Ausgabe 
22.8.1908 Drittes Blatt
 
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amstag. August 1808

Drittes Blatt

Nr. 197

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

= + 13,3 C.

vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

8(4)

Darmstadt

Möbel-Fabrik

158. Jahrgang

Werkstätten für Handwerkskunst

Georg Ehrhardt & Söhne

Wenn die Kleinen nicht recht gedeihen wollen, so sollte unverzüglich mit dem Gebrauch von Scotts Emulsion begonnen werden. Die Kinder nehmen dabei rasch zu, bekommen rosige Bäck­chen und werden munter und frohgemut. Zarte und schwächliche Kinder nehmen Scotts Emulsion mit Vorliebe, weil sie angenehm schmeckt und dank dem Scottschen Herstellungsverfahren leicht verdaulich gemacht ist.

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Auszug a. d. StanSesamisregiftern der Stadt Sietzeu.

Aufgebote.

August. 14. August Velten, Schriftsetzer dahier, mit Wilhelmine Eberhard in Steeg. 15. Karl Bender, Hilssheizer in Gröningen, mit Luise Lina Heuinaun dahier. 15. Paul Reinicke, Photograph dahier, mit Gertrud Will in Interlaken. 17. Max Tetröe, Sergeant, mit Elnina Otto, beide dahier. 17. Rudolf Jung, Bankbeamter, mit Henriette Wigandt, beide dahier. 17. Heinrich Blum, Spengler und Installateur, mit Marie Trechsler, beide dahier.

Lheschlictzungen.

August. 15. Adolf Behrens, Kaufmann, mit Lina Hebel, beide in Wiesbaden. 15. Ehristtan Otto Klein, Spengler uud Installateur

ScotlS ILmutjion wird von uns auölchUcsilich int großen vertäust, und -war nie lose nach Gewicht ober Mab, sondern nur in versiegelten Origtnalsiaschen in Karton mit unserer Schuvmarte (Fischer mit dem Dorsch). Scott u. Bowne, G. m. b. H, itrantfurt a. M.

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Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchea Umoerfuäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag.' 5L Redaktionen 1^ ^»1..vldiuAnzeigerGieben.

DieStetzener ZamlNenblätter- werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Krdsblatl für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen- erscheinen monatlich zweimal.

Meteorologische Veobachtnngen

der Station Gießen.

Es starben an: Zusammen:

Tuberkulose des

Summa: 12

bis 21. August , 21. ,

Erwachsene: im

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mit flnrolinc Kralt, beide dahier. 15. Adam Szczech, Zuschneider, mit Margarete Werner, beide dahier. 15. Hemrich Nepp, Tag- löhner, mit Marie Appel, beide dahier. 15. Heinrich Gerdes, Schneider, mit Pauline Horn, beide dahier.

Sedorene.

August. 10. Dem Buchhalter Emil Paul Gustav Lipsert eine Tochter, Luise Ilse Margarete. 11. Dem Schuhmacher Heinrich 9iau ciue Tochter, Martha. 12. 2em Ingenieur Richaich Hermann August Clte em Sohn, Helmut Richard Wilhelm. 13. Dem Hilh»- heiler Julitis Ernst Sommer ein Sohti, Kurl. 13. ^.em Buchbinder- meister Heinrich Steinhäuser ein Sohn, Walther Konrad ^rteortch. 15. Tein Lehrer Friedrich Ost ein Sohn, Karl Friedrich. 17. Tem Schlosser Franz Schlicker eine Tochter, Aiathilde Josephine. 18. ~.cm Plchger und Wirt Philipp Senkler ein Sohn, Gustav. -0. Dem Sch lost er Wilhelm Lotz cui Sohn, Ronroh Wilhelm.

Gestorbene.

August. 14. KaSpar Scholl, Spediteur, 44 Jahre alt, Ktrch- straße 11. 16. Ferdinand Kumpf, Bäcker, 38 Jahre alt, Lonystt.2 '. 18. Wilhelm Karl Seng, 2 Wochen alt, Seltersweg 3. 10. Mar­garete Rupp, 1 Jahr alt, Kaiser-Allee 39.

Aum.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von atiswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Sonntag, 23. August, von nachm.

4 Uhr bis U Uhr abends nur geöffnet: tSIOßlciPOlllCKe

Giessen, den 22. August 1908. O s

tirossh. Polizeiamt. Reinhart.B:5,'i

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Cberhessen

Der Dater eines prächtigen Jungen"

darf mit Recht stolz sein auf sein Kind. Diesem Gefühle väterlichen Glücks gibt auch Herr Schmitz in den folgenden Zeilen Ausdruck:

Brühl bei Köln a. Rh., Hospilalstr. 2 I, 1. Oktober 1907.

.Als Vater eines jetzt sehr prächtigen Knaben, drangt es mich, Ihnen für Ihr vorzügliches Präparat Scotts Emulsion meine ganze Anerkennung anszusprcchcn. Meiiiem kleinen -vohn- chen Philipp, welches von Geburt an äußerst schwächlich war und nicht vorangehen wollte, ist Ihre Scotts Emulsion ganz über, rascheud gut angeschlagen. Es ist geradezu em Wunder, wie der Kleine, der vorher einem Skelette glich, sofort an Gewicht zunahm, jede Speise mit prächtigem Appetit essen konnte jCp und so gedieh, daß er heule ein lebendiges blühendes Kind geworden ist."

(gez.) Lorenz Schmitz.

Ans Stadt nnd Land.

Gießen, 22. August 1908.

** Aus dem Militär-Wochenblatt. Ritter u. Edler v. Rogister, Rittmeister und Flügeladjutant des Regenten des Herzogtums Braunschweig, Herzogs Johann Albrecht zu Mecklen­burg Hoheit, zum überzähligen Major befördert und als Eskadron- Lhef in das Garde-Dragoner-Ncgimcnt (1. Großh. Hess.) Nr. 23 versetzt. Zum Oberstleutnant befördert: Lang, Abteil. Komman­deur im 2. Großh. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 61. Zum Ober­leutnant befördert: Leutnant Mattel im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Vom 1. September 1908 ib au» ein Jahr zur Dienstleistung kommandiert: Ger heim, Leutnant im Jnf.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, ium Großh. Hess. Train-Bat. Nr. 18. Mit dem 1. Oktober 1908 versetzt: Heßler, Leutnant im Jnf.-Regt. Kaiser 'Wllhclm 2. Großh. Hess.) Nr. 116, in das 7. Rhein. Jnf.-Regt. Nr. 69. Lefördert zu Leutnants die Fähnriche: Chales de Beaulieu, ».Wachter im Leibgarde-Inf.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, vrendel im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) )lt. 116, Auleb, Sartorius im Jnf.-Lcib-3tegt. Groß­herzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, Ritter im Jnf.-Regt. 3rinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, v. Kamphövener im Leib-Dragoncr-Regt. (2. Großh. Hess.) Nr. 24 (diese fämtlich mit Latent vom 17. Sept. 1906) und v. Hiddeßcn im Leib-Trag.- liegt. (2. Großh. Hess.) Nr. 24.

** M a s ch i n e u g c w e h r - K o m p a g n i c. Zur Erlernung )er Einrichtung und des Gebrauchs des Maschinengewehrs befindet ich seil 1. Juni ein stärkeres Kommando von Offizieren, Unter- iffizteren und Mannschaften des Leibgarde-Jnfanterie- Regiments Nr. 115 auf dem Truppenübungsplatz Münster. Versuchsweise wird nämlich u. a. bei den Infanterie-Regimentern Rr. 88 und 115 am 1. Oktober d. Js. je eine Maschinengewehr- .lompagnic aufgestellt. Die Maschinengewehr-Kompagnie des Leib­garde-Regiments wird dem III. Bataillon angcglicdert und bis tuf weiteres int Lager bei Griesheim untergebracht.

Der Bern deck'sehe Familientag. Am Montag und Dienstag wurde, wie schon mitgeteilt, in unserer Stadt tin Fest eigener Art gefeiert. Wie in allen deutschen Gauen immer mehr die Glieder eines Stammes sich zu Familien­verbänden zusammenschließen, so besteht auch in Hessen nun­mehr schon 32 Jahre der Familienverband der Familie Lernbeck, deren Ahnen 150 Jahre lang (1630 1780) als Bürger und Kaufleute in Gießen ansässig waren. In ihrer Vaterstadt tagte diese Familie darum auch immer, so oft sie sich zu ihren Jamilientagen versammelt. Heuer war es das zwanzigstemal, daß fast 70 Glieder der Familie in verwandt- ichastlicher Liebe in unserer Stadt zu frohem Feste sich ein» anden. Am Abend des 17. d§. vereinigten sich vornehmlich nännliche Glieder der Familie zur Vorversammlung int Hotel Viktoria, um unter dem Vorsitz von Pfarrer i. P. Scriba hier über die Angelegenheit des Bundes zu beraten. Von ivichtigecen, auch die Allgemeinheit interessierenden Beschlüssen ei erwähnt, daß das Stipendium wesentlich erhöht werden onnte und daß die genealogischen Beziehungen zu einer in Franken ansässigen Familie gleichen Namens durch Oberlehrer Dr. Bernbeck hier erforscht werden sollen. Auch trat der ^amilienbund der Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte in Leipzig, die bei dem in voriger Woche it unserer Stadt abgehaltenen Kursus über Familienforschung und Vererbungslehre wesentlich beteiligt und durch zwei ihrer LorslandSmitglieder vertreten war, als Mitglied bei. Tem langjährigen Redakteur der Familienzeitung, Pfarrer H. Nies ]u Melbach, wurde in Anerkennung seiner mühevollen und verdienstvollen Tätigkeit von der Familie ein kostbares Ge­schenk überreicht. Die Hauptversammlung, die am 18. in ctcinS Garten stattfand, wurde von dem oben genannten lliedakteur der Familie geleitet, welcher mit einer begeisternden, in den Familiensinn appellierenden Ansprache die Teilnehmer villkommen hieß und sogleich die Feststimmung auf die Höhe orachte. Auch der gegenwärtige Senior der Familie, der hochbetagte Pfarrer i. P. Hermann Bernbeck hier, war zu dieser Feier erschienen. Der gemütliche Teil begann mit einem Festesten, das von Herrn Stein in ganz vorzüglicher Qualität geliefert wurde. In angeregter Stimmung blieb man bis in die Abendstunden zusammen. Das Fest ist ein neuer Beweis dafür, daß auch in unserer materiellen Zeit der Sinn für

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Familiengeschichte und das Gefühl der Zusammengehörigkeit der Glieder eines Bundes noch lebt. ES ist dringend zu wünschen, daß auch anderwärts dec Familiensinn in unserem deutschen Bürgertum immer mehr erstarke, da er auch für die Entwicklung nationaler Kultur und des nationalen Bewußt­seins ungemein wichtig und auch ein sicheres Unterpfand echt vaterländischer Gesinnung ist.

? Ilsdorf, 19. Aug. Tie Orte, denen eine Eisen­bahnverbindung unwillkommen ist, find wohl feilen, glcichivohl gehört unser Tors zu diesen Ausnahmen. Tie Eisen­bahn Mücke Grost-Eick-en soll nach der Mstcckung durch unsere Gemarkung führen. Unsere Lrtsckiast liegt aber nur wenige Mr- nuten von Mücke entfernt- Turch zwei Eisensteinbergwerke bat unsere nickst große Gemarkung erheblich Land verloren. Ein weiterer Landverlust, wie ihn eine Bahn naturgemäß erheischt, ist aber für unsere Einwohnerschast nicht angebracht- Tcswegen würde sie einer Verschonung ihrer Gemarkung mit der geplanten Bahn gern entgegensehen.

fc. Frankfurt a. M., 19. Aug. Das hiesige Stat. Amt veröffentlicht aus den Ergebnissen der Volkszählung 1905: Tie Zahl und Herkunft der frcmdgcbürtigcn Be­völkerung ist folgende: 50 000 Personen stammen aus der Provinz Hessen-Nassau, 37 000 aus dem Groß Herzog­tum Hessen, 31000 aus dem Königreich Bayern, 31000 aus dem Königreich Preußen (ohne Hessen-Nassau, 13 000 aus dem Königreich Württemberg, 12 000 aus dem Groß­herzogtum Baden, 9000 aus Elsaß-Lothringen; 3700 sind aus Oesterreich, aus der Schweiz 1000, Italien und Eng­land intl. der Kolonien und die Bereinigten Staaten von Nordamerika mit je 600 Personen, Jtußland mit annähernd 700, Ungarn 500, Frankreich mit iloIonien 350, die Nieder­lande 260, Türkei 60, Schweden 54, Luxemburg 40, Nor­wegen 30, Brasilien 23, Spanien 17, Argentinien 15, Mexiko 10, der Rest verteilt sich auf das übrige Ausland. Die fremdgebürtige Devöllerung betrug 1905 rund 197 000, die orts gebürtige 138 000 Personen.

Mchent!. Üeberslch^der Todesfälle i. fr. Statt Gießen.

33. Woche. Born 9. bis 15. Ltugust 1908.

Einwohnerzahl: angenommen zn 80 400 sinkt. 1600 Mann Militär.) SterbUchkeitsziffer: 20,52%,,

nach Abzug von 6 Ortsfremden: 10,26 "/oo.

Kinder

Höchste Lemperatnr am 20.

Niedrigste , . 20.

1 August

1908

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

21

2

746,1

22,3

15.3

77

WNW

4

Bed. Himmel

21'.

96

745,3

18,6

14,9

94

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22.

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746,0

17,0

13,8

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W

Bed. Himmel

Gehirns

2(1)

Kl)

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1

Lungenentzündung

KD

1 (1)

Blutvergiftung

KD

1(1)

Krämpfen

1

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1

Geisteskrankheit

1

1

Aneurysma

1 (1)

1(1)

Gallenblafenentzünd.

1(1) ,

1(1)

Leberfchrumpfung

1

1

^iierenentzündung

2(1)

2(1)

Selbstmord

1

1