Ausgabe 
1.5.1908 Zweites Blatt
 
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Nr. 102

Zweites Blatt

158. Jahrgang

Erlchetnl täglich mit Aufnahme deS Sonntags.

DieGtetzener Lamillenblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für Öen Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die Landwirtschaftlichen Seit» fragen- erschemen monatlich zweimal.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Sberhrsien

Freitag 1. Mai 1908

Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Umversitäls - Buch- und Stetndruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L

Redaktion: 112. Tel.-Adru AnzeigerGießen.

Ein internationaler Zahlungsmittel.

Recht bemerkenswerte und auf den ersten Blick auch recht bestechende Vorschläge hat der Breslauer Rationalökonom Julius Wolf in der Zeitschrift für Sozialwissenschaft ge­macht, um einem gewiß allgemein fühlbaren Bedürfnis nach einem internationalen Zahlungsmittel abzuhelfen. Seine Vor­schläge sind:

1. Den Noten der Bank des einen Staates wird durch Abstempelung durch die Bank anderer Staaten Verwendbarkeit auch in anderen Staaten verliehen und Zahlungen von Land zu Land können alsdann in (beschränkt)internationalen" Bank­noten, welche die Barik des Staates, die sie legitimiert, gegen eigene Banknoten auszutauschen bereit ist, erfolgen.

2. Jede ^Notenbank hält neben dem Barschatz für das nationale Bedürfnis einen Barschatz für das internationale, letzteren etwa in London alsdann für den Kriegsfall völkerrechtlich neutralisiert, und auf Grund dieses Bar­schatzes, bet jederzeit übrigens für den Zweck der nationalen Notenemission dem nationalen Barschatz zuzurechnen ist, kann die Bank, soweit er für die Deckung nationaler Banknoten nicht in Anspruch genommen ist, Noten ausgeben, die gleich- zeitig durch andere Banken garantiert sind. Eventuell kann (unter gewissen Kautelen) die unter solchen Umständen ge­schaffene Note von vornherein als internationale, das heißt von gleicher Art, durch welche Bank immer sie emittiert sei, ausgegeben werden.

3. Wenn Goldbegehr für den Zweck der Zahlungsleistung ms Ausland an die Bant eines Landes herantritt, kann die­selbe die Leistung in der Weise auszuführen berechtigt fein, daß sie die Bank des anderen Landes veranlaßt, an denGold" heischenden, aber auf Gold nicht notwendigerpichten", viel­mehr nur des Geldes bedürftigen ft'unben Noten zur Aus­zahlung zu bringen unter Bereitstellung eines Drittels in Gold durch die die Zahlung veranlassende an die zahlende Bank und selbstverständlich Gutschreibung des Betrages auf deren Konto.

4. Einfach Zahlung in Noten von der Bank be5 einen Landes an die Bank des anderen im Falle eines Goldbegehrs zur Ausfuhr.

5. Von den Vorschlägen 3 und 4 ist nur ein Schritt zur Errichtung eines internationalen Giros mindestens in be­schränktem Maßstabe. Das heißt bann: Zahlungsleistung von dem einen Land in das andere durch das Mittel von Gutschrift, beziehungsiveise Belastung auf Konten, die die Notenbanken sich gegenseitig halten.

Der Verfasser glaubt, daß durch jeden dieser Vorschläge das erstrebenswerte Ziel erreicht wird, daß nämlich die Zahlung wie im Jnlandsverkehr so auch im Auslandverkehr in Noten geleistet wird, so daß Zahlungen auch über die Landesgrenze hinaus nicht mit einem Aufwand in Gold zu 100, sondern mit einem solchen von 33^3% und bei Einrichtung des inter­nationalenGiros" nut noch viel geringerem Einsatz erfolgen. Nur die letzten Differenzen würden nach wie vor in Gold zu vollem Betrage ober in Wertpapieren beglichen.

Nationalökonomen von Fach und Männer der Praxis .haben sich jetzt in gleicherweise eingehend 'mit diesen Vor­schlägen beschäftigt und sind dabei ziemlich übereinstimmend zu ihrer Ablehnung gekommen. Von den zahlreichen Urteilen über Wolfs Vorschläge greifen wir hier nur als höchst an» erkennenswert das Urteil des StaatSkommissars der Berliner Börse, Geheimrat H e m p t e n m a ch e r heraus. Dieser 3)1 ann der Praxis sagt:Solange wir nicht eine internationale Währung haben, kaum man auch an die Realisierung einer internationalen Banknote nicht denken. Ein derartiges Projekt ist graue Theorie. Wir Realpolitiker, die wir doch sein wollen, sollten keine überflüssige Kraft an bererlei Problemen verlieren, die nicht von der Praxis, sondern eher vom Licht der Studierlampe eingegeben sind. Ich halte den Wolfschen Vorschlag für wenig aussichtsvoll. Wir haben im Deutschen Reiche noch nicht einmal die Einheitsbriefmarke in allen Bundesstaaten durchsetzen können, da ist es sehr umvahr- scheinlich, daß sich die Idee einer internationalen Banknote in absehbarer Zeit verwirklichen läßt. Natürlich steckt aber ein guter Gedanke in diesem Projekt Wolfs, den ich sonst als Nationalökonomen schätze: die Absicht, den internationalen Verkehr, der durch Post und Eisenbahn so glänzend erleichtert ist, auch auf den Gelbverkehr auszudehnen. Im großen unb ganzen scheint mir aber doch die Sache recht problematisch unb phantastisch.

Aehnlich lauten auch andere Gutachten, unb es ist wohl kaum auf Verwirklichung der schönen Wolfschen Vorschläge zu rechnen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 1. Mai 1908.

Aus der Sitzung der Stadtverordneten.

Von der für gestern vorgesehenen sehr umfangreichen Tagesordnung wurde nur ein Gegenstand erledigt, nämlich die Beivilligung eines einmaligen Beitrags für 11 n iv e r s i t s- zwecke in Höhe von 100 000 Mk., eine Summe, deren Höhe in der Tat die Inanspruchnahme einer ganzen Sitzung recht­fertigt. Unsere Leser ivissen aus früheren Mitteilungen, um was es sich dabei handelt. Es soll, wenn auch die Bewilligung vorbehaltlosfür Universitätszwecke" beantragt wurde und schließlich auch so erfolgte, em Zuschuß sein für die Ohren­klinik und die Klmik für Hautkrankheiten. Die Beratung sollte ursprünglich in der nichtöffentlichen Sitzung erfolgen, aber auf Antrag des Stadto. Habenicht beschloß man öffentliche Verhandlung. Diese öffentliche Verhandlung war durchaus gerechtfertigt, die Bürgerschaft hat füglich ein Recht darauf, daß so große Summen, zu deren Tragung die Stadt gesetzlich nicht verpflichtet ist, vor aller Oeffentlichkeit bewilligt werden unb eS kann gerade der Bewilligungsmehrheit nur recht sein,

wenn sie ihre Gründe öffentlich barlegen kann. Die Debatte war burchweg großzügig unb wurde von Freunden und Gegnern der Vorlage m durchaus verbindlicher Form geführt. Zu den Freiinden der Vorlage gehörte neben dem Ober­bürgermeister M e c u m vor allem Stadtverordneter Dr. Gutf 1 eisch, der in der Tat alles sagte, was für die Vorlage sprach, und es dabei verstand, die an sich doch recht materielle Angelegenheit von großen idealen Gesichts­punkten aus darzulegen. Seme Ausführungen wurden vom Stadto. Prof.Dr. Bicrmer wirkungsvoll unterstützt, so daß den beiden anderen Rednern, die für die Bewilligung eintraten, den Stadto. Eichenauer und Löb er, tatsächlich nur wenig 511 sagen übrig blieb. Zu den bedingten Anhängern der Bewilligung gehörte Stadtv. Grünewald, der zwar grundsätzlich ©egner dieser Art von Zuschußbewilligungen ist, aber anerkannte, daß starke Opportuiiitätsgründe für die Be­willigung vorhanden sind. Er knüpfte seine Zustimmung an die Annahme eines Amendements, baß ba§ Verhältnis zwischen Stadt unb Kliniken hinsichtlich ber Behandlung der städtischen Kranken in den nächsten 10 Jahren unverändert bleiben solle. Stadto. Dr. Ebel stimmte der Vorlage hauptsächlich zu, >veil er die jetzigen Zustände hinsichtlich der Behandlung von Haut- unb Geschlechtskrankheiten für unhaltbar hielt. Gegner der Vorlage war Stadtv. Haubach und zwar hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Seine Auszählung der Aufgaben, die die Stadt in den nächsten Jahren zu lösen hat, formte in der Tat bedenklich stimmen und seine Klagen über das immer mehr hervortretende Bestreben uiiseres Fmanzniinisters, dem Staat obliegende Lasten ziim Teil auf andere abzu- rvälzen, waren durchaus berechtigt. Mit feiner Ironie ivieS er darauf hin, daß es der frühere Bürg er meist er G n a u t h stets verstanden habe, Zmuutungen nach Art des Fin anzm ini sie rs G nau t h abzuweisen. Aiich Stadto. Krumm sprach sich gegen die Bewilligung aus, indem er betonte, daß auch bei Ablehnung des Zuschusses die beiden Kliniken gebaut werden müßten und mürben. Stadto. Troß war ebenfalls Gegner der Bewilligung, während Stadtv. Huhn sich dem Stadtv. Grünewald anschloß. In der Debatte mürbe manches andere gestreift. So envähnte z. B. Herr Krumm, baß Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch aus ber Sache gewissermaßen eine Kab.netlsfrage gemacht habe. Diese (übrigens auch in der Stadt verbreitete) Meinung beruht jedoch auf einem Mißverständnis. Geh. Justizrat Dr. Gutfleiseh hatte im Anschluß gesagt, daß irn Falle besNichtzustandekommens einer Sache, für die er feit Jahren arbeite, durch einen ab­lehnenden Beschluß ber Stadtvertretung er fein neues Land­tagsmandat mehr annehmen könne, weil er sich sagen müsse, nicht mehr das Vertrauen der Bürgerschaft zu besitzen, aber eine Pression hat er mit dieser Erklärung weder im jetzigen Stadium ber Sache, noch jemals früher ausüben wollen. Das würbe ihm von anderer Seite bestätigt. Sehr sym­pathisch berührte die im Anschluß hieran vorn Stadto. Krumm abgegebene Erklärung, daß wohl niemand der Versammlung Dr. Gutfleisch als Vertreter der Stadt in irgend einer Körper­schaft missen wolle. 'Din Befriedigung wurde auch die Mst- teilung aufgenomnicn, daß die Entscheidung über die Vor­arbeiten zur K l e e b a ch t a 1 - B a h n wohl bald getroffen werde. Nach längerer Debatte mürben bann die 100 00 0 2)1 f. mit großer Mehrheit bewilligt. Dagegen stimmten, so viel wir sehen konnten, die Stadtv. Grüneivald, Haubach, Krumm, Oring, Plaiik und Troß. Die Abstimmung über die Amendementsanträge wurde ausgesetzt, da möglicherweise das damit Erstrebte auf andere Art festgelegt wird.

Mittlerweile mar es 1/28 Uhr geworden und man be­schloß, den siattlicheu Die ft der Tagesordnung am Montag zu erledigen. Die Voranschlags-Beratung wurde für nächsten Donnerstag angekündigt.

** La udeslehrer Verein. Die diesjährige ordentlich« Vertreter-Versammlung des hessischen Laubes-Lchrcr- vereins und die Hauptoerialmnlltug des Vereins provisorisch an- gestcllter Lehrer zur gcgemcihgcn UnteritiiB.uiiij in Kraillheits- I allen sollen Dienstag, 2 o. A ugust in Darmstadt itattfinben.

-l. Strebendorf, 30. April. Am Sudwcstausgange un­seres Dörfchens ist ein schönes, neue» Schulhaus entstanden, dessen Einmeihnng noch uii Laufe des sommers erfolgen ivird.

R.B. Darmstadt, 29. April. Die beiden Wald- erh 01 im gSstätten, die im Jahre 1905 für männliche und weibliche Personen in emem ber schönsten Teile des Bessiinger Forstes errichtet, seither burch Prioatwohllätigkcst des Vereins Walberhohlungsslätte unterhalten wurden, sind jetzt von der La n des v e r sich e r nn g San sl al t für das Großherzogtum Hessen zunächst probeweise aus die Dauer eines Jahres in eigene Regle übernommen worden. Die Walberholungsstätten erfreuten sich feit ihrer Begründung eines sehr zahlreichen Zuspruchs, namentlich von in der Genesung befindlichen Krankenkassenmitglledern, sodaß die da­für eingerichteten Räumlichkeiten und Lagerstätten schon mehr­mals erweitert werden mußten.

fo. Melsungen, 29. April. DieHessische echts­parte i", die im ehemaligen Kurhessen, besonders in Ober­hessen und Niederhessen, einst großen Anhang hatte, dann aber an Mitgliederzahl bedeutend zurückgegangen ist, hält am 19, Akai in GunterShausen seit jahrelanger Pause wieder einen Parteitag ab. Tie Einberufung des Parteitages ist hauptsächlich erfolgt, um Stellung zu nehmen gegen eine Schrift, die kürzlich unter dem Titel erschienen ist:Ein Bei­trag zi»r Beurteilung der Revolution von 1866". Der Ver­fasser der Schrift, Pfarrer Franz Witzei, ist seit 20 Jahren renitenter" Geistlicher in Sand, Kreis Wolfhagen, und war früher Mitglied der Rechtspartei. Er verteidigt seinen reichs- deiitschen Standpunkt,zu dem er sich in jahrelangen inneren und äußeren Kämpfen durchgerungen habe-, gegen den Ver­such,ihn um der vermeintlichen kirchlichen Interessen der Renitenz willen zum Festhalten an den rem negativen, sterilen

Theorien der sog. Rechtspartei zu zwingen". Die Rechts­parteiler behaupten nun freilich, derreichsbentsche Stand- piinkt" des Herrn Pfarrers sei nicht ohne materiellen Hinter­grund.

(Ein schweres Unglücr der japanischen Marine.

Gestern nachmittag erhielten ivir folgendes Telegramm, das wir sogleich durch Einschlag bekannt gaben:

Tokio, 30. April. Der SchulkreuzerMatsu­shima" rst heute bei den PeScares-Jnseln auf eine Mine ge­stoßen und untergegangen. Von den Mannschaften wurden nur ca. 30 Mann gerettet. Die Zahl der llmgcfommenen, unter denen sich auch der Kommandant befindet, wird ans 200 geschätzt.

Die heute eingetroffene Meldung besagt:

New-Park, 30. April. Nach telegraphischen Nachrichten auS Tokio eriolgle der Untergang des SchnlkrcuzersMatsushima" am Vormittag nicht infolge Aufstoßens aui eine Mine, sondern vor Anker durch Explosion der M n n l l i 0 n S k a m m e r. Von den Booten der anderen Schulschiffe, mit denen dieMatsushima" zujnmmenlag, wurden nach dem Bericht des Chefs des Schul- gejchwaderS 14 1 2)1 a n n gerettet, darunter nur wenige Offiziere. Unter ber 300 Mann starten Besatzung betäuben sich 58 Kadetten. Unter den vermißten Kadetten sind die Söhne des Feldmarfchalls Okama und des Vizeministers des Auswärtigen Baron Chinda.

SUeinc Lageschrourt.

Die Arendaler DrennaftbarkeZeus" iiberranntebei cinemNord- ostorkan ans der Snndenuahrt einen mit Baumaterialien beladenen Zweimaster, der sofort m i l 3)1 nun unb Maus unterging. Alle Rettungsversuche waren erfolglos.

Markte.

Gießen, 30. April. Bieymarkt. Bei dem am 28. unb 29. Xfb. MtS. abgehalienen Markte waren aufgetrieben 1220 Stuck Rmbvieh und 749 Schweine. Der nächste Markt findet am 12. und 13. Mai statt, am letzteren Tage auch Krämermarkl.

ic. Frankl u r 1 a. Ai., 20. April. (Beiegr. -Ong.-Bericht beS Gieß. Anz.".) Amtliche 9lotietungen der heutigen BiehMarkt­preise. Ium Berkaiife stauben: 22 Ochsen, ^0 aus Oesterreich 1 Bulle, 0 aus Oesterreich, 103 Kühe, Ferien, Stiere imb Amber, 788 Kälber, 68 Schafe und Häminei, 1366 Schweine, 0 Ziegen, 14 Ziegenlämmer, 15 Schaflämmer. Bezahlt mürben nix 100 .Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 8082 Alk., 2. Qualitäl 7113 Alk., 3. Qualität 5862 Alk.; Bullen : 1. Qual. 6568, 2. Qual. 5860; Kühe 1. Qualität 7072 Alk., 2. Qual. 6466 Alk., 3. Qual. 4244 Alk., 4. Qual. 0000 Alk., 5. Qual. 0000 Alt. Bezahlt wurden für bas Pfnnb Schlacht­gewicht : Kälber 1. Qualität 98 bis JOO Pfg., Lebendgewicht 1)860 Pfg., 2. Qualität 8288 Pfg., Lebendgewicht 46-52 Pfg., Schlachtgew. 6872 Pfg.; Schafe : 1. Qual. Schlachtgew. 80 bis 00 Pfg., 2. Qual. 7274 Pfg. Schweine: 1. Qual. 64(.0 Pf., Lebenbgewicht 50,000 Pf., 2. Qual. 6263 Pi., Lebendgewicht 48,549 Pfg., 3. Qual. 5460 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, lleberftanb unbedeutend, bei Kleinvieh gut, fein Ueberfinnb.

[] Di ar bürg, 30. April. Dem heutigen Schweine- markt ivaren 2220 Schweine zugeiahren. Es wurden bezahlt für Ferkel 3545 Alt., für Läufer 7090 Alk. und für Feltzchweine 120130 Alk. oas Paar, je nach Große und Qualität.

fc, B 0 m Westerwald, 30. April. Arif den in Marien­berg, Gemünden und Hadamar abgehaltenen Bi eh markten gingen die Preife in Hornvieh herab. Tie Preise bei Schweinen stiegen trotz starken Antriebes.

Meteorologische ^covirchrnngen

der Station (Zieste».

April Mm 1908

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10. April

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TeßetoMhtBciii© tiuKsheräGist® des Giessener Anzeigers, mitgeteik von der Bank iiir Hande) und Industrie, Giessen.

Fif.inkhirter bfiorNe. 1. Mai, 1.15 Uhr.

Reichsanleihe . . 91.25 3% do. . . 81.65 3>2°/» Konsuls .... 91.05 do. .... 81.60 3>i7o Hessen 90 70 3)4°/, Oberhessen . . . 91.50 4y0 Uesterr. boldrente. 98 70 4,6?o Uesterr. öilberrente.9.20 4)o Ungar. Goldrente . . 93.30 40 Italien. Heute . . . . 3^6 Portugiesen Serie 1 60.70

3% Portugiesen 111 62 00

4>£ u/0 russ.ZStaatsaul. 19U;> 94.75 4u, 0 Japan. Staatsanleihe 86.80 4 y0 Uonv. Türken vou 1V03 95.50 Tilrkenlose 149.70 4% Griecb. Monopol-Aul.. 49.10 äussere Argentinier ..UU o°j6 Mexikaner . . . 65.70 4 v/ö Chinesen .... 95.25

Aktien:

Bochum Guss 216.20 Buderus E. W 112.3u lendens: behauptet.

Berliner Börse,

Canada E. B. . ... 152.60

L'annstädter Bank . . .. Deutsche Bank ..... Dortmunder-Union C. . . 61.00 Dresdner Bank . . ..

Tendenz.: schwächer.

Llektriz. Lahmeyer . . . 120.50 Elektriz. öchuckert . . . 110.00 Eschweiler Bergwerk . . 212.90 Gelsenkirchen Bergwerk . 194.00 Uamuurg-Amenk. Pakett 110.50 iiarpeuer Bergwerk. . . 200.25 Laurahütte 209.50 iSordd. Lloyd . ... 96.00

U bei sch les. Eisen-Industrie 101.00 Berliner ilandelsges. . . 161.50 Darmstädter Bank . . . 124.60 Deutsche Bank .... 231.60 Deutsch-Asiat. Bank . . 136.00 Diskonto-Kommandit. . . 174.00 Dresdner Bank .... 138.10 Kreuitaktien 198.10 Baltimore- und Ohio-

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