Samstag 10. Oktober 1908
Nr. 239
Drittes Blatt
158. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
die
gekehrt, und
die an der Schutzmarke — der Fischer
auf der Außenseite
dein Dorsch
11 Yamstauen, laust nur
JlSk I Mau lasse Me«I> Würze nur in MAGGI* OriginalfläicLchen uachsüllen, weil | ln diese gesetzlich mchts anderes als erbte MAG Gl-Würze gefüllt werden darf.
— Probefläschchcn 10 Psg. —
Cm. n«itstGitMe»
Keine Zerstörung der Wäsche
EMIL HORST
Packling kenntlich, gleichmäßig denselben halt an kräftigenden Bestandteilen hat. werden daher auch von jeder Flasche gleichen, guten Erfolg haben.
denn sie itt einzig in ihrer Art und altbewährt; sic übertrifft alle zum gleichen Zweck angeprrescnen Präparate.
gßr Sehr ausgiebig: Man verwende stets den Würzesparer.
ab- der
mit der Ge- Sie den
die Waldschule lösen soll!
Aber gibt es — trotz- und alledem — nicht notwendigere Arbeiten für unsere Stadtschulverwaltung, gibt es nicht Arbeiten,
Mannheim, R. 7. 40, 18. Dez. 1907.
„Unser jetzt vierjähriges Kind Therese hatte im Januar d.Js. eine Drüsenkrankheit zwar glücklich überstanden, war aber nrfolge- dessen äußerst elend geworden und nahin zusehends ab. Was »vir- auch mit ihm versuchten, wollte keinen Erfolg bringen, bis wir es Ihre wohlbekannte Scotts Emulsion einnehmen ließen. Das Kind begann sich sofort wohler zu suhlen, doch zeigte sich ein Rückgang des Allgemeinbefindens, als wir nach Verbrauch der ersten Flasche eine Zeitlang mit dein Präparat aussetzten. Daraufhin gaben >vir der Kleinen Scotts Emulsion beständrg und finb nun so iveit, daß
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts * Buch- und Stemdruckerei.
R. Lange. Gießen.
Zur echt mit dieser Marke—demFischer — dem Garantie» »eichen des Scott» schen BersahrevLt
Zur waldschulsrage.
Auch eine Ansicht.
Es war am ersten Schultage des Jahres 1892. Da zogen die Gießener Knabenvollsschüler und ihre Lehrer ihre neuesten Kleider an. Sie eilten zur Nord-Anlage in rhr neues Schul- rjeint, das seiner Bestimmung übergeben ivcrden sollte. Der Neubau, der allen schulhygieuischen Anforderungen jener Zeit entsprach, füllte sich mit fröhlich schwatzenden, lustig lachenden Menschen und Menschlein, die das neue Haus bestaunten und bewunderten. In der Turnhalle fa»rd eine Kleine Einweihungs- 'ticr statt, bei der Oberbürgermeister Gnauth betonte,« es sei der Stadtverwaltung von mancher Seite verdacht worden, daß ic dieses Haus so schän ausgebaut habe, soviel Geld hätte man für ein Volksschulhaus nicht ausgeveu sollen. „Wir wollen uns >iber", so führte er weiter aus, „dadurch nicht stören lassen n unserer Freude über das vollendete, so schön vollendete Werk; jeitn gerade unsere Volksschüler, denen so häufig Licht, Luft ititb Sonnenschein in den Wohnungen ihrer Eltern fehlen, sie feilen dies alles hier in reichstem '.Raße genießen; der dumpfe
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Die „Stehen« Famtlienblätter" werden dein /Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Krdsblatl für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fraßen“ erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag,' 5L Redaktion: 11? aL-9lbrj AnzeigerGießen.
„Alder Besorgnis enthoben."
So dachte man vor 16 Jahren. Und heute noch huldigt man diesen Bestrebungen unseres früheren Oberbürgermeisters. - Auch heute wieder will man unsere Voltsschulkinder Licht, Lust
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OPEClAL-ÖCSMAfT V Für AuSFunsunfi VonßoocnBCLAßEn . i UNb WAKM£KLe-inürt6£n
Börsen-Wochenbericht.
= Frankfurt a. M., 9. Okt.
Vorteilhafte Bezugsqucllc ’/ußAkLc Oau- y,
AWMMMWs LIEBiGSTRASSe X Art RJEGELPfAD.
WSBENBSTBIEO; AN D6H •AflNHÖl'M,
leicht genommen hat, sondern tatsächlich sehnsüchtig danach verlangt."
(gez.) Karl Baierwerk.
Das Verfahren zur Herstellung von Scotts Emulsion ist so vollkommen, daß jede Flasche,
iPtschaft
^t» unter güniiiaen R»
riffV“ DkeTniielcn4 ?(L?n§rbole unter W Änz, erbeten,
^uu.er Militärmantel w Keiner
zu befürchten, da es den Schmutz spielend löst und ohne jedes Reiben und Bürsten die Wäsche von selbst wäscht. Für jede Waschmethode geeignet, daher einfachste Anwendung, falscher Gebrauch ausgeschlossen. Garantiert chlorfrei und gefahrlos; wir kommen für jeden Schaden auf.
mükX: Henkel & Co., Düsseldorf
auch der weltbekannten Henkels Bleich-Soda.
wer jeder Besorgnis enthoben sind. Der Appetit ist wieder zurück- ' Augen, mit welchen das Kind vorher sehr zu tun hatte, sind wieder gut geworden. Ich will nur noch sagen, daß das Kind die Emulsion nicht nur
Zementwaaren-& Kunststein
Fabrik
■ dann für einigermaßen cimvanüfrei, wenn auch die höheren 3 Schulen Gießens bei Uebersüllung mit solchen versehen werden) Uerstanden, zuerst 2, dann 4, endlich 7. Aber auch sie reichten nicht _ aus, neue Räume mußten beschafft werden, und man terfiel auf alte. Licht, Luft und Sonnenschein versprach Ober- lürgermeister Gnauth unseren Volksschülcrn, und zuerst 2, dann S Klassen und zuletzt nod) die Kochschule der Mädchenschule steckte man in das Neustadter Schulhaus, das 1891 als Schulhaus Mcusgeschaltet wurde, weil cs den Anforderungen der Hygiene wohl nicht mehr entsprach. Doch von 1901—1907 hatte die Neustadt wieder ihr Schulhaus als Schulhaus, ein Haus — W eingefaßt auf der einen Langseite von einer ganzen Reihe Aborte
(iheften Systems (mit Tonnenahfuhr). Wehe dem Lehrer, der an heißen Sommertagen wagte, ein Fenster seines Saales nach dieser Seite hin zu öffnen. Und auf der anderen Langseite di» viel- | befahrene, derbgepflasterte Neustadt, deren Wagengerassel in fast ■ jeher Schulstunde den Unterricht mehrmals auf Almuten unterbrach, wenn die Fenster nicht dicht geschlossen waren.
Doch: aus den Augen, aus dem Sinn! Das Schulhaus in Iber Neustadt ist verlassen, cs sei vergessen; oder wird es am iSnbe gar bn nächsten Frühjahr wieder neu zur Aushilfe dienen? Unseres Wissens sind alle verfügbaren Schulräume bis auf eine cinzige Baracke besetzt. Und die 3—4 neuen Klassen, die im .Zihr 1909 das Licht der Welt erblicken werden, wo soll anders fZ ibre Wiege aufgeschlagen werden als in der Neustadt! Vielleicht liiich in der alten Gewerbeschule am Asterweg, die ja wohl in i)tn zwei Jahrzehnten, in denen sie volksschulfrei war, sich so- >Mit wieder gebessert hat, daß man ihr zum zweitenmal eine Anzahl Volksschulklasscu anvertrauen darf.
In 3—4 Jahren ist Gießen so reich an Schulklassen, daß bis dahin wohl 12—14 derselben ohne Hauptbau sein werden, es sei denn, daß bis dahin ein neues Volksschulgebäude nicht bloß -jrtplant, sondern auch ausgesührt ist. Es muß dann aber rascher wachsen, als die höhere Mädchenschule dies tat, sonst bleibt es noch 6—7 Jahre lang bei den Baracken und den alten Schul- tzaiusern. Die finanziellen Schwierigkeiten, die dieses andauernde
h beschatte sehest und verschwiegen IrtiM* hiesige und auswärtige
1-, Engros- und Fata läfte aller Branchen, t- ^betriebe jeder Art, Zli< läfts-, Fabrik • Grundstich , Güter etc. etc.
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Sorgen für neue Unterkunstsräume für unsere Kinder l)ervorruft, sind wohl nicht gering für Gießen,, aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und Wege müssen gefunden werden, da es sich hier um das höchste lokale und nationale Gut, die Volks- gesuudheit, handelt. Auch die Waldschule will zur Hebung der Volksgesundheit beitragen, aber unseres Erachtens dient man der Gesamtheit viel mehr, wenn man alle Schüler stets in hygienisch einwandfreien lüft- und lichterfüll ten Bauten unlcrbringt, als wenn mau zwei Prozent der Gcsamtschülerzahl einer Waldschule übergibt, dafür aber 3, 6, 9 und 12 Klassen im Laufe der nächsten Jahre in Baracken und alte Häuser stecken läßt.
Es ist leichter, Krankheiten zu verhüten, als zu heilen! Tie Waldschule soll heilen: Die Blutarmen, die Muskelschwachen rc. Immer wieder lieft man von den während der Schulzeit erworbenen Verkrümmungen der Wirbelsäule. Auch diese sollen durch die Liegekuren der Waldschule heilend beeinflußt werden; wir zweifeln nicht daran; es sind aber, nochmals sei es gesagt, nur 2 Prozent unserer Volksschulkinder, die diese Vorteile genießen würden. Dafür aber sitzen eben in der Bezirtsschule in der West- Anlage Hunderte von Kindern auf Schulbänken, die seinerzeit als der Gesirndheit der Kinder nicht mehr zuträglich ausrangiert wurden. Bei der Neueinrichtung der Bezirksschule aber wurden sie wieder aus ben Kellern des Schulhauses ausgegraben, und auf diesen Bänken reifen jetzt die Pflänzlein, die später in die neue Waldschule verpflanzt werden müssen, damit dort die gebogenen Stämmchen wieder gestreckt werden, damit dort neue Säfte in die welkgewordencn Reiser aufsteigen, auf daß sie — in ihren Wintergarten, genannt BezirkSschnle, zurückversetzt, ihre alten Stand- bezw. Sitzplätze besser vertragen können.
Verhüten ist besser als Heilen!
Zuerst das Not w endig ft e: einwandfreie Schulräume und -Bänke für alle Schulkinder und dann das Erstrebenswerte: die Waldschule für die auch dann noch körperlich zurückbleibenden Kinder, und „ein Strom von Dankbarkeit aus Kinderherzcn" wird der Lohn sein für die aufgewandten Mittel. (S. Schlußsatz des Waldschulartikels vom 3. Oktober 1908.)
kein Angreifen der Faser ist bei Benutzung des neuen konkurrenzlosen Waschmittels
Persil
Scotts Emulsion wird von unfl auSsÄltetzlich iut großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sonder» nur in versiegelten Originalsiaschen in Karton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Seo« u. Bowne, &. m. b. H, Frankfurt a. M.
Bestandteile: Feinster Mrdizinal-Jebertran 150,0, prima Glyzerin 50,0, unterphoSphorigsaurer Kalk 4,3, unrerphobphorigiaureS Natron r,o, puls. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,o, beftilL Wasser 129/), Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Mandel» und Gaultheriaöl je 2 Tropfen.
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V die der Gesamtheit unserer Schulkinder noch förderlicher wären? Zwei Baracken am Waldrandc sollen die Untcrkunftsräumc für nie Waldschule bilden, 2 Säle für vielleicht 40—50 Schüler U bezw. Schülerinnen, das sind noch nicht 2 Proz. aller Volkschüler Gießens. Und die andern 98 Prozent, unter denen doch ■ !vohl auch noch ein ganz Erkleckliches voin Hundert an Blut- irmut, Skrofeln usw. leidet? Ja, die bleiben halt in ihren ^chnlhäusern. Ist nun dort alles, was notwendig ist, getan ür die Gesundheit der Vielen?
Es war einmal — vor 16 Jahren. Aber die Stadt wuchs, * irnb die Zahl der Klassen stieg. Die 1892 vorhandenen Räume reichten nicht mehr aus, und die Baracken (von denen ein Stadt- ■ verordneter vor einiger Zeit äußerte: Ich halte die Baracken erst
Eichener Anzeiger
Seneral-Anjeiger für Gberheften
Die Ereignisse, die sich auf dem Balkan diese Woche spielten, sind der Börse in die Glieder gefahren, ist es doch politisckre Wetterwinlel, der von jeher gefürchtet war. Wenn die Märkte, angesichts der bedeutsamen Ereignisse noch verhältnismäßige Ruhe bewahrt haben, so erklärt sich dies daraus, daß man an den Ausbruch eines Kvieges unter den heutigen Verhält
nissen doch nicht glauben mag; man neigt vielmehr der Ansicht zu, daß die Sache ohne Blutvergießen vorübergehen wird. Aber leicht sind die Vorgänge nicht zu nehmen, sie iüerben die Mächte voraussichtlich noch länger beschäftigen und zum mindesten wird eine starke politische Verstimmung zurückbleiben, die auch auf der Böxse längere Zeit lasten wird. Der haute banque, die gerade damit beschäftigt war, größere Finanzgeschäfte durchzn- führen, kommt dies recht ungelegen, das Vertrauen im Publikum ist erschüttert und wird auch wobl nicht sofort wieder zurückkehren. Neberdies haben sich auch die wirtschaftlichen Verhältnisse bisher nicht so entwickelt, wie man gehofft hatte. Was günstig liegt, das ist der Geldmarkt, aber auch der mnß richtig beurteilt,werden. Die Flüssigkeit erstreckt sich nur auf die Börse, hier fließen unbeschäftigte Gelder zusammen, die auf den Zinsfuß drücken, gegen langsichtige Anlagen besteht aber eine gewisse Abneigung und selbst im Hypothekengeschäft fehlt es noch an Geld. Auch der letzre NcichsbankausweiS, der einen ziemlich ftarfen Begehr der Provinz erkennen ließ, war nicht sonderlich vertrauenerweckend. Dabei darf man nicht vergessen, daß Deutschland gegenwärtig sehr große Summen ausländischer Gelder in Händen hat, die gerade bei politischev Verstimmung leicht zurückgezogen werden können. Die Situation auf dem Geldmarkt kann sich also leicht ändern. In der Industrie sieht es augenblicklich nicht gut aus. Auf dem Eisenmarrt, der durch die besseren amerikanischen Berichte und etwas stärkere Kauflust des Inlandes vorübergehend eine festere Haltung angenommen hatte, herrscht wieder flauere Stimmung. Die Auflösung des Royeisensyudikats läßt die Konkurrenz jetzt schärfer hervortreten und so verlautet denn neuerdings, daß niedrigere Roheisen-Ofserten gemacht worden sein sollen; auch aus Glasgow werben rückgängige Wassants- notierungen gemeldet. Das wirkt natürlich verstimmend, zumal vor Frühjahr jetzt kaum eine Besserung in Aussicht genommen werden kann. Unter diesen Umständen sucht die Spekulation sich zu entlasten. Glücklicherioeise bestehen in Deutschland keine großen spekulativen Positionen und infolge dessen sind auch die Rückschläge nicht gerade sehr bedeutend. Stärkere Engagements scheinen m Minenwerten eingegangen worden zu sein, denn obwohl dieses Gebiet ganz abseits von dem Schauplatz liegt, der augenblicklich die ^Aufmerflamkeit auf sich lenkt, kam cs doch stärker ins Weichm. Daß die von den Balkanvorgängen direkt betroffenen Werte in erster Linie in Mitleidenschaft gezogen
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wurden, versteht sich von selbst, Bulgaren verloren 3'/? Prozent. Selbst wenn Die Erhebung zum Königreich überall sanktionlert wird, ergibt sich für Bulgarien die Notwendigkeil zur Aufnahme einer größeren Anleihe zur Ablösung der Orientbahnstrecken in Bulgarien und Nmnclien und wohl auch des türkischen Lriouts. Wann eine solche Änleihei ausgenommen werden kann., lägt iid) heute absolut noch nicht avsehen. Türken verloren zwischen 2 und 5 Proz., Serben 4- - Proz. und Griechen 3 Proz. Auch Russen gingen 2 Proz. zurück und.Ungarn verloren 1 Proz. yiumänter blieben ziemlich behauptet, ebenso die übrigen Rentenwerte, auch deutsche Fonds haben sich gut gehalten, nur 3 prozentrge waren matter. Bankaktien wurden 4—6 Proz. önrückgeworfen; angeboten waren namentlich Deutsche Bank, well das Institut größere Interessen in der Türkei hat; die Einbuße bei diesen belügt etwa 8 Proz. E i s enb a h n a k t i e n gingen nur machg zurück, ebenso S ch isfahr ts a ktie n. Aber Montanpapr€ re wurden infolge der ungünstigen Berichte über die Lage der Montan- industrie stärker zurückgeworsen. Tie Verluste betragen hier bts zu 1U Prozent. Ebenso sind anocre I n d n str icpapiere stark realisiert tvorden. Elektrizitätswerte fielen 4—6 Proz., chemische Aktien ebensoviel, Maschinenfabrikaitien und verschiedene andere Jndustriewerte finden wir gleichfalls erheblich niedriger. Privat- diskonw 2'/g Prozent.
* Eine neue K a r t o f s e l k r a u k h e i t. Durch Vermittlung des Winterschnldir.'irors Jösting in Vohwinkel ist der „Köln. Ztg." zufolge in Cronenberg eine bisher in Deutschland Nt)ch nicht beobachtete Kartosfcttranihcit fest- gestellt worden. Tie Krankheit, die durch den Pilz Chryso- pblyclis endobiotica verursacht wird, äußert sich darin, daß die Knollen warzenartige Wucherungen tragen, die in Fäulnis übergehen. Junge Knollen sind oft derart mißgestaltet, daß man eine Kartossellnolle überhaupt nicht erkennen kann. Anscheinend werden die Knollen vom Boden aus angesteckt, denn auch bei Verwendung gesunden, srisch bezogenen Saatguts erkranken Knollen und Stauden. Soweit bis jetzt feftgestellt wurde, tritt die Krankheit nur aus den Gartengrundstücken kleinerer Leute auf, die mit Abort, Kehricht und Steinwhlenasche düngen und sortgesetzt Kartoffeln auf demselben Lande anbauen. Zur näheren Untersuchung der Krankheit sind sowohl der tzauptsammelstelle für Pflanzenschutz zu Bonn wie auch der Kaiserlichen biologischen Anstalt für Land- und Forstwirtschaft in Dahlem auf bereu Wunsch traute Knollen übermittelt worden. Außerdem werden durch den Winterschuldirektor Jösting weitere Erhebungen ange- stellt werden. Bisher hat man die Krankheit nur in Ungarn und England beobachtet, aber noch keine näheren Unter- suchungen angeste Ilt.
und Sonnenschein in reichstem Maße genießen lassen in ber geplanten Waldschule. Das Bestreben, unseren ärmeren Volksreisen entgegenzukommen, ist unverkennbar. Das zeigen die ^chulbäder (Haus- und Lahnbäder), das zeigt die schulärztliche uni) die schulzahnärztliche Kontrolle unb Hilfeleistung, bad zeigen oie hiesigen Kinderhorte usw., das soll auch die Waldschule zeigen. Sine Anzahl unserer körperlich schwächsten Volksschüler soll ben Sommer über alle Vorteile des ständigen Aufenthalts im Freien Imieten, und gute Beköstigung im Waldschulhause soll die Ge- imbung und Kräftigung der kleinen, schwächlichen Körperchen unterstützen und fördern. Wahrlich, eine ideale Aufgabe, die
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Truck niederer, düsterer Stuben in den engen Gäßchen unserer Altstadt, er soll in ben Schulstunden von unseren Volksschullindern genommen sein."


