Ausgabe 
24.7.1908 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Zweites Blatt

Nr. 172

Erlchetnl täglich mit Ausnahme des Sonntags.

158. Jahrgang

DieStetzener Zamtltenblätter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Krciiblatt für deu Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. DteLandwirtschaftlichen Seit, fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Freitag 24. Juli 1908

Rotationsdruck und Verlag der Drühl'schen UnwersitätS - Blich- und Eteindruckerei.

ÖL Longe, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion: e-qA 11^. Tel.-AdruAnzeigerGießen.

BjMnaagnBauuiuii um «»-i» jbmmm

37. Deutscher

Saldier-, Zriseur und perückenniachertag.

8. &, H. Stettin, den 22. Juli. 11.

Zu Beginn der Verhandlungen am ziveiten Kongreßtage wurden verschiedene Wünsche vorgetragen, die eine anderweitige Regelung der Gesichtspunkte bezwecken, nach denen die Prämiierung von Lehrlingsarbcilen vorgenonilncn wirt). Bezüglich des D s l i ch t f o r t b i l d u n g s s ch u l w e s e n s würbe ein Antrag an­genommen, der verlangt, daß ein Zwang zmn Besuche der Fort­bildungsschule nach vollendetem 17. Lebensjahre für die Schüler nicht mehr bestehen soll. Der Vorsitzende inachte dann ans ver­schiedene Ministerial - Versügnngen ansmerksam. Eine solche be­stimmt z. B., daß künftig nur noch die Jnnungsverbände, nicht mehr die Unterverbände daS Recht haben sollen, Unterstützungs- und ähnliche Kassen zu gründen. Eine weitere Ministerialersügung kündigt an, daß in Zukunst sämtlichen (Lesellcnprüiungen ein Vertreter der LandeSzeniralbehörde beiwohnen werde, um die regelrechte Durch­führung der einschlägigen Beslinnnnngen zu überwachen.

Der solgende Beratungsgegenstand war das Thema Meister- prüsungen. Hierzu lag der Antrag vor, dahin zu wirken, daß den Innungen daS durch Gesetz vom 26. Juli 1897 ihnen ge­nommene Recht der Meisterprüiungen ihnen wieder verliehen werde. Allerdings will der Antrag nur den Innungen dieses Recht wieder verleihen, die sich bisher bei Vornahme von Prüfungen bewährt hätten. Aus der Mitte der Versanunlung würbe betont, baß in der gegenwärtigen Zeit ein solcher Antrag gar keine Aussicht habe, irgend welche Berücksichtigung bei den parlamentarischen Körperschaslen zu finden. Er wurde denn auch schließlich wieder zurückgezogen. Einige weitere, dein Kongreß vorliegenden Anträge bezwecken, eine gesetzliche Regelung der Lehr­zeit der Friseusen emzusühren. Es wurde darüber Klage geführt, daß gerade die uneinheitliche Behandlung dieser Frage durch die Handwerkskammern zu großen Uebelfiäuben geführt habe. Die Versammlung stimmte den Wünschen zu, daß nach bem Vorbilde einiger Handwerkskammern bie Lehrzeit der Friseusen einheitlich geregelt werden soll. Nachdem bereits am vorhergehenden Tage aus die Konkurrenz beim Militär und in Anstalten hingewiesen worden war, kam jetzt die Konkurrenz zur Sprache, die dem Bar- biergewerbe durch Unterbeamte zugesügt werde. Diese hätten beim Militär daS (Bewerbe einigermaßen gelernt und suchten nun nach der Entlassung sich Privatkunden heranzuziehen. Es gelangte zu der Frage rin Antrag zur Annahme, ivonach bei solchen Miß­ständen die betreffende Innung oder der Bundesvorstand für Al- hilse sorgen solle. Bei der Prämiierung der Aus- ,t e l l u n g s - A r b e i t e n , die äußerst zahlreich eingeliefert worden waren, konnten die Wettbewerber mit zum Teil sehr wertvollen Preisen, auch mit Geldpreisen, bedacht werbe«.

Am Abend fand im Konzerthause ein großes Damen- Preisfrisieren statt.

2lus Stadt und Land.

Gießen, 23. Juli 1908.

Militär-Wochenblatt. Beförderungen unb Versetzungen: v. d. Schulend u rg, Oberstlt., beauftragt mit der Führung des Garde-Drag.-Regts. (1. Gr. Hess.) Nr. 23,

zum Kommandeur dieses Regts. ernannt. o. Harnier, Rittm. und Adjutant der 25. Kao.-Brig. (Großh. Hesi.) als Eskadr.-Chef in daS Garde-Drag.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 23 versetzt. Gr. zu Rantzau, Oberlt. im Hus.- Negt. Kaiser Franz Josef von Oesterreich (Schlesivig-Holstein.) Nr. 16, zum Adjutanten der 25. Kav.-Brig. (Großh. Hess.). Lauteschläger, Oberlt. im 2. Großh. Hess. Feldart.- Negt. Nr. 61, unter Beförderung zum Haupt«,, zum Adju- tanten der 13. Feldart.-Brig. ernannt. v. Borcke, Komp.-Chef im Metzer Jnf.-Regt. Nr. 98, in Genehinigung seines Abschiedsgesuches, unter Stellung z. D., zum Bezirks- offizier beim Landw.-Bezirk I Darmstadt (Meldeamt Offen­bach) ernannt. Befördert zu Fähnrichen: die Unteroffiziere D a m m, Rocco im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Abschiedsbewilligungen: Der Ab­schied mit der gesetzt. Pension bewilligt: Frhrn. Schenck zu Schiveinsberg, Rittmeister und Eskadrons-Chef im Garde-Dragoner-Regiment (1. Großherzogl. Hess.) Nr. 23, dem Hauptmann z. D. und Bezirksoffizier Arnold beim Landwehr-Bezirk I Darmstadt, unter Verleihung des Charakters als Major, mit der Aussicht auf Anstellung im Zivildienst und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Leibgarde-Jnf.-Regts. (1. Großh. Hess.) Nr. 115. Im SanitätskorpS: Ernannt zum Bats.-Arzt unter Beförderung zum Stabsarzt: die Oberärzte Gähdc beim 2. Wests. Feld-Art.-Regt. Nr. 22, bei dem 3. Bat. Jnf.- Regts. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, Dr. Flath beim Großh. Hess. Train-Bat. Nr. 18, beim Gren.-Regt. König Wilhelm II. Nr. 10. Befördert zum Assistenzarzt der Unterarzt Kanter beim Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, unter Versetzung zum Jnf.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118. Versetzt der Stabs- und BatS.-Arzt Dr. Duntze des 3. BatS. Jnf.- Regts. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, zum SchleSw.- Holst. Fuß-Art.-Regt. Nr. 9.

**KonferenzderdeutschenlandN)irtschaft- lichen Genossenschaft. In der Zeit vom 19. bis 22. September l. Js. wird in Darmstadt unter dem Vorsitz des Geh. RegierungSrats Bichmann die alljährliche Konferenz der deutschen landwirtschaftlichen Berussgenosscn- schaften abgehalten, zu der etwa 70 bis 80 Teilnehmer, in erster Linie Vertreter des Reichs- und Landesversicherungs­amtes sowie die Herren Vorsitzenden der betreffenden Ge­nossenschaften, erscheinen werden. Für die Verhandlungen, bei denen die O e f f e n t l i ch k e i t ausgeschlossen ist, und ein reiches Arbeitsprogramni umfassen, sind 3 Tage in Aussicht genommen. Sie finden im Kaijersaal und in dem

Saale des medico-mcchanischen Instituts des Herrn Dr. Lossen statt.

§ Aus d c m Vogelsberg, 22. Juli. Die Wald­beeren sind in diesem Jahre ganz besonders gut geraten. Nachdem die Erdbeeren ihren reichen Tribut gezollt, kommen jetzt die Himbeeren an die Reihe. Sie liefern ebenso reiche Ernte wie die Erdbeeren. Ta ihr Pflücken weniger mühsam ist, so sieht man täglich aus den Waldungen Kinder und Er­wachsene mit Töpfen und Eimern voll dieser herrlichen Waldfrüchte kommen. Ungleich geringer als im Walde ist das Ergebnis der Becrenernte im Garten. Hier liefern Stachel- und Johannisbeeren nur einen mittleren Ertrag. Noch geringer find die echten Vogelsberger Kirschen geraten, die sogenannten Vogelskirschen. Sie sind zwar viel kleiner als die Edelkirschen, aber dafür süßer und kräftiger im E'c schmack, so daß ihr Ausfall recht vermißt wird. Eine präch­tige Ernte versprechen die Äcpfel; so reich sind die Bäume selten behangen. Dabei sind die Früchte sehr vollkommen entwickelt. Zwetschen und Birnen zeigen dagegen viel schwächeren Behang.

FC. Offenbach a. M., 22. Juli. Das Grupp en- GaSwerk Obertshausen, zu dein die Cite Oberts­hausen, Dietzenbach, Heusenstamm, Hausen und Lämmerspiel gehören, wird am 1. Dezember d. I. eröffnet. In der einzelnen Gemeinden wird zur Zeit an der Legung der Gas­leitungen in die Gebäude und Hofreiten begonnen.

FC. AuS Rheinhessen, 22. Juli. Die Stangen- bohntznernte hat hier begonnen. Die Händler zahlen pro Pfund 12 Pf. Die Ernte fällt gut aus.

Für alle die ein Kräfti^- uit£s- und Stärkungsmittel bedürfen ist nachstehender Bericht lesenswert, denn ergibt ein Mittel an, daS auf einfache, sichere, angenehme u. billige Weise die gesunde Blutbildung fördert und dadurch unangenehme Störungen beseitigt.

Sonnen, den 5. Mai 1908. Ich freue mich sehr, Ihr Präparat kennen und schätzen gelernt zu haben, und sehe em, daß die Anerkennungsschreiben in den Zeitungen nicht übertrieben sind und kann ich Allem beistimmen. Mir hat Biosou bei meinen ner vöseu Magenkrampsen sehr gute Dienste geleistet. Wenn mein Magen gegen jede andere 'Nahrung, flüssige und feste, opponierte, vertrug ich Biosou doch ohne irgend welche Beschwerden. Ich nehme täglich 2 mal einen Eßlöffel voll in Eacao mit Zucker und schmeckt es so auch meinen Kindern vorzüglich. Au Körpergewicht habe ich durchschnittlich kg. vro Woche gewonnen. Ich kann Bioson des halb allen Magenleidenden ivarm empfehlen, hochachtungsvoll! gez. Frau Fr. Schulze, Erlensiraße 14. Unterschrift beglaubigt: Barmen, 18. Mai 1908. Der König!. Notar E. Neugebauer. Er­hältlich in Apotheken, Drogerien usw. das V2 Kilo 3 Mark. (b30;«

CD o CO

3 o

e

er tsu

53

S »

CD n

Cu'

er

d" a " o ~z: cd .

ro

C'Uu

7. D

s

CT ct 25

o CD»

*-s O

°°e

6) s

ro er CT r-t ro

e er

c - - " cd

ro

= P d 3^69

S

= 2.^2

S c cd -o O

JS "7^- 2. r.7« y. <-

85®

LS5; 55 ct

S- c? ~

° TT 2. ~

3-2*

»= * ~ r*(5<r--ro

ro

Z22t3

cd" = ä3

-CT ro

3 =

Or"

1 i>-

ro aa

- S

5 O.=

»3

A=.^ro ° " CU «1 ro

-- ct;=* ° S" = er 3 -

OZ-

3

5^5^ CT ct 2^'*

Gl

ro

cd o- r-C D

D: CD ro

C o &

s

A

5 D 3 1

S 3 CT CT

OT

S

aET. 3.° ""§r ä s" 2.=

s ra ** L»

D- Ilr^ CD ro CO

2 to

E

CD Cu

2 CD D

co B

5 g. S

o« 5 = CD ro

« D

M (51

<yo" S'

S O*

r-5(?l

<5-5

CD3'

er o

S 0 3 2/^2 CD^)" 2S-®

>2? D. Co-*' TCD

<d - ta - o

^CD e s

o ~ er

o zi­er ro _ C ti ^3 D «-2-

CD "21 = - ^32-2 " ? E. *S~ -T* »iS

LZ I °

_ cr^ 2^L7 .- L

.er ^.-r.D.» .S'- o*2. S - "^2. 3 r» gCT.

ro S' ro

§32"

: SS?1

Mr

C?1 ro

$<5.D 3

J^.CD ro co§ = co0 - co'g,- . o C

l'Sfg1

w.CT ro

ro CD ro

Ler2 c'« = 2,,

cd er 2'2'^' C"

" 7- «s co

ö o er 5*5 O- ?CE «'er S Z L^- - o «

s ° E

CT ro er

ro-CT

r ß r. 3

DA«. ^tOa.

es 3 4 K>3 ro ro

2 3 2.=

h -.ro er er

D ro

C

K1

5