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nenannfem Burean einzureichen.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 26. Juni 1908.
Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten.
I. V.: Heyer.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag den 28. Juni: Fortdauer der trockenen Witterung. Wolkig, wieder etwas wärmer. Nördliche Winde. ,'
Mütter'schc Badeanstalt.
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die männlichen zur Lohnklasse IV,
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Zamiliett-NachrichLen.
Verlobte: Fräulein Millr; Ramspeck in Alsfeld mit Herrn Ernst Bauerochse in Braunschweig. . .
Gestorbene: Frau Marie Horn, geb. Scluer, in Bad Nauheim. — Herr Karl Aiotz in Büdingen. — Herr Heinrich Kornmann m Appenrod. — Frau Glenn Biehweg, geb. ^lcijchhack, in Marburg. — Frau Elisabeth Borwerk, geb. 9tanmnim, m Burgsolms.
6—7 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. Pfg. Erbsen p. Pid. 18—24 Pfg.. Linsen p. Psd. 25-40 Pfg., Zaubeu pr. Pr. 0,80-1,00 Pik., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Vahne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Gänse pr. Psd. 00—00, Enten pr. Stuck 1,80 bis 2,20 Mk., Ochscnstciscb pr. Psd. 78—86 Pfg., Kuh- nnd Nindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Ptd. 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 7O-84Pfa. Kartosscln pr. 100 Rg. 6.00-7.00 2)ik., Z'viebcln pr. Qtr. 8,00—10,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per, Stück 0-00 Pfg., per Zentner Mk. 0.00-0.00. — Aepfel per Ztr.! 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Mk. Nüsse 100 Stuck 50—00 Pfg., per Ztr. 0-00 Mk. Kirschen per Psd. 0,35-0,40 Mk. Marktze.l von 7—1 Uhr. . . _. , ,,
le. Frankfurt a. M., 26. Ium. Heu- und Strohmarkt.^ sllngesahren waren heute vormittag 6 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.30—3.50, für »Ltroh Mk. 0.00-0.00, Maschmenstroh Mk. 0.00-0.00. Alles per 50 kg — Infolge der Heuernte war die Zufuhr gering. Tendenz normal.
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Gießen, den 27. Ium 1908. .. .
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Für den ErweiLeruugsbau der Frauenklinik zu (ließet! werden folgende Arbeiten und Lieferungen für die innere Einrichtung auf Grund des Ministerialerlasses vom 16, Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben:. .
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Mein Wirken als Rechtslehrer, mein Anteil an der Politik in Kirche und Staat von
Dr. Zoh. Friedl. Ritter von Schutte. Mit ausführlichem Namens- und Sachregister und mit 3 Porträts des Lersassers aus verschiedenen Lebensaltern in.veltogravure.
Ilmsang 3 Bände (zirka 90 Bogen» Großoktav.
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Band II: Aufsätze über geschichtl., soziale und polttstchc Gegenstände.
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Band üli: Kirchenpolitifche Aussätze.
(Erscheint im Dezember.)
Saale-Zeiluug, Freitag, den 26. Ium 1968. Dr. Joh. Jricdr v. Schultes Lebenseriunerungen. Gteyen 1908. Emil Roth, Verlagsbuchhandlung. - Die LebenSerinneruiigeu des geistvollen Nechlsgelehrten, die soeben zu erscheinen beginnen, bieten eine Fülle interessanter Weltereignisse, die, Imtzuerleben dieser sein langes Leben hindurch häufig Gelegenheit hatte. Auch sind diese Erinneruitgen nm so wertvoller, da er selbst als Kirchenrechtslehrer und Parlamentarier gefronten Persönlich- fetten, Parlamentariern und Slaatsuiännerit imbegetreten ul. Ewen maßgebenden Einfluß hat Schulte vor allem am die kirchen-politische Gesetzgebung Preußens gehabt.,. Doch auch sein Wirken als Rechtslehrer im allgemeinen tfi von außerordentlicher Fruchtbarkeit gewesen. Alles das, sowie cm einfacher leicht verständlicher Stil weisen dem Buche eine hervorragende Stelle in unserer Memoireuliteratur au.
Keliaiinlmachuiig.
Betr. : Rotlauf zu Alten-Buseck.
Unter dem Schweinebestand des Gastwirts Koch zu Alteu- B u s e ck ist Rotlaufverdacht festgestellt worden. 14 tägige Sperre ist verhängt.
Gießen, den 25. Ium 1908.
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London, 27. Juni. Ter Handelsminister hat eiltl Gelbbuch veröffentlicht, welches die. Ergebnisse eingehen-, der Studien über die allgemeine L a g e i n D e u t s ch l a n d , speziell über die L o h n f r a g e, den Preis d er Lebens-, mittel, die A r b e i t s d a u e r usw. enthält. Es will be-f weisen, datz die Löhne in Teutschland um 17 Proz. niedriger i sind als die der englischen Arbeiter, trotzdem die Arbeits-! dauer der Engländer um 10 Proz. kürzer als die der Deutschen ist.
Teheran, 27. Juni. Der Schah veröfientlichte einenj Ferman, in dein er das Parlament a u f l ö st und 91 cu-1 mahlen anorbnei. Er erklärte den Vertretern der Groß'i Mächte, daß er von den von seinem Vorgänger dem Volke gc-l machten Zugeständnissen nichts zurücknehmen und eine allgemeine, 2( m nestte ei lassen werde, von der nur drei Personen ausgeschlossen^ würden.
In Lübeck stellte sich der Rechtsanwalt und Notar Burrn eist er, der vor 10 Jahren wegen Beihilfe zum Konkurs und wegen Uebervorteilung seiner Klienten entflohen war, den Behörden und wurde gegen Erlegung von 20 000 Mk. Kaution vorerst auf freiem Fuße belassen. Der Anlaß zu seiner 9lürftc.jr soll eine große Erbschaft sein.
In Wien wurde ein Mitglied - der Burschenschaft Bruna Sudetia, Schmiederer, nachts in der Ringstraße von drei klerikalen Studenten, die Couleur trugen, ü b e r - fallen und derart mißhandelt, daß er bewußtlos liegen blieb und in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. In der deutsch-nationalen Studentenschaft herrscht große Erregung.
In Nocera bei Cattanzaro (Italien) besuchten bet Apotheker Larosa und der Advokat Ventura eine befreundete Dame, deren Sohn irrsinnig ist. Als die Mutter einen Augenblick sich entfernte, ergriff der Kranke einen Dolch und griff die beiden an. Ventura entkam mit einer tiefen Dolchwunde. Larosa hielt der Irre mit herkulischer Straft fest, stieß ihn nieder und zerschnitt den Leichnam in hundert Stücke. Erst nach schwerem Ringen gelang es den Carabinieri, den Irren zu fepeln.
In Madrid wurde eine alte Engländerin, die unablässig seit mehreren Tagen den Königspalast belagerte, von der Polizei festgenommen. Sie erklärte, sie )et nach Madrid gekommen, um den König zu heiraten. 9.can brachte fie in das englische Kvnsulat, wo man ihr emredete, sie musst sofort nach England reifen, um die nötigen Papiere zur »eirat zu holen. Aus diese Weise wurde ihre Rückbeförderung nach England bewerkstelligt.
Aus Bombay wird gemeldet: Auf der Bombay-Laroda- Bahn fand ein Z u f a m m e n st o ß zwischen einem E i l z u g u n d Güterzug statt. Vier Personen- und vier Guterwagen verbrannten. Viele Personen kamen um.
6. Telephon 236.___Sonnensfrasoe 6.
Akt der Lynchjustiz gebilligt hatte. Die Behörden fahnden nach den Tätern, aber keiner verrät die Namen derjenigen, > die Strauß erschossen haben. J
* Keine bewaffneten G e l d b r i e f t r a g e r. Inden letzten Jahren sind bekanntlich mehrmals Raubanfälle auf Geld- ! briesträger verübt worden, die zu Besprechimgen in der Presse Anlaß ' gegeben haben, wobei angeregt worden ist, die Geldbriefträger zum besseren Schutze anulid) mit einer Waffe auszurüsten. Als geeignet ‘ würben Revolver vorgeschlagen, dann auch Dolchmesser, Gummi- i knüppel und Schlagringe. Auch die Reichspostverwaltung hat sich, ‘ wie der „9t. A. Z." mitgeteilt wird, mit der Frage beschäftigt, von ! einer Bewaffnung der Geldbriefiräger aber abgesehen. Ein wirk- 1 iamer Schutz würde sich dadurch doch nicht erreichen lassen, da die Raubansälle hinterrücks verübt werden, so daß die Waffe nicht mit Er-solq benutzt werden kann. Dagegen würden durch unvorsichtige Handhabung der Waffen häufiger Unglücksfälle hervorgerufen WCl ♦ Diamanten in Deutsch-Südwestasrika. In Berlin lief die telegraphische SDlelbimg des Gouverneurs von Deutsch-Südwestasrika em, daß an der Bahn Lüderitzbucht - Keet- inanshoop von einem dort arbeitenden Geologen Heine Diamanten gesunden worden seien. Nähere Details fehlen noch. Laut Erkundungen an maßgebender Stelle soll noch nicht feststehen, ob und wieviel des Süamanten führenden Terrains noch Negierungsland resp. bereits in anderen Besitz übergegangen ist.
Kleine Tageschronik.
In Köln hat der 16jährige Bursche W. Klosterhalsen, der unter dem Verdachte, den Knabe y m ord im Stadtwalde aus- gcjührt zu haben, sich in Untersilchungshast befindet, eingestanden, daß er angeregt, durch S h e r l o ck-H o l in e s - R o m a n e, den Knaben Jakob Hammer mit einem Strick erwürgt habe. Er sei allein der Täter. . . .
Im November 1906 mären durch Enibruchesu nm aus elneniLchrank mit Crben des Königs Ernst A u g u st von Hannover in dem sogenannten Familienmuseum m Herrenhaujen 60 kostbare Orden sowie zwei mit Edelsteinen besetzte Griffe von Ehrenjabeln gestohlen worben. Jetzt hat sich ber Verdacht, an dem Ordensdiebstahl beteiligt zu fein, auf einen wegen eines großen Briefmarken- diebstahls im Postamte Burgdorf tu Untersuchungshaft befind- lidjen Antiquitätenhändler namens Papenberg gelenkt. Papeiiberg hat sich nach dem Diebstahl einige 9)tonatc nt Frankreich ausgehatten, wo er vielleicht die Crben verkaufte.
In Breslau begoß sich die 23jährige Braut eines Handlungsgehilfen nach einem Streit mit dem Bräutigam mit Spiritus und zündete den Spiritus dann an. Sie starb bald darauf. Der Bräutigam, der die Flammen löschen wollte, erlitt schwere Brandwunden._____________
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