Ausgabe 
16.7.1908 Zweites Blatt
 
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Donnerstag 1« Jnli 1908

Nr. 165

Zweites Blatt

158. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Handel

des

13 Vereine in derselben Klasse, so viel, als sonst auf einem

Gesangs-Wettstreit in allen Klassen singen. Hier nun ehren

. . 194.30

Prince-Henri-Eisenbahn . 120.50

gehalten wird.

Harpener Bergwerk. .

. 163.50

204.00

229.50

III.

Lehrfabrik

ss/u

Elektriz. Lalnneyer Elektriz. Schuckert

sämmtliche Vin ib hoffen, im Intel-' i allseitigen Besuch.

Der Vorstand.

Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . .

Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .

Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. .

Laurahütte . .

Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . Türkenlose . . .

148 60

51.00

86.30

66.00

97.40

194.10 189 00

107.80

197.25

204.00

91.90

99.00

DteSiebener Zamilienblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegl, das Kretsblatt für den Krtls Stehen" zweimal wüchentllch. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen'' erscheinen monatlich zweimal.

. 118.00

. 105.90

Cauada E. B. . . .

Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . .

Tendenz: schwächer.

. 122.75 . 229 80 . 134.20 . 171.10 . 136.50

Escbweiler Bergwerk .

Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paket! Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......

Nordd. Lloyd.....

Obeisehles. Eisen-Industrie

. 213.75 . 109.00

82.85

90.50

90.00

98 90

99.10

93.45

62.50

63 00

95 80

89.30

Beichsanleihe do.

Konsols . . do.

Hessen . .

Oberhessen

. . 92.05 . . 82.85 . . 92.05

3 o% 3y,°/e 3% 3^% 3^7o

terdux

ie 27.

en

INS W ßiemrifl ick io Pfg-

Rotationsdruck und Verlag der Brühlfcheu UnwersitätS - Brich- und Steindruckeret.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuk- straße 7. Expedition und Verlag: e=^ 5L RedaktiomL^ll^rel.-AdruAnzeigerGießen-

Zeppelins Mißgeschick und weltersolg.

Gras Zeppelin wollte, wie unsere Leser aus unseren gestri­gen Telegramnien wissen, am Mittwoch die große Dauer­fahrt nach Mainz antreten und wartete wegen des Regen­wetters bis gegen 11 Uhr. Als sich der Himmel etwas auf-

. 88.10 . 175.00 . 22 75 . 149.10

. . 22.80

. . 92 20

. . 148.90

Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr und Industrie, Giessen.

Frankfurter Körne, 16. Juli, 1.15 Uhr.

y> n * Elektro- und Maschinen-

Techmbjm Jlmanau

0?1l9«' Pb, m j,

brach das vordere linke Höhcustcuer und der Propeller wurde beschädigt. Ter Luftschiffkörper selbst blieb unver­letzt und bewies damit seine außerordentliche Widerstands' ähigkeit. Eine abgerissene Hallcnplanke stieß ein Loch in die Stoffbekleidung und in die Gaszelle an der Spitze. Alle übrigen 16 Gaszellen blieben völlig intakt. Die Repa­ratur des Luftschiffes erfordert etwa 14 Tage. Tie Gaszellen werden entleert werden müssen. Tie Beschaffung einer neuen Gasfüllung dauert etwa drei Wochen. Die Fahrten können also früher nicht ausgenommen werden.

In Friedrichshafen herrscht Trauer, die um so ;rößer ist, als das Bureau des Grafen bereits um 9 Uhr rüh gestern die feste Meldung ausgegeben hatte. Zeppelin werde vorntittags den Aufstieg unternehmen. Ter Defekt an der Wasserkühlung des Luftschiffes war nämlich schneller behoben worden, als der Graf selbst anfangs glaubte.

Von Friedrichshafen reiste die Reichskommissian inzwischen ab. Tic Behörden haben angeordnet, daß bis auf weiteres die getroffenen Vorkehrungen aufgcschoben werden. Graf Zeppelin ist durch diesen Zwischenfall kei­neswegs entmutigt, da es sich nur um eine Beschä­digung handelt, der leicht abgeholfen werden kann und ähnliche Vorkommnisse bei allen neuen Unternehmungen unvermeidlich sind.

ein

liener

0 Pfund 5.75 M.

Tendenz: etwas schwächer.

Berliner Börse, 16. Juli. Anlangskurse.

rankfort u

Zanater, und Qönntt -t-memreichassoriiew in und Tabak ' und Auslandes. -H

Kronprinz11

Alb.LchumannÄeaik- en vom Hauvlbabnhoi seit zu wollen. Prom> chtungSvoll i Flessa, er im Kolosseum Giekc

in.

imlung vom 9. er. b [4361

ersammln^

/, Uhr im Saale b. enttzüüitzer Was nheü des Brauno

! die

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4o Oesterr Goldrente.

4*/6 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 39» Portugiesen Serie I 3% Portugiesen 111 4ya6(0 russ.Staatsanl. 1905 4^",0 japau. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose......

4% Griech. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . 414°I, Chinesen . . . .

Aktien :

Bochum Guss.....

Buderus E. W.....

Stück 8 Pfg, Pfund 8 Pfg, ser d» 4136

Für die Zeppclinsche Fernfahrt hatte man auch auf dem Rochusberge bei Bingen Vorkehrungen zur Beobachtung getroffen. Eine Anzahl Soldaten verschiedener Heeres gattungen hatte dort eine Bcobachtungsslation errichtet, nm >em Luftschiff vermittels Scheiniverfer Signale zu geben.

Wie aus Washington telegraphiert wird, beabsich tigert die amerikan. Behörden für die Landesverteidigung beim Kongreß die Bewilligung von eincrMillion Dol­lar zu beantragen, um dafür lenkbare Luftschiffe zu koustruieren und eine ganze Flotte von Lenkbal­lons nach dem Muster deS Zeppelinschen Luftschiffes zu bauen. Sollte die Forderung vom Kongreß genehmigt wer­den, so sollen zum Zweck der Küstenverteidigung längs der ganzen atlantischen und Pazifie-Küste Stationen für Luft chiffe errichtet werden.

LautSchwäb. Merkur" erhielt Graf Zeppelin anläß­lich seines Geburtstages ein höchst liebenswürdiges Schreiben vom Kriegsminister v. Einem.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderhesien

voll zu bestehen, das verlangte viel!

Ruppertenrod, 15. Juli. Gegenwärtig wird die endgültig angenommene Richtung der Ohmtalbahn vermessen und abgesteckt. Zu diesem Zwecke weilt für einige Zeit ein Ingenieur der Eisenbahnbaugesellschaft Lenz u. Co. zu Berlin hier. Tie neu abgesteckte Strecke führt von Mücke an der Bräuningschen Wirtschaft vorbei, das Jlstal hinauf nach Ilsdorf und Groß-Eichen. Als an letz­terem Ort die Markierungszeichen in den Boden gesteckt

wurden, ergriff die Einwohnerschaft Begeisterung: man schwenkte freudig Tücher. Von Groß-Eichen folgt die Bahn über einen Höhenzug, der mittels Zahnradschienen über­wunden werden soll. Der Bahnhof, den man hier bestimmt in unmittelbarer Nähe unseres Ortes erwartete, soll zwischen Ober-Ohmen und hier zu stehen kommen. Dafür wird sich unsere Gemeinde, die 80 000 Mark zum Bahnbau verwilltgt, aber bedanken. Man hat ihr den neuen Bahnhof bei dem Ort versprochen und nun erwartet man auch, daß Wort

und wf der «AK 8ie»»O« 95» 5

politische Tacresseharr. I gewicht 50 Pfg. Das Frankfurter Turnfest beeinflußt hierbei

Tie wirtschaftliche Organisa.iaä der geistig.» Arbeiter »ie Preise in ^igenber $Cnben,. Auch sür b--übrige Rind.

loirb Dom Regicrungsrat 3r. Viktor Leo IN den3al;r- f^b ie P et! , 4

Büchern sür Nationalökonomie und Stafiftil" erörtert Der -urückgmgen, mit dem Eintritt des bnrchweichenben Regens Verfasser versteht darunter die Organisation der Aerzte, ungezogen, so daß die Nachfrage und der Handel wieder Ingenieure, Chemiker, Techniker, Privatbeamten aller Gat-1 mehr Fluß zeigen. Das jetzige an Niederschlägen reiche rungen, Organisationen, die zu dem Zweck geschaffen Wetter hat die FutteranSsichten, die wirklich schlecht standen, uurden, Lebenshaltung und wirtschaftliche Lage sowohl d's entschieden gebessert.

Standes als auch der Mitglieder des Verbandes hochzuhalten Al le n d o r f a. d. Lda., 15. Juli. Am Sonntag und oder zu steigern. Diese Organisation der geistigen Arbeiter Montag fand hier das 25jähr. Stiftungsfest des iei der notwendige Schlußstein in dem Uebergange von hiesigen Kriegervereins verbunden mit dem Bezirks- her individualistischen Volkswirtschaft zu der organisierten, feste des Bezirks Gießen statt. Zu Ehren dieser Tage in der wir stehen. Tie Kopfarbeiter seien an einzelnen hatte unser Städtchen bereits schon am Samstag reichen Stellen gewissermaßen zwischen 'wei Puffer geraten, nnt> angelegt. Sonntag mittag gegen i/23 Uhr bewegte

müßten ihre Ellbogen gebrauchen, um wirtschaftlich nicht sich ein stattlicher Festzug wohl der größte jemals hier zerdrückt zu werden. Die Erscheinung als Ganzes sei etwas gesehene durch die Stadt. Es hatten hieran u. a. teil- innerlich Notwendiges. Solange die geistigen Arbeiter in- genommen: als Vertreter des Kreisamts Gießen, Regie- nerhalb der zulässigen Grenzen des Koalitionsrechtes blieben, rungsrat Welcker, sodann der hiesige Ortsvorstand, Rad- werde man gegen die herrschende Entivicklung, nachdem fahrerverein, Männergesangverein, Turnverein, sowie 84 das gewerkschaftliche Prinzip an anderer Stelle zur An- auswärtige Vereine. Nach Wiedereintreffen des Festzuges crkennung gelangt, nichts Entscheidendes geltend machen auf dem Festplatz trug der Mannergesangverein das mit können. Wo aber lägen die zulässigen Grenzen des Koa- großem Beifall aufgenommene BegrüßungsliedGermania litionsrechts der geistigen Arbeiter? Eben dort, wo sie auf der Wacht" vor, anschließend hieran hielt Pfarrer für die .Handarbeiter lägen: die Rechte der Organisation IM i ck e l die sehr schön in patriotischem Sinne gehaltene würden begrenzt durch die Rechte der Gesamtheit, durch Festrede. Hierauf überreichte Regierungsrat Welcker dem das öffentliche Interesse. Letzteres sei daun gegeben, wenn Verein die von dem Kaiser gestiftete Fahnen sch leise, Durch die Austragung der Streitigkeiten von feiten ber begleitet von einer kernigen Ansprache. Ten Dank hieraus, Organisation ein allgemeiner N o t st a n d absichtlich der in ein Hoch auf den Kaiser sowie auf den Großherzog herbeigesührt werde. Bisher seien die neuen Strömungen ausklang, sprach der Vorsitzende des Vereins aus. Sodann gegen die geltende Wirtschaftsordnung nicht gerichtet gc- überreichte Fräul. S t o o s im Namen der hiesigen Frauen ivesen: sie waren national, erstrebten die Verbesserung mit- ^d Jungfrauen, begleitet von einer sinnigen in ein Hoch !els organisierter Selbsthilfe und gesetzlicher Regelung. Be- auf den Jubelverein ausklingenden Ansprache eine pracht- achtenswert sei aber, daß der gewertschastliche Gedanke des volle Fahnenschleife, worauf der Vereinsvorsitzende durch strengen Klassenunterschiedes und der Benützung des ge- einige in ein Hoch auf die edlen Spenderinnen ausklingende nerblicheu Koalitionsrechtes, dessen letzte ideelle Konsequenz Worte dankte. Hiermit war der offizielle Teil der Feier der Streik oder der Gebrauch der Macht ist, heute Berufs- erledigt und es folgten nunmehr Tanz und Volksbelustigung, gruppen zu erfassen beginne, die vor einem Jahrzehnt noch Leider stellte sich gegen 6 Uhr ein heftiges Gewitter ein, nicht daran gedacht hätten. Diese Entwicklung könne, wenn welches störend in das muntere Treiben eingriff. Reichen sie nicht in verständige Bahnen geleitet werde, Folgen haben, Beifall fanden auch die Abends vom Turnverein gestellten die im Interesse einer gesunden Volkswirtschaft weniger Pyramiden. Auch der 2. Festtag (Montag) verlief in der ivünschenswert seien. Man werde aber wohl annehmen schönsten Weise. Nachdem vormittags leichter Regen fiel, dürfen, daß in weitsichtiger Erkenntnis der hier vorhandenen Härte sich gegen Mittag der Himmel auf, und es bewegte Entwicklungsmöglichkeiten sowohl die Industrie selbst sich um 3 Uhr ein Festzug, bestehend aus den hiesigen Ver- lüie die gesetzgebenden Faktoren Wege finden, die es der- einen und Schulkindern durch die Stadt. Nach Wrederein- hindern, daß die organisatorische Entwicklung treffen des Festzuges auf dem Festplatz hielt Herr Lehrer der Kopfarbeiter durchgängig in der Richtung des Adam, der Kassierer des Vereins, eine kurze kernige in Klassenkampfes und unüberbrückbaren Klas- ein Hoch auf das deutsche Vaterland ausklingende Ansprache, sen g e g e n s a tz es sich entwickle, wozu bisher eine Ten- Der Männergesangverein trug hierauf das LiedHessen- denz nur an einzelnen Stellen vorhanden sei. land" vor und der Turnverein veranstaltete turnerische Auf-

Das Vorgehen des bayerischen Jnduslriellenverbandes gegen führungen. Sodann folgten Tanz und Volksbelustigung fine Reihe von Privatbeamtcnverbänden", schreibt Leo wörtlich, ^as muntere Treiben erstreckte sich bis in die Frühe des eröffnet allerdings in der Hinsicht etwas bedenkliche Perspek- Dienstag morgen hinein.

iiven '^nn man nicht annehmen darf, daß cs vereinzelt bleiben I * Londorf, 15. Juli. Gestern abend brachten der hiesige mrb: soll.e e» Hüben, so liegt die Gefahr vor, twß 1^ x c g e r - und Turnverein dem Pfarrer R e u sch, der heute

qeruhe durch ahnlw>e Maßnahmen bie Bewegung in radikales Lrt verläßt, um eine Stelle in Niederohmen anzutretcn,

vahrwas.er genieben wird. ____p-npn Fg clzug. Auf eine Ansprache des Präsidenten des

I Kriegervereins erwiderte Pfarrer Reu sch tief gerührt. Er be» 2lttS Wil© U-uiW« I haß es seine Absicht nicht gewesen, aus der ihm so heb®

Gießen, 16. Jul, 1908. gewordenen Rabenau wegzuzieheu, die ihm geradezu zur zweiten

** T a g e s r a l e n d e r für Doruierstag, 16. Juli: 5. A b o n n e - Heimat geworden sei und nur schweren und betrübten Herzens in e n t s - K o n z e r t in Steins Garten, Aniang 8 Uhr. scheide er aus dem Orte, in dem ihm soviel Liebe und Vettraucn

Kolosseum: Programmmechsel (Teger-njeer). entgegengebracht worden sei. Auch der Sprecher des Turnvneins

K i n e m a l o g r a p h c n - Theater: Programmwechsel schilderte in kurzen Worten, welche Liebe und Verehrung sich der lAufnahmen von Gießen). Scheidende seit seinem Hiersein erworben und wünschte ihm em

ferneres Wohlergehen. Fast die ganze Gemeinde hatte sich an

** Ein postaliscke r Fortschritt. Seit dem der Wohnung des so sehr beliebten Pfarrers eingefunden und all-

Ä bicf6?e"n Wn "öSeTXten0 tafÄ + ®toßen.Siuben, 15.3uli. Aus d°m G.sang-, eingerichtet, die je nach der Griiße für 12 und 18 Mark ver° Wettstreit m Budeng-n errang der htchge Gesangverem mietet werden. Der betreffende Mieter bekommt zu seinemHarmonie" m her Stlafie Bll den 1. Ehrenprels und den ^ach, das eine Nummer trägt, einen Schlüssel, mittels dessen 2. Klassenpreis. Die Konkurrenz war groß, denn es sangen er von morgens 7 bis abciibS 9 Uhr öffnen kann, um seine--- ' L ffi£ ----

Briefschaften herauszunehmen. Tic Einlage dieser Brief- ichaften durch einen Beamten erfolgt umgehend nach ihrem Eingang und der Sortierung beim Postamt. Tie Einrich­tung, die in anderen Städten schon längst besteht und sich dort auch bewährt hat, war in Gießen längst ein Bedürfnis.

Die vorhandenen Fächer sollcii zum größten Teil bereits vergeben sein. Unsere Geschäftsleute, besonders die, die | starken Postverkchr haben und in der Altstadt wohnen, wür­ben von dieser Einrichtung gewiß viel mehr Gebrauch machen, wenn das Lahnpostamt nicht so entfernt läge. Vielleicht ließe sich die Einrichtung auch für das Postamt II in der Zchulstraße treffen. Erstens würden die Schalterbeamten und auch die Briefträger damit sehr entlastet, zweitens machte die Post damit ein gutes Geschäft und die Brief­empfänger kämen auf diese Weise schneller zu ihrer Post, als wenn sie erst auf den Briefträger warten oder am Schalter stehen, bis der Ausgabebeamte frei ist.

Billige Fahrt zum Turnfest nach Frank­furt a. M. Der Sonderzug, der am Sonntag früh die Turner und deren Familienmitglieder für 9)?f. 1,25 zur Fest- Habt befördert, kann auch von Nichtmitgliedern der Turn­vereine benutzt werden. Man möge sich dieserhalb an Herrn R. Bucha cf er, Zigarrengeschäft, Neuen Baue wenden, wo gegen Zahlung des Fahrgeldes die Fahrkarten verabfolgt werden. Bei der ?lbfa()rt des Zuges werden nur noch eine kleine Anzahl von Fahrkarten zur Verabfolgung bereit-1 wurde per Ballon aus der Halle gezogen. Ein

gehalten. Die Ausgabe der Fahrkarten und die Entgegen- M^dstoß ergriff ihn aber und drückte ihn gegen die Halle, nähme von Bestellungen auf solche wird am Freitag abend ^ die H ö h e n ft e u e r u n g beschädigt wurde.

: ^schlossen werden. In Gießen sind nur Fahrkarten zur Ab- Die Havarie stellt sich als bedeutender heraus fahrt von Gießen aus zu haben. als man zuerst annahm. Der bo r bere er i

Kaufmännischer Verein. Die oberbayer.Musik-, gebrochen, es losten Iich einige Drahtbinder der vorde- . x;« f it n t n p n 11 e rfl kon-1 ren Gondel und die ganze linke Seite des Vorder-

Sanger- und ^anzertruppe, , I 9 3i Nord- b allo ns r i ß auf. Die Ausbesserungsarbeiten dürsten

zertiert heute ,m Anwesen des ^aufmanni^en Verems, Jlmd- 0 Tage^iu Anspruch nehmen. Die Dauerfahrt Anlage 15. Die Leistungen der Ge.ellichaft '^Gesang und ^rschoben.

Musik sind vorzüglich. Auch fehlt der bekannte -Lchuyplattler-1 g-ne weitere Meldung lautet: Tas Luftschiff wurde beim Tanz nicht. Es wird heute abend ein abwechslungsreiches H^ausbringen aus der Halle infolge falschen Manö- Familien-Programm geboten und auf zahlreichen Besuch odorierens des neubeschafften Schleppbootes Lnct und des dadurch veranlaßten Reißens des Schlepp-

Gute Kälber0reise. Einen guten Preis gelten feiles vor Angehen der Motore vom Winde gegen die . Zurzeit ki° Kalber; bezahlt st- ba§ Psunb Lebend-1'-istrne Lallanhalle getrieben. Ber dem hestrgen. Anprall

= Alter Junge, fei so gut

und borg mir eine Schachtel Faris Sodener Mineral-Pastillen ich weiß ja, daß du nie ohne ein paar Schachteln auf Reisen gehst. Ich hab mich ordentlich erkältet, hab aber leider vergessen, mich mit Fays ächten Sodener zu versagen und tarnt erst morgen welche taufen. Die kleinen Dinger tun lvahre Wunder bei mir, sie räumen mit Jeher Erkältung schleunigst auf und bekommen auch meinem Magen vortreff­lich. Fays ächte Sodener kauft man für 85 Pfennig in allen Apotheken, Drogerien und Mineralwasserhandlungen, weise aber alle ^Nachahmungen entschieden zurück.

"Thüringisches'

Aus Berlin wird uns heute gemeldet:

Das deutsche lenkbare Militärluftschiff unter­nahm gestern abend 8 Uhr unter Führung des Hauptmanns Georga mit mehreren Personen bei starkem Westwinde einen Ausstieg. Es manövrierte zunächst in einer Höhe von 150 bis 200 Metern unmittelbar über dem Standpunkte des Jnspek' teurs der Verkehrstruppen Generalleutnants F-reiherrn von Lyncker, der das Luftschiff vor dem Aufstieg besichtigt hatte. Alle Steuerungen, namentlich auch die Höhensteuerung, ar beiteten vorzüglich. Es folgten Manöver in einer Höhe von 400500 Metern, wobei das Luftschiff gegen einen 12 Meter starken Wind erfolgreich anzukämpfen vermochte. Nachdem dann die Fahrt bis über den Tegeler See aus­gedehnt worden war, kehrte das Luftschiff an seine Aus- tiegstelle zurück.

Der bei dem Ballonunfall in Travemünde tödlich verletzte Hamburger Großkaufmann Sarninghausen jt im Krankenhause an den erlittenen Verwundungen ge­storben. _________________

Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. Wittk 0.