Ausgabe 
22.7.1908 Zweites Blatt
 
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Richtungen und eine Erörterung der Zukunstsmöglichkciten. Uebcrall kommt cs dem Verfasser nicht sowohl auf das Negierende an, als vielmehr auf die Feststellung des positiven können. Im Mittelpunkt des Schriftckiens (S. 29 ff.) steht das Bekenntnis des Verfassers selbst zu der lebendigen sieghaften Gottcs- kraft. ___________________________

OLigittaL-DrahtmeLdungen.

Bad-Ems, 22. Juli. Der Statthalter von Elsaß

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag den 23. Juli: Meist Heller und trocken, wärmer.

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B e r l i n, 22. Juli. In einem Telegramm an das B. T. be­zeichnet die Tircklion des Stettiner Vulkans die in der Resolution der vier VulkaifArbeitcrvcrsainmluugeu enthaltene und auch im Stettiner Volksbolcn auigcslcllle Behauptung, als sei die Aussperrung von der Vulkan-Direktion gewollt, um Kouvcnlional- strascn für verspätete Schifssablicierungcn zu vermeiden, als unge­heuerlich und i c d e r Begründung entbehrend.

Köln, 22. Juli. DieKölnische Zeitung" meldet aus Salonik Dom 21. d. M.: Eine Versammlung in Verisso- witz erklärte sich mit den Jungtürken einig und sandte ein Telegramm mit 1-00 Unterschriften nach Konstantinopel. Auch die Führer der Albaner verlangen ein l a ui c n t. 5000 Albaner sind im Vormars , _ gen Uesküb. Sie werden eine halbe Stünde von der Stadt entfernt lagern und eine Antwort aus Konstantinopel abwartcn. Vizemajor .habil Efscndi ist mit zwei Leutnants und 150 Mann in Vodcna zu den Aufftändischen über- gegangen. Jbraham Pascha, der Kommandant des 3. Korps, ist angeblich in Ungnade gefallen. Ter zum Muschir beför­derte Artillcrieinspcklor Schukri Pascha soll seine Stelle einnehmen. Zlvci Militärzüge mit anatolischen Nedifs sind

nach Monastir abgegangen.

TieKöln. Ztg." meldet aus Belgrad vom 21. d. M.: Aus Mazedonien treffen hier Meldungen von Mili­tär a u f st ä n d e n großen Umfanges ein.

Konstantinopel, 22. Juli. Wie Leute, die aus Uesküb hier anlommcn, berichten, ist der Aufruhr unter den Al­banesen in der dortigen Gegend von fremdländischen Agenten geschürt worden, die den Albancfen-Häuptlingen die unsinnige, aber gläubig aufgenommcne Nachricht brachten, ein österreichisches Armeekorps sei im Anmarsch auf Albanien zur Besetzung des Landes. Ein Ausflug der deutschen Eisenbahnschule in Uesküb sollte den Ocsterrcichern das Signal geben, daß der Moment zum Einrücken gekommen sei. Tatsächlich verboten die inzwischen in Verisowitz bei Uesküb versammelten etwa 20 000 Köpfe zählenden Albanesen den geplanten Schulausflug, während sie zugleich den türkischen Gouverneur verjagten. Tas Versprechen des Sultans, 550 Offiziere der Konstantinopeler Garnison um einen Grad zu fördern, soll auf sämtliche Offiziere des 1. und 2. Armeekorps ausgedehnt werden. ~ .

Sofia, 22. Juli. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß in Smyrna 50 0 Reservisten gemeutert haben, indem sie sich ihrer Einschiffung nach Saloniki widersetzten. Aus Saloniki wird berichtet, die dort von Smyrna einge­troffenen drei Bataillone hätten es abgelchnt, auf Monastir vorzurücken. In Konstantinopel sind VcrHaftsbefehle erlassen worden gegen zahlreiche Armenier, die verdächtig sind, Beziehungen zu Jungtückcn zu unterhalten. Aufsehen erregen die Verhaftungsbefehle, die gegen sechs junge Damen aus dortigen ersten armenischen Familien erlassen sind.

Paris, 22. Juli. TemFigaro" zufolge wird der König von Schweden im Oktober oder November nach Paris kommen. WiePclite Parisienne' erfährt, hat Raisuli dem Gegensultan Muley Hasid die Unterstützung der Bergstämme zugesagt.

Märkte.

ht. Gieße n, 22. Juli. Der gestrige R i n d v i e h m a r k t hatte einen Vorral von ca. 1000 Stück Großvieh, 200 Stück Jung­vieh für Alasl und Zuchlzwecke und 200 Kälber- Der Markt in Milchware war m Folge des eingetretenen nassen Wetters geieslel. Der Handel in Kühen war lebhaft bei unveränderten zmrieden- stellenden Preisen für die Verkäuser. Ebenso war Jungvieh dies­mal besser an den Manu zu bringen. Tas Geschäit in selten Rindern und Kühen war sehr animiert, obschon die Kämer aus

Nttiver-rtäts-NachriÄ-ten.

In Wien ist, ivie uns von dort drahtlich gemeldet wird, der Dermatologe Professor Ed. S p i e g l e r gestorben.

Der erste weibliche Dozent an einer deutschen Hochschule wird Frau Dr. E l i j a b e t h A l t m a u n - G o t h e i n e r in Frankfurt a. M. sein. Diese Sozialpolitikerm, die sich durch ihre Sludicn über die Wuppertaler Textilindustrie und zahlreiche andere Arbeiten befnnnt gemacht hat, wird an der Al ann- Heimer Handels - Hochschule Bo .lesimgen aus dem Gebiete der Sozialpolitik halten. Für das kommeiide Wintersemester hat sie ein' Kolleg über die Arbeilerinnenirage angekündigt.

Briefkasten -er Redaktion.

(Anonyme Ansragcu bleiben unberücksichtigt.)

X. U. Z. Ist die Aliclzeit nicht bestimmt (cd kann dies so­wohl bei Abschluß des Mietvertrages, als auch später geschehen), jo kann nach § 56-1 B.-G.-B. jeder Teil das Aiielverhätlnis nach den Vorschrislcn des § 565 kündigen. Danach ist bei Grundstücken die Kündigung nur nie den Schluß eines Kalendervierleljahres, also 31. März, 3". Juni, 30. September und 31. Dezember zu- lässig. Dadurch, daß Sic am 1. Mai 1905 eingezogen sind, stets am 1. August, 1. November, 1. Februar und l.Mai die Miele ge­zahlt haben, ist eine Abänderung der angegebenen gesetzlichen Beslimmimgen, sofern dies nicht m sonstiger Weise geschehen ist, nicht eriolgt. Sie können daher Ntir für den Cchliiß eines Kalender- vierteljahres kündigen. Es wäre richtiger geivesen, wenn Sie erst­malig am 1. Oltober 1905 die Miele für ein Vierteljahr + zwei Monate und von da ab vierteljährlich gezahlt hätten; dies hätte den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen und jeder Zweisel wäre ausgeschlossen geivesen.

* FlugkechNiscbes. Das Zeppelin'sche Luftschiff in Friedrichshafen wird, wie verlautet, in 10 Tagen wieder flugbereit sein. Zurzeit ist cs fast s/4 seiner äußeren Hülle entkleidet. 10 Gasbehälter sind fortgenommen und das blanke Aluminium-Gerippe tritt klar zutage. Arbeiter sind mit Löten und anderen Reparaturen beschäftigt. Bei einem Flugversuch auf dem Manöverfelde von Jssy in Frank­reich stieß der Flugapparat Bleriot beim Landen so fest aus den Boden, daß die Schraube vollständig zer­trümmert wurde. Bleriot selbst blieb unverletzt.

* Die Einwohnerzahl des Deutschen Rei­ches wird in dem soeben erschienenen Statistischen Jahr­buch für Mitte dieses Jahres auf 63 017 000 Personen an­genommen, gegen 62 097 000 um die Mitte des Vorjahres und 61177 000 Mitte 1906. Die Zunahme für jedes der beiden letzten Jahre wird demnach auf 920000 Köpfe ge­schätzt. 1871 wurden 40997 000 Personen gezählt, so daß seit der Gründung des Reichs eine Zunahme um rund 22 Millionen oder mehr als 53 v. H. stattgcfundcn hat.

* Berlin, 21. Juli. Gestern abend wuroe der 83 jähr, als Lustspieldichter und Shalespearevorleser bekannte Pro­fessor Dr. Rudolf Genec, zurzeit in einem Hotel in der zköniggrätzerstraße wohnhaft, beim Ueberschreitcn des Fahr­dammes vor dem Hause Viktoriastraße von einem Auto­mobil an gefahren und um gestoßen. Er erlitt erhebliche Verletzungen am linken Oberschenkel, und wurde, nachdem man ihm auf einer Unfallstation einen Verband angelegt hatte, mittels einer Droschke seiner Woh­nung zugeführt.

* Zum Diebstahl in der Bibliothek des Za­ren. Bekanntlich ist man in der Privat-Bibliothek des Kaisers von Rußland auf protze Diebstähle gekommen. Tie Untersuchungen über die Täter nahmen bisher einen schlep­penden Gang und cs schien, als ob eine gewisse Absicht damit verbunden wäre. Tiefer Verdacht gewinnt nun durch eine sensationelle Nachricht eines russischen -Oppositionsblattes einige Glaubhaftigkeit. Tas Blatt behauptet, daß die kupfernen Münzen und Medaillen, die man an Stelle der verschwundenen echten Goldmünzen und kostbaren Medaillen vorfand, im staatlichen Münzhose geprägt worden seien. Als der Zar hiervon erfuhr, soll er in heftigen Worten seiner Entrüstung über die skandalösen Zustände im staatlichen Münzamte Ausdruck gegeben haben. In Petersburger Kreisen glaubt man, daß die sensationelle Entdeckung der wahren Täter zu der Entlassung von einer Reihe der h ö ch st c n Beamten führen werde.

Kleine TagcschronU.

DasDresd. I." nieldet: Wie wir von zuständiger ^cite er­fahren, lehnte der K'önig von Sachsen das Gnaden­gesuch der Grete Beier, der Mörderin ihres Bräutigams, ab. Die Hinrichtung findet am Donnerstag in Freiberg statt.

Am 20. Juli sollte der bei seinem Vater in Lichtenstmn- Eallenberg bei Chemnitz wohnende, aus der Irrenanstalt Zschadraß entlassene 27 jährige Weber Leser von dem Arzt Dr. Wagner in der Wohnung seines Vaters verbunden werden. 2.er Wahnsinnige ergriff einen Revolver und versuchte den Arzt zu erschießen. Als der 70jährige Vater dazwischensprang, traf die Kugel diesen oberhalb des Hcrzcns und verletzte ihn töd­lich. Darauf entfloh der Wahnsinnige in den Wald, stürzte auf dem Rückwege in das Studierzimmer des Diakons v. Pier- busch und schoß diesen nieder. Ter Geistliche ist einige Stunden nachher gestorben. Ter Wahnsinnige stellte sich selbst

Im Küpuzinerwäldchen bei Nymphenburg unweit München wurde eine junge Frauensperson erstochen aufgefunben. In einiger Entfernung van der Leiche lag die Mordwaffe, ein langes Küchenmesser. Tie Erhebungen ergaben, daß die Er­mordete die 23 jährige Tienstmagd Maria Huber ist, die am

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Abend vorder mit ihrem Geliebten,""Döm Sergeanten der Lust- schisferabteilung, Rettinger, gesehen wurde. Rettinger hatte das Mädchen sckpm öfter bedroht. Er ließ sich nach der Tat von einem Bahnzuge überfahren.

Auf dem im Hafen zu Hamburg liegenden Brevier HcmsadampferRebenscls" meuterte das gesamte Heizerper­sonal, etwa 20 Hindus. Ter zweite Maschinist wurde mit Eisen- röhren und Knitteln niedergeschlagen. Erst die Hasentwlizei vermochte die Ruhe wieder herzu stellen. Die Rädelsführer, wurden verhaftet.

In Magdeburg war eine Abteilung Arbeits-Soldaten unter Aufsicht eines Sergeanten und cincs Gefreiten mit der Umhackung cincs Reitweges beschäftigt. Nach der Vespcrpause meldete sich der vielfach bestrafte Arbeits-Soldat Warch beim Sergeanten und gab an, er habe Kreuzschmerzcn. Dieser ließ ihn auf und ab gehen. Plötzlich stürzte sich der Soldat auf den Sergeanten, packle ihn an der Kehle und warf ihn zu Boden. Der Gefreite wollte das Seitengewehr ziehen, wurde aber von zwei anderen Arbeits- Soldaten niedergeschlagen. Tann machten sich die drei Meuterer über den Sergeanten her. Nach vollbrachter Tat ergriffen sie die Flucht und legren sich in einem Gebüsch nieder. Dort wurden sie sestgenommen. In einem anderen Falle verweigerte ein Arbeitssoldat ebenfalls den Gehorsam, riß scksticßlich seinen Rock auf und forderte den Vorgesetzten auf, ihn n i e d e r z u f chi c ße n. Zwei Gefreite führten ihn ab.

Tas Verfahren gegen den Lehrer Grzegorz in Bres­lau, der in der Nacht zum 5. April den Studenten Hanisch erstochen hat, ist eingestellt worden. Grzegorz wurde außer Verfolgung gesetzt, weil die Ermittelungen ergaben, daß er in Notwehr gehandelt hat.

Freiherr v. Reitzenstein, der sich zurzeit in Hameln auf­hält, teilt mit, daß am 23. Juli vor der Strafkammer in Karls­ruhe die Hauptversammlung gegen ihn wegen Herausforderung des Staatsanwalts Tr. Bleicher in Karlsruhe zum Zwei­kampf stattfindet. Freiherr von Reitzenstcin will den Beweis antreten, daß der sogen,graue Herr" nicht Karl Hau

Dcrtttlfdbtes»

* 23 om Wetter. Infolge Wolkenbruchs sind beide Geleise der Strecke Ansbach-Würzburg zwischen den Stationen Oberdachstetten und Burgbernhcini überschwemmt und von Ecdmafsen überschüttet worden. Die Strecke war infolgedessen l1^ Stunden gesperrt. Schwere Gewitter zogen über die Stadt und den Landkreis Celle und richteten überall großen Schaden an. In Lachendorf hatten sechs Arbeiter in einer Feldscheune Schutz gesucht; zwei von ihnen wurden vorn Blitz erschlagen, während die anderen be­täubt wurden. In Hornshof wurde eine Frau auf freiem Felde vom Blitz erschlagen. In Garßcu richtete eine Wind­hose schweren Schaden an. In der ruß'. Stadt Jekate­rinburg sind die Gold- und Platinawäschcreien von mehreren Flußsystemen überschwemmt und die Arbeiten niußten eingestellt werden, so daß die Industriellen bedeutende Ver­luste erleiden. Auch über Franzens veste gingen viele schwere Gewitter nieder. Ter Schladabach trat aus den Ufern und überschwemmte ein großes Gelände. In den an­grenzenden tiefer gelegenen Ortschaften sind die Fluren in einen See verwandelt. Der Verkehr ist unterbrochen. In vielen Gegenden Böhmens hat die Ernte durch den Hagel­schlag gelitten. Auf dem A m u r, zwischen den sibirischen Städten Nikolajewsk uiid Chabarowsk ereignete sich durch einen Wirbelsturm, der bei einem Gewitter plötzlich auf- trat, eine schwere Katastrophe. Eine Barke, die mit aus- gewiesenen Chinesen besetzt war, wurde von dem Orkan er­faßt und ging in wenigen Augenblicken unter. 8 4 an­gebundene chinesische 9(rrcft anten, sechs Zottsoldaten und der Steuermann wurden Opfer der Fluten.

Existenz od- hohec Nebenverdienst! können sich Herren verschafien, welche Beziehungen zu Landwirten imben und über ca. 150 lütt, flüssiges Kapital verfugen, durch Ver­laus von Leipziger Fatterkalk. Bei einer Abnahme wird das Verfahren zur Sclbstherstcllung vergeben.. pnerten nur am einige Sage unter E,. E. 3815 a. d. Expedition dieies Blattev. lssx,/7

den Großstädten sich am Haiidcl nicht beteiligten, dagegen lag für gute Rinder Bedarf aus den Badcplätzcn vor, so daß die Preise hierfür sich clwas höher flcdicu als nm letzten Markt. Das Ge­schäft in Kälbern hielt sich in mittleren Grenzen. Man hatte wegen des Turnfestes nur Frankfurter Kundschait gerechnet und für diese schwere Tiere an den Markt gebracht. Die Spekulation schlug aber seht weil die Frankfurter Kundschaft sich für das Fest schon längst vorgesehen haue, und hielten sich daher die diesmaligen Kalber- preije in den natürlichen Grenzen. Gehandelt wurden per etiief: Kühe, frischmelkend und tragend 1. Qual. 475525 Mk. (einzelne schwerere Tiere höher) 2. Lnal. 370430 Alk., 3. Qualität 275340 Mk. Jungtiere Mask und Zucht je nach Güte und Alter 150225 Tlf. Fetivich ging nb der Zentner Schlachtge- wicht: Ochsen 1. Oncil. 80-82 Mk., 2. Qual. 77-79 Mk., Rinder 1. Dual. 7476 Mk., 2. Qnat. 7273 Mk., Kühe 1. Qual. 7072 Alk., 2. Qual. 6769 Mk.; Kälber 1. Qual. 72-76 Mk., 2. Qual. 64-69 Alk., 3. Qual. 57-62 Mk. Der Markt wurde bis auf wenige geringwertige Milchkühe glatt geräumt.

ke. Frankfurt a. Al., 22. Juli, ucu- und Strohmarkt Man notierte vcn (alles' 3,20-0,00 Mk., Heu (neues) 2,30-2,40 Mk., Stroh 2,40 Akk. Alles per 50 kg. Tendenz: flott.

fc. Frankfurt a. 3)1., 22. Juli. Schiveineniarkt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zuni Vcrkanie standen 1606 Schweme. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 6768 Pfg., Lebendgewicht 52,5 bis 53 Psg.; 2. Qualität 65-66 Pfg., Lebendgewicht 52-00 Pig., 3. Qiial. 58-60 Psg. Geschäft gutt, Ucbcrsland bedeutend. Während des Marktes lief noch 1 Waggon Schweine em.

Handel.

Köln, 21. Juli. TieKöln. Zlg." meldet aus Solingen: Der AliisichtSrat der S o l i n g e r Bank beschloß den K o n k u r s niiziinielden. , ,

Bon der Berliner 2> o r | e. Die Vorborsc war ycule ziemlich fest. Jni Verlaufe aber trat eine stetig zunehniende Ab- schivächnng ein. Alan sagt, infolge größerer Realisationen der auswärtigen Spekulation. Die Politik spielte dabei wieder eine Rolle und da Alarokto nicht mehr zugkräftig i|t, muß jetzl Make­donien und die jungtnrkijche Bewegung herhalten. Tie Folge da­von war, daß auch Staatsfonds ivicder zurnckguigen. Bon hei­mischen Anleihen wichen besonders die 3prozentigeu rund V. Proz. Banken waren behauptet. Montanwerlc waren Bruchteile ge­drückt. Elektrizitätsaktien verkehrten zu gebesserten Kursen. All­gemeine Elektrizitätsaktien schlossen 213,/2. Der Prwaldiskont no°

gelfyndikat. Nach dem Bericht des rheinisch- westfälischen Ziegelsyiidikals ist die Lage der Ziegelinduslrie dauernd schlecht. Ter Juni-Versand der 265 SyndikatSöfen betrug 39,7 (im Vorjahre 47,9) Millionen Steine. Der Versand im ersten Halbjahr stellt sich auf 172 Millionen Sterne oder 16 Proz. der Jahresbeteiligung gegen 198 Millionen oder 24 Proz. im Vor­jahre. Die Preise in öcu verschiedenen Bezirken sind stark weichend.

Komme morgen auf den Brand mit einer großen Sendung groß.Schlangengurken 2 St.35Ps. zarter Bohnen per Pfund 10 Pf. weißen Blumenkohls 35 u. 40 Pj. Tomaten ... 2 Pfund 55 Pf. gelbe Rüben. . 3 Pfund 20 Pf. Erbsen

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Hochachtungsvoll Wilh. Hammel.

gewesen ist.

In Essen spielte sich eine ausregende ejcnc im Schivur- aerichtssaale ab, wo ein Vertreter des Kriegsgerichtes der Malroscndivision in Kiel in der Strafsache gegen den "Marine- soldalcn Jorgclcit, dem Einbruchsdiebstähle sowie Fahnenflucht zur Last gelegt sind, eine Vernehmung abhielt. Trotzdem der Angeklagte durch einen Unteroffizier und einen Maat scharf bewacht wurde, sprang er aus die Anklagebank, stürmte durch den Saal und gelangte durch die Hintertreppe aus den Hof, von dort auf die Straße. Unteroffizier uni> Maat nahmen die Verfolgung auf, dcr Unteroffizier feuerte 5 scharfe Schüsse auf den Flüchtling, ohne zu treffen. Ter Flüchtige lief ins Haus, dann durch mehrere Gärten und entkam ins Freie. Bisher hat man noch keine Spur von ihm. _ r . r , c

In Luzern wurde an ber Vafeler Straße imolgc Erb­rüt s ch e s vom irundervoll aussichtsreichen G u c t f d) b c r g e her ein HauSanbau gänzlich verfcl littet. Tret Kinder einer ilalicnifchcn Arbeicerjamilie sowie ein 19 jähriger Gehilse wurden getötet. Bis jetzt wurden die Leichen zweier Kinder geborgen.

In Malmoe hat unter dem Verdacht, das Dynamit- attentat aus das LogisschisfAlmathea" verübt zu haben, der zuerst verlasicle Tischler Nilson jetzt ebenso wie die beiden anderen Verhafteten Stern und Rosberg, die Tat eingestandcn. Nilson will, weil er unverheiratet war, das Attentat auszuführcn über­nommen haben, dcr Plan zu dem Tynamildiebstahl sowohl, als auch zu dem Ansckstag stamme jcdod) von Rosberg.

Das Verl. Tgbl. meldet aus Newyork: Tas Putzlchrmädchen Mabel Mac Causlan beschuldigt den Detektiv Harry Monsley, ihr im Auftrage des Millionärs Franc I. Gould 1000 Dollars versprochen zu haben, wenn sie, um Gould die Ehe­scheidung zu ermöglichen, der Staatsanwaltschaft anzeige, daß sie Gould in intimer Situation mit einer Tänzerin angetroffen habe. Tas Mädchen, das anfängfich aus die Bestechung emgegangen war, wurde nachträglich von Reue ersaßt und brachte den Be- stcchungsversnck/ zur Kenntnis.

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