Erstes Blatt
Samstag 20. Januar 1907
157. Jahrgang
General-Anzeiger für Oberhefsen
Die heutige Zlummcr umfaßt 14 Seiten.
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gegen 93) auch auf (jetzt 122, flCQcn 67), in Zukunft
Köhler Heytigenstaedt Krumm
8761 Stimme«
7430 6297
im2l.u.22.Febr.l$; tter
SSoHerii
Gewinn« i1 rtlmle
996-
ES fehlen nur noch 4 Orte, die natürlich an der Situation nichts andern.
In der Stadt Gießen haben 80,6% abgestimmt und ungefähr ebenso stark war die Wahlbeteiligung tn den Landeten.
Ter bedeutsame Tag, an dem das deutsche Volk zu ent-
Ate tzntjcheiduog.
Gießen, 26. Januar 1907. Wahlkreis Sieben.
Das Ergebnis der gestrigen Wahl ist:
politische Lage-schar».
3ft der Kaiser wdjibercajtigt?
Unter denen, die gestern i^un Siiniiuzettel abgaben, Hatzen sich auch die 9)hni|iec aller Bundesfiaoten und Staats- sekreläre und auch der Reichskanzler befunden. Aber der Kaiser? Durfte auch er wählen, wenn er tonst Neigung dazu verspürte? Schlanlweg zu bcanlworten ist diese Frage nicht. Laß dec Hance das passive Wahlrecht nicht besitzt, i't selbstverständlich, da der Reichst« j ohne Zuflin.mung deS Kaisers nicht aufgelöst werden, die .iu'lösung aber nicht vän der Zustinriuung eines Mitgliedes d. 3 Reichstages abhängig fein kann. Dagegen kann der Kro , prinz zum Mllgliebe
Ten Heyligenstaedt wühl ich net Aus dem einfache Sinn, Weil ich la Beamter bin. Der Kähler Hot zu viele Fehler, lln weil ich ach hu ka Lekonomie, Wähl ich de Kühler nie. Demokroiisch bui ruj nu ach net gesllntt, Trum bin ich ach net fürn jtrumm gestimmt Trum wähle, wen ihr wollt, liebe Wähler, Wenn se in Reichstag kumme Lot jeder sein Fehler.
Vielleicht haben die Herren Wahlvorsteher die Güte, zur Ergötzung unserer Leser in Stadt und Land uns dieses oder jenes Schwänllein mitzuteilen.
und Diel an Boden nicht nur in Nidda (diesmal 340 gegen 171 (126 gegen 62), ©nhibeiv, wo mehr als in der Hauplwahl
Nr. 22
Erscheint täglich auher Sonntag«.
kein Gießener Anzeiger
6. werden im Wechsel mit
I dem lsrsstschen Landwirt | bi: Siebener Aamllien.
blüller viermal in der lsoch« deigelegl uub wennal wöchentlich daS KidsblcU für den Kreis -irden, siermprech-Anschluß I. d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition ÖL
junr Vorbilde nehmen und dann zweifellos noch erheblich bessere Resultate als diesmal erzielen.
Jubeln werden die Köhlerianer über ihren kolossalen Stimmenzuwachs. »Mil Recht! Ihr Erfolg ist eiufach slannenS- ivcrt. Welch emo Wendung seit 1903! Damals die schwächste, jetzt weitaus die stärkste Partei im Streife! Damals überall, m ganz Hessen, Stmunenrüclgang und Blamagen, mühsame Behauptung .bombensicherer^ Streife bei dec Stichwahl, Schlag auf Schlag Verluste. Diesmal welle Ueberlegenhell über alle ananderen Parteien!
Woher kommt das? Die wenigen ZentrumSslimmen, so sagten sie selber, kommen nicht in Betracht. 9hm, bit Zahl dec Ullramonlanen in unserm Kreise in ja freilich sehr gering; was aber von den enrngierten Anhängern der römischen Kiiche an Agitation, an Verhetzung geleiüct werden kann, das weih man m deutschen Landen feit Jahrzehnten zur Genüge, und so gekränkt und erbittert war das Zentrum lange nicht wie jetzt. Was da von der Kanzel und im Stillen vom Beichtstuhl aus, sowie im Lande durch eine überaus schlaue, klug sich verbergende Wahlaibeit geleistet worden ist, wer ®nn das fest stellen! Jedenfalls hat das Zentrum auch dmch seine enormen Geldmittel Kühlers Kandidatur unterstützt, und der Bund der Landwirte, der gleichfalls über eine graste KciegSkasfe verfügt, gegen die andere Parleien, zumal wen von dem Riesenreichtum RomS 'JiennenSivcrhS dazu gekommen ist, bettelarm sind. Dazu kommt der rastlose Redeslust Köhlers und seiner Freunde, seine denBauern wohlgefälligeBauernart, und, wahrlich nicht zum iDCi’igflcn, sein sog. Märtyrertum, der sensationelle Eberstädter Prozest, dec ihm eine viele bäuerliche Kreise ärgernde Veruc- teiluug zu einer, dann freilich durch einen Zufall tut Gnadenwege erlassene Freiheitsstrafe von Rechtswegen brachte. Während in den Städten und Städtchen des Kreises, wie m allen gröberen Orten, wo der Gieß. Anz. besonders hart verbreitet ist, eine auffallende Stimmenzunah in e der Liberalen zu konitatiecen ist, hat Kühler auf dem platten Lande, wo der Giest. Anz. in weit weniger <^emplaren verbreitet und wo die Friedberger „Volksmacht* ihren sozusagen angestammten Besitz hat, seinen Stimmenfang im Großen nahezu ungehindert treiben können, mit größtem Erfolge.
Für alle Liberalen, wie auch für die Anhänger der äußersten Linken muß das Ergebnis des gelingen Tages em Ansporn fein, nut erhöhter Entschlossenheit und Opfermutigke'.t dem Slichivahllage entgegen zu schreiten. Unter das Banner des Liberalismus, nicht das vom Zentrum abhängig gewordenen Agrariertums haben sich am 5. Februar die Wähler dec Linken zu scharen unter Abweisung aller lockenden Versprechungen von anderer Selle.
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Vor unserem Geschäftshause entwickelte sich am Abend halb’ nach 7 Uhr ein ganz außerordentlicher Trubel. Hunderte und Aberhunderte von Menschen belagerten die ganze Straße iinb selbst auch die Wagengasse well hinaus, und harrten mll größter Spannung der Dinge, die da lammen sollten. Und schon bald nach ^29 Uhr konnten wir recht stattliche Zahlen den Staunenden bekannt geben. Mll besonderem Halloh wurde eö von unserer ersten öficntlichen Zahlenzusammenstriiung ausgenommen, daß Slrumm gegen Köhler und Hcyligenstaebt stlls im Rückstände blieb. Anfangs hatte tzeyligenstaedt weitaus die höchsten Ziffern, biS die Telegramme aus den entfernteren Landorten das Bild bald zu gunsten Kühlers wefenllich verschoben.
Ein paar W a h l k u r i o s a sind natürlich auch nicht auS- geblieben. So hat, wie wir gören, im 3. Bezirk ein Wähler ein B erstellt auf einen Stimmzettel geschrieben.
In W eiters Hain fand sich aut einem Stimmzettel folgender Reim:
gar hochfahrenden Ton angeschlagen, als ob seiner Partei einen Stmunenzuwachs von einigen Tausenden in sicherster Aussicht stünde. Nun steht eS wehklagend am Wegesrande da, als gänzlich geschlagen. Tie Arbeiterschaft des Wahlkreises und das Gießener Sozialistenblatt also sind, wie dec gestrige Tag klar bewiesen hat, zweierlei und von einander streng zu scheiden. Ein großer Teil bei Arbeiter ist sehend geworden und läßt sich von der soziali't. Presse nicht inS Bockshorn jagen. Ter Offenbacher Sozialisteii- odleger hat hier da» Gegenteil von dem erreicht, waS er zu ermdjen hoffte und viele Arbeiter dem Sozialismus entfremdet. Angesichts deS enormen StlmnienzuwachfeS dec anderen Parteien, der Liberalen um 2000 und der Köhlerianer gar um nahezu 8600, angesichts der über allcS Erwarten, ja ganz ungewöhnlich starken Wahlbeteiligung ist das Amvachsen bei Anhänger KrummS um 2oO geradezu kläglich und beschämend für die sozialistijche Preße, es ist daS sicherste Zeichen dafür, daß der Sozialismus in unserem Wahlkreise an6- gefpieIt hat, das beste Zeichen aber auch für die Vater- lanbetreue einer großen Zahl unserer Arbeiter und eines Teiles ber vor 31/» fahren schwankenben Ilan b- beoölkerung; auch biefe hat durch ihre Abroendung vom Sozialismus sich ein glänzeudes Zeugnis ausgestellt, doc man allgemein mit gröhter Freude begrüßen roiib. Cb sie nun Köhler obr. Heyligenuaedt wählte, sie stellte sich ledenfaÜS m ihrer erdrückenden Mehrheit auf nationalen Boden. Uub das fei ihr gebankt!
JebenfaUS hat bie Wählerschaft unseres Kreises erkennen lassen, baß ihr bie bisherige schwarz-rote ReichStagSmehrheit zuwider ist, bie uichts weiter verfolgt, als ureigenste etonbec- und KonsessionSmteressen zu fördern unb in wirtschafilicheii ivie politischen unb geistigen Dingen eine Herrschaft im Staate zu errichten, die kaltblütig hinwegsieht über das Wohl bei Allgemeinheit, über bie Empfindungen unb Regungen bei deutschen Volksseele, bie dem Reiche bie nalwenbigen Mittel verweigerte zur Verteibigung ber nationalen Würde unb zur Aufrechter Haltung unseres sicher allmählich immer wertvoller sich gestaltenden kolonialen Besitzes.
Freilich übersah ber größte Teil ber Wähler ein sehr Wichtiges, nämlich die bevorstehende Unteriochung ber im deutschen Reichstage nie eine Bedeutung gewinnenden deut sch sozialen Partei durch daS Zentrum. Tie Zentruniswähler ftimmten diesmal für Köhler (nur einer, in Eberstadt, machte eine scherzhafte Ausnahme und gab feine Stimme für Roeren ab), und sie werden zweifellos als Enigelt dafür in allen deutschen Wahlkreisen, wo sie ba5- fclbe taten, verlangen, daß sich die Deutschsozialen dankbar dafür erweisen, indem ihre kleine Schar im Reichstage sich blind dem Zentrum unterordnet. So werden bie paar Deutschsozialen im beulschen Reichstage Mitläufer beS Zen- lrums. Die Arbeiterschaft des Wahlkreises Gießen aber wird sich für die bevorstehende Stichwahl darüber zu ent- scheiden haben, ob ihnen der dem Zentrum eng verbundene Mann des BunVeL ber Lanbwirte ober ob ihr ber liberale Kandibat, ben die zum Teil zur Demokratie stark neigenben freisinnigen Bürger Gießens zu ihrem Vertreter zum zweiten Male auserfehen haben, lieber U‘t, der Mann, ber z. B. bie Zigarren arbeitet: Gießens vor großer Not detvahrt hat durch seine entschiedene Stellung gegen die Erhöhung der Tabaksteuer und ber bekanntlich m semer eigenen Fabrik für seine Arbeiter vorbildliche Fürsorge mamngfachster Art unaiiSgesetzt trifft, ein Mann, ber sich mit Stolz rühmt, selber aus dem Arbeiterstande her- vorgegangen zu sein unb besten Herz allezeit warm für die Arbeiterschaft schlägt. WaS Köhler für die Aibellerschafi bisher geleistet hat, wer vermag darauf eine Antwort zu erteilen?
Ganz enorm war bie Wahlbeteiligung in unserem ganzen Kreise. In einzelnen ländlichen Orten haben nahezu alle Wahlberechtigten ihr Wahlrecht auSgeübt, wie z. B. im Köhlerorte Bettenhausen, wo von 106 Wahlberech- tigten nur zwei zu Hause blieben! In Göbelnrod haben sogar sämtliche Wähler abgestimmt. SDu.a sieht daraus, rote bie Köhlerauer zu arbeiten verstanden haben, wie wichtig bie Agitation ist, und zwar nicht nur m politisch hochgehenden Zeiten, sondern jahraus jahrein, Sommers und Winters. Diese Ziffern sind überaus lehrreich, auch für bie Liberalen, bie immer erst zu arbeiten beginnen, wenn bie politischen Wogen hoch gehen unb alle anderen Parteien längst mit doppelten Kräften an ber Arbeit sind. Würden die Liberalen wie bie Köhlerfreunbe niemals müßig fein, sie würben zweifellos einen erheblich größeren Stimmenzuwachs erhalten haben.
Immerhin freuen wir unS beS höchst stattlichen Erfolges. Die Sache hätte sich auch anders gestalten können, wenn ParteisanatlsniiiS sich der Gemüter bemächtigt hätte und z. B. die 'Jcahonalhberalen und die Freisinnigen getrennt in ben Wahlkampf gezogen wären. Besonnenheit aber
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^Anzeiger «tcftcu."' UotatlomLruS und Verlag der vrühsifchen Univ.'vuch. und ZtelndruSerei. H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7.
und Geradlinigkeit beS bürgerlichen EmpfinbenS hat bie vereinten Liberalen zu einem äußerst starken Gewinn geführt und wird sie hoffentlich auch zum endlichen Siege gele.ten. Tie Liberalen haben Krumm ganz aus dem Felde geschlagen den Städten, wie z. B. in
scheiden hatte, rote sich seine zukünftige ReichstagSveArctung jiisammensetzt, ist also vorüber. Er hat für den Wahlkreis tz-ieffcN'Grünbera-Ridda daS Resultat gebracht, daß eine Stichwahl zwischen dem Kandidaten dec Dcrcimgtcn liberalen ho rieten Kommerzienrat Hcyligcustaedt unb dem Tculsch- soztalcu Köhler stattzusiuden hat.
DaS mag für viele überraschend sein, denn sie mögen eine Wiederholung der Ereignisse vom 16. Juni 1903 errat tet haben, der bie Stichwahl zwischen Heytigenstaedt und b m Sozialdemokraten Krumm brachte. Toch wer genauer b:e Verhältniste kannte, wer bie ungeheure Agitation ber Äöblcrtaner schon viele Monate bevor noch überhaupt jemand tn die ReichLtagSanftösung dachte, m Berücknchtigung zog, «ne Agitation, bie ja eigentlich ursprünglich ben regelrecht «ft fürs nächue Jahr zu erwartenden Steuwahlen galt, ber . _______ „ timte einen großen Stimmenzuwachs für Köhler ooransgesehen.
Ä5blcr hatte 1903 nur 5123 Stimmen erhalten, bießmal 8761; Bt^bgenliaebt hatte bamals ö3öö, diesmal 7430; Ätumm J Kamals 6025, also von allen Kandidaten die meisten, dies- ,, ♦ n-.al nur 6297, bleibt also diesmal gegen die anderen Parteien
’t I arit im Rückstände! Unb baä ist das Erfreulichlle bei
| bec diesmaligen Wahl. Natürlich rechnete die Sozialdemo- i hatie, rote allenthalben int Reich, wo ihr dieselbe * Enttäuschung zuteil geworden ist, auch bei unS wieder auf falten Zuwachs unb arbeitete mit Volldampf. TaS erii f :tei ictbings von Offenbach aus hier täglich, statt bisher wöchenl- einmal zur Ausgabe kommende Sozlalmenblatt besorgte hon in großem Stile und nahm bie Backen alle i Ls-ze besonders voll. Es zeigte sich bis zum letzten Augen-
f blixt außerordentlich siegesgewiß, ja hatte nachgerade einen
jtaifas Htöuitslag.
Der hochgemute Jüngling, der einst nach dem Tobe ftaifer Friedrichs dce. Dulders den Thcoii bestieg, steht jetzt in der vollen Weik des MannesalterS; nur wenige Jahre noch, und er hat bas stiiste Jahrzehni seines LebcnS vollendet. Unb auch auf ihn hat bie Zell ihren Einfluß geübt Einst ein feuriger Stürmer unb Tränger, ber die Fesseln zurückwies, ein Enthusiast, in dessen jersen eine Welt der herrlichsten Pläne lebte, erfüllt von dem pdantasievollen Traume, durch die Reinheit seines Willens alle tzchäocn unb Gebresten dec Zell heilen zu können, ist auch er auf Lau Wege der Erfahrung vorwärts geroanbert und zu der Er- leuninia gelangt, datz selbst die Fülle der laiserlichen Macht nicht auöriicht, Zufriebenhell in allen Herzen zu wecken, alle Wünsche zu erfüllen, alle Sorge aus der Welt zu drängen. Mancher Er- lo.g in errungen worden, aber auch die Enttäuschung beß Miß- liugens hat nickst geiehlt, unb nicht Immer Lang ber ftarferroilie tut der Uebcrzcugung des Boltes 5ufammciu Aber selbst bann, wenn der Widerspruch sich erhob, biicb doch die Gewißheit, bau Kaiser Wilhelm LL lern archereo Ziel kennt als bas Gmck unb bie Liiohtsahrt ber Nation, bat auch un Jrcrum seine Absicht stets rem unb lauter unb selbstl^ war, baß er in ber ernsten Aufsagung seures Bernis unb seiner Pflicht ben Stempel trägt, ben tat ruhmreiche Geschichte dem Geschlecht ber Hohenzollern auf« geprägt hat. Große, weltbewegende Taten zu vollbringen, hat Ll» Schicksal ihm bchher öctiagi; was sich im Schoße der Zu- :untl verbirgt, oerumg die Gegenwart nicht zu ertennen. Sie aiin auch das letzte enischcibenbe Urteil üon die Persönlichkeit ix» Katjcrs nickst Fällen, wenn ander- sie nicht gedankenlos ober
' mit ber Zubrutgtichlell des ByLantinertuuiS die Farben zum ar wahren Bilde mischen will. Wohl aoer lassen sich einzelne Zage schon heute dcmiich erkennen: Ein >tolles Perivnlichleus- i.^ußtjeiu, vereint mit dem ernsten Gefühl der schweren, aus
.cm Amte ruh.nden Ccraiuroormiig, ein heißer Drang, sich zu jcLätigcn unb auszuleben, eine Phantusie, die ben Schimmer der Jiomantil über die Nüchternheit des Tage» zu breiten sucht, eii jeurige- Temperament, Dtun die Gedulo ost sehlt, ein uncr» icütieriiujcr G:aube an seine Mission und an feinen Stern — dielen GrundelemeMen setzt sich da- Wesen des Mannes iLÜammcn, der so vielen ein Rätsel scheint, der aber in jedem, jnü aucy in feinem Gegner, den mtnbrud des Ungewöhnlichen, des Eigenartigen unb Aedeutenben hinterläßt, Tie Zeit seiner Regt, cung war bisher eine Zett der Entwickelung ber in bem deutschen Bolte ruhenden Kräste. Zu seinem 46. Geburtstage bringt t)m die deutsche 9iamm allem An>cyein nach eine national Oeiinnte Reicpstagsuiehrhell als Gode dar, eine Mehrhell, die (micui Herzen naher steht als die früherer Jahre. Daß in les Kaisers neuem Lebenswahre, bau in der ocDotitcyenben neuen Dlteichstag-session ber Weg des bcuijayen Bottes unter Führung srivLS Kaisers weiter zur Höhe gehen möge, daß in friebtiü>eui Gedeihen ber valerlänbischen Erbe unb ihrer Kolonien sich bie lcpehenben Kraste weiter, unb dazu noch viele Kräfte neu ent- falten mögen, bad ist der Wunsch, ben zum Sonntag, bem 17. Januar 1907, nicht nur baL Volk, fonbem den wohl auch ter Kaiser selber im Herzen trägt.
unb Oclenberg (114 gegen 62), sondern bem Lande gewonnen, rote in Londorf tm Jahre 1903 nur 66 , Klem-Lmben (135 Wiescck (149 gegen 69) rc. Ader sie werben sich hoffentlich ben imposanten Fleiß der Köhlerianer
un Jahre 1903), Hungen Hcyligenstaedt öo Stimmen 1903 erhielt, Lich (191
monatlich 75 Pi., viertel- iährlid} Ätk. 2.20; durch Addole- .l ßroemfiellen monatlicb 65 Pi.; durch bie'1'0)1 Alt. 2.—vienll- jährl. auSschl. Besiellg. Annahme von Anzelge» iür bie Tage-nummer biS vormittag- 10 llbc ZeilenoreiS: lokal 15i>U auswärts 20 Plennig. Verantwortlich 'ür ben poliL und nUflem. Teil: P. Wutto; iür .Stobt unb L'aiib* unb -Gcrichtsjaal'. Ernst Heß, iur den Anzeigenteil: Han-Peck
I900C -M., 11 Lote IO.- letetOPtexu^ »g>pi4, i Heintze, Gotha ilk Loibendieai» u>ch emfltirolkn: llherluge 6 Vig.» [ü etüd 55 Pig. eile Heringe 8 Uheringe 8 Pfg., iurtfOeringe ? tilg., tok X.2U 1'1 f. ।HiaSpff 7 Pig., £ujt 2,20 Ml. * i Her pkd. 85 Vst Ainge 5 Pf».
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