Ausgabe 
24.4.1908 Erstes Blatt
 
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Gießener Wetterdienst.

Sohne iin

wollten sechs

Drucksachen aller Art

arbeiteten neuen Voranschlag werden die Gesamtkosten sich um nahe eine halbe Million erhöhen, nämlich aus 2 248 000 Diese enorme Erhöhung der Anlagekosten gab zu einer haften Debatte Veranlassung, doch mußte schließlich die willigung der jetzt gesorderten Summe erfolgen, da die läge des Elektrizitätswerks infolge des Bahnhofsneubaus

Dreadnought" in Auftrag gegeben hat.

Guatemala, 23. April. Präsident Caprera machte den Vertretern der Machte umfassende Mitteilungen über eine Verschwörung gegen ihn, die in dem neulich gemeldeten Moro­anschlag gipfelte. 18 Rädelsführer wurden hingerichtet uno auch die übrigen Verschworenen befinden sich in den vanocn des Militärs. Die Unruhen sind noch nicht erledigt.

der Clydewerst fünf Schlachtschiffe von größeren Dimensionen als die

Voraussichtliche Witterung für Hoffen am Samstag den 25. April: Fortdauernd trüb. Regensalle. Temperatur wie heute. Starke ivestliche Winde.

Kassel, 24. April. Bei einem Schnee sturme wurde die Tochter eines Bahnbeamten, die gewohnheitsmäßig aus der Heimkehr den Bahnkörper benutzte, von einer Leermaschine zermalmt.

liefert in jeder gewünschten Aus­stattung, stilrein und preiswert die

BrühPsche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7

Kleine Tageschronik.

In Oberndorf i. Thür., dem früheren Wohnort des Korb­machers Koch aus Römstedt, der einaestand, seine Frau e r m o r- det und zerstückelt zu haben, sind im Keller uiid im Garten des Hauses Kochs Reste verbrannter menschlicher Knochen gefunden worden.

Grigiiral-DrahtmelHrrtrgen.

Berlin, 2-1. April. Die Voss. Ztg. meidet ans Braun- fchweig: Tie Polizei verbot den geplanten sozialistischen Mai- seitzug. Warf ch au: Ter Korrespondent der Vossischen Zei- hing erfährt aus zvenrlästiger Quelle, daß die polnischen Duma ab geordneten und R e i chs r a t s m 11 g l i e d e r ge­denken, i h r e M a n d a t e n i e d e r z n l e g e n, da sie die Aus­sichtslosigkeit ihrer Bemühungen um Reformen im Königreich Polett einsehen.

waren 1800 000 Mk. von der Stadtverordnetenversammlung bewilligt worden.^ Nach dem von der Bürgermeisterei ausge- ~ bei-

Mk. leb- Be- An- be-

Gelfenkirchen, 24. April. In Horst an der Emschr wurde der Bergmann Zajek von seinem Sohne im Streite mit einer Flasche erschlagen.

Hamburg, 24. April. Gestern nachmittag

Personen einen mit 3 Pferden bespannten, schwer mit Kisten beladenen Wageti durch Schieben von der Stelle helfen. Mehrere Kisten fielen herab und verletzten die Leute so schwer, daß sie in das Krankenhaus gebracht werden mußten.

Lübeck, 24. April. Llus der Chaussee von Lübeck nach

<Serid?t$faaL

München , 23. April. DieR. Fr. Volks ztg/ wird gegen das Urteil im Prozeß mit Harden Berufung einlegen, da ihr die Geldstrafe zu hoch erscheint.

schlossen wurde und die Vertrüge darüber mit der Eisenbahnge- meinschast perfekt sind. Daraus gab es noch eine große De­batte über die Benutzung der Zeitungen für die städtischen Publikationen. Ein Antrag des neu gegründeten sozialdemo­kratischen Blattes, chm zu den gleichen Bedingungen, wie den übrigen Blättern, die amtlichen Bekanntmachungen zur Ver- öfsenüichung zu übergeben, war früher in geheimer Sitzung abgelehnt worden. Daraufhin brachte Stadtv. Bormat den An­trag ein, das frühere Verhältnis wieder einzusühren und dem amtlichen Kreisblatt (Darmst. Tagblatt) allein die Anzeigen zu geben. Schließlich tvurde jedoch dieser, wie der Antrag Gallus, allen Blättern die Bekanntmachungen zu übergeben und die Vergütung dafür nach der Höhe der Auflage zu berechnen, und endlich auch der sozialdemokratische Antrag abgelehnt. Es wird also alles beim alten bleiben,

Biedenkops, 23. April. Die liberalen Parteien beab­sichtigen im Wahlkreis Biedenkopf den Fabrikbesitzer Dr. Jung in Biedenkopf als Kandidaten für die Landtagswahl anszustellen. Konservativer Kandidat ist Iber seitherige Abg. von Heimburg- Wiesbaden.

x Aus dem Kreis Biedenkopf, 23. April. Die Zahl der Brände an den bei der Nassauischen Brandver­sicherungsanstalt versicherten Gebäuden und deren Zubehörungen betrug im Jahre 1907 im ganzen 524 (gegen 533 des Var­ia hres). Auffallend ist, daß diesmal gerade der Norden des Bezirks, der Kreis Biedenkopf, durch die stärksten Brände heim- gesucht wurde. Unter den 19 Bränden des Bezirks, die einen Schaden von mehr als 123 000 Mk. verursachten, ent­fallen auf unfern Kreis die Brände zu Gönnern 54 726 Mk., Rodheim a. d. Bieber 26 476 Mk., Bromskirchen 16143 Mk., Waldgirmes 15 685 Mk. und Sinkershausen 10 240 Mk. Leider marschiert unser Kreis im Feuerlöschwesen lt. Statistik noch an letzter Stelle. Freiwillige Feuerwehren bestandet, bisher nur in Bottenhorn und Rodheim a. d. Bieber. Neuer­dings ist als dritte die zu Gladenbach hinzugekommen.

h. Frankfurt a. M., 23. April. Während der Oster- feiertage wurde hier die zweite Hauptversammlung des Reichsverdandes altkatholischer Jungmann­schaf Len abgehalten, die von 28 deutschen und 2 schwetzertscheu Verbänden besucht war. Beschlossen wurde u. a. Be­gründung eines Verbandsorgans, einer Zentralbücherei. Ferner soll eine Auskunftsstelle für Mitglieder ins Leben gerufen werden. An den Kaiser und die Großherzöge von Baden und Hessen wurden Telegramme gesandt. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wttrde München gewählt.

-= Nieder-Ohmen, 22. April, lieber der heutigen Kon­trollversammlung waltete kein günstiger Stern. Ein Kontrollist holte sich durch zu spätes Kommen zwei Tage Mittelarrest, ein anderer, der trotz der Vertvarnung durch den Vorgesetzten im Gliebe den Mund nicht halten konnte, bekam drei Tage Mittelarreft. Schließlich wurde auf dem Heimweg über Elpenrod ein Kontrollist in eine Schlägerei verwickelt, bei der ihm schwere Schädelwunden zugefügt wurden. Den Tätern, die bis nachts 12 Uhr unter her Militärordnung stehen, blüht wohl eine empfindliche Strafe. Sicherlich haben die verschneiten Ostcr- f ei erlag e zu diesen Ausschreitungen mitgeholfen.

X Vom vorderen Vogelsberg, 23. April. Eine so späte Baumblüte wie in diesem Frühjahr ist in den letzten 50 Jahren nicht vorgekommen. Schon naht der Mai, und noch stecken die Kirschblüten in den Lederschuppen. Ja, die Stachel­beersträucher, die stets am ersten blühen, halten ihre Blüten- glöckchen noch verschlossen. Diese Verspätung der Baumblüte wird offenkundiger, wenn man ihre frühen Termine mit in den Ver­gleich zieht. Daß Ende 9Närz die Kirschbäume zu blühen be­gannen, ist keine Seltenheit, ebenso daß Mitte März die Stachel­beeren blühten. Diese ungewöhnlich) späte Blütenzeit unserer Obst- baumblüte ist aber keinesfalls ein Nachteil, gerade dadurch ist die Voraussetzung zu einer reichen Obsternte gegeben.

R. B. Da r m st a d t, 23. April. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten machte der Vorsitzende die Mit- teilung, daß der Unbekannte aus Köln, der für den Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe schon zur inneren Ausstattung des Zimmers des Großherzogs eine größere Summe spendete, noch wei­tere 4500 Mk. für den gleichen Zweck gestiftet habe. Die gesamten Spenden für den Hochzeitsturm betragen jetzt bereits über 50 000 Mk. Für den Bau eines neuen, zweiten Elektrizitätswerks

Vermischtes.

* Selbstmörder und Mörder. Die angefehene Juwelenfirma GeorgAron in Berlin Unter den Linden 20, deren Inhaber sich vor einigen Tagen erschoß, hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Passiven betragen über eine Mcklion Mark, denen nur geringfügige Aktiven gegenüberstehen. Wie die »Deutsche Konfektion' mitteilt, mar Aron "als großer Spieler m den Berliner Klubs bekannt und hat an einem Abend einmal 150 000 All. verloren. Im Bühnenklub wurde er beim Falsch-- fptel ertappt und gab sich, da dies nicht geheim blieb und seine geschäftliche Situation von Tag zu Tag mißlicher wurde, den Tod. - In Potzbach (Pfalz) erschoß der Schmied Weller seinen Schwiegersohn im Streite. Nach der Tat beging Welker Selbstmord durch Erhängen. Die Ursache der Zwistigkeiten ist tu den familiären Angelegenheiten zu suchen. TasGeraer Säge­blatt meldet aus Langenberg in Neuß j. L.: Geste.n abend erschoß der 30jährige Arbeiter Bürgermeister, der verheiratet und Vater von 6 Kindern ist, auf offener Straße feine von der Arbeit kommende Geliebte, ein 23jähriges Mäochen und sich selbst. Oberleutnant Franke vom Fußartillerieregiment Nr: 12 in Metz ist verschwunden. Aus Briefen geht hervor, daß er wegen eme5 langjährigen Magenleidens den Tod im Wasser hat suchen wollen. Benn Bau der Lokalbahn Erlau Putnok (Ungarn) wurden zwei Bauausseher von Arbeitern überfallen, t o t g e s ch l äg e n and beraubt. - Am 22. April tötete i n Lens (Frankreich) "ine Frau ihren Mann mit einem Beil und schleppte die Leiche auf die Straße. Ter Geliebte der Frau wird beschuldigt, an hem Morde beteiligt zu sein. Beide wurden verhaftet und haben Die Tat eingestanden.

»Nur em Viertelstündch en'. Eine hübsche Ge­schichte ereignete sich, wie der ,Weser°Ztg.' geschrieben wird, in einer Kirche der Provinz Sachsen. Kommt da em Pastor auf sein Filialdorf, uni eine Trauung vorzunehmen. Alles ist bereit, die Trauung soll beginnen, sobald das Brautpaar erscheint. Nur auf eins macht der Kirchendiener aufmerksam: fehlt das Kiffen, auf dem das junge Paar zu fnieen hat, ba der Schlüssel zu der Truhe, in der jenes Traukissen aus­bewahrt wird, nicht aufzusinden ist. Der Pastor läßt die Lehrersfrau bitten, doch einstweilen ein anderes Kiffen zu leihen. Das geschieht. Die Zeremonie beginnt, der Pastor tritt vor den Altar und schaut in die fröhlichen Gesichter des jungen Paares und der Gäste, die ihre Heiterkeit mühsam unterdrückten. Die Herrschaften haben bereitsnaß gefüttert',

denkt er da fällt fein Blick auf daS ominöse Kiffen, auf I Rindleder 170180 Mk., feine leichte Wildraupen 195220 Mk. dem mit zierlichen Buchstaben gestickt steht:^thir ein 93iertcl= geringere und schwere Wildraupen 160180 Mk., Wildsohlleder flünbdjen! Länger ha. bie Simonie auch nicht gedauert. ^nncM$

Die ,Natur"-Begriffe eines Gendarmen, billigere Wildochsenleder 135145 Ml., Norddeutsche SohlleA' In einem Brandstistungsprozeß m München wurde dieser schwere Ochsen 105115 Mk., Norddeutsche Sohlleder, schwere Tage auch ein Gendarm als Zeuge vorgenommen. Auf die K^ 110 120 Mk., Norddeutsche Sohlleder, leichtere und gc- Frag- des Prähd-nten, ob der Angeklagte eb-a Freude Sotten

Naturichonheüen gehabt habe, erwiderte der Gendarm:O ja, lebet, feine Marken 140-160 Ml., Wacheleber in Mittelqualiteten er hat gern em paar Glas Bier getrunken, gern Zigarren 125135 Mk.

geraucht und auch gern ein schönes Mädchen lieb gehabt.* .. °ln ise n st e i n s yn d i ka t. Das Syndikat beruft auf . Ein gutes Geschäft. Aus New.Yark w.rdunsÄ"

berichtet: Von dem g e wa l 11 g e n A n w a chsen d es B o d e n- Produklionseinichrä.ikimg für das 2. Quartal, welche bisher 10» wertes im Staate New-Pock gibt eine Abrechnung, bie beträgt. Das Syndikat hat bis Semesterschluß ausverkauft. Ter jetzt bekannt wird, ein anschauliches Beispiel. Es handelt sich ^bruf hat jedoch nachgelassen.

Die Untersuchung gegen den feouleurbienet Haider in Berlin kann nun als abgeschlossen betrachtet werden. Obwohl er bisher cm Geständnis nicht abgelegt hat, wird infolge des er­drückenden BeweiSmaterials die Anklage wegen Mordes in nächster Zeit erhoben werden, und es steht zu erwarten, daß schon m der nächsten Schwurgerichtsperiode die unmenschliche Bluttat, o .. , . o. rr - -- ---

ihre Sühne finden wird. Lübeck, 24. April. Auf der Chaussee von Lübeck nach

In einem Busch an der Golzheimer Haide, dem Düsseldorfer Lüneburg scheuten die Pferde eines Gespanns vor einem A uto- TrnppenÜbungsplatz, wurde vvn einem unbekannten Manne an m o b 11 und gingen durch. Die Gutsbesitzersfrau Finck wurde einem 5jährigen Küaben ein schweres Sittlichkeitsver- dem Wagen geschleudert und schwer verletzt, ihr Mann brecher verübt. Der Täter verletzte fein Opfer mit Messer- "nb ein Knecht erlitten leichtere Verletzungen.

ttchen in die Brust lebensgefährlich. Obwohl eine Kvmpagnie München, 24. April. In Sandelshansen in Oberbayern Infanterie alsbald nach dem Berorecher ausschwärmte, wurde er H 0 $ e*n Bauer seine beiden Schwiegersöhne, doch nicht entdeckt. mit denen er in Feindschaft lebte, mit einer Flinte nieder.

In Mannheim verbrannte bei lebendigenr Leibe die .Baris, 24. April. Nach einer Meldung des Eclair wurden

8jährige Tochter des Käusnianns Gries, die von ihren Eltern Pariser Aerzte zu einer Konsultation zum Fürsten von mit einer brennenden Kerze in den Keller geichickt und dem Licht Monaco berufen, der an einem Nervenleiden dar- zu nahe gekommen war. niederliegt.

in Altona wohnhaft gewesene Prinz Men elik von Paris, 23. April. Wie der General Viga telegraphiert, Ubeisinien ist ans der Haft wieder entlassen worden, weil seine ist er mit seinen gesamten Truppen heute nach der Gegend W®? ÄZ Touristen fh-nr Umbrüchen und bie

m dem Unterkunstshaus aus dem Hochschneeberg eingedüon Ambadi. gelaugt. Bel den Erkundungszugen IN dec troffen. Sie erzählten, daß sie am Sonntag beim Abstieg von Gegend von Aim Shair fließen die französischen Truppen einem S ch n ee st u rm e überrascht worden seien. Eine Schnee- auf feindliche Abteilungen, welche Feuer gaben. Sechs Berber lawtne erfaßte ste und schleuderte sie in einen Abgrund, wurden getötet wo sie sich jedoch aus dem Schnee herausarbeiten konnten. m - o. .. .... . .

Sie stießen alsdann auf eine leere Schutzhütte, wo sie in- . qJ1 "A April, -cr Au s fch sur die na t io- folge des schlechten Wetters ausharren mußten. ü.a l e L e r t e t d i g u n g hielt unter dem Vorptz des Praftdenten

Jn Choscienec(Galizieni isteine Boinbeexplodiert, 5E^es eine Sitzung ab, die sich hauptiachlich mit der durch die dem Gemeinderats- und Herrriihaus-Mitglied Grafe n Wo d - ?ie Budgetabstriche, der Kauimer hervorgenuenen Verminderung zicki Zugedacht war. Sie war am Eingang zum Gut des Grasen der Maniiichaftsbestande der Kolonialarniee, bes der m an­gelegt worden und explodierte mit solcher Wucht, daß die WaÄer Lodin^ Emen Vorschlag, einen Teil der mdochinest-

arg beschädigt und Fenster und -Türen herausgeriffen wurden auö Eingeborenen zu bilden, wurde md

Rücksicht aus bie Lage in China abgelehnt.

In Boulogne s. m. wurde der italienische Gras

** fi. - - . J . «x Marchette und dessen Frau unter dem Verdacht der Falsch-

K o n k u r s e i n Hesse n. lieber das Vermögen des münzerei verhaftet.

KausmamiL August Kramer m Darmstadt wurde am 15. Petersburg, 24. April. Aus Eriwan wird gemeldet, pPv Konkursverfahren eröffnet, da ent Gläubiger die Kon-1daß s'ich alle Kurdenstämme Persiens erhoben ha/ Ntrserossnung beantragt und der Gemeinfchuldner feine Zahlungen ben und sich auch unter den Kürden im Kaukasus eine gewisse mangels Zahlungssahigkett eingestellt hat. Rechtsanwalt Tr. B r ü- Erregung bemerkbar macht

cher tn Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Kon- Petersburg, 24. April. Die Blätter verzeichnen das mrvsorderungen sind bis zum 5. Mai bei dem Amtsgericht Darm- Gerücht von einem bevorstehenden Besuch des stadt 1, anzumeldeii. Ueber das Vermögen des Schuhmachers Königs v o n E n g l a n d i n P c t e r s b u r g.

md Svezereihaiidlers^zakob <2 ch ar mann und dessen Ehe- Petersburg, 23. April. Aus verschiedenen Städten fuü»

-Karie geb. Eisfeller in Kestrich wurde am 15. April I Nachrichten über U e b e r f ch w e m m n 11 g c n eingetrossen. Iw oas Konkursversahren erössnet, da sie ihre Zahlungsunfähigkeit Kalugo trat der Oka-Fluß start über die Ufer. Stellenweise unb ihre er folgte Zahlungseinstellung bargetan haben. Spar- stehen die an dem Fknßuscr gelegenen Däuser bis zur z..iten Etagc tassenrechner P f an n stiel tn Ulrichstein wurde zum Konkurs-unter Wasser. Ein Teil der Gonvernemenlsstadt Mohlleiv M Verwalter ernannt. Konkursforberungeu sind bis zum 2. Mai Übcrichwemmt. In Tula sind sechs Straßeu übersckstvemmt, el>enso bei dem Amtsgerickst Ulrichstein anzumeldeii. Ueber das Ver- ein Teil des Bahngeleises. Der Verkehr auf der Sysran-Wiasma- mögen der offenen Handelsgesellschaften: 1. in Firma Batten- Bahn ist untirbrodien. Tie otabt Michailowka steht zur Hälfte berg u. Gravenhorst, Baumaterialienhanblung in Mainz, unter Wasser. Die Getreidespeicher sind überschwemmt. 2. in Firma Friedrich Blum Nachfolger, Baumaterialien Der Fluß ist in einer Listige von 15 Werst aus den Ufern getreten.

xarmttabt tvurde am 16. April das Konkursverfahren Ueber 500 Bauern Hanf er stehen unter Wasser; ent eröffnet, da die persönlich haftenden Gesellschafter dieser Firmen Teil des Viehs ist um gekommen.

ihre Zahlungsunfähigkeit dargetan unb Antrag auf Konkurseröfs- Petersburg, 23. April. Der ehemalige Ober-

Dr. Kr ° m - r in TOains befei,(St)aber der M° ndschur-itruppen, General- würbe zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind L <. . . o, - , , \

bts zum 20. Mai bei dem Amtsgericht Mainz anzumelben.^abjutant Linewitsch, ist heute abend geslorben. Ueber das Vermögen der Privatin Georg L a h r W w e. Anna geb. London, 23. April. Das ^Jron and Steel -rraoes Naab in Mainz wurde am 18. April das Konkursverfahren Journal" meldet, daß Rußland bei der Clydewerst eröffnet. Anwaltsgehilse Schumm in Mainz wurde zum Kon- " *"

kursverwalter ernannt. Konkursforberungeu sind bis zum 10. Mai Li dem Amtsgericht Mainz anzumelden.

fc. Frankfurt a. M., 23. April. Die offfzielle Leder- mesfe begmut am 21. April und fand im großen und ganzen am 22. abends ihr Emde. Sie trug ein lebhaftes Gepräge. Bereits vorige Woche waren namhafte Abfchllisse bewirkt, besonders in guten Trierer Wildkuhledem und in ÄUilmedyer Kühledern, so daß kaum mehr eine Bürde an den Kommissionslagern zu finden war. In den bevorzugten Sorten ist eine Preisoesserung zu no­tieren, während auf den anderen Gebieten ein Preis-Rückgang nicht titigetreien ist. Man ist int großen und ganzen mit den erzielten Resultaten nicht unzufrieden. Die feste Meinung, die jetzt das Meßgesck-ist deherrschte, dürfte für die nächste Zeit sich aufrecht erhalten lassen. Gute rheiustche Wstdsohlleder und bessere Oberleder blieben bis zuletzt am gesuchtesten. Tie Preise stellen sich folgcnberma6en: Feine Rin dl oder 190215 Mk., geringere

uni eine Farm, die der Gründer des riesigen Vermögens . --

ber Astors im Jahre 1838 angekauft hatte. Das Anwesen, c> °

ba§ damals für 92000 Dll. erworben wurde, ist jetzt anGieß Anz.".) Amtliche Notierungen der heutige.^^i elfm^rh! bic Familie Eharler übergegangen und wurde nun unter acht preise. Zum Verkaufe standen: 37 Ochsen, 4 aus Oesterreich Familienmitglieder geteilt. Die sachkundige Abschätzuna des aus Oesterreich, 62 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder,

Landes ergab ein Resultat das selbst gewiegten Boden.

fpekulanten em autzerordentllches Ergebnis bedeutet: die kleine 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 76-80 Dll Farm, die damals nicht ganz 100000 Mk. gekostet hat, 2. Qualität, 6871 All., 3. Qualität 586u All.. Bullen- repräsentiert heute einen Wert von nicht roeniqcr als 13 Mill. Pual* 6568, 2. Qual. 5860; Kühe 1. Qualität 7072 Mt' L °l'» !°st bi. 1U.sache Summe des ursprünglichen L

Jtaufpreifes. gewicht: Kälber 1. Qualität 98 bis 100 Psg., Lebendgewicht

Seine Fran ries ihn. Auf dem Grabe seiner Frau 0860 Pfg., 2. Qnalitäi 94100 Pfg., Lebendgewicht 55-60 Pfa nahm sich auf dem Kirchhose von Brompton in England em Schlachtgew. 7580 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew 80 bis trnherer Sergeant Namens Dredge das Leben, der im südairikanischeu 00 Pfg., 2. Qual. 7374 Psg. Schiveme: 1. Qual. 00(.0 M Kriege wegen seines tapferen Verhaltens auf dem Schlachtfelde be- Lebendgeivicht 00,000 Pf., 2. Qual. 0000 Pf., Lebendgewicht ordert unb dekoriert wurde. Er wollte am nächsten Samstag zum 00,0-00 Psg., 3. Qual. 0000 Psg., Lebendgewicht 00-00 Psg zweueii Riale heiraten, erschoß sich jedoch am Msttivoch. In einem I Geschäft bei Hornvieh gut, kein Ueberftanö.

Briefe an^einen Freund sagt er, daß ihm am Sonntag seine ver° le. Frankfurt a. Ü)L, 24. April. Heu- und Strohmarkt, ftorbene Frau erschienen sei. Sie habe leibhaftig vor ihm gestanden (Org.-Tel. d. Gieß. Anz.) Angefahren waren 10 Wagen Heu, 4 Wagen unb ihn gebeten, ihr in das Grab zu folgen. Er müsse diesem Stroh. Bezahlts ivurde sur Heu Mk. 3.403.60, für Stroh Mk Wunsche willfahren, damit ihn seine Frau, die er so sehr geliebt 2.402.60, Maschlnenstioh Mk. 2.000.00. Alles für 50 kxr - habe, nicht für einen Feigling halte. Tendenz fest.

* Ueber den Tabakgenuß ber Schulkinder in

Holland hak ber Vorstand ber Abteilung Arnsterbarn bes Nieberländisäfen Lehrerbundes eine Umfrage veranstaltet, auf bie er nach derD. Wochenzeitung." von ungefähr 1200 Lehrern unb Lebveritinen nachstehende Antworten erhalten hat: Bon den 24 789 Küaben, welche befragt wurden, rauchten 35 Prozent dann und wenn, 17 Prozent regelmäßig unb 2 Prozent kauten regel­mäßig. Bon ben 5689 Knaben int Alter von sechs und sieben Jahren rauchten 1162 manchmal (21 Prozent) und regelmäßig 415_(7 Prozent): cs kauten regelmäßig beinahe 2 Prozent. Das größte Kontingent ber rauchenben und kauenden Kinder stellen die Armenschulen. Das Urteil der Mehrer und Lehrerinnen über den Einsluß des Rauchens aus die Kinder lautet übereinftimmenb dahin: /,Die rauchenden Kiiaben sind stumpfsinnig und unaus- nterksam, sie sind bie schlechtesten Schüler der' Klaffe, sie schreiben fchlecht unb mit zitternber Hand."