N.
1834
iO Mk. 9 bis jetzt ‘
H. der Grohn- , Kormmmder bei jein.) Nr.
$ux (3. Hr/A Hest rrdens Mchps d
i Sledißi finh ^LchrerMe luiic W der Stelle i. wem ewig. Leh« adejchule zur reis Digoniften*, Mr-
uä,“ä«Ä
■«pet mächtig
LÄ.0!»
tritt m TimÄL^ tiet kurp W3 )er ziemlch umw ;aum übet emeN u. a. in erster • ' uwachssteuer,b chluß daran die t> Hungen auf 6# je über die Beleih ichtungen 2:.
8, die Vorlage ^; verschiedenen SW der Antrag ü»?
'' den 26. April. £ H- der Grotz. ^Assistenten, Ae. zu.Gießen, Ada«
1 Lssenbach, Mh zu Offenbach unta eines noch zu be. Kommissären, der Wsteueramt Offen. ? Hauptsteueramt.-. >orms, den Steuer, Beruh. Schneid rsslstenten bei be steueramtsassistenle zum Steuertii en Finanzaspiranle .Ptsteueramtsassistc rnd den Finanzas.- int Hauptsteueravv boms ernannt; iei dem Hlmptste gleicher Dienstes,
__ Der Privat!» zent an dar Karlsruher Technischen £»& schule, Professor Kriemlcr, ist zum Professor für technische Mechanik an der Stuttgarter Technischen Hochschule ernannt worden. . _ ,
W. Friedberg, 25. Avril- Der Vorstand des Verbände- der Württembergi'ch'n evangelischeu^Arbeirervereine, Prosesjor Dr. Schöll am Realgymnasium zu Stuttgart h-'.t einen Ruf al- Thwlogievrasessor an das hiesige Predigerseminar augrnomnreu.
1
OrigrnaL-Orahtineltöungen.
Berlin, 26. April. Der Kaiser hat genehmigt, daß die Geschütze unö Fahrzeuge der Feldartillerie grau angestrichen werden. Die Aenderung des Anstriches hat gelegentlich der Erneuerung der Fahrzeuge und Geschütze zu erfolgen. Die Abschaffung des seitherigen blauen Anstriches ist auf die Erfahrungen des russisch-japanischen Krieges zurückzuführcn.
London, 26. April. Der General-Postdirektor erklärte vor der Parlaments-Kommission für drahtlose Telegraphie, daß der Grund derBerlinerKonferenz fürdraht- loseTelegraphie in einem Zwischenfall zu suchen-, sei, der sich gelegentlich der Rehe des Prinzen Hern- rich nach Amerika abspielte. Der Prinz wollte während der Fahrt durch Vermittelung einer Marconi-Station ein Telegramm an den Kaiser senden, erhielt aber von der Station den Bescheid, daß nur Telegramme von Marconi- Apparaten übermittelt werden tonnten. Das habe dazu, angeregt, eine Verständigung in der Frage herbeizufüHren.
Belgrad, 26. April. Eine bulgarische Bande überfiel ein griechisches Kloster im Dorfe Oliste im Koturer Bezirk und ermordete den Jguman und drei Mönche auf gräßliche Weise, weil die Aufständischen die Mönche beschuldigten, bei einem Kampf zwischen Bulgaren und Grie^ chen, der sich vor dem Dorfe abgespielt hatte, die Griechen^ unterstützt zu haben. Die Erbitterung unter den Grieche» wegen des Uebersalles ist sehr groß.____________________ 1
’ft >
d »ei W e^ -ich.-
»i°!ch°ng 9“'
Oetonom'1’‘
7. Eingänge: .. m . ,
1. Beim Reichspostamt tfl die Zulassung von Bnef- um sch lag en mit durchscheinender Adrene in Anregung gebracht ivvrden; die Haudeislamurer lann hierfür ein Bcdürinis nicht anerkennen.
2 il.jd) 8 91 des Handelsgesetzbuches lieht dem taufmannische'.i Agenten bei der Abrechnung mit seinem Geichäfisherrn lediglich das Recht zu, einen Buchauszug über ixe durch feuie Lotigkeit zustande gekommenen Geichafte zu fordern. Der Veround reisender Kaufleute Deutschlands har beim Reichstag eine Evoeiterung dieser Vorschrift dalstngchcnd beantragt, daß der Handlungsagent zur Prüfung des Buchauszuges die Vorlegung der Handelsbücher des G e s ch ä f ts h e r r n verlangen kann. Die Handelskammer lehnte eure Unterstützung dieses Antrages als zu weitgehend ab.
3 Im Jahre 1904 wurde do in Landtage eure Gesetzesvorlage ’ zur Abänderung des § 227 Abs. 1 des Polizeiirrasgesetz- buchs angenommen, wonach im Grvßherzogtum Leisen das Offenhalten de r S ch a u f e n st e r anSonn- und Festtagen mit Ausnahme der für den Hauptgottes- dienst bestimmten Zeit gestattet ist. Ein Antrag, die Handelskammer möge bei der Großh. Regierung eure Aeiiderung bezw Erweiterung dieser Vorschrift dahuigeheiid befürworten, daß das Offenhatten der Schaufenlter auch w a h r e n d d e r Zeit des Gottesdienstes gestattet werde, finbet einstimmige Annahme.
4. Von unterrichteter Sette liegen der Handelskammer noch Mttteilungen vor über ,
a) die deutsche Armee-, Marine- und Kolonialausstellung in Berlin-Schöneberg vom 15. Mai bis 15. Sept. 1907.
b) Schutz des gewerblichen Eigentums in Spanien.
0 Zweifelhafte Firmen in Griechenland und Rumänien.
Näheres hierüber erfahren Interessenten auf dem Bureau der Handelskammer.
c&llllöc.L
Berlin, 25. April. Tie heule zur Zeichnung aufgelegten 300 Millionen M a r k vierprozeii tiger Schatzan- iv e i s u n g e n des Reiches und Preußens sind nach einer vorläufigen Feststellung rund 4 5 fach über zeichnet worben. Tie Blätter betonen übercin|limmenD, daß der Er'olg die höchslgespannlen Erwartungen übertroffen habe, und heben hervor, bay von den un ganzen 137, Milliarden Mark betragenden Zeichnungen etwa
werden.
f) Die König!. Eisenbahndircktion Frankfurt a. M. hat in dem Schalterraume der Güterabfertigung Gießen eine Fernsprech st elle einrichten lassen, wodurch den Interessenten Gelegenheit gegeben ist, vom Güterschuppen aus mit der Stadt in telephonische Verbindung zu treten. Die Einrichtung, deren Benutzung unentgeltlich ist, ist bereits im Anfang April in Betrieb genommen worden. Mit dieser Einrichtung hat die König! Eisenbahndirektion in dankenswerter Weise einem vielfach gehegten Wunsche entsprochen. _ ,
g) In gemeinsamer Beratung mtt den übrigen hessischen Handelskammern sind die Vorschläge und Anregungen für die Herausgabe einer zweiten Auflage des statistischen Handbuches für das Großherzogtum Hessen sestgestellt worden und von dem Vororte des Handelskammertages, der Handelskammer Mainz, dem Großh. Ministerium des Innern übermtttett worden.
tz) Jnbezug auf die Tarifierung von Mehl und Kleie ist der Generaldirektion der _ badischen Staatseisenbahnen in Karlsruhe und der Eisenbahndirektion in Kattowitz ein ausführliches Gutachten abgegeben worden.
t) Der Königll Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. ist ein Bericht über die Lage des Eisenerzbergbaues im Handelskammerbezirk in der Zett vom 1. Januar bis 3L März 1907 erstattet worden.
T) In Ausführung des Reichsgesetzes über die Abänderung der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900 sind vom Großh. Polizeiamt Gießen die Ausnahmetage für 190 7 wie folgt festgesetzt worden: 3 Wochentage vor Ostern: 27., 28. und 30. März; 1 Wochentag vor Himmelfahrt: 8. Mai; 2 Wochentage vor Pfingsten: 17. und 18. Mai; 14 Wochentage vor Weihnachten: 9.—14., 16.—21., 23. und 24. Dez.; 1 Wochentag vor Neujahr: 31. Dezember.
2. Ergänzungswahl zur Handelskammer, Nach- dem das Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, gemäß Artikel 19 Abs. 5 des Handelskaminergesetzes die Vornahme einer Ergänzungswahl für das verstorbene Mitglied der Handelskammer Emil Schmal! angeordnet hat, wird Termin bestimmt auf Donnerstag, den 2. Mai d. I., nachmittags 3 bis 6 Uhr im Bureau der Handelskammer, Nordanlage 15. Als Wahlkommissar wird das Mttglied der Handelskammer, Herr Wilhelm Zurbuch, fungieren.
3. Ter Voranschlag für das Rechnungsjahr 1907 wird genehmigt.
4. Miß stände im K 0 n s umvereins w e s e n. Die Konsumvereine haben im Laufe der Jahre ihren ursprünglichen Charakter vielfach gänzlich verloren und sich zu wirklichen kaufmännischen Unternehmungen herausgebildet, welche nicht nur an Mitglieder, sondern auch an Tritte, sei es direkt, sei es durch Vermittelung der Mitglieder, verkaufen. Es erscheint deshalb nur als ein Gebot der Gerechtigkeit und Billigkett, wenn diese Vereine in privat- wie öffentlich rechtlicher Beziehung den anderen kaufmännischen Unternehmungen gleichgesteltt, insbesondere also zur Gewerbesteuer herangezogen werden. Die Eingabe einer großen Anzahl von Gewerbetreibenden auf dem Lande in der Umgebung Gießens gibt der Handelskammer Veranlassung, diese Forderung, wie schon seit Jahren, von neuem zu erheben, weil sie dann das einzige Mittel erblickt, diesen Auswüchsen in wirksamer Weise zu begegnen. . .
5. Festlegung des Osterfestes. Die ^Beweglichkeit des Osterfestes iimerhalb eines Zeitraumes von 35 Tagen hat im Laufe bet Jahre mancherlei Nachteile für Handel und Gewerbe gezeitigt. Es kst deshalb eine Festlegung bezw. Einschränkung des Osterfestes angeregt und als Termin der 2. Sonntag im April oder der Sonntag, welcher zwischen dem 4. und 14. April liegt, vorgeschlagen worden. Die Handelskammer spricht sich
—- > — keine FussBeiden! .....
Vorrätig in Boxcalf u. Chevreaux für Damen, Herren, Mädchen und Kinder.
Willi. Herbert Inh. Carl Herbert
im Prinzip für die Festlegung bezw. Einschränkung des Oster-1 festes aus, ohne jedoch hinsichUich des Termins bestimmte Vor- 'chlägc zu machen.
6. Erweiterung der Zuständigkeit der Amtsgerichte in bürgerlichen Rechtsstreit ig ket ten Uber | oermögcnsrechtliche Ansprüche Bekanntlich betragt jetzt die Grenze der Zuständigkett der Amtsgerichte 300 Marr; mit Rücksicht darauf, daß diese Summe den heutigen Geldverhatt- niiien und dem ganzen Stande der Lebenshattung nicht mehr entspricht, erachtet die Handelskammer eine Erweiterung der Zuständigkeit für erforderlich, hält aber eine Erhöhung der Grenze von 300 auf 500 Mark für angemessen; einerweiteren Erhöhung auf 1000, ja 1200 Mark, wie sie von verschiedenen Seiten gefordert wird, kann die Handelskammer jedoch unter keinen Umstanden das Sk>rt r.den, weit dann einerietts das Tutigteitsgebiet der Kammern für Handelssachen, die sich nutzer- ordcuttich bewährt hätten, zu sehr eingeschränkt wurde und ander- seit- den Amtsgerichten eine Arbeitslast aufgeburdel wurde, die zu leisten sie gar nicht imstande wären. Eine solche Forderung stände auch in bireitcm Widerspruch zu dem ailieiugcn Verengen n-d) einer Beschleunigung des amtsgerichtlichen Veriahrens über dessen Langsamkeit seit Jahren lebhast geklagt wttd.
S Sitzung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
Protokoll.Auszug.
Gießen, den 18. April 1907.
Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender. Friedberger, Gruncwach, Jhring, Kttng.por, JKoroad, Ramwea. Rinn, Uhr, Rühl, Kommerzienrat «chirmer, Stammler, Zurouch und der Syndikus Dr. Zeidler. „
1 Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzutellen : o.'Die Handelskammer hatte die Einlegung eines neuen
Schnellzugspaares auf der Strecke G letzen — Frankfurt in der Weste beantragt, datz die bcitevenben Personenzuge 796 (ab Gießen 3 15 nachm.) und 805 a (ab Frankfurt 6“ nachm.) in Schnetlzüge umgcwandett würden, während der Personenzug 805 iao Frankfurt 6 -/ nachm.- an Werl- wie an Sonn- und Feiertagen bis (meßen dura) geführt werden sollte. Die Königl. EifenbahnDircllion Frankfurt a. M. konnte jedoch die Einlegung dwwr >LU)uetl- zuge un So innrer lahrpwn für 1902 nicht berücksichtigen, nachdem sich bei näherer Prüfung herauSgestettt hat,, datz die bestehenden Perionenzuge 796 und 805 a als lolch: nicht entoehTtich sind. ~ .
h) Ein Gesuch der Arbeiter des Lumdatales um Fahrplan- änberung des Pcnonenzuges 1033 und Euuegung eines Abendzuges auf der S t r c ck e Lo l l a r — L 0 n do r 1, ab Lollar etwa 6^° wird von der StomgL Eiienbahndiretttou Frankfutt a. M. für den nächsten Wuiterfahrplan ui Erwägung gezogen werden. _ .
c) Im Sommerfahrplan 190/ werden die P e r 1 0 n e n- zug e 139 9 und 1404 zwischenGrebenhain — ErainseldundLauterbach-AltiM Monat August und September täglich, in den Monaten Juni uttd Juli nur an Sonn- und Feiertagen zur Beförderung kommen, xarubei hinausgehend hat die Haiideiskammer im Jnterejie des lebhaften Touristenverkehrs, der bereits Mitte Juni ein- setzt, befürwortet, daß Die Züge 1399 und 1404 bereits vom L Juli ab täglich verkehren. k ,
b) Dem Wunsche einer hiesigen Firma entsprechend hat, die Handelskammer die Aufnahme von Gietzen als Empfangsstation in den Ausnahmetarif 3e für Steinsalz beantragt.
e) Der Vorsitzende der Handelskammer hat in 1 einer Eigenschaft alS Mttglied des Bezirls-Est'enbahnrais Frankfurt a. M. einen Antrag eingebracht, worin der Vezirks- Eifenbahnrat ersucht wird, bei der ständigen Tari,kom- misfion der deutschen Eisenbahnen zu befürworten, daß Stühle aus gebogenem Holz in den Spezial- tarif für bestimmte Stückgüter ausgenommen
Uunft utiO WifKiifcbait«
— Dem .Vorwärts^ zn'olge ist der Schriftsteller Robert Schmeichel im'-illter von dLJahren g e |t 0 r b e n. Sch ioeicheh geboren 12. Juli lb21 zu Königsberg in Pr., war in den 40r Jahren des vor. Jabrh. ÜJutarl’eucr linkslibeialer Blätter. Tte Reaktion in Preußen trieb ihn dann in Die Schweiz. 1861 kehrte er nach Berlin zurück und wuide iväter Redakteur der ,Stieb. Romanztg/, ani welchem Poften ihn 1883 Der unlängst verstorbene Otto v. lleixner ablöste. Seine Roniane, namentlich „Der BilDerfchnitzer von Achensee^, sowie auch feine 9ioueücn waren volkstümlich un besten Sinne des v.ortes. Was Schiveichel bejonders auszelchnete. Das ivar Die Tiefe feines Gemütes. Ter prachtvolle <^retfeutopl DeS alte» Schmeichel im Silberbane, der lenchtende lplanz seiner milde unö fing zugleich blickenDen Augen wird allen Denen, Die ihn je iahen, unvergeßlich bleiben, mie Die Treuherzigkeit uuD Biederkeit ieiner Deniokrätifchen Gesinnung unD Dieüauterleu feiner Dichterifche» vijcugiune. _______
Laatcustaud Dee Deutsche» Reichs
Mitte April. <Wenu 2 gut, 3 mureL, 4 gering): Wintcrweizeu 3,2; WttttcrspetS 2,6; Winterroggen 2,9; itlec 3,0; Luzerne 2,7; Bcivässerungswiofen 2,4; andere Wie,en 2,9. Die enstprechendeu Ziffern waren Mitte April des Vorjalwes 2,6; 2,7; 2,6; 2,4; 2,5; 2,4- 2,8. In Den Bemerkungen heißt es: Ungewöhnlich große । Schneemassen, die in rauheren Gegenden bis in Den April fest- lagen, und in den milderen Gebiets teilen nach kurzen Taw- pcrioben erneut n.ebergmgen, richteten an den Kulturpflanzen der betroffenen Landestette fast eoenso großen Schaden an, wie Die s^arfen Nachtfröste in Den jchneesrei gebliebenen Gegenden. Erst Ende 'März setzte etwas milderes ttockenes Wetter ein und ermöglichte eine kräsiige Jnangrinnahme der Frühlahrsbestellung. Trotz der scharfen Froste sind die Feldmäuse nicht verschwunden; sie richteten ziemlich erheblichen iLchaden an. Auch über daS Auftreten von Schnecken wird verschieDentlich berichtet. Bezüglich der durch die Ai.swinterung unu das Auftreten der tierischen Schädlinge notig gewordeneit Umpflügungen scheint schon letzt festzustehen, daß bic Umöflügungen in diesem Jahre erheblich über das gewöhnliche Maß htnausgehen werden. Der Stand der Winterfrüchte ist, durch Die Unbilden des Winters erheblich verschlechtert, am schwebten ist der Weizen betroffen,, besonders die feineren englischen Sorten find zum Tett vollständig ausgv- wintert, während sich die einheimischen Landweizen uno Roggen als weiter härter erwiesen. Klee und Luzerne litten vielfach unter Der Auswinterung und dem Mäusefratz und wurden durch die I kühle, windige Witterung und die zahlreichen Nachtfröste in ihrer I Entwiaelung zurüugehalten, sodaß sie noch keine sichere Beurteilung zulassen. Tie Wiesen sind in ihrer Entwickelung noch ' weit zurück, daß sie eine einigermaßen sichere Beurteilung cht zulassen.
vermischter»
♦ ®r bb eben im nördlichen Italien. Arn Don-1 nerstag wurde in Padua, Salo, Mantua, Cremona, Piacenza und Urbino ein Erdbeben verspürt, das auch vvn l den seismographischen Apparaten in Domodossola, Monca- liert, Porto Maurizio, Modena und Florenz registriert mürbe. — Auch in Bozen hat am Donnerstag ein ziemlich heftiger Erdstoß stattgefunden.
• Ein Engel am Krankenhausfenster. Wie und geheuer groß heute noch der Engelglaube in katholischen! Gegenden ist, beweist folgende Meldung aus der Provinzial-1 Hauptstadt Posen: Rlenschenmaffen sammelten sich am Donnerstag abend auf dem Bernhardinerplatze an, weil sie am Fenster des Krankenhauses eine Engelserscheinung, die angeblich in den letzten Tagen wiederholt gesehen worden war, erwarteten. Die Polizei, die iu den letzten Tagen den Platz hatte räumen müssen, schritt diesmal nicht ein. Die Menge verlief sich, als die Erscheinung wiederum ausblieb.
* Kleine Tageschronik. In Dresden kam es in dem Hause des Fleisck)emieisters Oswald zwischen den Fleischer-1 gesellen Esper und Günther zu einer blutigen Schlägerei. Es per drang aus seinen Gegner mit einer schweren Eisenstange ein, worauf Günther seinen Kollegen mit einem Fleischerme,ser in die Brust stach. Esper brach tot zusammen. Günther erhielt am Kopf eine lebensgefährliche Verletzung. Dem Esper war ein Geldbetrag abhanden gekommen und er hatte Günther des| Diebstahls bezichtigt, was den Anaß zu der Schlägerei gegeben ] hatte. — Der frühere Generaldirektor der König!. Museen in I Berlin, v. Schöne, wurde Dort in der Tiergartenstraße von< einem Privatautomobil angefahren, stürzte bewußtlos um und wurde in seine Wohnung gebracht. — In Metz mürbe ein Unhold, der abends in den Straßen Frauen und Mädchen durch Messerstiche und Nadelstiche verletzte, in der Person eines Offiziersburschen erkannt und verhaftet. — In Niederpreis (Siegkreis) erschoß der Dachdecker Klein Den Kaufmann Becker und Darauf sich selbst. — In Erfurt wurde die 35jährige Schneidermeisters-Witwe Kind v e r h a f te t unter dem Verdachte, i hren kürzlich verstorbenen Gatten vergiftet zu haben. — Das DominiumKotowv (Posen) ist vollständig niedergebrannt. Ein vierjähriges Kind ist in den Flammen umgekommen. Da das Feuer an Drei Stellen zugleich ausbrach, liegt zweifellos Brandstiftung vor. — Wie man aus Speyer meldet, ermordete Der 29 = Rurige Schieferdecker Bechtel seine Eliesrau und flüchtete dann.
Universitäts-Nachrichten.
— Seinen 70. Geburtstag feiert am 27. April der ordentliche Professor der Maihematik an der Universität Erlangen, Geh. £oirat Dr. Paul Gorban. Ter Senior Der Erlanger philo- jovhischen Fakultät ist am 27. April 1837 zu Breslau geboren, promovierte 1862 in Gießen sum Dr. phil., habilitierte sich hier 1863 als Privaidozenl, wurde 1866 Professor Der Mathematik daselbst und folgte 1874 einem Rufe in gleicher Eigenschaft nach Erlangen.
— Seinen 70. Geburtstag feiert am 26. April der ordentliche Honorarprof, in Der Berliner Juristenfakultät, Senatsprä- sident beim Reichs-Militärgericht Dr. Julius Weisfenbach. (Zu Ziegenhain, Prov. Hessen-Nassau, geboren, studierte er in Marburg und Berlin.)__
Märkte.
Butzbach, 25. Aprtt. Der heuttge S chwe inemarkr war nicht besonders stark besucht. Die Ferkel waren durch daS geringere Angebot im Preise etwas a ngezogen. Man erzrette für 6—8 Wochen alte Tiere das Paar 28—36 Mk.
tc. rank'uri a. Ri., ^6. April. Cng.-Selegr. de» .Gieß. Anz.") B i e t) m a r f t. Zum Verkante standen 00 Kälber, 00 Lchase iu Hämmel, 232 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 57—58 Pf. Lebendgeivicht 45.00—00 Pf., 2. Quall 55—56 Pf., Lebendgewicht 43.00—44 Pfg., 3. Oual. 50—52 Pfg. Kälber 1. dual. 00—00 Pf., Lebendgeivicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Psg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg, Schafe 1. Qualität 00—00 Pig., 2. Qualität 00 - 00 Pfg. Geschäft bei Schweinen: mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend.
————— ■ ■ > ' ——
Gießener Wetterdienst.
VorauSfichtliche Witterung für Hessen am SamStag den 27. Aprtt: Meist trüb. Geringer Regen. Nacht Frost, am Tage, etwas wärmer. Nläßige westliche Winde.
n n n
Hl W» nit- y
nl nl S1 VSa Hn n*;*
Fire
rare n” raES


