 3 >5% Konsols .... 93.20 "6% do 84.30 •>^°/6 Hessen 91.60 3^°/0 Oberbessen . . , 90.10 4% Oesterr Goldrente. 97.90 4*/6 % Oesterr. Silberrente 99 20 4 »6 Ungar Goldrente . . 92.55 4% Italien. Rente . . . —.— 3% Portugiesen Serie I 5920 3% Portugiesen „ III 60.50 l/2°/o russ.Staatsanl. 1905 97 15 4>2% japan. Staatsanleihe 90.80
Conv. Türken von PJU3 90.80 l’ürkenlose 140 40 l % Griech. STonopol-Anl. . 49 60 4% äussere Argentinier . 87.00 j°/0 Mexikaner . . . 63.80 Chinesen .... 96.90
Aktien:
Bochum Guss 220.75
Buderus E. W 111.50
Tendenz: fest.
Elektriz. Lahmeyer . . . 118.70 Elektriz. Schlickert . . . 119.75 Eschweilcr Bergwerk . . 190 75 Gelsenkirchen Bergwerk . 186 70 Hamburg-Amerik. Paketl 105.85 Harpener Bergwerk. . . 199.30 Laura! lütte 200.25 Nordd. Lloyd 84.00 Obeischles. Eisen-Industrie 97.00 Berliner Handelsges. . . 166 00 Darmstädter Bank . . . 12610 Deutsche Bank .... 238.50 Deutsch-Asiat Bank . . 137 00 Diskonto-Kommandit . . 177.60 Dresdner Bank .... 145.50 Kreditaktien 198.90 Baltimore- und Ohio-
Eiseulahu 99.30 Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 22.50 Oesterr. Staatsbahu . . . 146 25 Prince-Heuri-Eiseubahii . 123.00
Berliner Börne, 27
Canada E. B. . ... 175.50
''armstädter Bank . . . 126 60 Deutsche Bank .... 238.00 Dortmunder-Union C. . . —
Dresdner Bank . . . 145.10
Tendenz • ruhig.
Oktober. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 199.50
Laurahiitte 200.90
Lombarden E. B. ... 22.50
Nordd. Lloyd 84.00
Tilrkenlose 139.90
Es hieße aber am verkehrten Ende sparen, wenn man anstelle des altbewährten Originalprä- parates solche Nachahmungen kaufen wollte, denn nur der Erfolg entscheidet, und diesen hat die echte Scotts Emulsion auf- zuwcisen. Darum Vorsicht beim
Einkauf. Man bestehe darauf, die echte Scotts Emulsion mit unserer bekannten Fischerschutz- marke zu erhalten und lasse sich keine Nach- ahmungen aufreden I
Nur die echte Scotts Emulsion, keine Uachnhmung!
Der Weltruf von Scotts Emulsion bürgt für die Güte des Präparates, und die mit ihm erzielten Erfolge sind unbestritten. Billigere, vielfach minderwertige Nachahmungen von Scotts Emulsion hat es von jeher gegeben und neue tauchen immer wieder auf.
Nur echt tnü dies« Dtürlr—demFischer — dem Sararuie» zeichea bei Scott» lchea Derjahreusz
Gnädi e Fr u, liier ist rin Pulet für Sie!
Wsmm«rnilL-r öaJinö /üblich meine Fays ächte Sodener
Nun sollen Sie sehen, wie schnell ick hm. 'L£nnu ^m. Hören Sie nur meinen Husten CiSnS,. Veanmnnend, nicht wahr. Unb mm sollen WW E.oen truh sehen, wenn ich eine Schachtet Fans
hnH1nt^nibrf?,lC»,^!l nCbVXV.(j|t Zch tüctic, ich puste über« "std bin mich wie der Fisch im Wasser.
Vv VA,-o-an? achte Sodener gebt eben gar nicms. unh m fn niiö« damit, die Schachtet kostet nur 85 Psg. hShh Ucn Apotheken, Drogerien und Mineratwasser- bandlungen au haben, tagen ^ie sich aber keine Nach« ahmungen auchangen. 1 w ihv“/«


