Drittes Blatt
Nr. 396
Erscheint tL glich mit Ausnahme deS Sonntag?.
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reservierte Mitteilung von zuständiger Seite, die in Berliner Bla! rn gestern bekannt wurde, scheint uns dazu geeignet, in der weiteren Spekulation von Aktien der Deutschen Kolonial- geseltschast etwas vorsichtig zu fein. Tie Lkolonialwerte waren etwas abgeschwächt zu 409 Proz. geschlossen gehandelt. Schließlich Ivar auch an d r Börse das Ger-icln verbreitet, der Kolvnial- staatsselretär habe bereits telegraphisch tue Erhebung von 10 Ach Ausfuhrzoll pro Karat, also fast des. Wertes, angcordnet.
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— D i e B u tz b o ch—l ü> e r Bahn Hal im abgelamenen Betriebsjahre wiedc. schlechte Cocichdite gemacLi. 'Jic.ai der jeizl vorliegenden Bilanz stir 19U8 stehen den Belriebsmikosten — ein« schliestttch jrüherer Lerluste — m Höhe von sasl 80 OuO Alk., nur ein Ueberschllb an Einnahme in Höhe von kaum 2u UUO Lik. gegen' über, so das; der G e s a m t v e r l n st au' 60 100 Alk. angeivachien ist. Ans der Bahn lasten 75lO<)OMk. Aktienkapital, 550 OUO Mk. Obligationen und em Slaatszuschnstkonto von 391 586 Alk. Zu den Frachleinnahmeii der Bahn lieiert allein die Wellerancr Sand- und Steinmdiistrie der Firma Lenz u. Eo. 75 Proz, em Zeichen, dah die Frachleinnahmen sehr gering sind. Um die Belriebskosien ein- zuschräiiken, hat die Firma im Fahrplan em Zugpaar gestrichen, io dast jetzt nur noch vier Zugpaare verkehreii. Tie Firma hossl die Bahnen rentabler gestatten zu können, wenn erii einmal das Bahnnetz bis Grünberg und durch das Wetterlal bis Bad Nauheim ausgebaut ist.
— Ausfuhrzoll auf Diamanten in Deutsch- Südwcst-Ajrika. Es heisst, die Lleichsrcgicruri^ deabftchttge, einen Aussuhrzoll aus Tiamanlcn im deu.jchen Schuhgeb.et von Südwest'Afrika einzufuhren. Es ist der Berliner Bvrsen-Lourier, der diese Nachricht'bringt und gleich des näheren angiebt, dast der Zoll hoch bemessen sein wird uno etwa ein Drittel des Wertes betragen wird. Bon Interesse durste es bei dieser Gelegenheit auch sein, mitzuteilen, das; die Deutsche Kolonialgesellichait für Südwest-Asrir. in dec Liamantsunoangelegenheit eine Erklärung abgibt, die mit den Tiamantsunden und mit der rapiden Kurssteigerung ihrer Aktien zusanimenhöngt. Tie Gesellschaft teilt mit: „Soweit wir festjtelicn tonnten, ist dft erhöhte Nachjrage nach unseren Geschüftsanteileu aus solgende Ursachen zurüclzu- rü.;rcn: Zu erster Linie aus Miiuic auS englischen Kreisen, zweitens aus das die ersten Erwartungen übersteigende Tiamanlvorlommen innerhalb der Acrggercchtsame unserer Gesellschaft in d.r Nähe von Lüderitzbucht, drittens au> das bisher noch unoestätigte Gerücht, daß Blaugrund im Tiamantgeoiet gesunden ist." Diese im ganzen
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Mittwoch 16. Dezember 1908
N.ttation«dnick und Verlag der Drühl'lche» UnwerstlatS • Buch« und dteuiDrudercu R. Lange, Gießen.
Die „Siebener §amilien''lattrr- werden dem ,s2ln3Cigcr" viermal wöchen lich beigelegt, das „Ktcisblart für den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. Die „candwirlschaftlichen Seit- fragen“ erscheinen monatlich zweimal.
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Tas in den Waldungen der Gemeinde Großen-Buseck in den Dislciklen dlttebcrg und Oelederg lagernde Grubenholz, 595 Kicsern-Stämme von 12 bis 24 cm Turchm.-129,15 Fm. soll im Submisnonswege vergeben werden und sind Angebote hieraus verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis zum 19. d. MtS. mittags 1 Utzc bei dec unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen.
Großen-Buseck, den II. Dezember 1908.
Großh. Bürgetmeisiccei Großen-Buseck.
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Nedaktion, Crvedition und Druckerei: Schul- ftraöe 7. Expedition und Verlag: 5L
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* Der D a l c r it a r i Haus, oes im Zuchthaus von Bruchsal seine strafe verbüßenden Plöcders, ist einem Telegramm auS Berniastet zufolge, dort im Alter von 74 Jahre i gestorben. In oe.n Schwurgerichrsprozeß gegen Karl Han trat der Baler des Angeuagieu, ein braver Mann und Direktor der Borschußvanl in Bernrastel, mehrfach als Zeuge l!ervvr
bedeutet die Erfindung von 25ühOsyE 3 des neuesten Kaffee-Ersatzes. Es verleibt dem Kaffee-Getränk eine tadellose Farbe, sowie angenehmes Aroma und besitzt vor allem infolge seines Gehaltes an Protein, Nährsalzen und Eisen hohen öZ ä h r vj e r t. Der Gebrauch von jjKosyr“ ist sonach allen denen aufs wärmste zu empfehlen,
Die mittleren Baubeamten Hessens.
Bei Feststellung der Beamtenlxsoldungsorönung im Jahre 1898 wurden die mittleren Banbeamten Hessens nicht in die ihren Lcistuugen und ihrer Verantworllichleit im Dienste c;u- jirechendc Gehattsciajse eiugereiht. Obwohl ja die Großl>. Regierung bei Ausstellung der Besoloungsordnung 1898 sau all- Qeine in von dem Grunosatze ansging, die Gehälter den an die betreffenden Beamten gestellten Ansvrderungcn entsprechend zu 1 einessen, so iiruüte hierin bei den Baubeamlen leider eine Aus ualpne ger.mcht und oieje den aus derselben Kategorie enhum menen Bahnmeistern uno verwandten (stellen in der Preustiitt Hessischen CiicnbahngemLinftl)aft gleich gestellt werden. Nur einzig und allein auf die damaligen Verhältnisse ist die jetzt noch bestehende Nücisbandigkett zurüttsuführen. Da aber nun diese RückshLndigkeit in der LisenbaHngemeinsttjaft schon im Jahre 190 J beseitigt ivorben ist und die damalige varlausige Erhöhung der Bahnmeister nunmehr in dein neuen BeamtenbesoldungZgcsel> 'Ättwurf für Preußen sogar noch roei.er erhöht wurde, so sollte doch l-ier Eeüi Zioei,el mehr obiualten dürfen, daß eine Beamteit- kalegvrie, die inwials voroeidlich war, dies auch heute noch sein müßte. Was hier noch weiter für die Bevechtignng der erwünschten Gehaltsregulierung in Betracht gezogen zu werden verdient, sind die mit Emfüyrung des ldunststrost—gests-s iir Wegfall geuni menen uno schon damals weit bester bezahlten ^reislLchniker- itelien , mit denen außerdem die unbeschränkte Ausübung von Privatarbetten verbunden ivar. Letztere sind jetzt grösstenteils ganz verboten, oder aber von Fall zu Fall genehmigungspsirch- tiQ, sodast nach selten und ganz vereinzelt solche von den Beamten ausgefübrt werden können. Es ist dies auch schon durch die^ volle dienstliche Jncmspruchnahme so gut wie auSgeschio^ien. F-erncr durfte iS dem a.s einzig uastehend zu verzeichnen sein, dast einer ■<i eamtenkatcgvrie nur genoumnn uno niemals ettvas gegeben mor^ den ist.
Das KAnststrabengeseh von 1896 hat nirgends so viele M-ängel aufzulveisen, als gerade bei der Besetzung der Stellen der Bau beamten. Wahrend jiimtliche anoeren ^)eamten an den Äreiöämteni siaatlich angestcllt werden, werden dagegen die Kreisstvasteltimeister von dem jkreiSausjclMst gewählt und von. diesem.angestettt. , Au.^ braucht man weiter nur daran zu erinnern, hast die Kreist bic in dem Gesetz enthaltene Beftimmung, bei Anstellung der Kreis- ^rastcnmeister nati) Änciennttät der Anwärter zu verfahren, in keinem Falle eingehalten Haven. Sogar steht zu befürchten, dast bemnöchst Leute — ohne die vorgeschrievene Staatsprüfung bestanden zu haben — zur Anstellung gegangen! Ferner braucht nur noch darauf hingewiesen »u werden, wie Dvriuicj>enariig oas Ginrommen ins Einzelnen in den Kreisen gehandhabt wird. Zc naci.bcm die Kreisverwaltungen ptehr oder weniger von so- 'mlem Empfinden getragen werden, können sie durch Gewährung von Äversum und prozentualen Vergütungen bei Ausfül-rung von Neubauten und bergt, das Einlontmen ii/rcr Baubeamten beliebig erhöh.n oder erniedrigen. Ebenso verschieden würde auch eine 'Jlnjrage an diesen Stellen anSsallen, wenn man von dort eine Auskunft über die Notwendigkeit einer Ge^tllsregulierung ein- sordcrn wollto. Schon aus dem Gefühl der Selbstvenvaltung heraus wird eine Gei-allsregutierung von dieser Sette nie zu erwarten sein, dkllerdings must hier zugleich noch eingesci-aliet iver- oen, dast einzelne Arcisverwaltungen es icdoch schxvn bedauert haben, auf Vorstellungen ihrer Beamten durch das Aunststrasten- gesetz nicht in der Lage gewesen zu sein, den von il/nen aner- chunten, vollberechtigten Forderungen nähertreten zu können, weshalb diese gezwungen waren, das Gesetz dadurch zu umgehen, oast die Bewilligung von 'Teuerungszulagen oder aber eine Erhöhung des jährlichen Aversnms slattgefunden hat.
Die Berhälttnsse bei den im Staatsdienst sich befindlichen Beamten liegen wesentlick» anders, uns sind diese säst durchweg nur auf dos feste Gehalt angewiesen. Es braucht dabei nur >wch erwähnt zu werden, dast die im Staatsdienste sich bes.üblichen Bauaspiranten bei ganz geringer Bezahlung seither Mitte der dreißiger Zähre und in Zukunft durch die noch anmer schlechter werdenden ÄneiennillltSverhältnisse erst mit Ausgang der Dreißiger Fahre zur Anstsllung gelangen. Tast das iir diesem Lebensalter erst erreichte 'Anfangsgehalt und dazu die zu gen-ärtigenbe geringe, alle drei Jahre eintretende Steigerung für die B.g.eitung der Lebensbedürfnisse, nicht ausreicht, bedarf keines besonderen Nachweises.
Dabei, sttrd die StaalSbanümter in die größeren Stadle Lessens verteilt und müssen die Beamten bei dem ttcappen W)h^ nungsgeldzusttiust — Lei beit bescheidenslen Ansprüchen — unverhältnismäßig große Aufwendungen ihres Gehaltes hierfür in Anspruch nehmen.
Sind sei fcr die Aufwendungen für Daubeamte für praktische
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iui.D, ist sehr fraglich; sind dach seit dem letzten, im Jahre 1901 abgehaltenen Staatsexamen, Asp-.raru . -st nach 1 -5 Jahren zur Einberufung gelangt und warten heute nach solä-e vom Jahre 18uj auf Anstellung. _
Man ijat sich vielseits schon sehr gewundert, datz noch diese Zahl bewährter Techniker im Staai.. i nste tätig ist, obwohl bereits in den letzten Jahren viere t..:i;..ge Leute, gewiß nicht ztim Vorteil des Staates gut öezahice Sttllen bei anderen Behörden ober Städten angenommen haben.
Die von ixm dem vorigen Landtag in Aussicht gestellte
Aufdejscrung der Gcl)ülier so 1 nun in dem neu zusammen^etrndcn Landtag festgclcgt rvcrden. Allein, wie vielfach hi Tageszeitungen verlautet, niuji den gerechten Joeder.mgen der Laubeamteu ent sprechend. Tieselben ./assen jedoch, daß uic fcrrrcn Abgeordneten für ihre gewiß berechtigten Wünsche tatkröfttg emtreten und unsere tiiegicrung die geeigneten Mittel hierzu aufzubringen weist, damit eine GleUmstellung der m.ttleren iEauberraten mit den Verwaltungä- beamten erfolgt.
ALrchliche Nachrichte«.
Liiattgelifche st-emeinöe.
Donnerstag den 17. Dezember, abends 8 Uhr, int Markussaal;
Bibelstunde. (1. Johs., Rap. 4).
Pfarrer Schwabe.
Bringe meine »3 <2 j. O zur Abhaltung u. Festlichkeiten jeglich. Arc in empjeylende Erinnerung.
S;neben, horten u. i. w. __ täglich frisch. (U//0
(-’-emiitlicye Slaffer,immer.
Groß. Gesellschaften Anmeldung vorher erwünscht. Hochachlend
J. Löbbert.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 1j. Dez. Der auf Donnerstag den 24. Dezember mileuöe Grou- unö Kletnviehmarkt wird des Heiligen Abends wegen am Atittwoch den 2 3. Dezember abgehalten. _________________________
Fasnilten-rza^/r^chten.
Verlobte Fräulein 'Juruir n emilcr in Cber-Cbmen mit Herrn Jakob Bücking in Alsield. — Fräulem Emilie Weisel in Nenzendors mit Herrn 5larl Birtenftock in Neiberlenrod. — Fräulein Marie Stnieriem m Bad 9laul)enn mit Herrn Axel Th. Knap in Kopenhagen. — Fräulein Helene Buch in Weidenau nut Herrn Karl Stelz in Niederschelden.
Gestorbenem Frau Ida Luy Witwe, geb. Beyer, in Elpenrod. — Frau Atargarelhe Heck, geb. Bogi, m Schotten. — Fräulein ttarolme Fall in Grebenau. — Frau Adelheid Hahn, geb. Dacht, in Butzbach. — Frau Marie Bietmeyer Wilwe, geb Hanau, Frau Lein jJioub, geb. Waas, Fran Sophie Scheibet, geb. Sieck, säml ich m Friedberg. — Fran Kalyarme Schneider m Ostheim. — Frau Christine Füller, geb. Bieler, Herr Michael Noth, beide in Wetzlar. - Fräulein Ihnie Hoftnami in Ehringshauien. — Herr Franz Frey, Herr Johann Friedrich Noll, beide in Marburg.
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