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13.1.1908 Zweites Blatt
 
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Nr. 10

Zweites Blatt

Montag 13. Januar 1908

Siehener Anzeiger

Grlchetnl täglich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Gberhefjen

158. Jahrgang

Die ..Gtetzener LamtlienblStter" werden dem »Anzeiger* otermal wöchentlich beigelcgt, das Krtublatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Unlverstläts - Buch- und Stemd rackeret.

R. Lange. Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 5L

Redaktion: 112. LeL-AdruAnzelgerGießen.

Jas MahLricht.

Die erste Schlacht ist geschlagen, die Kanonade ist vorbei, aber der Kampf wird noch lange nicht zu Ende sein, sondern nunmehr erst recht losbrechen und Preußen dürfte seit langem keine so lebhafte Waffenkampagne gesehen haben, wie die kommende. Die denkwürdige Sitz­ung vom 10. Januar wird zweifellos Nock lange nachhallen und vielleicht in der Bevölkerung ein Echo wecken, das den leitenden Stellen nicht so angenehm in die Ohren klingen wird. Ucber die Sitzung selbst ist ja ausführlich berichtet worden, es verlohnt aber auch noch heute, auf einige bemerkenswerte Momente und die zu erwartenden Folgen besonders einzng'ehen. Aus taktischen Gründen . wäre es vielleicht besser gewesen, wem: Fürst Bülow sich nicht lediglich auf eine genau vorher formulierte Erklärung der preußischen Negierung beschränkt, sondern ausführlich noch den Standpunkt der Negierung begrün­det hätte; so aber mußte durch die knappe Erklärung des Ministerpräsidenten die Ablehnung umso schroffer er­scheinen, während eine mildere Form im Hinblick auf i die Stellung des Freisinns zur Neichsregiernng angebrach­ter gewesen wäre. Eine besondere Ucberraschung hat die Regierungserklärung kaum gebracht, zumal schon mehr <ls einmal erklärt worden war, daß an eine Uebertragung Les Reichstagswahlrechts auf Preußen nicht zu denken sei. Dagegen hätte man aber erwarten können, daß hinsichtlich Ler geheimen Stimmabgabe seitens der Regierung «Entgegenkommen gezeigt würde. Die öffentliche Stimm­abgabe, die in der Freitagssitzung verschiedentlich so ge- Aobt wurde, hat ihre großen Schattenseiten, und es ist ja eine bekannte und beklagenswerte Tatsache, daß im Hinblick auf eventuelle wirtschaftliche Nachteile gar viele Ler Wahlurne fernblieben: in der Theorie läßt sich das Eintreten für Ideale sehr schön ausmalen, in der bitteren Araxis stellt sich die Situation gar oft ganz anders dar. Des weiteren hob der nationalliberale Abg. Tr. Krause mit Recht hervor, daß das Schweigen des Kanzlers über einen sehr wichtigen Punkt bedauerlich sei, nämlich der Frage der Wahlkreiseinteilung. Auch nach dieser Hinsicht tut eine Reform dringend not, denn das kleine Zugeständnis, das vor zwei Jahren gemacht worden ist, Eann nicht einmal als Flickwerk bezeichnet werden; es wäre ja keineswegs notwendig, eine neue Wahlkreis­einteilung für den ganzen Staat vorzunehmen, es würde genügen, größere Wahlkreise zu teilen und kleineren, die mehr Abgeordnete, als im Hinblick auf die Bevölkerungs- zisfer gerecht, wählen dürfen, ein Mandat zu streichen.

Was nun die kommende Wahlreform anlangt, so ist es wenig st ens ein Erfolg, daß die Regierung überhaupt eine Abänderung des Wahl­systems als wünschenswert zugibt und bereit zu sein scheint, dem jetzigen Wahlsystem seinen plutokrati- schen Charakter durch eventuelle Berücksichtigung von Alter, Bildung usw. zu nehmen. Hierin liegt ein Zu- zeständnis an die Lin ke, aber das ist auch alles; freilich ist die Stellung der Regierung in dieser Frage s«hr heikel, denn von der Rechten wurde am Freitag mit Entschiedenheit erklärt, daß man überhaupt keine Qahlreforrn wolle, weil das jetzige System sich durchaus bewährt habe. Wie die Dinge sich nun weiter e ntwickelu werden, insbesondere, ob die Art der Regie­rungserklärung auf die Stellung der Freisinnigen zum Mock im Reiche von Einfluß sein wird, muß man mit Spannung abwarten; jedenfalls ist es sehr bemerkens­wert, daß die Redner der Freisinnigen sich der größten Sachlichkeit befleißigten und auch die führenden frei» {innigen Blätter die Situation in ruhiger Weise beleuchten, wenngleich sie trotz aller niedriggespannten Erwartungen d-och eine gewisse Enttäuschung nicht verhehlen können, vielleicht rechnet man mit einer vorläufigen Beruhigung der Gemüter, indem man durch die Situation in Preußen tricht die Situation im Reiche stören möchte, wo aus der Blockpolitik doch manche Vorteile für die Linke her- ausschauen. Der Wahlkampf dürfte indessen mit umso größerer Schärfe gegen die Regierung geführt werden, ob vielleicht dürfte der Ausfall doch von einigem Ein­slaß auf die künftige Gestaltung des preußischen Wahl­systems sein.

Die Linksliberalen haben inzwischen am Samstag eine gemeinsame Beratung abgehalten und nach der ^.Frank­furter Zeitung" folgenden einmütigen Beschluß gefaßt:

Tie linksliberalen Fraltionsgemeinschaften des Reichstags irnb des preußischen Landtags haben am Samstag in ein» gehender Beratung über die durch die Erklärung der preußischen Regierung zur Wahlrechtsfrage geschaffenen politischen Lage ver- hLndelt. Tie Fraktionen erachten einmütig diese Erklä­rung als eine völlig unzureichende Antwort auf die Forderung einer baldigen und gründlichen Ne formdesunhaltbaren undungerechten Klasse n- loahlsyftcms und der veralteten W a h l kr e i S e 1 n- ceilung, und dies umso mehr, als diese Erklärung im Widerspruch steht zu der vom Reichskanzler Für - Ist e n B ü l 0 w wiederholt ausgesprochenen Au f f a s s u n g . daß den liberalen Anschauungen mehr Geltung ° Is b i s h e r i m S t a a t s l e b e n e i n g e um t werden muß 2ie freisinnigen Fraktionen des preußischen Abgeordnetenhauses haben beschlossen, nachdrücklich f ü r d 1 e Einführung i)t8 allgemeinen, gleichen, geheimen und d 1 re k <- len Wahlrechts! n Preußen zu wirken und einen Aus- Ifafi jur planmäßigen und einheitlichen BMmpsllng dcz.be- gehenden preußischen Wahlrechts einzusehen.

SLnimuiißSliilD aus dem Reichstage.

Berlin, 11. Jan.

Die Haftung des Tierhalters.

Der Gest.eniwurs, dcl ycute an er.icr stelle zur Ver­handlung steht, könnte böswilligen Leuten Anlaß zu der Vehauptung geben, daß es ftch um ein Blockgeschenk des

Reichskanzlers an den rechten Flügel des Blocks handle, wenn nicht -auch diese Vorlage aus dem alten unerledigten Material des Reichstages herrührte und nicht schon vor der Geburt des Blocks in der gleichen Fassung dem Hause zu- gegangen wäre. § 833 B. G-B. bürdet die Ersatzpflicht für Tierschaden dem Tierhalter auf und gegen diese Be­stimmung, die, wie behauptet wird, durch eine Zufalls- mehrhcit in das Bürgerliche Gesetzbuch gekommen ist, hat sich sofort die weiten Bevölkerungsgruppen, die berufsmäßig und zum Erwerb Tiere zu halten genötigt find, eine starke Bewegung bemächtigt. Sie hat zu einem zweimaligen ReichS- tagsbefchlusse und zu einer Vorlage der verbündeten Re­gierungen geführt, die jetzt erneuert worden ist, obgleich inzwischen der Juristentag entschiedenen Einspruch dagegen erhoben hat, daß schon jetzt Bresche in das Bürgerliche Gesetzbuch gelegt werde. Bemerkenswert war der Hinweis des Staatssekretärs, daß man ja jetzt auch das Vereins­recht zu ändern im Begriff fei, ohne daß sich die Stimme eines Juristen dagegen erhebe. Er belegte im übrigen den Entwurf durch die Vorführung drastischer Fälle, denen gegenüber sich die Rechtsprechung ohnmächtig erwiesen hat Neues konnte die Aussprache nicht bringen. Tie Rechte, das Zentrum und die Nationalliberalen stehen auf dem Boden der Vorlage und ihre Wortführer in der heutigen Verhandlung, die Herren Dr. Wagner und Varen- horst, Schmidt-Warburg und Hagemann wandten sich nachdrücklich gegen den auch heute von dem sozial­demokratischen Redner leidenschaftlich erhobenen Vorwurf, daß es auf einen Raubzug der Agrarier abgesehen sei. Tie Vertreter der drei freisinnigen Gruppen, die Herren Gyß- ling, Dove und Storz, können sich mit dem Wege, der hier zur Beseitigung des auch von ihnen anerkannten Notstandes beschritten werden soll, nicht befreunden; aber sie schalten jeoes politische Moment aus, und ihr Bedenken schöpfen sie au3 der Durchbrechung des Gesährdungsprin- zips, zu dem das moderne Erwerbs- und Nechtsleben all­mählich t>-m dem alten Verfchuldungsprinzip geführt hat, und darum empfehlen sie eine Zwangsversicherurig. Es waren sämtlich I- r [ten, die zu die fer Suche das Wort nahmen, mit alleiniger Ausnahme des Herrn Molkenbuhr, von dem man wohl anzunehmen hat, daß er kein Tierhalter ist.

Volle Einmütigkeit unter den Parteien zeigte sich aber beim folgenden Gegenstand, dessen Beratung nicht zum Ab­schluß kam, und zwar eine Einmütigkeit gegen bie Negierung. Wohl kaum je Hal ber Chef bes Reichs­justizamts einen so verlorenen Posten zu verteidigen ge­habt wie heute, wo er eine Vorlage begrunbete, bie Die ber» bünbeten Regierungen auf Grund eines einmütigen Be­schlusses des Reichstags ausgearbeitet haben. Es handelt sich um bie Gehaltsansprüche ber Handlnngs- gehilfen in Krankheitsfällen. Nach § 63 des Han­delsgesetzbuches hat ber Handlungsgehilfe Anspruch auf Fort­zahlung des Gehalts während 6 Wochen und braucht sich Die Kranken- ober Uns illrente babei nicht anretfmen zu lassen. Aber infolge einer eigentümlichen Fassung bie)er Vorschrift ist lebiglich die Bestimmung über den Nichtabzug ber Rente zwingendes Recht, während der Prinzipal es in der Hand hat, sich vertraglich von der Verpflichtung zur Fortzahlung des Gehalts überhaupt zu befreien. Die Folge davon sind fortwährend aneinander widersprechende Urteile der Kaufmannsgerichte, und dieser Rechtsunsicherheit macht die Vorlage der Regierung ein Ende. Aber während der erwähnte einmütige Beschluß des Reichstags, der durch einen Antrag Wassermann veranlaßt wurde, rundweg die Fort­zahlung des Gehalts während der 6 Krankheitswvchen ver­langte, soll nach dem Regierungsentwurf der Handlungs­gehilfe sich den Abzug uc» Krankengeldes gefallen lassen. Staatssekretär Dr. Nieberding bemühte sich vergeblich, diesen Kompromißcharakter seines trntwur,s zu reajtieriigen, er begegnete einmütigem Widerspruch uno es ist nicht leicht zu entscheiden, bei welcher ber Fraktionen bie Verwunde­rung über diese Zumutung ber Regierung ihren schärfsten Ausdruck fand.

pailamcntariKl)c».

v- Tie Wirtschaftliche Vereinigung hat im Reichstage folgende Resolution zum Etat ein 'ebracht: 1. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die früher in Geltung gewesenen Äusnahmetarife für Po,Marien, ^ru^iachen, Warenproben und Geschäftspapiere im Orts­und Nachbar-Verkehr wieder einzuführen. 2. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage eine Denkschrift zu unterbreiten, in welcher die Art und der Umfang der Einwan­derung ausländischer Arbeiter für landwirt­schaftliche und gewerbliche Unternehmungen und ferner der Einfluß dieser Einwanderer in sittlicher und wirt­schaftlicher Beziehung Dargelegt wird. 3. den Herrn Reichs­kanzler zu ersuchen, dem Reichstage eine Berechnung über die Wirkung der Herabsetzung der Altersgrenze für den Bezug einer Altersrente auf das 65. Lebens­jahr zugehen zu lassen. 4. den Bundesrat um die Vorlage eines Gesetzentwurfes zu ersuchen, wodurch für alle Wahlen von Vertretern der Arbeitgeber, und der Arbeiter aus Grund der Arbciterversicherungs- und der Arbeiterrechtsgesetze das System der Verhältniswahlen reichsgesetzlich vorgeschricben wird. 5. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, zu veranlassen, a) daß den Beamten, Handwerkern und Arbeitern in Rcichsbetrieben das Recht, Vereine zu bilden, auch wenn sie das ganze Reichsgebiet umfassen, nicht beschränkt werde; b) daß den Beamten, Handwerkern und Arbeitern in Reichs­betrieben gestattet werde, aus ihren Reihen Ausschüsse zu wählen, denen es obliegt, das gute Einvernehmen zwischen der Verwaltung und den Beamten, Handwerkern und Arbeitern au erhalten sowie sich zu Anträgen, Wünschen und Ve- schwerden zu äußern, die sich aus ihre Angelegenbeiten beziehen.

parlamentarisches ans Hessen.

R. B. Darmstadt, 12. Jan. Der 4. ^etitions- Apsschuß beschäftigte sich am Samstag eingehend mit der neu eingegangenen Vorstellung der Vereinigten Arbeit­geber-Verbände der Bauhandwerker Hessens inbetreff des Bauarbeiterfchutzes. Sie richten an die Kammer die Bitte: 1. den Absatz 2 des Antrags der Zentralkommission für die Bauarbeiter Hessens, Baukontrolleure aus dem Arbeiter stände anzustellen und mit den weitgehend­sten Besugni,sen auszurüsten, abzulehnen und 3. bei der Regierung vorstellig zu werden, daß alle Vorkehrungen getroffen werden, bie bie weitgehenbste Garantie für einen wirksamen Schutz ber Bauarbeiter bieten. Der Ausschuß

kann sich ber Anschauung ber Petenten, baß eine Aus­übung ber Baukontrolle burch Arbeiter zwecklos sei und durch die Anstellung von solchen eine Vermehrung bes Schutzes ber Bauarbeiter nicht erreicht werbe, nicht an­schließen. Es hanble sich ja hier nicht barunt, eine staat­liche ober technische Ueberwachung ber Bauausführungen auszuüben, fonbern barum, bas schon in ber Thronrede bei Eröffnung des Landtags angefünbigte Bauarbeiter- Schutzgefetz durchzuführen und dazu mitzuhelfen fei der praktisch geschulte Arbeiter sehr wohl, wenn nicht besser, in der Lage, wie der Techniker. Dagegen kann sich die Mehrheit des Ausschusses nicht mit dem weiteren Ver­langen der Zentralkommission der Bauarbeiter einverstan­den erklären, die Anstellung der Kontrolleure gewisser­maßen durch Wahl erfolgen zu lassen. Das Referat über diese Angelegenheit wird Abg. Adelung erstatten. Ueber den Antrag Köhler, die Regierung zu ersuchen, die als­baldige Einsetzung einerHistorischen Kommission für das Großherzogtum Hessen" in die Wege zu leiten und zu diesem Zweck einen Betrag von 10 000 Mk. in den Hauptvoranschlag für 1908 einzustellen, referiert Abg. Best Tie Regierung hat erklärt, daß sie schon vor Einreichung des Antrags bes Verbanbs ber Geschiehts- unb Alterinmsvereine im Großherzogtum, (es möge eine hi st'"-'sch e Lanbeskommission ins Leben gerufen werben, deren Hauptaufgabe es sein soll, bie Geschichtsquellen des Landes in einer allen wissenschaftlichen Anforderungen gerecht werdenden Weise zu bearbeiten und zu veröffent­lichen, zu deren Veröffentlichung die Kräfte einzelner Vereine oder Privater nicht ausreichen) einen Betrag von 2000 Mk. für diesen Zweck in den Etat eingestellt habe; ein höherer Betrag sei zurzeit nicht erforderlich. Der Ausschuß erklärte sich mit dieser Darlegung einverstanden. Betreffs des Antrags Ulrich auf Lehrmittelfrei­heit hat die Regierung unter Hinweis auf ihre früheren Entscheidungen die völlige Gewährung freier Lehrmittel in den Volksschulen abgel hnt, schon wegen der finanziellen Wirkungen dieses Antrags. Der Ausschuß ist damit ein­verstanden, glaubt aber der Regierung empfehlen zu sollen, daß sie bei den Gemeinden dahin wirken möge, daß allen Unbemittelten bie Anschaffung ber Lehrmittel mög­lichst erleichtert wirb.

Die Eifenbahnbrücke über ben Rhein ober­halb Mainz, die in den Jahren 186062 erbaut wurde, ist nicht mehr betriebssicher und bedarf deshalb einer Aus­wechselung ber eisernen Ueberbaufen, was einen Gesamt- kostenaufwanb von nahezu brei Millionen Mark erforbert. Zur Herstellung von Schneeschutzarbei- t e n auf ben hessischen Eisenbahnstrecken werben für 1908 voraussichtlich 55 800 Mark erforbert, baüon 30 000 Mark für ben Tirektionsbezirk Frankfurt unb 25 800 Mark für ben Tirektionsbezirk Mainz. ...... ''

ke. Kassel, 12. Jan. Tie hiesige Slrofffintmer verur­teilte den Magnetovatben und Spiritisten Karl Röttgen wegen iabrläisiger Tötung zu vier Monaten (tteiängnis. Er hotte eine Frau Konsul Isbon zu Tode kuriert, inbem er ibr eine Wunde durch allerlei Hokuspokus zu heilen suchte. Durch eine rechtleilige Operation hätte das Leben der Erkrankien gerettet werden können.

....... , ------- ------ .'- SS9

Meteoro!optf»1ie Beobachtungen

ber Station Gießen.

Januar

1908

Barometer au' 0u reduziert

Temperatur der Luü

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

12. 2»

7'8,5

- 5,1

23

76

ESE

2

Sonnenschein

12. 92

758,4

-10.0

1.9

94

ESE

2

5llarerHunniel

13. 7S&

758,0

-12.0

1,8

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Höchst

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am 1

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11.-12.

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- 13.8 v C.

Telefonische

des Giesdcnei Anzeigers, nutjje und Indusli

Frankfurter Hör*<

3^°/0 Reichsanleihe . . 93.75

3% do. . . 82.50

J^°/o Konsols . . , . 93 90

do. .... 82.'0

1XA°/0 Hessen.....92.50

j *4 °/0 Uuerliessen . . . 92 dO

i h, Uesteri Goidreute. 97 2-, 4/60b Uesterr. Silberrente 98 60

i Ungar Goidreute . . 93 70

Italien. Rente . . . 103.35 3 #6 Purtu-riesen Serie I 63.50 3% Purtu-riesen 111 63.80

rubs.biaattianl. 19U.> 94 7g 4>&" 0 jaj au ötaatsanleihe 88.50 i °o Conv. Türken von luuö 94 80 l'Ürkcuiuse...... 144 4g

Grieeh. Monopol-Aul. . 50 00

äussere Argentinier . 85.75 u°/0 Mexikaner .... 62.40 4>tu/0 Lhiuesen .... 95.80

Aktien:

Bochum Guss.....201 75

Buderus E. W. . . . 115 9u

lenden/.: etwas schwächer.

Berliner nvree, 1!

Cauada E. B...... 157 50

Darmstadter Bank . . . 127.40

Deutscuo Bank . . . . 23170

Dortmunder-Union C. . . 62.70

Dresdner Bank . . . 139.60

Tendenz; schwächer.

Kursiwräcnte

teilt von der Bank lür Handel ie. GiMMen.

13. Januar. 1.15 Uhr.

Elektnz. Lalnneyer . 125.75

Elektnz. Schlickert . . . 108 20 Eschweiler Bergwerk . . 21-00 Gelsenkirchen Ber^wjrk 19'5 (X) Hamhurg- Amenk Paket*. 122.30 Harpener Bergwerk. . . 202 25 Laurali iitte..... 220 00

.Xordd Lloyd . ... IM.70

Ubeiichles. Eisen-Industrie 10175 Berliner dandelsges. . . 154.nO Danustadter Bank . . . 128.00 Deutsche Bank .... 231 75 Deutsch-Asiat Bank . . 134 70 Diskuntu-KounnauaiL . . 173.90 Dresuner Bank .... Ia9 75 hieuitaktien ... . 201.50

Baltimore- und Ohio-

Bisemauu.....88.90

Gotiuaiduahu......

Lomouru. Eisenbahn . . 28 00 uesterr. Slaatsounu . . .145 00 inuee-llenn-hiseubabu . 1-2.50

Januar. Anfamrskurse.

Harpener Bergwerk. . . 202 40 i.auranütte .....

. ombardeu E. B. ... 28.20

Xordd Lloyd.....109.25

lilrktiuluse......144.70