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ri* Unter zahl. Alendorf a, egründet. Zun n Treis a. Lda. Delangoecein zu ae Fahne weiht. M-, Im schönen Wigt die hiesige ung adjuhatieni I im Regierung». der Uebung wird |Eit, daß sie nicht, ammenschlie« litut für die Ge> ng btt Gemeinde« sich Rodheim, di
' dem Gebiete bei zur Seite flelltn. Bei der gelten uurbe Landwir es verstorbemn inien MehMl nrad Hofmann ordneten Land- gdem nur 14
gen 58etru, er verübt. Uc cheinigung einet es Arztes unter« , baß das Mi . wäre. Die Br- imit der Eintrag igung der Anzeige iLb bei der Lii> irbe aber vereiN nbeniäischung/d t ach bestrafte 8m .
inden sck.ZaM tt Die Mm bei sf-Vmin belMtten - ngung b« ; hr als 50 erreiti Ln Gemeinde, ein- v Der Gemeinde- ber ausdrücklichen na einer Simultan- pW* ^Simultan- UnterschnM N hat der Gemeinde-
«j>* dm A „Ile «.& ab’ beS SBil»«!1 ,-dr-l- Ä** »Äi" weimar'schk
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-Art-9"
Handel
des
96.20 Elektriz. Lahmeyer
Italien. Rente .
4%
3?6 Portugiesen Serie I .
Portugiesen
III
. 142.20
4% äussere Argentinier .
100.40
Berliner Börse, 20. März. Anfangskurse.
Der Obersririrer: Älingelhösser.
B»/3
C“/;
Statt Karten.
1985
68.20
68.90
90.30
91.00
93.80
84.70
96.40
84.60
94.50
94 00
98.90
99.50
50.00
82.30
65.50
96.00
4>5°/0 russ.Staatsanl. 1905 4^",0 japan. Staatsanleihe 4?L Conv. Türken von 1903
. 175.50
. 133.50
. 236.40
. 75.40
. 148.70
4% Öesterr. Goldreute. . il/6% Gesten. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . .
Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . .
Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien.....
27.66
143.00
136.00
CM
■—
CO
Harpener Bergwerk Laurauütte i.umbarden E. B. Nordd. Lloyd . . fürkenluse .
Baltimore- und Ohio- Eisenlahu .
Gotthardbahn . . . .
Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Staalsbahn . . . Pnnce-Henn-Eiseubahn .
Türkeulose ... 4% Grieeh. Monopol-Anl.
Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. .
Laurahütte......
Nordd. Lloyd ....
3147( 3%
3h7<
3%
3X7< 3M7.
Reichsanleihe do.
Konsols do.
Hessen Oberhessen
WmiShof,
Donnerstag, den 21. März
: 110.50 . 164.00
. 133.70 . 236.00 . 166.80 . 177.00 . 149.10 . 212 80
den Klang am meisten färbt, einfach fortlassen. Wie ist denn da- möglich geworden? Soviel koster da? Läuten einer Glocke doch nicht? Sicherlich wird doch auch die Rücksichtnahme auf Anlieger nicht der Grund sein, denn sonst werden wir bald so weil fein, baß die Glocken der Kirchen überhaupt verichwinden.
3°/0 Mexikaner 4>s°/o Chinesen . .
Aktien
Bochum Guss . . .
Buderus E. W, Tendenz; fest
)( Gießen, 18. März 1907.
Die Fortsetzung der Verhandlung ergab, daß er von dem kommissarisch vernommenen Forstivart mehrfach unter verdää>- tigcn umstanden im Walde betroifen wurde. Dieser hat öfters Schüsse gehört, insbesondere Sonntags morgens, die nicht von den Iagdbcrechtigten herruhren tonnten. Bei den Begegnungen erschrak der Angeklagte und gab verlegene Antworten. Nach ein» gehender Begründung der Anklage lvon selten der Staatsan- lDalt|uj.i|t erueu die Straitammer das Urteil dahin, daß der Angeklagte wegen gewerbsmäßigen unberechtigten Fischens, sowie wegen gewcrosmagiger Wilderei in eine Gefängnisstrafe von 1 Bahr 6 Monaten zu verurteilen sei; auch wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte aus fünf Jahre aberkannt und das bei der fausfuchung befustagnahmtc Gewehr eingezogen. Das (S)eriujl trug teilte Bedeuten die Anklage als vollständig erwiesen anzunehmen. Aach seinem eigenen Geständnis hat er am Abend des 31. Oktober v. I., als er heim Fischen ertappt wurde, ein Gewehr bei sich geführt, mit dem er angevlich einen Fischotter erlegen wollte. Mit dieseui Gewehr hat er auch, wie er srüher selbst zugesiand, alS er ver,oegt wurde, einen Schutz abgegeven. Seit einer Reihe von Jahren -stand er im Verdacht der Wilderei, zumal er .u.6 sniherer Jagdpächter leidenscha,tiicher Jäger war. Der Umstand, dag das Wild in dem betressenden Jagdgebiet sehr adgenominen hat und er vor etwa drei Jahren wegen Wilderei be|ira|t inorden ist, in Verbindung mit der Tatsache, ba& er einen aiid.ren beaustragt hat, einen gefallenen ^jaien un Walde zu holen und er seicht zugao, ein bereus veraastes Reh zum Dell zum Futtern der Fischs verweiidet zu haben, Hetzen dem Gericht keinen Zweifel an feiner Schuld. Die Tatsache, daß er noch vor kurzer Zeit ein Gewehr und größere Munitwnsvorräte angq'ujaht hat, und uag er das G-wehr zum Auseinanoernehmen einrichtete, um dieses leichter unbemerti tragen zu tonnen, half ebenfalls zu seiner Lieber,ubrung mit. Wetter kam das Gutachten des Gerichtschemikers Bro,. Tr. Becter-Frantsurt in Betracht, der an den Kleidern, an einem Satt und einem Ruttsack des Angeklagten Bmt und Haare von Wild nachwies. Wenn ihm auch nicht nachzuweisen war, ixiß er Wild abgefetzt hat, fo mutzte doch aus den hervorgetreienen Umstätiden die Gewervsmätzigteit geschlossen werden. Trotz seines Leugnens hieU es das Gericht für angezeigt, ihm zwei Monate der erlittenen Untersuchungshaft auf die -strafe anzurechnen, da sich die Untersuchung verhält- nismätzig in die Länge gezogen hat.
Wetzlar, den 15. Marz 1907.
Der ztreisbaumeister Witte.
. 132.00 . 112.00 . 225 00 . 199.80
139.30 . 208.50 . 225.00 . 123.30
. 225.00
. 120.30
Gießener Wetterdienst.
Voi antzsiältliche Witterung für defjen am Donnerstag den 21. März: Wechselnde Bewölkung. Regenschauer. Starke westliche Winde.
Airchc und Schule.
In Frankfurt a. M. legten acht Primanerinnen der Realgymnasialluise für Atädchen, ferner noch eine junge Dame, die sich privatim vorbereitet hatte, vor der Prüsungs- lomnilssion unter dem Vorsitz von Prooinzialschulrat Dr. Kaiser ihre Prüfung ab. Alle Bewerberinnen bestanden die P r ü f i in g.
Die glückliche Geburt einer gesunden Tochter zeigen an
Ludwig* Hanau u. Frau
Bosa geb. Storck
Gic-s2n. den 19. März 1907.
Telefonisch® Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr und Industrie. Giessen.
Frankfurter Börse, 20. März, 1.15 Uhr.
Nutz- und Brennhiüzvcrsteigerung
Dienstag, den 28. März im Fürstlich Stolberg-Wernigerödi scheu Försterbezirk Gedern in den Dtslriktcn Spietzwald 1 und 2, Schwarzwald 5, Schwungstein 2c:
Stämme Fstm.: Eiche 35, Ahorn 4, Buche 2, Birke rc. 4, Fichie 12—17 cm Dm. 13, 18—24 cm Dm. 20, 25—Ä cm Dm. 14.
Derbstangen Fstm.: Eiche 13, Buche 0,32, Fichte 11.
Uteisstangen FiMi.: Fichte 14. vlutzreiser (Bohnenstangen) 154 Rm.
Buchen atm.: 365 Scheu, 200 Knüppel, 560 Aslreiser.
Eiche re. Wim.: 8 Schett, 44 Knüppel.
Ferner iu den oberen Mddern 30 titm. Erlen-Knüppel.
Das Brennholz kommt zuerst zum Ausgebot. Zusamrnenrun't 9'/r Uhr vorm. im Bergwtrtshaus in Gedern. Nähere Auskunu erteilt Förster Jochem, Gedern, sowie der Unterzeichnste.
Gedern, den 16. März 1907.
Berdingung.
Die zum Neubau eines Bürgermeisterei-Gebäudes in Hohen solmo erforderlichen Bauarbeiten und Lieferungen, ((£rö* u. Ikaurer arbeiten, Dianrerniateriolien, Asphaltarbeiten, ferner Zimmer, Steinhauer-, Dachdecker-, Äleuipner-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser-, Anstreicherarbeiten nnd Trägerlieferung) sollen öffentlich vergeben werden. Plan, Anschlag und Bedingungen liegen im Geschäftszimmer des Unterzeichneten zur Einsicht auf. Angebote sind daselbst bis zum
Uilttwoch, den 27. iilöt; d. I., vormittazs 12 jlljc
einzureichen.
<Drigiinabt>riibhnclOuugeit,
Berlin, 20. März. Ueber das Urteil in der Ehren- qerichtsverHandlung gegen den Major Fiseher, das der Bestätigung des Kaisers unterliegt, wird Stillschweigen beobachtet. — Ein Berliner Bäcker st reik kommt in Sicht. Der Verband der Berliner Bäckergesellen hat einen neuen Lohntarif scrtiggestellt, der den einzelnen Innungen Berlins und den Vororten vorgelegt werden soll. Da die Arbeitgeber nicht gewillt sind, nachzugeben, so ist es nicht ausgeschlossen, datz in nächster Zeit ein bedeutender Lohnkampf im Bäckergewerbe ausbricht.
London, 20. März. Seit 48 Stunden wütet ein furchtbarer Sturm an der Süd- und Westküste von England. In Mount Eambe wurde an den Quai-Anlagen grotzer Schaden angerichtet. In Kingstown wurde ein Vkilttärboot vom Sturme umgerissen, wobei 2 Mann ertranken. Die Ortschaften Blacktool, Barrau, Holphcad und Brighton haben durch Sturm stark gelitten. In Manmouth wurde ein Zelt, in welchem eine Theater-Vorstellung gegeben wurde, vom Sturme umgcrissen. 300 Personen liefen Gefahr, zu verbrennen, weil das Zelt Feuer fing. Indessen konnten alle Personen bis auf eine gerettet werden.
Paris, 20. März. AuS Madagaskar wird berichtet, daß ein im Bau begriffener Tunnel in Tanauarivo eingestürzt ist, wobei eine große Anzahl Arbeiter umgekommen sind
Canada E. B.....
Darmstädter Bank . .
Deutsche Bank . . .
Dortmunder-Union C. .
Dresdner Bank . . .
Tendenz: befestigt.
Handel und Verkehr, voikswirrsehasl.
— Die Z i g a r r e u s a b r i k a n l e u Bogel u. E o. in Trier, Ruwer u. Zell, Kramer Ltachsolger in Friesenheim und Alldors (Baden) und E. W i ch m a n n u. (So. in Hamburg vereüugien sich zu einer A k l i e n g e j e 11 j ch a f 1, die den Flamen /■bereinigte T a b a k i n d u st r i e Aktiengesellschaft Hamburg" führt. Das Aktienkapital beträgt eine Million Mark. Markte.
fc. Frankfurt a. Al., 20. März. Heu-undStroh- m a rk t. Alan notierte: Heu Alk. 3.20 bis 3.40, Stroh Alk. 3.10 bis Alk. 3.40. Alles für 5u Kilo. Tendenz fest.
tc. Frankfurt a. Al., 20. Alärz. ^Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") B i e h m a r k t. Zum Berkaus standen 00 Kälber, 00 Schale it Hämmel, 60 Schweine, 0 Ziegeii. Schweine: 1. Qual. 59—60 Pf., Lebendgewicht 46—UO.üü Pf., 2. Qual. 58-00 Ps., Lebendgewicht 45.00-00 Pfg., 8. Qual. 52—54 Pig. Kalber 1. Qual. 00—90 P,., Lebendgewicht 00—00 P'g., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. Qualuai 00-00 Pfg., 2. Qualität 00 -00 Pfg. Gefchäft bei Schiveuten: Gut, Ueberstand unbedeutend.
ne Sache für nicht genügend aufgettärt und beschloß die Ent> cheidung auszusetzen.
Eine gefährliche Titte.
Am 27. Dezember wollte eine Tienstmagd zu Mainzlar ihre Habseligkeiten zu ihrer neuen Herrschaft bringen. In der dortigen Gegend ist es Sitte, daß bei einem derartigen Umzuge die jungen Burschen hinterher gehen und mit der Peitsche knallen. Als daher der Angeklagte, ein verheirateter Mann, mit einem Burschen der Magd begegnete, veranlaßte er diesen, eine Peitsche zu holen. Während nun der Bursche dem Mädchen den Koffer tragen half, ging der Angeklagte hinter ihnen her und knallte mit der Peitsche. Da er sich zu nahe bei ihnen befand, lu.nb der Peitschenriemen den Hut des Burschen traf, forderte dieser ihn auf, weiter zurückzubleiben. Der Angeklagte olgte nicht, sondern knallte weiter. Plötzlich rief das Mädchen, der Peiffchenriem sei ihm in das Auge gekommen. Trotzdem das Mädchen Am nächsten Tage sich in die SLugenflmit nach Gießen begab, verlor es das Sehvermögen des einen Auges fast völlig. Es kann nur noch hell und dunkel unterscheiden. Jedoch besteht Aussicht, durch eine Operation das Sehvermögen auf ungefähr Vio des normalen zu steigern. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 80 Mk., ev. 16 Tagen Gefängnis. Dem Antrag auf Zuerkennung einer Buße bis zu 2000 Mk. wurde nicht stattgegebcn, vielmehr die Verletzte auf den Zivil weg verwiesen.
Schöffengericht Gießen.
— Gießen, 19. März.
Die Brandmauer.
In der Strafsache gegen zwei hieiige Einwohner wegen Nicht- erridjtnng einer durch Polizeibefehl angeordneten Brandmauer, verkündete heute das Gerittst die Entscheidung, datz das Verfahren, das über ein Jahr dauerte, unter lledernahme der Kosten aus die Staatstafse e i n g e u e 111 wird wegen formeller Mängel der Polizeibe,ehle b.r VutBermeisterei Giegen. In diesen wurde nicht eine beftinxmte zi,,ernmätzige Geldstrafe angedroht, sondern der Strafrahmen bis zu 90 Mk. -angegeben. Ein derartiger Pollzeibefehl Lonne unter keinen Umstunden als genügend angesehen werden, um „die an gedrohte Geldstrafe, wie es in Art. 56 Der Städteordnung heisst, auszusprechen.
Betrug bei einem Pferdehandel.
Auf dem Giegeiwr P, e r ü e m a r 11 vom 28. März 1906 Taufte ein Landwirt aus Ober-Mörlen ein Pferd für 320 Mk. unter Garantie für Fehlerfreiheit. Der Verkäufer versicherte, er habe das Pferd schon längere Zeit gefahren. Als der Landwirt das Pferd zur "Arbeit verwenden wollte, stellte sich heraus, datz es zum Ziehen unbrauchbar war und es an Dummtoller und anderen Fei)iern litt. Es war nur zum Schachten geeignet. Der Käufer war dadurch um ca. 250 9Jit. geschädigt. Als der Verkäufer des Pferdes, der seine Adresse unrichtig angegeben hatte, ermittelt worden war, giab er an, er habe das Pferd im Auftrage eines Pferdehändlers verkauft. Obschon dieser der Eigentümer gewesen sei, habe er sich bei dem ftäufer durch den Landwirt so geniert, als ob er* auch Äas Pferd kaufen wolle, um den Preis in die Höhe zu treiben. Den Erlös habe er an den Pier. / > d.er H. abgetiefert. Dieser bestritt jedoch die Angaben des . sagten S. und behauptete, er habe diesem das Pferd für lul unter Angabe seiner Fehler verkauft. S. habe 50 Mk. Ai^ahiung geleistet und die fehlenden 51 Mk. in Gießen bezahlen wollen. 'Jlur um fein Geld zu befemmen, Vabe er sich für b::t Berkaus des Pferdes interessiert. Trotzdem cme große Zahl von Zeugen vernommen wurde, hielt das Gericht
_ _ Qnmmprl/nr für Hrunke. Warme geschützte L&ge R 0 vOniincrKUr lur atn SQdalihnnire des Taunus Behag »Hm __ _ lieh ein^.--lichtete kleine Anstalt
W Sh Spezial h'-ilaniitiUt. Central Hei
El XelöKiy G He zung u. Bc.. Achtung, geheizte Liege K Ul yTefl W n ■ halle und Corridore. SorRsnine ifl sJ W V ’tiy H B Ilehandliinv und VerpneKung. Diätkuren. CDäpenuunce iür Minderbemittelte.) Prospekte franko. BOraigeHem Dr. M. Schnlze-KRlileyas, Nervenarzt. 'öeflHDBEbä Sanatorium Hofheim im Taunua.
vermischtes.
* Ein interessanter Zivil-Prozeß gegen König AlfonS von Spanien stellen Madrider Meldungen in Aussicht. Man erinnert daran, daß der Vater des jetzigen Königs von Spanien in seinen späteren Lebensjahren in nahen Beziehungen zu der bildschönen Sängerin Helene Sanz tand, die dann samt ihren Kindern in dem königlichen Testament reich bedacht wurde. Schon vor Jahren kam es zwischen den Erben der Helene Sanz und den Testamentsvollstreckern zu ernsten Differenzen. Seither sind nun Streitigkeiten zwischen beiden Parteien entstanden und der älteste Sohn der Helene Sanz besteht darauf, sie diesmal zum endgültigen gerichtlichen Austrag zu bringen. Zu diesem Behufe hat er den republikanischen Abg. Nougis mit der Klage gegen die Erben König AlfonS XII. betraut.
• Partiku laristische Scherze. Nach der Besetzung Frankfurts durch die Preußen geriet ein Frankfurter „Muß- preuße^ mit einem nachbarlichen .Offcnbächer* in Streit. »Gelt/ sagt der Offenbacher, ,ibr Großkrischer, jetzt seid ihr Preiße.^ Der Frankfurter darauf: ,Es gefällt uns ganz gut, aber gönne täte wir'S euch Qiid)/ — Auch andere Männer hänseln einander gern. Eines Tages übt die Unterprima in Mannheim Latein. Der eine der Schüler kann garnichts, worauf der Lehrer — die Sache soll in den siebziger Jahren gespielt haben — anhebt: „Ich will dir mal was sage (sprich Jafe*): Vor 20 Jahr' hab' ich auch so ei' Nixtuer in der Klass' gehabt, nie hat er sei' Latein g'lernt, und vom Griechisch hat er gar nix wisse wolle. Unn weischt, was em passiert ist? Im Hessische ist er g'storbe."
♦ Kleine Tages chronil. Die unter den Soldaten der Garnison Köln auSgebrochene Genick st ar re nimmt einen normalen Verlauf. Einige Soldaten konnten als geheilt aus den Baracken entlassen werden. In einzelnen Distrikten des Ruhrgebietes macht die gefährliche Krankheit weitere Fortschritte. — Ein der Lübecker Dampsschiffsreederei Horn gehörender Dampfer ist ivahrfcheinlich mit der gesamten zwanzig Mann starken Besatzung in den letzten Stürmen in der Nordsee u n t e r gegangen, denn der Damp'er ist sehr stark überfällig. — Die englischen Dampfer „Jebba" und „Suevic" sind gestrandet. Auf der „Suevic" befanden sich hundert Frauen und 85 Kinder zum Teil in zartestem Alter. Alle tumben m offenen Ruderbooten gelandet. „Jebba" ist ein vollsläiidiges Wrack, während die „Suevic" vielleicht flott gemacht werden kann. — In K i e l beging Oberleutnant zur See Jordan S e l b st m o r b durch Erschießen. — Vergangene Nacht ist von deii Geraulhbergeii im Zi11erta 1 e eine große Lawine bis zum Torfe Laibach niebergegangell. Dabei ivurde eine Almhütte unb eine große Walbstäche sortgerissen. Die Lawinengeiahr besieht im Zillertale weiter. Auch in Stasstach an ber Bresferdahn ist eine Lawine niebergegangen, burch bie beibe Bahnglelse verschüttet wurden; ein Gleis konnte aber sofort wieder frei gemacht iverden, sodaß ber Verkehr aufrecht erhalten werben kann. Auf ber Arlbergbahn ist ber Verkehr noch immer unterbrochen. — Ter in Parts verhaftete ungetreue Kassierer Wenbelin Müller aus Speyer trug 34,000 Alk. in Baar bei sich. 100,000 Francs, die von ihm auf einer Parifer Bank deponiert worden waren, wurdeit zu Gunsten der geschädigten Speyrer (Seroerbebant beschlagnahmt.
Liseirbahn-Aeitung.
Die „Nordd. AUg. Zlg." schreibt: Im Februar dieses Jahres brachte ber Personenverkehr bet pr eu ßif ch-hessisch en Slaats- bahnen eine Mehreinnahme von 18U000 Alk., ber Güterverkehr eine solche von 2142000 Alk., bie. sonstigen Einnahmequellen eme solche von 1205000 Alk, gege über bent Februar bes Vorfahres.
B Monaten Gefängnis verurteilt. Nach den Feststellungen der ersten Instanz hat er einem Arbeiter, mit dem er vorher c-.echt hatte, auf dem Rückweg ausgelaucrt, ihm ohne Veranlassung seinen Stock entrissen und ihm mehrere blutende Verletzungen am Kopse beigebracht, sodaß er ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen mußte. Ter Angeklagte leugnete die Tat, er will nichts mit dem Verletzten zu tun gehabt haben, doch auf Grund der bestimmten Aussagen des Verletzten und des ärztlichen Gutachtens kam das Schösfen- aericht wr Verurteilung, zumal der Angeklagte ein übel beleumundeter, vielfach vorbestrafter Mensch ist, dem die Tat wohl zuzutrauen sei. Milde konnte nicht wallen, da die Tat aus "purer Rauflust verübt worden ist. Der Angeklagte erhob Berufung mit dem Antrag auf Freisprechung. Er gab an, es müsse eine Verwechslung in seiner Person vorllegen, was wohl bei der Angetrunkenheit des Verletzten angenommen werden darf. Tic Beweisaufnahme ergab auch, daß der Verletzte ebenfalls bestraft ist und wegen Trunksucht entmündigt war. Trotzdem das Gericht der Ansicht war, daß er überzeugt ist, daß der Angeklagte der Täter ist, vermochte es auf seine Aussagen kein verurteilendes Erkenntnis zu gründen, weshalb das Urteil aufgehoben wurde und Freisprechung eintrat.
Unberechtigtes Fischen und Wilderet.
Die Staatsanwaltstt)aft hat gegen den Wirt H. I. II. von Ober-Dessingen wegen unberechtigten Ftschens und wegen Wilderei Anklage erhoben. I. war früher Pachter der Jagd verschiedener Gemarkungen in der Nahe von Lich, auch hatte er die Fischerei gepachtet. Beides mußte er vor einigen Jahren an hiesige Pächter abtreten. Als sich im vorigen Herbst 'ein Müller mit seinem Knecht nachts zwecks Abstellung der Mühlen an den Bach begab, gewahrten sic einen Mann, der fischte. Als die Verfolgung auf ihn ausgenommen wurde, gab er einen Schuß ab, worauf sich die zwei zurückzogen. Da der Angeklagte als Fischräuber und Wilderer im Verdacht stand, wurde bet ihm Haussuchung vorgenommen, wobei eine Reihe verdäch- ttger Gerätschaften vorgefunden wurden, was seine Verhaftung zur Folge hatte. Bei seiner ersten Vernehmung gab er zu, unberechtigt gefischt zu haben, den Schuß will er nur abgegeben haben, um seine Verfolger zurückzuschrecken. Bei seiner Vernehmung in der Hauptversamm- lung bestritt er, wie früher auch, gewildert zu haben. Tas bei ihm gefundene Gewehr will er zum Spatzenschießen benutzt haben. Tie Tatsache, daß er es zerlegbar gemacht hat, läßt aber den Verdacht aufkommen, daß er damit gewildert hat, ebenso der Umstand, daß er vielfach unter verdächtigen Umständen im Walde betroffen wurde. Verschiedene, mit Blut be,udelte und mit Wildhaaren bedeckte Kleidungsstücke und ein Sack ließen aus Transportieren von erlegtem Wild schließen. Nachdem eine große Anzahl Zeugen und zwei Sachverftändige vernommen waren, wurde die Verhandlung auf nächsten M o n t a g a u s g e s e tz t. Inzwischen soll ein erkrankter Zeuge in Ettingshausen kommissarisch vernommen werden.
LingejanSt.
(Für Form und Inhalt ...vt minr Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redatt^v Lj. i Publünm gegenüber fcuicviei
Verantwortung.)
Ta ich mich für Kirchen getaute sehr interessiere, fv vei- brießt es mich jebesmal, roenn ich Samstag ober an Werktag^ bas Läuten ber I o h a n n i s k i r ch e vernehme. Kaum hat sic angefangen, so ist sie auch schon fertig. Sie möchte sich die Stabllirche in biefer Hinsicht znm Vorbilbe nehmen! Tie Johanniskirche ist mit 4 rounberbar Ijarmonieienben Glocken begabt. Wir schäbigen ben Ruf von Meister Rincker m Sinn, roenn rotr zumeist bie roichtigstc, tiefste Glocke, die ben Grundton angibt unb beshalb
. 208.25 . 225 51' . 27.30 . 122.90 . 142.60


