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8.4.1908 Erstes Blatt
 
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Nr. 84 Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 8. April 1S08

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£E?sK7lvllvllvl UllivlUvI' ss WZZ General-Anzeiger für Oberheffen MW innatsme von Anzeigen v ° V » u. Land" undGenclfts-

m vEmag?iouh^ Rotationsdruck und Verlag der Yrüvl'schen Unlv.-Vuch- und Steindnlckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuifiratze 7.

Die heutige Nummer umfaht 14 Seiten.

politische Cag-rsscha-L.

Die Freifinnigen und der K 7 in Preußen.

Die beiden freisinnigen Fraktionen des preuß. Abgeordnetenhauses brachten folgenden Antrag ein: 1aS Haus der Abgeordneten wolle beschließen, die königliche Staatsregicrung zu ersuchen, für den Fall, daß das Reichs- ereinSg esetz in der vom Reichstag in zweiter Lesung brschlosienen Fassung zustande kommt, auf Grund der darin kiithattenen Ermächtigung schleunigst durch Vorlegung kmeS Landesgesetzes oder im Wege allgemeiner Anweisung an die Nachgeordneten Behörden dafür Sorge ju tragen, daß die fremdsprachigen Teile der Arbeiterschaft ,richt durch Anwendung dec Bestimmungen des § 7 in der Verfolgung gesetzlich zulässiger Bestrebungen auf dem Gebiete der Lohn- und Arbeitsbedingungen, sowie sonstiger Berufs­angelegenheiten gehindert werden.

Die Lage in Portugal.

In Lissabon ist eS gestern und vorgestern doch noch 511 bedeutenden Straßen unruhen bei den Wahlen gc- loinmen. Da der Widerstand namentlich im Alcantaraviertcl noch fortdauert, gab die Polizei Feuer. Eine Person rourbc getötet, mehrere verwundet, über hundert Verhaftungen wurden norgenommen. Auch an der San Doiningo-Kirche und beim Hoccio-Platz feuerte die Polizei, wodurch mehrere Dienscheu getötet und zahlreiche verwundet wurden, darunter auch Unschuldige. Die Redaktionen der monarchistischen Zeitungen lourden neuerdings angegriffen. Die Läden mußten abends upi 9 Uhr geschlossen werden. Die Agitation hält noch an.

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Stimmungsbild aus dem Reichstage.

Berlin, 7. April.

In einer einzigen, nicht übermäßig langen Sitzung loiirbe die zweite Lesung des Börsen ge setz es zu nde geführt und morgen will der Reichstag es gar im rlrschluß au die dritte Lesung des Bereinsge- jetzes endgültig verabschied-'" um in bi: durch die harte Arbeit der letzten Wochen wohl verdienten Hörten zugehen. Nur eine einzige namentliche Abstimmung gab es toi der ganzen Beratung und ihr Ergebnis war eine Zwei- rittel-Mehrheit. Freilich ist das nicht das Stimmenver- hältnis, das sich morgen am Schluß der dritten Beratung lei der Gesamtabstimmung Herausstellen wird. Denn da cs sich bei der heutigen Stimmenprobe um eine Mild e-

der Vorschriften für die Produkten- ; birfe handelte, so gesellte sich zu der Mehrheit auch die Sozialdemokratie, die nach ihren bisherigen Ankündigungen das Börsengesetz ablehnen will, wie sie es schon in Der Immission getan hat. Aber die Besorgnis, daß das Schick- i«l des Gesetzes an wenigen Stimmen hängen werde, hat ich jedenfalls nicht bewahrheitet, und vielleicht dürften auch die Herren von der äußersten Linken sich in letzter Minute noch besinnen, ob sie ihre Stimmen gegen die auch i® wohlverstandenen Interesse der Arbeiterschaft liegende Urform des geltenden Börsengesetzes abgeben sollen, da die Entwicklung der Dinge das Schicksal des Blocks «S der Entscheidung dieser wirtschaftlichen Frage nun end- Kltig ausgeschaltet hat.

Nur am Schlüsse der heutigen Verhandlung spielte die ^.odfrage noch eine Rolle. Propheten rechts, Propheten lnks, das Bloükind in der Mitten, hatten gemeinsam mit den freisinnigen 'Sachverständigen des Bank- und Börsen- ^sens, den Abgeordneten Kämpf, Mommsen und Dove, puie dem ihren Standpunkt völlig teilenden verdienstvollen .. Berichterstatter über das Gesetz, dem nationalliberalen Tmkdirektor Weber, Herr Schultz von der Reichspartei und

Wortführer der Konservativen der stellvertretende Vor- si--en.de des Bundes der Landwirte Dr. Rösicke in verstün- diizen und wirksamen Ausführungen das Kompromiß ver­traten. Er tat das in so kräftiger Weise, daß Herr Kämpf tu feinem Bedauern sogar feststellen mußte, der Äbg. Rösicke t"cbe ihm seine Rede für die Abschaffung des Terminregisters dem Munde genommen. Und da betrat der Abgeordnete Herold die Tribüne und gab dem Schmerz des Zentrums die traurige Rolle, die es in der Gemeinschaft mit der ^Hialdemokratie im Gegenblock zu spielen verurteilt ist, erbitterten und ergreifenden Ausdruck. Vergebens erinnerte ja den Bündlersührer an die alte agrarische Waffenbrüder- Hft; er erhielt die trockene Antwort, daß man zurzeit ' dem Zentrum eine positive Politik auch im Interesse der Landwirtschaft nicht treiben könne; und als der alte ^wteigenosse des Dr. Spahn gar ein Klagelied anstimmte

1 politische Konstellationen, nach denen die Rechte ihr Erhalten einrichte, da mußte er unter dem Hohngelächter

Hauses sich bezeugen lassen, ein wie guter Lehrmeister C5 Zentrum darin gewesen sei.

Im übrigen wurde über die Neuregelung der Börsen­verhältnisse fast durchweg fachlich und erfreulich kurz ge- Iprochen. Nur in einem Punkte erfuhren die Kompromiß- ^rschläge der Kommission eine Aenderung. Die von keiner ^ue bestrittene Auffassung, daß beim Börsenterminhandel vec Kleingewerbetreibende nichts zu suchen hat, fand durch 0,6 Annahme eines Antrags der wirtschaftlichen Vereini- png einen zutreffenderen Ausdruck. Zur größeren Sicher­et kündigte auf Wunsch der preußische Hcmdelsminister ^wrucc noch die Absicht der verbündeten Regierungen an, e°vgc zu tragen, daß in Zukunft nur Vollkaufleute 161 öa$ Handelsregister eingetragen werden sollen.

Die nationaöiberak Bismarüseier in Eiünberg.

Sonntag den 5. April .sielt der überaus starkenationale Verein" in Grünberg eine glänzend verlaufene Bismarck­feier in der festlich geschmückten Turnhalle des Grünberger Turnvereins, der diese in liebenswürdiger Weise hierzu zur Verfügung gestellt hatte, ab. Nachdem der Grünberger Musikverein und der von Herrn Lehrer Sauber trefflich geleitete Männergesangverein Grünberg durch die schönen Weisen eines Bbusilstückes bezw. eines MännerchoresHerr­lich auferftanden" von Abt, und Fräulein Zöckler durch den ausgezeichneten Vortrag eines schönen Prologs die an sich schon freubige Stimmung noch zu heben verstände?! hatten, begrüßte der Vorsitzende des Vereins, Herr Amtsrichter Gläser, in trefflichen Worten die äußerst stattliche Versamm­lung von Damen und Herren Grünbergs und der Umgebung, insbesondere den Festredner, Herrn Oberlehrer Altendors- Gießen, Herrn Kommerzienrat Heyligenstaedt und einige Vorstandsmitglieder des nativnallib. Vereins zu Gießen. Er dankte herzlich allen, die sich bereit gefunden, an der F-eier mitzuwirken. In trefflichen Worten wies er auf die kernige Gestalt unseres ersten großen Kanzlers hin, feierte Kaiser Wilhelm als den Hort des Friedens und unfern Großherzog Ernst Ludwig als den Liebling seines Volkes, den Beschützer der Kunst, den Förderer des Gewerbes und schloß mit einem von der Versammlung mit Begeisterung aufgenommenen Hoch auf beide Fürsten. Die markigen Worte des Redners faiuen den lebhaftesten Beifall der Anwesen­den. Einem allgemeinen Gesang:Deutschland, Deutsch­land über alles" folgte die mit ebenso großer Wärme vor­getragene als glänzend angelegte und ansgearbeilete Fest­rede des Herrn Oberlehrers Mendorf. Die Leier des Gießener Anzeigers kennen ihren Inhalt schon aus dem Be­richt über die Bismarckfeier in Lollar. Die lebhafte Span­nung, die man auf den Gesichtern der Zuhörer während der nahezu einstündigen Rede lesen konnte, und der brau­sende Beifall, den der Redner am Schluffe fand, zeigten oen tiefen Eindruck, den die lebensvolle Schilderung der unvergleichlichen Persönlichkeit Bismarcks und ihres Wir­kens auf alle gemacht hatte. Hübsche Weisen der Grün­berger Kapelle, fein vorgetragene Chöre des Männer- gesangvereins und die von Herrn Apotheker Schäfer, der nicht nur mit einer reizenden Tenorstimme begabt ist, son­dern auch mit feinem Kunstverständnis und tiefem Gefühl zu fingen versteht, horgetrna-'ner herrlichen Sie.er und geiiteini'arn* patriotische Gelange wechselten nun mititnanbcr ab und erhielten das Publikum in begeisterter Stimmung. Auch die bengatische Beleuchtung der Lismarckbüfte machte sich recht nett Im Namen des Herrn Kommerzienrats Hey- ligenstaedt und des Gießener nationalliberalen Vereins sprach noch Herr Rechtsanwalt Kaufmann den wärmsten Dank für die Einladung und die gebotenen Genüsse aus. Er beglückwünschte den jungen Grünberger Verein zu seinem Aufblühen und zu denc Erfolge des Abends und legte in beredten Worten dar, warum gerade die nationalliberale Partei mit Fug und Recht den Fürsten Bismarck, des neuen Reiches Schmied, feiert und feiern darf. Waren es doch die Führer der nationalliberalen Partei v. Bennigsen, Miquel u. a., die in dem einstigen Nationalverein und im Reichstag des Norddeutschen Bundes den Boden für die so lange von vielen nicht erkannten Einigungsbestre- buugeu Bismarcks in Nord und Süd unseres Vaterlandes bereiten halfen, die 1870 bei der Neichsgründung Bismarck nachhaltig unterstützten und mit deren Hilfe Bismarck im Reichstage in den 70er Jahren den weiteren Ausbau des jungen Reiches begann und fortführte. Er zeigte in kurzen Worten den durch das Mflauen der nationalen Strömung und das Hervordringen nnrtschaftlicher Fragen hervorge- rufenen zeitweiligen Rückgang der Partei, legte aber auch dar, wie das Wiederlebendigwerden des nationalen Sinnes der Partei immer und besonders im Jahre 1907 einen ge­waltigen Stimmenzuwachs brachte. Nachdrücklich betonte er, wie das auch schon Herr Amtsrichter Glaser in seiner Begrüßungsansprache getan hatte, daß bei der nationallib. Partei das Vaterland stets über die Partei gestellt werde und es ihr in erster Linie immer um eine Stärkung und Belebung des nationalen Empfindens, der Vaterlandsliebe, zu tun sei. In diesem Sinne wirke auch der junge nationale Verein, dem er ein Wachsen, Blühen und Gedeihen wünschte. Diese Ansprache fand den lebhaften Beifall der Versammel­ten. Leider war es Schreiber dieser Zeilen nicht möglich, bis zur vollständigen Erledigung des reichen Programms zu bleiben. Getviß ist wohl der Rest der F-eier in gleich ge­hobener Stimmung verlausen, und cs unterliegt wohl keinem Zweifel, daß das schöne, würdig verlaufene Fest noch lange in der Erinnerung der Teilnehmer forlleben wird.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 8. April 1908.

** Lehrerpersonalien. Ernannt wurden der Lehrcr an dein Realgymnasium zu Darmstadt Karl Ost zum Lehrer an der Oberrealschule zu Darmstadt unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrec und der Lehrer an der Ober­realschule zu Darmstadt Johann Petec Luley zum Lehrer an dem Realgymnasium zu Darmstadt unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer.

Erledigte Finanzaspiranten stelle. Bei der Landes-Hnpothekenbauk findet ein längerer Finanz- afpirant mit gutem Examen, der längere Zeit im Kassen- unO Rechnungswesen beschäftigt gewesen i|t, für die Dauer von voraus­sichtlich etwa zwei Jahren Verwendung. Meldungen sind bei dem Staalskommissar der Bank emzureichen.

Landes-Lehrerverein. Die Berlinische LebenSversicherungS-Gesellschaft hat nach den Be­stimmungen des mit dem Landes-Lehrerocrein und der Ludwig, und Alicc-Stiftung abgeschloffenen Vertrages der letzteren für daS Jahr 1907 einen Beitrag von 1449,36 Mk. überwiesen,

wovon dec Sterbekaffe der Stiftung 1000 Mk. und dem Lehrerwaisenstift (jetzt Unterstützlingskasse) 449,36 Mk. zu­fallen. Der gesamte Betrag setzt sich aus 2 % Prämien- rabatt der bestehenden (638) Lehrerversichcrungen und aus 2 %0 Abschluß-Provision der im abgelaufenen Jahre der Gesellschaft durch Lehrer ziigeführten Versicherungen au§ anderen Berufskreisen zusammen. Der Zugang im Jahre 1907 stellt sich auf 21 Versichecungen von Lehrern mit einem Versicherungskapital von 93 000 Mk. und 11 Versicherungen von Richtlehrern mit einem Betrage von 62 000 Mk. Während hiernach die Lehrerversichecungen gegenüber den vorher- gegangenen Jahren einen Zuwachs von ca. 30 000 Mk. erfahren haben, ist die Versicherungssuinme der Nichtlehrer im Vergleiche zu allen früheren Jahren erheblich zurück­gegangen.

"Die Direktion dcS Stadtth eaters teiltunS auf Anfrage folgendes mit:

Fest wiedereugagiert sind die Herren Bakoh Reimer-Schlegel, Goll, Weingärtuer, Rode», v. d. Becke, Geißler und die Damen Achkerberg, Saulermanu, Lutter, Blayiarth, Oldrni und Gilzinger. - Fcl. Albrecht, die inZwillingsschwestern" auitrat, und Fräulein Höcker von Blainz, die einmal alsMinna von Barnhelm" gaslierte imd am Sonntag noch einmal als Elisabeth inMaria Stuart" auftreten wird, sind dem hiesigen Publikum ja ebenfalls schon be­kannt. Tiefe beiden letztgenannten Tarnen sind ebenfalls fest engagiert. Tie anderen Fachmikglieder, die als Ersatz ausfcheidend kommen, sind sämtlich bereits sür beit Sommer nach Nauheim ver­pflichtet, so daß für den nächsten Winter erfreuliche küustlerifche Vor­arbeit geleistet werden kann.

** Handfertigkeitsuuterricbt. Am Sonntag sand der hiesige Hnndfertigkeitsunterricht durch die gewohnte Ausstellung der Schülerarbeiteu feinen Abschluß. Der eifrige Besuch von Eltern und ehemaligen Schülern, sowie sonstigen Freunden der Sache legte Zeugnis ab von der Wertschätzung, die. dieser moderne Unterrichtszweig sich wahrend seines Bestehens (1891; zu erwerben gewußt hat. Dieser Erfolg ist um fo höher anzufchlagen, als Die Er­kenntnis von der erziehlichen Bedeutung manueller Fertig­keiten sich nur ganz langsam durchzusetzen vermochte und erst in neuerer Zeit unter der DeviseKunsterziehung" weitere Kreise erfaßt hat. Es ist erfreulich, konstatieren zu können, daß unsere Stadt neben Darmstadt Die erste hessische Stadt war, die diesem eigenartigen Zweige ersetzlicher ^gkAl. i.'-rch Errichtung einer-Schü>er:ver!statt einen ge­eigneten Wirkungskreis bot. Die vier Kurse, die während des Winters von zwei in Leipzig ausgebildeten Lehrern abgehalten werden, ftehcu unter staut sicher Verwaltung. Sie beschäftigen sich mit Papparbeiten und Holzfchnitzen und toeroen von Schülern der Volksschule sowohl, als auch von denen höherer Lehranstalten besucht. Die Ausstellung bot reichlich Gelegenheit, sich von dem Eifer, mit dem gearbeitet worden war, überzeugen zu können. Eine Fülle hübscher Gebranchsgegenstände zeigte, wie Die Freude am Erfolg jeden Einzelnen angefeuert hatte, in edlem Wetteifer fein Bestes zu bieten. Auch der kleinste Gegenstand verriet liebe­volle Hingabe an die gestellte Aufgabe und peinlichste Ge­nauigkeit in der Ausführung. Ter Ausdruck stolzer Schaf­fensfreude erfüllte die Gesichter der Knaben, die befriedigt das Werk eines arbeitsreichen Winters ihren Angehörigen zeigen konnten. Das sichere Auftreten der Jungen, die irepenbe Auskunft, die sie über die gefertigten Gegenstände erteilten, illustrierte trefflich den belannten Wahlspruch der Schülerwerkstätten: Bilde das Auge, übe die Hand, fest wird der Wille, scharf der Verstand.

" Besichtigungsreise nach der Ostmark. Die nächste Besichtigungsreise Hess.-nass. Landwirte nach den: ^lnsicdlungsgebiet in Posen ivird Dienstag, 12. Mai, von Kassel aus angetreten. Die Reiseteilnetznier haben nur die Kosten der Eisenbahnfahrt zu tragen. Die Beherbergung und Verpflegung im Ansiedlungsgebiet geschieht auf Kosten der König!. Ansiedlungskominission. Landleute, die sich an der Reise beteiligen wollen, muffen sich bis spätestens 5. Mai bei dem Vertrauensmann der König!. Ansiedlungskommission, Herrn W. Schaumburg, Kassel, Friedenstraße 11, melden.

" Schulfahrt zur Wasserkante. Der Hessische Landesausschuß des deutschen FlottenVereins wird während dec Pfingstserien eine Schulfahrt nach Hamburg und Kiel veranstalten. Die Abfahrt von Frankfurt wird am 10. Juni vormittags, die Rückkehr am 14. abends erfolgen. Die Gesamtkosten der Fahrt, an dec sich nur Lehrer und Schüler dec höheren Lehranstalten beteiligen können, werden sich für den Teilnehmer ausschließlich Getränke auf mehr als 50 Mark stellen, den Betrag von 55 Mark aber keinenfalls übersteigen. Die Anmeldungen zur Fahrt haben bei den Direktionen der höheren Lehranstalten zu erfolgen und zwar spätestens bis Ende April.

* Für Bad Nauhei m. Der Schreibgehilfe bei der Badedirektion Bad Nauheim Hch. Karl Huth 311 Bad Nau­heim wurde zum Vureaubeamten deS Kurdirektors in Bad Nauheim und die SDlath. Adolph aus Langd zur Wäsche­beschließerin bei der Badeanstalt Bad Jtauheim ernannt.

X Reiskirchen, 7. April. Am Sonntag fand im Gundruln'schen Saale dahier ein außerordentlicher Sänger­tag des Volks-SüngerbiindeS Chattia statt. Einziger Punkt dec Tagesordnung tone Wahl eines neuen Vorsitzenden, da der seitherige Vorsitzende, Lehrer Bürst lei n-Reiskirchen, uns demnächst verläßt, um eine andere Stelle anzutceten. Für ihn wurde Lehrer Römer in Hattenrod, der seitherige Rechner des Bundes, einstimmig gewählt. Die dadurch nötig gewordene Wahl eines Rechners fiel einstimmig auf Lehrer- Wolf - Bersrod. Der Gesangverein Reiskirchen erfreute die zahlreichen auswärtigen Sänger durch einige flotte Chöre. Ganz besonders gefiel nach einem auf den Scheidenden aus-