ß!r. 296 Zweites Blatt
K57.Rak,raang
Dienstag 17. Dezember 1907
Urfcheinl täglich mü Ausnahme de- Sonntag-.
®tr ^Htetzrner Somtltenbldtler* werden dem ^Slnjetqer* otermal wöchentlich betgeJ eqt, daS „liretsblati für Ötn Krcts Gietzen" zweimal WöchetUlrch. Der ..hessische tanbwtrt** erscheint meiuuhd) einmal
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesfen
Rotationsdruck und Verlag der BrÜhl'ichen Uniotrfuätfl - Ruch» ant ©utnörudctct 8t 8 a d 0 c. (Bieten.
Redaktion. LxvedMrm and Druckerei. Schul- stratze 7 Ervedition and Vertag bL #«öa(lton. 112. Det-Adr. An»«iaer<Bietzen.
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Blektriz. Schlickert . . . Esch weder Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amenk Faket». Harpeuer Bergwerk. . . Laurabütte Xordd. Lloyd . . . .
Ubeischles. Eiseu-Iudustrie Berliner Hauuelsged. . . Darmstädter Bauk . . . Deutsche Bank . . . . Deuuen-Asiat Bank . . Diskoutu-Koininauuit. .
Dresdner Bank . . . . Kreuitaktieu Baltimore- und Ohio-
uottnardbahu uomuara. Eisenbahn . . uesterr. btaaLsuui'n . . .
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Giessenei Anzeigers, mitgetedt von der Bank für und Industrie, <4iessen.
Frankfurter Börse, 17. Dezember, 1.15 Uhr.
Canada E. B. .
Darmstadter Bank . Deutscue Bank . . Durtiu und er-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz; ruhig.
Regiment ein und wurde 1865 Leutnant. Im Feldzug 1866, wo sein Regiment Gelegenheit hatte, sich bei Nachod besonders auszuzeichncn, erwarb er sich den Kronenorden 4. Klasse mit Schwertern. 1870—71 befand sich Leutnant v. Bissing im Stabe des Oberkommandos der III. Armee, die bet Kronprinz Friedrich Wilhelm, der Chef seines Regiments, führte, und erhielt das Eiserne Kreuz. Nach bem Krieg kam er bald in den Generalftab, land als Rcktmeisttr im Kön>s-Hu!a'-en-Regiment und wurde als Majcr 1887 persönlicher Adjutant des Prinzen Wilhelm von Preußen, des jetzigen Kaisers. Er bLeb nun zwei Jahre in der Umgebung des Kaisers, erhielt dann das Regiment der Gard.s du Ccr,s, 1893 die 4. Garde-Kavallerie-Brigade, 1897 die 29. Tivision und 1901 als Gencr.'.l.eutnant das VII. Korps. 1902 wurde er General der Kadal.erie. Nach dem letzten Kaiser-
ii/ieReiicv tvciicioieiifi.
VoranSfichtliche LZitrcrnrrg kür »eilen am Mittwoch den
18. Dezember: Heiter und trocken. Leichter Frost. Oestliche Winde.
Reichsanleihe do.
Konsols . . do, . .
Hessen . . .
Ubernessen .
Heer und Flotte.
Der Wechsel i m K o m in a n u o des v II. A r m e e k o r p s. Der Kommandeur der Kavallerie Frhr. Moritz v. Bissing, der soeben von dem Kommando des VII. Armeekorps zurückge- treten ist, hat, so leseit wir in der „Köln. Ztg." eure gtänzende Lauibad't hinter sich. Er wurde 1844 zu Bellnmnnsdors ui Schiejiur Choren, trat mit 19 Jahren in das 8. Dragoner
-- Großen-Buseck, 15. Dez. Zu der Mitteilung über die gestohlene Gans sei noch berichtet, daß jnn Sonntag früh das Gerippe der Gans, mit Kopf, Hals und Füßen, sein mit Draht zusammengefügt, an einem eisernen Hoftor in nächster Nähe hing. Ein Mann nahm das Gansgerippe mit ins benachbarte Wirtshaus, wo es ausgespielt werden soll.
ü. Reiskirchen, 15. Dez. Ein gut ausgeführtes Konzert wurde heute abend im Saale des Herrn Gun- trum durch Pfarrer Gombel, Lehrer Bürstlein, Stud. theol. Bürstlein von hier sowie Lehrer Römer von Hattenrod ab* gehalten. Nach einigen musikalischen Aufführungen trug )er hiesige Gesangverein sehr schöne Lieder vor. Pfarrer Gombel hielt dann einen längeren Vortrag über die Ent* 'tehung Hessens. Hieran schloß sich eine Verlosung, bei der jedes Los einen sehr schönen Gewinn hatte, die zum großen Teil von edlen Spendern zur Errichtung einer Kleinkinderschule geschenkt wurden. Tie Anwesenden
39« Portugiesen Serie I 35» Portugiesen „ III 4>iu/e rutis.btaatsaul. IDUo 4>$u,o Japan. Staatsanleihe 1% Couv. Türken von 19u3 Tiirkeniose t-z Gnecb. Monopol-Aul..
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Tenueu/.: still.
entnommen, es wurde dem polnischen iAdel Die Polizei- xerwaltung überleben, und schließlich wurde für bie Provinz em Provrnziallandtag geschahen, der natürlich hauptsächlich polnisch war uno nun die polnischen Forderungen in amtlicher Form vorbrachte und die Verwaltung zum Schaden des Deutschrnms polnisch beernslußie.
Was war nun der Erfolg all dieses Entgegenkommens den Wünschen der Polen gegenüber? Daß im Fahre 1830 Preußen nur dadurch das Uebergreifen der polnischen Bewegung von Mßland nach Preußen verhinderte, daß es schleunigst mehrere Armeekorps an die Grenze schickte. Schon damals hat außer dem polnischen Adel i»ie polnische Geistlichkeit in erster Linie die Führung in tem Kampfe, in dieser großpolnischen Bewegung übernommen.
Nach diesem Mißerfolge kam die zielbewußte Verwaltung von Flottwell, bis im Jahre 1840 Friedrich Wilhelm IV. abermals dtzst Versuch machte, die Polen durch Milde zu gewinn^, abermals den Versuch einer Verhöhnung machte, VQjXjo l g war genau der gleiche .tote vorher; die Forderungen der Polen ft et* gelten sich in demselben Maße, wie ihnen I.achgegeben wurde. Im Jahre 1842 wurde in den Volksschulen und in den untersten Klaßen der Gymnasien bas Polnische als Unterrichtssprache emgeführt, und damit wurde den Polen die Schule ausgeliefert. Tie Polen haben die Schule in der -rücksichtslosesten Weise rnr Po Ionisierung der Deutschen ausgenutzt. Gleichzeitig entwickelten die Polen eine lebhafte politische Tätigteir; ein ganzes Netz von polnischen Vereinen über- sipanncke das Land, so daß schließlich auch dec Blindeste liefen mußte, daß alles zur Revolution drängte. Und sso kam es denn auch. Nach einigen vergeblichen Putschen im Jahre 1846 kam die bekannte 1848 er Revolution. Das «oar die Quittung aus die preußische Vers öh- !un gs p o l iti k!
Die Zeit, die nach 1848 folgte, war eine Zeit der Un- Entschiedenheit der preußischen Verwaltung, während die Solen unausgesetzt ihre Ziele weiter verfolgten.
In jener Zeit fing die polnische Preise an, Einfluß zu gewinnen. Wieder war es die polnische Geistlichkeit, die sich ihrer als die bitterste Feindin Preußens zeigte. In einem loon einem polnischen Geistlichen geleiteten süvrenden Blatte, idem „Katholischen Wochenblatte", dem offiziellen Organ ides erzbischäjlichen Stuhles, heißt es zum Beispiel im Jahre 1861, „daß die Priester vor allem die Verpflichtung hätten, für die Wiedererlangung der äußeren iind inneren Freiheit Polens zu kämpfen und die im Glauben und in der Kirche ruhende Macht dergestalt zu benutzen, daß sie ein sicherer Weg zum Sieg der nationalen Freiheit wäre". Tie polnische nationale Bewegung erfaßte mit der Zunahme der allgemeinen Volksbildung immer weitere Schichten und machte sich in einer immer stärker werdenden Verdrängung des Deutschtums geltend, so daß die preußische Regierung das bekannte Gesetz vom Jahre 1886 einbrachte. Seit bieder Zeit hat nur noch einmal Graf Eaprivi versucht, den Polen gegenüber eine Versöhnungspolitik zu bewlgen — wie jedermann weiß, auch vollständig vergeblich!
Dieser kurze Mab lick beweist, day die Staatsregierung )en Frieden in den Ostmarken gewollt hat, daß aber die Versuche die Polen zu gewinnen, durch die Schuld der Polen gescheitert sind. Soll das Deutschtum in der Ostmark nicht noch mehr ins Hintertreffen geraten und schließlich von den Polen ganz erdrückt werden, so sind wirksame Mittel nötig, wie }ie die neue Ostmarken- D°rI“jie Krttittr der heutigen Polenpolitik sollten sich diese Erfabrunaeii. mit den Polen vor Augen halten, und wen i sie dann bessere Mittel wissen, das Deutschtum der Ostmark vor Polonisierung zu retten, dann wäre es doch ihre Pflicht, mit ihrem Wissen nicht zuruckzuhalten. Mit fruchtloser Kritik ist in dieser die ganze deutsche Natron angehenden Frage nichts getan. ____ ~ ~ _
Ale airnen v diumöden Fo en.
Bei der Beratung des Vereinsgesetzes im Reichstage iichob bekanntlich Fürst Radziwill einen flammenden Propst gegen die heutige Polenpolitik. Der Vorwurf der pol- ttschen Absonderungsgelüste sei eine unbeweisbare Verdächtigung. „Ich verlange Beweise," so rief der polnische Abgeordnete mit Pathos, „sonst erkläre ich das als Verleumdung". Fürst Radziwill wurde hierfür zur Ordnung gerufen, aber leider hat man es versäumt, den Polen ihr iLinges Sündenregister vorzuhalten, das dem Deutschtum die jetzige Polenpolitik auszwingt. Im preuß. Abgeord- ^etenhause hat der Landwirtschaftsminister v. Arnim bei >er Beratung der Ostmarkenvorlage endlich überzeugend aachgewiesen, daß der Staat das ganze vorige Jahrhundert durch zahlreiche V e r s ö h u u n g s v e r s u ch e gezeigt hat, daß er mit den polnischen Staatsbürgern in Frieden leben will, daß aber alle Bemühungen nach dieser Dichtung hin von den Polen durchkreuzt worden sind.
Als 1815 nach dem Wiener Kongreß Preußen die ilhm zugefallenen polnischen Landestecke übernahm, machte ts sich zur Ausgabe, den neu übernommenen Landesteilen Me politischen Verhältnisse so angenehm wie möglich zu gestalten: neben einem ganj besonders entgegenkommenden Oberpräsidenten wurde dem Großherzogmm Posen — fio hieß es damals — noch ein besonderer polnischer Statthalter in der Person des Fürsten Anton Radziwill gegeben, der sich in der aufrichtigsten Weise bemühte, Die ilhm gestellte Ausgabe der Versöhuungspolitik durch- smsühren, aber vollständig ohne Erfolg. Je mehr j.amals uachgegeben wurde, desto mehr wachsten die Ansprüche der Polen. Es wurden zahlreiche Polen zu Offizieren und Beamten ernannt, es wurden die Land rate aus dem polnischen ansässigen Adel
Manöver erhielt er den Sck>warzen Adleror^m. Genera, v. Bissing ist zum z'.veiten Male verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Fräulein Myrrha Wescndonck stammt fein ältester Sohn, Fredrich, der als Archäologe bekannt geworden ist; aus der zweiten Ehr mit Alice Gräfin Königsmarck stammt ein 1891 geborener Sohn Wilhelm Moritz. General v. Bissing hatte seinen bevorstchmden Rücktritt durch einen viel besprochenen Tagesoefehl kürzlich seinem Korps mitgeteilt. Der Abgang erfolgt früher als man angenommen hatte; da Frhr. v. Bißing selost erklärte, sein Abschiedsgesuch im Januar einreichen zu wollen, glaubte man allgemein, daß das Koräs am 27. Januar neu besetzt werden würde. Generalleutnant v. B e r n h a r d i, der neue Kommandeur des VII. Armeekorps, ist 'ein Sohn des berühmten Ge,chichtssorsch.r^ und hat sich durch militärische Schriften einen Namen gemacht. Besonders beschäftigte er sich mit der zeitgemäßen Ausbildung und Verwendung der Kavallerie. Geboren 1849 in Petersburg trat ei 1869 in das 14. Husarenregiment, nahm am Feldzug 18.0/. 1 teil und erwarb das Eiserne K^euz. Er kam in^ben Generalstab, war von 1883—88 Generalstadsoffizier der 15. Divi.ion, als Major Militärattache in Bern, kommandierte dann das Dragoner-Regiment Nr. 20 und war später Ches des Generalstabs des XVI. Armeekorps. Mehrere Jahre war Oberst v. Bernhardt Chef bn Kriegsgeicyichtttchen AbteUung 1 im Großen Generalstab, erhielt 1901 die 31. Kavalleriebrigade und 1904 die 7. Division. Er ist an zweiter Ehe verheiratet mit Katharine v. Colomb.
Au» StaSt und Land.
(Sieben, 17. Dez. 1907.
** Der Vorstand der Hessischen Landwirt- chaftskarnrner tagte gestern uncer dem Vorsitz des Präsidenten Haas und beriet u. a. über die Vorbereitungen jUr Aufstellung des Voranschlags des Provinz-Ausschupes Oberhessen, über Dortragstttrse für praktische Landwirte, über Einführung von landwirtschajtlicher Buchführung, über Errichtung eines Landwirtsch. Arbeitsnachweises, über Ver- chärfung der Arbeiterschutzgesetzgebung für jugendliche gewerbliche Arbeiter usw.
** Zu dem Bericht über die Feier des 70. Geburtstags des Professors D. Stamm sei ergänzend bemerkt, daß auch der hessische Oberlehrer verein seinen Senior durch Uebermirtelung feiner herzlichen Glückwünsche und durch Ueberreichung einer Blumenspende geehrt hat.
** Jubiläum. Fünfundzwanzig Jahre sind ver- lossen, seit Herr Prokurist Heinrich Balser ans Gießen )em Kreise der Mitarbeiter des Hauses Bock angehörtt Während dieser langen Zeit ist Herr Balser seinen Kollegen ein zuverlässiger, uneigennütziger Freund gewesen und hat ich durch unermüdlichen Fleiß und große Pflichttreue )as Vertrauen seiner Chefs zu erwerben gewußt. An einem Ehrentage wurde Herr Balser von seinen Prinzipalen leglückwünscht und beschenktt Der Deutsche Tabatverein hatte ein künstlerisch ausgestattetes Diplom geschickt, worin die Tätigkeit des Jubilars rühmende Anerkennung erfährt. Möge es Herrn Balser vergönnt sein, noch viele Jahre an fernem Platz in ersprießlicher Arbeit zu wirken.
••(Stegen in Nassau. Wir lesen m der Franks. Zigtt: Aus Nassau, 14. Dez. Tie »Kieme Presse" jchiewr »lieber den Faü Tullo in seiner koinmnnalpolUischeu Bedemung", ipracl) am Tonneistag Pros. Biermer m einer Versammlung des Gießener Bürgervereins."
Wichtiger als diese Annektion der Stadt Gießen für Nassau ist eine andere Unrichtigkeit, die der Artikel enthält:
»Professor Biermer, der erst vor wenigen Tagen in die Stadt- verordiieienversaminlung gewählt worden ist, sagte nach dem Berichl der »Oberhess. Botksztg." m seiner Erwiderung aus die Ausführungen des Herrn Reuther, er verzichte auf die stimmen der jüdi- chen B ür gerschaft."
Diese Behauptung verkehrt das von Professor Tr. sBierrner gesagte genau in das Gegenteil. Er sagte dem Sinn nach, daß er auf Herrn Reuthers Stimme verzichte, wenn er sie damit erkaufen müsse, daß dann seine israelitischen Mitbürger nicht für ihn stimmten. In der „Oberh. Volksztg." ist die Sache inzwischen berichtigt worden.
**Abg. KöhlerundderBundderLandwirte. Bon einem Frankfurter Korrespondenzbureau, das in hessischen agrarischen Fragen gewöhnlich sehr gut unterrichtet ist, wird folgende auffallende Nachricht verbreitet: Am 10. Dezember fand im Reichstagsgebäude zu Berlin eine A u s s ch u ß s i tz u n g des Bundes der Landwirte statt, zu der auch eine Anzahl Agitatoren aus dem Reiche eingeladen waren. Auch der hessische Landtagsabgeordnete und Reichstagsabgeordnete Köhler, der zum engeren Vorstand des Bundes im Großherzogtum Hessen gehört, hackte eine Einladung erhalten und wollte ihr Folge leisten. Als er aber das Sitzungszimmer in Berlin betrat, wurde er von den Herren Röjicke und Graf Oriola ersucht, draußen zu bleiben, da seine Einladung auf einem Irrtum beruhe. Köhler ist bekanntlich deutschsozial und Bündler.
♦* Das Kolosseum hat seit gestern ein neues Programm, das recht reichhaltig, vielseitig und unterhaltend ist. Wir kommen darauf noch zurück.
♦* Gestohlen. Einem Laufburschen wurde gestern abend am Seltersweg von einem Handwägelchen ein Paket mit 61/» Meter blau und weiß tariertem Kleiderstoff gestohlen.
X Klein-Linden, 16. Dez. Nächsten Sonntag findet abends dV2 Uhr in der hiesigen Kirche Bescherung für die Schüler der Kl e i n k i n d e r s ch u 1 e statt. Der Kirchen- Chor wird durch seine Mitwirkung zur Verschönerung der Feier beitragen.
trennten sich erst nach 11 Uhr.
ctz Lich, 16. Dez. Die seit etwa 6 Jahren eröffnete Eisenbahn Butzbach-Lich hat im abgelaufenen Ge- chäftsiahre einen Verlust von 46 735 Mk. Die Einnahmen übertrafen die Ausgaben nur um 26 685 Ml'., ihnen stehen bedeutende Abgänge zur Erneuerung des Materials, für Zinsen usw. gegenüber. Die Gesamtaktien der Aktien-Geselischaft betragen 1 722 £98 Mk., das Aktienkapital ist 751 000 Mk., die Schuloverschreibungen der G/cmeinben betragen 550 000 Mk. Im laufenden Jo.^re hat sich der Verkehr bedeutend gehoben, und man erwartet mit ziemliche^ Sicherheit eine kleinere Verlustzisser. Von der spä.estens Frühjahr 1909 zu erwarte no en Eröisnung der Bahn Lia)-Grünberg als Fortsetzung obiger Strecke erhofft man die Rentabilität der Bahn, da alsdann eine direkte - Verbindung zwischen der Wetterau und der Linw Gießen-Fulda hergestellt ist.
-d. Vilbel, 16. Dez. Hier kam es m der Nacht auf Sonntag schon wieder zu einer Schießerei, die den Tod eines der Beteiligten zur Folge hatte. In einer Wirtschaft saßen mehrere junge Leute, die mit Revolvern hantierten. Ein Schuß ging Plötzlich los und ein Mann namens Stoll sank töolicy getroffen zu Boden. Der Täter namens K l ö s wurde verhaftett
+ Schotten, 16. Dez. Aus dem zwischen hier und Laubach gelegenen Jägerhause bereitete gestern Gras Wilhelm zu Solms-Laubach als Gastherr seinen 140 Wald- und Kulturarbeitern eine Weihnachts-^ f r e u d e durch die Spende eines Freitrunks, eines Imbisses und von Zigarren; zugleich erhielten die Arbeiter, die mehr als 30 Jahre in den gräflichen Waldungen beschäftigt sind, besondere Geldgeschenke. Der hohe Herr verweitte mit feinen Forstwarten längere Zeit bei den Beschenkten. — Es wird Winter! Seit heute morgen glänzen Bilstein und Hoherodskops in dicht gefallenem Schnee. Ta werden bald die Schneeschuhe in Bewegung sein!
JddnöH.
Dortmund, 16. Dez. Ter Verein für den Verkauf von Siegerländer Roheisen hat den Preis für Spiegeleisen für das erste Vierteljahr 1908 um Mk. 5.— für die Tonne ermäßigt. Es sind hierzu für diesen Zeitraum schon große Posten Spiegeleisen gekauft.
Nürnberg, 16. Dez. Der Verband Deutscher Messing* werke ermäßigte die Grundpreise von 147 auf 139 Mk. für Bleche, von 137 auf 129 für Stangen. Außerhalb des Verbandes stehende Werke bieten den Verbrauchern noch bedeutend billiger an.
Petersburg, 16. Dez. Nach vorläufiger Schätzung des zentralen statistischen Komitees beträgt der Ernteertrag bei Sommergetteide in 72 Gouvernements Rußlands in Millionen Pud: Roggen 32, Weizen 279, Spelz 7, Gerste 370, Buchweizen 62, Hirse 140, Mais 79, Hafer 803, Kartoffeln 1747. —
SingejanOte
(Für Form und Jnhatt u^.i ...uv. .. Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Selt einiger Zeit wird der obere Teck des Schiffenberge r Waldes (Umgegend des Ludivigsbrnnnen) durch ziver große, graugelbe, wildernde Hunde unsicher gemacht, die gelegentlich auch Spaziergänger anhallen. Es bedarf sicher nur dieses Hinweises, um einen Unfug abzuftellen, der manchem den Besuch des Waldes verleidet.


